Elfriede Hammerl

 4,1 Sterne bei 71 Bewertungen
Autor*in von Alte Geschichten, Von Liebe und Einsamkeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

schreibt seit vielen Jahren eine Kolumne für profil. Daneben verfasst sie Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Drehbücher. In Deutschland wurde sie durch ihr Drehbuch für den Fernsehfilm „Probieren Sie’s mit einem Jüngeren“ (Hauptrolle Senta Berger) und ihre Kolumnen in stern, Vogue, Cosmopolitan und Marie Claire bekannt. Die Autorin erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Preise, u.a. den Publizistikpreis der Stadt Wien, den Frauenpreis der Stadt Wien, den Concordiapreis (in der Kategorie Menschenrechte), die Johanna- Dohnal-Anerkennung und den Kurt-Vorhofer-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elfriede Hammerl

Cover des Buches Alte Geschichten (ISBN: 9783218011068)

Alte Geschichten

(14)
Erschienen am 05.02.2018
Cover des Buches Von Liebe und Einsamkeit (ISBN: 9783218010221)

Von Liebe und Einsamkeit

(14)
Erschienen am 19.02.2016
Cover des Buches Das muss gesagt werden (ISBN: 9783218012355)

Das muss gesagt werden

(10)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Der Hund hat Recht (ISBN: 9783218014120)

Der Hund hat Recht

(8)
Erschienen am 30.10.2023
Cover des Buches Schuldgefühle sind schön (ISBN: 9783216306807)

Schuldgefühle sind schön

(7)
Erschienen am 03.02.2003
Cover des Buches Kleingeldaffäre (ISBN: 9783423214940)

Kleingeldaffäre

(3)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches Müde bin ich Känguru (ISBN: 9783423211871)

Müde bin ich Känguru

(3)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Gespräche, die ich nie geführt habe (ISBN: 9783218014915)

Gespräche, die ich nie geführt habe

(2)
Erschienen am 28.01.2026

Neue Rezensionen zu Elfriede Hammerl

Cover des Buches Gespräche, die ich nie geführt habe (ISBN: 9783218014915)
conderes avatar

Rezension zu "Gespräche, die ich nie geführt habe" von Elfriede Hammerl

condere
Ein Werk, das auch einen selbst zu erhellenden inneren Mono- und fiktiven Dialogen einlädt.

Auch wenn der so bekannte Spruch von Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren“ sehr plakativ das tagtägliche Interagieren der verschiedensten Menschen beschreibt, bleibt vieles, gerade auch in Paarbeziehungen, aus den unterschiedlichsten Gründen ungesagt. So wird wohl in zahlreichen Partnerschaften ein genervtes Augenrollen des Partners/der Partnerin weitaus häufiger zu konstatieren zu sein als tiefgreifende Gespräche, die über reine Organisationsfragen, welche der (Familien)alltag mit sich bringt, hinausgehen. Auf eine geniale Idee ist in dem großen Bereich der (Nicht-)Kommunikation innerhalb einer Paarbeziehung nun die renommierte Autorin Elfriede Hammerl gekommen, welche nicht nur im Laufe ihres bewegten Lebens unzählige Kolumnen für Zeitungen und Zeitschriften verfasste, sondern ebenso jegliche Litertaturformen der kürzeren oder auch längeren Genres höchst erfolgreich veröffentlichte.

Nun ist ihr mit diesem Roman „Gespräche, die ich nie geführt habe“, der ganz aktuell im Kremayr&Scheriau-Verlag erschienen ist, erneut ein beeindruckendes Werk geglückt, das einen bereits auf den ersten Seiten gefesselt immer wieder weiterlesen lassen möchte. So beginnt es doch schon völlig anders, als wie man es von den meisten anderen Romanen kennt. Erst nach einigen Seiten eines packenden Dialogs, bei dem die Aussagen oder auch Fragen wie bei einem Ping-Pong-Spiel zwischen „ihm“ und „ihr“ hin- und herfliegen, erfährt man, dass der vorgestellte Dialog nie tatsächlich stattgefunden hat, sondern von der Protagonistin rein fiktiv ist. Sehr galant gelingen stets die Überleitungen zwischen den spritzigen fiktiven Dialogen und den erläuternden, erklärenden oder auch kommentierenden Erzählungen der Ich-Erzählerin.

