Elia Barceló Töchter des Schweigens

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Inhaltsangabe zu „Töchter des Schweigens“ von Elia Barceló

Dreißig Jahre lang haben sie nicht da - rüber gesprochen, haben sie gehofft, dass die Zeit die Wunden heilt und die Schuld an Schrecken verliert. Bis eine von ihnen eine verhängnisvolle Entscheidung trifft und damit ihr Leben verspielt. Sieben Freundinnen, die Schatten der Vergangenheit und ein Todesfall, der die Mauern des Schweigens zerbrechen lässt.

Lesenswert! Was aus Träumen werden kann oder nicht wird, weil... Und dabei geht es nur am Rande darum, wer es war...

— Katrin_Rodeit

Die Gespräche wiederholen sich teilweise, nehmen dem Buch die Spannung und werfen die Frage auf, wann denn alles aufgelöst wird...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Anfangs ein bisschen seicht....ungefähr bis Seite 150, dann nimmt die Geschichte einen wirklich mit. Spannend bis zur letzten Seite und toller Schluss!

— kofler_sonja

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    Töchter des Schweigens

    samo

    01. June 2016 um 20:58

    Schon die Leseprobe hat mich in seinen Bann gezogen und ich hoffte, dass dies auch das ganze Buch über so bleiben würde - und ich wurde nicht enttäuscht.Sieben Freundinnen treffen sich nach über dreißig Jahren wieder und werden gezwungen das aufzuarbeiten was sie seit 1974 zu vergessen versuchen. Nach und nach werden die Geheimnisse der Freundinnen aufgedeckt bis hin zu dem großen Geheimnis, das alle sieben betrifft. Was mir sehr gut gefallen hat war die Vielschichtigkeit des Buches, denn es stand nicht nur der Mordfall im Mittelpunkt, sondern auch die Geschichte Spaniens zu Zeiten Francos, das Erwachsenwerden (und das Erwachsensein), sowie auch religiöse und psychologische Aspekte, aber auch die Probleme die jeden einzelnen betreffen können. Die Spannung steigerte sich bis zum Ende hin, als man erfuhr was im Sommer 1974 wirklich geschah. Doch als ich die letzte Seite des Buches umblätterte fragte ich mich: Wer hat denn jetzt aber Lena umgebracht??? Möglicherweise habe ich es vor lauter Neugierde was denn 1974 geschehen ist einfach überlesen, vielleicht wird es aber auch wirklich nicht deutlich.Der Schreibstil von Barceló ist flüssig und beschwört Bilder vor dem inneren Auge herauf. Man fühlt sich richtig in das Geschehen hineinversetzt und leidet mit den sieben Freundinnen.Die Wiener Zeitung schrieb "Elia Barceló muss den vergleich mit den Werken von Carlos Ruiz Zafón nicht scheuen" und hier muss ich ganz deutlich zustimmen, denn meiner Meinung nach ist dieses Buch ein Meisterwerk.

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  • Töchter des Schweigens

    Töchter des Schweigens

    CabotCove

    22. February 2016 um 12:32

    Kurz zum Inhalt Freundschaft heißt, gemeinsam ein Geheimnis zu bewahren – denn die Wahrheit kann tödlich sein...   Margarita, Magdalena, Maria Theresa, Soledad, Candelaria, Maria del Carmen und Ana Maria – sieben Freundinnen, die ein dunkles Geheimnis miteinander teilen...   1974 trennen sich die jungen Frauen nach einem tragischen Ereignis auf Mallorca und finden erst 2007 wieder zusammen. Man könnte meinen, die Jahre hätten sie entzweit, aber offensichtlich hat sie dieses Erlebnis stark zusammengeschweißt, denn die Freundschaft besteht noch immer, trotz der langen Zeit, in der man sich nicht gesehen hat. Das allein ist schon außergewöhnlich, aber die Umstände sind es noch mehr, denn eine der Freundinnen hat Selbstmord begangen, so scheint es auf den ersten Blick... Und doch stellt sich dieser Todesfall als Mord heraus...   Hier ist es schwierig, mehr über den Inhalt zu sagen und nicht zuviel zu verraten, von daher Schluss an dieser Stelle, da ich denen, die das Buch noch lesen möchten, weder den Spass noch die Spannung nicht verderben möchte...   Mein Eindruck Dass die Autorin, wie sie selbst am Anfang des Buches erwähnt, persönliche Erfahrungen miteinfließen ließ, macht das Buch noch authentischer. Man merkt, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Sie legt viel Augenmerk auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, deren Verstrickungen und die Probleme, die sich daraus ergeben. Die Charaktere sind klar „umzeichnet“ und ermöglichen dem Leser so einen tiefen Einblick in Gefühlswelten und Hintergründe/die Vergangenheit.   Ihre Sprache ist sehr klar und fast schon als malerisch zu bezeichnen. Sie beobachtet äußerst detailliert und legt viel Wert auf Präzision, was bei anderen Autoren oft leider nur bemüht wirkt, bei ihr hingegen macht es zu einem Großteil die Magie des Buches aus. Da auf dem Klappentext der Vergleich mit Carlos Ruiz Zafon gezogen wird (den ich - nebenbei gesagt - sehr verehre und dessen Bücher ich bislang nicht nur gelesen, sondern geradezu „verschlungen“ habe), möchte ich auch dazu kurz etwas sagen: diesen Vergleich kann man ziehen, sollte man aber nicht, denn Elia Barcelo hat sich durchaus ihren eigenen Platz verdient, da sie auf ihre ganz eigene, besondere Weise schreibt.   Geschichten dieser Art gibt es natürlich schon einige auf dem Markt, aber Elia Barcelo schafft es, dieses Buch zu einem besonderen Ereignis zu machen und das Thema fast schon wieder neu „aufzurollen“/darzustellen anhand ihres Stils und ihrer scharfen Beobachtungsgabe. Sicherlich spielt dabei auch eine Rolle, dass sie persönliche Erfahrungen miteinfließen ließ, in welchem Rahmen auch immer.   Mir gefallen zwei Erzählperspektiven eigentlich in den wenigsten Fällen, weil ich mich dann immer so aus der Geschichte „herausgerissen“ bzw. hin- und hergerissen fühle, aber Elia Barcelo macht das auf eine Weise, die mir sehr angenehm war und dieses Gefühl überhaupt nicht aufkommen ließ.   Sehr gelungen fand ich auch das Cover, das meine Aufmerksamkeit im Buchladen auch auf das Buch gelenkt hätte, wenn ich hier nicht die Leseprobe gefunden hätte. Die rauen Wellen, die einsame, junge Frau auf dem Steg, deren Blick gedankenverloren aufs Meer hinausgeht – das alles trifft ganz gut den Kern der erzählten Geschichte; so wird anhand des Covers schon ein wenig auf die Zerrissenheit der Protagonisten hingewiesen.   Mein Fazit Ein sehr gelungenes Buch mit einer malerischen-schönen Sprache und durchaus auch einigen Spannungselementen, bei dem die verschiedensten Eindrücke auf einen einprasseln und das man eigentlich keinem Genre so recht zuordnen kann (und es auch gar nicht sollte) und das somit – völlig berechtigt - eine breite Leserschaft ansprechen dürfte. Für mich ist Elia Barceló eine Autorin, deren Namen man sich merken sollte !

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  • Töchter des Schweigens

    Töchter des Schweigens

    Langeweile

    18. November 2015 um 11:35

    Wer nach der Leseprobe einen spannenden Krimi erwartet,kommt sicher nicht auf seine Kosten.Es ist die Geschichte von sieben Frauen,die gemeinsam zur Schule gingen und befreundet waren.Sie Alle verbindet ein dunkles Geheimnis.Es passierte im Jahre 1974 ,als die Freundinnen gemeinsam auf der Abschlußfahrt nach Mallorca waren.Danach zerplatzten alle Wünsche,Pläne und Träume wie Seifenblasen.Sie zerstreuen sich in alle Himmelsrichtungen und Jede bewahrt Stillschweigen über die schlimmen Ereignisse. Nach über dreißig Jahren reist Rita ;die in London lebt,in ihr kleines Heimatdorf zurück ,um das Haus ihrer Tante zu verkaufen.Nach einer Wiedersehensfeier, will Lena das Schweigen brechen und Rita erzählen ,was damals geschah.Dazu kommt es nicht,weil Lena ermordet wird.Dadurch werden bei allen Frauen die Erinnerungen,die tief in ihrem Inneren vergraben waren,wieder wach. Elia Barcelo gelingt es auf großartige Weise ,die Geschichte jeder Frau zu erzählen.Sie wechselt dabei immer die Zeiten,was aber deutlich herausgestellt wird.Man erfährt sehr genau ,was die einzelnen Frauen erlebt und auch teilweise erlitten haben. Auch wenn das Geheimnis nach und nach gelüftet wird ,bleibt es doch, bis zum dennoch überraschenden Schluß, spannend.Das Buch hat mich sehr bewegt und nachdenklich zurückgelassen.

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  • Man hätte was draus machen können...

    Töchter des Schweigens

    AKRD

    12. June 2015 um 20:43

    7 Freundinnen, die sich 1974 nach einem tragischen Ereignis trennen und sich 2007 wiedertreffen. Eine von ihnen begeht Selbstmord – vermeintlichen Selbstmord... Konnte sie mit der gemeinsam aufgeladenen Schuld nicht mehr leben ?   Mich hat dieses Buch trotz des viel verteilten Lobes hier zuvor leider nicht überzeugt, aber das wird daran gelegen haben, dass ich mich für solche Verstrickungen nicht wirklich interessiere und lieber Krimis lese, in denen es etwas härter zugeht... Auch fand ich die Hauptfiguren zu überspitzt dargestellt; zu einseitig. Die Autorin beleuchtet zwar auch Hintergründe und zeichnet die Charaktere deutlich, aber dabei übertreibt sie meiner Meinung nach ein wenig. Ich hätte mir da ein wenig mehr Zurückhaltung gewünscht... Das hätte die Charaktere auch sympathischer gemacht und mich dann vielleicht noch für das Buch eingenommen... Den Vergleich mit Carlos Ruiz Zafon, den man allerorts lesen konnte, kann ich deswegen so nicht nachvollziehen. Elia Barcelo bedient sich zweifelsohne einer ausgefeilten Sprache, die man auch fast schon malerisch nennen könnte, kommt dabei aber Ruiz Zafon einfach bei Weitem nicht heran, der sich durch malerische Ausdrucksweise UND Spannung auszeichnet und Spannung bringt dieses Buch leider kaum auf. Die wechselnde Erzählperspektive hätte noch dazu beitragen können, den Roman spannender zu gestalten, hat dies aber leider nicht geschafft...

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  • Töchter des Schweigens - Elia Barcelo

    Töchter des Schweigens

    HK1951

    01. May 2015 um 09:21

    „Töchter des Schweigens“ von der spanischen Autorin Elia Barcelo erzählt die Geschichte um sieben Freundinnen, die ein tragisches Ereignis im Jahre 1974 für immer aneinander „kettet“, wenn man so will und dass ihr aller Leben nachhaltig beeinflusst und in Teilen sogar regelrecht lenkt. Sie alle müssen das Geheimnis um einen Todesfall wahren und als eine von ihnen sich das Leben nimmt, als sie sich wiedertreffen wollen, scheint es fast so, als hätte die Schuld sie erdrückt... Oder waren doch fremde Hände an ihrem Tod schuld ?   Elia Barcelo erzählt in zwei Strängen – 1974 und 2007 – und bedient sich einer sehr schönen Sprache, die mich tatsächlich ein wenig – wie auf dem Klappentext erwähnt – an Carlos Ruiz Zafon erinnerte, der dieses meisterhaft beherrscht. Ganz reicht die Autorin nicht an ihn heran, aber ihr Stil kann ebenfalls besonders genannt werden: sie wählt ihre Worte mit Bedacht, überlädt dabei aber nie und überfordert den Leser auch nicht mit ausschweifenden Ausführungen, sondern erzählt auf dem Punkt. Man hat immer das Gefühl, man sei in diese Clique der sieben Freundinnen involviert und erlebe alles hautnah mit. Das Cover ist sehr schön und treffend gestaltet.   Alles in allem ein gutes Buch für Freunde der zwischenmenschlichen Beziehungen, die auch auf Spannung nicht verzichten möchten, denn beides „verwebt“ Elia Barcelo vortrefflich und hat damit einen Roman geschaffen, der mir sehr gut gefallen und schöne Lesestunden beschert hat.

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  • Nachdenklicher Roman, der nur am Rande ein Krimi ist

    Töchter des Schweigens

    Katrin_Rodeit

    Kurzbeschreibung: Dreißig Jahre lang haben sie nicht darüber gesprochen, haben sie gehofft, dass die Zeit die Wunden heilt und die Schuld an Schrecken verliert. Bis eine von ihnen eine verhängnisvolle Entscheidung trifft und damit ihr Leben verspielt. Sieben Freundinnen, die Schatten der Vergangenheit und ein Todesfall, der die Mauern des Schweigens zerbrechen lässt. Meine Meinung: Ein ungewöhnliches Buch. Unterhaltung, die trotzdem zum Nachdenken anregt. Ich möchte ihn nicht unbedingt Krimi oder gar Thriller nennen, obwohl es um eine Tote, eine Verschwundene und ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit geht. Ein spannender, aber gleichzeitig nachdenklich stimmender Roman. Erinnerungen an ein 33 Jahre zurückliegendes Ereignis, die ihre Klauen bis heute ausstrecken. Er handelt von 7 Frauen, der „Clique vom 28sten“ und beginnt mit den Aufzeichnungen einer der Frauen: „Stell dir deine Geburt folgendermaßen vor: Du wirst nicht geboren, wenn man dich dem Mutterleib entreißt. Was da geboren wird, ist ein Potenzial, ein winziges Wesen, das zu nichts weiter imstande ist, als nach Nahrung, Wärme und Zuneigung zu verlangen. Von den Erwachsenen um dich herum lernst du nach und nah, wer du bist, wo du lebst, wie deine Welt ist. … Irgendwann öffnest du eine der Türen, und sobald sie sich hinter dir schließt, weißt du, dass du zum letzten Mal hindurchgegangen bist, dass du eine Entscheidung getroffen hast, dass der Raum, den du vor dir siehst, jetzt die Realität ist … Schon bist du im Labyrinth und weißt, dass du leben nicht wieder herauskommst.“ Was zunächst unverständlich, beinahe mystisch anmutet, gewinnt im Laufe der erzählten Geschichte zunehmend Sinn. Hauptsächlich erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Rita, im Juni 2007, die sich zu einem Treffen mit ihrer Freundin Lena aufmacht. Lena möchte ihr etwas Wichtiges erzählen, etwas aus dem Sommer 1974. Ein Sommer, in dem sich schreckliche Dinge ereignet haben. Dinge, die das Leben der Mädchen von damals bis heute, als sie erwachsene Frauen sind, beeinflussen. Doch Lena liegt tot in der Badewanne, mit geöffneten Pulsadern. Und von den Rasierklingen fehlt jede Spur … Was wie ein Krimi anfängt, ist viel tiefsinniger. Nach und nach wird uns die Geschichte der 7 Freundinnen aus dem Sommer 1974 erzählt. Freundinnen durch dick und dünn, ausgeprägte Charaktere, die die Autorin mit wenigen Pinselstrichen eindrucksvoll zeichnet. Doch sie verbindet ein grausames Geheimnis, das ihre Leben bis heute nachhaltig beeinflusst. Doch wir erfahren auch ihre Geschichte heute. Wie sich wiedergetroffen haben, nach 33 Jahren. Obwohl sie sich damals geschworen haben, zusammenzubleiben, sich nicht aus den Augen zu verlieren. Sie hatten 1974 Träume, Wünsche, wie ihr Leben einmal aussehen soll und was die Zukunft mit sich bringen sollte. Nach 33 Jahren finden sie wieder zusammen und sehen gemeinsam zurück. Gemeinsam erinnern sie sich an jenen Sommer, in dem sich alles verändert hat … Die Autorin reißt den Leser in den Bann der Geschichte. Die Ereignisse aus jenem Sommer werden im Präsens erzählt, so dass sich der Leser dem Geschehen sehr nah fühlt. Die Geschichte im Hier und Jetzt wird im Imperfekt erzählt. Auch hier gibt es Geheimnisse im Leben jeder der Frauen. Und dann ist da noch Lenas Tod. Die Frage ist, ob und wie er mit den Geschehnissen von damals zusammen hängt. Erzählt wird außerdem eine Liebesgeschichte, die sich langsam aus den Konventionen befreien muss. Am Ende geht es nur noch zweitrangig darum, wer der Mörder ist. Viel interessanter ist, ob es den Frauen gemeinsam gelingt, sich von den Schatten der Vergangenheit zu befreien. Und dann findet auch der Anfang der Geschichte seinen Sinn. Insgesamt ein nachdenklich stimmendes Buch. Über Wünsche und Träume junger Mädchen, und wie ein einziges Ereignis es schafft, diese zu verändern oder gar zu zerstören. 7 Einzelschicksale zusammengepackt in einem spannenden Roman.

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  • Sieben Freundinnen - ein Geheimnis

    Töchter des Schweigens

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. December 2013 um 22:31

    Elia Barceló schreibt in ihrem Roman TÖCHTER DES SCHWEIGENS über sieben Freundinnen, die ein Geheimnis hüten. Margarita, Ana, Magdalena, Teresa, Carmen, Candela und Soledad sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben viel Zeit miteinander verbracht, Pläne geschmiedet und einander vertraut. Sie waren unzertrennlich, bis etwas Unvergessliches auf der Klassenfahrt auf Mallorca geschah. Damals schworen sie sich, niemals mit jemandem darüber zu reden, das Geheimnis zu hüten, koste es, was es wolle. Doch nach diesem Erlebnis trennten sich ihre Wege und es war, als stünde das Geheimnis zwischen ihnen, belastete nicht nur jede Einzelne, sondern auch deren Freundschaft. Als sie sich nach vielen Jahren wiedersehen, scheint es, als seien die Gefühle wieder erwacht, als wäre die Freundschaft nie zerbrochen worden. Bis eine von ihnen tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird und die Vergangenheit sie alle wieder einholt… In diesem Buch geht es um Freundschaften, um Beziehungen und Geheimnisse. Die Autorin versteht es, ihre Protagonisten so darzustellen, dass man mit ihnen fühlen und sie teilweise verstehen kann. Abwechselnd wird vom Jahr 1974 und 2007 erzählt, wobei auch die Erzähler-Perspektiven wechseln, um dem Leser die Gedanken und Gefühle des jeweiligen Protagonisten aufzuzeigen. Nebenbei erfährt der Leser die geschichtlichen Hintergründe Spaniens um 1974. Während in diesem Jahr viele Erlebnisse der sieben Freundinnen beschrieben werden, passiert in der Gegenwart der Geschichte kaum etwas. Die Gespräche wiederholen sich teilweise, nehmen dem Buch die Spannung und werfen die Frage auf, wann denn alles aufgelöst wird. Am Ende siegt jedoch die Neugier über die Ungeduld und fesselt den Leser bis zur letzten Seite, bis dann – endlich – das Geheimnis aufgedeckt wird. Alexa

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  • Schatten einer Diktatur

    Töchter des Schweigens

    Jule_Blum

    27. November 2013 um 14:21

    Um dreißig Jahre des Schweigens geht es in diesem grandiosen Roman von Elia Barceló. Und darüber hinaus noch um weitaus mehr: Um das Leben im Schatten einer Diktatur, um Verrat, Spitzeltum und die Frage, wie verdient ein Tod sein kann, aber auch um Mut, Loyalität, Liebe und die Freundschaft von sieben jungen Frauen an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Die virtuose Erzählkraft Barcelós bindet mühelos die Rückblicke zu den Ereignissen der Vergangenheit und den Haupthandlungsstrang der Gegenwart zu einem organischen mitreißenden Ganzen. Als sich die sieben Freundinnen nach drei Jahrzehnten in der spanischen Kleinstadt, in der sie das Ende ihrer Schulzeit miteinander erlebt haben, wiedertreffen, scheint es anfangs, dass die Unterschiedlichkeit ihrer Lebensentwürfe zusammen mit der vergangenen Zeit ausreichend gewesen sind, die Schatten der Vergangenheit auf eine handliche Größe zu reduzieren. Doch spätestens in dem Moment, als eine von ihnen stirbt – Selbstmord, Mord oder doch vielleicht nur ein tragischer Unfall? – wird ihnen allen klar, dass einige Dämonen doch nicht so leicht zu besiegen sind.

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  • von einem geteiltes Geheimnis, das Freundschaften entzweit

    Töchter des Schweigens

    Keksisbaby

    13. November 2013 um 14:38

    Nach langer Zeit trifft sich die Mädchenclique wieder. Einst waren sie wie Pech und Schwefel, schmiedeten Zukunftspläne und genossen die Ahnungslosigkeit der Jugend. Doch als bei einer Klassenfahrt eine Mitschülerin verschwindet, verstreut sich das Gespann in alle Winde. Das Geheimnis das sie teilen hat sie entzweit. Als Rita sich überwindet und nach Jahrzehnten nach Spanien zurückkehrt, werden die alten Wunden wieder aufgerissen und das Geheimnis ans Licht gezerrt. Keine ist das geworden, was sich ihre Jungmädchenphatasie erträumte. Doch die Begegnung mit der Vergangenheit ist tödlich und gespickt mit der Trauer um verpasste Chancen. Die Geschichte an sich war nicht schlecht. Auch wenn es etwas brauchte, eh ich dahinter gekommen bin wer wer ist. Es ist ja durchaus verständlich das die Figuren im Laufe der Zeit, um Abstand zu ihrer Vergangenheit zu bekommen ihre Namen gewechselt haben. Mir als Leser bereitete es aber Schwierigkeiten, zwischen Marga, Magda, Rita und Lena etc. zu unterscheiden. Auch wurde für meinen Geschmack zu sehr auf dem Geheimnis herumgeritten. Das die Mädels etwas verbergen, besagt ja schon der Buchtitel, aber irgendwie stand diese große Unbekannte immer im Raum und ich bin fast auf jeder zweiten Seite drüber gestolpert. Fast musste ich schon würgen, weil es mir zum Hals hinaushing und oft dachte ich: “Jaha, ich hab`s kapiert ihr habt ein Geheimnis und Himmelherrgott noch mal so schlimm wird’s schon nicht sein“. Toll fand ich zu sehen, welche Träume die Frauen als Teenager hatten und in welche Richtung sie sich dann wirklich entwickelt haben. Und ich habe etwas über den Alltag in Spanien unter General Franco gelernt und die beginnende Emanzipation am Ende seiner Regierungszeit. Über eine Generation junger Mädchen, die nicht mehr bereit waren, wie ihre Mütter sich den Männern unterzuordnen und gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen. Das Geheimnis ist zwar das erste was einen bei der Geschichte anspringt, aber in Wirklichkeit geht es um Frauen, deren Zukunft von der Vergangenheit beeinflusst wurde und wie es ihnen gelingt das Geschehene zu verarbeiten. Manchen gelingt es wie im wirklichen Leben besser als anderen. Gerade das macht in meinen Augen den Charakter dieser Story aus. Ich fand es im Großen und Ganzen nicht schlecht, aber es kommt nicht auf meine Favoriten-Liste.  

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    Lesemaus85

    23. June 2012 um 10:51

    * "Aber glaubst du denn immmer noch, es gibt eine einzige Wahrheit, die Wahrheit in Großbuchstaben?" Rita schreit fast. "Meinst du wirklich, es gibt eine echte Wahrheit, nur eine, ohne Stanpunkte, ohne Umstände, ohne Einschränkungen?" * ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Nach 33 Jahren treffen sieben Freundinnen in ihrem Heimatdorf wieder aufeinander. Eine von Ihnen ist tot. War es Mord? War es Selbstmord? Unter der Oberfläche brodelt ein schreckliches Geheimnis. Ein Geheimnis, dass die Freundinnen getrennt hat. Ein Geheimnis, das sie für immer aneinander kettet. Ein Geheimnis, das niemals ans Licht kommen darf. ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Elia Barcelo hat mit "Töchter des Schweigens" einen fesselnden, spannenden, tiefgründigen Roman geschrieben, der mich mit jeder Seite mehr fasziniert und an sich gebunden hat. Man lernt schillernde, wunderbare Frauen kennen. Man erlebt sie 2007 als reife, erwachsene Frauen, die viel erlebt und erlitten haben. Man erlebt sie 1974, als Jugendliche auf Abschlussfahrt, voller Träume, voller Hoffnung, aber dennoch auch mit dunklen Geheimnis. Die Autorin wechselt von Gegenwart zur Vergangenheit, wirft dem Leser immer nur Häppchen hin, an denen man zu kauen hat. Sie erzählt eine Geschichte in der Geschichte und man kann kaum erwarten, was denn nun wirklich geschehen ist. Warum musste Lena sterben? Was ist mit Mati geschehen? Was haben alle zu verbeergen? Doch man liebt die Frauen (und Mädchen von damals) von der ersten Seite an. Zittert mit ihnen, weint und lacht mit ihnen. Und bis zum Schluss weiß man nicht was eigentlich wirklich geschehen ist. Ein wunderbares Buch, aus dem man lernen kann, was Freundschaft und Loyalität bedeutet. Was es bedeutet zu Schweigen und zu Sprechen. Ich empfehle es wirklich jedem!!!!

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    Skybabe

    22. April 2012 um 12:18

    „Die Clique vom 28sten“ Sieben Mädchen im Spanien der 70er, um genau zu sein 1974, fiebern ihren Träumen, Wünschen und ihrem selbstbestimmten Leben nach ihrem Schulabschluss entgegen. Marga(Rita), Magda(Lena),Teresa, Marisol(Sole), Candela, Carmen und Ana sind trotz ihrer unterschiedlicher sozialen Herkunft unzertrennlich und wissen schon genau, wie ihr späteres Leben aussehen soll. Die Schulzeit in ihrer Heimatstadt Elda ist nun vorbei, und sie freuen sich schon überschwänglich auf die geplante Abschlussfahrt nach Mallorca. Ihr neues Leben ist zum Greifen nahe. Doch was so wunderbar begann findet ein jähes Ende. Der Vorgeschmack auf die erhoffte Freiheit wird begleitet von einem furchtbaren Ereignis auf der Ferieninsel. Etwas so schwerwiegendes, das sich alle sieben Mädchen einig sind, es nie wieder zu erwähnen, weder in der Clique noch Anderen gegenüber. Dreißig Jahre vergehen bis die „Clique vom 28sten“ wieder vollständig in ihrer Heimatstadt Elda aufeinander trifft. Dreißig Jahre, in denen jedes einzelne Mädchen versucht hat, das Geschehene zu vergessen. Es ist das Jahr 2007 in dem die nun 50jährigen Frauen wieder vereint sind, und sich wieder an die Freundschaft von damals annähern. Doch als eine von ihnen tot in ihrer Wohnung gefunden wird holt sie das Geheimnis ihrer Jugend mit aller Macht wieder ein. Werden sie das Geheimnis weiter waren können? Und hat eine unter ihnen etwas mit Lenas Tod zu tun? Elia Barcelo erzählt ihren Roman „Töchter des Schweigens“ nicht nur aus verschiedenen Perspektiven sondern auch in zwei Handlungssträngen. Einmal in der Gegenwart des Jahres 2007 und in der Vergangenheit 1974. Von Beginn an ist das Geheimnis der sieben Mädchen und die Aufklärung des Todesfalls im Vordergrund, und obwohl ich mir immer darüber im klaren war, das dieses Geheimnis der Schlüssel ist, schaffte es die Autorin die ganze Geschichte über die Spannung mit ihrem flüssigen und gefühlvollen Schreibstil aufrecht zu erhalten und durch die stückchenweise Aufdeckung der Geschehnisse auf dieser Klassenfahrt, sogar noch zu erhöhen. Nicht nur die Charaktere der Mädchen, sondern auch die der Mitschüler und Lehrer waren liebevoll und detailliert ausgearbeitet, wobei jedoch nicht jeder Charakter durchweg positiv weg kam. Auch das Leben in der damaligen Zeit war so bildlich beschrieben, dass ich mich regelrecht in diese Zeit hineinversetzt fühlte. Ich teilte die Euphorie und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mädchen, genauso wie die Wut und Unverständnis über die politischen und sozialen Verhältnisse damals. Zwar fand ich am Anfang die vielen Namen und Zeitsprünge etwas verwirrend, doch das legte sich mit der Zeit und ich tauchte vollkommen in die Geschichte ein. Ich finde das am Anfang von der Autorin gewählte Sprichwort „Alte Sünden werfen lange Schatten“ für diesen Roman überaus passend gewählt, spiegelt es den Inhalt dieses Romans auf den Punkt wieder. Eine alte Sünde in der Jugend dieser Mädchen, veränderte ihr gesamtes Leben und beeinflusste die Ereignisse und ihre Freundschaft bis in die Gegenwart des Jahres 2007. Besonders positiv ist noch der Epilog zu erwähnen, der mir noch die Möglichkeit gab, etwas über den „Tellerrand“ der verschieden Schicksale zu schauen, und für mich einen tollen Abschuss bildete. Elia Barcelo ist mit „Töchter des Schweigens“ ist ein wunderbar packender und gefühlvoller Roman über Freundschaft, Träume und Sehnsüchte in der Jugend, sowie tief verdrängte Geheimnisse und ihre Folgen gelungen. Dies war mein erster Roman von Elia Barcelo, doch mit Sicherheit nicht der Letzte. Für Leser die sich gerne auf die Suche nach folgenschweren Geheimnissen anderer begeben, absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    ASchmitz

    24. March 2012 um 20:47

    Töchter des Schweigens von Elia Barcelo ist ein Roman der nach dem ersten drittel sicherlich mit vielen großen Romanen mithalten kann und viele politische wie auch gesellschaftliche Problemfelder ankratzt. Wer die ersten 150 Seiten durchhält der kann dannach Spannung erwarten. 7 Freundinen, eine naive Mädchen-Clique mit unterschiedlichen Elternhäusern wurde gemeinsam erwachsen. Sie erlebten gemeinsam das Abitur und ihre Abschlussfahrt und schmiedeten Pläne für die Zukunft - so verschieden wie sie auch waren. Doch alles kam anders und sie gingen meist getrennte Wege. Nach 33 Jahren, in einer ganze anderen Zeit, treffen sie alle wieder aufeinander und sehen was aus ihnen geworden ist.Doch nach dem Tod von Lena, MagdaLena kommt nach und nach ein längst vergessenes und verdrängtes Geheimnis wieder an die Oberfläche. Schon auf den ersten Seiten fängt Barcelo spannend an, Lena oder MagdaLena wird von Rita oder MargaRita tot aufgefunden. Das lies erstmal eine Menge Spannung erwarten, zumal Barcelo immer wieder zwischen 1974 und 2007 hin und herspringt. Jedoch flaut die erste aufgebaute Spannung schon nach wenigen Seiten auch wieder ab. Anfangs ist es für den Leser etwas schwierig die einzelnen Protagonisten auseinander zuhalten, zumal alle doch sehr unterschiedlich und auf ihre Art schwierig und extrem sind. Außerdem haben 3 Frauen von früher zu heute ihre Namen geändert. (MagdaLena - MargaRita - MariSole) Auf den ersten Seiten treffen sie sich nach langen Jahren wieder und man lernt die einzelnen Mädchen / Frauen von ihrer Denkweise, Familie und Vorliebe nur in den Dialogen auf einer "Party" kennen. Die Extreme machen sie nicht unbedingt sympathisch, so dass der Leser sich auf eine Weise mit den Personen identifizieren könnte. Die Männer sind soweit man liest Mistkerle, gehen fremd, schlagen ihre Frauen verschwinden wegen anderer Frauen. Carmen zeigt sich sehr ordinär und säuft wie ein Loch ... Barcelo schreibt zum Teil sehr lange Sätze, die einen aufgeweckten Leser benötigen. "...Carmen starrt auf die Wasserkringel, die sie sich auf den Tisch gemalt hat, und sieht im Geist zwei verängstigte junge Mädchen, die sich im Bett aneinanderklammern und auf die gedämpften Schreie horchen, die durch die geschlossenen Zimmertür dringen, auf das Krachen umgestoßener Gegenstände, auf die Flüche ihres Vaters, der zuschlägt und beleidigt, immer wieder zuschlägt und beleidigt, das heftige zuknallen der Wohnungstür und dann die lange Stille, durchsetzt von einem Wimmern wie von einem verschreckten kleinen Tier, bis sie genügend Mut gefasst haben , um auf Zehenspitzen aus dem Zimmer und ins elterliche Schlafzimmer zu schleichen, wo ihre Mutter in einer Ecke kauert und sich ein Auge hält, aus dem rot glänzendes Blut fließt und zwischen ihren Fingern hervorrinnt. ..." Was man noch sagen kann und sich bewusst machen sollte - 74 war Franco noch Staatschef von Spanien. Er regierte als Diktator und wurde auch El Caudillo (Der Führer) genannt. Und so gab es Anhänger und Gegner, wie auch unter den Familien der Mädchen. Die 70er waren die Zeit der Hippies und Frauenbewegungen. Es gab auch noch Menschen die glaubten, die Frau wäre die Ausgeburt des Schlechten. Und mit diesen Klischees spielt Barcelo gekonnt. Jedoch schafft sie es einfach nicht den Anfang spannend zu gestalten, die ersten mindestens 150 Seiten ziehen sich wie Kaugummi hin. Man arbeitet bewusst auf ein spannendes Ende hin, aber wann kommt endlich die Spannung. Man quält sich durch die elenden Dialoge der einzelnen Frauen, und lernt sie immer mehr kennen. Der ganze Roman besteht zum größten Teil aus einzelnen Dialogen der Frauen untereinander, wer sie gerade mal mit wem trifft und kleinen Anekdoten. Einige Teile und Gespräche kann ich nach dem Ende immer noch nicht nachvollziehen, welchen Sinn sie hatten. Dafür werden ein paar Dinge zum Ende ganz lapidar am Rande aufgeklärt. Für mich kein schlechter Roman, jedoch waren für mich die Durststrecken für Erklärungen ohne Spannung einfach zu lang um dem Roman mehr als ein gut geben zu können. Sie hat eine sehr angenehme jedoch auch anspruchsvolle Art zu schreiben, die den Roman sicherlich für mich auch noch aufwertet.

