Eleni Torossi Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

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Inhaltsangabe zu „Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt“ von Eleni Torossi

Augen, Lippen, Hände damit verständigen sich ein kleines Mädchen und seine schöne, elegante Mutter. Es ist eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Beziehung. Nachdem der Vater, womöglich wegen eines vergifteten Baklavas, das Weite gesucht hat, beschließen die beiden Frauen, in eine fremde Zukunft aufzubrechen. Denn im Athen der 1960er Jahre, das unter der Militärdiktatur leidet, gibt es nicht viel zu verlieren. Zehn prächtige, von der Mutter eigenhändig angefertigte Hüte sind der Preis für die zwei Pässe. In München angekommen, sehen sich die wagemutigen Frauen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Wohnung, Job, Aufenthaltsgenehmigung egal, um was es sich handelt, die Tochter muss dolmetschen. Sie ist die Hüterin ihrer Mutter, die ihrerseits doch die Tochter beschützen will. Abhängigkeit, Ängste, Schuldgefühle und dabei immer eine große Liebe verbinden die beiden. Caruso, der griechische Freund der Tochter, steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Als die Mutter eine Arbeit als Küchenhilfe in einem Café findet, öffnen sich auch für sie neue Türen denn manche Menschen brauchen nicht viele Worte, um ihre Liebe zu zeigen ... Ein bewegender Roman, der auch zum Nachdenken anregt, mit welchen Sinnen wir die Welt erfassen.

Nicht ganz perfekt, aber die Botschaft kommt an. Eine Geschichte über ein nicht ganz einfaches Leben. Die Suche nach Frieden und Freiheit.

— Jajena

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Mutter - Tochter Beziehung, der aber leider ein wenig die Tiefgründigkeit fehlt.

— Miamou

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  • Die Welt hat viele Töne...

    Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

    Miamou

    Augen, Lippen, Hände damit verständigen sich ein kleines Mädchen und seine schöne, elegante Mutter. Es ist eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Beziehung. Nachdem der Vater, womöglich wegen eines vergifteten Baklavas, das Weite gesucht hat, beschließen die beiden Frauen, in eine fremde Zukunft aufzubrechen. Denn im Athen der 1960er Jahre, das unter der Militärdiktatur leidet, gibt es nicht viel zu verlieren. Zehn prächtige, von der Mutter eigenhändig angefertigte Hüte sind der Preis für die zwei Pässe. In München angekommen, sehen sich die wagemutigen Frauen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Wohnung, Job, Aufenthaltsgenehmigung egal, um was es sich handelt, die Tochter muss dolmetschen. Sie ist die Hüterin ihrer Mutter, die ihrerseits doch die Tochter beschützen will. Abhängigkeit, Ängste, Schuldgefühle und dabei immer eine große Liebe verbinden die beiden. Caruso, der griechische Freund der Tochter, steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Als die Mutter eine Arbeit als Küchenhilfe in einem Café findet, öffnen sich auch für sie neue Türen denn manche Menschen brauchen nicht viele Worte, um ihre Liebe zu zeigen... ********************************** Mit „Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt“ handelt es sich – wie man zu Recht vermuten darf – um einen autobiographischen Roman von Eleni Torossi. Im Vordergrund steht die Mutter – Tochter Beziehung, die sozusagen „wortlos“ ist, weil die Mutter aufgrund einer Hirnhautentzündung in der Pubertät ihr Gehör verloren hat. Die beiden unterhalten sich mit Gesten, Zeichen, Augen und Händen und auch wenn es oft Schwierigkeiten beim Verständnis gibt, so ist die Liebe zwischen den beiden sehr greifbar, die diese Schwierigkeiten gleichzeitig auch wieder überwindet. Als Leser kann man die symbiotische Beziehung zwischen den beiden sehr schnell ausmachen. Die Geschichte wird aus der „Ich – Perspektive“ erzählt, was ein sehr tiefes Einfühlungsvermögen erlaubt. Neben der persönlichen Erzählebene gibt es auch noch den historischen Kontext der 60er Jahre, der sowohl Deutschland, als auch Griechenland betrachtet. Der Leser erlebt den Widerstand gegen die griechische Junta, aber auch gleichzeitig die Probleme der deutschen Gastarbeiter (Sprache, Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis,…). Beide, sowohl Mutter als auch Tochter erleben jeweils für sich „wie die Welt klingt“ und die Töne sind nicht immer harmonisch. Trotzdem haben die beiden in gewisser Weise auch Glück und es geht ihnen in Deutschland nicht schlecht. Trotzdem fehlt es dem Roman eine gewisse Nachhaltigkeit um im Gedächtnis zu bleiben. Ich persönlich fand manche Gedankensprünge einfach zu überhastet, sodass im nächsten Absatz gleich von etwas ganz anderem die Rede war, als im Absatz zuvor. Die Personen bleiben eigentlich sehr blass. Die politischen Aktivitäten der Tochter waren für mich eher konfus beschrieben. Mir war nicht ganz klar, aus welcher Motivation heraus sie daran teilnahm. Zudem wirkte dieser Teil des Buchs für mich sehr langatmig (und es dreht sich sicher ein Drittel des Buches darum). Wenn man den Klappentext liest erwartet man eigentlich eine ganz andere Geschichte dahinter. Was mir aber gut gefiel, waren die Anekdoten, die Torossi immer wieder zwischendurch erzählte, die besonders zu Beginn und am Ende des Buches vorkamen. Hier sieht man nämlich wirklich in den Kern der Mutter – Tochter Beziehung. Ich kann keine uneingeschränkte Leseempfehlung für das Buch geben. Einerseits zeigt es zwar schon auf eine sehr wunderbare Weise die außergewöhnliche Beziehung einer jungen Frau zu ihrer tauben Mutter, andererseits fehlt ihm aber eine gewisse Tiefgründigkeit.

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  • Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

    Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

    Jajena

    26. May 2016 um 18:30

    Wer sagt dass man Klänge unbedingt hören muss? Vielleicht kann man sie auch einfach sehen, schmecken, riechen und fühlen. Vielleicht sind sie tief im Herzen verankert, sobald wir sie kennen, weil wir sie einst liebten.Zuerst möchte ich loswerden das ich großen Respekt vor Personen habe, die den Mut finden ihre Lebensgeschichte als Buch zu veröffentlichen. Sie lassen uns Teil haben an ihrem Sein und erlauben uns sie ein Stück ihres Weges zu begleiten.Die Autorin Eleni Torossi versteht es oftmals die richtige Stimmung aufkommen zu lassen, indem sie die passenden Worte wählt. Sie beschreibt sehr bildlich. Womit ich allerdings etwas überfordert war waren die vielen ungeordneten Zeitsprünge, gleich zu Beginn der Geschichte. So hat sie es mir wirklich schwer gemacht mit ihrem Buch warm zu werden, da ich von einem Geschehen gleich ins Nächste stolperte. Überhaupt waren die ersten Seiten ein wahres hinfallen und wieder aufstehen. Alles wurde oberflächlich etwas angekratzt, um dann an ganz anderer Stelle wieder weiterzumachen. Und auch die Personen wirkten in ihren Beschreibungen, vor allem zu Beginn, ziemlich unnahbar auf mich. Gegen Ende gefiel mir die Geschichte dann aber doch besser. Der gefühlvolle Teil stieg etwas an, um dann am Ende einen schönen Ausklang zu finden. Cover:Eine Mutter rennt mit ihrem Kind an der Hand einen Bootssteg entlang. Sie haben keine Angst vor dem Sprung. Sie freuen sich darauf.Das Bild ist in Schwarzweiß gehalten, während die Schrift in rot und orange erstrahlt. Als wolle das grau die Taubheit der Mutter verdeutlichen und die Buchstaben dass die Welt trotzdem bunt ist, dass ein Klang eine Farbe sein kann.Zugegeben anfangs fand ich das Cover etwas langweilig. Bei näherer Betrachtung passt es aber ganz gut zum Inhalt des Buches: Denn Mutter und Tochter wagen den Sprung ins Leben. Trotz eines Handicaps, verschiedener Ängste und einer Andersartigkeit die sie Beide in sich sehen. Inhalt:Die Mutter ist dreizehn Jahre alt, als sie im Fieberschlaf ihr Gehör verliert.Jahre später hat sie eine Tochter an ihrer Seite, die ihr Leben bereichert. Die Gehörlosigkeit blieb, doch das Kind setzt alles daran ihr zu übersetzen. Die Frau liest von den Lippen ab, erkennt die Zeichen, aber es bleibt schwierig für sie. Die Welt mit ihren Klängen bleibt ihr verwehrt.Als dann, im Athen der 60er Jahre, plötzlich ein Panzer vor ihrer Tür steht, fassen Mutter und Tochter einen unumstößlichen Entschluss: Sie müssen raus aus dieser Wohnung. Raus aus diesem Land. Auf ins sichere Deutschland, das Diktatur, sowie Krieg, schon hinter sich hat und in dem man frei leben und sich entfalten kann.Mit einem gewieften Trick schaffen die beiden Frauen es tatsächlich der Militärjunta in Griechenland zu entkommen. Mit den richtigen Pässen im Gepäck geht es nun problemlos nach Deutschland.Wenig später folgt der Freund der Tochter, Caruso, der den beiden tatkräftig unter die Arme greift. So ist zum Beispiel schnell ein Job gefunden.Aber zuvor liegen den Frauen noch einige Stolpersteine im Weg. Wie zum Beispiel der Antrag auf Asyl oder die Ausstellung einer Arbeitserlaubnis …Zitat:„»Der Mensch hält alles aus«, höre ich sie jetzt zu mir sagen. Das hat sie immer gesagt. Auch sie hat ein ganzes Leben lang das unendliche Schweigen ausgehalten. Genauso wie das Ringen und Bemühen um die anderen. Sie verstehen zu wollen und es nicht zu können, verstanden werden zu wollen und es nicht zu schaffen.