Elfriede Jelinek Lust

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Inhaltsangabe zu „Lust“ von Elfriede Jelinek

Seit Aids ins letzte Alpental vorgedrungen ist und «die infiziert, die in der Liebe für den Wechsel sind», muß der Fabrikdirektor auf Partnertausch und Prostituierte verzichten und wieder auf seine Frau Gerti zurückgreifen. Gerti will den sexuellen Attacken entfliehen, der routinemäßigen, langweiligen, tödlichen Wiederholung des Immergleichen. Sie ist oft abgängig, landet, bisweilen betrunken, auf der Gendarmerie. Ihre Sexualität kann sie nicht ausleben als Mutter; Mutterschaft und Sexualität löschen einander aus. Gerti verliebt sich in das Götterbild Michael, einen Studenten, der sie auf einer ihrer Fluchten aufliest, nach allen Regeln seiner jungen Aufreißer-Kunst verführt und demütigt. «‹Lust› ist, wie alle Romane Elfriede Jelineks, ein Sprachspiel, virtuos mitunter, präzise und kalt, kalauernd oft und albern; als böse Porno-Parodie könnte ‹Lust› gelesen werden, die durch den Rhythmus der Sätze, durch Wiederholungen die stets verfügbare Frau, den immer potenten Mann der Lächerlichkeit preisgibt, abrechnet mit Männerphantasie und Männerrede.» («Der Spiegel») «Elfriede Jelineks heftiger Antiporno ‹Lust› ist bereits zum Bestseller geworden; denn «eine vergleichbare sprachliche und intellektuelle Leseherausforderung gibt es in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur augenblicklich nicht» (Wolfram Schütte, «Frankfurter Rundschau»). «Auf einsamer Höhe über der gegenwärtigen deutschen Literatur anzusiedeln ... aufregend finde ich die aggressive Geschmacklosigkeit und Unbarmherzigkeit, mit der die Autorin die Sprache dummer Geilheit adaptiert und entschlossen weitergetrieben hat ins Grotesk-Komische; die gnadenlos wiederholungsfreie Fülle einer zwar zitierten, dann aber ohne Zaudern eingesetzten Sprache der Sexualität, genauer: einer Art des Sprechens über Sexualität.» (Jörg Drews, «Süddeutsche Zeitung») (Quelle:'E-Buch Text/02.01.2013')

Habe das Buch nach einhundert Seiten abgebrochen. Jelinek hat es hier einfach übertrieben, das Werk ist absolut unlesbar.

— whoiskafka
whoiskafka

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    Lust
    dominona

    dominona

    23. October 2014 um 14:24

    Jelineks Schreibe mag manchen abstoßen, aber ich empfinde sie regelrecht als angenehm neben dem 0815-Sex-Gewäsch in Filmen und den meisten Romanen. In Lust dreht sich alles um Sex und die Autorin hat mich mit ihren bildhaften und manchmal entwürdigenden Vergleichen häufig zum lachen gebracht. Sie spart auch nicht mit unflätigen Ausdrücken - das ist eben Jelinek. In die ruppige Darstellungsweise allgemein findet man sich nach einiger Zeit hinein. Das gezeichnete Bild ist gerne trostlos und grau, also nicht mit in die Beklemmung reißen lassen, lieber das andersartige einsaugen.

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  • Rezension zu "Lust" von Elfriede Jelinek

    Lust
    lämmchen

    lämmchen

    23. April 2010 um 10:40

    Trotz anderslautender Fachkritiken finde ich es langweilig, fantasielos, pornographisch.

  • Rezension zu "Lust" von Elfriede Jelinek

    Lust
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 13:39

    Ärgerlich... Elfriede Jelineks Roman "Lust"... eine schwierige Sache. Die Sprache, bzw. der Erzählstil ist so wirr, dass ein wirklicher Erzählfluss schon im Keim erstickt wird. Ich bin der Meinung, dass mit dieser Verwirrung des Erzählstranges in erster Linie ein frappierender Mangel an Ideen versteckt werden soll. Dieser Roman enthält keine Entwicklungen; die Form entwickelt sich nicht, die Geschichte auch nicht. Die Entwicklung dieser Story hätte eine Erzählung von ca. zehn Seiten wahrscheinlich schon überfordert. Die derbe Sprache und die einfach dummen Metaphern für Geschlechtsteile (die zum Teil in ihrer Vulgarität ekelerregend sind); das ist literarisch gesehen dann zusätzlich nur noch ärgerlich. Da es hier also (meiner Meinung nach) nicht um die Story geht (ich hoffe es), sondern um eine Aussage/Parabel (?), habe ich mir ständig die Frage gestellt: was will Elfriede Jelinek dem Leser mit diesem Roman sagen? Dass Frauen von Männern als Sexobjekte, bzw. als Objekte zur Befriedigung der groben, gefühllosen männlichen Lust benutzt, bzw. vergewaltigt werden? Eine Aussage, die meiner Meinung nach mehr als nur oberflächlich ist. Aber gut: muss denn die Aussage eines Romans mit meiner Meinung übereinstimmen? Nein. Darf ein Roman widerlich sein? Ekelerregend? Ja, keine Frage. Was macht dann den Unterschied aus? Ganz einfach; ein guter Roman (anonym und getrennt vom Autor- gut natürlich gibt es Autoren, die sich persönlich dazwischenschalten), der seine Protagonisten agieren lässt- zwingt den Leser weiterzulesen, ohne ihm seine Meinung aufzudrängen. Ein guter Roman fesselt und hinterlässt Spuren, Betroffenheit, Freude und regt zum Nachdenken an. "Lust" war einfach nur eine ärgerliche Qual. Ich habe mich selten so gefreut, die letzte Seite hinter mir zu haben...

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  • Rezension zu "Lust" von Elfriede Jelinek

    Lust
    Thabe

    Thabe

    14. January 2008 um 22:19

    Der Fabrikchef kommt nach Hause und treibt es mit seiner Frau. ~ 250 Seiten lang. Eklig, brutal und abstoßend. Keine Zärtlichkeit. Einmal versucht die Frau auszubrechen – landet in den Armen eines jungen Mannes. Dort ist es aber nicht besser. Am Ende dreht sie durch tötet den gemeinsam Sohn. Angekündigt wird dieses Buch als Antiporno. Ich habe noch keinen Porno gelesen – halte dieses Buch aber dafür. Wer gerne über ekligen Sex liest, ist bei diesem Buch richtig. Allen Anderen – Finger weg es ist schrecklich. Wer sich selbst überzeugen möchte, dem schicke ich gerne mein Exemplar. Literaturnobelpreisträgerin 2004 Elfriede Jelinek

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