Elin Hirvi Dunkle Häfen

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Inhaltsangabe zu „Dunkle Häfen“ von Elin Hirvi

England, 1690. Ein Jahrhundert der Pestepidemien und Religionskriege neigt sich dem Ende zu. Die Welt ist im Wandel, eine neue Zeit hat begonnen. Ein junges Mädchen ohne Namen und Vergangenheit gelangt auf einem Heukarren in den alten Moloch London, einer Stadt, die zwischen Pracht, Macht und Elend schwankt. Noch regiert der Absolutismus in Europa, doch das Bürgertum erstreitet sich in einigen Ländern bereits Rechte. Das Mädchen kommt als Dienstmädchen im Haus eines Adligen unter und erhält den Namen Ramis. Dort ergeht es ihr schlecht. Ihr verzweifelter Befreiungsschlag endet mit einer Flucht, die sie nach Bristol und schließlich auf die Weltmeere führt. Sie erkämpft sich eine Existenz zwischen rauen Piraten, immer mit dem Tod im Nacken. Auf der Suche nach ihrem Platz im Leben stößt sie an ihre Grenzen, aufgerieben zwischen dunklen Leidenschaften und einer unmöglichen Liebe. Und sie hat sich Feinde gemacht, die ihren Untergang wollen.

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    irismaria

    irismaria

    02. November 2012 um 15:15

    London um 1700: Ein Händler kommt nach London und hat auf seinem Wagen ein kleines Mädchen, das schwer traumatisiert ist. Bis auf ein Amulett ist ihr nichts von ihrer Vergangenheit geblieben, selbst ihren Namen hat sie vergessen. Sie wird wie eine Ware verkauft und kommt in das Haus von Sir Edward, wo sie zuerst als Magd arbeiten muss. Doch bald zeigt sich, dass Sir Edward auch andere Erwartung an seine Angestellten hat. Ramis, so wird sie genannt, flieht und versucht, sich durchzuschlagen und landet schließlich auf einem Piratenschiff. Wie wird es ihr inmitten der rauhbeinigen Kerle ergehen? Bei "Dunkle Häfen" zieht sich die Düsterkeit und die Hoffnungslosigkeit, die gerade die Armen erleiden müssen, durch die ganze Geschichte. Elin Hirvi beschreibt Ramis´ Erlebnisse spannend und gut lesbar. man fühlt von Anfang an mit dem gepeinigten Mädchen mit und hofft, dass sie endlich einmal Glück im Leben hat. Das Leben in London, an der Küste, dem Piratenschiff und in den Kolonien der Neuen Welt fand ich gut beschrieben. Auch die Mischung aus historischen Informationen und der Geschichte der Hauptperson ist für mich stimmig. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil von „Dunkle Häfen“.