Dass die Autorin aus der Steiermark kommt, spiegelt sich höchst sympathisch immer mal wieder in typisch österreichischen Ausdrücken wie „Jänner“, „Geh bitte“oder auch der Verwendung von besonderen Adjektiven wie „abwechslungslos“ wider. An zahlreichen Stellen kann man gar nicht anders, als aufgrund des so intelligenten Wortwitzes über das gesamte Gesicht zu schmunzeln. Elfriede Hammerl gelingt es meisterhaft, durchgehend in einem sehr pointierten und scharfsinnigen Schreibstil die Dialoge sowie alle reflektierenden Erörterungen der Protagonistin zu verfassen. Zudem regt die Autorin auch immer wieder die Leserschaft zum Nachdenken an, wenn sie z.B. die Frau auf der Seite 10 konstatieren lässt: „Es gibt keine schuldlosen Mütter.“ Es hat einen großen Reiz, dass die Autorin die Protagonistin von derselben Ausgangssituation aus, dem geplanten Begehen eines runden Geburtstags, in einem Wortwechsel nach dem anderen ständig den Gesprächsverlauf zwischen „ihm“ und „ihr“ in andere Bahnen lenkt, je nachdem wie sie in das fiktive Gespräch einsteigt. Auf der Seite 33 erklärt das literarische Ich die Notwendigkeit der fiktiven – und beeindruckend pointierten - Dialoge folgendermaßen: „Ich habe auch schon mit TG( „TG“ steht hierbei übrigens für „Trophy Guy“, da er sich selbst für einen Haupttreffer hält) gestritten, aber unsere Auseinandersetzungen führen zu nichts.“ Dankbar kann sich auf diese Weise die Leserschaft an der Gesamtkonzeption dieser Neuerscheinung erfreuen und an der Konstellation von insgesamt drei Protagonisten, wobei die dritte im Bunde, Gabi-Irina, keine sprechende Rolle innehat. Und von Seite zu Seite wird man durch die scharfsinnigen Dialoge nicht nur bestens unterhalten, sondern erfährt auch immer wieder Frappierendes über die drei Protagonisten in Form der Ich-Erzählerin, von TG und Gabi-Irina.

Und sollte auch in der eigenen Partnerschaft eher eine große Sprachlosigkeit herrschen, wird man unter dieser nach der Lektüre dieses brillanten Werkes deutlich weniger leiden, erinnert man sich doch immer wieder an wunderbare Stellen in diesem Buch zurück oder lässt sogar selbst im eigenen Kopf zahlreiche Dialoge entstehen, welche wohl vielleicht nicht so literarisch erhaben glücken, aber mit Sicherheit dennoch zumindest einen therapeutischen Effekt aufweisen werden.

Cover des Buches Gespräche, die ich nie geführt habe (ISBN: 9783218014915)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Gespräche, die ich nie geführt habe" von Elfriede Hammerl

Bellis-Perennis
Mit diesem Buch kann ich mich leider nicht anfreunden

Autorin Elfriede Hammerl ist vielen Lesern auch als Kolumnistin in verschiedenen Magazinen bekannt, wo sie mit bissigem Schreibstil zu gesellschaftspolitischen Themen kritische Kommentare schreibt. Dieses Buch ist ein wenig anders. Die nimmermüde Kämpferin für Frauen und ihre Rechte, hat für dieses Buch ein interessante Kunstform gewählt: Den inneren Monolog, der mit einer gehörigen Portion Selbstreflexion gepaart ist.
Grundsätzlich finde ich Gedankenspiele über die (eigene) Beziehung interessant.

So sehr ich die Doyenne der Kolumne schätze, mit diesem Werk kann ich mich leider nicht anfreunden. Vielleicht wären die Texte als Hörbuch, das mit verteilten Rollen gesprochen und eingelesen wird, diesmal die bessere Variante gewesen.

