Meine geniale Freundin

von Elena Ferrante 
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Meine geniale Freundin
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Positiv (290):
AnjaFriedas avatar

Eine geniale Geschichte. Bin gespannt auf die nächsten Teile.

Kritisch (38):
L

Total langweilig, hatte höhere Erwartungen an einen Spiegel-Bestseller. Das erste Buch in meinem Leben welches ich abgebrochen habe.

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Inhaltsangabe zu "Meine geniale Freundin"

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.

Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.

Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.

Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518425534
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:422 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:29.08.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2016 bei Der Hörverlag erschienen.

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Sprachlich einwandfrei, jedoch sehr ausführlich und langatmig
    Sprachlich einwandfrei, jedoch sehr ausführlich und langatmig

    Meine Meinung

     

    Elena Ferrantes »Meine geniale Freundin« ist sprichwörtlich durch die Decke gegangen – ein internationaler Besteller von einer Frau, deren Name »Elena Ferrante« lediglich ein Pseudonym ist. Presse wie Endkunden bejubelten diesen Roman, und nun ist endlich die Taschenbuchversion der gekrönten Geschichte erschienen. 
       Zu Beginn wird direkt das Namensverzeichnis präsentiert – sehr viele Figuren tauschen im Rahmen der Handlung auf, sodass man relativ schnell den Überblick verliert. Klug gelöst wurde dieses Problem mit den zahlreichen Namen mit einem Verzeichnis, welches am Anfang des Romans positioniert wurde. Der Einstieg in die hoch bejubelte Geschichte war außerordentlich gut. Wir lernen direkt die erwachsene Elena kennen, eine der zwei weiblichen Hauptpersonen. Der Prolog findet in der Rahmenhandlung statt, viele Jahre später, und die Aufgabe von Elena ist es nun, sich zurückzuerinnern – wie war es damals mit jener genialen Freundin? Wie war Lila wirklich, und durch welche Türen und Tore mussten beide gemeinsam gehen, um dahin zu gelangen, wo sie jetzt sind? Direkt wird die Geschichte zur Binnenhandlung übergeleitet – ins alte Italien, wo beide noch junge Mädchen waren. Wir lernen die Familienverhältnisse kennen, die Umgebung, das italienische Setting. Auch lernen wir die Charakterzüge von den beiden vermeintlich besten Freundinnen kennen – Lila ist eine mutige, vorlaute und kecke Person, wohingegen Elena introvertiert, zurückhaltend und aufmerksam ist. Lila versucht sie ständig mitzuziehen – mehr jedoch: Elena will so sein wie Lila, will wie die »Geniale Freundin« sein und auf denselben Zug aufspringen, was aber mehr oder weniger kläglich funktioniert. 
         Der Schreibstil der Autorin ist solide – keine Frage! Sie erzählt distanziert, mit einem gewissen literarischen Niveau. Sie schreibt immer hoch, aber keinesfalls gestochen hoch, sie fand die wohl perfekteste Balance zwischen Soziolekt (zum Beispiel die Sprache der Kinder im Buch) und Hochsprache, was somit einen eindeutigen Kontrast bildet. Zusammenfassend also war der Stil der Schreibe gut, ich hätte mir aber bei einigen Stellen etwas mehr Humor gewünscht – das hat ein kleines Bisschen gefehlt. 
         Nun zur Geschichte, die mich leider nicht sehr überzeugen konnte. Elena Ferrante schreibt gut, das habe ich ja schon erwähnt, jedoch war mir die Geschichte viel zu langgezogen und ohne klare Pointe. Ja, natürlich, Elena Ferrante schreibt innerhalb der Binnenhandlung über die Freundin von Elena, Lila, damit wir Leser herausfinden können, warum Lila so genial ist. Diese Aufklärung aber dauert sehr lange, und auch wenn die Geschichte breit gefächert ist und es viel zu erzählen gibt, so sind dennoch die nicht relevanten Details nicht weggelassen worden, und wir lesen praktisch im wohl langsamst erzählten Verlauf vom Aufwachsen der beiden Mädchen – mir persönlich war dieser Roman viel zu langatmig, ich konnte die relevanten Details nur bedingt herausfiltern. 

