Elias Wagner Vom Liebesleben der Mondvögel

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Inhaltsangabe zu „Vom Liebesleben der Mondvögel“ von Elias Wagner

Seit seine Mutter verschwunden ist, ist bei Max nichts mehr so wie früher. Der Fünfzehnjährige vertieft sich nur noch in sein Buch Wunderbare Insekten oder zieht sich zur 'Insel der Seligen' auf dem See zurück. Doch zu Beginn der Sommerferien zwingen ihn drängende Probleme, dem Leben wieder ins Auge zu blicken. Sein bester Freund will die Gunst der Klassenschönheit gewinnen und macht Max zum Erfüllungsgehilfen eines wahnwitzigen Plans. Vor allem sein Vater bereitet Max Sorgen. Der Architekt übermalt seit kurzem in manischen Schüben die Gemälde seiner Frau. Es hilft alles nichts: Um wieder Frieden zu finden, muss Max an ein sorgsam gehütetes Tabu seiner Familie rühren.

Poetisch, stilsicher und glaubwürdig! Über die Leiden der Pubertät, welche das letzte Stadium der Metamorphose zum Erwachsenen darstellt.

— Loony_Lovegood

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  • Analogie der Metamorphose

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Loony_Lovegood

    16. February 2013 um 13:28

    Analogie der Metamorphose Der Debutautor Elias Wagner beschreibt in seinem Werk "Vom Liebesleben der Mondvögel" die Leiden der Pubertät. Als Anschauungsobjekt dient ihm hier der 15-jährige Hauptprotagonist Max, welcher gemeinsam mit seinem Vater in einem kleinen verwilderten Häuschen am Ufer des Starnberger See lebt. Schnell erkennt man, dass Max's Vater in seiner eigenen Welt lebt, in der seinem Sohn kein Zutritt gewährt wird. Max's Vater ist still, spricht eigentlich selten ein Wort und wenn er nicht in seinem Architektenbüro arbeitet, verkriecht er sich in das Atelier seiner verstorbenen Frau um ihre Bilder zu übermalen. Abends verschwindet er mit seinem Saab und Max hat keinen blassen Schimmer was sein Vater dabei treibt. Man hat das Gefühl, dass über Vater und Sohn eine dunkle Wolke aus einer nicht verarbeiteten Tragödie schwebt. Wirkliche Tatsachen, die auf den Grund dieser Realitätsflucht andeuten, findet man während des Lesens erst ganz zum Schluss. Max ist auch ein sehr eigenbrödlerischer Junge. Am liebsten verbringt er seine Freizeit mit seinem Lieblingsbuch "Über das Leben der Insekten", welches er schon in und auswendig kennt oder er schwimmt zu seinem Lieblingsplatz "Insel der Seligen", welche sich mitten im See verbirgt, um dort für sich alleine zu sein. Er hat nur einen einzigen Freund, Jakob und der schwärmt auf einmal kurz vor den Sommerferien für ein anderes Mädchen. Für den Insektenfreak Max, alias Herr Falter, unverständlich. Durch diesen Aspekt wird die Freundschaft von Max und Jakob auf die Probe gestellt. Bis auf einmal vor Max eine wunderschöne Fremde auftaucht und auch er von der Liebe geküsst wird. Elias Wagner schreibt sehr poetisch und es gelingt ihm sehr gut, die Einsamkeit und Verlorenheit von Max zu beschreiben. Als Untermalung der Geschichte fließen immer wieder Vergleiche zwischen Mensch und der Insektenwelt mit ein. Und so wird die Metapher zum Sinnbild dieses Romans, dass die Pubertät nur ein weiteres Stadium in Richtung Metamorphose zum Erwachsenen ist. Wie beispielsweise die Verwandlung von einer Raupe in einen Schmetterling. Mich persönlich hat die Sprache des Autors von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist auf seine eigene Weise schön. Der Titel wurde perfekt ausgewählt und auch das Cover ist ansprechend gestaltet. Für mich ein sehr gelungenes Debüt und ich würde mich freuen bald mehr von Elias Wagner zu lesen. Poetisch, stilsicher und glaubwürdig

