Elena Ferrante Meine geniale Freundin

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Inhaltsangabe zu „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte. Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen. Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden? Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt.

Ein ok Buch für mich. Es war nett, es nebenbei als Hörbuch laufen zu lassen, als Buch hätte ich es vermutlich nicht beendet.

— Yuyun

Spannende Abenteuer, bewegende Liebesgeschichte, großartige Sprache

— mbautorin

Eine eher etwas dahinplätschernde Geschichte über zwei sehr unterschiedliche neapolitanische Freundinnen und ihre Kindheit.

— Birkel78

Man mag es spannend oder öde finden. Ich war von der Geschichte sofort gefesselt und freue mich auf die weiteren Teile!

— mirius_black

Nicht ganz mein Fall. Interessante Einblicke in italienische Kultur, dann doch etwas zu sehr Liebesroman.

— prueher

Nach Startschwierigkeiten habe ich die Kindheit von Elena & Lila im trägen neapolitanischen Stadtteil Rione der 50-iger Jahre genossen :)

— suggar

Lila und Elena sind beste Freundinnen u d verbringen ihre Kindheit in Neapel.

— DebbieS1887

Vorhersehrbar konstruierter Kitsch . Tut nicht so weh andere Bücher, ist aber auch nicht empfehlenswert. +-Punkt: liest sich schnell.

— GetReady

Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft zweier Mädchen, die sich ihren Platz im Leben suchen und erkämpfen.

— c_awards_ya_sin

Dieser Roman hat es erreicht, dass ich nicht die Finger von ihm lassen konnte: Im Bett, in der Bahn und selbst während des Laufens nicht.

— Hannah_Sophia

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  • Wo ist der Stoff, aus dem der Hype gemacht ist...

    Meine geniale Freundin

    Yuyun

    12. October 2017 um 17:53

    In den letzten Wochen/Monaten, ist man in kein Buchgeschäft gegangen, keinen Buchblog, kein Onlineportal, ohne über dieses Buch zu stolpern. Und im Rahmen des Lovelybooks Literatursalons dachte ich mir nun, dass ich es doch einmal versuche. Auch, wenn ich nicht sicher war in wieweit mich dieses Thema reizen könnte. Aber irgendetwas muss an dem Hype ja dran sein.Worum geht es? Klappentext: Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen. AB HIER VERMUTLICH SPOILER!!!  Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden? Die Zeit bezeichnete das Buch als "Einen großen Wurf". Dieser Klappentext bezeichnet eventuell die ganze Reihe, aber im ersten bleiben wir in Neapel. EInem einzigen Viertel davon und hören, wie die beiden aufwachsen und in die Pubertät kommen. Es ist interessant zu hören, wie viel anders damals das Schulsystem war, sich bewusst zu machen, welches Privileg wir damit auch haben, eben nicht mit 12 schon anfangen müssen zu arbeiten. Aber ansonsten plätschert es ebenso dahin.  Dann kommen sie in die Pubertät und es wird nicht besser. Das Drama um Menstruation und Jungs und Schule. Und ich verstehe Lila als Charakter auch nicht, ich kann sie einfach nicht fassen, so schwankend ist sie. Ebenso Elena, einerseits völlig codependent, andererseits Rivalen. Einmal macht Elena alles wie Lila, dann ist sie stolz ganz anders zu sein.  Dazu kommt die für mich äußerst merkwürdige Szene, in der der Vater ihres wahren Schwarmes sie sexuell berührt - sexuell missbraucht, indem er sie an ihrere Vagina berührt und sie küsst. Was sie zwar beschäftigt, aber nachdem ihr Aushilfsfreund diesen in die Schranken verweist, aber nicht für Elena, sondern weil dieser seine Mutter mit seiner Liebschaft in den Wahnsinn treibt, ist das Thema auch erstmal vom Tisch In der Grundschule ist Lila ein Wunderkind, aber am Ende lässt sich davon erstmal nichts mehr spüren. Die Autorin endet ja auch "Der Plebs, das sind wir." und schließt Lila mit ein. Ich hatte ja gehofft, dass es eventuell auch darum geht, wie so ein geniales Kind in dieser harten Welt nicht hineinpasst. Oder so etwas.  Und dann die Hochzeit am Ende, und das mit den Schuhen...ich verstehe es einfach nicht. Es ist mir unschlüssig, was mir die Autorin sagen will. Ist es autobiografisch? Dann ok. Aber ansonsten fehlt mir der Hintergrund für den Hype. Welchen Teil der Geschichte habe ich nicht verstanden? Es hat mich nicht sonderlich mitgerissen, nur selten hätte ich nicht einfach aufhören können. Und irgendwie endet ja auch so das Buch- mitten in der Geschichte. Wo führt mich die Geschichte noch hin? Welche Moral will sie mich lehren oder welche Geschichte WILL sie denn erzählen? Was ist der Angelpunkt, der Story Arc, der Spannungsbogen? Irgendwie fehlt das Salz in der Suppe. Selbst das Rosamunde Pilcher Happy End. Ich weiß nicht, ob ich es empfehlen soll. Nett, aber begeistert lässt es mich nicht zurück.

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  • Ich finde, das Buch hat den großen Hype nicht verdient.

    Meine geniale Freundin

    Buecherheike

    28. September 2017 um 00:31

    Verlag: Suhrkamp VerlagSeiten: 423ISBN: 978-3-518-42553-4Das Marketing hat bei mir funktioniert. Der Hype um dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Ich fand es schon fast aufregend, nicht zu wissen, wer die Autorin ist. Natürlich kenne ich nicht jeden Autor meiner gelesenen Bücher persönlich, aber wenn ich wollte, könnte ich meinen Freund Google bemühen und hätte zumindest ein Foto und eine Biographie. Aber hier bleibt es ein Geheimnis. War das alles, was mich neugierig auf das Buch gemacht hat? Nur diese Geheimnistuerei um die Autorin? Es war auch der Klappentext und das Cover ist auch mal eine Ausnahme. Nichts Aufmerksamkeitsheischendes. Ein ruhiges, zurückhaltendes und trotzdem ansprechendes Cover. Aber trotzdem muss ich sagen: Ich bin enttäuscht. Ich habe mehr erwartet. Bei den Lobeshymnen für die Autorin habe ich mit einer außergewöhnlichen Geschichte, mit ungewöhnlichen Protagonisten und einem tollen Lesevergnügen gerechnet. Nach dem ersten Kapitel war ich auch noch sehr zuversichtlich und wurde dann enttäuscht. Es zog sich beim Lesen. Erst zum Ende hin kam eine gewisse Spannung auf, die mich auf die nächsten beiden Teile hoffen lässt. Durchschnittliche Charaktere, in einem durchschnittlichen Leben, die in manchen Situationen mit Worten umsich werfen, die mir ihrem Alter nicht angemessen scheinen. Die Autorin erzählt hier eine Geschichte, bei der, meiner Meinung nach, weder die sprachliche Umsetzung, noch die Erzählweise diesen Hype verdient haben. Mit dem Ende der Geschichte hat sie es allerdings geschafft, dass ich neugierig auf die Fortsetzung bin. 

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  • Band 3 der Neapolitanischen Saga

    Die Geschichte der getrennten Wege

    Forti

    11. September 2017 um 09:15

    Weiter geht es mit der Neapolitanischen Saga! Endlich liegt der dritte von vier Bänden in deutscher Übersetzung vor. Ich empfehle dringend, die Reihe von Anfang an zu lesen und mit 'Meine geniale Freundin' zu beginnen! 'Die Geschichte der getrennten Wege' ist allerdings wohl auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen.Auf den ersten Seiten gibt es wieder eine Zusammenfassung der wichtigsten bisherigen Ereignisse und der handelnden Personen. Das reichhaltigen Personal mit (sich manchmal ähnelnden) Namen und Spitznamen erfordert eine gewisse Konzentration des Lesers, macht für mich aber auch mit den Reiz der Reihe aus. Italien, Ende der 1960'er Jahre. Die Ich-Erzählerin Elena und ihre Freundin Lila sind Mitte zwanzig, Elena hat ihr Studium beendet und Lila ist Mutter und Arbeiterin in einer Wurstfabrik. So unterschiedlich beider Leben bisher verlaufen sind, so zeigen sich doch auch immer wieder Gemeinsamkeiten. Beide engagieren sich politisch links und für die Gewerkschaft, obwohl sie beide eher zufällig in diese Strömung hineingerutscht zu sein scheinen.Wie schon im vorangegangenen Band fragt man sich, warum beide an der Freundschaft festhalten, wo doch die Konflikte, Neid und Missgunst die innigen, freundschaftlichen Momente oftmals überdecken. Aber das macht wohl eine Freundschaft fürs Leben aus. Die Neapolitanische Saga ist nicht nur die Geschichte einer Freundschaft, sondern auch italienische Geschichte. Anhand der Leben von Elena, Lila und der anderen Bewohner des Rione in Neapel wird das Leben im Italien der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit vielen Facetten beschrieben. Im vorliegenden Band sind das die 1960'er und 1970'er Jahre, geprägt von politischen Kämpfen zwischen links und rechts.Die Geschichte wird von Elena Ferrante im gewohnt ruhigen Ton erzählt, der sehr angenehm zu lesen ist.

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  • Eine authentisch und ehrlich erzählte Geschichte ...