    Fazit

     

    Zusammenfassend betrachte ich den Roman mit durchwachsener Meinung, ich hätte mir mehr erwartet. Sprachlich war er einwandfrei, keine Frage!, nur war mir die Geschichte etwas langatmig, wir kamen schlicht zu keinem Ergebnis, und das habe ich etwas vermisst. 

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    LesenistLuxuss avatar
    LesenistLuxusvor 3 Monaten
    REZENSION: MEINE GENIALE FREUNDIN VON ELENA FERRANTE

    Kurzbeschreibung Meine geniale Freundin

    Rino, der Sohn von Elenas Jugendfreundin ruft diese verzweifelt an, um ihr mitzuteilen, dass seine Mutter verschwunden ist. Doch Raffaella Cerullo, genannt Lina oder Lila wäre nicht sie, wenn sie ihr Verschwinden nicht auf die Spitze getrieben hätte. Rino berichtet Elena am Telefon, dass seine Mutter scheinbar versucht hat, sich gänzlich aus dem Leben zu löschen, indem sie ihr Gesicht selbst aus Fotos herausgeschnitten und auch sonst keinerlei Dokumente über ihre Identität zurückgelassen hat. Dann folgt ein großer Zeitsprung.

    Die brave Ich-Erzählerin Elena und ihre unberechenbare Freundin Lila wachsen im Stadtteil Rione im Neapel der fünfziger Jahre auf. Dieser Teil der Stadt am Fuße des Vesuv ist durch Armut geprägt. Elenas Vater ist Pförtner und Lilas Vater der Schuster des Rione. Die Kinder des Viertels wachsen mit Gewalt und ohne viel Zuneigung auf. Beide Mädchen verbindet von Beginn an eine komplizierte Freundschaft, die geprägt ist von Neid und dem Übertrumpfen der jeweils anderen. Elena fühlt sich stets im Schatten von Lila und zieht ihre Motivation zu Lernen aus dem Verlangen ihre Freundin zu beeindrucken, um somit ein unverzichtbarer Teil deren Lebens zu sein. Solange die Beiden noch jung sind, klappt diese merkwürdige Beziehung ganz gut, aber je älter die Beiden werden, desto verstrickter wird ihr Verhältnis zueinander und auch zu den anderen Mitbewohnern im Rione.

    Rezension Meine geniale Freundin

    Ferrante? Nichts für mich oder vielleicht doch?!

    Um dieses Buch habe ich lange einen Bogen gemacht, weil mich der Titel “Meine geniale Freundin” und auch der Klappentext schlicht nicht gefesselt haben. In meinen Ohren klang die Story langweilig. Was mich schließlich doch dazu bewogen hat, das Buch zu lesen, ist meine Begeisterung für Italien. Die Tatsache, dass es sich um eine vierbändige Saga handelt, fand ich eher irritierend, zumal es sich bei einer Saga laut Wikipedia eher um “eine Gattung altnordischer Erzählungen” handelt – und dazu liegt Neapel nun wirklich zu weit im Süden. Aber nun gut, die Autorin hat immerhin genug Material für vier Bücher zusammen bekommen, da kann der erste Teil ruhig etwas unspektakulär beginnen. Nach den ersten paar Seiten hätte ich das Buch dann beinahe wieder weggelegt, denn es fiel mir schwer mich an den nüchternen, tagebuchartigen Erzählstil von Elena Ferrante zu gewöhnen. Zudem habe ich lange gebraucht, um für die Ich-Erzählerin Elena Sympathie zu entwickeln. Kurzum, mit mir und dem ersten Buch der Neapolitanischen Saga war es also ein ständiges Auf und Ab. Letztendlich haben wir uns aber doch angenähert und waren für etliche Lesestunden unzertrennlich.

