Elif Shafak Der Bastard von Istanbul

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Inhaltsangabe zu „Der Bastard von Istanbul“ von Elif Shafak

Der türkisch-armenische Konflikt, das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Vaterlosigkeit und Inzest: Elif Shafak tarnt ihre Generalabrechnung mit den Lebenslügen der türkischen Gesellschaft als Screwball-Komödie, bei der einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Armanoush ist 19 Jahre alt, intelligent, schön - und unglücklich. Seit der Scheidung ihrer Eltern lebt sie in zwei Welten, die einfach nicht zusammenkommen wollen: Ihre Mutter Rose verwöhnt sie in Arizona mit dem American Way of Life, während die Familie ihres armenischen Vaters in San Francisco ihr die Traditionen der alten Heimat nahebringen will - um so mehr, weil Armanoushs Mutter in zweiter Ehe ausgerechnet mit Mustafa verheiratet ist, einem Türken! Je älter Armanoush wird, desto weniger weiß sie, wer sie wirklich ist: eine amerikanische Armenierin oder eine armenische Amerikanerin? Armanoush entschließt sich zu einer Reise in die Vergangenheit und besucht die türkische Familie ihres Stiefvaters in Istanbul. Und weiß bald nicht mehr, worüber sie sich mehr wundern soll: die herzliche Gastfreundschaft im Haus der Kazancis, die skurrilen Charaktere seiner ausschließlich weiblichen Bewohner oder die völlige Ignoranz gegenüber der türkisch-armenischen Geschichte. Nur das jüngste Mitglied der Familie, die vaterlos aufgewachsene Asya, kann verstehen, warum Armanoush so viele Fragen stellt ... (Quelle:'Flexibler Einband/27.02.2015')

Sehr kritisches Buch mit einer Horde eigenwilliger starker Frauen und mehr als einem dunklen Familiengeheimnis

— ichundelaine

Ein Familienepos aus Istanbul mit armenischem Touch

— Ay73

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  • Der Bastard aus Istanbul

    Der Bastard von Istanbul

    Ay73

    02. November 2016 um 14:24

    Ein Buch das Wellen geschlagen hat in der Türkei und eine Anklage an die Autorin wegen "Verunglimpfung des Türkentums" einbrachte. ZU UNRECHT!!!! Die Geschichte beginnt im Regen, Istanbul und lauter Flüche die ausgesprochen werden. Zeliha ist auf dem Weg in eine Klinik um ein Kind abtreiben zu wollen. Armanoush, ein 19-jähriges amerikanisch-armenisches Mädchen aus Arizona möchte ihre Herkunft und damit den Genozid an den Armeniern erforschen. Ihre Mutter Rose ist in zweiter Ehe mit einem Türken, Mustafa, verheiratet... ohne ihrer armenischen Familie und ihrer Mutter etwas zu sagen, fliegt sie nach Istanbul und besucht die Familie ihres Stiefvaters dort. Die Familie Kazanci, lebt mit der Ur-Großmutter Petit Ma, Großmutter Gülsüm, und den vier Töchtern Banu, Feride, Cevriye und Zeliha.. Zeliha das schwarze Schaf der Familie und ihrer Tochter Asya... die der Bastard ist. Alle leben mehr gut als schlecht miteinander und sie leben ihre Höhen und Tiefen. Asya die bei Großmüttern und Tanten aufgewachsen ist, nennt ihre Mutter auch Tante.. so ist es einfach nicht immer als der Bastard stigmatisiert zu werden. Asya und Armanoush erkunden Istanbul, reden über ihre Vergangenheit und Zukunft und über ihre Identitätssuche. Als Armanoush den Genozid in der Familie anspricht, herrscht Ungläubigkeit und Ahnungslosigkeit... sie wussten nicht recht was 1915 passiert ist... aber sie diskutieren. Elif Shafak dringt immer tiefer in diese Geschichte ein, deren Familien auf tragische Weise mit einander verbunden ist... es werden Tabuthemen angesprochen, Genozid an den Armeniern, Inzest und Vergewaltigung, Moral und aufrichten der Scheuklappen. Ein wunderschönes Familienepos aus Istanbul.. Klasse...

