Elisabeth Büchle Die Magd des Gutsherrn

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Inhaltsangabe zu „Die Magd des Gutsherrn“ von Elisabeth Büchle

Ein kleines Städtchen im Schwarzwald, 1866: In einer stürmischen Winternacht findet der Gutsherr Lukas Biber eine halb erfrorene Frau auf seinem Grund. Als die Fremde am nächsten Tag zu sich kommt, kann sie sich an nichts erinnern. Sie weiß weder, wer sie ist, noch woher sie kommt. Theresa, wie sie von nun an genannt wird, bleibt schließlich als Magd im Gutshaus. Dennoch hält sie an der Hoffnung fest, eines Tages einen Hinweis auf ihre Herkunft und wahre Identität zu erhalten. Sie ahnt nicht, dass bereits nach ihr gesucht wird ...

eines der wenigen Bücher, die ich mehrfach komplett gelesen habe

— LarissaBauer

Spannend und kurzweilig, ich habe etwas gebraucht, um ins Buch reinzufinden. Und eins der seltenen Bücher, die im 19. Jhdt. spielen.

— Lissy

Ein historischer Roman, der einen sofort fesselt und bis zum Schluß nicht mehr loslässt.

— ChattysBuecherblog

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    Die Magd des Gutsherrn

    LEXI

    05. January 2014 um 23:12

    Um es sofort auf den Punkt zu bringen: Elisabeth Büchles Art, eine Geschichte zu erzählen, ist wirklich beeindruckend! Ihr wunderschöner Schreibstil hat mich bereits bei der Lektüre meines ersten Buches für sich eingenommen, und hat es auch diesmal wieder geschafft, mich zu begeistern. Die Beschreibungen der Landschaft, des Lebens der Dorfbewohner sowie jene der Protagonisten sind ihr wieder vortrefflich gelungen. Ich konnte mich sehr gut in die handelnden Personen hinein versetzen und deren Motive und Emotionen nachvollziehen. Die Art und Weise, wie zwei „verlorene junge Menschen“ sich gegenseitig neuen Mut machen und behutsam ihren gemeinsamen Weg finden, war sehr schön beschrieben. Lukas Biber, der in seiner Trauer um den Tod seiner jungen Ehefrau beinahe zerbricht und zu einem griesgrämigen Mann wird, der nicht nur seine sozialen Kontakte, sondern auch seinen Glauben zu verlieren scheint, trifft auf die an Amnesie leidende Marika Wieland, die an ihrer verlorenen Erinnerung zu verzweifeln scheint. Behutsam nähern die beiden sich an und ihre Begegnung verändert letztendlich nicht nur ihrer beider Leben… Was mich letztendlich davon abgehalten hat, diesem Buch die ansonsten wohlverdienten fünf Bewertungssterne zu geben, war die eingebaute Geschichte um Marikas Bruder, dem jungen Spion Thomas Wieland. Bücher, deren Inhalt sich unter anderem auf Schlachten und Kriege, politisches Taktieren und Bündnisse konzentriert, zählen definitiv nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Die Autorin möge mir daher nachsehen, dass ich die Kapitel um die Geschehnisse um den Deutschen Bruderkrieg und dessen Hintergründe lediglich überflogen habe. Abgesehen von diesem Part, der meinem persönlichen Leseinteresse widerspricht, kann ich dieses Buch wirklich weiter empfehlen. Ich freue mich, Elisabeth Büchles Romane durch eine Leseempfehlung entdeckt zu haben und möchte unbedingt all ihre bislang erschienenen Werke lesen!

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  • Von welchen Autoren habt ihr die meisten Bücher im Regal?

    Daniliesing

    Nachdem ich in letzter Zeit ganz fleißig meiner Bücherregale sortiert und eingeräumt habe, war ich bei manchen Autoren total erstaunt, dass sich so viele Bücher von ihnen in meinen Regalen gesammelt haben. Da kam mir gerade die Frage, bei welchen Autoren euch wohl die Sammelleidenschaft gepackt hat. Welche sind denn sozusagen eure Top 3 Autoren und wie oft sind sie jeweils in eurem Bücherregal vertreten? Stellt ihr die Bücher eines Autors zusammen ins Regal oder stehen sie bunt vermischt mit allen anderen Autoren? Was mögt ihr besonders an diesen Autoren und werdet ihr auch die nächsten Bücher kaufen? Ich würde euch ja jetzt schon verraten, welche Autoren es bei mir sind, möchte nachher aber erst noch ein paar Fotos von den Büchern machen, damit ich sie hier anhängen kann. Vielleicht hat der ein oder andere von euch ja in der Zwischenzeit schon Lust, mehr zu verraten. Ihr dürft natürlich gern auch Bilder machen, wenn ihr möchtet. So, jetzt bin ich mal gespannt, ob es nur mir so geht oder auch noch anderen. Am Ende sind es bei mir dann bestimmt doch gar nicht so viele im Vergleich zu anderen :-)

