Das Buch „Die kleine literarische Apotheke“ von Elena Molini erzählt von Blu, die eine Buchhandlung besitzt und eine besondere Geschäftsidee umsetzt. Jedem Buch legt sie einen Beipackzettel hinzu, der unter anderem die jeweilige Anwendung, Wechselwirkung und Dosierung auflistet. Dabei erhält Blu nicht nur Hilfe von fremden Personen, sondern auch von ihren WG-Mitbewohnern.
Charaktere:
Mit den Personen in dem Buch bin ich leider nicht warm geworden. Die Protagonisten sind alle ca. 30 Jahre alt, wirken aber noch etwas unreif. Leider lästern und urteilen sie häufig über andere. So wird eine Person mehrmals als Jungfrau von Apulien bezeichnet, eine andere als Gestörte. Dieses Verhalten und die Ausdrucksweise haben für mich nicht zum Genre und der Zielgruppe des Buches gepasst und vor allem nicht zum Alter der Protagonisten.
Gatsby wiederum fand ich super interessant und ich habe das ganze Buch über gehofft, dass er und Blu sich wiedersehen.
Auch die Beschreibung des WG-Lebens und der Freundschaften hat mir gefallen
Schreibstil:
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Elena Molini beschreibt die Gefühls- und Gedankenwelt von Blu so gut, dass ich mich schnell in sie hineinversetzen konnte trotz fehlender Sympathie. Ich fand es auch schön zu sehen, wie Blu nach und nach ihre Buchhandlung aufbaut.
Toll finde ich außerdem die Zitate am Anfang jedes Kapitels und die Beipackzettel am Ende des Buches. Die Grundidee ist originell und schön.
Die Wendung am Ende hat mich dagegen etwas enttäuscht, da sie die Geschichte in meinen Augen etwas unrealistisch macht.
Fazit:
Von der Idee und dem Schreibstil her hätte das Buch für mich 4 Sterne verdient. Die Charaktere und der zum Teil abwertende Ton haben mich beim Lesen allerdings leider so gestört, dass ich nur knappe 3 Sterne vergebe.
Empfehlen würde ich den Roman allen, die gerne und schnell etwas Leichtes zwischendurch lesen möchten, Freude an „Büchern über Bücher“ haben und sich nicht so leicht vom Sprachgebrauch der Figuren irritieren lassen.





