Elena Sender

 3.6 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor von Begraben, Wehrlos und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Elena Sender

Begraben

Begraben

 (50)
Erschienen am 01.06.2011
Wehrlos

Wehrlos

 (5)
Erschienen am 16.07.2013
Begraben: Thriller

Begraben: Thriller

 (1)
Erschienen am 10.12.2012
Begraben

Begraben

 (4)
Erschienen am 16.05.2011
Surtout ne mens pas

Surtout ne mens pas

 (1)
Erschienen am 23.09.2015
Intrusion. Begraben, französische Ausgabe

Intrusion. Begraben, französische Ausgabe

 (0)
Erschienen am 24.02.2012

Neue Rezensionen zu Elena Sender

Neu
KiraNears avatar

Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

[Rezension #63] Begraben
KiraNearvor einem Jahr

Name: Begraben
Autor: Julie Heiland
Genre: Psychothriller, Krimi,
Preis: € 9,95 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 520Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-492-26443-3
Verlag: Piper Verlag GmbH

Klappentext:

So mancher würde seine Vergangenheit am liebsten vergessen. Neuropsychiaterin Cyrille Blake täte alles dafür, sich erinnern zu können. Wer ist der traumatisierte junge Mann, der intime Details aus ihrem Leben kennt und behauptet, vor Jahren ihr Patient gewesen zu sein? Ein unberechenbarer Psychopath, der es auf sie abgesehen hat? Oder weiß er wirklich etwas von dem, was aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert scheint? Cyrille macht sich an eine verstörende Spurensuche und fördert Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser für immer im Dunkel begraben geblieben wären ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Wenn ich zu dem Buch ein Meme nennen müsste, würde mir spontan "Schrodinger's Cat" einfallen. Denn dieses Buch versucht so viel zu sein, so viel zu machen und macht es zwar nicht halbherzig, aber dafür dreiviertelmäßig. Es versucht in erster Linie ein spannender Psycho-Thriller zu sein, allerdings kommt beim Lesen kaum das Gefühl auf, dass die Hauptcharakterin wirklich bedroht wird oder in ernsthafter Lebensgefahr schwebt. Der Spannungsbogen ist nicht in einem Strich durchgezogen (bzw in einem Bogen), sondern besteht aus vielen kleinen Strichen, die am Ende den Bogen der auf- und absteigenden Spannung darstellen soll. Ein No-Go in der Abitur-Prüfung, würde meine Lehrerin aus dem Mathe-Ergänzungsunterricht sagen. Da es aber bei dem Buch nicht um eine Abiturprüfung geht, ist es natürlich nicht so schlimm, lindert aber ein wenig die Lesefreude. Der Fall bzw das Geheimnis und alles drumherum ist sehr interessant und hat mich schon neugierig gemacht, nur spannend würde ich das Buch jetzt nicht nennen. Es ist eine Spannung mit mehreren Filtern drauf.


Nebenbei versucht das Buch, sehr informativ zu sein. Es wirkt ein wenig so, als hätten ein Roman und ein Sachbuch ein Kind bekommen und wussten nicht so recht, wer jetzt von ihnen für die Erziehung verantwortlich ist. Letztlich haben beide keinen perfekten Job gemacht, aber das Kind kann sich sehen lassen. Das Buch ist sehr informativ und mangels Wissen und Verständnis kann ich nicht sagen/bestimmen, was davon realistisch ist und was nicht, abgesehen von den offensichtlich fiktiven Dingen. Allerdings büßt es dadurch ein wenig an Spannung ein, ich denke mal, man hätte es vielleicht einen oder zwei Ticken weniger wissenschaftlicher gemacht. In anderen Genres, wie Science Fiction, würde mich das weniger stören. Bei Genres, die aber zu einem großen Teil von der Gefahr und der Spannung leben, ist es nicht gerade ideal.


Viel mehr zum Denken haben mich die Story, die Charaktere und ihr Verhalten wie auch die wenigen Hinweise, die man zusammen mit der Hauptcharakterin findet, gebracht. Man kommt hier und da schon in die Situation, wo man es sich in etwa denken kann, was passiert sein könnte. Mir ging es jedenfalls so, dass ich mir immer wieder das eine oder andere zusammengesponnen habe, aber nicht alle Puzzleteile finden konnte. Am Ende lag ich mit meiner Theorie zu 60% richtig, für manche wäre es wohl noch vorhersehbarer, aber ich fand diese Twists und offenen Fragezeichen richtig gut. Das hat mir tatsächlich gut an dem Buch gefallen.


Einen Sympathieträger habe ich jetzt unter den Charakteren nicht gefunden, einen von ihnen fand ich dagegen einfach nur nervig. Ansonsten wird gezeigt, dass sie auch nur Menschen mit Fehlern sind. Dennoch hat es nicht dazu beitragen, dass ich mit einem oder einer von ihr eine besondere Sicht hatte oder den Charakter jetzt auf irgendeine Art und Weise speziell mochte. Das Ende gefällt mir, trotz eines Klischees, richtig gut. Und auch der Schreibstil war mehr als angenehm.


Leseprobe:

Dr. Cyrille Blake sah auf die Uhr. Zehn nach acht. In fünfundfünzig Minuten würde ihr Leben ins Wanken geraten, ohne dass sie es hätte ahnen oder verhindern können.

