Elfriede Jelinek Die Liebhaberinnen

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Inhaltsangabe zu „Die Liebhaberinnen“ von Elfriede Jelinek

Auch in diesem Roman der österreichischen Autorin fasziniert das buchstäblich unheimliche Talent, Alltagsgeschichten auf den Grund zu gehen. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergeben. So setzt zwischen zwei 'Liebhaberinnen' ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben ein, der mit Wucht ausgetragen wird. 'Beide ‹Liebhaberinnen› sind die Betrogenen. ‹wenn einer ein Schicksal hat, dann ist es ein mann. wenn einer ein schicksal bekommt, dann ist es eine frau.›. Bestechend an dieser Schriftstellerin ist die Genauigkeit und Schärfe, mit der sie in eine Welt falscher Glücksvorstellungen eindringt.' (Frankfurter Rundschau)

Die ungewöhnlich simplen, aber kraftvollen Sätze zeichnen ein deprimierendes Frauenbild, das hoffentlich der Vergangenheit angehört.

— suse9

Wenig Spannung bei einer Monotonie, bei der ich mich zwingen musste, nicht mit dem Lesen aufzuhören. Unklarer verlauf der Handlung->Ziel?

— AK1993

Fies! Einfach nur richtig fies, etwas zu fies für mich. Grotesk und Satire wird hier groß geschrieben. Ekelhaft gut.

— yfere

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  • Rezension zu "Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek

    Die Liebhaberinnen

    brividolibro

    27. July 2012 um 12:11

    INTERPRETATION In diesem Buch, geschrieben von Elfriede Jelinek, wird die Thematik der Frau bearbeitet. Liest man die ersten Kapitel der Geschichte, wird einem sofort bewusst, warum Jelinek den Titel „die Liebhaberin“ ausgewählt hat. Paula und Brigitte haben beide Jobs, mit denen sie ihren Unterhalt selbst finanzieren und selbstständig sein könnten. Jedoch wurde ihnen von ihrer Gesellschaft eingeimpft, dass eine Frau ohne Mann nichts wert ist und es essentiell ist, dass eine Frau eine intakte Familie aufbaut. Dabei stellt sich die Frage, ob eine erzwungene Ehe mit ungeliebten Kindern eine intakte Familie darstellt, bzw. dieses Bild einer intakten Familie vermittelt werden sollte. Meiner Meinung nach, war es ihr Ziel aufzuzeigen, wie schnell Frauen bereit sind, sich zu „verkaufen“, nur um ihrem Ruf und ihrer, fälschlicherweise angenommen, Bestimmung gerecht zu werden. Die beiden Frauen lassen sich von ihren Männer aushalten und als Lustobjekt benutzen und genau deshalb ist jede Frau, die in dieser Situation, wohl gemerkt freiwillig, ist eine Liebhaberin. Da in jedem Kapitel abwechselnd von Paula und Brigitte erzählt wird, ist es uns möglich, sehr gute Vergleiche zu ziehen. Da Elfriede bei ihrem Werk alles konsequent klein schreibt und auch ihre Sätze oftmals sehr kurz gehalten sind, entsteht oft ein monotones Lesegefühl und man muss sehr aufpassen, wenn man der Handlung folgen will. Auch die vulgäre Ausdrucksweise, finden wir in ihrer Geschichte. Die Schilderung der Art, wie die beiden Frauen ihr Leben durchschreiten, wird dadurch sehr kaltherzig aufgefasst. Ich habe das Ende der Geschichte so aufgefasst, dass man vermuten könnte, dass Paula ein ähnliches Schicksal, wie Brigitte haben wird. Nur wird es schwierig sein, da Paula eher hässlich ist, aber dafür überaus reinlich. Daher wird ihr wohl nicht Brigittes Schicksal blühen, aber es kann angenommen werden, dass Brigitte irgendwann genug davon hat, als Lustobjekt verwendet zu werden, sich von ihrem Mann trennt und auch ein eigenes Leben beginnt, wie Paula. PERSÖNLICHER EINDRUCK Das Werk von Elfriede Jelinek fand ich überaus interessant und auch die Handlung ging flüssig voran. Jedoch gibt es sehr viele ethische Kritikpunkte, die ich zu bemängeln habe. Einerseits die auf ihr Aussehen fixierte Brigitte, die praktisch ihre Körper an ihren Ehemann verkauft. Sie achtet nur auf ihr Äußeres, weil sie ihren Altersgenossinnen in Nichts hinten nach sein will. Diese Tatsache empfinde ich, als ziemlich erschreckend. Viele Jahrhunderte haben die Frauen dafür gekämpft ernstgenommen zu werden, auch in der Zeit, in der Jelineks Buch spielt. Brigitte ist eine typische Frau, die dieses Werk ihrer Vorgängerinnen in den Dreck zieht und missachtet. Meiner Meinung nach, ist auch sie einer der Frauen, die es heutzutage immer gibt, die Schuld daran sind, dass Frauen noch immer weniger geschätzt werden. Dann gibt es noch Paula, die ebenfalls, wie auch Brigitte, zu Beginn ihrer Geschichte, sich unter ihrem Wert verkauft und sich selbst nicht ernst nimmt. Des Weiteren denke ich, dass es unmöglich ist, einen Partner zu finden, der einen ernst nimmt und schätzt, wenn man sich selbst nicht ernst nimmt. Denn wie kann man geliebt werden, wenn man es selbst nicht schafft sich zu lieben? Um wieder auf Paula zurückzukommen, möchte ich einwenden, dass es unnötig ist jemanden nur wegen seines Aussehens zu begehren. Im Endeffekt hat sie selbst bemerkt, wie dumm es von ihr war. Im Gegensatz zu Brigitte, hat sie ihr Leben geändert, hat ihren Mann verlassen und eingesehen, dass sie eine Person ist, die es wert ist, geliebt zu werden. Auch wenn die Geschichte der beiden Frauen zunächst identisch erscheint, so gibt es doch einen wesentlichen Punkt, der die beiden unterscheidet. Brigitte ist damit zufrieden, ein Objekt ihres Mannes zu sein, der seine Sexfantasien an ihr ausleben will, aber Paula will das nicht mehr und entscheidet sich letztendlich dazu, ein neues Leben zu beginnen. Abschließend bin ich dazu gezwungen ein positives Resümee zu ziehen, da mich das Buch wirklich gefesselt hat.

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  • Rezension zu "Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek

    Die Liebhaberinnen

    wauzele

    03. March 2012 um 15:19

    Erschütternd.

  • Rezension zu "Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek

    Die Liebhaberinnen

    Perlchen

    26. July 2009 um 20:23

    Sicherlich ein ganz eigenwilliger Stil, der hier an den Tag gelegt wird. Man muss auch recht viel Durchhaltevermögen haben, um hier und da nicht doch mal versucht zu sein, das Buch wegzulegen. Dennoch finde ich, dass hier die österreichische (und sicherlich synchron auch die deutsche) Gesellschaft der Siebziger Jahre sehr treffend und vor allem zynisch dargestellt und kritisiert wird. Eindeutig zu empfehlen.

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