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    Nefertari35

    Nefertari35

    30. October 2012 um 08:30

    Dunkle Häfen - Band 1 - Elin Hirvi Kurze Inhaltsangabe: En kleines Mädchen wird entführt. Ihr bleibt von ihrem alten Leben nur ein Amulett, aber sie weiß nicht, wo es herkommt, sie weiß nicht mal mehr, wie sie heißt. Sie weiß gar nichts mehr. Sie wird nach London gebracht und dort auf einem Sklavenmarkt an den reichen Sir Edward verkauft, der keine guten Absichten mit dem Kind hegt. Dieses heißt nun Semiramis. Den Namen haben ihr Frauen auf ihrem Weg zum Sklavenmarkt gegeben. Semiramis, die im Haus von Sir Edward, von der dortigen Näherin Martha, aufgenommen wird, muß alle niedrigen Arbeiten erledigen und bekommt nur die Reste zu essen. Eines abends muß sie den Sir zu einem Ball begleiten. Sie wird herausgeputzt und in schöne Kleider gesteckt. Nach dem Ball bringt Sir Edward das blutjunge Mädchen in eine Absteige und tut ihr aufs Schlimmste Gewalt an. er vergewaltigt sie und prügelt sie halb tot und läßt sie dann zurück. Trotzdem kehrt das Mädchen zurück, aus Angst der böse Mann könnte Martha etwas antun. Sir Edward vergeht sich immer wieder an ihr, bis sie schwanger wird. Kurz vor der Niederkunft prügelt er ihr das Kind aus dem Leib. Als er sie einige Zeit danach wieder rufen läßt, ersticht sie ihn im Affekt und muß fliehen. Sie läßt alles zurück und versucht ein neues Leben zu beginnen. Doch es scheint ein Fluch auf Ramis zu lasten. Überall wo sie auftaucht, passieren schlimme Dinge. Menschen sterben oder werden krank. Durch eine weitere Flucht landet sie auf einem Piratenschiff, dessen Kapitän eine Frau ist. Wird es ihr nun besser ergehen? Wird sie das Leben auf dem Schiff meistern? Schreibstil: Der Stil ist recht dunkel und düster. Passend für die damalige Zeit. Man merkt, wie wenig Frauen zu sagen hatten und wie sehr sie von den Männern abhängig waren. Das Buch reißt einen mit, regt zum Nachdenken an und bringt einem einen Teil der Geschichte nahe. Das Buch hat keinen ansteigenden Spannungsbogen, sondern einen der ansteigt, um dann wieder abzufallen und wieder anzusteigen. Es gibt also sehr spannende, aber auch ruhigere Szenen. Die ruhigeren Bereiche braucht man bei diesem Buch aber auch, da wirklich viel passiert und man sowieso ständig auf das nächste Geschehnis wartet. Eigene Meinung: Dieses Buch hat mich sehr berührt. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, was ein einzelner Mensch alles ertragen kann. Das Buch greift viele Themen auf: psychologische Erkrankungen, sexueller Mißbrauch, keine Rechte für die Frau, Armut, Kampf ums Überleben, Krankheiten (sogar Skorbut), Unhygiene u.v.m. Ich wußte zuerst nicht, ob das Buch etwas für mich ist, aber die Geschichte um Ramis hat mich wirklich sehr schnell gefesselt und ich konnte es nicht mehr beiseite legen. Solche Worte wie wunderbar und zauberhaft sind aber hier fehl am Platz. Die Story ist dunkel, grausam, traurig, düster, voller Überlebenskampf und erzählt trotzdem von Freundschaften, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und sogar Liebe. Diese Geschichte ist so facettenreich, das man gar nicht alles aufzählen kann. Ich freue mich sehr auf den zweiten Band und gebe mit Freude fünf Sterne. Denn dies war, trotz aller Dunkelheit (wie auch der Titel schon verspricht) ein tolles Buch!

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  • Leserunde zu "Dunkle Häfen - Band 1: Historischer Roman" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen - Band 1: Historischer Roman
    ElinHirvi

    ElinHirvi

    Anlässlich des Erscheinens meines historischen Romans "Dunkle Häfen - Band 1" als gedrucktes Buch möchte ich euch zu einer Leserunde einladen! Dafür verlose ich signierte Bücher und E-Books. Worum geht es? England, 1690. Ein Jahrhundert der Pestepidemien und Religionskriege neigt sich dem Ende zu. Die Welt ist im Wandel, eine neue Zeit hat begonnen. Ein junges Mädchen ohne Namen und Vergangenheit gelangt auf einem Heukarren in den alten Moloch London, einer Stadt, die zwischen Pracht, Macht und Elend schwankt. Noch regiert der Absolutismus in Europa, doch das Bürgertum erstreitet sich in einigen Ländern bereits Rechte. Das Mädchen kommt als Dienstmädchen im Haus eines Adligen unter und erhält den Namen Ramis. Dort ergeht es ihr schlecht. Ihr verzweifelter Befreiungsschlag endet mit einer Flucht, die sie nach Bristol und schließlich auf die Weltmeere führt. Sie erkämpft sich eine Existenz zwischen rauen Piraten, immer mit dem Tod im Nacken. Auf der Suche nach ihrem Platz im Leben stößt sie an ihre Grenzen, aufgerieben zwischen dunklen Leidenschaften und einer unmöglichen Liebe. Und sie hat sich Feinde gemacht, die ihren Untergang wollen. Für die Leserunde verlose ich unter allen, die in der Rubrik "Bewerbung für die Leserunde" bis zum 7. Oktober eine Frage beantworten, 3 gedruckte und signierte Bücher, 5 E-Books (Formate Mobi/Kindle und EPub) und in einem weiteren Topf 3 E-Books an Blogger, die in den ersten beiden nicht zum Zuge kamen. Bedingungen für die Gewinner sind natürlich wie üblich die Teilnahme an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension am Ende. Da ich die Bücher selbst sponsore, wäre mir das wichtig. Die Leserunde startet, wenn alle ihre Bücher haben oder wir uns auf einen Termin verständigen. Hier nun meine Fragen: Könntet ihr euch vorstellen, als Piratin/Pirat zu leben, wenn ihr nicht wüsstet, wie ihr sonst euren Lebensunterhalt bestreiten könntet? Was verbindet ihr mit dem Piratenleben? Bitte gebt auch an, ob ihr euch für ein gedrucktes Buch oder ein E-Book bewerbt und ob ihr einen Blog habt, auf dem ihr gerne berichten würdet.