“Seite 265Pro:Was mir am besten gefiel war der Schreibstiel. Die Wahl der Worte und Begriffe, welche die Autorin hin und wieder geschickt setzte. Beschreibungen wurden dadurch bunter, bildlicher und auch nicht so spannende Szenen bekommen gleich mehr Gewicht und sind schöner zu lesen.Im Laufe der Geschichte bauten sich dann doch langsam Bindungen auf und ich bekam endlich einen richtigen Anschluss an das Ganze. Erst recht als auch ein paar Namen fielen, die ich anfangs doch sehr vermisste, als ich dabei war mich in diesem Leben einzufinden.Ich mochte es auch die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Griechenland und Deutschland aufgezeigt zu bekommen.Mir gefielen außerdem die wenigen Kapitel aus der Sicht der Mutter. Sie sind leicht von den Normalen zu unterscheiden, da sie im Gegensatz zu denen der Ich-Erzählerin kursiv geschrieben sind.Zudem die liebevoll ausgewählten Zitate vor jedem neuen Teilabschnitt des Buches.Am Ende hing dann wohl das ganze Herzblut der Autorin. Die letzten Szenen waren die wohl gefühlvollsten.Kontra:Ein Problem hatte ich, vor allem am Anfang, da ich einfach nicht mit den Personen warm werden konnte. Es dümpelte an der Oberfläche. Namen wurden nicht, bzw. erst sehr viel später genannt. Gegen Ende war ich dann doch ganz gut in der Erzählung drin.Weiterhin haben mich ungemein diese großen Sprünge gestört. Mal ging es in der Zeit weit vor, dann wieder ganz weit zurück. Normalerweise komme ich damit ganz gut klar, aber hier hat es mir nicht gefallen und ich hatte schon fast zu Beginn den Faden verloren. Teilweise musste ich kurz überlegen wo ich gerade im Geschehen war.Auch durch die kurzen Kapitel wirkte alles ein wenig unruhig auf mich, aber das ist wohl eher ein persönliches Empfinden von mir. Dann die gefühlten tausend Straßennamen. Es war lieb gemeint, doch sehr verwirrend, wenn man diese nicht kennt.Zudem vermisste ich teilweise etwas Gefühl, Tiefsinn, ja kurzum die große Zärtlichkeit die der Klappentext doch versprochen hatte. Es gab ein paar schöne Szenen, aber nicht besonders viele. Oder waren einfach meine Erwartungen zu hoch?Und letzten Endes die Politik, welche einem sich in fast jedem Kapitel förmlich aufdrängte. Fazit:Ein Buch das ich geschenkt bekommen habe. Etwas Besonderes. Für meinen Geschmack war es aber nicht ganz so gefühlvoll wie es hätte sein können. Die Personen waren oftmals nicht greifbar. Trotzdem ist „Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt" durchaus Lesenswert. Es wird eine Geschichte erzählt die einfach echt wirkt. Nichts ist aufgesetzt, unnötig ausgeschmückt oder sonst irgendwie übertrieben. Es ist ein Buch wie es nur das Leben schreibt.Ich empfehle es vor allem denjenigen die ein Interesse an politischen Zusammenhängen, Integration, kulturellen Unterschieden oder auch dem Thema Taubheit, die Welt mit anderen Sinnen wahrzunehmen, hegen.Ich vergebe dafür gute 3*!

