Elena Münscher

 4.4 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorin von Der Zeitenweg.

Lebenslauf von Elena Münscher

Elena Münscher ist mit Leidenschaft Autorin. Wie bei vielen Autoren landeten auch Ihre Werke zunächst nur in der heimischen Schublade. In einem Kleinverlag konnte sie jetzt ihren ersten Jugendroman herausbringen. Über ein phantastisches Element (Zeitreise) verbindet sie darin eine Gegenwarts-Erzählung mit einer historischen Erzählung. "Geschichte", sagt sie, "war immer eines der Themen, die mich schon in der Schule fasziniert haben. Ich habe mich immer gefragt, wie sich wohl die Leute früherer Zeiten verhalten hätten, wenn sie unser Wissen gehabt hätten, und wie wir uns umgekehrt verhalten würden, wenn wir ihrer Welt begegneten."

Alle Bücher von Elena Münscher

Cover des Buches Der Zeitenweg (ISBN:9783939727262)

Der Zeitenweg

 (10)
Erschienen am 14.03.2013

Neue Rezensionen zu Elena Münscher

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Rezension zu "Der Zeitenweg" von Elena Münscher

Der Weg durchs Moor
Frank1vor 4 Monaten

Klappentext:

Bruni lebt auf dem Dorf und besucht die Schule in der Stadt. Das wäre nichts Besonderes – würde das Dorf nicht 1671 existieren, und die Stadt 1971.

Und ihr Schulbesuch ist nicht nur etwas Besonderes, er ist lebensgefährlich. Der Dorfpfarrer, Vater Johannes, verdächtigt jeden, der Kontakt zur modernen Zeit hat, der Hexerei. Wird Bruni beim Schulgang erwischt, droht ihr der Scheiterhaufen.

Dann kommt der Tag, an dem das Dorf von einer Katastrophe heimgesucht wird. Nur in der Stadt vermag Bruni noch Hilfe zu finden. Aber diese Hilfe kann ihr den Tod bringen.

Wie wird Bruni sich entscheiden?


Rezension:

Brunis Opa ist ein Held. Vor Jahren, noch bevor sie geboren wurde, entdeckte er ein Tor in eine andere Welt. Nein, eigentlich keine andere Welt, sondern die Welt, in der auch Bruni lebt, nur 300 Jahre in der Zukunft. Doch obwohl viele im Dorf von dem Tor wissen, wagt kaum einer, es zu benutzen. Der Dorfpfarrer hält das Tor und die dahinterliegende Welt nämlich für Teufelswerk. Trotzdem benutzt die 13-jährige Bruni es täglich, denn sie hat es geschafft, ihren Vater davon zu überzeugen, im Jahr 1971 zur Schule gehen zu dürfen. Unterstützung findet sie bei ihrer Tante, der, als sie der Hexerei angeklagt wurde, die Flucht durchs Tor gelang und die jetzt in der anderen Zeit lebt. Aber eines Tages macht Bruni einen Fehler, der den Pfarrer Verdacht schöpfen lässt.

Zeitreise-Abenteuer gibt es im Fantasy-Genre reichlich. Trotzdem unterscheidet sich Elena Münschers Variante deutlich von der Masse. Die junge Protagonistin benutzt das Zeitentor regelmäßig, und das schon seit einiger Zeit. Für das Mädchen ist die Passage längst kein Abenteuer mehr. Die Gefahren lauern eher in ihrer heimatlichen Zeit. Auch geht die Autorin in stärkerem Maß als in derartigen Büchern üblich auf die veränderte Sprache und Umgangsform ein. Schließlich kann die Schülerin am Gymnasium des Jahres 1971 nicht so sprechen, wie sie es aus dem 17. Jahrhundert gewohnt ist. Ein Kleidungswechsel auf dem Schulweg ist natürlich auch unverzichtbar. Was würden die Leute in ihrem Dorf wohl zu einem Mädchen in Jeans sagen? Dass die ‚Jetztzeithandlung‘ im mittlerweile auch schon fast historischen Jahr 1971 angesiedelt ist, hat seinen alleinigen Grund wohl darin, dass ihr Opa handlungsbedingt beim Entdecken des Tors in die Wirren am Ende des 2. Weltkriegs geraden musste. Auch die Themen Hexenverfolgung und Folter werden thematisiert.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers, wobei der Fokus allerdings stets bei der Protagonistin bleibt. Das einzige, was man an dieser gelungenen Zeitreise-Fantasy bemängeln muss, ist das recht abrupte Ende. Hier könnte man sich wünschen, dass der Weg der Protagonistin zumindest noch für einige Tage oder Wochen weiterverfolgt würde.