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    piubella

    piubella

    01. May 2012 um 12:55

    Eigentlich wollte ich das Buch auf dem Kindl nur mal anlesen, einfach nur mal schauen....ja, eigentlich....und dann....konnte ich gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen! Mit dieser unglaublich spannend erzählten Geschichte gelingt es der Autorin Elin Hirvi den Leser von der ersten bis zur letzten Seite an das Buch zu fesseln. Flüssig ist ihr Schreibstil, lebendig ihre Spache und mit leicht verständlichen, niemals aufdringlichen Geschichtsdaten vermag sie diese grausame Zeit und die Brutalität im Leben der Protagonisten darzustellen. Ich selbst bin eine ziemlich zart besaitete Leserin und überlege mir immer vorher genau, ob ich solche Geschichten denn überhaupt lesen will. Aber in "Dunkle Häfen" wird die Gewalt und der Schrecken der Zeit zwar schonungslos, und doch für mich, und auch jeden anderen Leser, mit so viel Feingefühl beschrieben, dass ich jetzt, nach dem Lesen des Buches sagen kann: Bloß gut, ich hab mich mal getraut! Trauen Sie sich auch und lassen Sie sich entführen, ins England des 17. Jahrhunderts, nach London, einer Stadt, gebeutelt von der Pest, gezeichnet von Armut und Elend und gleichzeig beneidet um den Reichtum des Adels. Dort erleben wir die Geschichte von Ramis, einem Waisenmädchen, welches verkauft als Sklavin an einen herrischen Adligen, nur Misshandlung und Demütigung erlebt. Entwurzelt, ohne Hoffnung und ständig am Rande des Wahnsinns lebend, ist sie eines Tages gezwungen aus London zu fliehen, nach Bristol und weiter hinaus in die Welt, über die Weltmeere, immer auf der Flucht vor den Dämonen ihrer Vergangenheit, auf der Flucht vor mächtigen Feinden, die nur eins wollen, ihren Tod, den Tod der Frau, die unter den rauhen Bedingungen der See ein Leben unter Piraten führt und selbst zur gefürchteten Piratin wird. Mein Fazit: Ein gutes Buch zeichnet sich für mich darin aus, dass ich mit den Protagonisten mitleide, an ihrem Schicksal teilhabe und ich nach dem Lesen das Gefühl habe, Abschied von einem Freund zu nehmen. Wenn die Geschichte noch eine ganze Weile in mir nachklingt und ich oft an die Personen im gelesen Buch denken muss. Dann, und auch wirklich erst dann, hat mich diese Geschichte gefesselt und es ist der Autorin gelungen, mich auf eine Reise mitzunehmen, welche ich sehr genossen habe und von der ich zwischenzeitlich dachte, es ist meine eigene Reise, mein eigenes Schicksal, ein Schicksal, das mich so tief in die Geschichte eingesogen hat, dass ein Auftauchen daraus erst lange nach dem Lesen möglich war. Eine Reise, von der ich noch vielen Menschen erzählen werde. Sowas kommt nicht sehr oft vor, aber hier, bei dem Buch "Dunkle Häfen" kann ich aus vollen Herzen sagen: Ja! Ich bin mitgereist! Reisen Sie auch mit! Sie werden es nicht bereuen!

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    katja_piel

    katja_piel

    23. February 2012 um 23:16

    Ich bin immer noch sehr begeistert über beide Bände! Hirvi hat eine solche Sprachgewalt und bringt dem Leser unglaubliche Emotionen rüber, dass man nicht mehr gewillt ist, ihre Bücher aus der Hand zu legen.

