Elena Ferrante Die Geschichte eines neuen Namens

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante

Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen? Elena Ferrante hat einen Weltbestseller geschrieben. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest!

Grandiose Fortsetzung

— Yolande
Yolande

Ein gelungener zweiter Teil, der mit viel Ruhe den Aufstieg von Lenú und den Fall von Lila erzählt.

— c_awards_ya_sin
c_awards_ya_sin

na ja, es passiert nicht wirklich viel .... Band eins war deutlich besser

— Pat82
Pat82

Schöne Fortsetzung und wow was für eine Entwicklung... es macht einfach Spaß dieser Geschichte zu folgen und ich freue mich auf Band 3.

— melcherroy
melcherroy

Mitreissende Geschichte - Fortsetzung wird natürlich wieder gelesen

— leserin
leserin

So eine tolle Geschichte!!!

— ANATAL
ANATAL

Eine erfrischender ehrlicher Schreibstil macht das Buch zum Genuss.

— coffeetimelady
coffeetimelady

Anfangs zweiter Teil Effekt, dann überraschend Fahrt aufgenommen. Warte auf Teil 3!

— christianekoerdel
christianekoerdel

Toll, warte bereits sehnsüchtig auf den nächsten Teil :-)

— Mcliv
Mcliv

Mitreißend und eindrucksvoll erzählt

— Wuestentraum
Wuestentraum

Stöbern in Romane

Willkommen in der Provence

Schöne sommerliche Lektüre, leicht geschrieben mit versteckten unter die witzigen Note wichtigen Botschaften.

marpije

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Eine verrückte & amüsante "Liebesgeschichte" für zwischendurch. Ich hab zwar auch gelacht, aber die Handlung war schon ziemlich verwirrend.

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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  • Die neapolitanische Saga geht weiter

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Yolande

    Yolande

    21. June 2017 um 12:59

    Inhalt (Klappentext): Lila und Elena sind jung, und sie sind verzweifelt. Lila hat am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht - er macht Geschäfte mit den verhassten Camorristi. Arm geboren und durch die Ehe zu Geld und Ansehen gekommen, brechen für Lila leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich in einen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Halt finden die beiden Frauen einzig in ihrer Freundschaft, ihre Liebe füreinander wirkt grenzenlos. Wären sie nur nicht immer wieder von dem Verlangen getrieben, die andere auszustechen...Anders als beim ersten Teil hatte ich bei diesem Buch keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Ruhig und ausführlich beschreibt Ferrante den weiteren Lebensweg der beiden Hauptprotagonistinnen. Durch diese ruhige Erzählweise kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und sie erhalten die Tiefe, die man in anderen Büchern oft vermisst. Mittendrin hat mich dieses "Sich-mit-der-anderen-messen" wieder ein wenig geärgert und aufgeregt, aber das bedeutet für mich auch, dass die Autorin die Akteure mit richtigem Leben erfüllt hat.Ich gebe diesem Buch 5 Sterne und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung

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  • Lenús Aufstieg und Lilas Fall

    Die Geschichte eines neuen Namens
    c_awards_ya_sin

    c_awards_ya_sin

    19. June 2017 um 14:19

    In diesem gelungenen zweiten Teil der neapolitanischen Saga berichtet Elena Ferrante gekonnt über die Jugendzeit der beiden Freundinnen Lenú und Lila. In diesem Lebensabschnitt entzweien sich die beiden jungen Frauen zunehmend und dennoch verlieren sie sich nie ganz aus den Augen. Mit ihrem ruhigen Schreibstil schildert uns Ferrante den Aufstieg Lenús bis zur Veröffentlichung ihres ersten Romans und Lilas Fall von der angesehenen Frau des Salumeria-Besitzers zur Angestellten in der Wurstfabrik. Tiefgründig und doch leicht zu lesen. Mit viel Sinn für die kleinen Details, die die Geschichte so lebensecht machen.

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  • Rivalität in der Jugendzeit von Elena und ihrer Freundin - unverändert stark