    Meine geniale Freundin

    Die-wein

    07. September 2017 um 23:53

    Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen sollte, da es von der Presse so hoch gelobt wurde, dass ich die Sorge hatte, mit zu viel Erwartungen an diese Geschichte heranzugehen, oder ob ich es besser einfach lasse, da die Kritiken viel zu sehr nach Literatur für Hochbegabte klangen. Letztenendes lief mir dieses Buch jedoch so oft über den Weg, dass ich es irgendwann gar nicht mehr ignorieren konnte und nachdem ich die ersten Kapitel bei einem geliehenen Buch gelesen hatte, kaufte ich es mir dann doch noch selber, da dieser Roman mich schlichtweg faszinierte. Die Idee eine Frauenfreundschaft über einen so langen Zeitraum zu begleiten und gleichzeitig zu erfahren, wie es den verschiedenen Nebencharakteren über die Jahre erging fand ich toll.Die beiden Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein und man fühlt sich durch die großartigen Beschreibungen des Handlungsortes sowie der zahlreichen Protagonisten sofort ins Italien der fünfziger Jahre versetzt. Ich fand es schön zu lesen, wie sich diese Freundschaft über die Jahre entwickelte, Krisen sowie Streiteren überstand, und wie sich die beiden Mädchen doch immer aufeinander verlassen konnten. Nach und nach ließ sich auch erkennen, wie unterschiedlich der Lebensweg wohl ablaufen würde und wie schwierig es für Mädchen damals war, ihrer Berufung zu folgen oder die vorgegebenen Pfade zu verlassen.Elena Ferrante erzählt diese Geschichte auf sehr ruhige, unspektakuläre Weise, sodass ich mich stellenweise wirklich fragte, was denn nun so besonders an diesem Buch sein soll. Dann wiederum genügte schon eine klitzekleine Veränderung im Leben der klugen Mädchen oder in deren Familien, um meine Meinung wieder komplett über den Haufen zu schmeißen. Ich konnte mir dieses einfache Viertel, in dem sich so ziemlich alles abspielte, prima bildlich vorstellen und erwischte mich öfter beim Gedanken, dass dieses Buch als Verfilmung sicherlich noch viel mehr Anhänger finden würde.Zugegeben, ab und an hätte ich es am liebsten zugeklappt und ganz weit weg gelegt, weil ich das Gefühl hatte, dass ich das Ende wohl nicht erreichen würde, aber dazu hatte ich es dann doch schon zu weit gelesen, und da das Buch mehr oder weniger mit dem Ende, beziehungsweise mit dem Verschwinden von Lila, begann, wollte ich natürlich auch erfahren, was passiert war.Zum Ende hin hat mich das Ferrante-Fieber dann doch noch erwischt, und ich glaube auch, dass die Folgebände einfacher zu lesen sein werden, da man die einzelnen Rollen nun bereits besser kennt und wahrscheinlich auch noch sehr viel Entscheidendes im Leben der beiden Frauen passieren wird.Mein Fazit:Ein faszinierendes Buch, das authentisch und ehrlich das Leben einer wundervollen Frauenfreundschaft erzählt, aber auch das Schicksal mehrerer italienischer Familien seit den fünfziger Jahren. Ich denke, Italienliebhaber und Fans von Familiengeschichten werden an dieser Reihe auf jeden Fall viel Gefallen finden und sollten unbedingt mal selber reinlesen!

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  • Bestes Buch des Sommers

    Meine geniale Freundin

    olga_oreschkin

    15. August 2017 um 21:52

    Dieses Buch habe ich teilweise gelesen und teilweise gehört. Die Vorleserin liest das Buch mit schöner italienischer Akzent vor. Es gibt zum Buch einigen Charme. Ich habe jedes Wort genießen. Ich habe das Buch in 5 Tage geschafft, obwohl ich immer parallel mindestens 3-4 Bücher lese. Das Buch erzählt uns über Freundschaft der zweien Freundinnen. Die Geschichte fängt an, als die Mädchen noch ganz klein waren. Sie haben ganz unterschiedliche Charaktere, aber sind sehr wesensverwandt. Ich würde sagen, dass das Buch sehr ehrlich ist. Die Autorin lässt keine Geheimnisse. Sie zeigt wahre Gefühle.Als ich das Buch gelesen habe, habe ich verstanden, dass ich eigentlich ganz schöne Kindheit hatte. Die einige Momente haben mir einen Schrecken eingejagen. Welches schweres und verschiedenes Leben hatten die Mädchen. Was hat ihnen verbundet? Es ist bestes Buch, das ich in diesem Sommer gelesen habe. Und es hat so unerwartete Endung! Wie kann man so ein Buch beenden? Ich werde jetzt zweite Teil anfangen, wenn alle vier Teile schon erscheinen werden. Das Buch macht süchtig. Und, wenn ich gefragt wurde, ob es sich lont, das Buch zu lesen, ich werde mit 100% Sicherheit natworten: "Ja!" Volle Version in meinem Blog

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1785
  • Noch nicht im Ferrante-Fieber

