„...Das große Haus war nicht nur ungewohnt, es machte ihr auch Angst…“
Die Lehrerin Nora ist einige Zeit nach Rentenbeginn vom Dorf in die Großstadt gezogen. Ihr fehlt der Kontakt zu den Nachbarn. Noch kennt sie niemand aus dem großen Haus.
Die Autorin hat sieben spannende Kriminalgeschichten geschrieben. Gleichzeitig werden darin die Veränderungen in Noras Leben deutlich.
Der Schriftstil ist leicht und locker und stellenweise von feinem Humor durchsetzt.
„...Wer etwas ändern will, findet Wege, wer nichts ändern will, findet Ausreden…“
Diese Worte animieren Nora, aktiv zu werden. Unten im Haus befindet sich ein Bar. Dort kommt sie mit Lilly, ihrer Nachbarin, ins Gespräch. Die hat sich einen Gesprächskreis aufgebaut, der sich vorwiegend mit Geldanlagen beschäftigt. Sie lädt Nora dazu ein.
Beim nächsten Treffen unterhalten sie sich über einen Einbruch, der in der Nähe stattgefunden hat. Die Gruppe will den Tätern eine Falle stellen. Werden sie Glück haben?
„...Ich habe mich immer als starke unabhängige Frau gesehen. Männer stellen für mich lediglich eine Option dar, auf die man auch verzichten kann…“
Trotzdem lässt sich Nora überreden, mit Lilly zum Speed-Dating zu gehen. Dort treffen sie eine Frau, deren Schwester an einen Heiratsschwindler geraten ist. Erneut nehmen sie die Spur auf.
„...Du willst damit sagen, dass er ein Pinocchio ist, wie einige unserer Politiker auch?…“
Eine Bekannte wendet sich na Nora. Sie hatte einen Spezialisten in die Wohnung gelassen, damit er einige Wertgegenstände schätzt. Nach dem er gegangen ist, fehlen zwei der wertvollsten Dinge. Kann die Gruppe ihr helfen?
Ich mag den Humor, der ab und an aufblitzt. Wie sagt Paulas Enkelin?
„...Wenn das Universum vorgesehen hätte, dass ich ständig putzen soll, läge da kein Staub, sondern rosa Glitzer…“
Die vorletzte Geschichte enthält einen Krimi im Krimi. Damit hatte keiner der Beteiligten gerechnet.
In der letzten Geschichte werden gleich zwei Fälle gelöst. Bei einem geht es um raffinierte Tricks. Nora ist es zu wenig, nur einen Boten zu erwischen. Sie formuliert das so:
„...Einmal einen Boten zu erwischen, ist doch wie eine Mücke auf meiner Hand zu erschlagen, während ein ganzer Schwarm weiterfliegt…“
Sie überlegen sich, was man zur Vorbeugung solcher Fälle unternehmen könnte. Dass dabei der eine oder andere Täter mit aus dem Verkehr gezogen würde, wäre ein schöner Nebeneffekt.
Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Es sind Dinge, die jedem passieren könnten.