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Girdie

    Girdie

    05. June 2017 um 21:20

    „Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der vierteiligen Reihe von Elena Ferrante, dem Pseudonym einer italienischen Autorin. Die Bücher handeln von der über 60-jährigen Freundschaft der Ich-Erzählerin Elena und der gleichaltrigen Raffaella, die von Elena nur Lila gerufen wird, beginnend im Neapel der 1950er bis in die Gegenwart. Das vorliegende Buch schildert die Jugendjahre der beiden Protagonistinnen. Die Erzählung schließt unmittelbar an das Ende des vorigen Teils an.Wie bereits im ersten Buch machte mich die Autorin neugierig auf die folgenden Ereignisse, indem sie mir gleich zu Beginn einen ganz kurzen unvollständigen Blick auf den Stand der Dinge im Jahr 1966 gewährt. Laut der inzwischen 22-jährigen Elena kriselt es in der Freundschaft, sie treffen einander nur noch selten und dennoch hat Lila ihr gerade erst eine Schachtel mit Heften anvertraut, deren Inhalt sie vor deren Ehemann verstecken soll. Außerdem hat Lila ihre Freundin gebeten, sie nicht zu öffnen. Elena selbst wohnt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Neapel. Sie hat sich inzwischen einen guten Ruf erarbeitet … und bereits nach wenigen Seiten las ich, dass Elena den Inhalt der Schachtel vernichtet hat. Mir stellte sich dadurch natürlich unwillkürlich die Frage, was sie dazu veranlasst hat.Das Cover des Buchs nimmt direkten Bezug darauf, dass Elenas Gedanken am Anfang des zweiten Teils zum Tag der Hochzeit von Lila zurückgehen. Einen farblichen Akzent setzt der Rosenstrauß in den Händen der Braut, dessen Blütenblätter mit dem Wind davonwehen. Ob das als ein Vorzeichen für die Ehe von Lila zu sehen ist und bedeutet, dass ihr Glück wie die Blüten hinwegwehen wird?Die Welt von Elena und Lila ist auch jetzt noch zu Beginn ihrer Jugendjahre recht klein. Sie wohnen beide im neapolitanischen Viertel Rione, einer ziemlich heruntergekommenen Wohngegend mit großen Mietshäusern. Ihre Freunde sind immer noch die gleichen wie in Kindertagen. In einigen Aussagen Elenas konnte ich nachvollziehen, dass auch ihre Kenntnisse über Politik und Gesellschaft kaum über ihr eigenes Territorium hinausgehen, obwohl sie doch eine gute Schülerin ist und viele Bücher liest. Aus dem Inhalt der in der Schachtel gefundenen Hefte schließt sie, dass auch Lila nie ihr Interesse am Lernen aufgegeben hat.Wie bisher besteht die Rivalität um die Vorrangstellung in ihrer Freundschaft weiter. Lila entwickelt dabei eine Arglist, die darin besteht, jede Anfeindung anderer Personen gegen sie früher oder später zurückzuzahlen. Sie scheut nicht davor zurück, Elena für ihre Zwecke einzuspannen. Doch ihr Traum, von ihren Eltern unabhängig zu leben und die damals vorherrschende Rollenteilung in der Ehe, begleitet mit körperlicher Gewalt, hinter sich zu lassen, droht schon mit Beginn ihrer Ehe zu platzen. Elena spürte, dass Lila durch ihre Hochzeit einen Vorteil ihr gegenüber erlangt hat und so tanzen nun ihre Gefühle zwischen Mitleid und der Freude darüber, durch ihre tätige Hilfe bei Lila wieder Beachtung zu finden und sich dadurch erneut besser im Rang zu positionieren. Dagegen ist ihr die Freigiebigkeit, mit der Lila Stefanos Geld ausgibt ein Dorn im Auge, doch genau dieser Umstand ermöglicht es ihrer Freundin, zu einem gewissen Ansehen bei ihren Freunden zu gelangen. Lilas Beliebtheit steigt und mit ihr der Wille sich den Machenschaften ihrer Geschäftspartner nicht zu unterwerfen. In die Dinge, die ihr am Herzen liegen steckt sie ihre ganze Begeisterung und lässt sich auch durch drohende körperliche Gewalt nicht einschüchtern und verbiegen.Dadurch, dass Elena in der Ich-Form erzählt, konnte ich nachvollziehen, mit welchen Gefühlen sie in ihrer Jugend zu kämpfen hatte. Durch den Besuch des Gymnasiums und später der Universität unterscheidet sich ihr Lebensweg schon jetzt von den meisten ihrer Freunde aus Kindertagen. Sie selbst ist sich dessen bewusst und hält sich für arrogant. Ihr Lernen verbunden mit ihrer Klugheit scheint ihr der Grund zu sein, dass ihre Freunde ihr gegenüber zunehmend auf Abstand gehen. Neidvoll schaut sie in dieser Zeit auf Lila. Noch kann sie nicht die Folgen ihres Handels abschätzen und abschließend beurteilen, ob ihr der Schulbesuch spätere Vorteile bringen wird. In ihrer Umgebung gibt es wenige Vorbilder an denen sie sich orientieren könnte. Später wird sie genau diesen Umstand bedauern, denn in der Welt von Elena und Lila verschafft man sich nicht durch Wissenserwerb Respekt und Anerkennung. Lila muss sich immer wieder behaupten. Elena dagegen muss mehr Selbstbewusstsein entwickeln, denn auf ihrer Suche nach Liebe droht ihr der Verlust ihrer Anerkennung, wenn sie sich nicht normgerecht verhält. Der Zwiespalt ihrer Gefühle in Bezug auf Männer wird auch durch ihre Umwelt mitgetragen. Fehlende Möglichkeiten, schlechte Vorbilder und die gelebte Härte des Alltags lassen ihre Jungmädchenträume schmelzen.Beide Freundinnen sind sich ihrer Rangeleien bewusst und können doch nicht ganz voneinander lassen. Genau das macht die Faszination des Romans aus. Mancher Leser wird sich in den Vorstellungen der Protagonistinnen vom Leben wiederfinden und erkennt den ein oder anderen Traum aus seiner Jugendzeit darin wieder. Die schöne klare Sprache, selbst in der Übersetzung, ist ein Lesevergnügen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und lässt mich schon ungeduldig auf den nächsten Teil warten. Wer die Bücher von Elena Ferrante noch nicht kennt, sollte unbedingt mit dem Lesen beginnen! Der dritte Band in deutscher Sprache erscheint im August 2017.

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  • Die Geschichte eines neuen Namens

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    15. May 2017 um 09:19

    Bevor ich mit "Die Geschichte eines neuen Namens" begonnen habe, habe ich mich gefragt, inwiefern Elena und Lila sich wohl entwickelt haben werden, denn zumindest eine von ihnen hat den großen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt gewagt. Neben den geistigen Entwicklungen der beiden Protagonistinnen, wünsche ich mir aber auch, dass sie sich treu geblieben sind und vor allem, dass ihre Freundschaft mit all ihren Widrigkeiten weiterhin Bestand hat.Schon nach den ersten Seiten war ich erneut gefangen vom Geist des Rione, vom staubigen Dunst aus Gewalt, Unwissenheit und längst veralteten Werten, der an Elena und Lila klebt, obwohl sie auf verschiedenen Wegen versuchen ihn loszuwerden.Die Freundschaft der beiden ist ein undurchschaubares Wechselspiel. Ein Kampf darum, wer von wem abhängig ist und wer unabhängig vom anderen existieren und glücklich sein kann. Ich weiß nie genau, wer gerade Oberwasser hat, so schnell wechselt der Ball der Dominanz zwischen ihnen hin und her. Gleichberechtigt ist die Freundschaft keinesfalls. Mal ist Elena auf unterwürfige Weise von Lila abhängig, mal habe ich das Gefühl, dass Lila ihre Stärke verliert, ist Elena nicht da, um ihr den Rücken zu stärken und ihr die Kraft verleiht, die sie benötigt um ihre Fassade als unantastbare Lila aufrecht zu erhalten.Lilas Intention besteht scheinbar darin nach außen stark, geheimnisvoll und einzigartig zu wirken. Sie möchte den Ton angeben, sich nicht beherrschen lassen, möchte gütig und freigiebig sein und zugleich von diktatorischer Härte. Um ihren Willen durchzusetzen? Aus Selbstschutz? Lila ist so undurchdringlich wie die Staubschicht des Rione.Bisher hat Ferrante die wahre Lila immer nur Bruchstückhaft gezeigt. Die Puzzleteile reichen nicht aus, um sich ein klares Bild von ihr zu verschaffen. Ob das noch geschehen wird, bevor Lila sich auflöst? Ferrante lässt mich im Ungewissen und erhöht damit die Spannung auf dramatische Weise.Was klar zu erkennen ist - Lila und Elena funktionieren nur gemeinsam. Als eine Art Symbiose mit wechselnden Machtverhältnissen, die von beiden mal mehr, mal weniger bewusst ausgespielt werden."Die Geschichte eines neuen Namens" ist - wie der Vorgänger "Meine geniale Freundin" auch - ein spannendes Werk über zwei sehr individuelle und faszinierende Frauenfiguren, deren aufreibende Freundschaft unter dem Stern der Gewalt und Werte ihrer Ahnen steht. Bisher konnte Ferrante den Sog ihrer Saga aufrecht erhalten. Ich bin mir sicher, dass ihr das auch weiterhin gelingen wird und freue mich auf die Bände, die noch folgen werden.

