Die Idiotin

von Elif Batuman 
3,0 Sterne bei6 Bewertungen
Die Idiotin
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (2):
Daniel_Allertseders avatar

Berührend, humorvoll, "Idiotisch", sprachlich sehr gut

Kritisch (2):
Mirocos avatar

Habe ich nicht fertig gelesen. Nach 40 Seiten noch immer nichts was mich mitgerissen hat.

Alle 6 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Idiotin"

'Die Idiotin' ist ein unvergesslicher Roman, der am Elite-College Harvard spielt - von einer der originellsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur: Elif Batuman.

New Jersey, 1995: Selin, Tochter türkischer Immigranten, jung, hinreißend und ahnungslos, zieht aus, um in Harvard Literatur zu studieren. Die College-Wohnheime sind mit Albert Einstein-Postern und Lavalampen dekoriert, das Internet ist noch jung und die nächtlichen E-Mails, die ihr Ivan, der ungarische Mathestudent, schickt, sind ebenso bezaubernd wie unverständlich. Aber Selin manövriert sich tapfer durch die ersten Stürme der Erwachsenenjahre. Sie reist mit ihrer Freundin Svetlana nach Paris, lernt Russisch und Taekwondo – und dass die Liebe flüchtig ist. Ein Buch über die magische Zeit des Erwachsenwerdens und das Porträt einer jungen Frau, die auszieht, um ihren Platz in der Welt zu suchen – hellwach und feinsinnig erzählt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596198214
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Roman über den Alltag der Havard-Studentin Selin - über weite Teile leider belanglos und langweilig
    Roman über den Alltag der Harvard-Studentin Selin - über weite Teile leider belanglos und langweilig

    Der Roman spielt im Jahr 1995, als die türkischstämmige Selin in Harvard ihr Literaturstudium beginnt. Sie teilt sich ein Wohnheim-Apartment mit Hannah und Angela, freundet sich aber mehr mit Svetlana aus Serbien an. In ihrem Russischkurs lernt sie den ungarischen Mathematikstudenten Ivan kennen, mit dem sie einen regen E-Mailverkehr eingeht und in den sie sich verliebt. Sie gesteht es aber weder sich selbst gegenüber ein, noch zeigt sie es Ivan direkt. 
    Während ihres Erstsemesters lernt sie Spanisch und Russisch und schreibt einen Essay, für den sie sogar einen Preis erhält. Daneben gibt sie Schülern Nachhilfe in Mathematik und Englisch, wobei ihr pädagogisches Geschick wenig ausgeprägt ist und es ihr vor allem an der notwendigen Strenge mit ihren Schülern fehlt. In den Semesterferien reist sie zunächst nach Paris und anschließend nach Ungarn und reist dabei mehr oder weniger zufällig ihrem Schwarm Ivan hinterher. Ihre letzte Station ist ihre Heimat die Türkei, bevor das nächste Semester beginnt, in dem sie sich für Linguistik einschreibt und alle anderen Kurse nicht fortsetzt. 
    Selin ist eine unsichere, 18-Jährige, deren erstes Studienjahr in Harvard beschrieben wird. Sie ist eine intelligente junge Frau, die sich vor allem für Sprachen interessiert, ist aber im sozialen Umgang mit anderen unerfahren und ungeschickt. Sie lässt sich deshalb von anderen leicht beeinflussen und tut sich schwer damit, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. 
    Die erste Hälfte des autobiographischen Romans empfand ich als langatmig. Es ist eine reine Beschreibung des Alltags einer Studentin und trivial, weil nicht wirklich viel passierte. Das mag ein sehr realistisches Szenario sein, mir war es schlicht zu langweilig. 
    Die zweite Hälfte war dagegen eingängiger zu lesen, da Selin mehr erlebte und in Europa mit vielen neuen Eindrücken konfrontiert wurde. Aber auch dort hat sie Probleme, sich auf sich zu konzentrieren und auf das, was sie möchte. Unweigerlich reist sie Ivan hinterher und nimmt das Angebot an, in Ungarn Schülern Englischunterricht zu erteilen. Dabei lässt sie sich aber auch von den Familien der Schüler überrumpeln und vereinnahmen und ist froh, wenn sie einmal allein sein kann, um selbst einmal nicht lernen zu müssen oder anderen etwas beizubringen, wobei sie weiterhin viel zu nachsichtig ist. Ivan kommt sie dabei aber keinen Schritt näher. 
    "Die Idiotin" ist ein Coming-of-Age-Roman über eine schüchterne Studentin, die ihren Weg im Leben erst noch finden muss. Mit trockenem Humor wird ihr Alltag in Harvard und ihre Begegnungen mit den etwas skurrilen Menschen in Ungarn bei ihrem Auslandsaufenthalt beschrieben. Am Ende ist sich Selin sicher, dass sie Schriftstellerin werden will, eine charakterliche Weiterentwicklung konnte ich allerdings nicht feststellen. Ist Selin deshalb die Idiotin? Oder weil sie für Ivan schwärmt, der innerhalb des Jahres mindestens zwei Freundinnen hatte und sich offensichtlich nicht wirklich für eine Liebesbeziehung mit Selin interessierte? 
    "Die Idiotin" ist keine befriedigende Lektüre. Das Buch ist in keine Kapitel untergliedert und eine Betrachtung der offensichtlich langweiligsten Teile des Studentenlebens: des grauen Alltags aus der Belegung von Kursen und Nachhilfe für Schüler. Darüber hinaus ist es eine Beschreibung des täglichen Scheiterns von Selin in alltäglichen Situationen. Zwischenmenschliches ist reduziert auf einzelne Begegnungen mit vielen verschiedenen Personen, seien es ihre Kommiliton(inne)n oder die schrägen Familien in Ungarn. 
    Wer sich nicht von der Banalität des Romans abschrecken lässt und ein Faible für Literatur und Sprachwissenschaften hat, für den ist Elif Batumans autobiographischer Roman die geeignete Lektüre. 

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berührend, humorvoll, "Idiotisch", sprachlich sehr gut
    Berührend, humorvoll, "Idiotisch", sprachlich sehr gut

    Meine Meinung

     

    »Von allen amerikanischen Autoren ist Elif Batuman die witzigste. Erfrischend und einzigartig« (SHEILA HETI); »Fein beobachtet, bezaubernd, geistreich« (KIRKUS REVIEWS) oder »[…] Ich habe dieses Buch verschlungen« (MIRANDA JULY) sind nur einige Zitate von Journalisten und Kritiker aller Art zu Elif Batuman’s Debütoman »Die Idiotin«. Ich kann Ihnen eines sagen, liebe Leser: Diesen Stimmen kann ich nur zu einhundert Prozent zustimmen!

     

    Selin, Tochter türkischstämmiger Amerikaner, zieht in die Harvard-Wohnheime ein, um in ebendieser weltbekannten Universität Literatur zu studieren. Wir Leser dürfen Selin, die junge, hinreißende und naive Frau begleiten, erleben dabei allerhand Kurioses: Sei es der ulkige Russischunterricht bei Warwara, der anspruchsvolle Emailverkehr zwischen Selin und Ivan oder der sinnlose Matheunterricht mit und für Dinah.

     

    Der Roman sticht dadurch aus der Masse, da er sehr elegant und durchdringend ist. Wir lesen von einer Dame, die in den Tag hineinlebt, die jede Sekunde an sich vorüberziehen lässt, die den Tag und ihr Leben meistert, so, wie sie es meint. Selin ist sympathisch, klug und sehr überzeugend dargestellt. Besonders hervorgehoben wurde der Humor der jungen Autorin, die ihr Handwerk trotz Debüt ausgezeichnet umgesetzt hat: Witz und Spaß bringt Abwechslung, und diese beiden, ähnlichen Elemente konnte man zur Genüge im fast 500 Seiten dicken Roman finden. Die Sprache war hierbei im Prinzip einfach gehalten; Elif Batuman schrieb ohne große Synonyme und ohne unbekannte fremde Ausdrücken, doch sie erzählt sehr viel, es kommt eine geballte Menge auf den Leser zu! Sie wechselt immer wieder die Zeiten und Handlungen in Absätzen, Kapitelüberschriften sind kaum zu finden, und besonders eben die Dichte an Storyverlauf machte das Lesen sehr anspruchsvoll.

       Sehr empfehlenswert ist der Roman durch seine Erzählebene: Der auktoriale, prosaische Erzähler wird hier angewandt; jedoch mit Vorbehalte. Selin nimmt uns mit in ihr Leben, erzählt uns aber nicht alles, wir sehen durch ihre Augen, und lernen ihre Art kennen, ihr Denken, ihr Fühlen, jedoch hält sich Selin verschlossen und gibt nicht alles Preis, hebt sich Charakterzüge auf, für später, damit wir uns im richtigen Moment denken »Aha! Deswegen!« Wie bereits erwähnt ist Selin eine kluge, tollpatschige und sympathische Person, der man gerne gefolgt ist. Der Verlauf ihres Lebens wurde von Elif Batuman sehr gut gestaltet. Sie hat sich mit ihrer Heldin auseinandergesetzt und hat sie so zusammengebaut, dass man sie so schnell nicht wieder vergisst – Selin ist eben eine »Idiotin«, die in den Tag hineinlebt, immer freundlich ist, aber trotzdem eine Idiotin ist!

    Fazit

     

    Ein sehr empfehlenswertes Buch! Tolle Sprache, viel Handlung, viele Handlungsstränge, trotzdem alle auf derselben Ebene, erzählt in einfachem Prosa, humorvoll, bestückt mit einer intelligenten und »idiotischen« Heldin – ich habe es sehr gemocht! Toll, Elif Batuman!

    Kommentare: 1
    2
    Teilen
    Mirocos avatar
    Mirocovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Habe ich nicht fertig gelesen. Nach 40 Seiten noch immer nichts was mich mitgerissen hat.
    Kommentieren0
    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Abgebrochen - dieses belanglose vor sich hin dümpeln, hat mich aggressiv gemacht.
    Kommentieren0
    Illariss avatar
    Illarisvor 2 Monaten
    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks