Elisa Klapheck Wie ich Rabbinerin wurde

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Inhaltsangabe zu „Wie ich Rabbinerin wurde“ von Elisa Klapheck

Eine außergewöhnliche Frau, reformorientiert, Rabbinerin in Deutschland. Und sie kann erzählen. Elisa Klapheck berichtet nicht nur von ihrem Weg ins Rabbinat. Sie zeichnet das Porträt einer ganzen Generation junger Juden - persönlich und politisch zugleich. Brisant, klar, spannend zu lesen. Elisa Klapheck hat ihre 2005 verfasste Autobiografie überarbeitet und um ein Kapitel erweitert, das erstmals ihre Arbeit als Rabbinerin seit 2005 beschreibt.

Meiner Meinung nach keine Biographie, sondern eine Sammlung politischer Aufsätze. Nicht uninteressant, aber nicht für Durchschnittsleser.

— rumble-bee
rumble-bee

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    Wie ich Rabbinerin wurde
    rumble-bee

    rumble-bee

    12. May 2013 um 12:08

    Ich möchte von vornherein klarstellen, dass meine mittlere Bewertung ein Geschmacks- und kein Werturteil ist. Ich habe mir einfach an diesem Buch die Zähne ausgebissen, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Doch ein Leser mit mehr politischer Vorbildung mag das anders beurteilen. Ich persönlich war schon ein wenig enttäuscht. "Wie ich Rabbinerin wurde": ich hatte erwartet, vor allem Texte über religiöse Fragen zu lesen, was macht das Judentum aus, wie steht die Autorin selber zu Spiritualität und Seelsorge, wie gestaltete sich ihre Rabbinats-Ausbildung. Doch fast nichts von alledem. Man muss allerdings wissen, dass Elisa Klapheck zunächst politische Journalistin war, und sich anfangs durchaus nicht als Jüdin definierte. Diese Tatsache zieht sich durch das ganze Buch. Sie kann ihre journalistische Ausbildung einfach nicht verleugnen. Jedes Kapitel liest sich wie ein Aufsatz frisch aus einem politischen oder zeitkritischen Magazin. Die Gruppierung XY hier, jüdische Identität dort, Kompetenzgerangel hin und her, Tagung XYZ ebenfalls, Rechte der Frauen allerorten. Nur ganz grob kann man aus den chronologisch angeordneten Kapiteln eine Art Biographie herauslesen. Studium in den Niederlanden, Rückkehr nach Deutschland, erste Jobs bei diversen Zeitungen, später Organisation von jüdischen Gruppen und Tagungen. Aber bei alledem spielen (fast) nie wirklich religiöse Fragen eine Rolle. Offenbar definiert sich heutiges Judentum fast ausschließlich säkular, was ich nicht wusste. Ich gestehe, ich war öfters kurz davor, den Faden zu verlieren - weil ich einfach nicht mehr wusste, was nun Gruppe XY mit den Zielen von Organisation Z zu tun hatte, und so weiter. Die Autorin hat zudem einen ganz eigenen Schreibstil. Persönliche Hintergründe bleiben fast ganz außen vor. Keinerlei Privatleben wird erwähnt - bis auf die Konflikte mit ihrer Mutter und deren Jüdischsein, die aber auch nur am Anfang vorkommen. Sonst - keine Familie, kein Liebesleben, keine Auseinandersetzung mit dem eigenen Frausein und der eigenen Rolle. Doch immer wieder dies: ich organisierte diese Tagung, ich war in Kontakt mit dieser und jener Strömung, ich leitete diese und jene Gruppe, und so weiter. Ich, ich, ich. Ein klein wenig ermüdend war das schon. Besonders frustriert war ich von der kurz angebundenen Abhandlung, wie es nun tatsächlich zu ihrem Rabbinats-Studium kam. Sie hatte einen prophetischen Traum, und stellte später fest, dass es in ihrem Stammbaum schon länger Rabbiner gab. Fertig. Dann, völlig übergangslos, im selben Kapitel (!), eine Szene nach (!) dem abgeschlossenen Rabbinats-Studium. Aus meiner Sicht hat sich die Autorin um das Wichtigste gedrückt, weshalb ich das Buch eigentlich gelesen hatte. Daran kann auch das neu hinzugefügte, letzte Kapitel nichts mehr ändern - hier beschreibt sie lediglich die politischen und sozialen Wirren um ihre Jobsuche nach der Ordination. Wieder kein persönliches Gefühl, kein persönlicher, intimer religiöser Gedanke. Schade. Zumal sie am Anfang des Buches ausdrücklich zugibt, sie sei eigentlich gar nicht so sehr religiös. Wie man dann Rabbinerin werden kann, erklärt sie nicht wirklich. Das wurde mir einfach nicht deutlich genug. Mir drängte sich der Verdacht auf, Religion werde im heutigen Judemtum lediglich noch als politisches Instrument benutzt. Nun ja. Man kann dieses Buch sicherlich lesen. Ich will es auch gar nicht aburteilen. Ich möchte lediglich feststellen, dass man als zukünftiger Leser schon genau wissen sollte, warum man zu diesem Buch greift. Man sollte gewisse politische Kenntnisse haben, und sich auf einem sprachlichen Niveau zu Hause fühlen, wie es in gewissen Magazinen und Zeitschriften vorherrscht. Man sollte allerdings kein traditioneller Leser und Liebhaber von Biographien sein. Dann wird man zwangsläufig enttäuscht.

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