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  • Es geht weiter mit Lila und Lina

    Die Geschichte eines neuen Namens
    reisendebuecher

    reisendebuecher

    14. May 2017 um 15:43

    Mit „Die Geschichte eines neuen Names“ geht es in die Jugendzeit von Lila und Lina weiter. Man merkt gar nicht, dass es sich hierbei um ein neues Buch handelt, sodass man nahtlos weiterlesen könnte vom ersten Teil. Der Schreibstil von Elena Ferrante geht ebenfalls gleichsam weiter, obwohl ich das Gefühl hier in diesem Band etwas flüssiger lesen zu können, als im ersten Band. Vielleicht liegt dies aber auch nur daran, dass ich nun schon daran gewöhnt war. Es liest sich – meiner Meinung nach – nicht so leicht von der Hand wie andere „Coming of Age“-Geschichten, aber ich würde es auch nicht als anspruchsvoll betiteln. Angenehm zu dem Plot passend.Ich muss gestehen, dass ich sowohl zu Lila als auch Lina eine gewisse Hass-Liebe entwickelt habe. Beide Protagonistinnen sind mir sehr unsympathisch, sodass ich mich auch keiner identifizieren kann. Gleichwohl wird man mitgerissen und möchte unbedingt wissen, wie sich ihr Leben weiterentwickelt. Nicht selten kam ich zu Punkten, wo ich unverständlich nur den Kopf schütteln konnte. Jedoch geht es hier nicht darum liebenswürdige Charaktere zu skizzieren, vielmehr um eine realistische Darstellung des Erwachsenwerdens der beiden jungen Damen.Aus diesem Grund ist ein großer Fokus auf die Liebe und die Bildung gelegt. Für mich waren dies die zentralen Themen in der Jugendzeit, natürlich eingebettet in gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit. Der Kontrast zwischen den beiden Protagonistinnen wird dabei sehr deutlich und doch herrscht eine Abhängigkeit zwischen den beiden. Persönlich konnte ich diese Abhängigkeit nicht so ganz nachvollziehen, aber jedoch akzeptieren.Auch wenn dieser Teil fast doppelt so lang ist wie der erste Teil, kam er mich unbedingt länger vor. Natürlich gab es auch hier wieder ziemliche Längen, doch dieses Gefühl kam auch schon bei „Meine geniale Freundin“ auf.Insgesamt hat mir der zweite Teil besser gefallen als der erste. Allerdings fehlt auch hier irgendetwas um mich vollends zu begeistern. Vielleicht kommt dies im dritten Teil der Geschichte vor, auf dessen Erscheinen ich nun warten werde.

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  • Feminismus als versteckte Botschaft

    Die Geschichte eines neuen Namens
    coffeetimelady

    coffeetimelady

    30. April 2017 um 20:35

    Den 2. Teil der neapolitanischen Saga habe ich gelesen, weil ich gespannt war, ob das so gehypte Buch hält, was es verspricht....Und ja ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, konnte ich problemlos ins Geschehen einsteigen...Lena und Lina sind schon Freundinnen von klein auf. Die Freundschaft ist aber geprägt vom gegenseitigen Wettbewerb, den beide scheinen sehr intelligent zu sein... Da Lina die Möglichkeit, aufgrund ihrer Schönheit, bekommt früh zu heiraten und somit die soziale Leiter somit aufzusteigen, wird sie bereits im Teenageralter zur Ehefrau. Ihre Ehe, obwohl sie glaubte aus Liebe zu heiraten, ist nicht glücklich und Lina verfolgt von ihrer eigenen inneren Unruhe und Unzufriedenheit versucht aus der Ehe auszubrechen.Lena bereitet sich auf ihr Abitur vor, da sie ihre erste Beziehung eigentlich sabotiert, hat sie auch keine andere Möglichkeit. Sie stürzt sich ins Lernen und ist sehr erfolgreich. Sie steigt aus Linas Schatten aus und verlässt ihr Nest um in Pisa zu studieren. Hier entdeckt sie sich selber und nach dem erfolgreichen Studium wird auch ihr, eigentlich per Zufall geschriebener Roman, verlegt.Die Geschichte der beiden Frauen ihrer Freundschaft und ihrer Konkurrenz, die sie gleichzeitig schwächen und antreiben, ist eine schöne Geschichte. Sie hat ihre Höhen und Tiefen und der unterschwellige feministische Traum, wo durch harte Arbeit und ein bisschen Glück (in Form immer wieder kehrenden alten Damen, die als gute Feen Frauensolidarität vorleben) die Raupe zum Schmetterling wird.Besonders angenehm fand ich den Schreibstil, der sehr ehrlich und "sauber" daherkommt und der Geschichte Realität einhaucht.     

