Eli Gottlieb Was niemand sah

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Inhaltsangabe zu „Was niemand sah“ von Eli Gottlieb

Sein Name war Rob Castor … Durchaus möglich, dass Sie von ihm gehört haben. Als er Mitte zwanzig war, gelangte er zu gewisser Kult-Prominenz, weil er ein Buch mit herrlich düsteren Storys geschrieben hatte. Ein paar Jahre später ermordete er seine Freundin und beging dann Selbstmord … Jeder in Robs Umfeld ist zutiefst schockiert – allen voran sein Kindheitsfreund Nick, der nun sein gesamtes Kleinstadtleben in Frage stellt. Doch je länger Nick die Ereignisse Revue passieren lässt, umso mehr Zweifel kommen auf, ob hier eigentlich die Wahrheit erzählt wird … »Eine faszinierende Mischung aus Suspense und lange begrabenen Familiengeheimnissen – und ein Schlussknaller, der selbst die erfahrensten Leser des Genres aufrütteln wird.« Publishers Weekly

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  • Haarscharf am Flop vorbei

    Was niemand sah
    Thommy28

    Thommy28

    29. January 2012 um 15:55

    Mir war das Buch als "Thriller" verkauft worden, was es mitnichten ist. Es ist allenfalls ein mässig interessantes Ehedrama mit Rückblicken auf eine verkorkste Kindheit. Wenn die geschätzten Vor-Rezensenten sagen, sie könnten inhaltlich nicht viel preisgeben, um nichts zu verraten, dann wohl eher, weil es da auch wenig gibt. Mir war jedenfalls schon früh klar, wohin "der Hase läuft". Der Schreibstiel ist zugegebener Maßen sehr poetisch, was aber nach kurzer Zeit doch langweilt. In ellenlangen Schachtelsätzen von bildhafter Wortgewaltigkeit sagt der Autor eher nichts. Und um was es bei dem wenigen geht, hat man spätestens im zweiten Drittel der wortmalerischen Sätze vergessen. Für meinen Geschmack schrammt das Buch haarscharf am Flop vorbei!

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  • Rezension zu "Was niemand sah" von Eli Gottlieb

    Was niemand sah
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2011 um 23:32

    Inhalt: Nicks Geschichte beginnt nicht, wie wir es erwarten würden, mit dem Anfang sondern mit dem Ende. Und dieses Ende gestaltet sich so, dass Rob Castor, aufstrebender Jungschriftsteller, tot ist. Selbstmord. Er hat erst seine Freundin erschossen. Und dann sich. Nick erzählt die Geschichte, da Rob nicht nur sein Freund war. Er war sein bester Freund. Der Freund. Eigentlich ein Bruder. Bereits seit frühester Kindheit waren sie befreundet und jetzt ist er einfach weg. Nick fällt daraufhin in ein tiefes Loch und stellt sein gesamtes Leben in Frage, während er sich in Erinnerungen an seine Kindheit vergräbt. Genau dieses Vergraben in eine fiktive Welt, bedroht jedoch sein reales Leben, denn seine Frau Lucy hat kein Verständnis für sein extremes Trauerverhalten und beginnt an ihrer Ehe zu zweifeln. Schafft es Nick wieder einen Sinn in seinem Leben zu finden? Meine Meinung: Was ich als erstes anmerken möchte ist die grandiose Sprache des Buchs. Denn obwohl es hier um sehr emotionale Begebenheiten geht, wird das Ganze von Nick stets sachlich, kalt wiedergegeben. Gerade diese Kälte von eben jener Person, die von den Umständen am meisten betroffen ist, schafft es, dass einem das Buch so nahe geht. Jedoch darf ich nicht zu viel verraten, da in den wenigen Seiten des Buches so viel passiert, sodass man schnell zu viel erzählt hat. Generell bleibt zu sagen, dass ich selten ein Buch von solch einer Intensität gelesen habe, auch wenn ich zunächst etwas desillusioniert war, da ich mit einem etwas thrilligeren Buch gerechnet habe. Lässt man sich aber erstmal auf die Erzählweise und vor allem die Geschichte ein, lässt es einen nicht mehr los. Das Buch hält einem jedes noch so grausame Detail unter die Nase und lässt einen gedanklich auch noch lange nach Beendigung noch nicht los. Fazit: Selten derart tiefe Einblicke in einen Protagonisten erlebt. Absolute Lesedelikatesse.

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  • Rezension zu "Was niemand sah" von Eli Gottlieb

    Was niemand sah
    Solifera

    Solifera

    30. November 2010 um 09:37

    In diesem Buch geht es um Nick und Rob, die seit Kindheitstagen beste Freunde waren. Rob, der gefeierte aufstrebende Jungschriftsteller und Nick, der mit Kindern, Haus und Frau eher ein Spießerleben führt und im in Robs Schatten stand. Doch plötzlich geht ein Aufruhr durch das kleine friedliche Städtchen: Rob bring erst seine Freundin und dann sich um. Das macht alle betroffen und vor allem Nick leidet so sehr darunter, dass er auf einmal alles in Frage stellt. Er igelt sich ein, entfremdet sich immer mehr von seiner Familie, vor allem von seiner Frau. Er gerät in ein tiefes emotionales Loch. Ist seine Ehe zu Lucy noch zu retten und kann er sich aufrappeln? Der Autor hat hier tiefe Einblicke in die Psyche des Menschen, besonders eben von Nick gegeben. Sprachlich besticht er durch eine meisterhafte Detailtreue und eine Bildhaftigkeit, die seinesgleichen sucht. Der Stil ist facettenreich, in Teilen schon fast poetisch, ohne dabei langweilig zu werden. Fazit: Das Buch erzählt von einer besonderen Freundschaft, die auch weit über den Tod hinausreicht. Einer Freundschaft, die einen Menschen völlig von sich gefangen nehmen kann und einfach über alles gestellt wird. Eine eindringliche, schon fast psychologische Studie über den Menschen, mit tiefen Einblicken in seine Seele. Ich habe es gern gelesen.

