Eli Gottlieb Best Boy

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Inhaltsangabe zu „Best Boy“ von Eli Gottlieb

Todd Aaron ist Autist, Mitte 40 und Spezialist in Sachen Fastfood, Flugzeuge und Neil Young. Mit seinem Heimleben in Payton hat er sich gut arrangiert. Er ist immer pünktlich zur Stelle, schluckt an jedem Tag die richtige Pille und verhält sich auch sonst unauffällig – ein richtiger "Best Boy" eben, bis sein Leben mit einem Mal aus den Fugen gerät. Auslöser hierfür sind vor allem die obskuren Ereignisse rund um einen neuen Pfleger, der bei Todd grenzenloses Misstrauen auslöst. Und dann ist da noch Martine, die mit allen Mitteln der Kunst versucht, ihn zur Rebellion zu verführen. Schließlich begibt sich Todd auf eine wagemutige Reise, an deren Ende eine zutiefst berührende letzte Botschaft seiner Mutter auf ihn wartet.
Mit hoher Sensibilität und außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen schildert "Best Boy" das Innenleben eines autistischen Mannes – ein warmherziges, authentisches und in seiner sprachlichen Klarheit brillantes Porträt und eine ergreifende Erzählung darüber, was es bedeutet, eine Familie zu sein.

Einfühlsames Buch, das einen betroffen macht über das Unverständnis der Gesellschaft zum Anderssein

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  • Best Boy - im Zwiespalt zurückgelassen

    Best Boy

    Gegen_den_Strom_lesen

    28. April 2017 um 13:58

    Eli Gottlieb erzählt in seinem Roman "Best Boy", wie der autistische Todd die Welt wahrnimmt. Das Leseerlebnis ist zugleich einfühlsam und erbarmungslos - der Lesende erlebt die Geschichte aus Sicht des Protagonisten. Elis Gottlieb gelingt das wahrscheinlich deshalb so gut, weil er selbst einen autistischen Bruder hat, der in einem Heim betreut wird.  Todd landet bereits mit 13 Jahren in einer Einrichtung für Hirn- und Entwicklungsgestörte. Und das obwohl er von seiner Mutter innig geleibt wird. Mittlerweile sind 31 Jahre vergangen und Todd lebt immer noch in einem Heim. Er hat sich damit arrangiert und ist ein "Best Boy" der immer haargenau alles tut, was man ihm sagt. Medikamente gehörten zu Todds alltäglicher Routine. Sie sind Teil seines Bestrebens, der beste Dorfbewohner überhaut zu sein.   Aber was ist überhaupt los mit Todd? Was ist Autismus? Autismus, wissenschaftlich als Störung im Bereich der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung bezeichnet, bedeutet bei Todd eine Unfähigkeit, mit den ganz normalen Strapazen des Lebens umgehen zu können. Möglicherweise war es sein brutal prügelnder Vater oder die sadistischen Streiche des Bruders, die etwas in Todd ausgelöst haben. Sein Autismus schottet ihn von dieser Welt jedoch nicht ab. Manche Gefahren nimmt er vor allen Anderen wahr. Er merkt als Erster, dass mit dem neuen Pfleger etwas nicht in Ordnung ist.  Todd kann Menschen nicht direkt in die Augen schauen, weil es sich für ihn anfühlt, als würden seine Nerven direkt mit Fingern berührt werden, sobald er es tut. Als er Marine kennen lernt, wachen Todds betäubte Gefühle wieder auf, er beginnt sich gegen die lebenslange Ruhigstellung zu wehren. Zum ersten Mal rebelliert er und wird somit zum "Worst Boy".   Etwas zwiegespalten bin ich über den Erzählstil Todds. Einerseits ist es ein authentisches Zeugnis um die einzigartige Welt eines Autisten erlebbar zu machen. Andererseits befand ich mich während des Lesens selbst in einer Art Dämmerzustand, und hatte das Gefühl die Ereignisse nur sehr oberflächlich mitzubekommen.

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  • Eine interessante Innenperspektive eines Autisten

    Best Boy

    AnjaHoiAn

    09. December 2016 um 15:46

    Ich habe dieses Buch gerne gelesen und konnte mich auch mit der sprachlichen Umsetzung gut anfreunden. Das Buch liest sich gut und weckt Interesse weiter zu lesen.In erster Linie bildet es das Innenleben eines Autisten ab, was dabei hilft, Gedankengänge und Gefühle von Betroffenen besser zu verstehen. Die Denkweisen unterscheiden sich stark von denen seines Umfelds, durch die Innenperspektive wird deren Unverständnis sehr deutlich. Es machte während des Lesens sehr betroffen, wie wenig die einzelnen Betreuer der Einrichtung, in der "Best Boy" Todd Aaron lebt, überhaupt Verständnis für seine Gefühlswelt zeigen. Im Laufe des Buches fühlt man vor allem Mitleid mit der Hauptperson, da niemand deren Empfindungen nachvollziehen zu können scheint und deshalb nur mit der Gabe von Medikamenten regiert. Ich empfand dieses Buch als ergreifend und kurzweilig, obwohl es auch eine Thematik behandelt, die in einer sehr negativen Welt angesiedelt ist und in jedem Fall keinen Leser kalt lässt. 

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