Eli Rygg

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Autor von Goodbye, Uroma!.

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Eli RyggGoodbye, Uroma!
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Goodbye, Uroma!
Goodbye, Uroma!
 (3)
Erschienen am 23.01.2012

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Rezension zu "Goodbye, Uroma!" von Eli Rygg

Dreiunddreißigtausendsiebenhundertundsiebzig Tage
AnneMayaJannikavor 2 Monaten

Cover:

schlichte Zeichnung von Uroma und Mikael und ihren Abenteuern

Zum Buch:

Uroma schreibt eine mail an alle Verwandten, Sie möchte gerne zu einer Party einladen und dann gerne sterben.

Erst sind alle ein wenig geschockt, aber dann stellt sich doch die Frage, kann man so einfach entscheiden zu sterben? Mikael verbringt die letzten zwei Wochen bei seiner Uroma, um ihr bei den Vorbereitungen zu helfen. Alle unerledigten Dinge und Wünsche stehen auf Uromas Liste und natürlich Sterben zu üben.

Meine Meinung:

Eli Rygg hat ein Buch über das Sterben geschrieben. Es ist kein trauriges Buch, wie man es vielleicht bei diesem Thema erwartet, es ist ein hoffnungsvolles Buch. Mikael und seine Uroma sind ein gutes Team, die gerne Zeit miteinander verbringen. Das Uroma nun beschließt zu sterben, kann man ein wenig verstehen, schließlich hatte sie ein langes und ausgefülltes Leben.

Mikael sucht im Menü des Handys und ruft dann den Taschenrechner auf. "Gib 365 mal 92 ein, bitte." Mit so einem Rechner ist Mathe auf einmal Kinderleicht, denkt Mikael.

"33580", antwortet Mikael flink. "Stimmt genau", sagt Uroma, "und dazu addierst du jetzt 190", bittet sie, nachdem sie etwas an ihren Fingern abgezählt hat. "33770", erwidert er prompt.

"Dreiunddreißigtausendsiebenhundertundsiebzig. So viele Tage habe ich gelebt! Ich bin satt - satt an Tagen." (Seite 35)

Aber bevor der endgültig letzte Tag kommt, gibt es viel zu tun. Die Beerdigung muss organisiert werden und Uroma hat definitiv ein paar extravagante Wünsche. Der Sarg muss ausprobiert werden, das Totengewand ausgesucht und genäht. Offene Rechnungen beglichen, ein letzter Wunsch erfüllt und natürlich zum Friseur, schließlich möchte Uroma gut aussehen.

"Du bist wirklich eine Spezialistin in Selbstgespräche-Führen, was - Uroma?", sagt er und umarmt sie.

"Es ist nicht das schlechteste, vor seinem Tod noch ein bisschen seinen inneren Komposthaufen zu wenden", antwortet sie und verlässt den Tisch, um die Teller mit den Brotscheiben, die sie schon frühmorgens geschmiert hat, aus dem Kühlschrank zu holen. (Seite 80f)

Aber zwischen durch gibt es auch die leisen Töne, die man erwartet, die Frage warum niemand gerne über den Tod spricht. Aber Uroma hat für alles eine Antwort parat.

"... Beerdigungen haben etwas Wehmütiges an sich. Ein Leben ist zu Ende gegangen." Uroma steht auf und geht im Zimmer hin und her. "Manche Beerdigungen sind entsetzlich schmerzhaft." Sie hält kurz inne, bevor sie weiterspricht. "Ich möchte meine Beerdigung feiern, weil ich ein langes und schönes Leben gehabt habe. Zuerst soll es ein Fest geben, um dieses schöne, lange Leben zu feiern. Danach ist die Zeit für Einkehr und liebe Erinnerungen. Und nicht zuletzt Zeit, mich zu vermissen. Für mich ist es ein tröstliches Gefühl, dass du mich vermissen wirst, Mikael." (Seite 99)


Fazit:

Ein sehr schönes Buch über das Ende eines langen Lebens.

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