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Themistokeles

    28. August 2012 um 14:52

    Bei diesem Roman war ich ehrlich negativ beeindruckt. Nicht nur, dass er für mich in vielen Punkten seiner Handlung sehr irritierte, es war auch so, dass er vom Sprachlichen her äußerst seltsam war. Irgendwie kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen, dass ein Jugendlicher, und mag er noch so sehr auf seltsame Dinge stehen, sich so weltfremd ausdrückt, wie Max. Denn allein schon den Begriff »Leuchtorgan« für Handys fand ich sehr befremdlich. Auch in vielen anderen Punkten war die Sprache des Romans nicht wirklich mein Ding, da einfach zu sehr mit Fremdwörtern gespielt wurde und mir schien, dass die Sätze möglichst komplex, kompliziert und verschachtelt sein mussten. Allein dadurch hat mir das Lesen schon keinen so großen Spaß mehr gemacht. Allein wäre dieser Zustand des Romans schon unschön genug für mich, jedoch kam es leider noch so, dass ich die Handlung nicht wirklich verstanden habe. In meinen Augen dümpelte alles eher nur so vor sich hin und Max schien nur darin interessiert in der Ecke zu sitzen oder sich über seinen Vater aufzuregen, dem er scheinbar einen recht großen Ekel entgegenbringt, der in meinen Augen irgendwie unverständlich und unangemessen groß war. Die anderen Personen im Roman wirken auch eher eigenartig und sind entweder ebenso weltfremd wie Max, vollkommen versnobt oder einfach irgendwie angeberisch. Insbesondere da es sich um ein Buch über das Erwachsenwerden bzw. Aspekte davon, handelt, finde ich es nur wenig gelungen, da ich nicht glaube, dass es einem Jugendlichen vom Stil her überhaupt zusagen würde und gleichzeitig auch so kompliziert ist, dass es nicht wirklich jeder verstehen wird, allein durch die Sprache, die der Autor verwendet. In meinen Augen ein ehrlich einfach nur seltsames Buch, mit dem ich nur wenig anfangen kann, sowohl von der Sprache, als auch des Inhalts her, bei dem ich mir aber auch irgendwie vorstellen kann, dass es Menschen gibt, die es gerade deswegen ganz besonders toll finden könnten, da es vom Stil her ein Roman ist, der von meinem Gefühl her sehr polarisierend ist. Entweder man findet ihn genial oder man versteht ihn so gar nicht und kann ihm nichts abgewinnen.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    SharonBaker

    Hier wird die Geschichte vom 15 jährigen Max erzählt der ein Außenseiter und Insektenfan ist. Sein einzigster Freund ist in die Klassenschönheit verliebt und Max muss sich das alles anhören, ohne das dieser sich für Max Sorgen interessiert. Denn die hat er um seinen Vater, der die Bilder von seiner Mutter übermalt, diese ist nämlich verschwunden. Des weiteren beginnen die Sommerferien und was macht man in dieser langen Zeit ausser mit dem Freund die Klassenschönheit zu bespitzeln und den Vater zu beobachten der immer mehr außer Haus ist, den Großvater besuchen der immer mehr abbaut und auf ein Mädchen treffen, was ihn total verwirrt. Max muss langsam aufwachen bevor er den Überblick verliert. Ich fand die Geschichte ganz im Ernst: langatmig und langweilig. Der Schreibstil wird von Max Interesse an Insekten sehr geprägt. Alles wird mit irgendwelchen Käfern beschrieben, verglichen und natürlich muss da auch direkt der lateinische Begriff daneben stehen. Dieser Max ist mir so fremd geblieben mit seiner Art und die Beziehung zu seinen Vater steht auch nicht zum besten und macht es am Anfang schwer zu verstehen, was eigentlich los ist. Außerdem fiel mir der Spannungsbogen total, dieses Buch plätschert so dahin und meine Gedanken schwammen beim lesen förmlich davon. Max Sommerferien bestanden fast nur aus schlafen, nervigen Freund und schlafen, das war mir zu wenig, bis dieses Mädchen auftaucht, was ihn so richtig durch wirbelt, war ich schon versucht dieses Buch abzubrechen. Jungs mit pubertären Problemen, ein Vater der einen neuen Weg sucht und die Lösung steckt im kennenlernen des weiblichen Geschlechts. Für mich nichts Neues, aber wäre das früher gekommen, hätte es durchaus eine nette Geschichte geben können.