    Meine geniale Freundin

    MilaW

    23. July 2017 um 21:24

    Inhalt: Lila und Elena sind seit ihrer Kindheit Freundinnen und sie teilen eine besondere Verbundenheit. Doch der Alltag im Rayone ist nicht einfach. Die Lebenswege der Klassenkameradinnen weisen bald in unterschiedliche Richtungen und stellen die Freundschaft auf eine harte Zerreissprobe. Meine Meinung: Für dieses Buch waren wohl eindeutig meine Erwartungen zu hoch. Es wird schon so lange so dermaßen in den Himmel gelobt, dass ich dachte, jetzt kommt DER Jahrhundertroman. Ich habe ständig darauf gewartet, dass etwas ganz großartiges passiert. Und gewartet, und gewartet... Zwischendurch habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber der große Wow-Effekt hat gefehlt. Erstmal war ich überrascht von der recht präsenten Gewalt. Ehemänner schlagen ihre Frauen und Kinder, Kinder prügeln sich, Frauen stacheln ihre Söhne zu Blutfehden an... Nicht ganz die romantische Frauengeschichte, die ich vermutet hatte. Trotzdem kommt die Handlung gemächlich in Schwung. Die Kindheit wird eine Weile ausgewalzt. Die Entwicklung der Freundschaft ist gut dargestellt, aber so richtig gefesselt war ich selten. Ab und an kamen interessante Anspielungen auf politisch-geschichtliche Entwicklungen, von denen ich gerne mehr erfahren hätte. Stattdessen gibt es viel „wer-mit-wem-im-Dorf“. Vielleicht ja in den nächsten Bänden mehr. Ich bin nicht im Ferrante-Fieber, werde mir aber sicherlich auch den zweiten Band zu Gemüte führen.

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  • Toller Auftakt einer Saga

    Meine geniale Freundin

    DebbieS1887

    08. July 2017 um 19:43

    Inhalt: In dem Buch „Eine geniale Freundin“ von Elena Ferrante geht es um die Freundinnen Lila und Elena, die in den 50er Jahren in einem kleinen Ort in Neapel aufwachsen. Die beiden sind sehr unterschiedlich und dennoch die besten Freundinnen. Lila unterstützt Elena in der Schulzeit sehr, da sie das Potential von Lila erkennt. Meinung: Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe danach direkt Teil 2 „Die Geschichte eines neuen Namen“ begonnen, da ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte von Elena und Lila weitergeht. Es wird Fazit: Ein tolles Buch, dass einen in die 50er Jahre nach Italien zurückversetzt. Ich konnte mir die Landschaft richtig gut vorstellen und die beiden Protagonistinnen waren mir von Anfang an richtig symphytisch.

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  • Meine geniale Freundin

    Meine geniale Freundin

    Alexlaura

    06. June 2017 um 22:45

    Zwei Mädchen wachsen in einfachen Verhältnissen in den fünfziger und sechsiger Jahre in Neapel auf. Die beiden Mädchen sind sehr verschieben, aber es verbindet sie eine besondere Freundschaft.   Die Geschichte beginnt mit sehr vielen Personen, die anfangs kaum zu überblicken sind, aber einem sehr schnell näher gebracht werden und mit der Darstellung der Familien zu Beginn des Buches (Übersicht) geholfen wird. Ich habe hier immer wieder zurückgeblickt. Die Sprache ist sehr offen, teilweise sehr präzise und auch hart. Aber nur so habe ich ein authentisches Bild von dieser Zeit bekommen.   Im Zentrum der Geschichte steht die Freundschaft, aber auch die damalige Zeit und Gepflogenheiten in der Gesellschaft in Italien werden dargestellt.   Der leise aber sehr intensive Erzählungsstil hat mir gut gefallen und ich habe das Buch verschlungen und freue mich bereits auf die Fortsetzung.

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  • Höhen und Tiefen einer Freundschaft

    Meine geniale Freundin

    c_awards_ya_sin

    02. June 2017 um 19:10

    Meine geniale Freundin ist ein fantastischer Roman über die Freundschaft zweier Mädchen, die sich ihren Platz im Leben erkämpfen. Dies ist nicht so einfach, wachsen sie doch im Neapel der 50er Jahre auf. Und während die eine die Erlaubnis bekommt weiter zur Schule zu gehen, muss die andere im Familienbetrieb mitarbeiten. Durch die verschiedenen Wege erlebt die Freundschaft Höhen und Tiefen. Immer mit der Frage wer meistert das Leben im Viertel besser. Doch nie verlieren sich die Mädchen aus den Augen und wenn es drauf ankommt sind sie für einander da. Elena Ferante schreibt so eindrücklich, mit so viel Gefühl, dass das Lesen dieses Buches eine wahre Freude ist. Die Probleme der Menschen zu dieser Zeit werden deutlich, doch im Mittelpunkt stehen immer Lila und Lenú. Ihre Leben sind miteinander verwoben und keine kann ohne die andere. Kein Wunder, dass die Freundin da als ständiger Vergleich herangezogen wird, ist sie doch stets die wichtigste Bezugsperson. Ein einfühlsamer Auftakt, der mich auf die folgenden Romane mit Spannung warten lässt.

