Eli Brown Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel

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Inhaltsangabe zu „Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel“ von Eli Brown

Der junge Koch Owen Wedgwood sieht sich vor eine unmögliche Wahl gestellt: Auf ein Piratenschiff entführt, kann er entweder jeden Sonntag ein Gourmet-Menü für die gefürchtete Kapitänin Mad Hannah Mabbot zaubern oder mit den Haien um die Wette schwimmen. Doch an Bord gibt es kaum geeignete Zutaten. Um an die heranzukommen, muss er sich wohl oder übel mit der eigenwilligen Crew auseinandersetzen – und die hält so einige Überraschungen für ihn bereit.

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  • Abenteuer auf hoher See :-)

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    KlaraChilla

    KlaraChilla

    24. November 2015 um 19:18

    Die Geschichte und die Figuren fesseln von der ersten bis zur letzten Seite.
    Dem Autor gelingt es die Atmopshäre an Bord des Schiffes einzufangen und den Leser gleich mit.

  • Ein unfreiwilliger Piratenschiffskoch erzählt

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    Betsy

    Betsy

    Das Cover und der Titel haben es mir gleich angetan und ich hab mir eine unterhaltsame Geschichte mit so einigen witzigen Situationen vorgestellt. Leider war das hier nicht wirklich der Fall. Die Handlung wird aus den Tagebucheinträgen des Kochs Owen Wedgwood erzählt, der mitansehen muss wie sein Dienstherr Lord Ramsay brutal von der Piratin und Kapitänin Mad Hannah Mabbot ermordet wird und er selbst aufgrund seines Rufes als Koch gleich zu ihrem Schiff der Flying Rose mitgenommen wird. Um am Leben zu bleiben muss er von nun an jeden Sonntag ein Gourmet-Menü für Mabbot kochen, was auf dem Schiff und den wenigen Ressourcen die ihm zur Verfügung stehen zu einer wahren Herausforderung wird. Wie bereits gesagt, ich hätte hier eher mit einer witzigen Lektüre gerechnet, da allein der Titel schon sehr vielversprechend klang. Leider wird die Handlung durch die sehr genauen Kochbeschreibungen etwas zäh zum lesen, zwar für Kochbegeisterte die mehr davon verstehen vielleicht interessant, für mich aber leider nicht. Auch wenn die Geschichte von der Idee her wirklich mal was anderes ist und auch geschickt aufzeigt wie es zum Stockholmsyndrom kommen kann, fehlte mir der Schwung in der Geschichte.  Die Piratenmannschaft wartet mit interessanten Charakteren auf, die man ruhig noch mehr ausreizen hätte können. Owens Fluchtversuche, seine zögerliche Annäherung an die Piraten und Mabbots Gründe für Ramsays Ermordung waren definitiv interessanter zu lesen als sein Kochen selbst, allerdings kommt die Geschichte generell erst gegen Ende wirklich in Fahrt und endet für mich auch etwas überraschend, war aber alles in allem ein Ende, das in Ordnung geht.   Fazit: Mein Fall war es jetzt nicht, da ich mir das zubereiten der Speisen unter diesen Bedingungen einfach auf eine lustige Erzählweise vorgestellt habe, ansonsten viel Piratenjargon und ein paar Meutereien. Während es einige Längen gab wurde manches fast schon zu schnell abgewickelt. Die Handlung fließt zum Beginn eher sehr trocken dahin, wird aber gegen Schluss besser und auch mit dem Ende lässt sich leben ;)