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  • Leserunde zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    EliasWagner

    Ich freue mich sehr hier eine Leserunde zu meinem Roman „Vom Liebesleben der Mondvögel“ eröffnen zu können! Worum es in meinem Buch geht: Max ist fünfzehn, wohnt mit seinem Vater am Starnberger See und interessiert sich weit mehr 
für Falter und Käfer als für Mädchen. Zu Beginn der Sommerferien wächst ihm sein Leben über den Kopf, was nicht nur daran liegt, dass sich sein Vater immer seltsamer aufführt und sein bester Freund Hilfe bei der Eroberung eines Mädchens braucht.
Seit seine Mutter verschwunden ist, ist bei Max nichts mehr so wie früher. Der Fünfzehnjährige vertieft sich nur noch in sein Buch Wunderbare Insekten oder zieht sich zur »Insel der Seligen« auf dem See zurück. Doch zu Beginn der Sommerferien zwingen ihn drängende Probleme, dem Leben wieder ins Auge zu blicken. Sein bester Freund will die Gunst der Klassenschönheit gewinnen und macht Max zum Erfüllungsgehilfen eines wahnwitzigen Plans. Vor allem sein Vater bereitet Max Sorgen. Der Architekt übermalt seit kurzem in manischen Schüben die Gemälde seiner Frau. Es hilft alles nichts: Um wieder Frieden zu finden, muss Max an ein sorgsam gehütetes Tabu seiner Familie rühren. Unter all denjenigen, die sich bis einschließlich 12. März unter „Wovon wir reden, wenn wir von Mondvögeln reden“ bewerben, werden 20 Exemplare verlost. Wer mag, kann sich als Vorgeschmack auf amazon.de (Vom Liebesleben der Mondvögel) bereits eine Lesung zum Buch ansehen/-hören.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Pennelo

    31. July 2012 um 20:06

    Klappentext Seit seine Mutter verschwunden ist, ist bei Max nichts mehr so wie früher. Der Fünfzehnjährige vertieft sich nur noch in sein Buch Wunderbare Insekten oder zieht sich zur »Insel der Seligen« auf dem See zurück. Doch zu Beginn der Sommerferien zwingen ihn drängende Probleme, dem Leben wieder ins Auge zu blicken. Sein bester Freund will die Gunst der Klassenschönheit gewinnen und macht Max zum Erfüllungsgehilfen eines wahnwitzigen Plans. Vor allem sein Vater bereitet Max Sorgen. Der Architekt übermalt seit kurzem in manischen Schüben die Gemälde seiner Frau. Es hilft alles nichts: Um wieder Frieden zu finden, muss Max an ein sorgsam gehütetes Tabu seiner Familie rühren. Meine Meinung: Zu allererst muss ich sagen hat mir das Cover sehr gut gefallen. Es ist schlicht und erinnert an ein Sachbuch aus der Schule, aber ohne langweilig zu wirken. Die Farben sind schön kräftig und die Käfer stechen heraus. Die Handlung wird aus der Sicht von Max erzählt, wir erfahren nur seine Eindrücke und seine Gefühle. Und da Max etwas kompliziert ist und auch eher in grammatikalisch komplizierten Sätzen und vielen Fremd- und Fachausdrücken denkt, ist das Buch auch so geschrieben. Ich finde es gut, dass sich dieser Faden durch das ganze Buch zieht, muss aber sagen dass ich teilweise Probleme hatte, der Handlung zu folgen ohne abzuschweifen. Max holt viel Wissen aus seinem Lieblingssachbuch und vergleicht alles in der Welt auch mit Bildern aus der Naturwissenschaft. Das hat mich auch überzeugt. Allerdings fehlte der Handlung etwas die Spannung um durchgehend zu fesseln. Im Großen und Ganzen wird von den Problemen von pubertierenden Teenagern in den Sommerferien berichtet. Max hat es besonders schwer, da sein Vater eine tiefe Depression hat, sein Großvater seine Gefühle nicht so richtig ausdrücken kann und sein bester Freund völlig hormongesteuert ist. Fazit: Sprachlich muss ich sagen ist Elias Wagner ein sehr gutes Debüt geglückt, von der Handlung war ich leider nicht gefesselt und somit auch nicht überzeugt.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Annelchen

