Elif Shafak Der Architekt des Sultans

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Inhaltsangabe zu „Der Architekt des Sultans“ von Elif Shafak

Istanbul im 16. Jahrhundert. Als Elefantenführer des Sultans lernt der junge Jahan den Hofarchitekten Sinan kennen, den berühmtesten Baumeister der islamischen Welt. Sinan nimmt Jahan unter seine Fittiche, und gemeinsam mit dem weißen Elefanten des Jungen errichten
sie Moscheen, Paläste, Mausoleen und Aquädukte, die alle Zeiten überdauern sollen. Doch hinter Jahans neuem Glück lauern Intrigen und Kriege, deren Zerstörungswut größer scheint als alles Bestreben, Neues zu schaffen.

Eine Liebeserklärung an den Architekten Sinan und an das bunte Istanbul des 16. Jahrhunderts.

— sumsidie

Ein grandioses Buch über Architektur, das osmanische Reich und wilde Tiere.

— Ay73

Hätte von der Thematik her interessant sein können, war es aber leider nicht. Blutleer, ohne Tiefe, sprachlich seicht.

— Apfelgruen

Orientalisch, detailreich, eine Art Kopf-Kino-Zeitreise- manchmal ein paar Länge, aber dennoch fesselnd zu lesen

— Buchraettin

Ein märchenhaftes Buch über Istanbul, die Architektur, Täuschung und die Liebe.

— Heldentenor

Ein anspruchsvoller Roman mit einem zwar teilweise etwas zu ausführlichen, jedoch durchaus bildreichen Schreibstil.

— Jonas1704

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  • Der Architekt des Sultans

    Der Architekt des Sultans

    Ay73

    12. April 2017 um 17:06

    Das Buch beginnt im 16 Jahrhundert. Jahan, erinnert sich an seien frühe Jugend wie er damals als 12 Jähriger nach Istanbul kommt, mit einem weißen Elefanten, Chota, der als Geschenk für den Sultan Selim bestimmt ist. Aber die Geschichte beginnt damit, dass Jahan und der grandiose Architekt Sinan mit dem skrupellosen Sultan Murad auf einander kommen, da er alle seine Brüder hat töten lassen, um sie an der Machtergreifung zu hindern. Er bittet den Architekten Sinan, für seine getöteten Brüder ein Mausoleum zu bauen. Wir dringen in diesem Buch tief in die Geschichte des osmanischen Reiches, wobei vieles auch nicht der Wahrheit entspricht. Es ist ja auch kein historisches Sachbuch, sondern ein Roman. Wie Jahan, Schüler von Sinan wird, nach Rom reist um Michelangelo zu besuchen, wie er Freundschaft mit der Sultans-Tochter Mihrimah schließt und wie er versucht die Zuneigung und auch Anerkennung von Sinan zu erlangen. Das Buch ist grandios geschrieben, eine bildhafte Erzählkunst die nur wenige Autoren haben. Elif Shafak hat wieder mal mich total in ihren Bann gezogen, sie erzählt die Geschichte mit einer Leichtigkeit die bewundernswert ist...

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  • Die Suche nach dem Mittelpunkt des Universums

