Elena Sender Begraben

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Inhaltsangabe zu „Begraben“ von Elena Sender

So mancher würde seine Vergangenheit am liebsten vergessen. Neuropsychiaterin Cyrille Blake täte alles dafür, sich erinnern zu können. Wer ist der traumatisierte junge Mann, der intime Details aus ihrem Leben kennt und behauptet, vor Jahren ihr Patient gewesen zu sein? Ein unberechenbarer Psychopath, der es auf sie abgesehen hat? Oder weiß er wirklich etwas von dem, was aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert scheint? Cyrille macht sich an eine verstörende Spurensuche und fördert Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser für immer im Dunkel begraben geblieben wären ...

Was für ein Reinfall!

— _Reni92_

Ein seltsamer französischer Thriller mit jeder Menge Anlaufschwierigkeiten, zäh in seiner Erzählweise. Bin von Franzosen Rasanteres gewohnt.

— Cridilla

Gutes Buch, jedoch nicht sehr spannend erzählt, obwohl es sich zum Ende hin steigert.

— Milan316

Wer bis Seite 250 aushält, wird noch mit einem spannenden Thriller belohnt, aber bis dahin ist es schon schleppend.

— Sommerleser

Wenn die Psychiaterin selber zur Patientin wird, kann man sich auf einen spannenden Psychothriller gefasst machen.

— Haeni

Ich kann diesen Thriller bedenkenlos weiterempfehlen - auch wenn manche Szenen die Leidensfähigkeit des Einzelnen arg strapazieren.

— gst

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  • [Rezension #63] Begraben