  • Leserunde zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    ElinHirvi

    ElinHirvi

    Ich möchte euch sehr gerne zu einer Leserunde zu meinem historischen Roman "Dunkle Häfen - Band 1" einladen. Worum geht es? Der Roman spielt gegen Ende des Barock, in Großbritannien, auf See und in Frankreich, es kommen darin vor: Abenteuer, Piraten, Intrigen, Armut und Reichtum, Leid und Hoffnung, Liebe und Hass. Wer das E-Book noch bis zum 28.12. (ca. gegen 8 Uhr) bei Amazon erwirbt, bekommt es kostenlos!

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    Agi

    Agi

    11. February 2012 um 08:15

    Ein sehr spannender Roman über eine junge Frau, die trotz verlorengegangener Wurzeln und vielen persönlicher Schicksale zu sich selbst findet und lernt, zu vertrauen und zu lieben. Das alles verpackt in einen historischen Hintergrund-perfekt!

  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    Merle_F

    Merle_F

    14. January 2012 um 21:31

    Dunkle Häfen Band 1, Elin Hirvi 1690 – ein Karren rumpelt Richtung London, durchquert das städtische Elend und kippt ein Mädchen ohne Namen bei einer üblen Sklavenauktion ab, wo sie verschachert wird. Hier beginnt für den Leser die aufregende Lebensgeschichte dieses besonderen Kindes, die nun den Namen Semiramis erhalten hat und fortan meist Ramis gerufen wird. Es ist nicht gerade ein Rosenbett, in das die arme Ramis da gefallen ist. Ihre Kindheit auf Maple House, einem düsteren Herrenhaus mit einem unsympathischen Herrn darin, ist geprägt von Missbrauch und harter Arbeit, über ihre Vergangenheit weiß sie nichts mehr. Das Londoner Herrenhaus ist nur der erste dunkle Hafen, in dem Ramis in ihrem Leben strandet. Der Roman lässt sie nicht zur Ruhe kommen und wirft sie von hier aus mit Schwung in ein Bordell in Bristol, von dort aus auf ein düsteres Schiff, auf dem sie weitere Orte erreicht in dem sie vieles findet – nur nicht ihre eigene Geschichte. Die Autorin nimmt ihre Leser mit in eine tolle bunte Abenteuergeschichte, die vor allem dadurch besticht, dass ihre Heldin Ramis etwas ganz besonderes ist. Ramis entzieht sich konsequent aller Klischees, die man sonst so an weiblichen Hauptpersonen in historischen Schmökern entdecken kann. Sie wird keine tragische, dem Schicksal ergebene, Figur, die nur durch die Liebe zu irgendeinem tollen Kerl gerettet werden kann. Sie ist auch keine unglaublich charmante hübsche Dame, von der man nur den Gossendreck abkratzen muss, um die Gräfin in ihr zu erkennen. Manchmal handelt sie bodenlos unvernünftig, in vielen Szenen in der ersten Hälfte des Buches zeigt sie unbeholfen kindliche Züge, immer behält sie ihren ganz eigenen Stil bei und wird dadurch für den Leser nachvollziehbar und sympathisch. Ramis zweifelt ständig an sich selber, sie hält sich für verflucht, sie hadert mit ihrem harten Schicksal, sie rauft sich die Haare und beißt in ihr Amulett – und an einem bestimmten Punkt reißt sie dann das Ruder herum und macht etwas draus. Jeder Leser der diesem Genre grundsätzlich etwas abgewinnen kann, wird mit ihr fiebern, hoffen und bangen. So schrecklich sich Ramis` Schicksal auch immer wieder entwickelt, so viele Hoffnungsschimmer und Lichtgestalten begegnen ihr aber auch in jeder ihrer Lebensphasen. „Dunkle Häfen“ ist zwar ein düsteres Buch und in vielen Passagen für sehr zartbesaitete Leser ungeeignet, aber nie schwelgt es einfach in Aneinanderreihungen von Schrecklichkeiten. Wir lernen Martha und ihre Katze kennen, die Ramis mit mütterlicher Art im Herrenhaus des fiesen Edward zur Seite steht. Wir freuen uns über Liam, der Ramis in Bristol hilft, eine kleine Selbstständigkeit als Schreiberin zu erlangen. Wir sind glücklich, dass Ramis an Bess gerät, die auf ihre ruppige unnachahmliche Art eine wunderbare weibliche Identifikationshilfe für unsere Heldin wird. Zwar verliert Ramis alle ihre Bezugspersonen