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    • 3
    Betsy

    Betsy

    03. September 2015 um 10:19
  • An Bord der "Rose"...

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    Miamou

    Miamou

    20. June 2015 um 14:54

    Der Koch Owen Wedgwood sieht sich vor eine unmögliche Wahl gestellt: Auf ein Piratenschiff entführt, kann er entweder jeden Sonntag ein Gourmet-Menü für die Kapitänin Mad Hannah Mabbot zaubern oder mit den Haien um die Wette schwimmen. Doch an Bord gibt es kaum geeignete Zutaten. Um an die heranzukommen, muss er sich wohl oder übel mit der eigenwilligen Crew auseinandersetzen – und die hält so einige Überraschungen für ihn bereit. ********************************************* Was für ein Buchtitel – er machte mich wirklich neugierig und auch der Inhalt ist ja nicht wirklich alltägliche Kost, was die Geschichte sehr erfrischend machte. Das Buch versetzt den Leser in die Welt der Seefahrer, mit all ihren Probleme, ihrem harten Leben und ihren Pflichtaufgaben. Dies wird vom Autor sehr gut dargestellt und bildet gleichzeitig einen Kontrast zu den wöchentlich stattfindenden Sonntagsessen. Überhaupt hat Eli Brown der Geschichte mehrere Erzählebenen verpasst, die sich gut ineinanderfügen. Neben dem wirklich brutalen Piratenleben erfährt man nach und nach die Vergangenheit der Kapitänin Hannah und vor allem ihre Familiengeschichte, die die eine und andere Überraschung mit sich bringt und die Handlung im Buch quasi erst möglich macht. Wenn Wedge jedoch Woche aus dem Nichts ein Drei – Gänge – Menü zaubern muss, sieht man ihm direkt über die Schultern und man bekommt richtig Appetit, obwohl man gleichzeitig auch Mitleid mit ihm hat. Kein Mensch kann sich vorstellen unter diesen Bedingungen Kochen zu müssen…aber was tut man nicht alles um zu Überleben :-) Auch Kapitänin Hannah zeigt sich durch die besondere Kost gelegentlich entspannter, was Wedge bei der Mannschaft natürlich immer beliebter werden lässt. An Bord des Schiffes finden wir eine vielfältige Anzahl von einmaligen Charakteren. Begonnen bei Asiaten, den treu Ergebenen, den eifersüchtigen Verräter, den Feinden und natürlich Hannah und Wedge. Erzählt wird die Geschichte in Tagebuchform aus der Sicht von Wedge, der eine herrlich – komischen, teilweise zynischen, Schreibstil an den Tag legt. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss und nimmt sogar kurz vor dem Finale noch mal sehr an Tempo zu. Zwischendurch wird sogar erklärt, wofür man in der eigenen Küche einen Kanonenkugel verwenden kann…sie scheint gar nicht so unpraktisch zu sein. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und kann es daher ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

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  • Piraten ahoi!

