Elias Mattay Der Bienenmann

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Inhaltsangabe zu „Der Bienenmann“ von Elias Mattay

Ein idyllisches Seengebiet bei Berlin: Hier leben die Reichen zurückgezogen in ihren Villen ... Bis ein eiskalter, unberechenbarer Killer auftaucht. Als Imker maskiert, tötet er scheinbar wahllos und entführt einen kleinen Jungen. Will der Täter Geld? Hat er ein politisches Motiv? Oder ist er ein Psychopath? Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit sucht der Berliner Kommissar Baer vergeblich nach einem Schlüssel für die blutigen Taten. Eine Verbündete findet er in der jungen Brandenburger Ermittlerin Jana Seitz, auch wenn ihr Vorgesetzter und Liebhaber das nur äußerst ungern sieht. Dann schlägt der Imker wieder zu, noch brutaler als zuvor, und den Ermittlern wird endgültig der Boden unter den Füßen weggezogen ...

zuerst etwas langwierig aber im Laufe der Geschichte immer spannender!

— HannahTizia

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  • Eher ruhiger, psychologischer Krimi mit dennoch harten Szenen

    Der Bienenmann

    michael_lehmann-pape

    07. February 2017 um 12:14

    Eher ruhiger, psychologischer Krimi mit dennoch harten Szenen Das der Autor im „Zivilleben“ Psychologe ist, das merkt man diesem neuen Kriminalroman von Mattay durchgehend an. Jeder der handelnden Personen ist entweder direkt zu Beginn oder zumindest im Lauf der Geschichte in die Tiefe gehend dargestellt. Wobei Mattay dabei nicht unbedingt die Form der „Erläuterung“ verfolgt, sondern durch die Ereignisse und deren Hintergründe selbst seinen Personen Fleisch verleiht. Sei es Baer, der alternde Kommissar, der sich kaum noch wirklich aufraffen kann und dessen Belastung und Hilflosigkeit im Leben an Szenen mit seiner Ehefrau (durch einen Schlaganfall stark mitgenommen und auch in ihrer Person verändert) oder auch in diesem ganz einfachen Versuch, im Haus für Ruhe zu sorgen dem Leser umgehend nahekommt. Dass dieser Endfünziger aber auch anders kann, das ist zu erleben, wenn er sich in den Fall hineinarbeitet und auch an den unruhigen Gefühlen einer Kollegin gegenüber. “Da geht was“, ahnt man als Leser, oder ginge zumindest. Oder Jana Seitz, Kollegin aus einem anderen Regierungsbezirk, die Baer bei diesem überregionalen Fall begegnet. Sowohl was die kluge Eigenständigkeit der Frau angeht, wie auch ihre persönlichen „Verstrickungen“ im Dienst, Mattay schildert mit leichter Hand und dennoch nachdrücklich. Was bei den Ermittlern nicht aufhört, sondern auch den oder die Täter miteinschließt. Wobei selbst die in der Natur lebende, lange Zeit namenlose Frau dabei Interesse beim Leser erwecken wird Wobei Mattay schon mit der Eröffnungsszene des Romans ebenfalls dokumentiert, dass er vor der Schilderung brutaler Hörte auch unter Beteiligung eines Kindes nicht zurückschreckt (das zeigt sich an manch anderen Stellen im Krimi durchaus noch hier und da nachhaltig). Ein Kind, das entführt wird. Von einem „Imker“, einem „Bienenmann“, so der Name, dem die Ermittler ihm geben, denn der Täter (oder Täterin) taucht im Imker-Schutzanzug auf und schlägt gnadenlos und blutig zu. In dieser Reichen-Idylle am See. Wobei der Roman insgesamt kein sonderlich schnelles Tempo an den Tag legt, sondern sich oft in einzelnen Situationen breit auslässt und damit auch für Längen sorgt, die nicht unbedingt nötig gewesen wären. Die überraschenden Wendungen zum Schluss werden ebenfalls in einer eher langsamen Form in den Raum gesetzt, Spannung im eigentlichen Sinne, bis auf die ein oder andere detaillierte Schilderung eines Tatvorganges, kommt da über weite Strecken bis zum Ende hin nicht auf. Wobei es die allerletzten Zeilen dann doch noch einmal gewaltig ins ich haben und viele sauf den Kopf stellen, was der Leser vorher hätte denken können. Alles in allem für Freunde des psychologischen Kriminalromans eine durchaus anregende Lektüre, die in verschiedenen Teilen aber auch sehr langsam ihren Weg nimmt.

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