Elisa Albert Einschnitt

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Inhaltsangabe zu „Einschnitt“ von Elisa Albert

Es gibt Meditation, Medizin, Peyote in der Wüste
bei Sonnenaufgang und die Selbstopferung.
Und dann gibt es noch das Kinderkriegen, damit
kann man auch verschwinden.«
Vor einem Jahr hat Ari ihr erstes Kind zur Welt
gebracht. Walker ist ein munteres, fröhliches
Kerlchen, doch Ari wurde von dem ungeplanten
Kaiserschnitt völlig aus der Bahn geworfen. Sie
meint, eine Versagerin zu sein, die Kontrolle über
ihr Leben verloren zu haben und fühlt sich unendlich allein. Als Mina Morris, ehemaliger Rockstar
und hochschwanger, in ihre Nachbarschaft zieht,
hofft sie, in der älteren und selbstbewussteren Frau
eine Bundesgenossin zu finden – ihren früheren
negativen Erfahrungen mit Frauenfreundschaften
zum Trotz.

Trifft genau meinen Geschmack von Humor!

— notthatkindofagirl

Muttersein. Der (Kaiser-) Einschnitt des Lebens. Leider nicht meine Wellenlänge....Teilrezension nach Abbruch des Buches.

— Floh

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  • Muttersein. Der (Kaiser-) Einschnitt des Lebens. Leider nicht meine Wellenlänge....Teilrezension