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    BlueNa

    BlueNa

    15. March 2015 um 14:19

    England, 1819: Owen Wedgwood lebt und arbeitet glücklich und zufrieden als Koch für den wohlhabenden und einflussreichen Lord Ramsey. Das Kochen ist nicht nur Beruf für Wedgwood, sondern Passion und eine Kunstform. Doch im August 1819 nimmt Wedgwoods Leben eine schicksalhafte Wendung: Die berüchtigte Piratin Hanna Mabbot überfällt den Sommersitz von Lord Ramsey, mäht den Arbeitgeber des Kochs mit mehreren Schüssen nieder und entführt ihn auf ihr Schiff, die Flying Rose. Nach einigen Tagen in einer kargen und feuchten Zelle macht Captain Mabbot Owen Wedgwood ein Angebot: Er soll jeden Sonntag für sie ein exquisites Menü kochen und sich so sein Leben für die nächste Woche verdienen. Dies stellt den Koch vor schier unlösbare Schwierigkeiten, denn wie kommt man auf einem Piratenschiff, das auf offener See kreuzt, an frische Zutaten für Gerichte, die die Piratin zufrieden stellen würden? Die Geschichte um den Koch Owen Wedgwood, der auf ein Piratenschiff entführt und mit allen Widrigkeiten eines rauen Lebens auf See konfrontiert wird, beginnt mit seiner Entführung aus England und spielt dann hauptsächlich auf dem Piratenschiff Flying Rose. Umgeben von einer raubeinigen Piratenmannschaft und einer knallharten Kapitänin, muss sich der eher weiche und gutmütige Koch durchbeißen, wobei er sich in einem langen und eher schleichenden Prozess den Respekt der Piraten erwerben kann. Das Leben auf See ist hart, die wenigen Landgänge spärlich gesät, doch dies macht meiner Meinung nach eine gute Piratengeschichte aus: Viel Schiff, viel Meer, viel Kampf und viele raue Gesellen. Und natürlich eine Jagd nach einem Phantom, nämlich dem Brass Fox, dem Hanna Mabbot versucht habhaft zu werden. Das Buch ist in Tagebuchform verfasst, was mir wirklich gut gefallen hat. Owen Wedgwood schreibt seine Erlebnisse auf dem Piratenschiff haargenau nieder und lässt uns so an seinen Abenteuern teilhaben. Der Schreibstil selber ist sehr flüssig und strotzt nur so vor Sarkasmus und Humor. Wedgwood muss ein sehr humorvoller Mann sein, denn er erzählt mit einem Augenzwinkern und legt richtig viel Galgenhumor an den Tag, um nicht völlig durchzudrehen. Owen Wedgwood ist natürlich die Hauptperson und ein richtig guter Koch. Mit welcher Findigkeit er aus den kargen und einseitigen Vorräten, sowie den widrigen Umständen in der Kombüse auf einem Piratenschiff, Gerichte zaubert, bei denen einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft, ist wirklich erstaunlich! Kein Wunder dass Hanna Mabbot Gefallen an dem jungen Koch findet und ihre sonntäglichen Essensdates bald nicht mehr missen möchte. Mabbot ist eine schöne Frau, aber auch knallhart und respekteinflößend. Schließlich muss sie eine Mannschaft aus knallharten Piraten befehligen. Zur Seite steht ihr Mr. Appels, ihre rechte Hand und eine weitere interessante Persönlichkeit auf dem Schiff, die ich sehr gerne mochte. Der Schutzumschlag des gebundenen Buches ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet. Vor einem auberginefarbenen Hintergrund hebt sich das Piratenzeichen, ein Totenschädel mit gekreuzten Klingen ab. Nur dass der Totenschädel eine Kochmütze trägt und anstelle des zweiten Säbels einen Kochlöffel bekommen hat. Unter dem langen und interessanten Buchtitel findet man noch eine rote Rose. Fazit: „Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel“ von Eli Brown ist eine humorvolle und skurrile Piratengeschichte, die mich mit ihrem Setting und den wunderbaren Protagonisten überzeugt hat. Dieser tollen Abwechslung zu meinem üblichen Lesestoff gebe ich herzliche vier von fünf Sternen!

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  • Wunderbare Abenteuergeschichte

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    26. February 2015 um 18:20

    Owen Wedgwood ist zufrieden mit seinem angenehm ruhigen Leben als Koch des wohlhabenden Lord Ramsey. Alle Zutaten, die Owen für seine Kreationen benötigt, stehen ihm zur Verfügung, er kann im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöpfen. Mit dem schönen Leben ist es auf einen Schlag vorbei, als eines Abends die berüchtigte Piratin Hannah Mabbot während eines Festes das Haus stürmt und Lord Ramsey tötet. Owen Wedgwood wird bei dieser Aktion auf das Piratenschiff verschleppt und soll buchstäblich um sein Leben kochen. Jeden Sonntag erwartet die Piratenkapitänin ein Festessen. Leider sind die auf dem Schiff verfügbaren Lebensmittel nicht gerade als Zutaten eines Gourmet-Essens geeignet. Owen hat also nur zwei Dinge im Sinn: Wie er aus Nichts ein tolles Essen zaubert, und wie er es schaffen kann, zu fliehen. Ersteres bekommt er erstaunlich gut hin – aber seine Fluchtversuche scheitern grandios. Wobei er wenigstens noch das Glück hat, nicht mit der gefürchteten „Theaterschminke“ bestraft zu werden. Nach und nach bekommt Owen mit, was die Piratin antreibt. Sie jagt den Piraten Brass Fox, mit dem sie durch ein Geheimnis verbunden ist, und versucht gleichzeitig, einer übermächtigen Handelsgesellschaft zu schaden. Und nach und nach gewöhnt Owen sich auch an das Leben an Bord, an die Piraten – und an die Kapitänin… Dieses herrliche Abenteuerbuch habe ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Ich habe förmlich die Seeluft gerochen, das Knarren der Wanten gehört, das Schaukeln des Schiffes gespürt und Owen beim Kochen über die Schulter geblickt. (Ein Anhang mit den Rezepten wäre schön gewesen.) Die Härte des Piratenlebens wird nicht beschönigt, und auch die Machtverhältnisse im 19. Jahrhundert und die Verbrechen der Handelsgesellschaft werden realistisch dargestellt. Trotzdem ist das Buch humorvoll, und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Dies ist eine der Geschichten, in die man sich ganz und gar versenken kann. Und beim herzzerreißenden Ende brauchte ich ein Taschentuch…