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  • Ein schöner zweiter Teil

    Die Geschichte eines neuen Namens
    LadyIceTea

    LadyIceTea

    10. April 2017 um 22:37

    Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.Dem ersten Teil stand ich nicht sehr positiv gegenüber, der zweite Teil wurde zum Glück besser.Der Schreibstil ist sich treu geblieben. Nicht zu romantisch oder blumig aber schön bildlich und angenehm zu lesen. Dabei fesselnd und genau richtig zum miterleben mit den Mädchen.Ich mag beide Figuren sehr gerne. Lila und Elena sind sehr unterschiedlich und doch finde ich, dass sie sehr gut harmonieren. Ihren weiteren Lebensweg zu erleben und dabei zu sein, wie sie größer werden und sich weiterentwickeln, hat mir dann doch Spaß gemacht.Ich bin erleichtert, dass dieser Teil besser war, werde mir jedoch noch überlegen, ob ich die Folgeteile lese.

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  • Das Literatursalon Plauderthema

    Literatursalon
    aylareadsbooks

    aylareadsbooks

    Hereinspaziert und herzlich willkommen im Literatursalon! Ihr lest gerne besondere belletristische Bücher und seid auf der Suche nach außergewöhnlichen Neuerscheinungen? Dann tretet gleich in den LovelyBooks Literatursalon ein! Hier habt ihr ab sofort das ganze Jahr über die Gelegenheit, Lektüre-Hochkaräter zu entdecken, euch in spannenden Leserunden mit Gleichgesinnten über Literatur auszutauschen und an spannenden Spezialaufgaben teilzunehmen.  Da wir die Liebe zum gedruckten Buch im Literatursalon feiern, bekommt ihr als Mitglied zwar ein schickes Abzeichen auf eurem Profil. Sammeln könnt ihr dieses Mal aber ganz reale Lesezeichen, die wir euch in regelmäßigen Abständen per Post zukommen lassen (bitte hinterlegt dafür eure Adresse im Profil oder verratet sie uns über die Eingabemaske des Literatursalons). Und zusammengelegt ergeben diese dann ein tolles Plakat für euer Bücherzimmer! Ein literarischer Hauptgewinn wartet natürlich auch auf euch - dazu aber in Kürze mehr! Hier findet ihr die Aktionsseite zum Literatursalon mit allen Aktionsbüchern und dem Stöberbereich. Damit wir den Überblick behalten, wer wann welches Abzeichen erspielt bzw. erlesen hat, erstellt bitte einen Sammelbeitrag, wie ihr es auch schon vom Wichteln her kennt. Diesen verlinke ich dann hier zu eurem Namen. Das Besondere: ihr müsst nicht an jeder Aufgabe zwangsläufig teilnehmen. um zu gewinnen! Wer bis zum Ende des Jahres mindestens 12 Abzeichen gesammelt hat, nimmt automatisch an der großen Verlosung teil! EURE SAMMELBEITRÄGE: _0lisa0_ 9angelika63 AberRush abuelita  AdrienneAvaAkantha akoya Aleida Alexlaura alinarsAmbermoonAmelienandy123 andymichihelli Angie*AnisheAnnabethAphrodiete97Anne42Annika_70 Antonella anushka Areti Arietta Arizona Badenserinbanditsandra banshee Barbara62 Becky_Bloomwood BeeLu BetsyBettinaR87 Beust Bibilotta Blackfairy71  black_horse blauerklaus blessedBlubb0butterfly Bluebell2004Bluely BlueSunset book2pia BookfantasyXY  bookgirl Bookmarked BooksWillTurnYouOn BonnieParker Bosni Brina britta70 buchbunt Buchfee81 Buchgespenst BuchinaBuchstabenliebhaberin BuecherDanny buecherwurm1310 Buecherwurm1973Burgkelfe c_awards_ya_sinCathyCassidy calimero8169Carameli Carlosia Caroas Cattie Ceciliasophie ChattysBuecherblog Chelly2511 CherryGraphics Chirise ClaraOswald clary999  Cleo15 conny  connychaos Corsicana Curin Crazy-Girl6789 cyrana dani_eb DebbieS1887 Dion DieBerta DonnaViviDreamdancer1296 Dreamworxdreijungsmama ech Ela1989 elafisch elane_eodain Elektronikerin  ElfeliyaElla1411 Emotionen-emwa- EnysBooks erinrosewell Estel90 Estrelas eulenaugeeulenmatz Even fairybooksFanti2412 Farbwirbelfasersprosse Fauchi2206   Federfee FederzauberFilzblume Flamingo Flocke86 Floh  Fornika Forti FrauSchafski frenx1 Galladan Gartenfee007 Gela_HK genihaku GetReady Gina1627 Girdie Gruenente gst  Gwendolina HaliaxHarlequin hasirasi2 heinoko Henny176 Herbstmädchen hexepanki Himmelfarb histeriker  HoffinHortensia13hundeliebhaber ichundelaine Igelmanu66 Insider2199  Irve Isaopera iur83 janaka Janinasmind Jari Jashrin jasimaus123 jenvo82  JessSpa81 JoBerlin Johanna_JayJokersLaugh Josetta jrr510 Jule89 JuLe_81 JulesWhethether JuliaSperfeldt JuliB JulieMalie   Kady Kaito kalestra kalligraphinKallisto92Kapri_ziöskarinasophie Kartoffelschaf kassandra1010 katha_strophe Katharina99 KatykateKellerbandewordpresscom KerstinThKiddoSevenkillmonotony kingofmusic Kirschbluetensommer KlaasHarbour KleineElfe12Knusperflocke Kodabaer kornmuhme  krimielse KruemelGizmo Kuhni77 LadyIceTea  LadyOfTheBooks LadySamira091062 Larii-MausiLarischenLauraLesedracheLeenChavetteLena_Leseratte lenicool11 LeonoraVonToffiefeelesebiene27 leseleaLeseMaus LeseteufelLesezeichen16 letzchen Leuchtturmwaerterin leucoryx  LiberaceLibriHolly Lilith79LiesellaLilli33Lilith79LimaKatze LimitLess Linatost Linker_Mops Lit-Trip littlebanshee  Loooora LostHope2000 Lucyra Makaria  maria1   Maria135 marpije MartinchenMax0103 Melli274 Mercadomesumiah MichicornMickeyGirlRoyalMiiaMilagro milkshakee Mine_B Minky  miro76 misanthropyMissErfolg MissGoldblatt MissStrawberryMissWatson76miss_mesmerized mistellor mona_lisas_laecheln Mondenchild monethiMrsFraserMrslaw mrs-luckyMrs_Nanny_Ogg mylittlebookworld MurphyS91   Nabura Nane_M naninka  Narr  Nele75 Nelebooks Nepomurks Nerissa Newspaperjunkie Nicky_G Nil NiWa NiQue  Nooki nordfrau once-upon-a-time Orisha    Pagina86  papaschluffPaperPrincess PapierVagabund parden  pat_meeresbrise  Pergamentrascheln Petris Ping PinocaPippo121 Plush  PMelittaM PostbotePucki60 querleserin_102 RAMOBA79 Raven raven1711 raveneye   ReadratRebekkaT redamancyxreisendebuecher Ritja robberta Runa961 sabatayn76Sabine_Hartmann SaintGermain sajo1606  sakusamantha_se sandrar44 sanjasar89SarahJanina scarlett59 Schmiesen schnaeppchenjaegerin SchnapsprinzessinSchneefalkeSchnuck59 Schnuffelchen  schokoloko29  Schugga  Schnupfel_Janine seschat Seehase1977 Shira-Yuri SigiLovesBooks Sikal  simone_richter smayrhofer sofalxx sofie solveigSolvejg SomeBody sommerlese Starlet StefanieFreigericht  Steffi_zeilenwerkeSteffiSteffSteffiZi sternchennagel stravaganzaSumsi1990sunlight suppenfee sursulapitschi suryaSweetheart_90 sweetyx99   Talathiel tanlin_11 Tanya_Carpenter TanyBee  Tapsi0709 tardy TheUjulala thora01 TigerkatziTina2803 TinaLivia tinstamp TochterAlice tootsy3000  TortumeeTouchTheSky tragalibrosTraubenbaer Treat2402 tschulixx twentytwo ulrikerabe  unfabulous Valabe  Vali89 vanessabln vielleser18 vivreavecdeslivres   Wedma  Weltensucher werderaner Wicki72 widder1987 Wolly WordART worldwanderer wortjongleurwusl xDropsyx Xirxe Yolande  YuyunYwikiwi   Zaramee 