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  • Rezension zu "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    SomeBody

    23. May 2017 um 14:37

    Die Geschichte der zwei Mädchen Elena und Lila, die unterschiedlicher wohl nicht sein könnten, sich durch ihre Pubertät kämpfen und ihren Platz im Leben suchen, konnte mich leider trotz des wirklich ausführlichen und gut beschriebenen Settings leider nicht ganz überzeugen. Es werden viele Darsteller benützt - deren Zusammenhänge für meinen Geschmack allerdings zu oft wiederholt. Es wird viel von der Erzählerin gefühlt – allerdings drängte sich mir immer wieder der Eindruck von Distanz dazu auf. Für mich gehören die folgenden Bände der Neapolitanischen Saga somit wohl eher nicht zu einem Must-have.Fazit: Ich fand mich ganz nett unterhalten, mein Interesse an zusätzlichen Lesestunden mit einer Fortsetzung hält sich jedoch in Grenzen.

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  • Überzeugt durch ein hohes Maß an Authentizität

    Meine geniale Freundin

    Weltensucher

    16. May 2017 um 18:52

    Ich bin mit hohen Erwartungen an diese Lektüre herangegangen – schließlich ist das „Ferrante-Fieber“ ein Phänomen, das wohl an keinem Buchliebhaber so einfach vorbeigehen konnte. Internationale Aufmerksamkeit und vielfältige Kritik erntete die geheimnisvolle Autorin Elena Ferrante, die ihre Identität nicht preisgibt, für ihre in der Originalsprache bereits vollständig erschienene neapolitanische Tetralogie.  Im deutschsprachigen Raum liegen bisher nur die ersten beiden Teile vor. „Meine geniale Freundin“ leitet die groß angelegte Freundschaftsgeschichte rund um Elena und Lila ein. Dabei wird das Leben der beiden von frühen Kinderjahren bis in das hohe Alter in den vier Büchern von Elena – oder auch Lenu genannt – in der Ich-Perspektive erzählt. Auslöser dafür ist das plötzliche und spurlose Verschwinden Lilas mit etwa sechzig Jahren. „Meine geniale Freundin“ ist der Kindheit und den frühen Jugendjahren gewidmet. Der Leser begleitet die beiden Mädchen durch die Anfänge ihrer Freundschaft, ihre Schulzeit, ihre ersten Beziehungen und Erfahrungen mit Jungen, ihre familiären Schwierigkeiten und generell durch den Prozess des Heranwachsens mit all seinen Hindernissen. Angesiedelt im Neapel der 60er-Jahre erhält der Leser zudem vor allem Einblick in die ärmlichen Verhältnisse und Lebensumstände jener Zeit. Ich kann den großen Trubel rund um das Buch nun endlich nachvollziehen – mir hat „Meine geniale Freundin“ ausgesprochen gut gefallen, wobei ich immer versuche, meine Meinung unabhängig von großer Beliebtheit und Werbung zu bilden. Doch der Roman überzeugte mich tatsächlich in jeder nur erdenklichen Form. Wo soll ich anfangen? Der Schreibstil ist wunderbar, an den richtigen Stellen authentisch, dann wieder metaphorisch und bilderreich, insgesamt sehr harmonisch. Vor allem die eher auktoriale Perspektive der Erzählerin, die die Geschichte im Rückblick schildert, gefiel mir sehr gut und ist auch bestens geeignet. Die Charaktere waren zahlreich (das Namensverzeichnis kam bei mir auf jeden Fall zum Gebrauch), die zwei Hauptpersonen Lenu und Lila sehr gut ausgearbeitet – vor allem natürlich in ihrer Beziehung zueinander, aber auch in ihrem generellen Charakter und der charakterlichen Entwicklung im Laufe der Jugend – die Nebencharaktere fallen weniger detailliert aus, erfüllen aber ihren Zweck. Insgesamt entsteht vor allem durch die große Anzahl ein sehr vollständiges und lebendiges Bild von Rione, dem Stadtteil Neapels in dem die Geschichte spielt, da eine breite Menge der unterschiedlichen dort ansässigen Bevölkerung und den verschiedenen Berufen zum Tragen kommt. Die verschiedenen Beziehungen innerhalb dieser Gemeinschaft und zwischen den Familien wurden meiner Meinung nach gut dargestellt. Dies alles vermittelt ein sehr authentisches Bild des Neapels jener Zeit – zumindest erschien es mir, ohne jede Vorkenntnisse, so. Ort und Zeit waren fester Bestandteil der Geschichte, was mit gut gefiel und mein geschichtliches Wissen bereicherte. Armut, Gewalt, Rivalitäten, das Leben der unteren Schicht – all diese Themen wurden, so weit ich es beurteilen kann, sehr realistisch behandelt. Dadurch fand ich mich sehr schnell in diese mir zunächst fremde Welt hinein und entdeckte sie mit großen Interesse. Trotz auf den ersten Schein sehr alltäglichen Themen zog mich „Meine geniale Freundin“ aus diesem Grund zunehmend in den Bann. Der Handlungsaufbau erscheint zunächst recht simpel. Trotz dem Zeitunterschied zu heute sind viele Aspekte des damaligen Lebens noch immer aktuell, vor allem in den Zeiten der Jugend. Wachstumsschmerzen, körperliche Entwicklungen während der Pubertät, Liebe und Liebeskummer, Eifersucht – alles Themen, die man kennt und die sehr ehrlich geschildert werden. Zumindest mir boten sich sehr viele Identifikationsmöglichkeiten mit der Erzählerin. Erneut konnte die Autorin hier ein hohes Maß an Authentizität erreichen. Und nun zum wesentlichen Aspekt: die Freundschaft zwischen Lenu und Lila. Eine wunderbare und wieder sehr realistische Geschichte. Sie zeichnet sich durch Komplexität und vor allem durch den sehr ungewöhnlichen und interessanten Charakter Lilas aus. Allein in diesem Buch erfährt diese einzigartig geschilderte Beziehung eine enorme Entwicklung – aus diesem Grund bin ich wirklich gespannt, wie es in den Folgebänden weitergehen wird. Ich kann mich den Lobpreisungen rund um das Buch tatsächlich nur anschließen. Eine sehr ungewöhnliche, authentische und wundervolle Freundschaftsgeschichte, die des Lesens wert ist – unabhängig von dem ganzen, einige sicher leider abschreckenden Trubels.