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  • "Fluch der Karibik" lässt grüßen

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. November 2014 um 12:40

    "Fluch der Karibik" lässt grüßen Owen Wedgewood ist Koch in hohem Hause und ein guter dazu. Wie geschmiert läuft seine professionelle Küche, mit erlesenen Zutaten zauber er wunderbare Gerichte für seinen Lord und dessen Gäste. Auch wenn hier und da eine kleine, fein gezüchtete Schweinherde zu Demonstrationszwecken einer neuen Explosivwaffe leider "zweckentfremdet" werden. Doch als sich Wedgewood Auge in Auge mit seinem erschossenen Lord auf dem Boden liegend wiederfindet und ihn diese attraktive, rassige, kühle, rothaarige, zielsichere und brutal wirkende Piratenkapitänin durch einige ihrer beeindruckenden Männer auf ihr Schiff bringen lässt, ist es mit der Ruhe und der Freude in der Küche vorbei. Nicht nur, dass die Kombüse an Bord aller Beschreibung spottet, auch die Vorräte bestehen weitgehend aus Dingen, die Wegdwood nie mit dem Begriff "Lebensmittel" verbinden würde. Natürlich sinnt der übergewichtige Mann beständig auf seine Flucht (aber man sollte vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, wenn man dann alleine im Atlantik treibt), doch zunächst hängt der Strick drohend in seinem Blickwinkel (immer noch besser allerdings als die "aufhübschende Schminke", die er bei einer Bestrafung an Bord miterleben muss). Einmal die Woche hat er der Kapitänin ein Diner zu servieren und ihr Gesellschaft zu leisten. Klar soweit, dass die Güte des Diners über sein Überleben in der darauffolgenden Woche entscheidet. Und das Mad Hannah Mabbott (anders als ein "Jack Sparrow") durchaus auch brutal zu töten in der Lage ist, wenn sie in Wallung gerät, davon kann sich das zarte Gemüt Wedgewoods unfrewillig einige Male überzeugen. Doch je mehr er erfährt, je näher er die Frau kennenlernt, je tiefer er Einblick in ihren rücksichtslosen Kampf gegen eine bestimmte Handelsgesellschaft erhält und je klarer ihm wird, warum der Mann namens "Fox" von Mabbott dringlich aufgespürt werden soll, desto mehr ändert sich auch sein Blick auf das Geschehen. Lebendig und bildkräftig erzählt Brown diese Piratengeschichte, Die natürlich in ihren Grundzügen nicht unbekannt ist (eine Art Schatz wird gesucht, es gibt den erfindungsreichen gegnerischen Kapitän mit persönlicher Rachsucht, es gibt den Filou, der als Verbündeter gewonnen werden soll, auch wenn persönliche Spannungen das sehr erschweren, es gibt die geheimnisumwitterte Kapitänin, die oft hilflos wirkende Hauptfigur, die sich aber entfalten wird, es gibt jede Menge Humor und skurrile Gestalten "an Deck") und dennoch (oder gerade deswegen) bestens funktioniert und unterhält. zudem wirft Brown ganz hintergründig einen informativen Blick auf die "koloniale Praxis" und worum es Ende des 19. Jahrhunderts wirklich ging (Tee war es weniger). Ergänzt durch einige Prisen von Kampf und Kanonendonner, von dem ein oder anderen (anregend knapp, nicht elegisch, aber ausreichend) geschilderten besonderen Rezept des sehr kreativ sein müssenden Koches auf dem Piratenschiff liest sich das Buch wie in einem Rutsch wunderbar. Gute Unterhaltung mit einem ganz anderen "Helden" (der Küche) in einem klassischen, humorvollen, aber nicht überzogen satirischem Piratenabenteuer.