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  • Rezension zu "Was niemand sah" von Eli Gottlieb

    Was niemand sah
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    01. November 2010 um 16:51

    „Kann Schmerz die Form eines Lebens verändern?“ Rob Castor ist tot. Erst hat er seine Freundin erschossen und sich anschließend selbst umgebracht. Das Ende ist der Anfang – so beginnt Nicks Erzählung, sein Requiem auf seinen Kindheitsfreund, der mehr als das für ihn war. Es ist ein Requiem auf einen Mörder – auf einen Bruder – auf eine große Liebe. „Ein Tötungsakt hat es an sich, dass er den Spiegel des menschlichen Teiches kräuselt.“ Für Nick sind es meterhohe Wellen. Die ihn übermannen und ihn aus seinem bisherigen Leben reißen. Robs Tod löst eine ganze Lawine von Fragen in ihm aus – er hinterfragt sein ganzes bisheriges Leben, vergräbt sich und erstarrt in der Erinnerung an seine Kindheit – an seine Freundschaft mit Rob Castor. Seine Frau Lucy verzweifelt – und reagiert mit Unverständnis auf die Trauer ihres Mannes. Hat die Ehe noch Bestand oder treibt sie ein Toter auseinander? „Das Herz hat seine eigene Roadmap.“ Nick flüchtet sich in die Erinnerung an seinen Freund; er ergeht sich in Glorifizierungen – Rob war für ihn ein Magnet, eine Sonne, sein ultimativer Lebensmittelpunkt. Schließlich trifft er sich mit Belinda, Robs Schwester, und beginnt eine Affäre mit ihr. Durch sie ist er Rob wieder ganz nahe. Ich kann nur erahnen, was für eine Bedeutung Rob Castor für Nicks Leben hatte – aber mir schnürt es die Luft ab, wenn ich seine Trauer betrachte. So selbstaufgebend, so vollkommen, so alles-andere-ausschließend. Wie soll es nun weitergehen? Eli Gottlieb lässt seinen Protagonisten Nick in klaren Sätzen sprechen. In sehr präzisen Sätzen. Ohne Emotionen. Und das macht die Emotionalität dieses Romans aus – die Nacktheit der Schilderungen, ihre Unmittelbarkeit. Es ist die präzise Nacherzählung eines Mordes – so präzise wie ich noch keine gelesen habe – eines Lebens, dass in diesem seinen Höhepunkt findet. Ich wühle in zwei verschiedenen Leben – und fühle mich dabei fast wie ein Voyeur. Trotzdem werde ich die Frage nicht los – Ist alles was ich ausgrabe, die Wahrheit? Oder sollen Nicks geschliffenen Sätze, die Ereignisse, die er mir präsentiert, mich das nur glauben lassen?

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  • Rezension zu "Was niemand sah" von Eli Gottlieb

    Was niemand sah
    Ailis

    Ailis

    Mit "Was niemand sah" lockt Gottlieb seine Leser in einen Irrgarten aus Lug und Trug, aus dem er sie erst auf den allerletzten Seiten wieder entlässt. Bei diesem Roman läuft man Gefahr, bereits sehr früh zu viel zu verraten, weil die Geschehnisse so in sich verschlungen sind, daher halte ich den Inhalt kurz: Rob Castor, leuchtender Stern am Literatenhimmel, hat erst seine Ex-Freundein Kate umgebracht und dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Für seine alten Freunde aus Schulzeiten, die noch immer in ihrem kleinen Heimatstädtchen leben, ist diese schreckliche Tat nicht mit dem Rob in Verbindung zu bringen, den sie kannten, doch die Beweise sind hieb- und stichfest. Besonders sein bester Freund Nick leidet - mehr jedoch an Robs Tod, weniger an dem schrecklichen Mord. Durch seine Augen folgen wir dem nun folgendem Geschehen. Dabei geht es allerdings nicht allein um Rob, nein, besonders geht es um Nick. Wir erfahren, warum Rob so etwas Besonderes für ihn war und was genau diese beiden Männer verband. Nick ist so in seiner Trauer gefangen, dass seine Ehe auseinanderzubrechen droht - doch die Trauer weckt auch etwas in ihm, so dass er sich mit seiner Kindheit und seinem Leben auseinandersetzt und beginnt, gewisse Dinge zu hinterfragen. Je tiefer er gräbt, desto unglaublichere Schatten und Schrecken treten zutage. Gottliebs Roman ist eine Studie über den besonderen Wert einer Freundschaft und darüber, wie eine Kindheit doch das ganze Leben prägen kann. Dabei ist seine Sprache vielschichtig und schillernd, nahezu poetisch, wenn er uns in die Seele seines traurigen Helden blicken lässt. Nick und Rob - zwei Freunde, die man kennenlernen sollte!

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