Rezension zu "Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt" von Jennifer Chambliss Bertman
Tokki_ReadsFür Emily bedeutet der Umzug nach San Francisco Abschied von vertrauten Orten und Freunden. Doch ein Lichtblick begeistert sie: Ihr großes Idol, Garrison Griswold, lebt hier – der bekannte Verleger und Gründer von Mr. Griswolds Bücherjagd. Das beliebte Spiel verbindet Buchliebe mit Rätseln und Schatzsuchen. Spieler verstecken Bücher, die andere mithilfe cleverer Hinweise finden müssen. Für Emily, die Abenteuer und Bücher liebt, scheint es ein Traum, nun so nah an der Quelle zu sein.
Doch der Traum zerplatzt schnell: Kaum in der Stadt, erfährt sie, dass Griswold Opfer eines Angriffs wurde und im Koma liegt – genau an dem Tag, an dem sein neues, spektakuläres Spiel starten sollte. Niemand weiß, worum es dabei ging. Für Emily ist klar: Hinter dem Vorfall steckt mehr, als es scheint.
Gemeinsam mit ihrem neuen Freund James entdeckt sie ein unscheinbares Buch, das Griswold gehört haben muss. Bald wird klar: Es enthält Hinweise auf sein geheimes Projekt – und womöglich auch auf das Motiv für den Angriff. Die Kinder beschließen, das Rätsel zu lösen. Doch sie sind nicht allein: Eine unbekannte Person ist ebenfalls hinter dem Buch her und schreckt vor nichts zurück.
Die Grundidee fand ich spannend, doch der Geschichte fehlte für mich der nötige Schwung. Besonders die vielen Rätsel, die eigentlich den Reiz ausmachen sollten, waren so gestaltet, dass man als Leser kaum miträtseln konnte. Statt aktiv einzutauchen, blieb man Zuschauer, während die Figuren eine Lösung nach der anderen präsentierten. Das nahm mir viel von der erhofften Spannung. Zwar war das Finale actionreich und temporeich, doch auch hier blieb das Gefühl, dass man mehr aus der Story hätte machen können. Ich musste mich immer wieder selbst motivieren, weiterzulesen, da mich die Handlung nicht dauerhaft fesseln konnte.




