Elia Barceló

 4.1 Sterne bei 217 Bewertungen
Autorin von Töchter des Schweigens, Das Rätsel der Masken und weiteren Büchern.
Elia Barceló

Lebenslauf von Elia Barceló

Elia Eisterer-Barceló wird am 29. Januar 1957 in Elda geboren. Die Autorin studierte Anglistik, Amerikanistik und Hispanistik in London, München, Paris, Florenz, Rom und Innsbruck. Im Jahr 1996 promovierte sie schließlich über den argentinischen Autor Julio Cortázar. Heute ist sie Mutter von zwei Kindern und lebt mit ihrem österreichischen Mann in Innsbruck. An der Universität in Innsbruck unterrichtet sie spanische Literatur und Landeskunde sowie Kreatives Schreiben. Für ihre eigenen Werke erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.

Neue Bücher

El secreto del orfebre

Neu erschienen am 28.09.2018 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Das Licht von Marokko

 (5)
Erscheint am 01.03.2019 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Elia Barceló

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Töchter des Schweigens

Töchter des Schweigens

 (69)
Erschienen am 01.09.2017
Das Rätsel der Masken

Das Rätsel der Masken

 (55)
Erschienen am 01.09.2017
Das Geheimnis des Goldschmieds

Das Geheimnis des Goldschmieds

 (33)
Erschienen am 01.09.2017
Die Stimmen der Vergangenheit

Die Stimmen der Vergangenheit

 (21)
Erschienen am 01.09.2017
Das schwarze Brautkleid

Das schwarze Brautkleid

 (11)
Erschienen am 01.11.2011
Das Labyrinth der Liebe

Das Labyrinth der Liebe

 (9)
Erschienen am 14.09.2015
Das Licht von Marokko

Das Licht von Marokko

 (5)
Erschienen am 01.03.2019
El secreto del orfebre

El secreto del orfebre

 (0)
Erschienen am 28.09.2018

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Neue Rezensionen zu Elia Barceló

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Herbstroses avatar

Rezension zu "Das Geheimnis des Goldschmieds" von Elia Barceló

Falsche Zeit – falscher Ort …
Herbstrosevor 6 Monaten

Nur eine Frau hat der erfolgreiche Goldschmied jemals in seinem Leben geliebt. Jetzt, 1999, befindet sich der namenlose Erzähler auf dem Weg in das Dorf seiner Kindheit und Jugend, um Abschied zu nehmen von seinen Erinnerungen. Drei Monate dauerte damals, 1974, seine leidenschaftliche Affäre als 19jähriger mit Celia, einer wesentlich älteren Frau. Dann verließ sie ihn und brach ihm das Herz, genau wie ihres 20 Jahre zuvor gebrochen wurde, als ihr Verlobter nicht zur Hochzeit erschien.

Als der Mann im Dorf ankommt scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, plötzlich befindet er sich in den fünfziger Jahren. Dort begegnet er einem jungen Mädchen, das ihm seltsam vertraut ist. Die beiden verlieben sich leidenschaftlich ineinander und planen ihre Hochzeit. Am Tag vor der Trauung beginnt das Drama, das Schicksal nimmt seinen Lauf …

Die spanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Elia Barceló wurde 1957 in der Provinz Alicante geboren. Sie studierte in London, München, Paris, Florenz, Rom und Innsbruck und schrieb etliche Romane, Kurzgeschichten und Jugendbücher, von denen einige in Deutsch übersetzt wurden. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Heute lebt die zweifache Mutter mit ihrem österreichischen Mann in Innsbruck und unterrichtet an der dortigen Universität.

„Das Geheimnis des Goldschmieds“
ist ein wunderbares kleines Buch voller Poesie, eine kurze, intensive Geschichte über die Suche nach einer verflossenen Liebe, über Sehnsucht und Treue. Gekonnt spricht die Autorin die Fantasie des Lesers an und spielt dabei mit den Zeiten, die sie geschickt verschachtelt und ineinander überfließen lässt. Man fühlt sich in einer Zeitschleife gefangen und hofft nach den knapp 100 Seiten, dass das Wunder 1999 um Mitternacht auf der Dachterrasse doch noch geschehen wird …

Fazit: Ein Kabinettstückchen der Erzählkunst, ein Lesevergnügen der besonderen Art, eine Geschichte, die sich angenehm von den üblichen abhebt.

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M

Rezension zu "Das Licht von Marokko" von Elia Barceló

Sprachgewaltiger Entwicklungsroman mit düsterer Familiengeschichte
michael_lehmann-papevor 10 Monaten

Sprachgewaltiger Entwicklungsroman mit düsterer Familiengeschichte

Nein, man spricht schon lange nicht mehr darüber. Das Leben ging und geht weiter, immerhin befinden sich Helena Guerrero ziemlich „Oben“ in ihrem Schaffen als Künstlerin, das Leben könnte nicht besser laufen, zumindest, wenn ein Außenstehender die Malerin, ihr Schaffen und ihren Erfolg betrachtet.

Und doch, ganz mit sich im Reinen ist die Frau nicht. Was sich auch in ihrem Werk, in den Motiven, in ihren diffusen Gefühlen, was die Vergangenheit angeht, niederschlägt.

