Elias Canetti

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Lebenslauf von Elias Canetti

Elias Canetti war der Älteste von drei Kindern einer Kaufmannsfamilie. Seine ersten sechs Lebensjahre verbrachte er in Bulgarien. Diese Zeit prägte ihn sehr, was er auch sehr eindrücklich in dem ersten Band seiner Lebensgeschichte beschreibt. Canettis Vater erhält ein gutes Angebot in Manchester, worauf die Familie nach England geht. Ein Jahr später stirbt Canettis Vater, plötzlich und unerwartet. Die Mutter geht mit ihren Kinder nach Wien. Elias lernt innerhalb kürzester Zeit Deutsch von seiner Mutter. Da die Mutter sehr krank ist, wechselt die Familie häufig die Wohnorte. Elias wächst an verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Nach Deutschland geht die Familie, da sich Elias in den Kopf gesetzt hat Dichter zu werden, die Mutter, zu der er bis dahin ein sehr enges Verhältnis hatte, hofft ihn so auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen. Elias macht in Frankfurt sein Abitur und entfremdet sich von der Mutter. Deswegen trennte er sich nach seinem Abitur von der Familie und ging alleine nach Wien um Chemie zu studieren. Dort lernte er auch seine zukünftige Frau Veza Taubner kennen, die später selbst schriftstellerisch tätig wurde. Durch die Dichterin Ibby Gordon wurde er in die Berliner Schriftstellerszene eingeführt und lernte zahlreiche Leute kennen. Sein ganzes leben lang hatte Carnetti zahlreiche Beziehungen neben seiner Ehe, von denen seine Frau auch wusste. Veza animierte ihn immer wieder zum Schreiben. 1939 emigrierte die Familie nach London. Canetti führte ein ruhiges Leben, reiste viel umher und schrieb zahlreiche Bücher. Er nahm nach dem Krieg die britische Staatsbürgerschaft an. 1963 verstarb seine Frau Veza. Er heiratete später die Kunstrestauratorin Hera Buschor, die ihm seine einzigste Tochter Johanna gebar. In der Schweiz lebte er sehr zurückgezogen, da er keine Affären mehr hatte und sich ganz seiner Familie widmete. Für seine Biografie erhielt er den Nobelpreis. Als seine Frau starb zog er sich vollkommen aus dem öffentlichen Leben zurück, gab keine Interviews mehr und veranstaltete keine Lesungen. Er starb am 14. August 1994 in Zürich (Schweiz).

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  • Was für ein Leben wird hier beschrieben!

    Die gerettete Zunge, Sonderausg.
    HorKar

    HorKar

    01. March 2017 um 11:14 Rezension zu "Die gerettete Zunge, Sonderausg." von Elias Canetti

    Dieses Buch zu lesen lohnt sich unbedingt. Wer das 20. Jahrhundert und alles was sich daraus entwickelt hat, verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Wie vielschichtig ist Europa und die Welt. Was kann man alles erleben? Was muss man erdulden?

  • Ein Lächeln, das den Tod aufhält

    Das Buch gegen den Tod
    leobuch

    leobuch

    03. March 2016 um 17:55 Rezension zu "Das Buch gegen den Tod" von Elias Canetti

    Aus Respekt vor seinem Werk. Aus Respekt vor seiner Stilfestigkeit. Aus Respekt vor seinem Ernst. Aus Respekt vor dem Thema. Man tut sich schwer, zu diesem Buch eine Kritik zu äußern. Zumal: "Ich bin von einer tiefen Abneigung gegen jede Form von Kunstkritik erfüllt, sie steigert sich, wo sie sich meiner eigentlichen Sphäre nähert." Und: "Ich schwöre, daß mir mein Leben gleichgültig ist." Und: Canetti zitiert: "Er will unsterblich werden." Dagegen er sich wehrt, denn "Gott, den es nicht gibt, sei mein Zeuge, daß ich nichts von ...

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  • ich denke über das Denken nach...oder so ähnlich

    Die Blendung
    dominona

    dominona

    Rezension zu "Die Blendung" von Elias Canetti

    Gleich vorweg: zu Ende gelesen habe ich dieses Buch nicht, ich konnte einfach nicht. Weder der Protagonist noch seine spätere Frau sind mir sympathisch. Er ist 40 und hat nur Bücher im Kopf, auch zurecht, denn er ist ein angesehener Professor, aber wie man lebt, weiß er trotzdem nicht und aus einem Anfall heraus heiratet er seine Putzfrau, die ihn dann tyrannisiert und aus der Wohnung schmeißt, wo er dann wahnsinnig wird. Das alles zieht sich in Form von Gedanken und endlosem sinnieren über 500 Seiten - Nein danke. Allerdings ...

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    • 2
  • surrealer Reisebericht

    Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7
    dominona

    dominona

    Rezension zu "Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7" von Elias Canetti

    Das ist kein typischer Reisebericht, sondern eher eine literarische Umschreibung von Fremdheit. Canetti beobachtet und schildert dann für ihn besondere Eindrücke, die in Marrakesch jedoch zum Alltag gehören. Auch seltsame Begegnungen sind dabei. Zu so einer Sammlung von Eindrücken passt Canettis Schreibe meiner Meinung nach besser als zum Roman. Es wirkt fast wie aus einer anderen Dimension.

    • 3
  • Weltstars in Wien der Zwischenkriegszeit

    Gesammelte Werke Band 9: Das Augenspiel
    DrGordon

    DrGordon

    18. October 2014 um 10:11 Rezension zu "Gesammelte Werke Band 9: Das Augenspiel" von Elias Canetti

    Canetti beschreibt sehr anschaulich mit welchen Superstars der internationalen Kunstszene er so zu tun hat. Fritz Wotruba, Bildhauer und sein "Zwilling" der geniale Malocher und Proletarier, Robert Musil und sein "Mann ohne Eigenschaften" der so sprachgewaltig ist aber nicht reden will. Dann ist da der Komponist Alban Berg, der Musik wie Gedichte erzeugt. Kein Weltstar aber wahrscheinlich die wichtigste Bezugsperson Canettis ist der juedische Lyriker und Kritiker "Dr. Sonne" mit buergerlichen Namen Avraham Ben Yitzhak. Ihn sieht ...

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  • Rezension "Die Stimmen von Marrakesch" von Elias Canetti

    Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7
    marcelsarman

    marcelsarman

    Rezension zu "Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7" von Elias Canetti

    Canetti beschreibt in diesem Buch in kurzen Episoden die Eindrücke seines Aufenthalts in Marrakesch 1954. Er berichtet über die Menschen, die Tiere und die Sehenswürdigkeiten in einer sehr genauen und poetischen Sprache. Durch diese sehr lebendige Sprache bekommt der Leser schnell Mitleid mit den "sanften, kurvigen Tieren" (Kamelen) die geschlachtet werden, spürt geradezu die exotische Atmosphäre auf einem orientalischen Markt und  kann die Lage der zahllosen  Bettler und bitterarmen Straßenverkäufer nachempfinden. Canetti nähert ...

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    • 2
  • - Hypochrisy -

    Masse und Macht
    Hypochrisy

    Hypochrisy

    24. July 2014 um 12:18 Rezension zu "Masse und Macht" von Elias Canetti

    Masse und Macht sind Schlüsselbegriffe zum Verständnis unseres Zeitalters. Schon der junge Canetti war fasziniert und beunruhigt von den Phänomenen, die sich mit diesen Begriffen benennen lassen. Das Leben der Menschen folgt eigenartigen Gesetzen. Bereits als Kinder gehorchen wir den Befehlen unserer Erzieher. Früh sind wir angehalten, "freudig" unsere Pflicht zu tun. Aber auch die Gesellschaft im ganzen ist dem zwanghaften Mechanismus von Befehl und Gehorsam ausgesetzt. Um miteinander auszukommen, folgt die Masse bestehenden ...

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  • Elias Canetti lernt den Begriff Masse kennen

    Die Fackel im Ohr
    DrGordon

    DrGordon

    02. November 2013 um 15:04 Rezension zu "Die Fackel im Ohr" von Elias Canetti

    Nicht ganz so wortgewaltig wie Die gerettete Zunge aber sicher nicht nur für eingefleischte Fans von Canetti überaus lesenswert. In dem zweiten Band seiner Autobiographie beschreibt der Nobelpreisträger seine letzten Schuljahre in Frankfurt am Main und dann seine Zeit während seines Chemiestudiums in Wien. Zu Guter Letzt seine beiden Sommeraufenthalte in Berlin. In Frankfurt ist die Zeit sicher noch sehr geprägt vom ersten Weltkrieg und er wird zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Begriff der Masse in einer Grossveranstaltung ...

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  • Elias Canetti "Die gerettete Zunge" Die Geschichte einer Jugend

    Die gerettete Zunge, Sonderausg.
    glasperlenspiel13

    glasperlenspiel13

    11. July 2013 um 09:01 Rezension zu "Die gerettete Zunge, Sonderausg." von Elias Canetti

    Seit längerem hatte ich mir vorgenommen mich Elias Canetti weiter zu nähern. Mit "Der Blendung" hatte er mich vor zwei Jahren überzeugt und nun wollte ich seine dreibändige Autobiografie im Rahmen des hiesigen Literaturkreises in Angriff nehmen. Den ersten Teil "Die gerettete Zunge" habe ich nun erfolgreich gemeistert und ich möchte meine Eindrücke sehr gern mit euch teilen. Elias Canetti wurde 1905 in Rutschuk (Bulgarien) als Sohn einer Spaniolen-Familie (sephardisch-jüdischen Familie) geboren. Schon mit sechs Jahren erlebte er ...

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  • Rezension zu "Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7" von Elias Canetti

    Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7
    DeevaSatanica

    DeevaSatanica

    06. March 2013 um 12:52 Rezension zu "Die Stimmen von Marrakesch. SZ-Bibliothek Band 7" von Elias Canetti

    So viele sanfte Worte, so eindringlich und doch so zurückhaltend. Canetti weiß, wie er eseine Leser in den Bann zieht. Liest man "Die Stimmen von Marrakesch" glaubt man diese Stimmen zu hören, die Gerüche der Stadt zu riechen und zu schmecken. Ein traumhaft schönes Buch einer Reise ins Unbekannte.

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