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    Angieangelina

    25. January 2012 um 20:06

    Sie haben dreißig Jahre nicht darüber gesprochen, haben gehofft, dass die Zeit alle Wunden heilt, dass sie vergessen können, was in jener schicksalsschweren mallorquinischen Nacht geschehen ist. Doch als sich die sieben Freundinnen nach Jahrzehnten wiedertreffen, müssen sie feststellen, dass nichts vergessen ist, die Schuld nichts von ihrem Schrecken verloren hat. Für eine von ihnen endet das Wiedersehen tödlich. Mein Eindruck: Welch ein wundervoller Roman, schön und schrecklich zugleich. Elia Barceló versteht es wie keine Andere, mit Worten zu malen. Situationen und Begebenheiten mit Leben zu füllen und den Leser zu fesseln, teilnehmen zu lassen.
Sieben Freundinnen, in den Siebzigern gerade einmal 18 Jahre alt, sind hoffnungsfroh, wollen Leben, Erleben und alles möglich machen. Doch ihr Traum zerplatzt wie eine Seifenblase, denn sie haben ein dunkles, schreckliches Geheimniss. Die Protagonistinnen dieses Romans sind so authentisch, so voller Leben, dass man den Eindruck gewinnt, sie vor sich zu sehen. Sie gut zu versteht und mit ihnen leidet.
Doch das ist nur eine Facette dieses wunderbaren Romans, auch der geschichtliche Hintergrund ist faszinierend. Spanien im Umbruch, der greise Franco, welcher seinen Zenit längst überschritten hat und nicht verhindern kann, dass der Staat liberaler wird. Die Situationen der Frauen, die von ihren Männern dominiert werden. All das ist hervorragend geschildert, eingebunden in die eigentliche Handlung.
Auch die Auflösung des eigentlichen Verbrechens hält den Leser in Atem, lässt ihn bis zur letzten Seite im Unklaren und verblüfft durch seine Klarheit. Fazit: Dieser Roman muss ein Bestseller werden, denn er hat alles, was einen Erfolgsroman ausmacht.

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    Malibu

    19. November 2011 um 20:30

    Sieben Schülerinnen teilen sich ein Geheimnis, das sich im Jahre 1974 ereignet hat. Jetzt nach 33 Jahren werden sie wieder daran erinnert, treffen sie sich wieder. Als hier auch ein etwas eigenartiger Todesfall geschieht, werden sie sofort wieder an die damaligen Geschehnisse erinnert. Was ist Wahrheit, was Lüge, was ist damals geschehen? Die Autorin schildert diese Geschichte nicht nur aus einer Sicht, sondern wechselt immer wieder zwischen den verschiedenen Protagonisten. Hier hat sie diese sehr gut gezeichnet, sie werden in den Augen der Leser wirklich real und man kann sie sich bildlich vorstellen. Gut ist auch, dass sie immer zwischen dem Jahr 1974 und 2007 einen Zeitsprung macht, so lässt sich vieles besser erklären, Puzzleteile ergeben langsam einen Sinn. Und doch erfährt man erst viel, viel später was wirklich geschehen ist und man wird überrascht. Ein sehr gelungener Roman, der wohl nicht nur die Frauen ansprechen soll, aber dennoch eigentlich eher ein Frauenroman ist. Diesen kann ich nur jedem empfehlen, der sich gerne auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart der Freundinnen begeben mag, gefangen zwischen Geheimnissen und Erkenntnissen, die nicht nur die Protagonisten aufwühlen.

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  • Rezension zu "Töchter des Schweigens" von Elia Barceló

    Töchter des Schweigens

    Irland1976

    30. October 2011 um 19:08

    Ein ganz tolles Buch. Spannend bis zuletzt.

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