    Einschnitt

    Floh

    (Meine Rezension zu einem vorzeitig beendeten Buch, welches ich nach Seite 153 von 212 leider nicht weiterlesen mag.) Ich lese gern humorvolle Romane, verstehe sämtliche Richtungen von Ironie, Sarkasmus und Augenzwinkern. In „Einschnitt“ sollte es um Geburtserfahrungen und das Leben mit einem einjährigen Sohn in einer Ehe als Mutter, Mutter und nochmals Mutter gehen. Ein Kaiserschnitt, der bei der Protagonistin Ari mehr als eine OP-Narbe hinterlassen hat. Die Ausnahmeautorin Elisa Albert greift diese Gedanken, Gefühle, dieses Thema, das Todschweigen und den Blick der (männlichen) Gesellschaft auf und verwebt dieses zu einem Roman, der den Leser wirklich auf eine harte Probe stellt. Einen Roman, der aneckt, kontrovers erscheint, derb spricht, nichts verschönt, verstört, irritiert und überspitzt die Wahrheit einiger Mütter ans Licht bringt. Hier wird vor der eigenen Haustüre gekehrt. Und zwar ordentlich und gründlich…. Die interessanten Pressestimmen und Wortmeldungen zum Buch haben mich doch sehr neugierig gemacht. Was steckt wirklich hinter diesem bissigen Buch „Einschnitt“?... „Einschnitt“ entpuppt sich bereits nach wenigen Zeilen als kein gewöhnlicher Pleiten-Pech-und Pannen Frauen-, Mutter- oder Elternroman, sondern ein ganz besonderes Geflecht, was man erst einmal zu nehmen wissen muss… Humor der besonderen Art mit einem schmalen Grat zur Abgedroschenheit und sehr vulgär und rundheraus. Nicht jedermanns oder jederfraus Sache. Erschienen im dtv Verlag (https://www.dtv.de/) „Manche Freundinnen wollen Kinder, haben aber keine, manche haben welche, andere nicht, wieder andere wollen gar keine, können aber nicht zugeben oder reagieren aggressiv, wenn man sie darauf anspricht, und einige Freundinnen haben sich mit der Kinderfrage selbst so verrückt gemacht, dass sie partout nicht schwanger werden. Und dann gibt es welche, die Jahre damit zubringen, für viel Geld Teile von sich eingepflanzt, entfernt und gemixt, im Labor gezüchtet und wieder eingefügt und mit Hormonen gefeuert zu kriegen, und eventuell irgendwann ein, zwei eigene Knuddelzwerge vorzuweisen haben. (Seite 16 / 17) Inhalt: "Vor einem Jahr hat Ari ihr erstes Kind zur Weltgebracht. Walker ist ein munteres, fröhliches Kerlchen, doch Ari wurde von dem ungeplanten Kaiserschnitt völlig aus der Bahn geworfen. Sie meint, eine Versagerin zu sein, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben und fühlt sich unendlich allein. Als Mina Morris, ehemaliger Rockstar und hochschwanger, in ihre Nachbarschaft zieht, hofft sie, in der älteren und selbstbewussteren Frau eine Bundesgenossin zu finden – ihren früheren negativen Erfahrungen mit Frauenfreundschaften zum Trotz. Auf einem furiosen Ritt durch Aris Leben rechnet Elisa Albert scharfzüngig und schonungslos mit den modernen Mythen rund um Schwangerschaft, Geburt und Frauensolidarität ab." „Mina Morris. Ich bin ein bisschen besessen von ihr. Soll heißen, total besessen, also, besessen eben.“ (Seite 9) Handlung / das erlebt man im Buch: Die junge Mutter Ari hat das zur Welt gebracht, was die Gesellschaft von ihre erwartete: Ein Baby. Ein Kind. Ari hat einen bald ein Jahr alten Sohn, Walker, und einen sorgsamen Ehemann, Paul, ein Leben in der Vorstadt, einen Haushalt, Windeln, Stillutensilien, Tragehilfen, durchwachte Nächte, andere Mütter in der Gegend, aber kein eigenes Leben… Keine Freundin und keinen Antrieb. Aber sie hat die Liebe zu ihrem Kind. Sie liebt und vergöttert Walker über alles. So wie es nur Mütter können… Hier schildert Ari gnadenlos von ihrer Geburt. Den Kaiser- (Ein-)schnitt ihres Lebens. Und wie sich die Ehe, ihr Dasein und ihre Welt als Mutter verändert hat. Völlig unzufrieden, ausgelaugt, überfordert, traumatisiert und doch unendlich glücklich über das kleine Wesen in ihren Armen… Ari sucht Anschluss, versucht Freunde zu finden, eine Aufgabe zu bekommen und sich ein neues Leben zu gestalten. Auf diesem Weg begleiten wir diese junge Mutter und ihr Umfeld. Mit all den verstörenden Gedanken, Gefühlen und Wahrheiten…. „Als ich durch war, hielt ich das Buch ganz fest, umarmte das Ding regelrecht. Hatte den Impuls, eine Seite rauszureißen und zu verschlingen, aus demselben Grund, aus dem man sich ein Tattoo machen lässt, damit es Teil von einem bleibt, einen für immer erbaut.