Eleonora Hummel Die Fische von Berlin

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Inhaltsangabe zu „Die Fische von Berlin“ von Eleonora Hummel

Alina aus Kasachstan hat mit der deutschen »Heimat« nichts im Sinn. Während die Eltern seit vielen Jahren von der Zukunft im Land ihrer Vorfahren träumen, interessiert sie sich brennend für die Vergangenheit und löchert ihren Großvater mit unbequemen Fragen. Ein streng gehütetes Geheimnis wird gelüftet und eine so spannende wie tragische Familiengeschichte entfaltet sich zum Panorama eines ganzen Jahrhunderts. Eleonora Hummel, geboren 1970 in Kasachstan, lebt seit 1982 in Dresden. Für ihr Romandebüt erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2006. Ihr zweiter Roman Die Venus im Fenster erschien ebenfalls bei Steidl. »Ein floskelloser und anrührender Roman.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Bei diesem Buch wird einem klar, warum es geschrieben werden mußte.« Deutschlandradio

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  • Wenn Opa von früher spricht

    Die Fische von Berlin

    dominona

    04. February 2015 um 08:30

    Es kann sehr spannend sein, wenn Großeltern von ihren Geheimnissen erzählen, zumal dann, wenn sie geschichtliche Großereignisse wie den zweiten Weltkrieg miterlebt haben und zu den sogenannten Sowjetdeutschen zählen. Erstaunlich einfühlsam und in sich stimmig hat man das Gefühl selbst die Enkelin zu sein, die zuhört und plötzlich eine ganz andere Seite an ihrem Großvater kennen lernt.

  • Rezension zu "Die Fische von Berlin" von Eleonora Hummel

    Die Fische von Berlin

    Beagle

    01. February 2010 um 07:34

    Träumen vom Paradies, Gedanken an ein besseres Leben im Land der Vorfahren – Deutschland. Alinas Familie, allen voran der Vater, möchten dies verwirklichen. Doch das ist gar nicht so leicht in der Sowjetunion. Tausende von Anträgen wurden ihnen schon abgelehnt, fast jeden Tag, so scheint es Alina, kommt ein neuer hinzu. Dabei weiß sie gar nicht, was sie in Deutschland erwartet, ob sie wirklich in dieses Land möchte, in dem sie noch nie zuvor war, mit dem sie, außer, dass ihre Vorfahren einmal von dort ausgewandert sind, nichts verbindet. Ja, der Nachname, Schmidt, das ist Deutsch an ihr. Aber sonst? Sie kennt nur Kasachstan, das ist ihre Heimat, ihr Zuhause. Alina ist zwölf Jahre und seit sie denken kann, reden ihre Eltern von nichts anderem, als nach Deutschland auszuwandern. Ihr selbst ist es egal, wo sie wohnt, Hauptsache, ihre Familie, allen voran ihr geliebter Großvater, sind bei ihr. Irma, ihre Schwester, ist achtzehn, sie soll studieren, aber alles, was ihr wichtig erscheint, sind die Männer. Sogar ein hochrangiger Kommissar der sowjetischen Truppen ist unter ihren Liebhabern, von ihm wird sie ein Kind erwarten und ihre Denkweise ändern. Alina stört weder die Gegenwart, noch die Zukunft. Was sie brennend interessiert, ist die Vergangenheit. Warum humpelt ihr Großvater? War er wirklich ein Kriegsheld? Und warum schläft er mit einem Messer unter dem Kopfkissen? Sie beginnt, ihm Fragen dazu zu stellen. Er hat Deutschland gesehen, er kam im Krieg mit den Deutschen nach Berlin, verliebte sich dort in ein stilles Mädchen. Doch dann kamen die Russen zurück und somit der Schrecken, der Großvater wurde wegen Landesverrat angeklagt und für fünfundzwanzig Jahre verurteilt – in Sibirien. Eleonora Hummel erzählt dies Geschichte voller Hoffnung und Traurigkeit, sie erzählt das Leben der zwölfjährigen, die beginnt, die Geschichte zu hinterfragen. Der Hauptbestandteil des Buches sind die Geschichten des Großvaters, die sehr spannend und doch nüchtern gestaltet sind. Aber wir erfahren auch nebenbei aus dem Leben der Gegenwart, von den Schwierigkeiten, die sie als Deutsche hat, vor allem in der Schule. Ihre Schwester möchte nicht mehr Irma, sondern Irina genannt werden und ihr Bruder Willi hofft, dass er nicht nach Afghanistan an die Front muss, so wie sein Schwager Sergej, den Irma heiratet. Ein Roman, der uns die Wehen und das Leid des zweiten Weltkrieges aus einer anderen Sichtweise, nämlich der befreienden, Glück bringenden zeigt. Und der uns Einblicke in ein sibirisches Gefangenenlager mit all seinen Schrecken gibt.

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