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  • Rezension zu "Der Bastard von Istanbul" von Elif Shafak

    Der Bastard von Istanbul

    Liisa

    21. June 2007 um 19:05

    Ich habe mit leichter Skepsis diese Lektüre begonnen. Erstmals hörte ich von Elif Shafak als sie wegen dieses Romans in der Türkei wegen »Verunglimpfung des Türkentums« angeklagt wurde. Glücklicherweise geriet sie an einen vernünftigen Richter und wurde schließlich freigesprochen. Durch diesen Vorgang wurde ich auch auf ihren Roman »Der Bastard von Istanbul« aufmerksam, der bald darauf in deutscher Übersetzung erschien. Ich hatte die Befürchtung, dass sie bzw. ihr Roman nun in diesem Zusammenhang hochgejubelt würde und gar nicht so gut ist, wie behauptet wurde. Ich wurde gründlich eines Besseren belehrt. »Der Bastard von Istanbul« ist ein wunderbarer Roman, in dem sie sich der armenisch-türkischen Problematik angenommen hat und zwar auf sehr intelligente und geschickte Art und Weise ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Zudem ist sie wirklich eine gute Erzählerin, so dass die vielen Figuren des Romans lebhaft vor den Augen des Lesers stehen und tiefen Eindruck hinterlassen. Wunderbar die starken Frauenfiguren die auftauchen. Auffällig ist auch, dass die armenische und türkische Küche eine bedeutende Rolle im Roman haben. So sind die einzelnen Kapitel nach den Zutaten eines typischen Gerichts benannt und überhaupt wird in diesem Roman viel und gerne und gut gegessen. Sehr interessant fand ich, dass Elif Shafak zudem aufzeigt, wie sich die Betrachtungsweise der Vergangenheit bei den beiden Völkern unterscheiden und warum und wie sich das auswirkt, sowie welche Spuren der Völkermord an den Armeniern bis heute - nun schon in der dritten Generation der Überlebenden - hat. Letztlich ist der Roman auch ein Plädoyer für den Dialog und die Versöhnung zwischen den beiden Völkern. Einziger (kleiner) Minuspunkt ist, dass es schön und absolut angebracht gewesen wäre, dem Buch ein kleines Glossar am Ende mitzugeben, in dem die vielen türkischen und armenischen Begriffe, die im Roman auftauchen kurz erklärt werden.

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  • Rezension zu "Der Bastard von Istanbul" von Elif Shafak

    Der Bastard von Istanbul

    Sisch

    17. March 2007 um 11:28

    Asya Kazanci ist 19 Jahre alt und lebt mit ihren Tanten im Herzen Istanbuls. Ihr Onkel ist vor 20 Jahren nach Arizona in den USA gezogen und hat dort Rose geheiratet, die aus erster Ehe eine Tochter mit dem schönen Namen Armanoush Tchakmakhchian mitbrachte. Der Grund: Ihr Ex-Mann war ein armenischer Einwanderer, dessen Familie nach dem armenischen Völkermord Anfang des 20. Jahrhunderts nach San Fransisco ausgewandert war. Amy, wie sie von ihrer amerikanischen Mutter kurz genannt wird, möchte die Wurzeln ihrer armenischen Familie erkunden und lädt sich flugs bei der Familie ihres Stiefvaters in Istanbul ein. Als sie dort auf Asya trifft, verstehen sich die beiden jungen Frauen trotz der verschiedenen kulturellen Hintergründe auf Anhieb. In vielen Gesprächen und Unternehmungen stellen sie nicht nur fest, dass die osmanische Vergangenheit auch auf ihren Schultern schwer lastet, sondern sie entdecken auch viele Gemeinsamkeiten und gewinnen durch ihren unbeschwerten Dialog neue, unerwartete Erkenntnisse über ihr Land und ihre Wurzeln. Elif Shafaks neues Buch ist ein spannend geschriebener Roman und gleichzeitig ein aktuelles Zeitdokument. Denn die Diskussion um den Genozid der Armenier in der Türkei während des Ersten Weltkriegs ist brisant wie nie zuvor – erst vor wenigen Wochen erschütterten der Mord an dem türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink und die überstürzte Ausreise des liberalen türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk die Weltöffentlichkeit. Der Autorin, selbst wegen „Verunglimpfung der türkischen Republik“ angeklagt, geht es in ihrem Roman aber nicht um blinde Schuldzuweisungen, sondern um eine Aufarbeitung der türkischen Geschichte. Und es geht ihr um das private Schicksal zweier Familien und ihrer Frauen, die sich den aufrechten Gang durchs Leben von der Geschichte und den verbrämten Nationalisten nicht verbieten lassen wollen. Ein sehr empfehlenswerter Blick auf unseren europäischen Nachbarn - und in der Türkei mit über 60.000 verkauften Exemplaren schon jetzt ein Bestseller. Ein Zeichen, das Hoffnung macht.

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