    25. July 2012 um 22:50

    Ein netter Roman, der sich mit der unterschiedlichen Entwicklung pubertierender Jugendlicher und ihrem Seelenleben beschäftigt. Inhalt: Der 15-jährige Max wohnt seit vier Jahren mit seinem Vater allein. Zusätzlich zu den typischen Alltagsproblemen, die das Leben eines Fünzehnjährigen schon mit sich bringen, muss er sich mit dem merkwürdigen Verhalten seines Vaters auseinandersetzen, der das Verschwinden seiner Frau nicht verarbeitet hat und sich vollends aus seiner Vaterrolle zurückzieht. Glücklicherweise hat Max noch Jacob, seinen besten Freund. Zusammen sind sie oft im Wald und am See unterwegs. Doch eines Tages stellt Max entsetzt fest, dass Jacob in eine Klassenkameradin verliebt ist. Während Jacob für Agnes schwärmt und versucht ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, zieht sich Max noch mehr in sein Schneckenhaus zurück und fröhnt seinem allerliebsten Hobby: Insekten. Mit diesen kennt er sich aus wie kein anderer. Doch da begegnet er beim jugendlichen "Vorglühen" einer Unbekannten, die sein Leben auf den Kopf stellt... Sprache: "Vom Liebesleben der Mondvögel" ist ein Buch voller Metapher. Elias Wagner ist es gelungen, durch die bildreiche Sprache seinem Roman Seele einzuhauchen. Das Buch ist aus Max' Sicht in der Ich-Form geschrieben. Die Titelwahl ist ganz in Ordnung. Cover: Mir hat das Cover sehr gut gefallen. Die Farben sind sehr gut gewählt. Durch die bunte großen Käfer auf dem weißen Hintergrund sticht der Titel gut hervor und hat einen guten Wiedererkennungswert. Fazit: Elias Wagner ist mit seinem Debutroman ein nettes Buch gelungen, dem jedoch noch "das gewisse Etwas" fehlt. Die bilderreiche Sprache und die Umsetzung des Themas "Pubertät" hat mir sehr gut gefallen. Dennoch reicht es für "Vom Liebesleben der Mondvögel" nur für 3 von 5 Punkten. Es hat mich leider nicht so ganz vom Hocker gerissen und mich nicht "zum Lesen hingerissen". Leider hat es das Buch nicht geschafft, mich gänzlich zu überzeugen.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    michelauslönneberga

    22. July 2012 um 13:52

    'Der Kerl isst wie ein Schwein. Oder aber auch Du benimmst dich wie ein Elefant im Porzellanladen.' Solche Vergleiche sind uns wohl bekannt. Aber niemand würde den Pfarrer als Totenkopfschwärmer oder eine Klassenkameradin als Edelfalter bezeichnen. Doch, Einen gibt es - Herr Falter, alias Max. Teenager am Starnberger See, der sich mit einem seltsamen Vater, einem faulen Hund und einem meterologisch begabten Großvater herumschlagen muss. Dann ist da noch Jacob, sein bester Freund, der die Klassentussi anhimmelt und auf Bäumen seltsame Gedichte vorträgt. Ja, Max hat es nicht leicht.... Zum Glück hat er sein Lieblingsbuch stets zur Hand 'Wunderbare Insekten'. Mit Vergleichen aus dem Insektenreich kann er manch eigenwilliges Verhalten der Spezies Mensch besser verstehen. Elias Wagner nimmt uns mit in Max' Sommerferien und erzählt mit einem wundervollen Sprachgefühl eine etwas seltsame Geschichte. Die teilweise ausgefallene Wortwahl und die schönen Vergleiche haben mir sehr gut gefallen. Leider konnte ich mit der Story selbst nicht soviel anfangen, deshalb gibt es von mir nur drei Sterne. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass andere Leser eine helle Freude an diesem Buch haben werden. Man kann das Buch in keine Schublade pressen - es ist wirklich etwas anderes. Einfach mal die Nase reinstecken und zur Not einfach 'nur' den wunderbaren Schreibstil genießen.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. June 2012 um 19:43

    Protagonist Max lebt bei seinem alleinerziehenden Vater. Da dieser noch sehr unter dem Verlust seiner Ehefrau leidet, ist Max ziemlich auf sich allein gestellt. Er hat nur einen einzigen richtigen Freund, den gleichaltrigen Jakob, der allerdings sehr mit seinen Hormonen beschäftigt ist. Max dagegen interessiert sich mehr für Insekten als für Mädchen. Er liest in jeder freien Minute in seinem Buch „Wunderbare Insekten“. Trotzdem unterstützt er Jakob, wenn auch widerwillig, bei dessen Versuchen, der Klassenschönheit näherzukommen. Besonders gut gefällt mir der äußerst bildhafte und poetische Schreibstil und die Vergleiche mit den Käfern. Das passt super zum Ich-Erzähler Max. Allerdings musste ich, gerade am Anfang, öfter mal überlegen, was mit einigen der Begriffe gemeint ist. Aber nach und nach ging das lesen flüssiger. Die Personen sind vielschichtig. Es gibt Konflikte, besonders zwischen Vater und Sohn, aber auch zwischen den Freunden, und andere Probleme, die die Pubertät so mit sich bringt. Aber zwischendurch werden auch viele positive Erlebnisse dargestellt und die Charaktere zeigen eine sehr gut nachvollziehbare Entwicklung. Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte vom Erwachsen werden, der zwar etwas die Spannung fehlt, die aber dafür besonders durch die schöne und ungewöhnliche Erzählweise besticht.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    giulianna