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    • 1094
  • auch der 2. Teil ist wundervoll

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    04. April 2017 um 15:37

    Die sizilianische Saga geht in den zweiten Teil. 1960 wird aus der Schustertochter Raffaela Cerullo Signora Caracci, worauf sich wohl der Titel bezieht. Lila, verheiratet, aufgestiegen zur eleganten Dame, Lenù, die Ich-Erzählerin, besucht anfänglich ein humanistisches Gymnasium, nach der Lauda bewirbt sie sich auf ein Stipendium und wird für ein Studium in Pisa aufgenommen. Lila liebt ihren Mann nicht, verweigert ihm den Beischlaf, provoziert bis ins Unermessliche. Manchmal fragt man sich, ob sie die Schläge provoziert, um wieder fühlen zu können. Eigentlich ist ihr alles egal, ihr Mann, seine Firma, das Geld. Sie lockt ihm die Scheine aus der Tasche, greift in die Kasse, verteilt es an die, die es nötig haben, für Arztrechnungen, Lenù bekommt Geld für ihre Schulbücher. Soziale Strukturen Süditaliens, die Abhängigkeit und Verfechtung der kleinen Geschäftsleute mit der Camorra, die Stellung der Frauen, Frauen und ihre Töchter, eine patriarchalische Gesellschaft, der Roman ist wie der erste Teil ein Abbild der damaligen Gesellschaft des Mezzogiorno. Nach einer Fehlgeburt wird Lila nicht wieder schwanger. Stefanos schickt sie auf Empfehlung auf Sommerurlaub nach Ischia, ihre Mutter Nunzia und die Schwägerin Pinuccia im Schlepptau. Lenù hat eine Anstellung in der Buchhandlung über den Sommer, wird von Lila überredet mitzufahren, wird von ihr bezahlt. Lila fährt nur deshalb mit, weil sie hofft, Nino Sarratore wiederzutreffen. Sie begegnen sich, aber die Sache läuft anders, als von Lenù erhofft.Die Dramaturgie des Romans ist wie im ersten Teil gekonnt, die Figurenzeichnung raffiniert und tiefgehend. Lenù und Lila reiben sich aneinander, finden wieder zusammen und entfernen sich, ein ewiges auf und ab. Die Lehrerin, Maestra Oliviero, spielt eine große Rolle für die beiden Mädchen, insbesondere für Lila. Sie hatte die Intelligenz der beiden Mädchen erkannt, sie gefördert, war traurig, als Lilas Eltern es nicht zuließen, sie weiter zur Schule zu schicken und sie ist stolz auf Lenù. Später wird Lenùs Mutter ihr vorwerfen, die Maestra wäre für sie bedeutender gewesen als ihre Mutter selbst, Lenù hätte nur für ihre Anerkennung gelernt. Lila versucht, der Maestra klarzumachen, dass ihr Leben in Ordnung ist und sie weiß ganz genau, dass sie sich selbst in die Tasche lügt.»›Es heißt Ulysses.‹ ›Geht es um Odysseus?‹ ›Nein, es geht darum, wie seicht das heutige Leben ist.‹ ›Und weiter?‹ ›Nichts weiter. Es geht darum, dass wir den Kopf voller Blödsinn haben. Dass wir aus Fleisch, Blut und Knochen sind. Dass ein Mensch so viel wert ist wie der andere. Dass wir nur essen, trinken und ficken wollen.‹ Nach diesem letzten Ausdruck wies die Maestra sie zurecht wie in der Schule, und Lila gebärdete sich unverschämt und lachte, so dass die alte Frau noch verdrießlicher wurde. Sie fragte, wie das Buch sei. Lila antwortete, es sei schwierig und sie verstehe nicht alles. ›Warum liest du es dann?‹ ›Weil das einer gelesen hat, den ich mal kannte. Aber dem hat es nicht gefallen.‹ ›Und dir?‹ ›Mir gefällt es.‹ ›Obwohl es so schwierig ist?‹ ›Ja.‹ ›Lies keine Bücher, die du nicht verstehst. Das bekommt dir nicht.‹ ›Es gibt vieles, was einem nicht bekommt.‹ ›Bist du zufrieden mit deinem Leben?‹ ›Geht so.‹ ›Du warst zu Großem bestimmt.‹ ›Das habe ich vollbracht: Ich habe geheiratet und ein Kind gekriegt.‹ ›Das kann jeder.‹ ›Ich bin wie jeder.‹ ›Da irrst du dich.‹ ›Nein, sie irren sich, Sie haben sich immer geirrt.‹« Lenù erhält von Lila eine Blechschachtel voll Notizbücher, die sie verstecken soll, denn sie hat Angst, ihr Mann könne sie finden. Aber sie darf sie nicht lesen. Natürlich schaut Lenù hinein und es offenbart sich ihr Lilas Seele, Lila hat gefunden, nachdem Lenù bis zu dem Zeitpunkt suchte. Sie liest die wundervollen Worte hundert mal, verinnerlicht sie und wirft die Hefte voller Wut von der Brüstung des Ponte Solferino in den Arno. Aber auch aus dem Lesen zieht sie später ihren Nutzen für ihren Verlauf. Wie im ersten Teil profitiert sie abermals von Lilas Können. »Ich beschäftigte mich viel mit diesen Seiten, tagelang, wochenlang“, gesteht Elena. „Ich studierte sie und lernte am Ende die Stellen auswendig, die mir gefielen, die mich begeisterten, die mich faszinierten, die mich beschämten.«Eindringlich beschrieben ist der Unterschied von Norditalien und dem Mezzogiorno. Lenù kommt mit dem Stipendium in Pisa an, ärmlich zwischen all den Reichen und nicht nur in der Optik. Sie denkt, ihre Sprache sei ohne Dialekt, doch der kommt durch. Ihr Italienisch ist eher belustigend, sie spricht die Sprache, die in Bücher geschrieben steht, sie spricht zu laut, ist zu auffällig, eben eine aus dem Mezzogiorno. Während Lenù die gesellschaftlichen Treppen immer weiter nach oben geht, stürzt Lila immer weiter ab. Zwischendurch stellt sie fest, dass alle Männer gleich sind, brutal und herrisch. Sie hat den falschen Mann geheiratet. Sie hätte damals den Camorrista Michele Solara nehmen sollen. Es ist egal, welches von den Arschlöchern man auswählt, meint sie, dann wenigstens den mit der meisten Macht, dem meisten Geld.

