Eli Gottlieb

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Was niemand sah, Best Boy und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Eli Gottlieb

Was niemand sah

Was niemand sah

 (7)
Erschienen am 12.08.2010
Best Boy

Best Boy

 (6)
Erschienen am 21.01.2016
The Face Thief

The Face Thief

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Erschienen am 22.01.2013
The Boy Who Went Away

The Boy Who Went Away

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Erschienen am 01.02.1998
Now You See Him

Now You See Him

 (0)
Erschienen am 22.05.2009

Neue Rezensionen zu Eli Gottlieb

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Gegen_den_Strom_lesens avatar

Rezension zu "Best Boy" von Eli Gottlieb

Best Boy - im Zwiespalt zurückgelassen
Gegen_den_Strom_lesenvor 2 Jahren

Eli Gottlieb erzählt in seinem Roman "Best Boy", wie der autistische Todd die Welt wahrnimmt. Das Leseerlebnis ist zugleich einfühlsam und erbarmungslos - der Lesende erlebt die Geschichte aus Sicht des Protagonisten. Elis Gottlieb gelingt das wahrscheinlich deshalb so gut, weil er selbst einen autistischen Bruder hat, der in einem Heim betreut wird.  

Todd landet bereits mit 13 Jahren in einer Einrichtung für Hirn- und Entwicklungsgestörte. Und das obwohl er von seiner Mutter innig geleibt wird. Mittlerweile sind 31 Jahre vergangen und Todd lebt immer noch in einem Heim. Er hat sich damit arrangiert und ist ein "Best Boy" der immer haargenau alles tut, was man ihm sagt. Medikamente gehörten zu Todds alltäglicher Routine. Sie sind Teil seines Bestrebens, der beste Dorfbewohner überhaut zu sein.  

Aber was ist überhaupt los mit Todd? Was ist Autismus? Autismus, wissenschaftlich als Störung im Bereich der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung bezeichnet, bedeutet bei Todd eine Unfähigkeit, mit den ganz normalen Strapazen des Lebens umgehen zu können. Möglicherweise war es sein brutal prügelnder Vater oder die sadistischen Streiche des Bruders, die etwas in Todd ausgelöst haben. Sein Autismus schottet ihn von dieser Welt jedoch nicht ab. Manche Gefahren nimmt er vor allen Anderen wahr. Er merkt als Erster, dass mit dem neuen Pfleger etwas nicht in Ordnung ist. 

Todd kann Menschen nicht direkt in die Augen schauen, weil es sich für ihn anfühlt, als würden seine Nerven direkt mit Fingern berührt werden, sobald er es tut. Als er Marine kennen lernt, wachen Todds betäubte Gefühle wieder auf, er beginnt sich gegen die lebenslange Ruhigstellung zu wehren. Zum ersten Mal rebelliert er und wird somit zum "Worst Boy".  

Etwas zwiegespalten bin ich über den Erzählstil Todds. Einerseits ist es ein authentisches Zeugnis um die einzigartige Welt eines Autisten erlebbar zu machen. Andererseits befand ich mich während des Lesens selbst in einer Art Dämmerzustand, und hatte das Gefühl die Ereignisse nur sehr oberflächlich mitzubekommen.

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A

Rezension zu "Best Boy" von Eli Gottlieb

Eine interessante Innenperspektive eines Autisten
AnjaHoiAnvor 2 Jahren

Ich habe dieses Buch gerne gelesen und konnte mich auch mit der sprachlichen Umsetzung gut anfreunden. Das Buch liest sich gut und weckt Interesse weiter zu lesen.
In erster Linie bildet es das Innenleben eines Autisten ab, was dabei hilft, Gedankengänge und Gefühle von Betroffenen besser zu verstehen. Die Denkweisen unterscheiden sich stark von denen seines Umfelds, durch die Innenperspektive wird deren Unverständnis sehr deutlich. Es machte während des Lesens sehr betroffen, wie wenig die einzelnen Betreuer der Einrichtung, in der "Best Boy" Todd Aaron lebt, überhaupt Verständnis für seine Gefühlswelt zeigen. Im Laufe des Buches fühlt man vor allem Mitleid mit der Hauptperson, da niemand deren Empfindungen nachvollziehen zu können scheint und deshalb nur mit der Gabe von Medikamenten regiert. 
Ich empfand dieses Buch als ergreifend und kurzweilig, obwohl es auch eine Thematik behandelt, die in einer sehr negativen Welt angesiedelt ist und in jedem Fall keinen Leser kalt lässt. 

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Thommy28s avatar

Rezension zu "Was niemand sah" von Eli Gottlieb

Haarscharf am Flop vorbei
Thommy28vor 7 Jahren

Mir war das Buch als "Thriller" verkauft worden, was es mitnichten ist. Es ist allenfalls ein mässig interessantes Ehedrama mit Rückblicken auf eine verkorkste Kindheit. Wenn die geschätzten Vor-Rezensenten sagen, sie könnten inhaltlich nicht viel preisgeben, um nichts zu verraten, dann wohl eher, weil es da auch wenig gibt. Mir war jedenfalls schon früh klar, wohin "der Hase läuft". Der Schreibstiel ist zugegebener Maßen sehr poetisch, was aber nach kurzer Zeit doch langweilt. In ellenlangen Schachtelsätzen von bildhafter Wortgewaltigkeit sagt der Autor eher nichts. Und um was es bei dem wenigen geht, hat man spätestens im zweiten Drittel der wortmalerischen Sätze vergessen. Für meinen Geschmack schrammt das Buch haarscharf am Flop vorbei!

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