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  • *+* Elena Ferrante: "Meine geniale Freundin" *+*

    Meine geniale Freundin

    Irve

    16. May 2017 um 16:15

    Elena bekommt einen Anruf vom Sohn ihrer einst besten Freundin Lila. Er ist in großer Sorge um seine Mutter, die plötzlich unauffindbar ist. Sie scheint aus freien Stücken verschwunden zu sein. Aber warum? Und wohin?Dieses Ereignis scheint eine Katalysatorfunktion auf die ältere Dame zu haben. Erinnerungen brechen sich bahn, Elena ist plötzlich wieder jung und taucht rückblickend mit einer unglaublichen Intensität in ihre Kindheit und Jugend ein. So erfährt ihr Publikum alles über ihre sehr spezielle Freundschaft, die sie mit Lila verband. Die Mädchen begegnen sich zum ersten Mal in der Schule. Die eine aufmüpfig, unbeugsam und dominant, die andere folgsam, fleißig und zurückhaltend. Die beiden verbindet eine holprige, manchmal auch ruppige Freundschaft. Aber wenn es hart auf hart kommt, sind sie füreinander da – wenn auch manchmal auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Sie respektieren sich, obwohl sie nicht immer verstehen können, was die andere tut. Auch ihre Vorstellungen von den Aufgaben und Zielen im Leben sind völlig entgegengesetzt. Während Elena sich der damals üblichen Rolle des bodenständigen Mädchens unterordnet, fleißig lernt und versucht, nicht negativ aufzufallen, scheint Lila ihre Provokationen zu genießen. Sie, ein braves Heimchen am Herd? Ganz sicher nicht. Sie sondiert viel lieber die männlichen Möglichkeiten des Einzugbereiches, um so schnell wie möglich ein sorgenfreies, luxuriöses Leben führen zu können.Neben der Haupterzählung des Romans, die die Entwicklung der Mädchen und auch ihrer Freundschaft intensiv beleuchtet, flicht die Autorin ein wahres Füllhorn kleiner und größerer Nebengeschichten mit ein. Dabei verlässt sie das ärmliche neapolitanische Viertel, in dem Elena und Lila großwerden, im Prinzip nicht. Inmitten aller Aufmerksamkeiten, die sie den anderen Dorfbewohnern widmet, zaubert sie ein unglaubliches Flair der damaligen Zeit hinein. Die Armut, die vor allem an diesem Schauplatz stellenweise mit den Händen zu greifen ist, wird ebenso thematisiert wie die damalige Rollenverteilung innerhalb der Familie. Der Umgang mit den Kindern, aber auch das häufig von Gewalt geprägte Eheleben, ebenso Selbstjustiz und die ausgeprägten Sippschaften, aber auch die heimlichen Träume werden vor dem Hörer ausgebreitet. In dieser Umgebung wachsen die ungleichen Freundinnen auf und jede von ihnen scheint einen eigenen Weg zu finden, sich damit zu arrangieren.Obwohl die Autorin oft sehr ausschweifend erzählt, habe ich die Geschichte an keiner Stelle als langatmig oder gar langweilig empfunden. Im Gegenteil, die Erinnerungen der alten Dame haben mich so sehr angezogen, dass ich förmlich „an ihren Lippen hing“. Obwohl die neapolitanische Saga eine epische Erzählung ist, trägt sie dennoch eine ganz eigentümliche Spannung in sich. Während ich gebannt der Geschichte lauschte, ergaben sich immer mehr Fragen, die mich beschäftigten, und die hoffentlich in den drei weiteren Teilen beantwortet werden. Eine wundervolle Saat ist gelegt und ich bin sehr gespannt, wie sie aufgehen wird – und vor allem, ob Lilas Verbleib geklärt werden kann.Elena Ferrante hat ein sehr einnehmendes Wesen beim Fabulieren. Durch die Intensität, Ausführlichkeit und Lebendigkeit dieser bunten Geschichte hat man zwischendurch fast das Gefühl, Lilas und Elenas Kindheit und Jugendzeit selbst miterlebt zu haben. Man wächst mit den Mädchen auf, wird mit ihnen groß – und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, und was ich noch mit ihnen erleben werde.InhaltIm Alter von 66 Jahren erfüllt sich Lila einen Traum: Sie verschwindet von einem Tag auf den anderen. Zurück bleibt ihre beste Freundin Elena und schreibt ihre gemeinsame Geschichte nieder: In den 1950er Jahren wachsen sie am Rande Neapels auf. Elena erzählt vom Alltag der kleinen Leute, vom Zugschaffner Donato, der Gedichte schreibt, vom tyrannischen Don Achille, von den Solara-Brüdern, die sonntags mit ihrem Auto den Corso abfahren. Von Mädchenträumen und erster Liebe. Doch auch wenn ihre Lebenswege nicht parallel verlaufen, da Elena das Gymnasium besuchen darf, als Lila schon auf ihre Hochzeit zusteuert, bleibt eines unverbrüchlich: ihre Freundschaft.AutorinElena Ferrante ist das Pseudonym einer in Neapel geborenen Schriftstellerin. Sie hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans Lästige Liebe 1992 für die Anonymität entschieden. Später veröffentlichte sie Tage des Verlassenwerdens und Die Frau im Dunkeln. Ihre Neapolitanische Saga umfasst Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege sowie Die Geschichte des verlorenen Kindes. Für den vierten und letzten Band der Reihe stand sie auf der Shortlist für den Man Booker International Prize.