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  • Die Geschichte eines neuen Namens

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Wuestentraum

    Wuestentraum

    27. March 2017 um 08:54

    Klappentext: Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen? Inhalt: Anfang der 60er Jahre. Lila hat nun zwar geheiratet, um aus ihrem vorherigen Leben herauszukommen, aber glücklicher ist sie dennoch nicht. Ihr Mann ist wohlhabend aber dafür gewalttätig und von Liebe kann man hier wohl kaum sprechen. In dieser Zeit ist es jedoch nicht so, dass eine Frau von irgendwo Hilfe zu erwarten hat. Die Frau hat alles auszuhalten und zu ertragen. Elena hingegen schlägt einen ganz anderen Weg ein, die versucht mit Bildung und Abitur und dann mit einem Stipendium in Pisa studiert, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und hofft so auf eine positive Veränderung und mehr Möglichkeiten. Doch schnell muss sie feststellen, dass dies in der neapolitanischen Welt nicht wirklich viel wert ist. Trotz der unterschiedlichen Lebenswege bleiben sie enge Freundinnen. Ein Sommerurlaub auf Ischia bringt jedoch eine Wendung, mit der keine von beiden vorher gerechnet hätte. Sie verlieben sich in den selben Mann, der ihre innige Freundschaft zu zerstören droht. Eindruck: Lila wird irgendwie unnahbar dargestellt, schwer einzuschätzen, welche Ziele oder Gefühle sie wirklich hat. Sie beginnt eine Affäre mit Nino, nimmt sich wie immer was sie will, die Konsequenzen sind ihr egal. Selbst auf die Gefahr hin, ihre beste Freundin zu verlieren. Elena ist klarer, zielstrebig und beflissen, ihr Leben weiterhin positiv zu verändern. Trotzdem wirkt sie immer irgendwie verloren für mich. Leider habe ich den ersten Teil „Meine geniale Freundin" nicht gelesen. Dies warf aber keine Probleme auf, denn auf den ersten Seiten findet sich ein ausführliches Personenverzeichnis mit Erläuterungen zu den bisherigen Ereignissen, welches den Einstieg in diesen 2. Band sehr einfach gemacht hat. Fazit: Vielschichtig und emotional beschreibt Elena Ferrante mit einem ausdrucksstarken, klaren und bildhaften Schreibstil die Geschichte der beiden Freundinnen. Man konnte sich das Neapel der 60er Jahre so vorstellen, als wäre man wirklich dort. Ergriffen las ich, wie schwer es den beiden jungen Frauen fiel, welche Versuche sie anstellten, um sich aus den gesellschaftlichen Konventionen zu befreien, Anerkennung und trotzdem ihren eigenen Weg zu finden, um glücklich zu sein. Eindrucksvoll und mitreißender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

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  • Zwei alltägliche Leben in einer patricharchalischen Gesellschaft