    Der Architekt des Sultans

    StefanieFreigericht

    04. March 2017 um 22:43

    „Die Feindseligkeit ist ein Käfig, das Talent ist ein gefangener Vogel. Zerbrich den Käfig, lass den Vogel frei und in die höchsten Höhen fliegen.“ S. 181 Diesen Rat gibt Meister Sinan seinem Schüler Jahan, den Rachegelüste zermürben, nachdem dessen Stiefvater die Mutter getötet hatte. Die Ausbildung bietet einen Ausweg, denn „Jeder Handwerker, jeder Künstler schließt einen Bund mit dem Göttlichen“…Unter jedem Bauwerk …liegt, tief unter dem Fundament, der Mittelpunkt des Universums. Dieses Wissen wird dich mit größerer Sorgfalt und Liebe arbeiten lassen.“ S. 213 Der Suche nach diesem Mittelpunkt des Universums nun begegnet Jahan immer wieder. Im 16. Jahrhundert ist im Osmanischen Reich nicht viel Zeit für die Bedürfnisse des einzelnen: die Kluft zwischen Herrschenden und Beherrschten ist groß, Willkür, Vetternwirtschaft und Intrigen greifen um sich, der Brauch der Knabenlese führt dem Heer unermüdlich Nachwuchs zu, indem Jungen aus benachbarten Ländern ihren Familien entrissen und zwangsislamisiert werden. Zwar ist auch diesen ein Aufstieg bis ins oberste Amt des Großwesirs, des vom Herrscher eingesetzten Regierungschefs, möglich – aber die Luft ist dünn. In der Herrscherfamilie selbst ist es in dieser Zeit guter Brauch, dass der Thronfolger beim Tod des Vaters sich aller jüngeren Brüder als Konkurrenten entledigt – mit der Bogensehne, damit das edle Blut nicht vergossen werde, dann folgt gern der Bau eines prächtigen Mausoleums für die edlen Toten. Eigentlich hatte es Jahan als Begleitung des jungen weißen Elefanten Chota in den äußeren Ring des Palasts geschafft und sich dort als Mahut, als Elefantenführer, verdingt – aber seine Neugier und sein Talent führten ihn mit Sinan zusammen, dessen Schüler er wird. Der Originaltitel des Buches lautet passender „The Architect’s Apprentice“, „Der Lehrling des Architekten“, denn Jahan ist die Hauptperson dieses Romans. Ähnlich wie in „Der Name der Rose“ beginnt die Erzählung als Rückblick des gealterten Jahan, werden spätere Entwicklungen teils bereits angedeutet. Meister Sinan, der wichtigste Architekt der klassischen osmanischen Architektur, gilt als der „Michelangelo des Osmanen“ und ist nur eine von vielen fiktionalisierten historischen Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts dieses Romans. Autorin Elif Shafak erläutert in ihrem Nachwort, gelegentlich Zusammenhänge an ihre Bedürfnisse für die Geschichte angepasst zu haben, auch ein Glossar ist im Nachwort enthalten. Dadurch lässt sich die opulente Geschichte recht flüssig lesen, nachdem ich gerade zu Beginn häufiger Nachschlagen (und Wikipedia konsultieren) musste. Dennoch fremdelte ich noch einige Zeit – ich suchte „den roten Faden hinter der Geschichte“. Eine Besprechung in der Süddeutschen Zeitung vom 10.08.2015 Lesen Sie die Rezension bei buecher.de(direkter Link ist kostenpflichtig) nennt den Roman „eine Liebeserklärung an das alte Istanbul der vielen Völker, Sprachen und Religionen – und damit auch eine Absage an die derzeitige Politik der Türkei.“ Mag man den Roman unter diesem Blickwinkel lesen (ich war ja zugegebenermaßen nicht aus dem Roman heraus selbst auf diesen Gedanken gekommen), findet man einerseits die gesuchte Geschichte hinter der Geschichte, aber auch ganz anderen Zugang zu Schlüsselsätzen des Buches wie „Jahan kam der Gedanke, dass sich die meisten Gotteshäuser in zwei Kategorien einteilen ließen: Es gab diejenigen, die in den Himmel ragten, und diejenigen, die den Himmel der Erde näherbringen wollten. Sehr selten begegnete man einer dritten Art, auf die beides zutraf.“ S. 261 Und schließt letztlich aus seinen Erfahrungen „Wir sollten Kuppeln bauen, die den Menschen zeigen, dass es einen Gott gibt, und dass Er keine Gott der Sünde und der Hölle ist, sondern ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit.“ S. 535 Die Ereignisse des Buches wie die Pogrome nach der Pest oder das ständige Lauern auf Fehler der anderen mögen der Einschätzung des oben genannten Rezensenten zur angeblich "guten alten Zeit" eher widersprechen, dafür aber andere Parallelen aufzeigen. Trotz der wunderschönen Geschichte, ihrer bestechenden Üppigkeit und der grandiosen Fabulierkunst Shafaks fehlte mir hier der klarere Zugang von zum Beispiel „Der Geruch des Paradieses“ zum Kern der Geschichte, obgleich die Autorin auch dort mehrere Deutungen zulässt. „Der Mittelpunkt des Universums lag weder im Osten noch im Westen, sondern dort, wo ein Mensch sich der Liebe ergab.“ S. 574

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  • Leserunde zu "Der Architekt des Sultans" von Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

    Ginevra

    Liebe TeilnehmerInnen der SUB- Lesechallenge (und alle anderen, die gerne mitlesen möchten)! Bei dieser Leserunde geht es nicht um einen Buchgewinn - wir lesen rein interessehalber das Buch "Der Architekt des Sultans" von Elif Shafak.Beginn der Leserunde ist der 01.02.2017, aber man kann natürlich auch etwas später noch einsteigen.Wer teilnehmen möchte, kann sich einfach in der dafür vorgesehenen Rubrik anmelden - wir freuen uns auf einen lebhaften Austausch!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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  • Der Architekt des Sultans