recht schnell wieder und wird vom Leben weitergeschleudert. Aber diese Begegnungen lehren sie, dass man Achtung vor einander haben kann, Zuneigung empfinden und weitergeben kann, auch wenn man selber ein Mensch ohne Eltern, Vergangenheit und Familie ist. Ramis gibt ihre erfahrenen und erlernten sozialen Fähigkeiten auch durchaus weiter und duldet in ihrer Geschichte weitere Personen neben sich. In einer der Schlüsselszenen im letzten Drittel des Buches zieht sie ein Baby in der Gesellschaft wilder Freibeuter auf und hat außerdem noch ein weiteres Kind und zwei Frauen mit bei sich an Bord. „Dunkle Häfen“ ist ein Buch, in dem Männer nicht so gut wegkommen. Wenn die Männerrollen nicht gerade komplett negativ besetzt sind, dann stellen sie sich zu mindestens sehr ambivalent dar. Neben dieser recht komplexen und spannenden Geschichte einer Persönlichkeitsentwicklung, versucht die Autorin den Lesern auch noch einen gewissen geschichtlichen Hintergrund zu vermitteln. Dies gelingt nur zum Teil. In die Geschichte eingebettet erfährt man viel über das Leben der damaligen Zeit. Die verschiedenen Schauplätze sind so anschaulich geschildert, dass sich durchaus ein vielschichtiges Bild daraus ergibt. Genau zu wissen, was nun gerade politisch in dieser oder jenen Phase abläuft, wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Diese Stellen lassen sich aber auch leicht einfach überfliegen und stören, bei nicht so großem Interesse, den Lesefluss nicht. Elin Hirvi hat viel ihr Buch hineingesteckt. Sie hat verschiedene Stilmittel mutig einfach ausprobiert, z.B. in dem sie mitten im Text tagebuchartige Elemente einführt, die dann stellenweise den allwissenden Erzähler ersetzen. Auch einige Perspektivwechsel wirken zunächst einmal etwas abrupt, entpuppen sich aber schlussendlich als gut lesbar und zeigen, dass man in einem umfangreichen Text auch ruhig mal Experimente wagen kann. Sogar ein kurzer Genrewechsel ins mystische wird ausprobiert, aber großräumig wieder verworfen. Die Sorge, es könnte vielleicht des Guten irgendwie zu viel sein; Herrenhaus, Hurenhaus, Häfen…., verlor sich auch bald beim lesen. Es ist eben eine richtige Wundertüte, die man da aufmacht. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt und Atem geholt wird eben auf Schatzsuche oder unter Deck im Sturm. Dieser Roman wirkt frisch und unverbraucht, gerade weil er an manchen Stellen so struppig ist. Als Vielleserin muss bei mir einiges passieren, damit ich überrascht bin und hier war ich es. Günstige Kindle Downloads von neuen Autoren – da lese ich gerne mal rein und oft auch mit wohlwollenden positiven Grundgefühlen. Dass ich aber an einem solchen Text einfach so hängenbleibe, den Reader fast nicht mehr aus der Hand legen mag, das ist mir vorher noch nicht passiert. Elin Hirvi wünsche ich, dass sie ein neuer Stern am Autorenhimmel sein darf, der die Ideen nie ausgehen und die uns Leser noch mit vielen tollen Geschichten beglücken wird. Hoffentlich behält sie den Mut, klischeebeladene Genres mit allem auszufüllen, was dazu gehört, ohne wirklich in die vorhandenen Schubladen abzugleiten. Vielleicht gibt es „Dunkle Häfen“ ja doch irgendwann als „richtiges“ Buch, mit einem etwas liebevolleren Lektorat als hier geschehen. So gerne ich auf dem E-Reader lese, gerade bei historischen Schmökern sind dicke Wälzer liebenswert, mit gemalten Karten im Deckel und Knickelchen und Kaffeeflecken nach dem dritten Lesedurchgang. „Dunkle Häfen“ ist für den Kindle in zwei Bänden erschienen, obwohl es sich um eine durchgängige Geschichte handelt und beide Bände nicht unabhängig voneinander zu lesen sind. Diese Beurteilung bezieht sich nur auf den ersten Band, der mit einem grandiosen Cliffhanger endet und die Lektüre von Band 2 quasi zwingend voraussetzt. Nun gilt es, in Band 2 das Geheimnis von Semiramis aufzuklären und weitere Abenteuer mit ihr zu bestehen.