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Havers

    Havers

    25. March 2017 um 07:48

    Es waren einmal zwei Freundinnen, Lila und Lenù (Elena). Schusterstochter die eine, Pförtnerstochter die andere, die im Neapel der fünfziger Jahre aufwachsen, beschrieben in „Meine geniale Freundin“, Band 1 der Reihe, in dem wir die beiden Mädchen bis zu Lilas Hochzeit im Jahr 1960 begleiten. Obwohl nun gerade erst sechzehn Jahre alt, sind die Kinderjahre nun für beide vorbei, und der Ernst des Lebens beginnt. Mit dem Folgeband „Die Geschichte eines neuen Namens“ nimmt die Autorin Elena Ferrante ihre Leser wieder mit nach Süditalien, und begleitet die Entwicklung ihre Protagonistinnen über einen Zeitraum von sechs Jahren, nämlich von 1960 bis 1966. Lila ist der festen Überzeugung, dass sie durch ihre Hochzeit mit dem Kaufmann Stefano, endlich auf der Sonnenseite des Lebens angelangt ist. Ein fataler Trugschluss, wie sich schnell herausstellt, denn ihr Ehemann macht Geschäfte mit der verhassten Camorra. Ihre Kritik daran quittiert er mit Faustschlägen, und die Ehe ist bereits gescheitert, noch bevor sie richtig begonnen hat. Aber im erzkatholischen Süditalien kommt eine Trennung nicht in Frage, im Gegenteil. Frauen haben den Mund zu halten und zu dulden, tun sie das nicht, werden sie selbst von ihren Geschlechtsgenossinnen mit Verachtung bestraft. Aber Lila schafft ihre kleinen Alltagsfluchten und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Studenten. Dabei verschwendet sie keinen Gedanken an Elena, die schon seit längerer Zeit heimlich in ihn verliebt ist. Lila will ihn haben, Elena kann ihm ihre Gefühle nicht vermitteln, also verzichtet die und konzentriert sich wieder auf ihre schulische Ausbildung, macht ihren Abschluss und beginnt ein Studium in Pisa, aber bleibt dort die Außenseiterin, der man die Herkunft aus dem neapolitanischen „Rione“ schon von weitem ansieht. Doch für sie wendet sich das Blatt zum Guten, als sie auf ihre Fähigkeiten vertraut und ihr Leben in die eigenen Hände nimmt. Eine Freundschaft und zwei Frauen, deren Herangehensweise an das Leben verschiedener nicht sein könnte. Die eine verharrt in den vorgegebenen Strukturen, die andere wagt den Ausbruch. Und wieder einmal zeigt sich, dass Bildung und Ausbildung die Tür zu einem selbstbestimmten Leben öffnen kann. Natürlich muss auch Elena Rückschläge einstecken, aber sie ist dafür weit besser gerüstet, und kann sich Schritt für Schritt aus den traditionellen Denkmustern ihrer Herkunft befreien. Obwohl Lila die aktivere der beiden Freundinnen ist, die sich ohne Skrupel das nimmt, was sie haben möchte, ist es doch Elena, die passive, zaudernde, die ihren Weg macht. Wie bereits in dem Vorgänger legt die Autorin ihre Schwerpunkte zum einen auf die detaillierte Charakterisierung ihrer Hauptfiguren, auf die emanzipatorischen Aspekte, die deren Umgang mit den Herausforderungen des täglichen Lebens hat, zum anderen auf die Beschreibung des alltäglichen Lebens in der patriarchalisch geprägten, italienischen Gesellschaft, was aber auch direkten Einfluss auf die Beziehung der beiden Freundinnen hat. Es ist nicht die Zuneigung , die diese bestimmt, sondern die kleinen Rivalitäten. Und dies realistisch und glaubhaft zu transportieren, gelingt Ferrante sehr gut. Für mich alles in allem keine große Literatur, sondern ein netter Schmöker für zwischendurch, nicht besonders anspruchsvoll, aber durchaus unterhaltsam.

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  • Neapolitanisches Stimmungsbild