    Der Architekt des Sultans

    Themistokeles

    14. December 2016 um 09:46

    Bei diesem Buch sollte man am besten schon vor Beginn des Lesens wissen, worauf man sich einlässt, denn es ist eindeutig keine leichte Lektüre. Es ist in meinen Augen auch keine wirklich spannende Lektüre, sondern eher eine beobachtende. Ab und an hat man Passagen, die es etwas spannender machen, aber vor allen Dingen hatte ich das Gefühl, dass einem diese Welt zu Zeiten Süleymans des Prächtigen näher gebracht werden sollte.Jahan ist ein Charakter, mit dem ich sehr gut klar gekommen bin, mochte ich doch sehr seine Liebe zu seinem weißen Elefanten, denn die beiden miteinander zu erleben, war etwas an dem Buch, was mir wirklich sehr gefallen hat. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wie es dazu kommen kann, dass ein Elefantenführer und Betreuer für dieses Tier, der zu Beginn noch sehr in diese Tätigkeit eingespannt wirkt, plötzlich die Zeit hat, sich auch noch um den Bau von diverser Architektur zu kümmern, denn irgendwann wird Jahan von Sinan - dem Hofarchitekten Süleymans - ausgebildet. Man erlebt verschiedenste Charaktere, eine unerfüllbare Liebe Jahans, seine Liebe zu seinem Elefanten und der Architektur. Ebenso wie manche Reise, die er im Auftrak Sinans unternimmt, aber auch Kriege, bei denen er samt seines Elefanten unterwegs ist. Man begleitet ihn durch so manchen Machtwechsel und andere Intrigen die am Hof gesponnen werden. Teilweise auch manches, an dem er selbst nicht ganz unschuldig ist.Alles in allem ist es aber eindeutig eine sehr ruhige, eher epische Geschichte, die nicht uninteressant ist, aber auch nicht leicht zu lesen in meinen Augen. Man muss sich schon sehr darauf einlassen und es ist ein eher etwas schwergängiger Schreibstil, der zwar nicht schlecht, aber doch so ist, dass ich nicht unbedingt durch die Seiten geflogen bin, sondern so lange für das Buch gebraucht habe, wie man im ersten Augenblick denkt, wenn man den dicken Wälzer sieht. Auch wenn die Optik ja doch oftmals auch täuschen kann.Für mich war es eindeutig mal eine andere Erfahrung dieses Buch zu lesen und wer Geschichten dieser Art mag, wird daran sicher auch seine Freude haben. Ich für mich muss sagen, dass ich solche Geschichten wohl eher nicht zu oft brauche, aber schlecht ist sie bei weitem nicht.

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  • Istanbul war ein Traum

    Der Architekt des Sultans

    Heldentenor

    26. October 2016 um 07:41

    Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, den es mit seinem weißen Elefanten in den Palast Süleyman des Prächtigen verschlägt. Schließlich wird er von dem berühmtesten Architekten des osmanischen Reiches - Sinan - als Helfer engagiert und zum Architekten ausgebildet. In dieser Arbeit findet er seine Bestimmung, verliebt sich unerfüllt, gewinnt Freunde, macht sich unerbittliche Feinde und bleibt im Herzen immer ein wenig der kleine Junge.Die Handlung spielt in der Blütezeit des osmanischen Reiches, in der Zeit, in der die größten und bekanntesten Moscheen errichtet wurden. Der Autorin schafft es, wohlwollend auf die Zeit zurückzublicken ohne sie zu verherrlichen. Und dann natürlich Istanbul, immer wieder Istanbul, die Vielfalt, die Schönheit, die Besonderheit dieser einzigartigen Stadt.Das Erzähltempo ist angenehm geruhsam ohne überflüssige Cliffhanger. Der Duktus ist leicht kindlich-märchenhaft. Das passt gut zu der Geschichte, ist aber durchaus Geschmackssache. Und gerade dieser Tonfall macht das Buch für mich zu einem der besseren historischen Romane.Mich fasziniert die türkische Sicht auf die eigene, osmanische Geschichte. Besonders amüsant sind die Stellen, an denen die ungewaschenen, kulturlosen Franken auftauchen.Ein kleines Manko ist für mich das Ende, das, ohne etwas verraten zu wollen, etwas zu dick aufgetragen erscheint. Für alle, die Istanbul mögen, dennoch eine uneingeschränkte Empfehlung. 