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  • Mutter-Tochter-Welten

    Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt

    Agnes13

    03. April 2015 um 08:37

    Eleni Torossi erzählt die Geschichte von drei Generationen. 3 Frauen mit einem ganz besonderem Schicksal. Von einem kleinen Mädchen dessen Mutter weiße Konten im Ohr hat und anders ist. Und von dem Traum in einem fremden Land glücklich zu werden. Mich hat dieses Buch fasziniert und auch schockiert. Und obwohl es in der Nachkriegszeit beginnt und der Großteil der Handlung in den 70s spielt, sind einige Themen top aktuell. Als Mutter und Tochter nach München kommen, sind sie in der selben Situation wie im Nahen Osten, mit einem großen Optimismus,ohne die Sprache zu beherrschen in ein fremdes Land. Man könnte denken Brot ist Brot und Wein ist Wein, aber jedes Land hat einen eigenen Geschmack. Diese Situation der Ausgrenzung und dann des Einlebens kommt durch die Beschreibung solcher "banaler" dinge sehr gut hinüber.Und den vergleich Deutschland verhalte sich wie ein taubstummer gegenüber von Ausländern, fand ich genial. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der politischen Situation zu dieser Zeit, in Athen und in Deutschland. Mit diesem Teil war ich ein bisschen überfordert. Mit hat großteils einfach der Hintergrund gefehlt, besonders beim Militärputsch in Athen und der politischen Aktivitäten der Tochter. In Deutschland wurde es etwas einfacher, weil ich davor in der Schule darüber gelernt hatte. Trotzdem hätte hier ein bisschen mehr überblick nicht geschadet. Zuletzt möchte ich die Mutter-Tochter-Beziehung herausheben. Dadurch das die Mutter gehörlos ist, entsteht eine enorme Abhängigkeit und Gleichzeitig ein Einschränkung für die Tochter die wirklich gut zu spüren ist. Kein Klarheit. alles verschwommen. Du und ich ein einziger Knäuel. Wie sollte ich uns auseinanderhalten? Wie die Welt richtig einschätzen. Wir waren immer wir. Nie du und ich. Immer wir. (S. 22-23) Alles im allem ein tolles Buch das zeigt egal wie unterschiedlich wir sind und wie sehr wir uns verändern und trotzdem bleibt einiges immer gleich.

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