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  • Der Start fiel mir recht schwer, das Setting ist Top

    Meine geniale Freundin

    Kodabaer

    15. May 2017 um 21:31

    Das erste Buch der vierteiligen Reihe -Die neapolitanische Saga-, "Meine geniale Freundin", nimmt und mit in die Phase des Erwachsenwerdens von Elena und Lila. Diese Phase erleben wir als Leser in aller Ausführlichkeit, was mir generell sehr gut gefällt, aber bei diesem Buch schafft es die Autorin leider nicht die Spannung wirklich oben zu halten.  Das Setting hat mir von Beginn an sehr gut gefallen und hat mich auch bei schwerern Phasen dieses Buches bei der Stange gehalten. Das Leben in einer Vorstadt Neapels und die zu dieser Zeit (50er und 60er Jahre) vorhandenen gesellschaftlichen Probleme sind werden in dem Buch aus Sicht von Elena sehr gut beschrieben und lassen erahnen, wie es gewesen sein muss zu dieser Zeit, an solch einem Ort aufzuwachsen. Der Schreibstil ist nicht kompliziert, aber trotzdem für mich gewöhnungbedürftig gewesen. Ich kann noch nicht mal genau analysieren wieso. Eventuell lag an häufiger genutzten Schachtelsätzen oder ungewöhnlichen Ausdrucksweisen.  Die Kapitellänge war angenehm. Ich mag es wenn ein neues Kapitel nicht allzu lange auf sich warten lässt. Man hat einfach das Gefühl, man kommt voran. Zu Beginn begegnen einem für meinen Geschmack zu viele Charaktere. Um einem den Einstieg zu erleichtern gibt es aber auf den ersten Seiten eine Übersicht über die Charaktere, die im Laufe der Geschichte immer wieder eine Rolle spielen. Auch ein Lesezeichen mit den wichtigsten Charakteren befand sich in meinem Buch und kann einem beim Lesen immer wieder kurz auf die Sprünge helfen. "Kurz, die letzen zehn Julitage erfüllten mich mit ein bis dahin nicht gekannten Wohlbehagen. Ich erlebte, was sich in meinem Leben noch oft wiederholen sollte: die Freude am Neuen." (Seite 265) Es geht in diesem Buch um die Freundschaft zwischen Elena und Lila. Diese Freundschaft bleibt auch nach dem Lesen für mich in gewisser Weise ein Rätsel. Beide verbindet nicht wirklich viel (bis auf ihre Herkunft) und sie sind Grundverschieden. Jeder zieht so ab und an seinen Vorteil aus der Freundschaft und wenn es darauf ankommt, ist man füreinander da. Trotz der Ausführlichkeit in der Elena uns in dieser Phase von vielen Erlebnissen erzählt, bleibt diese Beziehung für mich unklar.Lila ist ein wissenshungriger Mensch mit einem enormen Durchhaltevermögen, einer großen Willensstärke, ist intelligent und Autodidaktin, die ihr Potenzial aus verschiedenen Gründen aber schulisch nicht ausleben kann. Gerne hätte ich mehr aus der Gedankenwelt von Lila erfahren, denn da Elena einen durch diese Geschichte führt, kann man den Hintergrund für viele von Lilas Tatennur erahnen. "Aber hatte ich es nicht gemeinsam mit ihr erarbeitet, hatten wir uns nicht gegenseitig beflügelt, war meine Leidenschaft nicht durch ihre verstärkt worden?" (Seite 236) Da die vielen Details aus Kindheit und Jugend der beiden Freundinnen die Geschichte etwas langatmig machen und ich den Schreibstil recht gewöhnungbedürftig fand, mich jedoch das Setting und die Charektere überzeugen konnten, erhält das Buch von mir drei Sterne.