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    • 2
  • Leserunde zu "Der Geruch des Paradieses" von Elif Shafak

    Der Geruch des Paradieses

    KEIN & ABER Verlag

    In den letzten Jahren stellt sich uns allen die Frage nach unserer religiösen, politischen, kulturellen und persönlichen Identität sehr dringlich. Die Welt verändert sich und wir alle müssen uns mit diesen Veränderungen auseinandersetzen. So geht es auch den drei jungen Frauen in Elif Shafaks neuem Roman, sie versuchen zwischen alten und neuen Werten, zwischen Religion und Atheismus, Moderne und Tradition ihren eigenen Weg zu finden.In Der Geruch des Paradieses widmet sich Elif Shafak den dringlichsten Themen der heutigen Zeit. Eine berührende und zugleich explosive Geschichte über Identität, Glauben und Politik. Die türkische Autorin Elif Shafak lebt in London, sie ist eine der meistgelesenen Autorinnen ihres Heimatlandes. Mit ihren Büchern, politischen Essays und in Interviews (jüngst im Gespräch mit Hasnain Kazim bei Spiegel Online) setzt sich die zweifache Mutter für Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung von Minderheiten und für die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei ein. Ihre Literatur lebt von feinen Schattierungen; Pauschalurteile und Ressentiments sind ihr fremd. Wie halte ich es mit der Religion?, fragt Peri im neuen Roman der Bestsellerautorin. Schon immer zerrten an der jungen Türkin gegensätzliche Kräfte: Die Mutter ist strenggläubig, ihr Vater ein trotziger Pragmatiker, als Studentin in Oxford freundet sie sich sowohl mit der weltoffenen Shirin als auch mit der Kopftuch tragenden Mona an. In der ungewöhnlichen Freundschaft der drei Frauen lässt Elif Shafak moderne und traditionelle Wertesysteme aufeinandertreffen und fordert ihre Protagonistinnen zur religiösen und politischen Selbstverortung auf. Bewerbt Euch bis zum 10.10 für eines von 5 Exemplaren Der Geruch des Paradieses von Elif Shafak. Die Gewinner werden am 11.10. bekannt gegeben.

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  • Schöne Geschichte, der am Ende aber etwas die Luft ausgeht