Die Neuropsychiaterin klopfte zweimal an die Tür von Zimmer 1 im ersten Stock des Centre Dulac, das sie gegründet hatte und seit nunmehr fünf Jahren leitete. Keine Antwort. Sie trat ein. Ihre Patientin Pauline Babtiste saß auf dem Bett, die rosafarbene Decke über die Beine gezogen, und starrte geistesabwesend hinaus auf den wolkenverhangenen Himmel.

Die brünette Frau war zwischen fünfundreißig und vierzig Jahre alt - als etwa in ihrem Alter -, doch ihre Welt war aus den Fugen geraten. Ihr Ehemann und zwei ihrer drei Kinder waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Geblieben waren ihr lediglich drei Urnen und ein vier Monate altes Baby, ds sie, außerstande, es selbst zu versorgen, ihren Eltern anvertraut hatte. Sie hob das blasse Gesicht, das gezeichnet war von Schlaflosigkeit, den vielen unbeantworteten Fragen und tiefem Schmerz. Sie richtete die dunkel umschatteten Augen auf die Ärztin. Pauline hatte sie nach ihrem Selbstmordversuch um Hilfe gebeten. Das Zimmer war klein und schlicht, mit Holzjalousinen an den Fenstern und einem Kelim auf dem Boden. Die Patientin fühlte sich hier zwar nicht zu Hause, aber auch nicht unwohl.

"Wie haben Sie geschlafen, Pauline?"

Cyrille Blake setzte sich auf die Bettkante. Die junge Frau zog die Knie an die Brust.

"Besser. Ohne Albträume."


Fazit:

Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Kracher. Es befindet sich im soliden Mittelfeld, würde ich sagen. Es war wie gesagt, sehr angenehm zu lesen, zumindest was den Stil angeht, allerdings war die gefilterte Spannung dann doch am Ende nicht so das Wahre für mich. Natürlich muss der Charakter nicht durch das Buch gehetzt werden, aber ein wenig mehr Spannung oder zumindest weniger Luft für die Hauptcharakterin wären für mich persönlich besser gewesen. Ich denke nicht, dass ich das Buch ein weiteres Mal lesen werde, würde es aber gerne einer Freundin von mir mindestens vorschlagen. Das hier ist wieder ein Buch, bei dem ich sagen kann: Muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber wenn man neugierig ist, dann kann man gerne mal zugreifen. Insgesamt bekommt das Buch von mir positive 3 Rubine. Das soll ebenfalls verdeutlichen, dass das Buch für mich einfach in der Mitte ist.

Kommentieren0
1
Teilen
NicolePs avatar

Rezension zu "Wehrlos" von Elena Sender

Wehrlos
NicolePvor 3 Jahren

Rachel Karlsen ist eine Umweltaktivistin. Bei einer Aktion erhält sie eine SMS. Ihr Sohn, seit seiner Geburt gelähmt, kann seine Beine bewegen. Doch dieser positiven SMS folgt eine zweite mit einer Warnung. Rachels Leben sei in Gefahr. Da sie öfters solche Warnungen erhält, nimmt sie diese nicht ernst. Ein Fehler, denn ihr Schlauchboot explodiert.

Rachel überlebt und arbeitet weiter an einer geheimen Sache. Gemeinsam mit ihrem Chef Peter ist sie den Machenschaften von Reed Industries auf den Spuren. Ihre Enthüllungen könnten diese Firma und ihr gesamtes Firmengeflecht ruinieren. Doch Rachel kommt noch einer anderen Sache auf die Spur, dem wahren Grund, warum ihr Sohn seine Beine bewegen kann.

Wer durch das Lesen der Inhaltsangabe davon ausgeht, dass die Geschichte sich um die Entführung dieses Jungen dreht, der wird enttäuscht. Es ist ein Thriller, der den Umgang mit der Natur, den Klimawandel, den Umweltaktivisten und die Machenschaften einflussreicher Menschen beschreibt.

Elena Sender schildert in ihrem Buch die Arbeit der Aktivisten mit all ihren Höhen- und Tiefpunkten. Ebenso, wie weit mächtige Menschen gehen können, nur um noch mächtiger zu werden. Die Gedanken und das Handeln von Rachel – insbesondere am Schluss – bringen den Leser zum Nachdenken darüber, ob er auch so gehandelt hätte.

Kommentieren0
0
Teilen
Onileins avatar

Rezension zu "Wehrlos" von Elena Sender

Ganz nett für Zwischendurch aber absolut kein Muss
Onileinvor 3 Jahren

Ich hab es als Lückenfüller in unserer Bücherrei ausgeliehen und hatte mir auch nicht sehr viel erwartet.
Dennoch hat es sich sehr gezogen und ich habe zwischendrin überlegt ob ich es überhaupt zu Ende lesen möchte.
Gegen Ende fand ich es dann doch ganz in Ordnung, auch wenn ich das Ende zu einfach gelöst finde. Es wurde viel zu wenig Spannung aufgebaut.
Alles in Allem fande ich, dass es zu wenig um den Sohn und zu viel um Umweltschutz geht. :/
Aber für Menschen die sich dafur interresieren kann es sicherlich ganz interresant sein.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 107 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks