Elena Ferrante Die Geschichte eines neuen Namens

(164)

Lovelybooks Bewertung

  • 140 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 13 Leser
  • 85 Rezensionen
(89)
(54)
(19)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante

Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.
Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen?
Elena Ferrante hat einen Weltbestseller geschrieben. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest!

Ungemein kraftvoll. Ein wahrer Literaturschatz!

— Schmiesen

Fortsetzungsbuch der unorthodoxen Beziehung zwei Heranwachsender aus Neapel in den 1960er Jahren, sehr lesenswert

— GersBea

Besser als das erste Buch. Doch stimmt das teilweise traurige Schicksal der Freundinnen melancholisch, wenn man das Buch liest.

— Birkel78

Definitiv genau so fesselnd wie der erste Teil. Wer sich einmal der zwei Freundinnen angenommen hat, kommt nicht mehr von ihnen los!

— mirius_black

Die Saga geht weiter. Geschichtslektion und Emanzipations-geschichte immer wieder gespiegelt an der harten Neopolitanischen Realität.

— mbautorin

Tolle Fortsetzung!

— eilatan123

Ich habe Elena gerne durch ihre Jugendjahre begleitet & bin gespannt, was das Schicksal für sie, Lila und den Menschen aus Rione bereit hält

— suggar

Der erste Band hatte mir überhaupt nicht gefallen, doch diese Geschichte fand ich um einiges besser! Ich werde weiterlesen!

— SteffiWausL

Tolle Fortsetzung. Auch wenn hier wieder nicht viel Handlung erzählt wird, ist es ein tolles Buch.

— DebbieS1887

Grandiose Fortsetzung

— Yolande

Stöbern in Romane

Das Papiermädchen

Der beste Musso aller Zeiten!

aanaa1811

Der Sandmaler

Ein Buch mit wichtigen Botschaften.

Buecherwurm1973

Kleine Stadt der großen Träume

Wieder ein wunderschöner Roman. Ich kann ihn sehr empfehlen.

SLovesBooks

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Gelungene Fortsetzung, die auch wieder viel Spaß macht.

Kaddi

Alles wird unsichtbar

Ein wahnsinnig tolles Buch. Anders wie die anderen. Anders im positiven Sinne. Es macht süchtig 😍 Ich konnte es kaum weglegen!!

Kat_Von_I

Der Junge auf dem Berg

Erschreckend nah an der Realität. Aber das Ende ist irgendwie zu positiv, um wahr zu sein.

Eori

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • I'm my own worst enemy

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Keksisbaby

    13. November 2017 um 13:43

    Eigentlich ist eine Hochzeit ein Wendepunkt in ein neues, schönes Leben. Doch schon auf dem Fest kommt es zum Eklat. Lila ist wütend auf ihren Mann, dass er mit den verhassten Solara-Brüdern zusammen arbeitet. Sie lässt es ihn deutlich spüren, dass er ihre Gunst verloren hat, stur wie sie ist. Er weiß sich nicht anders zu helfen, als sie zu schlagen um sie zu unterwerfen. Schließlich ist er ein Mann und hat ein Gesicht zu verlieren. Elena hingegen treibt ihre Studien voran. Sie hat das Glück eine höhere Schulbildung zu genießen und ist daher nur Zuschauer von Lilas bewegtem Eheleben. Als beide Freundinnen einen Urlaub am Meer verbringen, damit Lila endlich schwanger wird und diese eine Affäre mit Elenas Schwarm beginnt, scheint es als würde dies die Freundschaft der beiden beeinträchtigen. Elenas Zuneigung zu Lila ist aber zu stark, um ihr lange Gram zu sein.Die Geschichte eines neuen Namens hat mich mehr gefesselt als das erste Buch. Vielleicht weil ich alle Charaktere mehr oder weniger schon kannte und nicht immer wieder nachsehen musste, wer wer ist. Mit Lila bin ich immer noch nicht so ganz ins Reine gekommen. Sie hat etwas Selbstzerstörerisches an sich, das sie unliebsam macht, aber auf der anderen Seite konnte ich diesen Wesenszug auch nachvollziehen. Es ist fast als hätte ich mich der Hassliebe von Elena zu Lila angeschlossen. Lila ist eine rohe Persönlichkeit, wissbegierig, fast schon genial, aber auch kratzbürstig, eckig und bis zur Brutalität ehrlich, Als Elena endlich aus ihrem Schatten tritt und Anerkennung für ihre eigenen Leistung bei der Party ihrer Lehrerin erhält, erkennt Lila, welchen Weg sie beschritten hat. Mit Boshaftigkeit zerstört sie das Hochgefühl ihrer Freundin, die es meiner Meinung endlich mal verdient hätte gewürdigt zu werden. Ich war als Leser ein bisschen wie Elena. Es gab Seiten da habe ich Lila gehasst. Es gab Seiten, da habe ich sie beneidet und es gab Seiten, da war sie unendlich liebenswert. Lila polarisiert, sie zwingt selbst den Leser nachzudenken. Elena dagegen wollte ich noch immer schütteln. Sie scheint abgestumpft. Obwohl sie schlau ist, stellt sie ihr Licht immer unter Lilas Schatten und sobald ihre Freundin nicht ihm Spiel ist, scheint sie nichts zu empfinden. In der Nacht am Strand, als sie sich vom Vater ihres Schwarmes deflorieren lässt, hätte ich sie am liebsten verprügelt. Solche Gefühle hervorzurufen, gelingt jedoch nur einer richtig guten Erzählerin. Ich habe viele Rezensionen gelesen, in denen die Leser sich darüber beschweren, dass nicht viel passiert, aber es geht hier um kein Ereignis das sich zuspitzt, sondern viel eher um die Erzählung von Lebenswegen und einer Freundschaft, die nicht immer gesund und wohlwollend ist und dennoch zieht mich dieses Geschichte immer tiefer in ihren Bann. Auch wenn ich mich beim ersten Teil noch nicht so richtig einfinden konnte, bin ich dankbar drangeblieben zu sein. Denn jetzt liegt schon der dritte Teil bereit und ich freue mich darauf den beiden in ihre Erwachsenenjahre zu folgen.

    Mehr
  • Die "Freundinnen-Saga" geht weiter....

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Penelope1

    09. November 2017 um 21:27

    Inhalt:Die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Elena und Lila knüpft in Band 2 (Die Geschichte eines neuen Namens) nahtlos an Band 1, der mit der Hochzeit von Lila und Stefano endet. Die gerade geschlossene Ehe steht unter keinem gutem Stern, dies wird nur allzu schnell deutlich und so nimmt diese Ehe – und die Liebe - ihren Lauf... Während Lila ihren eigenen Kampf führt - zwischen Ehe, Rechten und Pflichten - geht ihre Freundin Elena ihren eingeschlagenen Weg weiter, der sie zur Schule führt, zum harten Lernen, Arbeiten, um aus dem Rione herauszukommen, wie die Freundinnen es sich als Kind versprochen hatten. Arm, aber stets bemüht, es allen recht zu machen, alle Erwartungen zu erfüllen und „weiterzukommen“, ringt sie immer wieder zwischen Ehrgeiz und dem Wunsch, alles hinzuwerfen und einen anderen Weg einzuschlagen, die Streberin hinter sich zu lassen...Ihre Freundschaft erlebt Höhen und Tiefen, Zeiten, in denen sie sich längere Zeit nicht sehen, sich sogar aus dem Weg gehen, und Zeiten, in denen sie die Nähe der anderen suchen und brauchen.Eine aufregende Zeit im Rione, diese sechs Jahre der beiden jungen Frauen, denn natürlich haben sich auch die Jungen von damals zu jungen Männern entwickelt, die ihren Weg gehen und suchen - und im Rione und in Venedig ist die Zeit natürlich auch nicht stehengeblieben...Meine Meinung:Ich habe mich sehr auf den zweiten Band rund um die Geschichte des „Rione“ gefreut – und wurde nicht enttäuscht. Es ist interessant und geradezu spannend zu verfolgen, wie sich das Viertel und die vertrauten Menschen aus dem italienischen Dorf weiter entwickeln, allen voran natürlich die Freundinnen Lila und Elena. Die Verlobungszeit verlief so vielversprechend, die Hochzeit hingegen weniger, sodass man natürlich als Leser gebannt die Seiten umblättert, um zu sehen,wie das wohl weitergeht. Ob es an Elena oder an der Übersetzerin liegt – oder an beiden - auf jeden Fall wird man in dieses Dorfleben hineingezogen, so ging es mir zumindest. Und je mehr man die Bewohner kennenlernt, umso mehr festigen sich Sympathien – oder Antipathien. Wobei.... so wirklich sympathisch finde ich dabei nur wenige Personen, einige bleiben eher blass, andere entwickeln immer mehr Persönlichkeit und Stärke. Elena als Erzählerin ihrer eigenen Geschichte versteht es sehr gut, ihre eigene, innere Unruhe darzustellen, ihre Unsicherheit. Ihr Charakter hingegen wirkt über allem erhaben, sie ist ehrlich, überaus anpassungsfähig und versteht es, das Vertrauen der Menschen in ihrer Umgebung zu erlangen. Ihre Freundschaft zu Lila wird in diesen sechs Jahren des Handlungszeitraumes dieses Bandes oft auf die Probe gestellt. Die beiden Teenager scheinen auf den ersten Blick vollkommen unterschiedlich zu sein, und dennoch sind die beiden in gewisser Weise voneinander abhängig, sie helfen sich gegenseitig – und profitieren gleichzeitig davon, jeder auf seine Weise.Dabei hat genau ihr Verhältnis zu Lila einen nicht unwesentlichen Anteil an ihrer eigenen Zerrissenheit, der innerliche und unbewusste Wettkampf zwischen den beiden nährt und hemmt Elena zugleich. Um bei der Vielzahl der Personen im Rione besser den Überblick zu behalten, gibt es nun sogar im vorderen Teil des Buches eine detaillierte „Vorstellung“ der einzelnen Personen, und wem das noch nicht ausreicht, dem bietet das faltbare Lesezeichen nochmals eine kurze Personen-Übersicht – TOP!Übrigens: Wer den ersten Band nicht gelesen hat, dem dürfte es trotzdem nicht allzu schwer fallen, mit diesem zweiten Band „Die Geschichte eines neuen Namens“ einzusteigen, denn gleichzeitig mit der ausführlichen Personenbeschreibung erhält man einen kurzen „Rückblick“ über das bereits Geschehene... Fazit: Der zweite Band der „Neapel-Saga“ ist genauso hinreißend wie der erste Band und führt die Geschichte um die beiden Freundinnen und dem „Rione“ nahe Neapel absolut lesenswert fort ! Ich freue mich bereits auf Band 3 und 4 !

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

    Mehr
    • 2500
  • Das Ferrante Fever hat wieder zugeschlagen

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. August 2017 um 15:05

    »In der Schule trug ich einen schlecht sitzenden schwarzen Kittel. Was dachte sie wohl, die Professoressa, was unter diesem Kittel war, Unterkleider, Unterwäsche wie ihre? Da war aber Unzulänglichkeit, da war Armut, schlechte Erziehung.« (S. 193)Erster SatzIm Frühling 1966 vertraute Lila mir in höchster Aufregung eine Blechschachtel mit acht Schreibheften an.VerlagstextLila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen? (Quelle: Suhrkamp)Meine MeinungZugegeben, ich habe ja etwas gebraucht, bis ich mich nach dem ersten Band der neapolitanischen Saga nun auch an den zweiten heran getraut habe. Und habe ich den ersten noch gut, aber nicht überragend gefunden, so wurde ich von dieser Fortsetzung gerade zu mitgerissen. In nicht einmal einer Woche habe ich die gut 620 Seiten verschlungen und warte nun sehnsüchtig auf den Mittwoch, wo der dritte Teil in die Läden kommt.Dort wo der erste Band aufgehört hat, steigt nun Die Geschichte eines neuen Namens wieder ein, bei der Hochzeit von Lila und Stefano nämlich, wo aus Lila Cerullo Signora Carracci wird. Sie bekommt damit nicht nur einen neuen Namen, sondern es wird ihr auch ein Lebensentwurf aufgezwungen, dem sie sich nicht fügen will. Sie möchte ihre Wünsche nicht zurück stecken, früh Kinder kriegen und sich um ihren Mann und den Haushalt kümmern. Die Folgen ihres „Ungehorsams“ sind Schläge, Misshandlungen und heftige Ehestreitigkeiten.»Von klein auf hatten wir gesehen, wie unsere Väter unsere Mütter schlugen. Wir waren mit der Vorstellung aufgewachsen, dass ein Fremder uns keinesfalls anrühren durfte, dass aber unser Vater, unser Verlobter, unser Ehemann uns ohrfeigen durfte, wann immer er wollte, aus Liebe, um uns zu erziehen und uns zu bessern« (S.64)Elena (auch Lenù genannt) besucht weiter die Schule, geht ans Gymnasium und kämpft sich mit eiserner Disziplin bis zum Abitur vor. Sie nimmt sogar ein Studium in Pisa in Angriff und verschreibt sich ganz dem Lernen. Allerdings muss sie immer wieder feststellen, dass sich ihre Herkunft trotz aller Bildung nicht verheimlichen lässt. Im Rione ist sie nicht mehr richtig zu Hause, zu gebildet ihre Ausdrucksweise, zu anders ihr Verhalten. Aber zu den Studenten aus wohlhabendem Haus gehört sie auch nicht recht dazu, zu anders ihr Dialekt und ihre Kleidung.Wie schon im ersten Teil lässt sich auch in Die Geschichte eines neuen Namens kein richtiger Handlungs- und Spannungsbogen finden. Erzählt werden alltägliche Erlebnisse, kleine Abenteuer und Konflikte, die wohl jeder schon einmal so oder ähnlich erlebt hat. Und genau darin liegt auch der Zauber dieser Geschichte. Auf den geografischen Raum vom Rione, Neapel und Ischia beschränkt, erhalten wir Leser Einblick in den Mikrokosmos der im Buch erwähnten Familien, in krumme Geschäfte, häusliche Gewalt, aber auch in all die Irrungen und Wirrungen der Liebe und einer treuen Freundschaft. Wie sehr konnte ich mich mit Lenù identifizieren, mit ihren Selbstzweifel und Ängsten und stets im Schatten der alles überstrahlenden Freundin.»Ich bin was ich bin, und ich kann nichts anderes tun als mich zu akzeptieren; ich bin so geboren, in dieser Stadt, mit diesem Dialekt, ohne Geld; ich werde geben, was ich geben kann, werde mir nehmen, was ich nehmen kann, werde ertragen, was ertragen werden muss.« (S. 402)Die vollständige Rezension ist auf meinem Blog Livricieux zu lesen. 

    Mehr
  • Die Geschichte eines neuen Namens

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Susibelle

    10. July 2017 um 23:01

    Genauso gut wie der erste Band. Ich freue mich schon auf die folgenden Bände.

  • Eine gelungene Fortsetzung

    Die Geschichte eines neuen Namens

    DebbieS1887

    08. July 2017 um 19:45

    Inhalt: Das Buch „Die Geschichte eines neuen Namen“ von Elena Ferrante schließt direkt an das Vorgängerbuch „Eine geniale Freundin“ an. Elenas beste Freundin Lila hat Stefano geheiratet und alles scheint perfekt zu sein. Weil Lila nicht schwanger wird, wird ihr ein Urlaub am Meer vom Arzt empfohlen. Elena begleitet ihre Freundin und deren Schwägerin ans Meer und sie verbringen dort eine schöne Zeit, auch wenn Elena sich etwas ausgeschlossen fühlt, da ihre Freundinnen am Wochenende immer Besuch von ihren Männern bekommen. Zudem scheint ihre Freundin sich verändert hat. Elena spürt, dass Lila neidisch ist, da sie das Abitur macht und Lila dies nicht möglich war, obwohl sie das Potenzial dazu hat. Nino verbringt seine Ferien auch immer in dem Ort und die beiden begegnen sich wieder. Auch Lina zeigt Interesse an Nino. Wird sie die Schwärmerei vor ihrem Mann geheim halten können? Meinung: Auch wie schon im Vorgängerbuch wird nicht viel erzählt und dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Szenen sind wieder sehr gut und ausführlich beschrieben und das Buch lässt sich durch die gute Wortwahl sehr gut lesen. Fazit: Die Fortsetzung hat mich wieder voll in ihren Bann gezogen und ich freue mich schon auf den dritten Band der Saga. Elena Ferrante schreibt einfach herrlich. Ein perfektes Buch für einen Strandurlaub. Aber auch zu Hause fühlt man sich in die kleinen Straßen Neapels versetzt.

    Mehr
  • Teil 2 der Irrungen und Wirrungen zweier Freundinnen aus Neapels Armenviertel

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Federfee

    30. June 2017 um 14:41

    Nun sitz' ich hier und bin eine der wenigen, denen der 2. Band nicht besonders gefällt.Im mittleren Teil war mir alles zu ausführlich – z.B. die ewig gleichen Tage im Urlaub der Frauen - zum Schluss fand ich die Handlung zu komprimiert. Mir fehlte ein Spannungsbogen, ein interessanter Handlungsaufbau. Keine der Personen ist mir sympathisch, was auch nicht unbedingt sein muss. Aber dann muss das Buch anderes bieten, eine wunderbare Sprache oder kluge Gedanken, denen man hinterherhängen kann. Leider habe ich nichts von alledem für mich gefunden und am Ende war ich froh, als ich das Buch 'aus' hatte.Die Geschichte spielt weiterhin im 'Rione', einem ärmlichen Viertel Neapels, wo auch die Camorra präsent ist und wo Dialekt gesprochen wird. Italienisch ist fast eine Fremdsprache, die Sprache der Intellektuellen, die Sprache, in der Diskussionen geführt werden. Und das gilt dort nichts. Die Rollen sind streng verteilt: die Männer bestimmen, die Frauen altern früh und haben zu gehorchen, Gewalt ist an der Tagesordnung und wird schicksalsergeben hingenommen. Man kann sich vorstellen, dass es schwer ist, aus einem solchen sozialen Umfeld auszubrechen.Und das würden die beiden so intelligenten, aber sonst unterschiedlichen Freundinnen am liebsten. Elena wird von der Schule aus gefördert und geht ihren Weg der Bildung, Lila (Raffaela) lernt von ihrem Vater das Schuhmacherhandwerk und stürzt sich mit 16 Jahren kopfüber in die Ehe mit Stefano, der ihr finanziell etwas bieten kann. Aber schon am Hochzeitstag geht alles schief. Ich kann Lilas Entscheidung nicht nachvollziehen und schon gar nicht, was danach noch alles kommt. Schließlich geht es um nicht mehr und nicht weniger als das eigene Leben. Elena (Lenú) weiß auch nicht, was sie will. Sie hat ein ganz schlechtes Selbstbild und gewinnt erst allmählich Zutrauen zu ihren Fähigkeiten."Ich bin, was ich bin, und ich kann nichts anderes tun als mich akzeptieren; ich bin so geboren, in dieser Stadt, mit diesem Dialekt, ohne Geld; ich werde geben, was ich geben kann, werde mir nehmen, was ich nehmen kann, werde ertragen, was ertragen werden muss." (eBook 366)Zu allem kommt eine gewisse Rivalität der Freundinnen, die immer mal wieder den Kontakt zueinander verlieren, aber letztlich doch nicht voneinander lassen können.Wie wird es weiter gehen? Zwei Bände werden noch in diesem Jahr erscheinen, aber besonders sehnsüchtig werde ich nicht darauf warten.Meine Rezension zu Teil 1: https://www.lovelybooks.de/autor/Elena-Ferrante/Meine-geniale-Freundin-1240052206-w/rezension/1355322956/

    Mehr
  • Die neapolitanische Saga geht weiter

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Yolande

    21. June 2017 um 12:59

    Inhalt (Klappentext): Lila und Elena sind jung, und sie sind verzweifelt. Lila hat am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht - er macht Geschäfte mit den verhassten Camorristi. Arm geboren und durch die Ehe zu Geld und Ansehen gekommen, brechen für Lila leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich in einen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Halt finden die beiden Frauen einzig in ihrer Freundschaft, ihre Liebe füreinander wirkt grenzenlos. Wären sie nur nicht immer wieder von dem Verlangen getrieben, die andere auszustechen...Anders als beim ersten Teil hatte ich bei diesem Buch keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Ruhig und ausführlich beschreibt Ferrante den weiteren Lebensweg der beiden Hauptprotagonistinnen. Durch diese ruhige Erzählweise kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und sie erhalten die Tiefe, die man in anderen Büchern oft vermisst. Mittendrin hat mich dieses "Sich-mit-der-anderen-messen" wieder ein wenig geärgert und aufgeregt, aber das bedeutet für mich auch, dass die Autorin die Akteure mit richtigem Leben erfüllt hat.Ich gebe diesem Buch 5 Sterne und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung

    Mehr
  • Lenús Aufstieg und Lilas Fall

    Die Geschichte eines neuen Namens

    c_awards_ya_sin

    19. June 2017 um 14:19

    In diesem gelungenen zweiten Teil der neapolitanischen Saga berichtet Elena Ferrante gekonnt über die Jugendzeit der beiden Freundinnen Lenú und Lila. In diesem Lebensabschnitt entzweien sich die beiden jungen Frauen zunehmend und dennoch verlieren sie sich nie ganz aus den Augen. Mit ihrem ruhigen Schreibstil schildert uns Ferrante den Aufstieg Lenús bis zur Veröffentlichung ihres ersten Romans und Lilas Fall von der angesehenen Frau des Salumeria-Besitzers zur Angestellten in der Wurstfabrik. Tiefgründig und doch leicht zu lesen. Mit viel Sinn für die kleinen Details, die die Geschichte so lebensecht machen.

    Mehr
  • Rivalität in der Jugendzeit von Elena und ihrer Freundin - unverändert stark

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Girdie

    05. June 2017 um 21:20

    „Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der vierteiligen Reihe von Elena Ferrante, dem Pseudonym einer italienischen Autorin. Die Bücher handeln von der über 60-jährigen Freundschaft der Ich-Erzählerin Elena und der gleichaltrigen Raffaella, die von Elena nur Lila gerufen wird, beginnend im Neapel der 1950er bis in die Gegenwart. Das vorliegende Buch schildert die Jugendjahre der beiden Protagonistinnen. Die Erzählung schließt unmittelbar an das Ende des vorigen Teils an.Wie bereits im ersten Buch machte mich die Autorin neugierig auf die folgenden Ereignisse, indem sie mir gleich zu Beginn einen ganz kurzen unvollständigen Blick auf den Stand der Dinge im Jahr 1966 gewährt. Laut der inzwischen 22-jährigen Elena kriselt es in der Freundschaft, sie treffen einander nur noch selten und dennoch hat Lila ihr gerade erst eine Schachtel mit Heften anvertraut, deren Inhalt sie vor deren Ehemann verstecken soll. Außerdem hat Lila ihre Freundin gebeten, sie nicht zu öffnen. Elena selbst wohnt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Neapel. Sie hat sich inzwischen einen guten Ruf erarbeitet … und bereits nach wenigen Seiten las ich, dass Elena den Inhalt der Schachtel vernichtet hat. Mir stellte sich dadurch natürlich unwillkürlich die Frage, was sie dazu veranlasst hat.Das Cover des Buchs nimmt direkten Bezug darauf, dass Elenas Gedanken am Anfang des zweiten Teils zum Tag der Hochzeit von Lila zurückgehen. Einen farblichen Akzent setzt der Rosenstrauß in den Händen der Braut, dessen Blütenblätter mit dem Wind davonwehen. Ob das als ein Vorzeichen für die Ehe von Lila zu sehen ist und bedeutet, dass ihr Glück wie die Blüten hinwegwehen wird?Die Welt von Elena und Lila ist auch jetzt noch zu Beginn ihrer Jugendjahre recht klein. Sie wohnen beide im neapolitanischen Viertel Rione, einer ziemlich heruntergekommenen Wohngegend mit großen Mietshäusern. Ihre Freunde sind immer noch die gleichen wie in Kindertagen. In einigen Aussagen Elenas konnte ich nachvollziehen, dass auch ihre Kenntnisse über Politik und Gesellschaft kaum über ihr eigenes Territorium hinausgehen, obwohl sie doch eine gute Schülerin ist und viele Bücher liest. Aus dem Inhalt der in der Schachtel gefundenen Hefte schließt sie, dass auch Lila nie ihr Interesse am Lernen aufgegeben hat.Wie bisher besteht die Rivalität um die Vorrangstellung in ihrer Freundschaft weiter. Lila entwickelt dabei eine Arglist, die darin besteht, jede Anfeindung anderer Personen gegen sie früher oder später zurückzuzahlen. Sie scheut nicht davor zurück, Elena für ihre Zwecke einzuspannen. Doch ihr Traum, von ihren Eltern unabhängig zu leben und die damals vorherrschende Rollenteilung in der Ehe, begleitet mit körperlicher Gewalt, hinter sich zu lassen, droht schon mit Beginn ihrer Ehe zu platzen. Elena spürte, dass Lila durch ihre Hochzeit einen Vorteil ihr gegenüber erlangt hat und so tanzen nun ihre Gefühle zwischen Mitleid und der Freude darüber, durch ihre tätige Hilfe bei Lila wieder Beachtung zu finden und sich dadurch erneut besser im Rang zu positionieren. Dagegen ist ihr die Freigiebigkeit, mit der Lila Stefanos Geld ausgibt ein Dorn im Auge, doch genau dieser Umstand ermöglicht es ihrer Freundin, zu einem gewissen Ansehen bei ihren Freunden zu gelangen. Lilas Beliebtheit steigt und mit ihr der Wille sich den Machenschaften ihrer Geschäftspartner nicht zu unterwerfen. In die Dinge, die ihr am Herzen liegen steckt sie ihre ganze Begeisterung und lässt sich auch durch drohende körperliche Gewalt nicht einschüchtern und verbiegen.Dadurch, dass Elena in der Ich-Form erzählt, konnte ich nachvollziehen, mit welchen Gefühlen sie in ihrer Jugend zu kämpfen hatte. Durch den Besuch des Gymnasiums und später der Universität unterscheidet sich ihr Lebensweg schon jetzt von den meisten ihrer Freunde aus Kindertagen. Sie selbst ist sich dessen bewusst und hält sich für arrogant. Ihr Lernen verbunden mit ihrer Klugheit scheint ihr der Grund zu sein, dass ihre Freunde ihr gegenüber zunehmend auf Abstand gehen. Neidvoll schaut sie in dieser Zeit auf Lila. Noch kann sie nicht die Folgen ihres Handels abschätzen und abschließend beurteilen, ob ihr der Schulbesuch spätere Vorteile bringen wird. In ihrer Umgebung gibt es wenige Vorbilder an denen sie sich orientieren könnte. Später wird sie genau diesen Umstand bedauern, denn in der Welt von Elena und Lila verschafft man sich nicht durch Wissenserwerb Respekt und Anerkennung. Lila muss sich immer wieder behaupten. Elena dagegen muss mehr Selbstbewusstsein entwickeln, denn auf ihrer Suche nach Liebe droht ihr der Verlust ihrer Anerkennung, wenn sie sich nicht normgerecht verhält. Der Zwiespalt ihrer Gefühle in Bezug auf Männer wird auch durch ihre Umwelt mitgetragen. Fehlende Möglichkeiten, schlechte Vorbilder und die gelebte Härte des Alltags lassen ihre Jungmädchenträume schmelzen.Beide Freundinnen sind sich ihrer Rangeleien bewusst und können doch nicht ganz voneinander lassen. Genau das macht die Faszination des Romans aus. Mancher Leser wird sich in den Vorstellungen der Protagonistinnen vom Leben wiederfinden und erkennt den ein oder anderen Traum aus seiner Jugendzeit darin wieder. Die schöne klare Sprache, selbst in der Übersetzung, ist ein Lesevergnügen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und lässt mich schon ungeduldig auf den nächsten Teil warten. Wer die Bücher von Elena Ferrante noch nicht kennt, sollte unbedingt mit dem Lesen beginnen! Der dritte Band in deutscher Sprache erscheint im August 2017.