    Der Architekt des Sultans

    Suhani

    12. August 2016 um 23:05

    Die Leseprobe des Buches hatte mich gleich in seinen Bann gezogen. Historisch, Orient und Mittelalter - also total meins. Die Leseprobe brachte gleich mehrere Fragen mit sich, die ich unbedingt beantwortet haben wollte. Ich lese nie den Schluss eines Buches zuerst, aber die Anmerkungen im Anhang der Autoren schon.  Darin erfuhr ich näheres über die Entstehung des Buches und auch das die Hauptprotagonisten reale Personen waren. Die Autorin erklärt auch darin, das sie die historischen Fakten auf ihre Fiktion abgestimmt hat und somit nicht der wahren Zeit entsprechen. Soweit, so gut. Wenn historische Fakten in einem fiktiven Roman nicht exakt wiedergegeben werden, so stört mich das überhaupt nicht, Hauptsache die Geschichte ist rund und ich kann darin abtauchen. Die Geschichte handelt also von Jahan, einem kleinen Jungen, der vor seinen Stiefvater flüchtet und sich auf ein Schiff mogelt, das auch einen weißen Elefanten an Bord hat. Ein Geschenk vom Schah aus Indien an den Sultan in Istanbul. Der Elefant wird an Bord aber schlecht behandelt und so kümmert sich der kleine Jahan um ihn und gibt sich als Mahut des Elefanten aus. Der Kapitän bedroht den Kleinen aber und verlangt von ihm, das er den Sultan bestehlen soll und er sich dann die Beute holt, sobald er wieder im Hafen ist.  Grade am Hof des Sultan angekommen, bekommt Jahan mit, wie Eunuchen nachts Säcke aus dem Palast schleppen und folgt ihnen. Dabei entdeckt in den Säcken Kinderleichen. Verschreckt behält er das Geheimnis für sich und kümmert sich nur noch um den Elefanten "Chota".  Zu den anderen Tierwärtern der königlichen Menagerie hält er lieber Abstand, denn auch da sind ihm die meisten nicht wohlgesonnen. Und so kümmert er sich rührend um den Elefanten und tut alles, damit es ihm gut geht, so kommt er immer tiefer in die Intrigen des königlichen Hofes hinein. Die Prinzessin Mihrimah, selber noch ein Kind, besucht ihn und Chota öfter heimlich, er muss den Elefanten bei Feierlichkeiten vor führen und ihn selbst in den Krieg führen, als persönliches Transportmittel für den Sultan. Auch wenn Jahan es eigentlich gar nicht will, so gerät er doch immer wieder in den Mittelpunkt und das zieht eben auch Intrige und falsche Freunde an.  Erst als Sinan, der Hofarchitekt erreicht, das Jahan mit seinem Elefanten bei den Bauarbeiten helfen darf, hat Jahan väterlichen Schutz. Bei Sinan entwickelt er sich mit drei anderen Jungen als Lehrling zu einem Architekten. Das verschont ihn allerdings nicht von weiteren Intrigen und Manipulationen und so kommt er immer wieder in brenzlige Situationen. So begleitet der Leser Jahan von einem kleinen Jungen über seine ganze Lebensspanne bis hin zum alten Mann. Das alles hört sich super spannend und interessant an - und ist es eigentlich auch. Und doch habe ich ein "Aber", welches ich später begründen werde. Erst alles Andere. Die Geschichte ist von Anfang an gut aufgebaut und ich hatte keine Probleme alles bildlich vor mir zu sehen. Jahan, Sinan, der Elefant Chota, genauso wie die Nebenfiguren passten alle in die Geschichte wie sie waren. Man bekommt einen Einblick vom Leben im 16. Jahrhundert am Sultanshof - so bunt wie 1001 Nacht und doch auch so grausam. Grausam jedoch nicht so, das man das Buch angewidert weg legt. Aber so war es halt zu der Zeit. Die Herrscher wechselten sich nach dem Tod des Vorgängers ab - auch wenn der Nachfolger nicht immer von Geburt aus berechtigt war. Es wurden viele Moscheen, Mausoleen, Paläste und andere gewaltige Bauwerke gebaut und man kennt sie noch heute, wenn auch vielleicht nicht alle, die in der Geschichte vorkommen. Aber auch deren Bau lief nicht immer ohne Intrige und Manipulationen glatt ab. Ich konnte mich gut in dem ganzen bunten Trubel hineinversetzen und war immer mitten drin im Geschehen. Auch ging der "rote Faden" nie verloren und alles war an sich eine runde Geschichte. Nun aber doch zu meinen leichten Kritikpunkten und ich hoffe mal, das man mich auch versteht.  Das Buch ist gut. - Punkt Und doch hat mich gestört, dass sich einige der Intrigen und Manipulationen einfach so in Luft aufgelöst haben. Selbst der Kindermord am Anfang. Meine grauen Zellen liefen schon auf Hochtouren - warum, wieso, weshalb - und nach dem der erst mal gar nicht mehr erwähnt wurde, kam auf einmal die Lösung einfach so, als wenn man beim "Kaffeeklatsch" vom Wetter spricht. In der Geschichte werden auch immer wieder kleine Hinweise gestreut, bei verschiedenen Ereignissen, so dass ich schon wieder aufhorchte, aber dann kamen sie nicht mehr zur Sprache. Bei einigen blieb es dann auch dabei, wo ich am Ende gerne gewusst hätte warum sie überhaupt dann da waren. Das ging die ganze Geschichte über so. Mehrere kleine Hinweise, oder auch kleine Vorkommnisse, waren da und auch gleich wieder weg. Zum Schluss hin wusste ich dann auch ab einen bestimmten Punkt wer für die Ereignisse auf den Baustellen verantwortlich war und kurze Zeit später kam Jahan dann auch drauf und die Geschichte "dröselte" sich auf - nicht ohne noch ein paar Wendungen und Erklärungen, die ich auch nicht geahnt hatte, aber die ich eben auch nicht mehr so spannend fand, da für mich die Luft da schon mehr oder weniger raus war. Ja das hört sich jetzt alles nach viel Gemecker an, aber das ist eben MEIN Empfinden beim Lesen gewesen und soll die Geschichte auf keinen Fall runterziehen. Die Geschichte als solches ist wirklich gut und auch die Fiktion verbindet sich nahtlos mit den realen Elementen, also von daher alles gut und auf jeden Fall lesenswert! Ich bereue es also nicht, sie gelesen zu haben. Die Ausgabe ist übrigens auch total schön. Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Das Cover passt total zur Geschichte, mit der Schiolette eines orientalischen Fensters, dem goldenen Elefanten, den tollen Violett-und Blautönen und dem filigranen Muster. Und da es Sinan wirklich gegeben hat und er die meisten Sehenswürdigkeiten gebaut hat, möchte ich das eine oder andere Bauwerk wirklich mal besuchen, allein schon um zu kontrollieren ob die Gebäude seine kleine "Signatur" wirklich tragen. Keine Ahnung ob das zur Fiktion oder doch Realität gehört - es könnte auf jeden Fall so gewesen sein. Welche Signaturen? - Das könnt ihr im Buch selber lesen ;-) Mein Fazit: Auch wenn für mich am Ende etwas die Luft raus war und ich so meine Kritikpunkte habe, so ist das Buch für alle die den Orient im Mittelalter lieben und sich für deren Baukunst und Prunk am königlichen Hof, mit allem was dazu gehört, begeistern können auf jeden Fall lesenswert.  