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  • Die beste Freundin als liebste Feindin

    Meine geniale Freundin

    Walli_Gabs

    14. May 2017 um 19:14

    Als ich dieses Buch kaufte, war ich fest davon überzeugt, dass ich es lieben würde. Die Geschichte einer Frauenfreundschaft im Neapel der 1950er Jahre schien ein großartiger Roman zu sein und wurde vom Feuilleton zum Teil überschwänglich gelobt. Und dann war ich nach 200 Seiten fast so weit, dass ich es weggelegt hätte. Es gibt in diesem Roman so viele handelnde Personen – ehrlich gesagt empfand ich schon die Tatsache, dass dem eigentlichen Text fünf Seiten mit Auflistungen der Familien und ihrer Mitglieder vorangestellt sind, als kleine Zumutung. Es hat gedauert, bis ich halbwegs den Überblick hatte und zum Beispiel Alfonso, Alfredo und Antonio einigermaßen unterscheiden konnte. Erst nach einer Weile entdeckte ich das hübsche Klapplesezeichen, in dem auch noch einmal die wichtigsten Protagonisten aufgezählt worden waren. Auf der Rückseite wurde „The Guardian“ zitiert: „Das beste Portrait einer Frauenfreundschaft, das einem in der Literatur jemals begegnet ist.“ Mein politisch unkorrekter erster Gedanke dazu war, dass diese Rezension ein Mann geschrieben haben muss. Die Freundschaft von Lenù und Lila ist sicher besonders, basiert aber zu großen Teilen auf ihrem Konkurrenzkampf. Dem Klischee nach mag Neid für Frauenfreundschaften typisch sein, die Realität sieht aber nach meiner Erfahrung zum Glück doch anders aus. Die Erzählerin von „Meine geniale Freundin“ ist die Pförtnertochter Elena Greco, genannt Lenù. Für sie ist Lila, die Tochter des Schusters, von frühester Jugend an das Maß aller Dinge. Sie bewundert, beneidet und vergleicht unentwegt. Letztendlich stachelt die Missgunst sie zu schulischen Höchstleistungen an, die sie aufs Gymnasium führen, während der hochintelligenten, kompromisslosen Lila von ihren Eltern bereits die Mittelschule verwehrt wird. Als Leser hat mich die von Lenù empfundene, ständige Konkurrenz doch ab und an ermüdet. Trotzdem haben mich die Schicksale der beiden jungen Mädchen nach und nach in ihren Bann gezogen. Kennt man die wichtigsten Protagonisten – ihre Familien und ihre Clique – erst einmal, findet man schließlich in ihre Welt hinein. Die Tragik, wie Lila ihre Intelligenz als 14-jährige eigentlich nur noch dafür nutzen kann, um – auf ihre Kosten – ein wohlhabenderes Leben für ihre Familie und sich zu ersinnen, hat mich berührt. Auch die Beschreibungen des armen Stadtviertels (Rione), in dem die beiden aufwachsen, ist sehr gekonnt. Die Autorin baut nach und nach einen ganzen Kosmos auf. Vermutlich ist das die Funktion des ersten Bandes dieser Tetralogie: Durch Beschreibung der Kindheit und Jugend von Lenù und Lila wird ein Fundament geschaffen für alles, was in den folgenden drei Bänden noch kommt. Vielleicht können diese mich schneller in ihren Bann ziehen als die für meinen Geschmack doch langatmigen Kindheitsbeschreibungen, die eventuell zum Großteil als Vorrede zu sehen sind. Ich bin gespannt

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