Elena Santiago Das Sturmhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Sturmhaus“ von Elena Santiago

Der Plantagenbesitzer Russell Swift hat etwas Gefährliches an sich. Schon beim ersten Treffen ist die Journalistin Elaine fasziniert und auf der Hut. Als er ihr den Auftrag erteilt, auf Jamaika einen Film zu drehen und im Familiensitz Great Swift House zu wohnen, kann sie nicht widerstehen. Bald darauf ist sie gefangen in einer verstörenden Amour fou, und in der düsteren Atmosphäre des alten Herrenhauses verfällt sie Russell immer mehr. Bis Elaines Kameramann spurlos verschwindet und aus der diffusen Bedrohung eine tödliche Gefahr wird, deren Wurzeln viel weiter zurückreichen, als Elaine ahnt ...

Spannend, stimmungsvoll und unterhaltsam, aber mal ehrlich: Muss es denn immer gleich die große Liebe sein?

— Mary-and-Jocasta
Mary-and-Jocasta

Stimmungsvoller Unterhaltungsroman, der mich nach Jamaika entführt hat.

— nati51
nati51

Perfekte Sommerlektüre...

— nicigirl85
nicigirl85

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  • Wenn auf Jamaika der Sturmwind weht...

    Das Sturmhaus
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    13. March 2017 um 18:53

    Elaine Harrison ist alleinerziehende Mutter und Journalistin in einer kleinen Produktionsfirma. Da diese kurz davor steht, geschossen zu werden, kommt der lukrative Auftrag eines Plantagenbesitzers gerade recht. Russel Swift lebt auf Jamaika und möchte einen Werbefilm für seine Plantage, die zu einer Ferienanlage ausgebaut werden soll, drehen lassen. Schon bei der ersten Begegnung zwischen Elaine und Russel funkt es gewaltig und so ist es kein Wunder, dass sie den Auftrag annimmt. Mit ihrem Team und ihrer Tochter Becky macht sich Elaine nur Tage später auf den Weg nach Jamaika. Die Dreharbeiten kommen gut voran und auch zwischen Elaine und Russel entwickelt sich mehr. Doch plötzlich verschwindet Elaines Kameramann spurlos und die paradiesische Idylle wird von dunklen Wolken überschattet. Liegt tatsächlich ein Fluch über Swift Great House? Dieser Roman erzählt eine interessante und fesselnde Geschichte, die bis in die Zeit der Sklaverei zurückreicht. Der Schreibstil der Autorin liest sich dabei sehr flüssig und auch inhaltlich gibt es keine großen Längen, sodass man schnell in die Atmosphäre des Romans eintauchen kann.Besonders gefallen haben mir dabei die lebhaften Beschreibungen der malerischen Kulisse Jamaikas. Die düstere Atmosphäre und den alten Prunk von Swift Great House konnte ich fast vor mir sehen und auch die Landschaften und Städte waren so anschaulich dargestellt, dass ich direkt Lust bekommen habe, selbst nach Jamaika zu reisen. Generell besteht auch dieser Roman aus zwei Handlungssträngen – einem in der Gegenwart und einem in der Vergangenheit – wobei die Gegenwart eindeutig im Mittelpunkt steht. Die Geschichte der Vergangenheit wird in eher kurzen Einschüben geschildert, die sich erst am Ende verdichten, sodass trotz der verschiedenen Handlungen die Spannung erhalten und der Lesefluss nicht beeinträchtigt wird. Meiner Meinung nach hat die Autorin auch die Auflösung am Ende gut gestaltet. Indem die Charaktere der Gegenwart zum Schluss nicht endlos breit die Geschichte der Vergangenheit aufdecken, sondern sich nur für den Leser und erst zum Schluss der komplette Zusammenhang erschließt, umgeht man nervige Wiederholungen von Fakten, die der Leser bereits kennt und das Ganze wird rasanter und realistischer. Mit solch einer Realistik können die Charaktere leider nicht glänzen... Weiterlesen?

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  • Stimmungsvoller Karibik-Roman