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  • Der Architekt des Sultans

    Der Architekt des Sultans

    Jonas1704

    04. July 2016 um 22:10

    Ein anspruchsvoller Roman war dies mit einem zwar teilweise etwas zu ausführlichen, jedoch durchaus bildreichen Schreibstil. Ich fühlte mich oft in das osmanische Reich des 16. Jahrhunderts entführt und fand es sehr interessant miterleben zu können, wie wichtige Gebäude und Moscheen dieser Zeit in Istanbul entstanden sind. Nun zum Inhalt: ein junger Tierpfleger aus Indien, Jahan, kommt nach dem Tod seiner Mutter mit seinen weissen Elefanten nach Istanbul. Der Elefant ist ein Geschenk an den Sultan und so gelangt Jahan in den Hof. Schnell werden seine Fähigkeiten vom Hofarchitekten des Sultans erkannt und er wird einer seiner besten Schüler. Der Schriftsteller beschreibt viele Situationen aus dem Leben Jahans kombiniert mit der Geschichte Istanbuls, der Hauptstadt des osmanischen Reiches das ein gutes Jahrhundert vorher den Griechen entnommen wurde. Ich habe nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte eine wichtige geschichtliche Epoche auch aus einer anderen Sichtweite kennengelernt und mich darùber gefreut.

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  • wunderschön

    Der Architekt des Sultans

    wusl

    24. April 2016 um 16:03

    Der Architekt des Sultans ist mein erster Roman der Autorin Elif Shafak. Ich hatte ja schon sehr viel Gutes von ihr gehört und wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um eine historische Geschichte im 16. Jahrhundert in Istanbul. Hauptperson ist vor allem der Elefantenführer Jahan, der aus einfachsten Verhältnissen als kleiner Junge an den Hof des Sultans kommt und dort in eine Welt voll Reichtum, wunderschönen Frauen und erlesener Künste kennenlernt. So wird er schließlich zu einem der Lehrlinge des großen Architekten Sinan. Jahan ist ein liebenswerter Charakter. Er ist treu in seinen Gefühlen und seinen Loyalitäten und anfangs auf einfache Weise klug. Im Laufe seines Lebens erringt er Ansehen und Wissen und bleibt doch seinen Freunden immer gewogen, liebt seinen Elefanten und hängt sein Herz an eine hochgestellte Frau ohne Aussicht auf Erfüllung. Schön fand ich, dass hier historische Details mit einer fiktiven Handlung verwoben wurden ohne, dass man den Übergang gemerkt hätte. Es ist eigentlich eine ganze Lebensgeschichte – nämlich die von Jahan - und eine Geschichte der damaligen Kultur und Architekturszene und beides wird mit einem sehr lyrischen Schreibstil beschrieben. Eine wunderschöne Geschichte die ruhig und elegisch erzählt wird und mir Spaß gemacht hat.