    Das Phantom von Neapel


    Vor allem fasziniert hat mich die Tatsache, dass der Vorname des Hauptcharakters und der Vorname der Autorin derselbe sind. Vielleicht handelt es sich bei dem Buch um die Biografie der Autorin und sie ist selbst in diesen Verhältnissen im damaligen Neapel aufgewachsen. Bis heute herrscht Unklarheit darüber, wer sich hinter dem Pseudonym Elena Ferrante verbirgt. Ist es ein Mann oder eine Frau? Handelt es sich um den fiktiven Namen einer bekannten Autorin? Oder will die Person, die sich hinter Elena Ferrante verbirgt, einfach ihr normales Leben weiterführen und deshalb unerkannt bleiben? Wenn ich die Wörter “Elena Ferrante Pseudonym” in die Google Suche eingebe, erscheinen zahlreiche Artikel über ihre vermeintliche Identität. Ein Journalist ist sich besonders sicher das Rätsel gelöst zu haben und vermutet eine Übersetzerin aus Rom hinter dem Namen. Ich persönlich bin der Meinung, man sollte den Willen der Autorin einfach akzeptieren und sich über ihre guten Bücher freuen, anstatt eine Hexenjagd nach ihrer wahren Identität zu veranstalten.

    Elena Ferrante erzählt auf ihre ganz eigene Art von Liebe, Elend, Streit, Betrug, Leben und Tod in einem Land, an das viele von uns meist nur schöne Urlaubserinnerungen haben. Beide Mädchen wollen sich, jede auf ihre Weise, den Weg raus aus dem Elend des Rione kämpfen. Zu dieser Zeit ist Schulbildung für einige Bevölkerungsschichten alles andere als selbstverständlich. Geld für Schulbücher ist nicht da und die Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder so früh wie möglich Geld zum Familieneinkommen beisteuern. So kommt es, dass Lila, die stets in allem besser war als Elena, nach der Grundschule aufhört, um in der väterlichen Schusterei zu arbeiten, während die fleißige Elena, gefördert von ihrer Lehrerin, weiter zur Schule gehen darf. Beide Mädchen machen gleichzeitig auch die ersten Erfahrungen mit der Liebe. Und auch hierbei fühlt sich Elena stets von Lila abgehängt, besonders, als diese verkündet mit sechzehn Jahren zu heiraten. Sie hat sich im Laufe des ersten Buches von einem hässlichen, stets zu dünnen Entlein, zu einem schönen Schwan entwickelt, der eine ganze Schar Bewunderer hat. Sogar die gemeinen Solara-Brüder machen ihr den Hof. Lilas Hochzeit wird mit einem rauschenden Fest gefeiert, droht jedoch in einem Eklat zu enden.

    Lest mehr Rezensionen unter https://www.lesenistluxus.de

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    Proteas avatar
    Proteavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ergreifend erzählte Geschichte zweier heranwachsenden Mädchen in Neapel
    Italien verstehen

    Diese Geschichte zeigt auf verständliche Weise, wie das Umfeld weichenstellende Entscheidungen der Mädchen beeinflusst. Ihre Lebenswege führen deshalb auseinander. Auch das Wirken der Mafia, die noch heute Rückhalt in der Bevölkerung genießt, wird auf anschauliche Weise erläutert.  

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    Bonbosais avatar
    Bonbosaivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Der Prolog ist interessant und macht neugierig. Aber dann --- wenig bis keine Spannung, ganze Passagen nur langweilig.
    Streckenweise zu langatmig

    Klappentext
    Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. 

    Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte. 

    Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen. 


    Meine Beschreibung
    Der Klappentext greift da wohl auf die nächsten Bände vor, was mir nicht gefällt, (Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft das gehört nicht zum ersten Band). 

    Das Buch wird allseits hoch gelobt, und anfangs fand ich es auch interessant. Der Schreibstil und die Handlung gefielen mir, 

    aber dann zog sich alles hin, ganze Passagen war mir oft zu detailliert, die Schilderungen unerheblicher Begebenheiten langweilten mich. 

    Endlos werden nichtige Erzählungen aneinandergereiht, immer die gleiche Gefühlslage der Hauptdarstellerinnen, sie drehen sich im Kreis und eigentlich ist es ein dauernder Machtkampf zwischen Elena und Lila. 