    Mehr
  • Die Geschichte eines neuen Namens

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Fantasie_und_Träumerei

    15. May 2017 um 09:19

    Bevor ich mit "Die Geschichte eines neuen Namens" begonnen habe, habe ich mich gefragt, inwiefern Elena und Lila sich wohl entwickelt haben werden, denn zumindest eine von ihnen hat den großen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt gewagt. Neben den geistigen Entwicklungen der beiden Protagonistinnen, wünsche ich mir aber auch, dass sie sich treu geblieben sind und vor allem, dass ihre Freundschaft mit all ihren Widrigkeiten weiterhin Bestand hat.Schon nach den ersten Seiten war ich erneut gefangen vom Geist des Rione, vom staubigen Dunst aus Gewalt, Unwissenheit und längst veralteten Werten, der an Elena und Lila klebt, obwohl sie auf verschiedenen Wegen versuchen ihn loszuwerden.Die Freundschaft der beiden ist ein undurchschaubares Wechselspiel. Ein Kampf darum, wer von wem abhängig ist und wer unabhängig vom anderen existieren und glücklich sein kann. Ich weiß nie genau, wer gerade Oberwasser hat, so schnell wechselt der Ball der Dominanz zwischen ihnen hin und her. Gleichberechtigt ist die Freundschaft keinesfalls. Mal ist Elena auf unterwürfige Weise von Lila abhängig, mal habe ich das Gefühl, dass Lila ihre Stärke verliert, ist Elena nicht da, um ihr den Rücken zu stärken und ihr die Kraft verleiht, die sie benötigt um ihre Fassade als unantastbare Lila aufrecht zu erhalten.Lilas Intention besteht scheinbar darin nach außen stark, geheimnisvoll und einzigartig zu wirken. Sie möchte den Ton angeben, sich nicht beherrschen lassen, möchte gütig und freigiebig sein und zugleich von diktatorischer Härte. Um ihren Willen durchzusetzen? Aus Selbstschutz? Lila ist so undurchdringlich wie die Staubschicht des Rione.Bisher hat Ferrante die wahre Lila immer nur Bruchstückhaft gezeigt. Die Puzzleteile reichen nicht aus, um sich ein klares Bild von ihr zu verschaffen. Ob das noch geschehen wird, bevor Lila sich auflöst? Ferrante lässt mich im Ungewissen und erhöht damit die Spannung auf dramatische Weise.Was klar zu erkennen ist - Lila und Elena funktionieren nur gemeinsam. Als eine Art Symbiose mit wechselnden Machtverhältnissen, die von beiden mal mehr, mal weniger bewusst ausgespielt werden."Die Geschichte eines neuen Namens" ist - wie der Vorgänger "Meine geniale Freundin" auch - ein spannendes Werk über zwei sehr individuelle und faszinierende Frauenfiguren, deren aufreibende Freundschaft unter dem Stern der Gewalt und Werte ihrer Ahnen steht. Bisher konnte Ferrante den Sog ihrer Saga aufrecht erhalten. Ich bin mir sicher, dass ihr das auch weiterhin gelingen wird und freue mich auf die Bände, die noch folgen werden.

    Mehr
  • Es geht weiter mit Lila und Lina

    Die Geschichte eines neuen Namens

    reisendebuecher

    14. May 2017 um 15:43

    Mit „Die Geschichte eines neuen Names“ geht es in die Jugendzeit von Lila und Lina weiter. Man merkt gar nicht, dass es sich hierbei um ein neues Buch handelt, sodass man nahtlos weiterlesen könnte vom ersten Teil. Der Schreibstil von Elena Ferrante geht ebenfalls gleichsam weiter, obwohl ich das Gefühl hier in diesem Band etwas flüssiger lesen zu können, als im ersten Band. Vielleicht liegt dies aber auch nur daran, dass ich nun schon daran gewöhnt war. Es liest sich – meiner Meinung nach – nicht so leicht von der Hand wie andere „Coming of Age“-Geschichten, aber ich würde es auch nicht als anspruchsvoll betiteln. Angenehm zu dem Plot passend.Ich muss gestehen, dass ich sowohl zu Lila als auch Lina eine gewisse Hass-Liebe entwickelt habe. Beide Protagonistinnen sind mir sehr unsympathisch, sodass ich mich auch keiner identifizieren kann. Gleichwohl wird man mitgerissen und möchte unbedingt wissen, wie sich ihr Leben weiterentwickelt. Nicht selten kam ich zu Punkten, wo ich unverständlich nur den Kopf schütteln konnte. Jedoch geht es hier nicht darum liebenswürdige Charaktere zu skizzieren, vielmehr um eine realistische Darstellung des Erwachsenwerdens der beiden jungen Damen.Aus diesem Grund ist ein großer Fokus auf die Liebe und die Bildung gelegt. Für mich waren dies die zentralen Themen in der Jugendzeit, natürlich eingebettet in gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit. Der Kontrast zwischen den beiden Protagonistinnen wird dabei sehr deutlich und doch herrscht eine Abhängigkeit zwischen den beiden. Persönlich konnte ich diese Abhängigkeit nicht so ganz nachvollziehen, aber jedoch akzeptieren.Auch wenn dieser Teil fast doppelt so lang ist wie der erste Teil, kam er mich unbedingt länger vor. Natürlich gab es auch hier wieder ziemliche Längen, doch dieses Gefühl kam auch schon bei „Meine geniale Freundin“ auf.Insgesamt hat mir der zweite Teil besser gefallen als der erste. Allerdings fehlt auch hier irgendetwas um mich vollends zu begeistern. Vielleicht kommt dies im dritten Teil der Geschichte vor, auf dessen Erscheinen ich nun warten werde.

    Mehr
  • Feminismus als versteckte Botschaft

    Die Geschichte eines neuen Namens

    coffeetimelady

    30. April 2017 um 20:35

    Den 2. Teil der neapolitanischen Saga habe ich gelesen, weil ich gespannt war, ob das so gehypte Buch hält, was es verspricht....Und ja ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, konnte ich problemlos ins Geschehen einsteigen...Lena und Lina sind schon Freundinnen von klein auf. Die Freundschaft ist aber geprägt vom gegenseitigen Wettbewerb, den beide scheinen sehr intelligent zu sein... Da Lina die Möglichkeit, aufgrund ihrer Schönheit, bekommt früh zu heiraten und somit die soziale Leiter somit aufzusteigen, wird sie bereits im Teenageralter zur Ehefrau. Ihre Ehe, obwohl sie glaubte aus Liebe zu heiraten, ist nicht glücklich und Lina verfolgt von ihrer eigenen inneren Unruhe und Unzufriedenheit versucht aus der Ehe auszubrechen.Lena bereitet sich auf ihr Abitur vor, da sie ihre erste Beziehung eigentlich sabotiert, hat sie auch keine andere Möglichkeit. Sie stürzt sich ins Lernen und ist sehr erfolgreich. Sie steigt aus Linas Schatten aus und verlässt ihr Nest um in Pisa zu studieren. Hier entdeckt sie sich selber und nach dem erfolgreichen Studium wird auch ihr, eigentlich per Zufall geschriebener Roman, verlegt.Die Geschichte der beiden Frauen ihrer Freundschaft und ihrer Konkurrenz, die sie gleichzeitig schwächen und antreiben, ist eine schöne Geschichte. Sie hat ihre Höhen und Tiefen und der unterschwellige feministische Traum, wo durch harte Arbeit und ein bisschen Glück (in Form immer wieder kehrenden alten Damen, die als gute Feen Frauensolidarität vorleben) die Raupe zum Schmetterling wird.Besonders angenehm fand ich den Schreibstil, der sehr ehrlich und "sauber" daherkommt und der Geschichte Realität einhaucht.     

    Mehr
  • Ein schöner zweiter Teil

    Die Geschichte eines neuen Namens

    LadyIceTea

    10. April 2017 um 22:37

    Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.Dem ersten Teil stand ich nicht sehr positiv gegenüber, der zweite Teil wurde zum Glück besser.Der Schreibstil ist sich treu geblieben. Nicht zu romantisch oder blumig aber schön bildlich und angenehm zu lesen. Dabei fesselnd und genau richtig zum miterleben mit den Mädchen.Ich mag beide Figuren sehr gerne. Lila und Elena sind sehr unterschiedlich und doch finde ich, dass sie sehr gut harmonieren. Ihren weiteren Lebensweg zu erleben und dabei zu sein, wie sie größer werden und sich weiterentwickeln, hat mir dann doch Spaß gemacht.Ich bin erleichtert, dass dieser Teil besser war, werde mir jedoch noch überlegen, ob ich die Folgeteile lese.

    Mehr
  • auch der 2. Teil ist wundervoll

    Die Geschichte eines neuen Namens

    Gwhynwhyfar

    04. April 2017 um 15:37

    Die sizilianische Saga geht in den zweiten Teil. 1960 wird aus der Schustertochter Raffaela Cerullo Signora Caracci, worauf sich wohl der Titel bezieht. Lila, verheiratet, aufgestiegen zur eleganten Dame, Lenù, die Ich-Erzählerin, besucht anfänglich ein humanistisches Gymnasium, nach der Lauda bewirbt sie sich auf ein Stipendium und wird für ein Studium in Pisa aufgenommen. Lila liebt ihren Mann nicht, verweigert ihm den Beischlaf, provoziert bis ins Unermessliche. Manchmal fragt man sich, ob sie die Schläge provoziert, um wieder fühlen zu können. Eigentlich ist ihr alles egal, ihr Mann, seine Firma, das Geld. Sie lockt ihm die Scheine aus der Tasche, greift in die Kasse, verteilt es an die, die es nötig haben, für Arztrechnungen, Lenù bekommt Geld für ihre Schulbücher. Soziale Strukturen Süditaliens, die Abhängigkeit und Verfechtung der kleinen Geschäftsleute mit der Camorra, die Stellung der Frauen, Frauen und ihre Töchter, eine patriarchalische Gesellschaft, der Roman ist wie der erste Teil ein Abbild der damaligen Gesellschaft des Mezzogiorno. Nach einer Fehlgeburt wird Lila nicht wieder schwanger. Stefanos schickt sie auf Empfehlung auf Sommerurlaub nach Ischia, ihre Mutter Nunzia und die Schwägerin Pinuccia im Schlepptau. Lenù hat eine Anstellung in der Buchhandlung über den Sommer, wird von Lila überredet mitzufahren, wird von ihr bezahlt. Lila fährt nur deshalb mit, weil sie hofft, Nino Sarratore wiederzutreffen. Sie begegnen sich, aber die Sache läuft anders, als von Lenù erhofft.Die Dramaturgie des Romans ist wie im ersten Teil gekonnt, die Figurenzeichnung raffiniert und tiefgehend. Lenù und Lila reiben sich aneinander, finden wieder zusammen und entfernen sich, ein ewiges auf und ab. Die Lehrerin, Maestra Oliviero, spielt eine große Rolle für die beiden Mädchen, insbesondere für Lila. Sie hatte die Intelligenz der beiden Mädchen erkannt, sie gefördert, war traurig, als Lilas Eltern es nicht zuließen, sie weiter zur Schule zu schicken und sie ist stolz auf Lenù. Später wird Lenùs Mutter ihr vorwerfen, die Maestra wäre für sie bedeutender gewesen als ihre Mutter selbst, Lenù hätte nur für ihre Anerkennung gelernt. Lila versucht, der Maestra klarzumachen, dass ihr Leben in Ordnung ist und sie weiß ganz genau, dass sie sich selbst in die Tasche lügt.»›Es heißt Ulysses.‹ ›Geht es um Odysseus?‹ ›Nein, es geht darum, wie seicht das heutige Leben ist.‹ ›Und weiter?‹ ›Nichts weiter. Es geht darum, dass wir den Kopf voller Blödsinn haben. Dass wir aus Fleisch, Blut und Knochen sind. Dass ein Mensch so viel wert ist wie der andere. Dass wir nur essen, trinken und ficken wollen.‹ Nach diesem letzten Ausdruck wies die Maestra sie zurecht wie in der Schule, und Lila gebärdete sich unverschämt und lachte, so dass die alte Frau noch verdrießlicher wurde. Sie fragte, wie das Buch sei. Lila antwortete, es sei schwierig und sie verstehe nicht alles. ›Warum liest du es dann?‹ ›Weil das einer gelesen hat, den ich mal kannte. Aber dem hat es nicht gefallen.‹ ›Und dir?‹ ›Mir gefällt es.‹ ›Obwohl es so schwierig ist?‹ ›Ja.‹ ›Lies keine Bücher, die du nicht verstehst. Das bekommt dir nicht.‹ ›Es gibt vieles, was einem nicht bekommt.‹ ›Bist du zufrieden mit deinem Leben?‹ ›Geht so.‹ ›Du warst zu Großem bestimmt.‹ ›Das habe ich vollbracht: Ich habe geheiratet und ein Kind gekriegt.‹ ›Das kann jeder.‹ ›Ich bin wie jeder.‹ ›Da irrst du dich.‹ ›Nein, sie irren sich, Sie haben sich immer geirrt.‹« Lenù erhält von Lila eine Blechschachtel voll Notizbücher, die sie verstecken soll, denn sie hat Angst, ihr Mann könne sie finden. Aber sie darf sie nicht lesen. Natürlich schaut Lenù hinein und es offenbart sich ihr Lilas Seele, Lila hat gefunden, nachdem Lenù bis zu dem Zeitpunkt suchte. Sie liest die wundervollen Worte hundert mal, verinnerlicht sie und wirft die Hefte voller Wut von der Brüstung des Ponte Solferino in den Arno. Aber auch aus dem Lesen zieht sie später ihren Nutzen für ihren Verlauf. Wie im ersten Teil profitiert sie abermals von Lilas Können. »Ich beschäftigte mich viel mit diesen Seiten, tagelang, wochenlang“, gesteht Elena. „Ich studierte sie und lernte am Ende die Stellen auswendig, die mir gefielen, die mich begeisterten, die mich faszinierten, die mich beschämten.«Eindringlich beschrieben ist der Unterschied von Norditalien und dem Mezzogiorno. Lenù kommt mit dem Stipendium in Pisa an, ärmlich zwischen all den Reichen und nicht nur in der Optik. Sie denkt, ihre Sprache sei ohne Dialekt, doch der kommt durch. Ihr Italienisch ist eher belustigend, sie spricht die Sprache, die in Bücher geschrieben steht, sie spricht zu laut, ist zu auffällig, eben eine aus dem Mezzogiorno. Während Lenù die gesellschaftlichen Treppen immer weiter nach oben geht, stürzt Lila immer weiter ab. Zwischendurch stellt sie fest, dass alle Männer gleich sind, brutal und herrisch. Sie hat den falschen Mann geheiratet. Sie hätte damals den Camorrista Michele Solara nehmen sollen. Es ist egal, welches von den Arschlöchern man auswählt, meint sie, dann wenigstens den mit der meisten Macht, dem meisten Geld.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks