Elias Palm

 3.4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Todesmal und Todesmahnung.

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Elias PalmTodesmal
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Todesmal
Todesmal
 (6)
Erschienen am 17.12.2012
Elias PalmTodesmahnung
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Todesmahnung
Todesmahnung
 (3)
Erschienen am 16.03.2015

Neue Rezensionen zu Elias Palm

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Todesmahnung" von Elias Palm

Zunächst sehr verwirrend ...
angi_stumpfvor 2 Jahren

Die Geschichte:
Staatsanwalt Hans Vadlund wird von Kriminellen erpresst: sie schicken ihm als Warnung den Ringfinger seiner Frau als Geschenk zum 50. Geburtstag. Er stellt daraufhin tatsächlich die Ermittlungen gegen zwei Brüder ein, die nicht nur im Drogenhandel sehr aktiv sind.
Die Gerichtsmedizinerin Ella Andersson gerät einige Zeit später ebenfalls ins Visier der verbrecherischen Erpresser, denn sie soll ein Gutachten erstellen, das mit Sicherheit wieder für neue Ermittlungen sorgen würde. Sie lässt sich allerdings keine Angst einjagen und stellt sich den übermächtigen Gegnern, mit schlimmen Folgen für sie und ihre Kollegen …

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Reihe fand ich ja wirklich grandios, umso mehr habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut. Da oft auf die Ereignisse in Band 1 Bezug genommen wird, habe ich mir bald gedacht, ich hätte beide Bücher besser direkt nacheinander lesen müssen, denn durch die lange Pause musste ich mich erst wieder an alle Personen und Umstände erinnern. Das allein wäre nicht so tragisch gewesen, aber die Story ist etwas kompliziert am Anfang.
Alles beginnt im März 2012 und immer wieder sind einige Kapitel mit einer rückläufigen Anzahl von Tagen versehen, also quasi ein Countdown, der bei 157 Tagen beginnt. Zwischendurch gibt es aber auch hier Zeitsprünge, die mich zusätzlich verwirrten. Irgendwann wird klar, dass wir mit dem Tag begonnen haben, an dem der Countdown endete, also sind alle Kapitel dazwischen Rückblicke in die Vergangenheit.
Man muss also auch als geübter Thrillerleser konzentriert sein, um keinen Hinweis zu verpassen.
Dann kommt ein großer Knall und ich war mir sicher, dass sich das Ganze am Ende irgendwie aufklären wird, denn ich wollte es einfach nicht glauben, was ich da lesen musste.
Ella rückt in den Hintergrund und andere Personen spielen die Hauptrollen: ihr Freund Mikael, die Kommissarin Anna-Lisa Win und ihre Kollegen und natürlich das Personal der Gerichtsmedizin mit Simon, Ingrid und vielen anderen.
Es gibt viele sympathische Figuren in dieser Geschichte und sie wirken auch allesamt sehr lebensnah.

Während Elias Palm in seinem ersten Buch den Fokus noch mehr auf die alltägliche Arbeit einer Gerichtsmedizinerin (auch sein eigener Hauptberuf) gelenkt hat, greift er im zweiten Teil tief in die Thrillertrickkiste: Erpresser, die vor blutiger Folter nicht zurückschrecken, Mafiamorde mit abgetrennten Köpfen, eine Wasserleiche, Menschen auf der Flucht, ausgefeilte Tötungsmethoden, die man nicht nachweisen kann und vieles mehr.
So richtig unglaubwürdig fand ich aber trotzdem erst die Schlussszene, in der ein Opfer mit u. a. gebrochenem linken Arm und rechtem Finger ohne Ausdruck von Schmerzen große Taten vollbringt. Aber vielleicht lag das am Adrenalinausstoß? :)
Überhaupt hat mir das Ende nicht so wirklich gut gefallen, obwohl es für uns deutsche Leser vielleicht besser so ist: ob der dritte Teil aus dem Jahr 2013 noch übersetzt wird, scheint mir nämlich leider fraglich. So gesehen passt der Schluss ganz gut, obwohl leider noch viele Fragen in Ellas Privatleben unbeantwortet bleiben.

Fazit:
Hat mir nicht ganz so gut gefallen wie Teil 1, ist aber trotzdem sehr spannend, fesselnd, komplex und prima durchdacht mit vielen Überraschungen.

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Todesmal" von Elias Palm

Realistisch, emotional und spannend ...
angi_stumpfvor 2 Jahren

Die Geschichte:
Die 39-jährige Gerichtsmedizinerin Ella Andersson steht gerade an einem Wendepunkt in ihrem Leben: nach einer langjährigen Beziehung haben sie und Markus die Trennung beschlossen. Doch nicht nur die Suche nach einer neuen Wohnung hält sie auf Trab, sondern auch ein seltsamer Skelettfund, den einer ihrer Kollegen bearbeitet, beschäftigt sie sehr. Bei der Leiche wurde eine Perlenkette gefunden, die exakt so aussieht, wie eine, die sie in ihrer Kindheit besaß. Aus der gleichen Zeit stammt auch eine Standuhr, die sie zufällig bei einer Internetauktion findet.
Das wirklich Seltsame daran ist, dass beide Dinge eigentlich gar nicht mehr existieren dürften, da vor 34 Jahren ein schlimmer Brand Ellas Elternhaus zerstörte. In diesem Feuer starb auch ihr Vater – und ihre Familie hat den Mantel des Schweigens über die Sache gebreitet.
So schnell gibt Ella allerdings nicht auf: sie forscht weiter nach und stößt auf ungeheuerliche Dinge in ihrer Vergangenheit …

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen, aber ich würde es schon jetzt als eines meiner Highlights des Jahres bezeichnen. Hier stimmte für mich einfach alles: vom Schreibstil über die Figuren bis hin zur bestens durchdachten Story. Und dann handelt es sich auch noch um eine Reihe, also muss ich auf die liebgewonnenen Charaktere auch nicht gleich wieder verzichten.

Der schwedische Autor ist selbst Doktor der forensischen Pathologie, hält nebenbei Vorlesungen und modelt sogar (eine Bildersuche im Internet lohnt sich *g*). Er weiß also, wovon er spricht und genau so realistisch wirkt auch die Arbeit seiner Protagonistin Ella Andersson.
Er legt keinen Wert auf actionreiche Massenmördergeschichten, sondern er möchte den Leser vielmehr mit eher alltäglichen Verbrechen unterhalten, die weitaus glaubwürdiger wirken, aber nicht minder spannend sind.

Da der erste Fall, den Ella hier zu lösen hat, natürlich sehr persönlich ist, dreht sich vieles um ihr Privatleben und vor allem um ihre familiäre Vergangenheit. Von ihren Verwandten hat sie sich nämlich inzwischen sehr distanziert und beim Lesen wird auch sehr schnell klar, warum das so ist. Vor allem ihre Großmutter wirkt wie der sprichwörtliche “alte Drache”: gefühlskalt, egoistisch, herrisch und verschlossen.

Mir war Ella gleich sympathisch, was wohl auch nicht zuletzt daran liegt, dass wir uns in vielen Dingen recht ähnlich sind, angefangen beim Alter. Aber es gibt noch mehr liebenswürdige Figuren in dieser Geschichte, die ich gleich in mein Leserherz geschlossen habe.
Auch die emotionalen Momente kommen nicht zu kurz in diesem Buch, es ist insgesamt eine rundum gelungene Mischung aus Spannung, Gefühlen und Information. Auch für Leser, die es nicht so blutig mögen, ist es durchaus empfehlenswert, denn der Autor übertreibt es mit solchen Szenen nicht.

Hoffentlich wird auch der dritte Band, der in Schweden bereits 2013 erschienen ist, noch übersetzt.

Fazit:
Sehr schade, dass dieser Autor bei uns nicht bekannter ist. Im Gegensatz zu vielen Büchern, um die ein regelrechter Hype veranstaltet wird und die nicht wirklich halten können, was sie versprechen, hätte diese Reihe mehr Aufmerksamkeit verdient.
Sympathische Charaktere und ein sehr realistisches Setting machen diesen Roman zu einem absoluten Lesevergnügen. Man darf keinen atemlosen Thriller erwarten, sondern kann sich über eine Geschichte freuen, die von schrecklichen Geheimnissen, Intrigen und Lügen handelt, gekrönt mit einer ordentlichen Portion Emotionen. Für mich ein rundum gelungenes Debüt!

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Shunyas avatar

Rezension zu "Todesmal: Ein Fall für Ella Andersson" von Elias Palm

Rechtsmedizinerin auf Abwegen
Shunyavor 5 Jahren

Ella Andersson arbeitet als Gerichtsmedizinerin, lebt in einer Beziehung, die keine Zukunft mehr hat und geht ihrer Familie wenn möglich so weit aus dem Weg wie nur möglich. Als Ella jedoch bei einer Internetauktion eine Uhr sieht, die sie aus ihrer Kindheit kennt und damals bei dem Brand, bei dem ihr Vater ums Leben kam, hätte vernichtet worden sein sollen, geht sie der Sache auf den Grund und so wird sie in ihre tragische Familiengeschichte tiefer hineingezogen als ihr lieb ist.

Wie heißt es so schön? Jede Familie hat ihre Leichen im Keller. Ellas Familientragödie ist mitreißend und sehr bewegend. Die Geschichte spielt in Schweden, das merkt man beim Lesen leider nicht allzu sehr. Ich hatte auch anfangs meine Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden, denn die ersten 200 Seiten haben sich mehr oder weniger endlos hingezogen. Es ist einfach nichts spannendes passiert und die Handlung hat ein wenig gebraucht, bis sie endlich mal so richtig in Fahrt kam. Toll sind dafür die detaillierten Ausführungen des Autors über die Obduktionsvorgänge und Verwesungszustände der Leichen, die er glaubhaft vermittelt, hat er doch selbst als Gerichtsmediziner gearbeitet. Ella wirkt sehr verschlossen, direkt und forsch, aber sie ist durchaus ein interessanter Protagonist. Ihre Beziehung zu Markus ist etwas merkwürdig, denn anfangs denkt man, da kann man nichts mehr machen, dann hat man das Gefühl, sie kriegen es wieder auf die Reihe und dann ist endgültig Schluss. Elias Palm hat das Beziehungsaus aber gelungen inszeniert, so dass es sich nach und nach ergibt. Ellas Arbeitskollegen sind alle sympathisch, vor allem Simon und Johnny. Ellas Familie hingegen ist alles andere als angenehm, denn die Großmutter hat nach dem Tod ihres Mannes die Zügel in der Hand und hütet ein paar düstere Geheimnisse. In der Geschichte geht es vor allem um Homosexualität und wie verpönt es in den 50ern/70ern (muss ich noch mal nachschauen) gewesen ist und auch heute noch ist.

Der erste Fall von Ella Andersson ist wirklich mitreißend, wenn man sich erst mal in die Geschichte eingelesen hat. Anfangs wirkt es eher wie ein Familiendrama. Wer also einen Krimi erwartet ist hier nur zum Teil richtig. Ella ermittelt zwar in eigener Hand, aber es geht hauptsächlich um ihre Vergangenheit, ihre Familiengeschichte und trotzdem lohnt es sich mal reinzulesen.

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