Vielleicht ist ja die Feier einer Hochzeit im Rahmen ihrer Familie da ein fröhliches Gegengewicht. Doch statt Zerstreuung und eines einfach schönen Festes werden am Ort der Feier alte Wunden sichtbar, machen sich pochend bemerkbar, Spuren aus der Vergangenheit tauchen auf und das nie geklärte Verbrechen um en Tod ihrer Schwester bricht sich Bahn in die Gegenwart. Auch wenn das alles bereits 50 Jahre zurückliegt, seit damals ist es so, als wäre ein Teil des Herzens der Künstlerin herausgerissen.

Und so ist dieser Roman tatsächlich, trotz des vorgerückten Alters der Hauptfigur, ein Entwicklungsroman. Eine Reise zu sich selbst. Ein Kriminalfall, der aus persönlichen Gründen nun endgültig nicht mehr ruhen darf und in dem, Schritt für Schritt auf der Spurensuche, was damals wirklich geschehen ist und wer der Täter ist, Helena das alte Träume beginnt, aktiv zu verarbeiten, auch um innerlich heil werden zu können.

Wobei sich Barceló gründlich im Leben Helenas und ihrer Familie umsieht, die Familiengeschcihte aus den 30er Jahren heraus zu erzählen beginnt und mit je wechselnder Perspektive und in verschiedenen Zeitebenen im Buch Hartes und Weiches, bewusst Schadendes und Leidendes vor Augen führt, was alles den Leser immer tiefer in den Bann der Ereignisse zieht und die Spannung im Blick auf die Lösung der bald vielfältig im Raume stehenden Fragen durchweg im Buch erhält.

Alte Geschichte, verdeckte Ereignisse, vieles, was einander angetan wurde, was stückweise zu Tage trägt, immer wieder auch für überraschende Wendungen sorgt und, sprachlich sehr gelungen, auch die Atmosphären der jeweiligen Zeiten zwischen Marokko (wo das Verbrechen geschah) und Spanien einfängt.

Ein Buch auch, in dem, wieder einmal, und das sprachlich hervorragend und psychologisch ausgereift, verdeutlicht wird, dass der Mensch seinen Frieden innerlich nicht finden wird, wenn er nur versucht, die bedrängenden, schwierigen Erlebnisse zur Seite zu schieben. Die Seele meldet sich durchgehend und der Preis, der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu wollen ist hoch. Für die Malerin Helene, aber ebenso für die verschiedenen Mitglieder ihrer Familie, die, jeder und jede auf ihre Weise, ebenso ja über fünf Jahrzehnte versucht haben, das Geschehen lieber nicht mehr zur Sprache zu bringen und die Hintergründe im Dunklen zu belassen.

Eine hervorragend zu lesende, anrührende und berührende, teils auch spannende Lektüre. Ruhig erzählt und nichts für Leser, die innerlich ständig auf Tempo drängen, dafür aber gründlich alle Verästelungen innerlich wie äußerlich sorgfältig ausleuchtet.

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schlumelines avatar

Rezension zu "Das Licht von Marokko" von Elia Barceló

Das Licht von Marokko
schlumelinevor einem Jahr

Helena verliert ihre Schwester im Jahr 1969. Bei einem Fest auf dem Anwesen La Mora in Marokko verschwindet Alicia und wird am nächsten Tag tot aufgefunden. Für Helena ist das der Grund das Weite zu suchen. Ihr Leben verbringt sie in Distanz zu ihrer Familie. Sie erlangt Ruhm als Malerin in Australien und kehrt erst 2016 anlässlich der anstehenden Hochzeit ihrer Enkelin in den Schoß der Familie nach Madrid zurück. Dort händigt ihre Cousine ihr eine Kiste mit Briefen und Fotos aus, die ihre Mutter ihr hinterlassen hat. Helena lässt sich nur langsam auf ihre eigene Vergangenheit und die ihrer Familie ein. Doch sind die Erinnerungsstücke der Beginn einer langen emotionalen Reise, die Helena auch zurück nach Marokko führt.

„Das Licht von Marokko“ ist viel mehr als nur ein Roman über das Schicksal einer Frau und die Geheimnisse einer Familie. Es ist vielmehr auch ein historischer Exkurs in die Geschichte Spaniens und Marokkos und in die Zeit des Franco Regimes und seiner Machenschaften.

Der Autorin Elia Barceló gelingt es perfekt diese tolle Geschichte in die historischen Ereignisse einzuflechten. Die Protagonistin Helena ist eine interessante Persönlichkeit, deren Distanz man erst zu verstehen beginnt, wenn sich ihre Vergangenheit mehr und mehr offenbart und man ihr damit näherkommt. „Das Licht von Marokko“ konnte mich überzeugen und mit seinen Handlungssträngen in der Gegenwart, in der Vergangenheit und den Fundstücken aus der Kiste absolut faszinieren. Der Roman hat mich mit tief berührt und begeistert. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Zusätzliche Informationen

Elia Barceló wurde am 28. Januar 1957 in Elda (Spanien) geboren.

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