    31. May 2012 um 23:07

    Max ist 15 Jahre, lebt allein mit seinem ziemlich abwesend wirkenden Vater (plus Hund) und interessiert sich für Insekten. Das reicht um ihn in der schwierigen Phase der Pubertät zu einem Außenseiter in seiner Klasse werden zu lassen. Sein einziger Freund Jakob mutiert auch immer mehr zum Sonderling und so sind die bevorstehenden Sommerferien kein Anlass zu großer Freude. Erst recht nicht, als Jakob auf die Idee kommt sich mit Max in einer Kiefer zu verstecken um seine Angebetete zu beobachten. Jakob schwebt in anderen Sphären, während Max Vater von allen guten Geistern verlassen zu sein scheint und dem Haushund ein Batmankostüm überstreift. Da wird das Teenagerleben schnell zur einsamen Qual. "Vom Liebesleben der Mondvögel" ist in meinen Augen ein angenehm zu lesendes Buch. Es geht ums Erwachsenwerden, Familienkonflikte, erste Liebe und ganz viel Sehnsucht. Der Schreibstil des Debütautoren Elias Wagner hat mich sofort angesprochen und auch Max hat mich ein wenig mitgenommen in seine Welt. Das Ende (welches ich jetzt nicht verraten möchte) fand ich etwas zu märchenhaft kitschig, aber gut. Das soll dem Leseerlebnis keinen Abbruch tun. 4 schöne Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    Blaustern

    20. May 2012 um 21:01

    Der 15jährige Max hat ein ungewöhnliches Interesse für sein Alter. Anstatt sich für Mädchen zu interessieren, so wie sein einziger Freund Jacob, gilt seine Leidenschaft den Insekten, deshalb wird er auch scherzhaft von Jacob „Herr Falter“ genannt. Er kennt sie wohl alle, auch ihre lateinischen Namen, die hier immer wieder genannt werden, und sein Lieblingsbuch ist „Wunderbare Insekten“. Aber er hat auch kein leichtes Leben, denn er wohnt mit seinem seelisch angeschlagenen Vater allein in einem Haus am Starnberger See in Bayern. Der Vater kümmert sich um nichts, ist nur mit seinem Leid rund um die Mutter beschäftigt, die vor 4 Jahren verschwand und malt all ihre Gemälde schwarz über. Auch bei seinem Großvater, der im Heim wohnt, findet er nicht so richtig Gehör. Als er sich auch noch mit Jacob zerstritt, dessen Gespräche sich nur noch um seine Mitschülerin Agnes drehen, in die er sich verknallt hat, zieht er sich in seinen Sommerferien, die für ihn nur langweilig sind, oft auf die „Insel der Seligen“ zurück und lernt dabei Sofia besser kennen. Ich habe leider nicht wirklich verstanden, was der Autor uns mit diesem Buch sagen will, worum es eigentlich ging, da ich kein bisschen Tiefgang in diesem Buch gefunden habe. Die Handlung plätschert sich auch von Anfang bis Ende nur so dahin, und ich musste mich zwingen, immer weiterzulesen. Auch der Schreibstil war nicht so meiner. Mich haben noch nicht mal die lateinischen Namen der Käfer gestört und deren Bedeutung, das fand ich sogar ganz witzig. Aber die vielen anderweitig aneinandergereihten Fremdwörter auch noch dazu fand ich nicht schön. Und Max für sein Alter war mir auch zu altklug. Ich hatte so den Eindruck, dass der Autor hier oft nur seine sprachliche Überlegenheit offerieren wollte. Für ein Jugendbuch finde ich es erst recht ziemlich unpassend.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    LaDragonia