“ (Seite 15) Meinung / Eindrücke: Der Klapptext und die Inhaltsangabe hält, was es verspricht. Dieser Roman zerschreddert alles und stellt die Welt auf den Kopf. Gnadenlos, erfrischend, ansteckend und absolut offen und ohne Scheu. Sex, bzw. kein Sex, Beziehungen, Sehnsüchte, Schwangerschaft, Katastrophen, Geburtstrauma, OP, Narben, Gebrüll, Erwartungen, Verantwortung, ein paar Kilos zu viel, körperliche Veränderungen, Party, Erwachen und jede Menge derber Töne und Flüche. Der Klapptext hat mich wirklich neugierig gemacht. Geburtserfahrungen? Als junge zweifach-Mama mit zwei unterschiedlichen Geburtserfahrungen (ungeplanter Kaiserschnitt und eine Spontangeburt)hoffte ich, mit Ari mitfühlen und mitreden zu können. Nachdem ich in den ersten Zeilen erst einmal arg Stutzen musste, ob des sonderbaren und knappen Schreibstils und der konfusen Wortfetzen, die ich gar nicht sortieren konnte. Kurz darauf gab es dann aber eine Phase, wo ich mich sehr gut mit Ari und ihren Gedanken identifizieren konnte. Die unpersönliche und schlachtende Kaiserschnittgeburt im OP. Die Kühle und Distanz, bis dann kleine Bündel dann in den Armen liegen darf, man aber vielleicht unzählige Wochen noch Schmerzen hat und sich gar nicht aufrichten oder bewegen kann, da die Narbe schwer verheilt und immer wieder Hindernis ist… Womöglich. Aber diese kurze Phase von Gleichheit, bzw. Sympathie zur Protagonistin ist für mich wirklich zu kurz gewesen, denn schon bald war ich einfach nur verstört über ihre Gefühle und Ansichten. Zwar liebt sie ihren Sohn Walker über alles und kümmert sich (zum Glück!!!!), doch ihre zurückgezogene und eingefahrene Situation kann ich zum Glück nicht ganz nachempfinden und finde es vielleicht auch überzogen. Nicht vielleicht die Situation, dass es Müttern so gehen könnte, sondern die Wortwahl der Autorin. Der Schreibstil wurde mir dann doch zuwider und zu derb und abgedroschen. Nein, das war dann wirklich nicht mehr meine Wellenlänge… Nach folgendem Satz habe ich dann doch für mich beschlossen, meine Lesezeit anders zu investieren und diesen Roman vorzeitig beendet: „Leute, oh Gott, guck mal. Sie drückt ihre rechte Brust, melkt sich selbst und sprüht eine Fontäne in die Luft. Wir klatschen und johlen und schlagen ein.“ (Seite 152) Tolle Darstellung einer stillenden Mutter (zumal bei einem fremden Kind, nicht ihr Sohn, sondern der Sohn ihrer Freundin Mina, Zev…) Für besonderen Humor und abgedrehte Storys bin ich einfach immer gern zu haben. Wenn es dann um Muttersein, Kinderkriegen, Schwangerschaft, Alltag, Beziehung und Liebeschaos geht, bin ich als junge Mutter zweier bezaubernder Kinder natürlich besonders angesprochen. Da ich Kerstin Gier mit „Die Müttermafia“ gern gelesen habe, dachte ich, „Einschnitt“ würde das Muttersein vielleicht ähnlich ansprechend aufs Korn nehmen, oder sogar, was auch toll gewesen wäre, ernste Töne anschlagen und Mütter mit ähnlichen Gedanken erreichen… Leider musste ich beim Lesen doch bereits sehr früh feststellen, dass mich diese Art von Ton und Aussprache in diesem Buch überhaupt nicht anspricht und ich es einfach too much und überfrachtet finde, auf fast jedem zweiten Abschnitt die Worte „ausgeleiert“, „Busen“, „Milchdrüsen“, „Babykotze“ oder ähnliches zu lesen. Nö, da war mein Maß schnell voll und ich konnte dem Buch leider so gut wie gar nicht mehr positiv entgegen sehen. Ich bin keinesfalls spießig oder verklemmt, aber diese Geballtheit an vulgärer Gossensprache ist etwas, was ich nun wirklich nicht brauche. Sehr schade. Es hätte bestimmt noch lustig und witzig werden können, oder vielleicht auch sogar ernst und gehaltvoll. Doch ehrlich gesagt sträubt es mich, hier weiter zu lesen und ich glaube nicht, dass mich das Ende noch anders ansprechen würde. Ich habe den Roman vorzeitig auf Seite 136 von 212 Seiten beendet. Vielleicht irgendwann einmal, oder ich muss es einfach mal für mich als persönlichen Flop hinnehmen…. „Eine Frau in einem Zimmer muss sich um so viele Menschen kümmern, wie sich in diesem Zimmer befinden…“ (Seite 62) Die Autorin: "Elisa Albert, geboren 1978 in Los Angeles, hat an der Brandeis University, Massachusetts, und an der Columbia University in New York Literatur studiert. Ihre Texte erscheinen in verschiedenen Magazinen und Anthologien. Daneben ist sie als Lehrbeauftragte an der Columbia School of the Arts tätig. Für ihre Short Storys hat sie verschiedene Auszeichnungen erhalten, eine Auswahl erschien 2006 unter dem Titel ›Was ist in dieser Nacht so anders‹ (dtv 24749). 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, ›Das Buch Dahlia‹ (dtv 13949). Elisa Albert lebt mit ihrer Familie in Upstate New York." Fazit: Für mich ein auf jeden Fall einschneidendes Leseerlebnis. Ein sehr grenzwertiges Buch mit sehr offener und teils sehr geballter vulgärer Aussprache und Provokation. Das war mir dann doch too much, obwohl ich leicht ironische „Mütterromane“ im Grunde sehr mag, mir hier sogar mehr Tiefe und Ernst vorgestellt hatte. Die Verarbeitung eines traumatischen Geburtserlebnisses durch Kaiserschnitt und die spätere Rolle als liebende und sorgende Mutter. Ein Flop, leider. Hier geht es zu meiner persönlichen Lesechronik mit meinen einzelnen Eindrücken: https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Floh/lesestatus/1359899664/

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    • 9

    Avirem

    19. December 2016 um 19:03
    danielamariaursula schreibt Na ja, da ich ja gerade kein Bedürfnis nach einem Tatoo verspüre, ist es wohl kein Wunder, daß mich dieses Buch auch nicht reizt ;)

    Es scheint haarsträubend und genau deshalb möchte ich einen Blick reinwerfen.

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