Fazit:

Dieses ungewöhnliche Zeitreise-Abenteuer einer jungen Protagonistin kann das Interesse genremäßig Interessierter wecken.


- Blick ins Buch -

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M

Rezension zu "Der Zeitenweg" von Elena Münscher

Klasse Idee, authentisch geschrieben. Ein Blick in zwei verschiedene Zeiten.
Moonievor 3 Jahren

"Der Zeitenweg" hat mir richtig gut gefallen. Es ist die Geschichte von der Schülerin Bruni, die in ihrem Heimatdorf im Jahr 1671 beinahe alt genug ist, um zu heiraten. Ihre Familie hat bereits einen Kandidaten für sie ausgewählt, aber Bruni möchte noch nicht heiraten. Sie möchte lieber zur Schule gehen, in der Stadt. Diese kann sie nur durch einen bestimmten Weg erreichen, denn die Stadt liegt im Jahr 1971, also 300 Jahre später. Dort wohnt bereits ihre Tante Lillian, die vor Jahren aus dem Dorf geflohen ist, als sie der Hexerei angeklagt wurde. Eines Tages begegnet Bruni einer Wahrsagerin in beiden Welten, die ihr Unheil für ihre Familie und große Gefahr vorhersagt und tatsächlich, als Bruni in ihr Dorf zurückkehrt, ist nichts mehr wie es war.

Auch wenn die Protagonistin jugendlich ist, finde ich das Buch für ältere Leser geeigneter, da die Welt um 1671 doch ziemlich grausam war, besonders, wenn es um vermeintliche Hexen ging.

Bruni habe ich schnell sympathisch gefunden, sie ist neugierig und liebt ihre Ausflüge in die Stadt und in die Zukunft. Trotzdem versucht sie auch ihren Eltern eine gute Tochter zu sein, auch wenn dies nicht immer gelingt, weil sie einfach viel mehr weiß als die meisten Leute im Dorf, die allesamt den Weg in die Stadt verteufeln, sofern sie überhaupt davon wissen.

Es war spannend Bruni zu begleiten und als sie in Lebensgefahr gerät, fiebert man mit ihr mit und drückt ihr die Daumen, dass es doch noch einen Ausweg geben wird.

Die Sprache des Romans wirkt auf mich authentisch und passend, einige Begriffe aus der Zeit um 1671 wurden eingesträut und im Anhang erklärt, sofern man nicht ohnehin aus dem Zusammenhang drauf kommt, was sie bedeuten, schon hilfreich.

Die Geschichte ließ sich flüssig und schnell lesen und ich kann sie jedem empfehlen, der Spaß an dieser tollen Idee hat mit einem "Zeitenweg", mich hat es schon im Klappentext überzeugt. Zudem gefällt mir das Bild auf dem Cover auch sehr gut. Mich hat das Buch jedenfalls überzeugt.

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Rezension zu "Der Zeitenweg" von Elena Münscher