    Zum Inhalt: Max ist fünfzehn. Seit seine Mutter vor einigen Jahren verschwunden ist, zieht er sich immer mehr in seine eigene Welt zurück. Er vertieft sich am liebsten den ganzen Tag in sein Lieblingsbuch „Wunderbare Insekten“ oder zieht sich auf die „Insel der Seligen“ auf dem See zurück. Doch zu Beginn der Sommerferien muß er dringenderen Problemen den Vorrang geben. Sein Freund Jakob brauch seine Hilfe, bei der Eroberung der Klassenkameradin Agnes und dem besten Freund muß man schließlich helfen. Doch dann wäre da auch noch Max Vater. Der Architekt lebt ebenso wie Max in seiner eigenen Welt und seit kurzem hat er angefangen in regelrecht manischen Schüben die Bilder seiner Frau zu „übermalen“. Es scheint es geht nicht anders, Um sein eigenes Seelenheil wieder zu finden, muß Max an ein Tabu seiner Familie rühren, über das seit Jahren nicht gesprochen werden darf. Meine Meinung: Zu Anfang habe ich erst einmal recht schwer in die Geschichte hinein gefunden, da sie doch nicht so alltäglich geschrieben ist. Die beiden Jungs fand ich ganz lustig und süß für ihr Alter und ehrlich gesagt auch typisch. Sie stellen so die beiden absoluten Gegensätze dar, die es während der Pubertät gibt. Der eine (Jakob) schon total interessiert an Mädchen, und den anderen (Max) interessieren sie momentan noch überhaupt nicht. Die Geschichte um Max und seinen Vater war da schon von ganz anderem Kaliber. Der Mann scheint wirkliche Probleme zu haben. Das einzige was die beiden anscheinend nur zu verbinden scheint, ist ihre Leidenschaft für gutes und reichliches Essen. Ansonsten kommt es mir vor, das sich jeder der beiden nur um sich kümmert, wobei Max ja wenigstens noch zu versuchen scheint, zu seinem Vater durchzudringen. Allerdings fand ich persönlich das es mir alles etwas zu emotionslos geschrieben war. Die Beziehung der beiden bessert sich zwar im Laufe der Geschichte, aber wirklich Emotionen kommen hier genauso wie in späteren Beschreibungen über Max 1. große Liebe nicht auf. Auch haben mich persönlich die ganzen lat. Begriffe sehr gestört. Für jemanden der keine Latein kann, wovon man will man eine breite Leserschaft ansprechen erst einmal ausgehen sollte, waren sie einfach nur unnütz und nervig. Auch gab es mir zu oft Wiederholungen. Diese weggelassen und dabei bei den Emotionen nicht ganz so gespart, und das Buch hätte wesentlich mehr hergemacht. Alles in allem eine ganz nette Lektüre für zwischendurch oder als Urlaubslektüre, aber nicht wirklich anspruchsvoll.

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    • 3

    xoxoJade

    09. May 2012 um 21:40
  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    xoxoJade

    09. May 2012 um 21:39

    In das Buch einzusteigen fiel mir anfangs sehr schwer, darum habe ich auch so unverhältnismäßig lang gebraucht. Diee Sprache ist zwar gut, aber mir sind die Sätze iwie zu verschachtelt und zu "sachbuchmäßig". Der Autor verwendet viele Ich hatte&mochte Latein, aber die Begriffe haben den Lesefluss ein wenig gestört. Auch merkt man, dass der Autor Ahnung von Biologie hat. Der Protagonist interessiert sich mehr für Insekten als für Menschen und ist ein ziemlicher Einzelgänger, der Handys als "Leuchtorgane" bezeichnet. Seine Vergleiche zwischen den Menschen und den Insekten sind ganz amüsant. Vllt mag ich das Nerdige einfach ;D Dennoch war Max mir vor allem zu Beginn einfach/noch zu fremd um ihn zu mögen. Im Laufe der Zeit ändert sich das, er legt ein wenig von seinem Einzelgängertum ab, aber sagen wirs mal so er ist wie der nette Klassenkamerad, der eben sonderbar, aber nett ist, mit dem man trotzdem nicht viel zu tun hat. Die Beziehung zwischen Max und seinem Vater ist erst sehr schwierig, da die Mutter nicht mehr da ist und Max seinem Vater die Schuld gibt. Er wird wohl nie "Vater-des-Jahres" mit seinem konfusen Verhalten und diesen manische-depressiven Phasen, aber ich konnte Max Widerwillen, der teilweise an Abscheu grenzt nicht ganz nachvollziehen. Und da ist natürlich der Großvater, der Vater seiner Mama, den er in dessen Seniorenresidenz besucht. Sein Freund Jakob ist eindeutig der "Stärkere" der beiden, der Max für seine "Ziele" einspannt oft auch ohne, dass dieser es will. Dabei wünscht man ihm ständig, dass er es schafft sich gegen Jakob durchzusetzen. Als er diesem dabei hilft den Klassenschwarm Agnes zu erobern lernt er Sofia kennen. Sie ist nur vorübergehend da, kommt aus Wien und ist so anders als alle Mädchen, die er bis jetzt kannte. Sofia wirbelt sein Leben gehörig durcheinander-sie liebt Jule Verne und ist die Unberechenbarkeit in Person. Aber Max Faszination für sie lässt sich m.E schwer nachvollziehen, sie war mir einfach nicht sympathisch, wirkt egoistisch. In diesem Sommer lernt Max viel über Verluste, den Tod und die erste große Liebe, jedoch wurde mir vieles davon zu lieblos&schnell abgehandelt. Einen Teil vom Ende fand ich sehr schön, einen anderen sehr unrealistisch. Auch bleiben für mich persönlich noch einige Fragen offen ==> Gute 2,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    ferkel

