Elia Barceló

 4.1 Sterne bei 225 Bewertungen
Autorin von Töchter des Schweigens, Das Rätsel der Masken und weiteren Büchern.
Autorenbild von Elia Barceló (©  Sofipeza)

Lebenslauf von Elia Barceló

Elia Eisterer-Barceló wird am 29. Januar 1957 in Elda geboren. Die Autorin studierte Anglistik, Amerikanistik und Hispanistik in London, München, Paris, Florenz, Rom und Innsbruck. Im Jahr 1996 promovierte sie schließlich über den argentinischen Autor Julio Cortázar. Heute ist sie Mutter von zwei Kindern und lebt mit ihrem österreichischen Mann in Innsbruck. An der Universität in Innsbruck unterrichtet sie spanische Literatur und Landeskunde sowie Kreatives Schreiben. Für ihre eigenen Werke erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.

Alle Bücher von Elia Barceló

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Cover des Buches Töchter des Schweigens (ISBN: 9783492311250)

Töchter des Schweigens

 (70)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Das Rätsel der Masken (ISBN: 9783492311274)

Das Rätsel der Masken

 (55)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Das Geheimnis des Goldschmieds (ISBN: 9783492311243)

Das Geheimnis des Goldschmieds

 (33)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Die Stimmen der Vergangenheit (ISBN: 9783492311267)

Die Stimmen der Vergangenheit

 (21)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Das Licht von Marokko (ISBN: 9783492313919)

Das Licht von Marokko

 (10)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Das schwarze Brautkleid (ISBN: 9783492271936)

Das schwarze Brautkleid

 (11)
Erschienen am 01.11.2011
Cover des Buches Das Labyrinth der Liebe (ISBN: 9783492306669)

Das Labyrinth der Liebe

 (10)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Das schwarze Brautkleid (ISBN: 9783492960434)

Das schwarze Brautkleid

 (0)
Erschienen am 20.08.2012

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Neue Rezensionen zu Elia Barceló

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Rezension zu "Das Licht von Marokko" von Elia Barceló

Ausgezeichnet konzipierte, vielschichtige Geschichte
Viv29vor 2 Monaten

„Das Licht von Marokko“ war ein Zufallsfund, über den ich sehr glücklich bin. Es ist ein außergewöhnlicher Roman, der verschiedene Themen komplex und ausgesprochen gelungen verbindet. Das grundlegende Thema ist die Malerin Helena, die seit Jahrzehnten unter dem nicht aufgeklärten Mord an ihrer Schwester Alicia leidet und nun herausfinden möchte, was geschehen ist. Dieser Mord an Alicia ist gewissermaßen der rote Faden, aber Helena findet noch unglaublich mehr über ihre Familie heraus und der Leser hat das Glück, sie auf dieser wirklich spannende Reise zu begleiten.

Helenas Anstoß zu weiteren Forschungen ist die Teilnahme an einer Familienaufstellung, und ich fand es schade, daß diese dubiose Methode so unkritisch geschildert wurde und die dort gemachten fast esoterisch anmutenden repräsentativen Wahrnehmungen als so relevant dargestellt wurden. Aber dies nimmt zum Glück nicht zu viel Raum ein. Der Großteil der Recherche findet durch Gespräche mit Weggefährten, Spurensuche und zwei Kisten voller Dokumente statt, die Helena aus dem Nachlass ihrer Mutter übergeben werden. Das mag einen an die zahllosen, sich ähnelnden 08/15-Romane mit dem Thema „Frau findet alte Dokumente und kommt Geheimnis auf die Spur“ erinnern, aber dieses Buch hebt sich weit von dieser Dutzendware ab, dies sowohl durch die Erzählweise wie auch die Thematik. Helenas Nachforschungen führen sie tief in die Geschichte nicht nur ihrer Familie, sondern auch Spaniens. Der Vater war überzeugter Franquist und weitaus mehr in die Unterstützung Francos verwickelt, als seine Familie sich je hätte träumen lassen. Es werden dunkle Themen angesprochen – Francos Methoden und überhaupt die Stimmung im Spanien jener Jahre, politische Morde, von politisch Unliebsamen geraubte Kinder und vieles mehr. Auch Marokkos Geschichte spielt eine – kleinere – Rolle.

Die Geschichte entfaltet sich uns allmählich durch Helenas Nachforschungen, Rückblicke und einen Blick auf alte Fotografien. Dies ist gut gemacht, denn wir bekommen immer nur einzelne Puzzleteile – Geschehnisse und Personen halten reichlich Überraschungen bereit, fast nichts ist so, wie es scheint. Gerade die Rückblicke sind farbig geschildert, aber auch sonst ist der Schreibstil flüssig. Ein kleines Manko ist die gelegentliche Neigung zum Dialog-Infodumping (zu Beginn insbesondere die Tendenz mancher Charaktere, ihren Verwandten den Familienstammbaum herunterzubeten, der allen durchaus bekannt ist. „Du bist meine Stiefgroßmutter, weil …“) und zu Wiederholungen. Wenn ein Brief z.B. ausführlich Dinge erklärt, die die Charaktere – und somit auch der Leser – bereits herausgefunden haben, ist das unnötig und etwas zäh. Dies kommt aber nicht so oft vor, daß es das Lesevergnügen wirklich beeinträchtigt hätte. Es gibt einen ausgesprochen großen Zufall, was nie mein Geschmack ist, aber es war nur einer. Ansonsten war alles sorgfältig konzipiert. Helena, die oft grundlos unfreundlich ist, war kein sympathischer Charakter und es gibt zwischen ihr und ihrem Stiefenkel einen obskuren und unnötigen Handlungsstrang, aber auch das überlagerte die Geschichte nicht.

Ich habe die fast 500 Seiten des Buches mit Freude gelesen, war nie gelangweilt, sondern im Gegenteil sehr gespannt, was sich als nächstes enthüllen würde. Ich habe die bildhaften Schilderung genossen und die Schauplätze, insbesondere das von der Familie geliebte Haus in Marokko, vor mir gesehen. Außerdem konnte ich hier viel über die Zeit Francos und die Nachwirkungen jener Zeit lernen, was ausgesprochen interessant war. So ist „Das Licht von Marokko“ ein auf vielen Ebenen ausgezeichnetes Buch, das zahlreiche Aspekte geschickt verwebt und farbenfroh schildert.

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Rezension zu "Das Licht von Marokko" von Elia Barceló

Das Licht von Marokko ... was bringt es zu Tage?
engineerwifevor 2 Jahren

Bücher von spanischen Autoren finde ich ja immer wieder spannend. Das ist so ein Land, mit dem mich eigentlich wenig verbindet und das ich – bis auf zwei Besuche in Barcelona – noch so gar nicht kenne. Umso neugieriger hat mich der Klappentext dieses Romans gemacht. Ein dunkles Geheimnis, das darauf wartet, aufgedeckt zu werden, wer kann da schon widerstehen? Hatte ich mir zu viel versprochen? Der Anfang zieht sich und es dauert ein Weilchen, bis man mit den Namen und vor allem auch den Zeitsprüngen vertraut wird. Doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt. Immer tiefer wurde ich hineingezogen in die Abgründe der Familiengeschichte, die sich auch - aber nicht ausschließlich - um den nie wirklich aufgeklärten Mord an Alicia drehen. Geschickt lässt die Autorin auch jeden Menge Information zu der politischen Lage in Spanien einfließen, besonders über den spanischen Bürgerkriegs, der zwischen Juli 1936 und April 1939 zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanischen Republik und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco geführt wurde. Er endete mit dem Sieg der Nationalisten mit der Hilfe seiner faschistischen Verbündeten aus Italien und Deutschland. Doch auf wessen Kosten? Ihm folgte das Ende der Republik in Spanien und die bis zum Tode Francos 1975 anhaltende franquistische Diktatur. Helena und Alicias Vater spielte darin während seiner Militärzeit eine wichtige Rolle, doch musste er ein verdecktes Doppelleben führen, das die Familie weiter entzweite … fast scheint es, dass mit jeder kleinen Aufklärung ein neues Geheimnis zu Tage geführt wird. Durch die anfänglichen Längen muss ich ein kleines Sternchen abziehen, aber ich möchte dennoch eine Leseempfehlung aussprechen. Lasst euch entführen nach Spanien aber vor allem auch in das geheimnisvolle Marokko … es lohnt sich! 

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Rezension zu "Das Geheimnis des Goldschmieds" von Elia Barceló

Falsche Zeit – falscher Ort …
Herbstrosevor 3 Jahren

Nur eine Frau hat der erfolgreiche Goldschmied jemals in seinem Leben geliebt. Jetzt, 1999, befindet sich der namenlose Erzähler auf dem Weg in das Dorf seiner Kindheit und Jugend, um Abschied zu nehmen von seinen Erinnerungen. Drei Monate dauerte damals, 1974, seine leidenschaftliche Affäre als 19jähriger mit Celia, einer wesentlich älteren Frau. Dann verließ sie ihn und brach ihm das Herz, genau wie ihres 20 Jahre zuvor gebrochen wurde, als ihr Verlobter nicht zur Hochzeit erschien.

Als der Mann im Dorf ankommt scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, plötzlich befindet er sich in den fünfziger Jahren. Dort begegnet er einem jungen Mädchen, das ihm seltsam vertraut ist. Die beiden verlieben sich leidenschaftlich ineinander und planen ihre Hochzeit. Am Tag vor der Trauung beginnt das Drama, das Schicksal nimmt seinen Lauf …

Die spanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Elia Barceló wurde 1957 in der Provinz Alicante geboren. Sie studierte in London, München, Paris, Florenz, Rom und Innsbruck und schrieb etliche Romane, Kurzgeschichten und Jugendbücher, von denen einige in Deutsch übersetzt wurden. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Heute lebt die zweifache Mutter mit ihrem österreichischen Mann in Innsbruck und unterrichtet an der dortigen Universität.

„Das Geheimnis des Goldschmieds“
ist ein wunderbares kleines Buch voller Poesie, eine kurze, intensive Geschichte über die Suche nach einer verflossenen Liebe, über Sehnsucht und Treue. Gekonnt spricht die Autorin die Fantasie des Lesers an und spielt dabei mit den Zeiten, die sie geschickt verschachtelt und ineinander überfließen lässt. Man fühlt sich in einer Zeitschleife gefangen und hofft nach den knapp 100 Seiten, dass das Wunder 1999 um Mitternacht auf der Dachterrasse doch noch geschehen wird …

Fazit: Ein Kabinettstückchen der Erzählkunst, ein Lesevergnügen der besonderen Art, eine Geschichte, die sich angenehm von den üblichen abhebt.

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Zusätzliche Informationen

Elia Barceló wurde am 28. Januar 1957 in Elda (Spanien) geboren.

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