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  • gemächlich und gehaltvoll

    Der Architekt des Sultans

    brauchnix

    16. March 2016 um 16:29

    „Der Architekt des Sultans“ ist ein sehr aussagekräftiger Titel. Egal was auch in der Inhaltsangabe stehen mag, genau darum geht es eigentlich in diesem neuen Werk von Elif Shafak. Um Architektur. Und wie ein Gebäude, welches ja lange braucht und Stein für Stein erst erbaut werden muss, so wird auch die Geschichte vom Inderjungen Jahan erzählt. Wie kleine Steinchen reihen sich die Erlebnisse seines Lebens aneinander und ergeben am Ende eine Geschichte, mit vielen Ebenen, vielen Räumen und darin vielen Menschen, die es belebt und bevölkert haben. In einem ruhigen, fast gleichmäßigen Fluss fließt der Roman dahin. Selbst tragische Dinge, wie der Tod seiner Mutter, seine Flucht, seine unerfüllte Liebe, werden auf eine epische und sanfte Art und Weise erzählt, die den Fluss nicht stört, das Wasser nicht aufwühlt, die beschäftigt aber nicht mitreißt. Man muss nicht fürchten, in dieser Erzählung zu ertrinken, man wird von ihr dahingetragen, betrachtet die Menschen, die leben und lieben und leiden und freut sich an ihnen. Man erfährt etwas über Istanbul und das Leben im 16. Jahrhundert in dieser Stadt, in der ein Sultan regiert und der berühmteste Architekt des Landes auch für Jahan ein wichtiger Mensch und Lehrer wird. Die Bauwerke spielen eine Hauptrolle in diesem Buch und man möchte sie wirklich sehen können, weil die Autorin sie ihn so lebhaften Worten beschreibt. „Der Architekt des Sultans“ ist sicherlich kein Pageturner. Aber wer etwas Muße hat und diese Art des gemächlichen Erzählens mag, wird ein paar angenehme und lehrreiche Lesestunden durchaus zu schätzen wissen.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Der Architekt

    Der Architekt des Sultans

    Luc

    15. August 2015 um 16:30

    Istandbul ist im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des osmanischen Reiches. Der junge Inder Jahan reist im Auftrage seines Herrn mit einem weißen Elefanten zum Sultan und bleibt fast ein Leben lang. Verliebt in ein wunderschönes Mädchen wird er ein Schüler von Sinan, einem der berühmtesten Architekten aller Zeiten. Seine Moscheen zieren noch heute die Stadt. Touristenheere belagern das Herz der Stadt, um die Meisterwerke Sinans zu bestaunen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum eine Autorin wie Elif Shafak auf den Gedanken gekommen ist dieser Epoche und ihren berühmtesten Köpfe einen Roman zu widmen. Und es ist keine geringe Leistung die Sie dabei vollbracht hat. Fast zärtlich führt sie den völlig entwurzelten Jahan in die Geschichte ein. Sinan nimmt sich dem menschlichen Treibgut an und bildet ihn aus. Tausend und eine Nacht werden hier zu Tausend und einer Geschichte. Es wimmelt in dem Buch nur so von kleinen und großen Weisheiten, Emotionen, Verrat, Liebe, Barbarei und Schönheit, die sich in zahllosen Bauwerken manifestieren, die Sinan entwirft. Der Architekt ist Dreh- und Angelpunkt des Romans. Wahrheit und Genreliteratur vermischen sich miteinander und lassen ein exzellent geschriebenes Buch entstehen, dem man jedes Wort abnimmt, so wahrhaftig wirkt das alles auf mich. Ein absolutes Lesevergnügen!

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  • Kann man lesen, muss man aber nicht