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  • Owen und die Piratin

    Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Owen Wedgwood ist Koch bei Lord Ramsey und zufrieden mit dem, was er macht und wo er lebt. Bis eines Tages die Piratin Hannah Mabbot in dessen Haus eindringt und so gut wie alle ermordet, voran Lord Ramsey. Mit schlotternden Knien übersteht Owen das Massaker und wird kurz darauf von Hannah Mabbot auf deren Schiff entführt, das auch kurz darauf ablegt. Owen ist aber nicht für die See gemacht, ihm wird schlecht auf dem Wasser und er ist alles andere als glücklich über seine momentane Situation. Hannah Mabbot ist die Kapitänin auf dem Schiff, berühmt und berüchtigt. Sie kommandiert schon lange das Schiff und die Besatzung ist ihr ergeben. Owen hat sie auf ihr Schiff entführt, damit er ihr an jedem Sonntag ein vernünftiges Menü kocht. Schmeckt es, ist alles gut, schmeckt es nicht, wird er um einen Kopf gekürzt. Eine Option, die ihm so gar nicht gefällt und so ist er bestrebt, aus Nichts, ein Essen zu bereiten, das der Kapitänin genehm ist. Während die Kapitänin ihre eigenen Interessen verfolgt, sie will unbedingt den Fox, ebenfalls einen Piraten, fangen, lässt Owen nichts unversucht, vom Schiff zu flüchten und nutzt jede sich ihm bietende Chance. Aber wird es ihm gelingen, die Freiheit wieder zu erlangen? ... Während sich Owen die ganze Woche überlegt, was er Hannah Mabbot am Sonntag vorsetzen soll, obwohl die Vorräte an Bord recht dürftig und so gar nicht für kulinarische Ausflüge geeignet sind, dreht sich in seinem Kopf auch alles um seine Flucht.  Er war dabei, als die Kapitänin seinem Arbeitgeber, Lord Ramsey, eine Kugel durch den Kopf gejagt hatte und macht sich wegen ihrer Grausamkeiten keinerlei Illusionen. Er verachtet sie und was sie darstellt. Hilflos muss er ebenfalls zusehen, wie andere Schiffe gekapert werden und die Besatzung ermordet. Was er nicht wirklich verstehen kann, ist ihre krampfhafte Suche nach Fox, dem anderen Piratenkapitän. Während eines seiner Fluchtversuche kommt er einem Geheimnis auf die Spur und einige Zusammenhänge sind ihm klar. Auch wenn ihm sein ehemaliger Arbeitgeber inzwischen in einem anderen Licht erscheint, will er nichts sehnlicher, als nach Hause, wo auch immer es nunmehr sein möge. Der Autor Eli Brown entführt Owen und seine Leser in die Zeit, als Piraten die Häfen und das Meer unsicher machten. Zu Beginn des 19. Jhs. ist der stärkere auf See der Sieger. Macht, Manipulationen, Gier machen es einzelnen leicht, sich unter dem Mäntelchen des Rechtschaffenen an anderen zu bereichern und sogar politisch an den jeweiligen Strängen zu ziehen. Bewundernswert ist Owen und sein Wirken in der Küche. Er ist wie ein Gott, der aus fast nichts noch etwas kreieren kann. Bei den genannten Gerichten lief selbst mir das Wasser im Mund zusammen, so dass es im nachhinein nicht verständlich ist, warum es keinen Anhang mit den Rezepten gibt. Das wäre der absolute Clou gewesen. Das Buch hat von allem ein wenig. Ein bisschen Geschichte, eine Piratengeschichte, wie man sie sich wünscht, Abenteuerfeeling, ein paar Geheimnisse, eine zarte Liebe und vor allem Spannung. Niemand ahnt, wie das Buch enden wird. Auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, erscheint es mir, so wie es ist, glaubhaft. Anfangs empfand ich das Buch als ein wenig langatmig, aber einmal richtig Seeluft geschnuppert, nahm es dann doch bald Fahrt auf und schipperte mich bis zum Ende in seinen Gewässern.

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