    29. April 2012 um 18:33

    Der fünfzehnjährige Max wohnt mit seinem Vater am Starnberger See inmitten von wunderbarer Natur. Seine Mutter ist vor vier Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Seitdem haben sich Vater und Sohn regelrecht abgekapselt und reden kaum miteinander. Max hat es nicht einfach, er ist ein liebenswürdiger Freak, der sich vor allem für Insekten interessiert, und in der Schule ist er ein Außenseiter. Als die Sommerferien anfangen, erreicht auch die Vater-Sohn-Beziehung ihren Tiefpunkt. Und zu guter Letzt will Max’ einziger Freund auch noch, dass er ihm bei der Eroberung eines Mädchens hilft… Elias Wagners Debüt besticht durch eine poetische und doch klare Sprache, die viel Ruhe ausstrahlt und den Leser jede Seite genießen lässt. Es sind viele Stilmittel enthalten, die aber gut dosiert sind. Die Beschreibungen sind sehr bildlich und der Erzählstil einfach schön. Und vor allem originell! Immer wieder gibt es Bezüge zur Insektenwelt, was zum Teil auch sehr skurril wirkt. Besonders jetzt, wo es wärmer wird, passt die Geschichte sehr gut. Viele wird sie an die eigenen Sommerferien erinnern, in denen doch immer irgendwas interessantes passiert ist. Der Protagonist Max ist mir überaus sympathisch. Als Insektenfreund betrachtet er vieles aus anderen Augenwinkeln, er ist authentisch und bewirkt, dass vieles aus der Schulzeit wieder hochkommt. Man erlebt seine Entwicklung in den Sommerferien, die für ihn einen letztendlich sehr guten Verlauf nehmen. Die Geschichte, in der nicht nur die Vater-Sohn-Beziehung, sondern auch die zarte Jugendliebe und der bittere Tod eine Rolle spielen, ist in sich abgeschlossen und stimmig. Auch die Nebencharaktere sind überzeugend und tragen dazu bei, dass „Vom Liebesleben der Mondvögel“ mehrere Facetten der Gesellschaft abbildet. Besonders schön finde ich auch das Cover und dass im Buch am Anfang jedes Kapitels ein Insekt abgedruckt wird. Anfangs konnte ich mit dem Titel wenig anfangen, aber nun – wieder was dazu gelernt! Einzig die recht vorhersehbare Handlung, der noch das gewisse Extra fehlt, bringt mich dazu, nicht die volle Punktzahl zu geben. „Vom Liebesleben der Mondvögel“ ist ein schönes Buch, dass zum Nachdenken anregt. Absolut lesenswert, sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene!

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    LiebezuBuechern

    26. April 2012 um 21:18

    "Der Körper ist das Gefäß der Erinnerung", pflegte Opa gern zu sagen. Max ist fünfzehn und wohnt mit seinem Vater am Starnberger See. Weit mehr als für Mädchen interessiert er sich für die wunderbare Welt der Insekten. Als die Sommerferien beginnen, weiß er gar nicht wie er die sechs Wochen verbringen soll. Sein bester Freund Jacob hat es sich zum Ziel gesetzt das beliebteste Mädchen der Klasse ab zu schleppen. Ganz nebenbei hat Max das Gefühl, dass sein Vater verrückt wird. Denn seit seine Mutter verunglückt ist, übermalt dieser in seinen depressiven Phasen die Gemälde seiner Frau. Wenn Max alles zu viel wird, dann verschwindet er, am liebsten auf die "Insel der Seligen". Bei einem seiner Streifzüge begegnet er Sofia und für kurze Zeit gerät alles durcheinander. "Vom Liebesleben der Mondvögel" war für mich ein Buch das mich beim lesen der Inhaltsangabe und auch beim Anblick des Covers sofort angesprochen hat. Als ich dann mit dem Lesen begann, war ich auch direkt gefesselt. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und äußerst angenehm zu lesen. Einige Male musste ich wirklich schmunzeln und das im Buch sehr oft zu Insekten und Faltern Bezug genommen wird, macht das ganze noch origineller. Elias Wagner schreibt nicht nur angenehm, sondern ist zudem auch noch witzig. Ganz oft hat mich das Buch zum schmunzeln gebracht und auch die Beschreibungen der Natur und Landschaft, besonders rund um die "Insel der Seligen" fand ich sehr gelungen. Zwischenzeitlich hatte ich selbst das Gefühl mitten in diesem Sommer zu stecken und alles hautnah zu erleben. Manchmal schweifte der Autor hier aber ein wenig ab und erzeugte den Eindruck von gewollt, aber nicht gekonnt. Beispielsweise dann, wenn die Ausdrucksweise sehr poetisch wurde und streckenweise die Handlung an Natürlichkeit verlor und eher konstruiert daher kam. Nichts desto trotz, sind die Charaktere allesamt sehr sympathisch dargestellt. Besonders Max, der mir deutlich älter und reifer vorkam, als fünfzehn Jahre. Die Beziehung zum Vater wurde sehr anschaulich geschildert, denn anfangs haben beide miteinander noch ihre Problem. So ist es eher ein nebeneinander her leben, als ein miteinander leben. Doch nimmt dies im Lauf der Handlung eine positive Wendung. Wer ein Buch mit spannender Handlung sucht, wird hier enttäuscht sein. Spannung kommt hier nämlich keine auf, aber dafür ist dieses Buch auch nicht gedacht. Es erzählt von einem Sommer auf dem Weg zum Erwachsenwerden und von einem fünfzehnjährigen der seinen Weg noch nicht ganz gefunden hat. und ist somit sehr erfrischend und anders und dazu angenehm zu lesen. Ein perfektes Buch für die Hängematte und zum runterkommen und abschalten. Sehr erfrischend, anders und angenehm zu lesen. Ein tolles Buch für angenehme Lesestunden in der Hängematte, zum runterkommen und abschalten.