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  • Freiexemplare historischer Roman "Dunkle Häfen - Band 1"

    Dunkle Häfen
    ElinHirvi

    ElinHirvi

    Bei Amazon läuft derzeit eine Weihnachtsaktion zu meinem historischen Roman "Dunkle Häfen", bei dem ihr Band 1 für kurze Zeit kostenlos erwerben könnt. Wenn sich hier genügend Interessenten finden, würde ich gerne eine Leserunde einrichten und ihr könnt mir sagen, was euch gefällt und was nicht. Postet dann unten, falls ihr mitmachen möchtet. Worum geht es? Der Roman spielt gegen Ende des Barock, in Großbritannien, auf See und in Frankreich, es kommen darin vor: Abenteuer, Piraten, Armut und Reichtum, Leid und Hoffnung.

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    piubella

    piubella

    31. December 2011 um 11:36
  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    MissGlueck

    MissGlueck

    16. November 2011 um 21:50

    An der Seite eines jungen Mädchens reise ich im 17ten Jahrhundert über England nach Frankreich. Ramis lässt mich Teil haben an ihrem eigenen Schicksal, am gesellschaftlichen Leben, führt mich durch Standesunterschiede, Pracht & Prunk, Armut & Elend eines Europa im Werden. Historie, der Lebensfaden der Hauptfigur und Phantasie der Autorin sind elegant miteinander verwoben. Elins große Stärke liegt in ihren 'Bildern', über die sie den Gefühlen ihrer Figuren einen grandiosen Rahmen verschafft. Weit mehr als die reine Beschreibung, lassen diese nachempfinden, wühlen auf und bewegen. Ihre Sprache wirkt harmonisch und entspricht dem vorliegenden Genre, sie nimmt gefangen und variiert innerhalb der Dialoge geschickt zwischen den einzelnen Perspektiven der Figuren. Ramis nimmt mich auf Seite 1 bei der Hand und lässt mich an ihrer Seite hoffen, leiden, lächeln und staunen. Ich möchte um das Geheimnis wissen, welches das Kind umgibt, wünsche seinen Peinigern den Teufel an den Hals und Ramis selbst, dass sie ihr großes Abenteuer 'Leben' übersteht, ohne daran zu Grunde zu gehen. Elin Hirvi hat eine feine, sensibel und phantasiereiche, spannende Erzählung verfasst, sich mit der Geschichte zweier Länder auseinander gesetzt und ganz sicher etlichen Aufwand zur Recherche betrieben. 'Oliver Twist auf der Schatzinsel', hier darf ich über das Schicksal eine jungen Mädchens lesen. Abschließend: Vielen Dank für das Lesevergnügen! Der Arbeit, dem Fleiß und dem erzählerischen Talent der Autorin alles Gute und jede Menge Erfolg.

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  • Rezension zu "Dunkle Häfen - Band 1" von Elin Hirvi

    Dunkle Häfen
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    09. August 2011 um 17:05

    "Dunkle Häfen I" beeindruckt gleich zu Beginn mit einem literarisch hervorragend komponierten Einstieg. Das Leben der Protagonistin des historischen Romans, Serimaris, beginnt mit ihrem Tod. Und das gleich doppelt. Denn während sie im Prolog als Alte Frau sterbend an ihre Lebensgeschichte zurückdenkt, beginnt diese mit einem kleinen völlig verstörten und emotional toten Mädchen, dass nach ganz offensichtlich furchtbaren Erlebnissen nach London gelangt. Der Autorin gelingt es bereits mit den ersten Worten eine dichte Atmoshpäre zu weben, die den Leser in die Londoner Welt am Ende des 17. Jahrhunderts saugt. Es ist die Mischung aus persönlichem, subjektivem Erleben der Situation von Menschen aus der Unterschicht, die als Bedienstete den Launen und Lüsten der Oberschicht ausgesetzt sind, den geschickt eingeflochtenen und gut recherchierten historischen Informationen sowie der lebendig beschriebenen "Kulisse" des 17./18. Jahrhunderts, die dem Leser durchaus das Gefühl des dabei, des ganz nah dran Seins vermittelt. Schöner Stoff, schöner Stil, schönes Buch.

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