    Begraben

    KiraNear

    28. September 2017 um 00:22

    Name: Begraben Autor: Julie Heiland Genre: Psychothriller, Krimi, Preis: € 9,95 [D] | € 10,30 [A]Seiten: 520Seiten Sprache: Deutsch Erscheinungsjahr: 2011 ISBN: 978-3-492-26443-3 Verlag: Piper Verlag GmbHKlappentext:So mancher würde seine Vergangenheit am liebsten vergessen. Neuropsychiaterin Cyrille Blake täte alles dafür, sich erinnern zu können. Wer ist der traumatisierte junge Mann, der intime Details aus ihrem Leben kennt und behauptet, vor Jahren ihr Patient gewesen zu sein? Ein unberechenbarer Psychopath, der es auf sie abgesehen hat? Oder weiß er wirklich etwas von dem, was aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert scheint? Cyrille macht sich an eine verstörende Spurensuche und fördert Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser für immer im Dunkel begraben geblieben wären ...Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):Wenn ich zu dem Buch ein Meme nennen müsste, würde mir spontan "Schrodinger's Cat" einfallen. Denn dieses Buch versucht so viel zu sein, so viel zu machen und macht es zwar nicht halbherzig, aber dafür dreiviertelmäßig. Es versucht in erster Linie ein spannender Psycho-Thriller zu sein, allerdings kommt beim Lesen kaum das Gefühl auf, dass die Hauptcharakterin wirklich bedroht wird oder in ernsthafter Lebensgefahr schwebt. Der Spannungsbogen ist nicht in einem Strich durchgezogen (bzw in einem Bogen), sondern besteht aus vielen kleinen Strichen, die am Ende den Bogen der auf- und absteigenden Spannung darstellen soll. Ein No-Go in der Abitur-Prüfung, würde meine Lehrerin aus dem Mathe-Ergänzungsunterricht sagen. Da es aber bei dem Buch nicht um eine Abiturprüfung geht, ist es natürlich nicht so schlimm, lindert aber ein wenig die Lesefreude. Der Fall bzw das Geheimnis und alles drumherum ist sehr interessant und hat mich schon neugierig gemacht, nur spannend würde ich das Buch jetzt nicht nennen. Es ist eine Spannung mit mehreren Filtern drauf.Nebenbei versucht das Buch, sehr informativ zu sein. Es wirkt ein wenig so, als hätten ein Roman und ein Sachbuch ein Kind bekommen und wussten nicht so recht, wer jetzt von ihnen für die Erziehung verantwortlich ist. Letztlich haben beide keinen perfekten Job gemacht, aber das Kind kann sich sehen lassen. Das Buch ist sehr informativ und mangels Wissen und Verständnis kann ich nicht sagen/bestimmen, was davon realistisch ist und was nicht, abgesehen von den offensichtlich fiktiven Dingen. Allerdings büßt es dadurch ein wenig an Spannung ein, ich denke mal, man hätte es vielleicht einen oder zwei Ticken weniger wissenschaftlicher gemacht. In anderen Genres, wie Science Fiction, würde mich das weniger stören. Bei Genres, die aber zu einem großen Teil von der Gefahr und der Spannung leben, ist es nicht gerade ideal.Viel mehr zum Denken haben mich die Story, die Charaktere und ihr Verhalten wie auch die wenigen Hinweise, die man zusammen mit der Hauptcharakterin findet, gebracht. Man kommt hier und da schon in die Situation, wo man es sich in etwa denken kann, was passiert sein könnte. Mir ging es jedenfalls so, dass ich mir immer wieder das eine oder andere zusammengesponnen habe, aber nicht alle Puzzleteile finden konnte. Am Ende lag ich mit meiner Theorie zu 60% richtig, für manche wäre es wohl noch vorhersehbarer, aber ich fand diese Twists und offenen Fragezeichen richtig gut. Das hat mir tatsächlich gut an dem Buch gefallen.Einen Sympathieträger habe ich jetzt unter den Charakteren nicht gefunden, einen von ihnen fand ich dagegen einfach nur nervig. Ansonsten wird gezeigt, dass sie auch nur Menschen mit Fehlern sind. Dennoch hat es nicht dazu beitragen, dass ich mit einem oder einer von ihr eine besondere Sicht hatte oder den Charakter jetzt auf irgendeine Art und Weise speziell mochte. Das Ende gefällt mir, trotz eines Klischees, richtig gut. Und auch der Schreibstil war mehr als angenehm.Leseprobe:Dr. Cyrille Blake sah auf die Uhr. Zehn nach acht. In fünfundfünzig Minuten würde ihr Leben ins Wanken geraten, ohne dass sie es hätte ahnen oder verhindern können.Die Neuropsychiaterin klopfte zweimal an die Tür von Zimmer 1 im ersten Stock des Centre Dulac, das sie gegründet hatte und seit nunmehr fünf Jahren leitete. Keine Antwort. Sie trat ein. Ihre Patientin Pauline Babtiste saß auf dem Bett, die rosafarbene Decke über die Beine gezogen, und starrte geistesabwesend hinaus auf den wolkenverhangenen Himmel.Die brünette Frau war zwischen fünfundreißig und vierzig Jahre alt - als etwa in ihrem Alter -, doch ihre Welt war aus den Fugen geraten. Ihr Ehemann und zwei ihrer drei Kinder waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Geblieben waren ihr lediglich drei Urnen und ein vier Monate altes Baby, ds sie, außerstande, es selbst zu versorgen, ihren Eltern anvertraut hatte. Sie hob das blasse Gesicht, das gezeichnet war von Schlaflosigkeit, den vielen unbeantworteten Fragen und tiefem Schmerz. Sie richtete die dunkel umschatteten Augen auf die Ärztin. Pauline hatte sie nach ihrem Selbstmordversuch um Hilfe gebeten. Das Zimmer war klein und schlicht, mit Holzjalousinen an den Fenstern und einem Kelim auf dem Boden. Die Patientin fühlte sich hier zwar nicht zu Hause, aber auch nicht unwohl."Wie haben Sie geschlafen, Pauline?"Cyrille Blake setzte sich auf die Bettkante. Die junge Frau zog die Knie an die Brust."Besser. Ohne Albträume."Fazit:Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Kracher. Es befindet sich im soliden Mittelfeld, würde ich sagen. Es war wie gesagt, sehr angenehm zu lesen, zumindest was den Stil angeht, allerdings war die gefilterte Spannung dann doch am Ende nicht so das Wahre für mich. Natürlich muss der Charakter nicht durch das Buch gehetzt werden, aber ein wenig mehr Spannung oder zumindest weniger Luft für die Hauptcharakterin wären für mich persönlich besser gewesen. Ich denke nicht, dass ich das Buch ein weiteres Mal lesen werde, würde es aber gerne einer Freundin von mir mindestens vorschlagen. Das hier ist wieder ein Buch, bei dem ich sagen kann: Muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber wenn man neugierig ist, dann kann man gerne mal zugreifen. Insgesamt bekommt das Buch von mir positive 3 Rubine. Das soll ebenfalls verdeutlichen, dass das Buch für mich einfach in der Mitte ist.