    Das Sturmhaus
    Spatzi79

    Spatzi79

    25. May 2015 um 20:50

    Elaine Harrison lebt mit ihrer Tochter Becky in Miami. Elaine ist Journalistin in einer kleinen Produktionsfirma, die kurz davor steht, geschlossen zu werden. Da kommt ein lukrativer Auftrag gerade recht. Russell Swift besitzt eine Plantage auf Jamaika und möchte einen Werbefilm für sein neuestes Projekt, eine Ferienanlage, drehen lassen. Schon bei der ersten Begegnung zwischen Elaine und Russel funkt es gewaltig und so ist es kein Wunder, dass sie den Auftrag annimmt. Becky hat gerade Ferien und so machen sie, Elaine und zwei Männer ihres Teams sich also auf den Weg nach Jamaika. Für Elaine ist es auch eine Reise in ihre eigene Vergangenheit, denn eine ihrer Vorfahren stammt von der Insel. Außerdem hofft Elaine, ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Tochter im Lauf des Aufenthalts zu verbessern. Sie sind alle auf Russells Plantage Great Swift House untergebracht. Eigentlich ein paradiesischer Ort, dennoch herrscht eine unheimliche Atmosphäre und dies liegt nicht nur an der alten, einheimischen Haushälterin, die noch ihre althergebrachten Voodoo-Rituale praktiziert. Dann ist da noch Russells zickige Schwester, die offensichtlich zu gerne dem Alkohol und anderen Mitteln zuspricht und wenig erfreut über die Gäste zu sein scheint. Ein Lichtblick ist Russells Sohn David, mit dem sich auch Becky auf Anhieb gut versteht. Als Elaines Kameramann Jerry spurlos verschwindet, denkt zuerst niemand an ein Verbrechen, doch er taucht nicht wieder auf. Was geht hier vor? Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem alten Anwesen? Was ist hier in der Vergangenheit geschehen? Die schwüle Atmosphäre auf der Insel kommt beim Lesen wunderbar rüber. Elaine und Russel scheinen geradezu unter einem Zwang zu stehen und können nicht voneinander lassen, hier gibt es einige heiße Szenen, doch über alldem liegt ein drohendes Unheil. In Rückblenden erfährt der Leser die Geschichte von Louisa, einer schwarzen Sklavin, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Plantage gelebt hat und eine Affäre mit dem damaligen Plantagenbesitzer hatte. Die beiden hatten eine Tochter namens Kalinda und auch sie spielt eine wichtige Rolle für die weiteren Ereignisse. Wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen, ergibt sich recht bald, was genau geschehen ist, stellt sich erst gegen Ende heraus und so bleibt es spannend! Elena Santiago alias Eva Völler hat hier einen stimmungsvollen Karibik-Roman geschrieben, beste Unterhaltung für einen verregneten Sonntag auf der Couch oder noch besser einen heißen Sommertag am See!

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  • Jamaikanisches Urlaubsfeeling

    Das Sturmhaus
    dubh

    dubh

    16. May 2015 um 15:32

    Elaine Harrison lebt mit ihrer Tochter Becky, die sie alleine erzieht, in Miami und arbeitet bei einem Lokalsender, der gerade sehr schwierige Zeiten durchmacht. Da ist das neue Projekt, eine Reportage über das alte jamaikanische Herrenhaus Swift Great House, seine alte Zuckerrohrplantage und überhaupt die Sehenswürdigkeiten der Karibikinsel, quasi der Rettungsanker. Doch schon das erste Zusammentreffen mit dem Auftraggeber Russell Swift, der seinen Besitz mit einem kleinen Luxushotel weiter ausbauen will und dafür einen Werbefilm wünscht, löst eine ungeahnte Faszination bei Elaine aus. Russell ist ein sehr attraktiver Mann und gefällt Elaine ohne Frage, aber zugleich ist etwas Dunkles an ihm... Kaum ist Elaine mit ihrer Tochter, die sich einen kleinen, nicht üblichen Urlaub erhofft, und ihrem Team auf Jamaika angekommen, verschwindet ihr Tontechniker Jerry. Wo steckt er und warum kehrt er nicht zu den Dreharbeiten zurück? Aber nicht nur die Sorge um Jerry beschäftig Elaine, sondern auch eine leidenschaftliche Affäre, in die sie sich mit dem Besitzer von Swift Great House, Russell, stürzt. Doch je intensiver diese wird, desto seltsamer werden Elaines Träume und die Anziehungskraft zwischen den beiden wird zunehmend zwanghafter. Hinzu kommt die äußerst seltsame alte Haushälterin Antoinette, die mit ihren Anschuldigungen und ihrem Vodoo-Zauber allen festen wie vorübergehenden Bewohnern des Herrenhauses einen Schauer über den Rücken jagt... Was hat es mit den Aussagen, dass mit Elaine der Tod nach Swift Great House einkehrt auf sich? Auch das angespannte Verhältnis zwischen Elaine und Becky ist nicht unbedingt der Situation zuträglich. Zur Erzählung in der Jetzt-Zeit gesellt sich nun eine zweite Zeitebene, die vom Leben auf der Plantage im Jahre 1831 erzählt. Es ist die Zeit, in der das britische Empire die Sklaverei abgeschafft hat, die neue Gesetzgebung aber noch nicht bis nach Jamaika durchgedrungen ist: viele der Plantagenbesitzer sind durch die Arbeit ihrer Sklaven reich geworden und wollen nur ungern auf diese Art der Ausbeutung verzichten. So erfahren wir von Louisa, einer damals als Mulattin bezeichneten Frau, die im Haushalt des Erbauers von Swift Great House, Gerald Swift, arbeiten muss und ihre jugendliche Tochter namens Kalinda aufzieht. Doch gibt es einen Zusammenhang zwischen der Geschehnissen damals und heute? Gibt es eine Verbindung zwischen Elaine und Louisa? Das Buch liest sich sehr flüssig, da die Handlung zum einen spannend ist und die Verstrickungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gelungen gestrickt sind. Zudem hat mir gefallen, dass man durchaus etwas von der Atmosphäre Jamaikas mitbekommt, sei des durch die Besonderheiten bei Essen und Trinken - wie beispielsweise die Beschreibungen der Ackee-Frucht, die dort gerne zum Frühstück gegessen wird und auf den ersten Blick wie Rührei aussieht, oder das beliebte Jerk Food, das es an vielen Straßenecken zu kaufen gibt. Aber auch auf die Sprache Patois und das akzentreiche Englisch, sowie die Sehenswürdigkeiten der Insel wird eingegangen - ich hatte richtig das Gefühl, in die jamaikanische Atmosphäre und Hitze abzutauchen... Jedenfalls hätte ich zu gerne diesen selbstkreierten Drink von Swift Great House probiert.  Aber auch die Figuren haben mir gut gefallen: sie sind - abgesehen von ihrer Optik, die mir allzu perfekt erschien - realistisch und haben in ihrem Miteinander durchaus auch bei mir Emotionen erzeugt. Allen voran hat mir das nicht ganz einfache Verhältnis zwischen der lässigen Mutter Elaine und der dennoch sehr rebellischen Tochter imponiert. Die Stimmung zwischen Elaine und Russell hingegen war ziemlich prickelnd und wenn ich ehrlich bin: im Winter in den Rocky Mountains wäre vermutlich der Schnee vor der Berghütte geschmolzen...  Einer meiner liebsten Charaktere war jedenfalls David, der Sohn Russells, und in der Vergangenheit Kalinda, Louisas Tochter. Fazit: Ein richtig toller Urlaubsroman, der mich in eine - für mich zumindest - ungewohnte Ecke dieser Erde entführt hat und gut unterhalten hat.

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  • Stürmische Zeiten auf Swift Great House...

    Das Sturmhaus
    nicigirl85

    nicigirl85

    Von Eva Völler habe ich schon einige Romane gelesen, unter diesem Pseudonym bisher jedoch keinen Einzigen und da ich mittels Büchern gern in andere Länder reise, begann ich gespannt zu lesen. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, wobei die Gegenwartshandlung den größeren Raum einnimmt. In der Gegenwart bekommt die Journalistin Elaine das Angebot eine Reportage zu drehen. Voller Freude begibt sie sich mit Tochter Becky auf nach Jamaika und trifft dort auf den attraktiven Plantagenbesitzer Russell Swift. Bereits beim ersten Treffen ist es um Elaine geschehen. Doch dann geschieht etwas auf Swift Great House und sie ist sich nicht mehr sicher, ob Russell der nette Kerl ist, der er vorgibt zu sein... In der Vergangenheit, die um 1831 spielt, wird der Leser in die Zeit der Sklaverei zurückversetzt. Hier lebt Louisa, die eine Ahnin Elaines ist. Ihr Schicksal ist fest mit der Plantage verknüpft, wird dieses auch Einfluss auf Elaine haben? Die Handlung wird uns über einen allwissenden Erzähler näher gebracht, so dass wir über alle Akteure etwas erfahren und nicht nur eine Sichtweise erleben. Frau Völler ist es in diesem Roman sehr gut gelungen, die beiden Handlungsstränge mit einander zu verknüpfen, denn die Verbindungen zwischen den Frauen sind glaubwürdig und nachvollziehbar geschildert. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen des Herrenhauses, denn man hat zeitgleich Faszination und Angst verspürt. Ebenfalls überzeugend war, dass man gespannt nach und nach die Geheimnisse um das Anwesen lüftet. Elaine als Charakter war sehr angenehm, jedoch in meinen Augen zu perfekt um echt zu sein. Sie ist ein so herzensguter und verständnisvoller Mensch, dass man als Leserin gern mehr so wäre wie sie, es aber unmöglich schafft. Ansonsten hat mir am meisten Becky gefallen, denn sie ist ein Teenager wie er im Buche steht mit allen Problemen und Macken. Ihre Handlungsweisen konnte ich mir zu jedem Zeitpunkt sehr gut vorstellen und auch nachvollziehen. Russells Schwester Alicia war hier ein sehr tragischer Charakter, eine Figur, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Fazit: In meinen Augen die perfekte Urlaubslektüre. Lädt zum Träumen ein und ist lesenswert. Prädikat gut!

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