Elfie Nadolny , Michael Führer "Inselchens Traum"

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Inhaltsangabe zu „"Inselchens Traum"“ von Elfie Nadolny

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  • Rezension zu ""Inselchens Traum"" von Elfie Nadolny

    "Inselchens Traum"
    Peter_Pitsch

    Peter_Pitsch

    24. November 2011 um 13:00

    Nach jahrelangem Einsatz als Herausgeberin und Mitautorin einer Reihe bunt gemischter Anthologien, hat Elfie Nadolny "Inselchens Traum" wahr werden lassen und ihr ganz eigenes Büchlein der breiten Leserschaft überreicht. Ein Werk freilich, das bezüglich des sanftmütig verfassten Inhalts so zerbrechlich erscheint, als könne die kleinste Unachtsamkeit während der Lektüre, die geringste Missachtung seiner redlichen Intention schon Schaden anrichten. Die unverfälschte Qualität dieser zarten Textgebilde - erdichtet mit persönlicher, zumeist fabulierender Feder - bezieht sich aus einer elementar-kindlichen Vorstellungswelt. Schwebende Traumlandschaften sind es, die feine Stimmungen in sich bergen, die den unruhigen "Geist der Moderne" anrühren und sich dabei an den Ufern der Menschlichkeit und der Nächstenliebe orientieren. Das Unheil auszuklammern, für einen einzigen Augenblick der Besinnung auf schwerelose Stunden, dies ist Elfie Nadolnys literarisches Anliegen, während sie den Botschaften ihrer Träume nahezu unschuldige Perspektiven entlockt. Wo die Medien dem Unheil und der Zerstörung in geballter Form grenzenlose Räume schaffen, da sucht das gescholtene Individuum nach einer Ruhezone vor dem endlosen Ansturm und begehrt wortwörtlich ein Stückchen heile Welt. Heimlich still und leise / Spielt nach alter Weise / Eine kleine Melodie / Und die vergess ich nie ... All jenen Gemütern, die aus ihrer - ob nahen oder fernen - Kindheit noch ein Quäntchen Unschuld zu schöpfen vermögen, wird Elfie Nadolnys Sammlung metaphorischer Geschichten Freude und Zuversicht bereiten. Ihre kurzen Prosastücke sind versehen mit einer Handvoll eigener Gedichte und mit stimmungsvollen farbigen Fotografien ihres Mannes Klaus Nadolny. Auf diese Weise ist eine harmonische Insel aus erträumter Symbolik und tatsächlich gesichteter Schönheit entstanden, ein Atoll, das im globalen Medienchaos der Neuzeit gewiss nicht untergehen sollte. Peter Pitsch

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