Elias Canetti Die Fackel im Ohr

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Inhaltsangabe zu „Die Fackel im Ohr“ von Elias Canetti

Mit der "Fackel im Ohr" setzt Elias Canetti seine autobiographischen Erinnerungen fort, die er mit der Geschichte einer Jugend, "Die gerettete Zunge" (1977), begonnen hatte. Diesmal geht es um die Jahre 1921-1931, die Jahre zwischen sechzehn und sechsundzwanzig im Leben Canettis, in denen sich der Autor "die Welt mit dem Kopf aneignet". Canetti erlebt die Inflationszeit in Frankfurt am Main, die Studienjahre in Wien (mit dem Brand des dortigen Justizpalastes) und Berlin auf dem Höhepunkt der Zwanziger Jahre. Über die innere Entwicklung des Autors gibt dieses Buch Auskunft und wie er zu seinen späteren Themen findet - Masse, Tod, die Würde des Individuums. In den "Fackel"-Jahren liegen die ersten Ansätze zu Canettis späteren Hauptwerken, dem Roman "Die Blendung" und "Masse und Macht", der großen Studie, an der er noch dreißig Jahre gearbeitet hat. Mit sensiblen Augen und Ohren fängt Canetti in diesen Entwicklungsjahren seine Beobachtungen ein, genug für die folgenden fünfzig Schriftstellerjahre. "Man ist wacher nach der Lektüre." Der Spiegel

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  • Elias Canetti lernt den Begriff Masse kennen

    Die Fackel im Ohr
    DrGordon

    DrGordon

    02. November 2013 um 15:04

    Nicht ganz so wortgewaltig wie Die gerettete Zunge aber sicher nicht nur für eingefleischte Fans von Canetti überaus lesenswert. In dem zweiten Band seiner Autobiographie beschreibt der Nobelpreisträger seine letzten Schuljahre in Frankfurt am Main und dann seine Zeit während seines Chemiestudiums in Wien. Zu Guter Letzt seine beiden Sommeraufenthalte in Berlin. In Frankfurt ist die Zeit sicher noch sehr geprägt vom ersten Weltkrieg und er wird zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Begriff der Masse in einer Grossveranstaltung konfrontiert. Zum Chemiestudium, dass er sogar mit einem Doktortitel abschliesst hat er keine emotionale Bindung. Mit seiner Mutter erhöhen sich die Spannungen zunehmend und er entscheided sich für eine eigene Wohnung. Ein entscheidendes Erlebnis ist der Brand des Justizpalastes in Wien am 27. Juli 1927 mit über 90 Toten, daß er hautnah miterlebt und die Dynamik der Masse in diesem Zusammenhang. In Wien wird er auch stark von Karl Kraus geprägt, verpasst keine Vorlesung oder Ausgabe der Fackel. Der Zeitschrift von Kraus. In dieser Vorlesung trifft er auch auf Veza und sie wird ein ganz wichtiger Bezugspunkt für Canetti und seine erste Ehefrau. Die Ungarin Ibby wird Ende der 20-iger Jahre ein weiterer wichtige Bezugsperson. Es erscheint kein Zufall, dass gerade Frauen einen wichtigen Einfluss, gerade auf persönlicher Ebene für ihn werden. Ibby ist es auch, die ihn nach Berlin lockt in die dortige Literatenszene. Dort trifft der junge Canetti, auf Brecht, Grosz, Babel und Heartfield und Herzfelde. Die Erlebnisse in Berlin sind zum guten Teil die Basis für Die Blendung.

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  • Rezension zu "Die Fackel im Ohr" von Elias Canetti

    Die Fackel im Ohr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2011 um 22:56

    Hat mich nicht so stark angesprochen wie die gerettete Zunge.