Rezension zu "Das Paradies liegt in Afrika (Ein Südafrika-Roman 2)" von Elfie Ligensa
Bellis-PerennisIm zweiten Teil der Ruhland-Saga gibt es auch für die nächsten Generationen zahlreiche Schicksalsschläge zu überwinden.
Die schöne Witwe Karoline Ruhland kann das ertragreiche Weingut Hopeland in der dritten Generation weiterführen. Zusammen mit ihrer Schwiegermutter Sophie übersteht sie Intrigen und Gefahren sowie die Vernichtung des Weinguts durch die Reblaus. Ein Neuanfang gelingt, an dem auch der neue Kellermeister David einen großen Anteil hat. Mit ihm findet Karoline ihr neues Glück. Doch diese Liebe wird im Südafrika des 19. Jahrhunderts nicht akzeptiert, ist er doch Enkel einer schwarzen Sklavin und eines weißen Mannes. Auch Karolines Sohn lehnt David ab. Alte, schon beigelegte Feindschaften flammen wieder auf. Zudem haben auch die Kriege zwischen Buren und Briten Auswirkungen auf Hopeland und seine Bewohner.
Zwischen Trauer und Leid, darf auch ein wenig gefeiert werden. Geburten, Verlobungen sowie Hochzeiten sind immer wieder ein Anlass, das feine Porzellan aus dem Schrank und den guten Tropfen aus dem Keller zu holen.
Meine Meinung:
Schon der erste Teil der Afrika-Saga "Im Herzen der Feuersonne" ist gut zu lessen gewesen. Im zweiten Teil wird ein wenig mehr auf die Geschichte Südafrikas gelegt. So nimmt sie Autorin auf die Spannungen zwischen Buren und Engländern Bezug, die zu den Burenkriegen führen, sowie auf die Gold- und Diamantenfunde, die scharenweise Glücksritter und Gesindel anziehen. Sehr interessant ist auch das Problem mit der Reblaus zu lesen, die von den USA ausgehend, in Europa und Südafrika eingeschleppt, Tausende Weingüter ihrer Existenz beraubt hat.
Die Autorin nimmt auch auf den Rassismus Bezug. Während überall Schwarze als Sklaven gehalten werden, ist es auf dem Weingut Hopeland seit Beginn an üblich, alle, die dort arbeiten, unabhängig von ihrer Hautfarbe, zu bezahlen. Das mag vielleicht (?) die Gewinnmarge der Eigentümer schmälern, führt aber in Summe (über die Umwegrentabilität der Arbeitszufriedenheit) zu einer Ertragssteigerung. Als sich die klimatischen Bedingungen für Weißwein verschlechtern, setzen die Ruhlands auf Rotwein.
Fazit:
Auch der zweite Teil hat sich flüssig lesen lassen und wird mit dem Einblick in das Winzerleben, sowie die politische Situation in Südafrika lebensnah beschrieben. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.






