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Gela_HK

    Gela_HK

    20. March 2017 um 10:16

    Anfang der 60er Jahre beginnt für die sechzehnjährigen Lila und Elena ein neuer Lebensabschnitt. Lila, jetzt Signora Caracci, ist verheiratet mit einem angesehenen Kaufmann, der ihr ein Leben in Luxus und Ansehen verspricht. Doch dafür zahlt sie einen hohen Preis, denn als Ehefrau hat sie zu gehorchen. Elena setzt dagegen auf ihre Schulbildung und geht aufs Gymnasium, wohl wissend, dass sie sich dadurch immer mehr vom Rione ihrer Kindheit entfernt. Als beide sich in den gleichen Mann verlieben, scheint kein Platz mehr für ihre Freundschaft zu sein.Elena Ferrante setzt im zweiten Teil ihrer Romanreihe die Geschichte der Freundinnen, erzählt von Elena (Lenù) in der Ich-Form, nahtlos fort. Auf den ersten Seiten findet sich ein ausführliches Personenverzeichnis mit Erläuterungen zu den bisherigen Ereignissen, das den Einstieg erleichtert. Um die Entwicklung der Protagonistinnen besser verstehen zu können, ist es hilfreich, vorab „Meine geniale Freundin“ zu lesen. Handlungsort ist das düstere, von Gewalt und Brutalität geprägte Neapel in den Jahren 1960 bis 1966. Der Autorin gelingt es, diesen Ort lebendig werden zu lassen, man riecht die muffigen Gassen, sieht die scheelen, misstrauischen Blicke, die einen überall hin begleiten. Im Rione gelten eigene Regeln, an die sich jeder zu halten halt. Um so bemerkenswerter ist es, dass Elena für ihre Bildung kämpft, sich zur Wehr setzt. Doch immer wieder ist es die schöne, unnahbare Lila, die in den Vordergrund rückt. Durch die Heirat hat sich Lila für eine Zukunft als Ehefrau und Mutter entschieden, nicht ahnend, dass ihr geliebter Mann entgegen aller Beteuerungen gemeinsame Sache mit dem Camorra-Clan macht. Ihren Widerspruch und ihr hitziges Temperament zwingt er mit Gewalt in ihre Schranken. „Wir waren mit der Vorstellung aufgewachsen, dass kein Fremder uns anrühren durfte, dass aber unser Vater, unser Verlobter, unser Ehemann uns ohrfeigen durfte, wann immer er wollte, aus Liebe, um uns zu erziehen und uns zu bessern.“ Elena, die um keinen Preis so enden möchte wie ihre Mutter, wird zur Vorzeigeschülerin, doch innerlich brennt ein Kampf in ihr. Fast hätte sie sich an einen Mann gebunden, nur um dazuzugehören, denn Anerkennung für ihre Leistungen findet sie im Rione nicht. Ein Sommerurlaub auf Ischia wird zum Wendepunkt der beiden Frauen. Die vermeintliche Leichtigkeit des Sommers steht im spitzen Gegensatz zu den Emotionen, die schließlich in einem furchtbaren Fiasko enden. Elena wendet sich von Lila ab und erhält ein Stipendium an einer Eliteuniversität in Pisa. Sie scheint einen neuen Weg gefunden zu haben, doch die Erinnerung an Lila lässt sie nicht los."Und ihr Leben taucht beständig in meinem auf in den Worten, die ich gesagt habe und in denen häufig ihre Worte widerklingen; in jener entschlossenen Geste, die eine Nachahmung einer ihrer Gesten ist; in meinem Weniger, das als solches wegen ihres Mehr da ist; in meinem Mehr, das die Umkehrung ihres Weniger ist."Lila, der einstige strahlende Stern des Rione, bleibt als Charakter schemenhaft und schwer durchschaubar. Fast meint man, sie sucht sich ihr Leid selbst aus. Elena dagegen ist für mich sehr klar gezeichnet. Trotz ihrer Zielstrebigkeit beim Lernen und den daraus resultierenden Erfolgen, bleibt sie unsicher, scheint ihren Platz im Leben nicht zu finden. "Aber eigentlich blieb ich eine kulturell allzu angepasste Dilettantin, ich besaß keine Rüstung, in der ich ruhig voranschreiten konnte, wie sie es taten."Eine vielschichtige und emotionsgeladene Studie menschlicher Schwächen macht den Reiz dieses Romans aus. Der tagtägliche Versuch, aus einer gesellschaftlich vorbestimmten Situation auszubrechen, der Kampf um Anerkennung, um Selbstfindung wird eindringlich und fühlbar vermittelt. Auch wenn das #FerranteFever bei mir nicht ausgebrochen ist, tauche ich gern in die atmosphärische Geschichte ein und bin auf die Fortsetzung gespannt.

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    • 2
  • Ein würdiger Nachfolger!

    Die Geschichte eines neuen Namens
    Kristall86

    Kristall86

    16. March 2017 um 08:52

    Die Geschichte der beiden, mittlerweile, Damen geht fast nahtlos weiter in diesem zweiten Band und zieht einen gleich wieder an den Ort des Geschehens. Der Schreibstil ist wieder wunderbar schnell und kurzweilig. Der Gebrauch der deutschen Sprache ist wie im ersten Teil wieder fulminant umgesetzt. Es ist ein regelrechtes verschlingen des Buches und kein normales lesen. Es ist nicht unbedingt notwendig das man den ersten Teil gelesen haben muss, erleichtert einen aber den Bezug der Personen zueinander und das Geschehen an die verschiedenen Orten. Die Vorfreude auf den dritten und vierten Band ist bei mir unheimlich groß. Das Problem wird nur sein das es kaum eine andere Autorin/Autor geben wird die ihre Leser so in den Bann ziehen wird wie Elena Ferrante, bleibt also nur eins....die Bücher, wenn die Reihe dann komplett ist, immer wieder in einem Rutsch lesen und hoffen das noch mehr von Elena Ferrante folgen wird.

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  • Jugendjahre

    Die Geschichte eines neuen Namens
    BuecherDanny

    BuecherDanny

    14. March 2017 um 14:31

    Der zweite Teil der Neapolitanischen Saga knüpft nahtlos an den ersten Teil an, für Elena und Lila beginnt der Ernst des Lebens. Mit 16 heiratet Lila Stefano, den reichen Lebensmittelhändler. Sie fühlt sich frei, lebt mit Stefano in einer eigenen, schönen Wohnung, ist unabhängig von ihrer Familie. Sie genießt den Luxus soviel Geld auszugeben wie sie möchte. Doch Lila sieht auch die Schattenseite, die Abhängigkeit ihres Mannes von den kriminellen Solara-Brüdern. Sie fühlt sich von ihm betrogen und ihr fällt es schwer sich ins Eheleben zu fügen. Ganz anders verlaufen die Jugendjahre für Elena. Sie verliebt sich in einen Studenten merkt jedoch schnell, dass er nur mit ihren Gefühlen spielt. Sie stürzt sich in ihre Schulausbildung und wird zur Vorzeigeschülerin. Doch ihr Erfolg wird im Rione nicht mit Anerkennung belohnt. Nach der Schulzeit beginnt sie ein Studium in Pisa. Obwohl sie auch hier zu den Besten gehört, fühlt sie, dass sie nicht so richtig dazugehört. Ihre ärmliche Herkunft machen sie unsicher.  Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege und Charaktere sind die beiden Freundinnen durch ihre enge Freundschaft auch in schwierigen Zeiten miteinander verbunden. Sie verlieren sich zwar schon mal aus den Augen, kommen aber doch immer wieder zusammen. Der zweite Teil der neapolitanischen Saga hat mir mindestens so gut gefallen wie der erste Band. Ich konnte regelrecht in der Geschichte versinken und hatte Spaß, die Jugendjahre der beiden jungen Frauen mitzuverfolgen. Auch die ganzen Verwicklungen in ihren Familien und ihrem Freundeskreis waren spannend zu lesen. Alle Charaktere und das Leben im Rione entwickeln sich weiter.  Elena Ferrantes Schreibstil ist hervorragend und sie schafft es, die Atmosphäre im Neapel der 1960 er / 1970er Jahre perfekt darzustellen. Die Unterschiede zwischen dem armen Arbeiterviertel Rione in dem Lila bleibt und der “gebildeten Gesellschaft” in der Elena sich bewegt sind sehr gut nachzuempfinden. Es viel mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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