Mir haben Hammerls Bücher „Der Hund hat Recht“ oder das nachdenklich machende „Alte Geschichten“ besser gefallen. Leider kann ich hier nur 2 Sterne vergeben.

 

Cover des Buches Hotel Mama (ISBN: 9783423212274)

Rezension zu "Hotel Mama" von Elfriede Hammerl

Ein LovelyBooks-Nutzer
Zurück ins Nest

Stell dir vor, du sitzt gemütlich auf deinem Sofa, eingekuschelt in eine Decke, und blätterst durch ein Buch, das dich zum Lachen bringt, weil du dich und deine Familie in fast jeder Zeile wiedererkennst. Genau das hat Elfriede Hammerl mit „Hotel Mama“ bei mir bewirkt.

Die Geschichten in diesem Buch sind herrlich bissig und humorvoll und zeigen uns die Realität, die viele von uns nur zu gut kennen: erwachsene Kinder, die es sich im elterlichen Nest so richtig gemütlich gemacht haben. Hammerl beschreibt mit scharfer Zunge und einem zwinkernden Auge die Szenen, die sich zwischen Eltern und ihren „Nesthockern“ abspielen.

Ein Highlight ist definitiv die Geschichte des Sohnes, der nach einer schmerzhaften Trennung wieder bei seinen Eltern einzieht. Anstatt dass die Eltern ihm den Auszug schmackhaft machen, ziehen sie kurzerhand selbst aus und lassen ihm das Haus. Das Bild, das Hammerl hier malt, ist einfach köstlich. Stell dir vor, deine Eltern ziehen in eine kleine Wohnung, während du in der großen Familienvilla residierst – da kann man doch nur schmunzeln!

Besonders gelungen finde ich die Dialoge. Diese sind so realistisch und voller Wiedererkennungswert, dass man fast glaubt, einem echten Familienstreit zuzuhören. Die Wortgefechte zwischen Eltern und Kindern, die eigentlich über banale Dinge wie liegengebliebene Socken oder das Aufstehen am Sonntagmorgen entbrennen, sind unglaublich unterhaltsam und gleichzeitig so wahr.

Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist die Perspektivenvielfalt. Hammerl schafft es, sowohl die Sichtweise der Eltern als auch die der Kinder darzustellen – und zwar mit einer gehörigen Portion Ironie und Zynismus. Manchmal fühlt man sich als Leser fast ertappt, weil man merkt, dass man selbst schon genauso argumentiert hat – auf beiden Seiten.

Doch trotz aller humorvollen Überspitzung steckt in den Geschichten auch eine ernsthafte Botschaft. Sie regen zum Nachdenken an: Über den Egoismus, den sowohl Eltern als auch Kinder manchmal an den Tag legen, über die Herausforderungen des Zusammenlebens verschiedener Generationen und darüber, wie man diese Konflikte vielleicht ein bisschen weniger dramatisch und ein bisschen mehr mit Humor nehmen kann.

Alles in allem ist „Hotel Mama“ eine wunderbare Lektüre für alle, die das Familienleben kennen und lieben – mit all seinen Höhen und Tiefen. Ein perfekter Aufmunterer für genervte Eltern, eine freundliche Mahnung für gemütliche Nesthocker und ein großer Spaß für alle, die gerne lachen.

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass man selbst in den nervigsten Familiendramen noch Humor finden kann. Und das ist doch eine ziemlich beruhigende Erkenntnis, oder?

Gespräche aus der Community

Ob Familienpolitik, Migrationsfragen, Verteilungsgerechtigkeit, Intoleranz oder das Altern – Elfriede Hammerl spannt thematisch große Bögen, stets flankiert von einem ihrer wiederkehrenden Anliegen: den unterschiedlichsten Lebenssituationen von Frauen Gehör zu verschaffen.

Bewirb dich um eines von zehn Rezensionsexemplaren!

65 BeiträgeVerlosung beendet

Worum geht's?