    Der Architekt des Sultans

    Maggi

    06. August 2015 um 19:53

    16. Jahrhundert: Als Junge kommt Jahan, gemeinsam mit dem weißen Elefanten Chota im Sultanspalast in Istanbul an. Er arbeitet als Mahut, als Elefantenführer in der Managerie des Palasts. Junge und Elefant entwickeln eine enge Beziehung und arbeiten im Laufe der Jahre eng zusammen, sei es bei prachtvollen Paraden des Adels oder in den Kriegen des Sultans. Die zahlreichen Menschen aus aller Herren Länder, die im Palast zusammen finden werden gut beschrieben, da prallen teilweise Welten aufeinander. Intrigen, Lügen und Bevorteilungen sind an der Tagesordnung und Jahan muss stets darauf acht geben, nicht zwischen diesen Fronten zerrieben zu werden. Ein langes Leben ist vor allem Jahan beschieden, aber auch Chota erreicht ein stattliches Alter. So werden die beiden Zeugen der Regierungszeiten von gleich drei Sultanen, vom Großvater über den Sohn, über den Enkel. Der wichtigste Mensch für unseren Protagonisten wird die junge Prinzessin Mirimah, die, fasziniert von Chota, regelmäßig die Menagerie aufsucht. Jahan verliebt sich auf der Stelle rettungslos in die schöne Prinzessin. Es ist jedoch eine Liebe wie in der mittelalterlichen Minne, geprägt von Sehnen und Hoffen auf kleinste Blicke, ohne das je etwas geschieht, eine Liebe aus der Entfernung, denn natürlich darf sie wegen des Standesunterschied nicht sein. Eine Liebe, die nie ausgesprochen wird und doch Jahrzehnte überdauert. Eine weitere wichtige Figur im Leben des Jungen wird der Architekt Mimar Sinan. Er nimmt den begabten und begeisterungsfähigen Jahan als einen seiner Schüler auf und wird so Lehrer und Mentor für ihn und auch zu einer väterlichen Figur für einen jungen Menschen, der ansonsten viel zu jung auf sich selbst gestellt ist. Jeder Sultan möchte als Zeichen seiner Macht und seines Einflusses durch großartige Gebäude der Nachwelt in Erinnerung bleiben und gibt bei dem Hofarchitekten Sinan prächtige Moscheen und andere Dinge in Auftrag. Jahan erlebt all dies mit und bekommt immer verantwortungsvollere Aufgaben. Obwohl viel und sehr ausschweifend erzählt wird und wir Jahan durch viele Jahrzehnte begleiten, bekommt man als Leser kein klares Bild von der Epoche. Weder was die Kleidung, noch das Aussehen des Sultanspalasts angeht, noch was die Gebräuche und Hierarchien angeht. Es wird zwar deutlich, dass innerhalb des Palasts auch unterhalb der Bediensteten eine hierarchische Struktur besteht, aber wie genau die aussieht und wie sie von oben gesteuert wird, wird nicht erklärt. Das wäre aber sehr interessant gewesen und genug Seiten, um dies und anderes zu klären, hat das Buch allemal. Auch kommen und gehen die Würdenträger, die die Geschicke der einfachen Menschen bestimmen, in einer Geschwindigkeit, dass man sich nicht mal die Namen merken kann, geschweige denn ein Gefühl für die Charaktere entwickeln kann. Die Figuren bleiben dadurch fremd und hölzern und Sympathien bauen sich bedauerlicherweise nicht auf. Es passiert zwar viel, aber der Leser bleibt unbeteiligt, steht fremd wie vor einem riesigen, wenn auch farbenprächtigen Gemälde, dass man nicht ganz erfassen kann. Die teilweise absurden Zeitsprünge im Roman machen es zudem sehr schwer, zu wissen, wo man sich gerade in der Geschichte befindet und wie alt die Hauptfigur Jahan gerade ist. Alles in allem ist es für mich leider nur eine mittelmäßige Lektüre gewesen, ein typisches Beispiel der Kategorie: kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Der Mahut und sein Elefant

    Der Architekt des Sultans

    gst

    10. July 2015 um 17:29

    Da ich seit jeher Elefanten bewundere, hat mich dieses Cover wie magisch angezogen. Zwar ist der im Buch beschriebene Dickhäuter mit Namen Chota nicht golden, wie auf dem Cover, aber weiß, und das ist auch ausgefallen und besonders. Chota kam als Geschenk für den Sultan im 16. Jahrhundert übers Meer nach Istanbul. Ein indischer Junge namens Jahan hatte ihn auf dem Schiff begleitet und für sein Wohl gesorgt. In der Menagerie des Sultans zu Hause, hatte dieser „Mahut“ großes Glück, als ihn ein großer Baumeister entdeckte und die Stärke des Elefanten für sich zu nutzen wusste. Die Autorin Elif Shafak entführt den Leser in ein Istanbul, in dem Christen, Moslems und Juden mehr oder weniger friedlich nebeneinander lebten. Man erfährt so einiges, was die Menschen der damaligen Zeit umtrieb, reist ganz nebenbei kurz nach Rom zu Michelangelo, ist beim Bau diverser Brücken und Moscheen dabei und hört auch von den Errungenschaften der Astronomen. Natürlich spielen in diesem umfassenden Roman auch Liebe und Freundschaft eine tragende Rolle. Die gefällige Sprache macht es leicht, in die orientalischen Geschichten über eine längst vergangene Zeit einzutauchen. Ich vergebe gute vier Sterne – obwohl Titel und Inhalt nicht ganz zusammenpassen (nicht der Architekt des Sultans spielt die Hauptrolle, sondern Jahan, der Lehrling und Elefantenhüter).

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