    Ich wüsste schon gerne wie es mit der Freundschaft der beiden weitergeht endet, zumal das Buch mit einem Prolog beginnt, der nicht zum ersten Band paßt, also offensichtlich das Ende der gesamten Saga ist, aber dennoch werde ich die weiteren Teile wohl nicht lesen. 


    Fazit:
    Der Prolog macht schon neugierig. Aber was dann kommt sind endlose detailreiche Schilderungen von unwichtigen Dingen. Wenig bis keine Spannung, ganze Passagen nur langweilig. Und das Ende ist einfach nur nichtssagend. 
      

    Kommentare: 2
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    Cleo15s avatar
    Cleo15vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr lebensnah und aufwühlend
    Lebensnah und aufwühlend

    Der Hype um die Bücher von Elena Ferrante ist weitgehend an mir vorbei gegangen, da mich das Genre nicht besonders interessiert hat. Dann war es in der Bibliothek auf einmal verfügbar und ich habe es mir doch geholt. Und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat.


    Inhalt:
    Elena hat sich mit Lila das wohl unbeliebteste Mädchen der Schule zur besten Freundin gewählt. Doch obwohl sie so unterschiedlich sind und auch vollkommen unterschiedliche Wege in ihrem Leben beschreiten, bleiben sie Freundinnen. Dabei erleben sie Neapel von seiner rauen und brutalen Seite, aber auch manches Mal von der Schönen. In dieser Biografie beschreibt Elena alles schonungslos und lebensnah.

    Charaktere:
    Elena ist klug, doch sie muss viel lernen um in der Schule vorne mit dabei sein zu können. Sie ist unglaublich ehrgeizig, oft auch neidisch auf ihre Freundin. Ihr gesamtes Leben dreht sich mehr oder weniger um Lila und was sie gerade tut. Dabei ist sie ein Mädchen, was einfach nicht schlechter dastehen will.

    Lila muss sich von Anfang an durch das Leben kämpfen. Obwohl ihr alles Wissen zufällt und sie ohne Probleme in der Schule an der Spitze steht, darf sie nicht weiterlernen. Ihr geistiges Potential steckt sie bald in die Schusterwerkstatt ihres Vaters, in der sie mithelfen muss. Von Rückschlägen gebeutelt fügt sie sich in ein Leben, dass gar nicht zu ihr passt und ihren Charakter untergräbt. Man weiß nicht genau, wie es in ihrem Inneren aussieht, doch in den weiteren Büchern wird das sicherlich ersichtlich werden und ich könnte mir vorstellen, dass die Zeit sie sehr verletz hat.

    Schreibstil:
    Elena Ferrante schreibt sehr gekonnt und flüssig über ihr eigenes, unschönes Leben. Sie kann sich an unglaublich viele Details ihrer Kindheit erinnern. Vielleicht hat sie Tagebuch geschrieben oder sie schmückt das ein oder andere aus, wie es jeder Autor tut. Mir ist es gleich, denn sie schreibt wunderbar. Ich konnte mit der kleinen Elena mitfühlen, obwohl mich Lilas Charakter weit mehr interessiert hat.

    Fazit:
    Ich vergebe vier Sterne für diesen fulminanten Auftakt.

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    Linatosts avatar
    Linatostvor 6 Monaten
    Das Fieber beginnt...

    Der allgemeine Hype um das Buch konnte mich leider nicht packen L ich fand das Buch eher durchschnittlich.

    Die Sprache ist toll, es lässt sich gut und flüssig lesen, aber von der Geschichte ist bei mir der letzte Funke nicht übergesprungen. Von Anfang an scheint der Autorin klar gewesen zu sein, dass es mehrere Bände geben wird. Denn los gelöst aus der Reihe, ergibt die Geschichte wenig Sinn. Sie wirkt wie unvollendet.

    Uns wird die Geschichte der beiden Freundinnen Lina und Elena, ausschließlich aus der Sicht von Elena erzählt. Es beginnt im Alter von 5 – 6 Jahren und dieser Band endet mit 16 Jahren. Die Freundschaft von den beiden ist nicht immer einfach. Oft sieht Elena sich in Konkurrenz zu Lina. Auch anders herum scheint Lina immer ein wachsames Auge auf Elena zu haben. Unterstützt sie aber auch oft auf undurchsichtige Weise in Ihrer Entwicklung. Lange steuert die Geschichte auf keinen Höhepunkt zu und als Ende gibt es einen Cliffhanger. Insgesamt gesehen handelt die Geschichte von einer Kindheit bis zur Jugend in einem der ärmeren, gewalttätigeren und schmutzigeren Viertel von Neapel.

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    Abundantias avatar
    Abundantiavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: durchwachsen
    Grundverschieden und doch untrennbar

    Elena und Lila, zwei Mädchen, die ihre Kindheit in den Fünfzigern in einer Vorstadt von Neapel verbringen und zu Freundinnen heranwachsen, die sehr unterschiedlich sind. Aus der Sicht von Elena erfährt der Leser die damalige gesellschaftliche Situation und die Beziehung der heranwachsenden Protagonistinnen. Lila, die ihre schulische Begabung aufgrund diverser Umstände nicht leben kann, lässt sich dank Willensstärke und Behaarlichkeit nicht unterkriegen. Elena hingegen wird vor allem von ihrer Lehrerin gefördert, was einer der Gründe des Konkurrenzdenkens zwischen den Mädchen ist. Auch emotional betrachtet gibt es in Sachen Familien und der ersten Liebe Differenzen. Beide junge Frauen durchleben die intensiven Phasen einer Freundschaft, die trotz aller äußeren Widrigkeiten im Kern stabil bleibt. Elena Ferrante beschreibt im Auftakt der neapolitanischen Saga die Kindheit und Jugend von Elena und Lila. Der Schreibstil und die Handlung an sich gefielen mir, allerdings war es mir oft zu detailliert und langweiligte mich phasenweise. Obwohl ich gerne wüsste, wie es mit der Freundschaft der beiden endet, bin ich noch unschlüssig, ob ich die weiteren Teile lese.

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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mir sehr gut gefallen. Mein Highlight des Monates. Freue mich sehr auf Band 2.
    Ein wahres Highlight!

    Ich geb zu, dass ich mich schwer getan habe mit dem Buch. Ich habe es zunächst angefangen zu lesen und nach einem Drittel habe ich es dann liegen lassen. Bei solchen Fällen probiere ich es dann nochmals mit dem Hörbuch und sieh da, ich war absolut gefesselt und konnte gar nicht mehr aufhören.

    Man kann schnell sagen, dass hier nicht wirklich was passiert, obwohl soviel passiert. Die Freundschaft von Lila und Lenu ist schwierig. Vor allem Lenu sieht in Lila immer eine Konkurrentin. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Als die Mädchen älter werden, wird das etwas besser. Lenu findet besser ihren Weg und akzeptiert, dass Lila eigentlich gar keine Konkurrenz ist. Mir gefielen auch die ganzen gesellschaftlichen Strukturen in Neapel zu dieser Zeit sehr gut. Immer wieder wirft Elena Ferrante diese Themen auf. Das und die Entwicklung der beiden jungen Frauen entfaltet eine ungeheure Sogwirkung. Ich freue mich so sehr auf Band 2..3...und 4! :-)

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Auftakt einer über Jahre anhaltenden Freundschaftsgeschichte. Detailreich und kurzweilig.
    Kindheit in Neapel

    Im Neapel der 50er Jahre wachsen Elena und Lina (von Elena immer nur Lila genannt) im heruntergekommenen Stadtteil Rione auf. Ein einschneidendes Erlebnis macht die beiden Mädchen zu Freundinnen fürs Leben.

    Obwohl die gemeinsame Herkunft in der ärmlichen Umgebung sie verbindet, könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Elena, Tochter eines Pförtners, ist ein liebes kluges angepasstes gefälliges Mädchen, sie lernt eifrig und wird deshalb von ihrer Lehrerin auch gegen den Willen der Eltern gefördert. Lila die Schusterstochter hingegen ist vorlaut, frech, manchmal fast durchtrieben. Obwohl Lila überaus intelligent ist, lassen ihre Eltern sie keine weiterführende Schule besuchen.

    Elena, die Erzählerin, bringt uns die Geschichte einer Kindheit sehr lebhaft nahe. Im  Rione tummeln sich einfache, kinderreiche Familien, ständig im Kampf um das tägliche Bemühen. Freundschaften, Feindschaften, erste Liebschaften, die Furcht und Ehrfurcht vor den Camorristi, Anerkennung und Unterwerfung, der Wunsch nach Bildung und einem anderen Leben bestimmen die Tage der Mädchen.

    Elena Ferrante hat mit ihrem Auftakt der Neapolitanischen Saga ein wundervolles Buch über das Erwachsenwerden geschrieben. Detaill- und facettenreich spart sie aber auch nicht - unterhaltsam gut verpackt - an sozialer und gesellschaftlicher Kritik. Der lange Weg in die Unabhängigkeit der Mädchen beginnt mit diesem Band, dem noch drei weiter folgen durften.

     

     

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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Auftakt mit Schwächen
    Auftakt einer Neapolitanischen Saga

    Im ersten Band dieser Saga erzählt die Autorin Elena Ferrante die Kindheit und Jugendzeit der beiden Freundinnen Elena Greco und Raffaella Cerula – genannt Lila – in einem kleinen Stadtteil im italienischen Neapal. Im Viertel leben mehrere Familien mit ihren Kindern, wobei die meisten Familien mindestens drei Kinder haben. Die beiden Freundinnen wurden während des Zweiten Weltkrieges hineingeboren, und erleben nun die Nachkriegszeit in Neapel. Lilas Vater besitzt eine Schusterwerkstatt, und Elenas Vater arbeitet als Pförtner. Lila wird dazu erzogen, in das Handwerk der Familie hineinzuwachsen, was ihr auch Spaß macht. Aber noch mehr Ehrgeiz zeigt sie für die Schule, für Sprachen und unterschiedliche Wissensgebiete. Irgendwann soll Lila nur noch in der Werkstatt mit ihrem Bruder Rino arbeiten. Dagegen darf Elena sogar später zum Gymnasium gehen, was sie sich allerdings erkämpfen musste. Als beide Mädchen in die Pubertät kommen, entsteht ein kleiner Konkurrenzkampf, zumindest aus der Sicht von Elena, weil Lila bei Jungen mehr Chancen hat als Elena. Elena wirkt schüchtern, und geht distanziert auf die Jungen los. Zwischen den Familien existiert auch Ärger, denn unter ihnen ist ein Familienvater, der zum Mörder wurde, und mittlerweile im Gefängnis seine Strafe absitzt. Aufgrund dessen gehen sich die jungen Leute in dem Viertel zum Teil aus dem Weg.

    Man könnte meinen, Elena Ferrante erzählt ihre eigene Familiengeschichte der fünfziger Jahre im letzten Jahrhundert. Einfache Handwerker- und Kaufmannsfamilien bilden diese Geschichte, wobei allerdings beim Lesen der Überblick bei den neun Familien und ihre Kinder manches Mal verloren gehen, obwohl am Anfang des Buches kurze Beschreibungen der Familien aufgestellt sind. Somit ist es beim Lesen eine kleine Herausforderung, die Familien, vor allem die Kinder, auseinander zu halten. Ebenso wirkt der Erzählstil eher monoton, denn es ist eher ein Erzählstil, der die Ereignisse beschreibt. Es fehlt an Höhen und Tiefen in den Szenen. Die Figuren entwickeln sich zwar weiter, aber es fehlt eine gewisse Spannung. Dadurch wirkt der Roman teilweise langatmig und langweilig.

    Da dieser Band der Auftakt ist, und der zweite Band bereits vorliegt, hoffe ich, dass die Geschichte interessanter und spannender wird, wenn die beiden Freundinnen nun älter und reifer werden. Ohne Vorbehalte werde ich nun direkt im Anschluss den zweiten Band im aktuellen Monat lesen, um ja nicht den Faden zu verlieren.

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