Zwischen Melancholie, Aufbegehren und Wut: Elfriede Hammerl sucht nach den verdrängten Ängsten, Nöten und Wünschen ihrer langsam in die Jahre kommenden Figuren. Wenn die Zeit, die noch bleibt, weniger wird, kommen Abgründe zum Vorschein: Ob Beate, Carola oder Kurt – sie alle kämpfen an gegen verpasste Chance, Rollenbilder und die Erinnerung an die Verflossenen. Im Verborgenen werden die Säbel gewetzt und auf dem Parkett der schon lang erloschenen Zuneigung wird Stellung bezogen – Mann gegen Frau, Töchter gegen Mütter, Ehefrau gegen Ex-Geliebte, Jung gegen Alt.

Die Erzählungen in „Alte Geschichten“ widmen sich den unangepassten Alten, den Angepassten, die aus ihrer Rolle ausbrechen wollen, und den gerade noch Jüngeren, die sich fragen, wie sie mit dem Näherrücken des Alters umgehen sollen. Und natürlich geht es auch um die alten Geschichten, die irgendwann einmal die Soll- und Habenseite einer Lebensbilanz ausmachen. Elfriede Hammerls „Alte Geschichten“ betreiben literarische Feldforschung auf dem Territorium des Lebensabends.

Elfriede Hammerl

schreibt Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Drehbücher und seit vielen Jahren eine Kolumne für profil. In Deutschland wurde sie durch ihr Drehbuch für den Fernsehfilm „Probieren Sie’s mit einem Jüngeren“ (Hauptrolle Senta Berger) und durch ihre Kolumnen in stern, Vogue, Cosmopolitan und Marie Claire bekannt. Die Autorin erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Preise, u.a. den Publizistikpreis der Stadt Wien, den Frauenpreis der Stadt Wien, den Concordiapreis (in der Kategorie Menschenrechte), die Johanna-Dohnal- Anerkennung und den Kurt-Vorhofer-Preis.

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dieschmitts avatar
Letzter Beitrag von  dieschmitt
Vielen lieben Dank, dass ich mitlesen durfte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Anbei meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Elfriede-Hammerl/Alte-Geschichten-1510929815-w/rezension/1542645928/ Ich werde diese noch streuen.

Worum geht's?

Ein Hauch von Melancholie durchweht Elfriede Hammerls Erzählungen. Die Menschen darin sind desillusioniert von der Liebe und doch stets auf der Suche nach ihr. Sie schwanken zwischen Sehnsucht nach Geborgenheit und dem Wunsch nach Selbstbestimmung.
Da ist Nina, die sich für selbstlos hält, in Wirklichkeit aber ihren Lebensgefährten auf raffinierte Weise manipuliert.
Oder Christl, die von der Familie, in die sie eingeheiratet hat, herablassend behandelt wird und auf dramatische Weise scheitert, als sie sich daraus befreien will.
Da sind Ingrid und Marlies, zwei Schwestern, die für zwei diametral entgegengesetzte Lebenskonzepte stehen – welches ist das bessere?
Mit feinem Gespür deckt Elfriede Hammerl untergründig schwelende Konflikte auf und kratzt den Lack von nach außen hin „perfekten“ Beziehungen. Die Männer und Frauen in ihren Erzählungen haben Ecken und Kanten, Sehnsüchte und Ängste, Fehler und Schwächen – gerade deshalb gehen sie einem so nah.

Erscheinungstermin: 19. Februar 2016

Elfriede Hammerl
schreibt Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Drehbücher und seit vielen Jahren eine Kolumne für profil. In Deutschland wurde sie durch ihr Drehbuch für den Fernsehfilm „Probieren Sie’s mit einem Jüngeren“ (Hauptrolle Senta Berger) und durch ihre Kolumnen in stern, Vogue, Cosmopolitan und Marie Claire bekannt. Die Autorin erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Preise, u.a. den Publizistikpreis der Stadt Wien, den Frauenpreis der Stadt Wien, den Concordiapreis (in der Kategorie Menschenrechte), die Johanna-Dohnal- Anerkennung und den Kurt-Vorhofer-Preis.

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