Ausbaufähiges aber passables Debüt
Kairavor 6 Jahren

Inhalt
Bruni lebt in einem Dorf im Jahre 1671 und geht in einer Stadt zur Schule - im Jahre 1971. Durch einen Zeitenweg, den ihr Großvater entdeckte, ist es den Menschen möglich, dreihundert Jahre in der Zeit zu reisen.
Doch Vater Johannes aus dem Dorf ist ein sehr strenger Christ und verbietet diese Reisen. Wer sich diesem Verbot widersetzt, wird der Hexerei angeklagt und verbrannt.
Als eine schlimme Seuche das Dorf heimsucht, muss Bruni handeln, auch wenn es sie ihr Leben kosten sollte.
Zur Geschichte
Das Thema dieses Buches ist sehr interessant, da es sehr historisch angehaucht ist. Es wird auf korrekte altertümliche Sprache, Begebenheiten, Denkweisen etc. geachtet, aber wurde nur sehr dürftig beschrieben. Die Geschichte selbst ist sehr oberflächlich, zum Beispiel haben Brunis Eltern nicht einmal Namen, und manchmal denkt man, es handelt sich nur um eine Kurzgeschichte. Es gibt fast keine Ortsbeschreibungen, die sehr wünschenswert gewesen wären, vorallem wenn man neben dem Mittelalter eine Zeit als Handlungsort gewählt hat, die die meisten Leser dieses Buches nicht selbst miterlebt haben. Durch dieses Oberflächlichkeit kann man keine wirkliche Verbindung zu keiner Figur herstellen. Trotzallem merkt man beim Lesen nichts negatives, man vermisst nur einiges an Inhalt.
Leider gibts es auch nicht wirklich viel an Spannung, aber so schlimm ist dieser Aspekt nicht.
Eigene Meinung
Als Leser bemerkt man die große Ausbaufähigkeit dieses Buches, man wünscht sich viel mehr Informationen zu der alten Zeit, viel mehr Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren, viel mehr Facetten der ganzen Handlung. Trotzallem kann man dieses Buch nicht schlecht bewerten, da historische Romane als Debüt sicher nicht die einfachste Wahl sind. Außerdem bemerkt man die Mühe der Autorin, eine faszinierende Geschichte zu erzählen, welches ihr trotzallem irgendwie gelungen ist, auch wenn man viele Dinge vermisst.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Der Zeitenweg (ISBN:undefined)
Die erste Leserunde des Machandel Verlages – habt bitte ein klein wenig Geduld mit mir, das ist alles noch neu.
Ich bin Charlotte Erpenbeck, die Inhaberin des Machandel Verlages, und ich stelle euch heute das Buch einer neuen Autorin vor:
"Der Zeitenweg", von Elena Münscher.

Es ist ein phantastisches Jugendbuch, das aber offensichtlich auch gerne von Erwachsenen gelesen wird (den Amazon-Kritiken nach zu urteilen).
Phantastisch deswegen, weil es Fantasy-Elemente enthält, ohne typisch Fantasy zu sein.
Das Mädchen Bruni pendelt zwischen den Zeiten. Zu Hause ist sie in einem Dorf nach dem 30jährigen Krieg. Zur Schule geht sie in eine Stadt, 300 Jahre später. Was nicht ganz ungefährlich ist, denn der Dorfpfarrer hält die neue Zeit für übelste Hexerei und will jeden auf den Scheiterhaufen bringen, den er bei verbotenen Kontakten erwischt.

Was ich mir wünsche:
Leser jeder Altersstufe, und unbedingt auch Jugendliche darunter, denn für die wurde das Buch ja geschrieben.

Was ich anbiete:
Fünf Taschenbucher (Rezensions-Exemplare, das heißt, das verwendete Papier und die Stabilität des Umschlages unterscheidet sich leicht vom "normalen" Buch).
Fünf Ebooks, wahlweise im Format pdf, epub oder mobi.
Direkte Kontakte mit der Autorin, die Fragen zum Buch beantworten wird (sobald ich sie soweit gekriegt habe, bei Lovelybooks einen Account zu eröffnen), bis dahin indirekte Kontakte (Weiterleitung durch den Verlag).

Was noch wichtig ist:
Dieses Buch ist ein Kurzroman. Das heißt, in gedruckter Form hat das Taschenbuch knapp 135 Seiten. Es lässt sich also verhältnismäßig schnell lesen.
Natürlich kostet es auch entsprechend wenig: taschengeldfreundliche 5,90 Euro.

Eine Leseprobe gibt es hier: http://www.machandel-verlag.de/Lesesaal.html

Wer mitmachen möchte, kann sich hier mit einer kurzen Nachricht melden. Ich brauche keine detaillierten Angaben, möchte aber gerne wissen, ob die Bewerber in die Kategorie Jugendliche oder Erwachsene fallen.
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