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  • Rezension zu "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

    Vom Liebesleben der Mondvögel

    mecedora

    20. April 2012 um 21:15

    "Mit dem Hintergrund des Wetterstein-Alpenmassivs inklusive Zugspitze ähnelte der See manchmal einem dieser Landschaftsbilder, die Bob Ross im Fernsehen malte. Bäume, See und Berge. Manchmal glaubte ich, dass ich in dieser Landschaft verlorenging." (S. 44) Max, 15 Jahre alt, interessiert sich sehr viel mehr für Insekten als für Mädchen - und fällt damit natürlich sehr auf. Auch sein Freund Jacob wird in diesem Sommer von seinen Hormonen gesteuert. Mit seinem Vater wohnt Max am Starnberger See in einem Haus inmitten eines urwaldähnlichen Gartens, die Mutter ist weg, der Großvater lebt in einer noblen Seniorenresidenz. Behütet, idyllisch, ein klein wenig skurril - das ist es, wie Max' kleine Welt einem anfangs erscheint. Doch man merkt bald, dass es ganz anders ist. Drückend und lethargisch wie ein schwül-heißer Sommerferientag. Traurig, ein wenig beängstigend, unsicher und manchmal sehr seltsam. Max Vater benimmt sich immer eigentümlicher, der Großvater hinterlässt regelmäßig den Wetterbericht auf dem Anrufbeantworter, Jacob verändert sich, überall sind plötzlich Mädchen und Max sieht trotzdem in allem das Insekt in diesem Sommer, in dem sich alles verändert und doch alles gleich bleibt. "Vom Liebesleben der Mondvögel", Debüt von Elias Wagner, ist ein Roman über das Erwachsenwerden, über Sonderlinge, Schmerz, Trauer, Wut und Lethargie, über Hormone, nächtliche Badeausflüge, massenhaft Insekten, bayrische Volksfeste, Liebe und über beinah zäh vergehende Sommerferien. Besonders die Atmosphäre wird in diesem Buch sehr schön beschrieben - ich erinnere mich gerne und gut an ein wunderbar erzähltes Sommergewitter, meine absolute Lieblingsstelle in diesem Roman. Einige der Figuren habe ich bei der Lektüre, auch wenn sie allesamt ein klein wenig seltsam sind, wirklich ins Herz geschlossen; Max' Großvater etwa. Max selbst ist mir an vielen Stellen ein wenig zu altklug, der Erzählstil stellenweise ein wenig zu gewollt eloquent, der Begriff "Leuchtorgan" hat mich mitunter beim Lesen sogar genervt und die vielen Insektenvergleiche waren, wenngleich sie den Protagonisten charakterisieren, vielleicht ein bisschen over the top - aber alles in allem ist dies wirklich ein gelungenes Buch, das durch die authentische Ausgestaltung der Atmosphäre, einen gut aufgebauten Plot und auch die optische Gestaltung positiv hervorsticht. Zu 100% überzeugt hat mich "Vom Liebesleben der Mondvögel" nicht, empfehlen möchte ich es trotzdem gerne.

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