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  • Das Grauen lässt sich nicht vermeiden

    Begraben

    gst

    08. September 2013 um 13:26

    Es fiel mir schwer, dieses Buch aus den Hand zu legen - auch wenn ich mir den Titel bis zum Schluss nicht so recht erklären konnte. Soll er zeigen, dass manche Erinnerungen wegmanipuliert, also im Gedächtnis begraben werden können? Egal, der Inhalt ist mitreißend, an einigen Stellen auch beängstigend: Die Neuropsychiaterin Dr. Cyrille Blake leitet seit fünf Jahren ihre eigene Klinik, in der Angstattacken und Depressionen behandelt werden. Verheiratet ist sie mit einem zwanzig Jahre älteren Arzt, der früher einmal ihr Professor war. Er hofft, für seine Forschungen den Nobelpreis zu erhalten. Nach einem Unfall kann er nicht mehr selbst schreiben, ist also auf die Hilfe seiner jungen Frau angewiesen. Er versteht es gut, seine Erwartungshaltung hinter Liebe zu verstecken. Eines Tages kommt ein Patient in Cyrilles Klinik, der behauptet, schon früher von ihr behandelt worden zu sein. Sie kann sich nicht daran erinnern und verzweifelt fast an sich selbst. Doch dann macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und erfährt dabei schreckliches aus ihrer Vergangenheit ... Die Übersetzung aus dem Französischen ist hervorragend gelungen. Die beschriebenen Szenen erstehen ohne Probleme vor dem geistigen Auge und lassen den Leser nicht aus ihrem Bann. Ich kann diesen Thriller bedenkenlos weiterempfehlen - auch wenn manche Szenen die Leidensfähigkeit des Einzelnen arg strapazieren.

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    Saralonde

    13. January 2013 um 11:04

    Cyrille Blake ist eine junge, erfolgreiche Neuropsychiaterin und glücklich mit dem Nobelpreiskandidaten Benoit Blake verheiratet. Ihr Leben läuft in geordneten Bahnen – bis jener junge Patient auftaucht, der behauptet, sie zu kennen, und auch entsprechende Details aus ihrem Leben parat hat. Cyrille, ist schockiert, warum kann sie sich nicht erinnern, was ist mit ihr los? Bei der Suche nach der Antwort stößt sie auf Unglaubliches… Vorab muss ich sagen, hätte ich gewusst, inwiefern sich die Probleme der Psychopathen in diesem Buch äußern, hätte ich es nicht gekauft, denn ich kann es auch in fiktiven Geschichten nicht ertragen, wenn Tieren Leid zugefügt wird. Ich weiß, dass ich da überempfindlich bin, aber ich hab mir gesagt, ok, die Stellen hast du jetzt hinter dir, lies weiter. Und ich hab es nicht bereut. Der Schreibstil der Autorin ist zunächst etwas ungelenk, wobei ich nicht weiß, ob das an der Übersetzung liegt. Da sich dies im Laufe des Buches jedoch gibt, vermute ich eher, dass die gestelzte Sprache am Anfang ein Stilmittel ist, um die Änderung der Situation der Hauptperson zu unterstreichen: Zunächst scheint in ihrem Leben alles perfekt, doch dann gerät alles immer mehr aus den Fugen. Aus demselben Grund konnte ich mit der Hauptperson Cyrille zunächst nicht recht warm werden, doch auch das bessert sich im Laufe des Buchs. Mit Nino und Tony schafft Sender außerdem noch nette Nebencharaktere, die die Geschichte etwas auflockern. Das, was in dem Buch entschlüsselt wird, ist spannend und schlüssig, gegen Ende wird das Buch durchaus zum Pageturner, den man nur noch schwer aus der Hand legen kann. Welche Personen tatsächlich was auf dem Kerbholz haben, bleibt lange unklar. Schauplätze sind Paris und Thailand, vor allem die Beschreibungen von Thailand bzw. Bangkok scheinen authentisch, ich vermute, die Autorin kennt das Land tatsächlich ziemlich gut. Ein unterhaltsamer, solider Medizinthriller.

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    Thrillerlady

    16. December 2012 um 12:42

    - Ein Buch mit Höhen & Tiefen - Der 520-seitige Thriller erschien im Original unter dem Titel "Intrusion" und es handelt sich um das erste Buch der französischen Autorin. Dieses Buch hat mir insgesamt gesehen schon relativ gut gefallen, allerdings reicht es leider nicht für ein supertolles Buch aus. Es beginnt in der Tat wirklich spannend und man bleibt somit anfangs schon am Ball, um zu erfahren, was dahinterstecken mag. Allerdings gibt es gerade zum Ende hin etliche Längen, die für meinen Geschmack durch die vielen "Nebensächlichkeiten" von der Spannung ablenkten. So hat es auch einige Zeit in Anspruch genommen, bis ich das Buch beendet habe. Das Ende an sich war für mich auch nicht wirklich etwas Besonderes. Da in dem Thriller viele medizinische Begriffe auftauchen und es sich somit nicht um einen Thriller im herkömmlichen Sinne handelt, war mir von vorneherein klar, das es irgendwas damit auf sich haben müsste. Es gibt einen Showdown, allerdings kommt er nicht so furios daher, wie ich es gedacht hätte. Die Auflösung hätte ich mir schon anders gewünscht. Fazit: Für mich aufgrund der doch recht vielen Ablenkungen ein eher mittelmäßiges Debüt. Man hätte noch ein wenig mehr herausholen können, um die Spannung durchgängig aufrecht erhalten zu können. Note: 3

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    happytanny

    30. June 2012 um 15:29

    Den Inhalt gebe ich nicht nochmal wieder - kann man zur Genüge nachlesen. :) Cyrille Blake nimmt uns mit auf die Reise nach ihrer verlorenen Erinnerung. Dieses Buch war sehr spannend und ich hatte es schnell gelesen. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und spürt regelrecht ihre Verzweiflung. Leider muss ich aber einen Stern abziehen weil ich manches zu oberflächlich fand. Ich hätte mir gewünscht, dass auch die anderen Personen mehr einbezogen worden wären und man als Leser so einen besseren Gesamteindruck bekommt. Da es der Debütroman von Elena Sender ist, wird sie sich bestimmt noch steigern (Potenzial ist definitiv da!) und ich werde gerne auch ihr nächstes Buch lesen.

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    robbylesegern

    26. November 2011 um 14:52

    Erinnerungen können tötlich sein Elena Sender ist Wirtschaftjournalistin und Expertin für Gehirn,-und Emotionsforschung und dies merkt man diesem Debütroman auch an.Auf weiten Strecken ihres Thrillers"Begraben", jagd sie den Leser von einem Adenalinstoß zum nächsten und liefert viele interessante Erklärungen aus der Hirnforschung. Die Hauptprotagonistin dieses superspannenden Thrillers ist die Neuropsychiaterin Cyrill Blake, verheiratet mit einem namhaften Wissenschaftler, der für den Nobelpreis nominiert ist. Er hat sich durch ein Medikament, dass bei Einnahme eine Teilamnesie der Patienten zu Folge hat,einen Namen gemacht.Seine Frau Cyrill wendet dieses Medikament,was noch in der Erprobungsphase ist,in ihrer Privatklinik an. Als sie eines Tages einen Patienten vor sich sitzen hat, der mit akuten Suizidalgedanken und Albträumen zu ihr kommt und ihr erklärt, dass sie ihn schon einmal behandelt hat,weiss sie nicht,was sie davon halten soll.Sagt dieser Patient die Wahrheit, kann sie sich so irren und eine Behandlung, die zehn Jahre zurückliegt, einfach vergessen, oder handelt es sich bei dem Patienten um einen Psychpathen,der es auf sie abgesehen hat? Cyrill stellt Nachforschungen an, die sie unter anderem auch nach Bankok führen und sie einen absoluten Albtraum erleben lassen. Der Plot dieses Buches ist rasant und lässt den Leser die Seiten in Windeseile umblättern. Der spannende und flüssige Schreibstil macht es eigentlich unmöglich dieses Buch zur Seite zu legen, weil man unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht.Die wissenschaftlichen Erklärungen über die neusten Ergebnisse der Hirnforschung sind verständlich in die Geschichte eingebaut und lassen die Geschichte noch spannender werden. Einen Wermutstropfen liefert dieser Debütroman allerdings und zwar das Ende.Ich persönlich fand es streckenweise zu konstruiert und unrealistisch, was meinen positiven Eindruck etwas trübte. Trotz allem aber ein spannendes Debüt, dem hoffentlich noch viele folgen werden.

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    anushka

    28. July 2011 um 18:14

    Wissenschaftlich fundierter Thriller mit wenig Rücksicht auf fachfremde Leser Cyrille Blake ist Neuropsychiaterin. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie ein neuartiges Medikament zur Behandlung traumatischer Erinnerungen entwickelt und ein Zentrum eröffnet, in dem sie Patienten therapiert und das Glücksgefühl fördern will. Als der neue Patient Julien Daumas zu ihr kommt und darüber pikiert ist, dass Cyrille sich nicht an ihn erinnern kann, fängt sie an, an ihren eigenen Erinnerungen zu zweifeln. Zudem wird sie Julien nicht mehr los. Er scheint plötzlich überall zu sein und bedrohliche Dinge gehen vor sich. Cyrille muss sich erinnern, um ihr eigenes Leben zu schützen. Oder bringen gerade diese Erinnerungen ihr Leben in Gefahr? Die eigentliche Handlung des Buches - oder zumindest das, was man zunächst erwartet - ist spannend, komplex und wissenschaftlich gut recherchiert. Die Gefahr kommt langsam näher und lange glaubt der Leser zu wissen, wer der gefährliche Psychopath ist. Die Theorie, die hinter der Geschichte steht, klingt plausibel und reicht hinein in die medizinische Utopie, dass mit Medikamenten alles zu behandeln sei, ohne auf psychologische Prozesse Rücksicht nehmen zu müssen. Aus fachlicher Sicht ein absolut fesselndes Buch. Auf der anderen Seite dürften Tierliebhaber wenig Freude an der Geschichte haben und auch mir hat sich regelmäßig der Magen umgedreht, wenn Grausamkeiten an Tieren (überwiegend Katzen) geschildert wurden. Meiner Meinung nach war dies unnötig. Hinzu kommt, dass die Autorin Grundwissen beim Leser voraussetzt, was die Zielgruppe dieses Buches erheblich einschränkt. Günstiger wäre es gewesen, in einem Vorwort die Bedeutung bestimmter Hirnstrukturen in Gedächtnisprozessen zu erläutern oder derartige Stellen im Buch zu vereinfachen. Denn man kann nicht voraussetzen, dass der durchschnittliche Krimileser weiß, was beispielsweise der präfrontale Kortex ist und dass der Kortex allgemein ein wichtige Funktion für das Bewusstsein einnimmt. Ab ungefähr der Hälfte der Geschichte wird zudem die Handlung etwas vorhersehbar und übertrieben und erinnert an amerikanische Showdowns. Auch die Verknüpfungen, wer letztlich mit wem zusammenhängt und hinter den Dingen steckt, ist schließlich recht unrealistisch und weit hergeholt. Ich bin in meinem Urteil daher unentschlossen und schwanke zwischen 3 Sternen (da ich schon weit bessere Thriller gelesen habe) und 4 Sternen (da der wissenschaftliche Hintergrund durchaus innovativ und fundiert ist). Auf jeden Fall habe ich mich kurzfristig unterhalten gefühlt und ich wurde auch angeregt, mir über die Rolle der Medizin in der Traumabehandlung Gedanken zu machen. Da das Buch also einiges an Potential bietet, entscheide ich mich für 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    Winterzauber

    03. July 2011 um 16:24

    Cyrill Neuropsychiaterin ist glücklich, sie führt ein Leben mit einem erfolgreichen Professor, hat eine eigene kleine Klinik. Als ein neuer Patient angibt sie zu kennen und auch persönliche Details aus ihrem Leben kennt, ist sie verwirrt, sie kann sich nicht an diesen jungen Mann, der unter schlimmen Albträumen leidet einfach nicht erinnern, obwohl er offensichtlich vor 10 Jahren ihr Patient gewesen ist. Sie beginnt nachzuforschen und ein nicht enden wollender Albtraum für sie beginnt, da immer mehr Ungeheuerlichkeiten ans Tageslicht kommen, die einige Personen zu vertuschen versuchen. Ich bin mir gar nicht sicher, wie ich es ausdrücken soll, das Buch verspricht am Anfang sehr viel mehr, als die Story dann halten kann. Der Anfang war sehr spannend und überzeugend, da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich dringend wissen wollte, was nun wirklich passiert ist und was es mit der Amnesie mit Cyrill auf sich hat. Aber ab der Mitte des Buches wird die ganze Geschichte zunehmend sehr verworren und total unglaubwürdig !! Der Schluß ist ein total überzogener Showdown und noch viel unglaubwürdiger. Mein Fazit, man hätte aus dem Thema doch sehr viel mehr rausholen können, mich hat das Buch schließlich nicht überzeut und gehört für mich zur Kategorie, okay, muß man nicht gelesen haben !!

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  • Rezension zu "Begraben" von Elena Sender

    Begraben

    gurke

    16. June 2011 um 00:28

    Cyrille Blake hat es geschafft. Sie ist mit einem möglichen zukünftigen Nobelpreisträger verheiratet und führt eine kleine, aber immer erfolgreicher werdende Praxis. Ihr kleines Glück endet allerdings jäh, als sie den neuen Patienten Julien behandelt. Er kennt Cyrille nämlich von früher und war damals schon bei ihr in Behandlung. Allerdings kann sich die Frau nicht an ihn erinnern. Jetzt stellen sich viele Fragen: Ist der Mann einfach nur verrückt und will Cyrilles Stück für Stück ruinieren? Oder stimmt es, dass sie eine große Gedächtnislücke hat und einfach einen wichtigen Teil ihrer Vergangenheit in Vergessenheit geraten ist? Und wenn ja warum? Wer treibt sein perfides Spiel mit ihr? Wenn man "Begräbnis" in den Händen hält, fällt zunächst das Cover stark ins Auge. Der Gelbton ist sehr auffällig und es ist ein großer schwarzer Vogel zu sehen. Das ist zwar grundsätzlich Geschmacksache, allerdings ist mir die Gestaltung gleich positiv aufgefallen. Der Thriller selbst geht zunächst etwas zäh los. Dem Leser wird sehr viel Fachwissen vermittelt. Wer gern medizinisches dazulernt, dem wird sein Leserherz sofort höherschlagen. Ich weiß nicht, ob die Daten alle so richtig recherchiert sind. Auf mich wirkte die Geschichte aber authentisch. Die Geschichte selbst wurde immer spannender. Im Großen und Ganzen merkt man zwar schnell was los ist und um was es im Groben geht. Das hat der Spannung aber keinen Abbruch getan. Aufgrund der relativ kurzen Kapitel und dem flüssigen Schreibstil kann man den Psychothriller trotz stolzer 520 Seiten schnell weglesen. Mir hat "Begraben" relativ gut gefallen. Ich war von der spannenden Geschichte sehr fasziniert. Allerdings war das medizinische Fachwissen für mich persönlich etwas zuviel des Guten. Durch diese Seiten musste ich mich regelrecht durchkämpfen. Dafür war der Verlauf interessant und fesselnd. Mir sagten auch die Protagonisten sehr zu. Wer gerne gut recherchierte Psychothriller mit großem Lerneffekt liest, wird an "Begraben" von Elena Sender nicht vorbeikommen.

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  • Frage zu "Splitter" von Sebastian Fitzek

    Splitter

    Tina_is_da

    Ich suche Psychothriller in denen eine Amnesie darin vorkommt. Also so ähnlich wie "Splitter" von Sebastian Fitzek.

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