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  • Die Magd des Gutsherren

    Die Magd des Gutsherrn

    Themistokeles

    Wie schon von dem ersten Buch von Elisabeth Büchle, bin ich auch von diesem weiteren im Schwarzwald angesiedelten Roman extrem beeindruckt. Ihr gelingt es einfach so lebensnahe, lebhaft und einfach wunderbare Charaktere zu erschaffen, dass man an das Buch einfach emotional gebunden wird und einfach mitfühlen muss. Zumal einem jeder einzelne der Charaktere, wie ein guter Freund ans Herz wächst. Dabei ist es aber nicht einmal nur so, dass man hauptsächlich eine Handlung hat, die sich mit den Emotionen der Charaktere beschäftigt, sondern in ihr noch viel mehr liegt und einfach auch immer ein wenig Spannung in diesen Büchern vorhanden ist, die einem die Fragen: Warum? Wieso? und Wann? sehr schnell ins Gedächtnis bringt. In dieser Geschichte ist es einfach so, dass man Theresa, bei der man als Leser ja weiß, um wen es sich handelt, auch wenn sie selbst ja ihr Gedächtnis verloren hat, einfach extrem schnell ins Herz schließt. Denn auch wenn sie doch zu Beginn oft Fehler macht und ziemlich tollpatschig und ungeschickt wirkt, hat sie einfach eine so warme und sympathische Art, dass man sie einfach gern haben muss und auch, wie ihr Umgang mit den Kindern im Haus beschrieben wird ist einfach zu schön. Natürlich ist neben Theresas Suche nach ihrem Gedächtnis vor allen Dingen ihre Beziehung zu dem Gutsherrn Lukas natürlich ein wichtiger Punkt der Geschichte und die beiden zusammen sind einfach toll. Das Spiel zwischen den beiden, dass sie irgendwie langsam Gefühle entwickeln, sie nicht zulassen wollen, sich manchmal bevormunden, auf eine irgendwie süße Art und auch teilweise ihre Dialoge sind einfach herzerfrischend. Zumal Lukas auch einfach, trotz seiner manchmal sehr abweisend wirkenden Art, ein brummiger Charakter ist, den man ins Herz schließen muss. Wie auch die direkten Nachbarn und Angestellten von Lukas, die einfach eine Großfamilie sind, die ganz toll ist. Dazu kommt dann noch der historische Faktor, was sich die Leute unter anderem so zusammen spinnen, und einfach sie Spannung darum, warum Theresa das alles passiert ist, wann sie wohl ihr Gedächtnis wiederfinden wird und wie Theresa dann reagieren wird. Was wird ihr Entschluss sein, wenn sie wieder weiß wer sie ist und eventuell dadurch auch aus diesem Leben, was sie immer mehr lieben lernt, wie auch die Menschen dort, herausgeworfen wird. Zumal man immer den Eindruck hat, eigentlich hätte ihr mehr passieren sollen, als dass sie nur ihr Gedächtnis verliert. All das und auch die Nebenläufige Handlung, um Theresas Familie, die nicht weiß, was mit ihr wohl geschehen sein mag, machen das Buch zusätzlich einfach noch spannender. Eine wunderbare Geschichte, bei der ich froh bin, dass ich sie lesen durfte, weil sie einem ehrlich ans Herz geht. Und das ich nur jedem empfehlen kann, der auch eher im historischen Bereich angesiedelte Geschichten mag, die einfach von allem etwas haben, viele Emotionen, Spannung, tolle Charaktere und einfach super zum Entspannen sind, denn trotz der Spannung und allem, fühlt man sich nach dieser Lektüre einfach erholt. 

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    Elisabeth_Buechle

    13. September 2013 um 16:59
  • Leserunde zu "Emily - Sommer der Sehnsuch" von Ann Shorey

    Emily - Sommer der Sehnsucht

    Arwen10

    Nun kommt eine absolute Leseempfehlung ! Dieses Buch hat mir total gut gefallen und gehört jetzt zu meinen Lieblingsbüchern: Emily Sommer der Sehnsucht von Ann Shorey Zum Inhalt: Eine Liebesgeschichte aus der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Die 20-jährige Emily Lindberg lebt bei ihrem Großvater in Missouri. Er ist ihr nach dem Krieg als Einziger von ihrer Familie geblieben. Emily führt seinen Laden, denn den Großvater lässt manchmal sein Gedächtnis im Stich. Sie will aber unbedingt auf einen Treck nach Westen gehen, um die traurigen Erinnerungen hinter sich zu lassen und von vorn anzufangen. Zwei Männer werben um Emily: der Frauenheld Royal Baxter und der hilfsbereite, aber schüchterne Curt Saxon, den seine traumatischen Kriegserfahrungen verfolgen. Warum nur ist Curt so wechselhaft in seinen Stimmungen? Und wie soll sie sich entscheiden? Leserstimme: Die Geschichte hat sozusagen alles: eine mutige Heldin, einen gutmütigen Großvater, mehrere Schurken und einen gut aussehenden Ehrenmann. (Quelle: http://brunnen-verlag.de/details.php?catp=11000_11100&p_id=112008) Hier der Link zur Homepage der Autorin: http://www.annshorey.com/index.html Für die Bewerbung nennt mir bitte ein christliches Lieblingsbuch. Wer keins hat, ein anderes Lieblingsbuch. Warum ist es euer Lieblingsbuch ? Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Bitte bewerbt euch bis zum 15.07.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 16.07. im Laufe des Tages.

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    • 119
  • Die Magd des Gutsherrn

    Die Magd des Gutsherrn

    Maerchenfee

    Das Buch ist unter zwei verschiedenen Titeln auf dem Markt. Als Original bei Amazon "Die Magd des Gutsherrn" und aktuell bei Weltbild "Winterstürme". Hist. Romane gehören zu meinem Lieblingsgenre, doch ich habe meistens Romane aus dem düsteren Mittelalter gelesen, wo Krieg und Pest vorherrschte. Daher war es für mich eine schöne Abwechslung eine Roman aus dem Jahre 1866 zu lesen. Hier ist nichts düster und unheilvoll, die Geschichte um Marika und Lukas war Dank des flüssigen Schreibstils sehr schön zu lesen. Man ist so gespannt, wann, wie und ob überhaupt Marika ihr Gedächtnis wieder erlangt, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, daher habe ich es auch relativ schnell gelesen. Die Autorin versteht es, die Protagonisten so real erscheinen zu lassen, ich habe alle Hauptcharaktere sofort ins Herz geschlossen und daher umsomehr mitgelitten und mitgefiebert. Es ist natürlich von Anfang an klar, wie die Geschichte ausgeht, aber das ist gut so und verbunden mit der wunderschönen Liebesgeschichte, die in keinster Weise kitschig ist, einfach nur toll zu lesen und zum vor sich hinträumen. Dennoch gibt es in der Geschichte aber auch Intrigen, Neid, Haß und Spannung. Ich fand das Buch von Anfang bis zum Schluß sehr stimmig und kann es uneingeschränkt für nette Lesestunden weiterempfehlen.

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    • 3
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Sonnenblume1988

    Seit der Tierarzt Lukas Biber seine Frau verloren hat, lebt er einsam und unzufrieden in seinem abgelegenen Gutshaus. Das ändert sich, als er in einer kalten Winternacht Theresa, eine junge Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat, findet. Da sie verletzt und halb erfroren ist, nimmt er Theresa erst einmal bei sich auf. Diese macht sich in seinem Haushalt und bei der Erziehung seiner kleinen Tochter schnell unentbehrlich. Doch sie wird von den Gedanken gequält, woher sie kommt und wer sie ist. Aber niemand scheint sie zu kennen... Der Roman spielt im Jahr 1866 in einem Ort im Schwarzwald. Die Spannungen, die es zu dieser Zeit zwischen Preußen und Österreich gab, werden in der Geschichte aufgegriffen so dass der Leser verständliches, knappes geschichtliches Hintergrundwissen erfährt. Im Vordergrund steht jedoch die Geschichte von Lukas und Theresa. Beide wirken wegen kleiner, aber liebenswerter Charakterschwächen sehr sympathisch auf mich und ich konnte schnell mit Theresa mitfühlen. Gefallen haben mir auch die unvorhersehbaren Überraschungen, die in der gesamten Handlung des Buches vorkamen. Dadurch ist das Lesen abwechslungsreich und spannend geblieben. Außerdem mochte ich die Geschichte auch wegen der kurzen Naturbeschreibungen sehr. Ich konnte mir die ruhige Landschaft genau vorstellen und mich in der anderen Welt entspannen. Bei manchen Autoren stören mich Beschreibungen beim Lesefluss, doch hier sind Naturbeschreibung hauptsächlich am Anfang des Kapitel und schaffen die angemessene Atmosphäre für die folgenden Handlungen. Insgesamt ist „Die Magd des Gutsherrn“ für mich eine stimmige Geschichte über Hoffnung, Vertrauen und Liebe, die ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Fünf von fünf Sternen!

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    25. February 2013 um 09:25
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Nik75

    Ich möchte euch gerne das Buch „Winterstürme“ auch bekannt als „Die Magd des Gutsherrn“ von Elisabeth Büchle vorstellen. Im Jahr 1866 wird im Spätwinter, in einem kleinen Ort im Schwarzwald, eine fast erfrorene Frau von Lukas Biber dem Tierarzt gefunden. Er bringt die Frau zu sich nach Hause. Leider hat die Junge Frau ihr Gedächtnis verloren und bleibt von nun an als Magd bei Lukas im Gutshof. Theresa wie sie von allen genannt wird, bringt Lukas Leben gewaltig durcheinander, denn dieser trauert immer noch um seine verstorbene Frau Marianne. Theresa versucht ihr Gedächtnis wiederzufinden und auch ihre Familie sucht bereits nach ihr. Meine Meinung: Es ist der erste Roman, den ich von Frau Büchle gelesen habe und es wird sicher nicht der letzte bleiben. Frau Büchle hat einen wunderbaren flüssigen Schreibstil, eine lebendige und bildhafte Schreibweise. Sie schafft es, dass ihre Protagonisten in meinem Kopf lebendig werden und dass ich mit ihnen mitlachen, mitleiden und mitfiebern konnte. Die Geschichte ist von der ersten Seite an in meinem Kopf lebendig geworden. Ich habe Marika alias Theresa und Lukas Biber die Hauptprotagonisten sofort in mein Herz geschlossen. Man hat von Anfang an die Personen mit all ihren Charakterstärken und –schwächen kennen gelernt. Obwohl Lukas am Anfang des Buches ein richtiger Griesgram war, habe ich ihn trotzdem gemocht, denn man hat gespürt, dass es da auch noch einen anderen Lukas in ihm gibt. Marika ist ein richtiger Wirbelwind, eine lebendige fröhliche Frau, die auch vor Auseinandersetzungen nicht zurückschreckt. Sie hat das Leben von Lukas wieder bunt gemacht. Auch alle anderen Figuren im Buch durfte man sehr gut kennen lernen. Ich hatte das Gefühl alle schon ewig zu kennen. Trotz der detaillierten Personenbeschreibungen hatte ich nie das Gefühl da Buch könnte langatmig sein. Die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen. Im Roman wird nicht nur vom Leben auf dem Gutshof berichtet, sondern auch über die Suche nach Marika alias Theresa. So verbinden sich die beiden Geschichten irgendwann gegen Ende des Buches. Ich fand diese Zwischensequenzen ihrer Familie immer wieder schön, denn da wusste man, dass Marika für ihre Familie eine wichtige Person ist. Der Roman ist spannend, romantisch und gefühlvoll geschrieben. Frau Büchle trifft mit diesem Buch genau meinem Lesegeschmack und ich kann nur 5 Sterne dafür vergeben.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    25. February 2013 um 09:24
  • Leserunde zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    angel2212

    Liebe Lovelybooks Leser, ich darf euch heute das Buch "Winterstürme" der Autorin Elisabeth Büchle vorstellen."Winterstürme" ist die Weltbildausgabe und nannte sich früher "Die Magd des Gutsherrn" und liegt auf der Weltbild Bestseller Liste derzeit auf Platz 4. Leider bekomme ich kein Bild des Buches "Winterstürme" hoch geladen, daher könnt ihr euch das Cover hier anschauen. Der Weltbild Verlag hat freundlicherweise 10 Exemplare für eine Leserunde zur Verfügung gestellt und die Autorin Elisabeth Büchle wird diese Runde persönlich begleiten. Nun ein wenig zum Inhalt: Schwarzwald, 1866. Theresa ist eine junge Magd im Gutshaus des Lukas Biber. Er selbst hat sie in einer eiskalten Winternacht dem Tode nahe gefunden. Die junge Frau kann sich weder daran erinnern, woher sie kommt, noch wer sie ist. Ohne jegliche Identität darf sie als Theresa im Hause ihres Retters arbeiten. Sie ist dankbar für diese Hilfe, aber ihre Amnesie quält sie in jeder Minute ihres Lebens und so versucht sie, so oft es ihr möglich ist, etwas über sich selbst herauszufinden. Sie geht jedem Hinweis nach und verliert nie die Hoffnung, ihre wahre Herkunft aufzuspüren. Doch auch ihre Familie hat Theresa nie aufgegeben und versucht, die verlorene Tochter zu finden ... Eine Leseprobe findet ihr hier  Vorraussetzung für die Freiexemplare ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezensionen auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs uä. sind der Verlag und der Autorin sehr dankbar. Wer nun von euch Lust und auch Zeit hat, zusammen mit der Autorin dieses Buch zu lesen kann sich bis zum 26.12. hier Bewerben.Ich werde dann am 27.12. gegen Mittag die 10 Gewinner bekannt geben.

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    • 548

    Elisabeth_Buechle

    25. February 2013 um 09:24
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    angel2212

    Winterstürme Elisabeth Büchle ❦❦❦❦❦❦❦❦❦❦❦❦❦ Zum Inhalt: Im Jahre 1866, wird in Wien, die Schwester des Geheimagenten, Thomas Wieland entführt. Kurze Zeit später, rettet der Gutshofbesitzer Lukas Bieber, eine junge Frau, aus einem Schneesturm, der gerade im Schwarzwald herrscht. Die junge Frau hat eine schwere Kopfverletzung, und leidet an Amnesie, sie kann sich an rein gar nichts mehr erinnern. Lukas, nimmt die junge Frau zu sich und pflegt sie, zusammen mit Karla, der Frau seines besten Freundes und Pächters, gesund. Die junge Frau, bekommt vorübergehend den Namen Theresa, weil ihr dieser so gut gefällt. Lukas lebt seit dem Tod seiner Frau, sehr zurückgezogen, seine kleine Tochter wird die meiste Zeit von Karla versorgt. Nachdem Theresa weitestgehend genesen ist, stellt Lukas sie als Kindermädchen und Haushälterin ein, auch wenn ihm dies nicht gerade recht ist. Doch zwischen den beiden entwickelt sich mit der Zeit eine sehr harmonische Bindung. In Wien lässt sich nun der Musikstudent und Geheimagent Thomas Wieland, gegen den Willen seines Vaters, nach Berlin versetzen, in der Hoffnung, seine Schwester Marika, dort zu finden. Doch die politische Situation entwickelt sich so schlecht, das schon bald Krieg, zwischen Österreich und den Preußen herrscht. Wird es Thomas trotzdem gelingen, seine Schwester in Berlin ausfindig zu machen? Und was geschieht mit Theresa? Wird sie jemals ihr Gedächtnis wiedererlangen? Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin Elisabeth Büchle ist sehr lebhaft und spannend. Sie beschreibt auch die Landschaften und Ereignisse so schön, das ich regelrechtes Kopfkino hatte und so manches Mal dachte, ich sei wirklich im Schwarzwald oder auch in Berlin. Sie erzählt die Geschichte um Theresa mit so viel Hingabe, das einem die junge Frau sofort ans Herz wächst und man mit ihr leidet, oder lacht. Die Autorin versorgt den Leser mit kurzem Hintergrundwissen, um die Situation zwischen Österreich und Preußen, und verpackt dieses auch zusätzlich noch einmal, in eine kleine Liebesgeschichte, so das jemandem, der nicht ganz so viel mit dieser Politik anfangen kann, trotzdem nicht langweilig wird. Die beiden Geschichten, um Theresa und Thomas, laufen später im Buch nahtlos ineinander über. Ganz besonders hat mir natürlich die Hauptgeschichte um Theresa im Schwarzwald gefallen. Ihre Geschichte entwickelt sich mit sehr vielen Höhen und Tiefen wunderbar. Und das zusammenleben mit dem Anfangs sehr knurrigen Lukas, ist wirklich sehr lebhaft von der Autorin dar gestellt. Auch die ganzen kleinen Neckereien zwischen den beiden, empfand ich sehr erheiternd und musste doch des öfteren schmunzeln, einfach zauberhaft. „Winterstürme“ ist eine Neuauflage des Buches „Die Magd des Gutsherrn“ und alleine schon von der Covergestaltung, sagt mir dieses sehr viel mehr zu. Dies war nun mein zweiter historischer Roman, den ich gelesen habe. Und ich muss sagen, dank so großartiger Romane, könnte dieses Genre wirklich noch eines meiner liebsten werden. Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, denn es lohnt sich wirklich, dieses Buch zu lesen. Und daher bekommt es von mir auch, seine wohlverdienten fünf Sterne. Ein ganz großer Dank, geht hier noch an die Autorin, Elisabeth Büchle, das ich für so ein wunderbares Buch eine Leserunde organisieren durfte. Vielen Dank :o)

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    13. February 2013 um 15:21
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Nele75

    Im Jahre 1866 findet der eigensinnige Tierarzt und Gutsbesitzer Lukas Bieber durch Schicksal eine junge Frau auf seinem Grundstück. Dank seiner Hilfe kommt sie wieder langsam zu Kräften, leidet allerdings an einer Amnesie und kann sich nicht erinnern, wer sie ist, wo sie herkommt und vor allem nicht, was mit ihr Geschehen ist. Lukas Bieber ist Witwer, hat eine Tochter, um die sich allerdings öfter die befreundeten Nachbarn und Pächter Klara und Karl kümmern. Die junge Frau bekommt den Namen Theresa und bleibt vorerst auf dem Gut, weiss sie doch nicht, wo ihre Vergangenheit ist. Zur selben Zeit wird die Geschichte des österreichischen Spions Thomas erzählt, dessen Schwester Marika spurlos verschwindet. Das Buch "Winterstürme" (oder auch "Die Magd des Gutsherrn") wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal erlebt man die Geschichte um die junge Theresa im Schwarzwald. Auf der anderen Seite wird die Handlung um Thomas erzählt, erst in Wien, dann in Berlin. Schnell wird klar, wer die junge Theresa wirklich ist, die der rauhbeinige Tierarzt in einer stürmischen Nacht findet, was die Handlung allerdings nicht weniger spannend macht. Die Erzählweise ist sehr angenehm zu lesen, hat man einmal begonnen, fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Charaktere im Buch sind sehr bildlich, man kann sich förmlich vorstellen, wie die Worte teilweise zwischen Theresa und Lukas hin- und herfliegen. Aber nicht nur die Hauptpersonen sind gut vorstellbar, auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, manche sympathisch, viele eher nicht. Aber das gehört natürlich zu einer guten Geschichte dazu. Vor allem die Bauernfamilie um Karl und Klara ist sehr herzlich, obwohl es das Schicksal nicht immer gut mit ihnen meint und sie sehr um den Erhalt ihrer Existenz kämpfen müsen. Hilfreich ist am Anfang des Buches die Einführung in die politische Situation, die zu dieser Zeit herrschte, man erhält einiges an Wissen, welches zum besseren Verständnis der Handlung beiträgt. Mich hat "Winterstürme" von Elisabeth Büchle von Anfang an begeistert und mir äußerst schöne, durchaus spannende Lesestunden beschert. Gerade der letzte Abschnitt des Buches ist so fesselnd geschrieben, das es fast unmöglich ist, es aus der Hand zu legen. Die bereits erschienen Bücher von Elisabeth Büchle stehen nun ganz oben auf meiner Wunschliste, denn der Schreibstil der Autorin hat mich vollends überzeugt und ich freue mich auf das nächste Lesevergnügen.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    11. February 2013 um 17:53
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Queenelyza

    Was ist bei einem Roman wahrer Lesegenuss für mich? Wenn ein Buch leicht ist, aber nicht seicht, wenn es romantisch ist, aber nicht vor Schmalz trieft, wenn es historisch fundiert ist, ohne dass man wegen exzessiven genutzen Fachbegriffen ein Lexikon braucht, wenn es einen in fremde, vergangene Welten entführt, aus denen man nur schwer wieder auftauchen kann, weil es auch noch spannend und verwickelt ist. Mir gefallen viele Bücher, aber es gibt nur wenige, die mich wirklich begeistern. "Die Magd des Gutsherrn" hat Letzteres geschafft. Elisabeth Büchles Roman spielt im späten 19. Jahrhundert im Schwarzwald. Ein Gutsherr, dem das Schicksal mehr als übel mitgespielt hat, findet im Schneewehen eine junge Frau, die halb erfroren nicht mehr weiß, wer sie ist. Er nimmt sie mit, und Stück für Stück schafft sie es, sein ebenso erfrorenes Herz anzutauen. Doch wer ist sie, und woher kommt sie? Sie bleibt als Magd dort, doch bald zeigt sich, dass andere genau wissen, wer sie ist. Denn sie wird bereits gesucht... Parallel zu Teresas Schicksal gibt es noch eine zweite spannende Entwicklung, die als separater Faden entsponnen wird und sich später dann mit Teresas Schicksal verwickelt. Klar weiß und ahnt man in manchen Situationen schon vorher, wohin der Hase läuft, aber spannend ist das Ganze trotzdem. Aber das ist gerade das Schöne daran - und auch die Kunst beim Schreiben. Wenn der Leser schon ahnt, was passiert, ihn aber die Wendungen auf dem Weg dahin aus Trefflichste unterhalten können. Was gibt es Schöneres als eine solche Wohlfühllektüre? Die Gegend ist wunderbar beschrieben, auch die Personen sind farbig und lebendig charakterisiert. Mir ging es so, dass ich immer zu einer Person ein Bild im Kopf hatte und gleich eine Emotion dazu. Fast, als wäre man direkt selbst in der Geschichte drin. Das Buch ist obendrein mit einer kurzen historischen Einführung ausgestattet, die einem die Ereignisse der damaligen Zeit in einer kurzen Zusammenfassung nahebringen. Ein zusätzlicher Pluspunkt dieses Buches. Aufgefallen ist mir, dass die Kapitel zum Teil sehr unterschiedlich lang waren. Es gab kurze Kapitel, dazwischen aber auch wesentlich längere, was einem das typische "Schnell noch ein Kapitel"-Lesen ein bisschen erschwerte, aber das ist nun wirklich keine Kritik. Es ist mir so nur noch nie derart aufgefallen wie in diesem Buch. Doch, dieses Buch hatte wirklich alles, was mich als Leserin happy macht, ich hatte schöne Lesestunden damit und war zum Schluss fast traurig, dass es schon vorbei war. So macht Lesen Spaß!

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    09. February 2013 um 12:52
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Nefertari35

    Winterstürme (Die Magd des Gutsherrn) - Elisabeth Büchle Kurze Inhaltsangabe: Der Tierarzt Lukas Bieber ist nach dem Tod seiner Frau Marianne traurig und verbittert. Nichts kann ihn zum Lächeln bringen, auch nicht seine bezaubernde Tochter Anna, bei deren Geburt seine Frau starb. Seine Pächter und Freunde Karl und Klara machen sich große Sorgen um ihn und beten um ein Wunder. Eines Tages findet Lukas bei einem schweren Wintersturm eine junge halberfrorene junge Frau, die zudem am Kopf verletzt ist, auf seinem Grund. Er rettet sie und pflegt sie gesund. Die junge Frau, die sich an nichts aus ihrem vorherigen Leben erinnern kann, wird von nun an Theresa genannt. Sie hat keinerlei Probleme mit der bärbeißigen Art des Tierarztes und bleibt nach ihrer Wiederherstellung als Kindermädchen und Haushälterin auf dem Gut, wobei ihr ersteres mehr zu liegen scheint. Sie liebt die kleine Anna von Herzen und auch zu Lukas entwickeln sich zarte Bande. Theresa denkt aber immer daran, das sie wieder fort muß, wenn sie sich erinnern kann, wer sie ist. Währenddessen wird Theresa aber schon gesucht.... Schreibstil: Wunderbar! Zauberhaft! Mitreißend! Spannend! Dieses Buch ist wirklich ein Highlight, ein Lesevergnügen der besonderen Art. Elisabeth Büchle vereint historisches mit kriminalistischen Elementen und zaubert eine Geschichte, die einen förmlich fesselt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Die beiden Erzählstränge finden nahtlos zueinander und man findet sich zeitweise fast schon in einem Thriller wieder. Die Protagonisten sind brilliant beschrieben und so authentisch, als könnte man ihnen selber irgendwo begegnen. Theresa und auch Lukas schließt man eigentlich sofort ins Herz und auch viele der anderen Figuren sind mehr als symphatisch. Die Bösewichter bleiben Bösewichter, aber auch hier gibt es überraschende Wendungen. Eigene Meinung: Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich habe einen historischen Roman erwartet, der die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, das unter Amnesie leidet. In Wirklichkeit hat mich die Story mit ihren vielen Genre-Elementen vom Hocker gehauen und ich kann wirklich nur sagen, das ich begeistert bin. Das Buch läßt sich trotz der vielen geschichtlichen Hintergrundinformationen sehr gut lesen, allerdings ist es nicht zum "nebenher" lesen geeignet. Dieses Buch kann ich wirklich jedem Liebhaber der historischen Romane, aber auch Krimifreunden empfehlen. Auch leser, die gerne Liebesgeschichten lesen, kommen nicht zu kurz. Ich gebe fünf Sterne.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    31. January 2013 um 18:21
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Tierarzt Lukas Biber findet 1866 , in einer stürmischen Winternacht, eine halberforene junge Frau auf seinem Anwesen im Schwarzwald. Nachdem der Arzt Dr. Städler bei der jungen Frau, die sich an nichts erinnern kann, eine Amnesie diagnostiziert, wird ihr der Name Theresa gegeben. Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge gegliedert und erzählt paralell die Geschehnisse um Theresa und um Thomas Wieland. Bei Thomas Wieland, der als Spion für Österreich tätig ist, handelt es sich, wie dem Leser bald bewußt wird, um den Bruder von Theresa, die eigentlich Marika heißt. Durch widrige Umstände, die in der Politik begründet sind, fiel Marika einer Verwechslung zum Opfer, denn der Anschlag galt ihrem Bruder Thomas. Seine Suche nach Marika führt nach Berlin, wo sich die Politik zu jener Zeit abspielt. Theresa bleibt vorerst auf dem Gutshof von Lukas Biber und wird ihm eine unersetzliche Hilfskraft und hofft darauf, sich an ihr früheres Leben erinnern zu können. In einem bildhaften und flüssigen Schreibstil bringt die Autorin die Geschichte dem Leser nahe. Es fehlt nicht an Spannung, man wartet förmlich auf wie sich die Dinge entwickeln. Gut beschrieben sind auch alle anderen Personen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen. Mißgunst, Neid, Nächstenliebe und wahre Liebe, alles kommt zur Sprache und man ist erstaunt, zu welchen Handlungen Menschen hier fähig sind. Die Wandlung des Lukas Biber, der langsam wieder am normalen Alltag teilnimmt und sein Herz für eine neue Liebe öffnet, ist gut herausgearbeitet. Interessant sind auch die politischen Verhältnisse jener Zeit, die zu Beginn des Buches von der Autorin aufgeführt und erläutert werden. Das Buch endet mit Worten von Dietrich Bonhoeffer: Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin - du kennst mich, dein bin ich, o Gott ! Für dieses Buch, das eine Leseempfehlung von mir erhält, sind es die richtigen Worte.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    31. January 2013 um 18:18
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    SiCollier

    „Königgrätz“ ist mir natürlich ein Begriff. Da haben die Österreicher gegen die Preußen verloren, der Deutsche Bund wurde aufgelöst, denn Bismarck bevorzugte die kleindeutsche Lösung, und in der Folge entstand später das Deutsche Reich. Soweit so gut und aus dem Geschichtsunterricht bekannt. Aber was hieß das unterhalb der großen Politik für die kleinen Leute? Darüber habe ich noch nirgends etwas gefunden, geschweige denn, daß das in der Schule Erwähnung gefunden hätte. Eigentlich ist das auch gar nicht Thema dieses Romans, und dennoch zeigt er quasi nebenbei die Folgen der großen Politik für die Menschen auf. Thomas, Sohn eines ungarischen Botschafters in Wien, arbeitet als Spion für das österreichische Außenministerium. Dabei wird er entdeckt und muß fliehen. Das gelingt ihm auch, jedoch ist seit dieser Nach seine Schwester Marika, die die gleichen rotleuchtenden Haare hat wie er, verschwunden. Kurz darauf taucht eine junge Frau mit roten Haaren, die ihr Gedächtnis verloren hat, im württembergischen Schwarzwald auf. Sie kommt beim Witwer Dr. Lukas Biber unter, um seinen Haushalt und sein Baby, bei dessen Geburt die Mutter verstorben ist, zu versorgen. Denn wo soll sie hin, ohne Gedächtnis, ohne Wissen, wer sie ist? Im Folgenden entspinnen sich zwei Handlungsstränge, die gegen Ende zwangsläufig zusammenlaufen müssen. Thomas geht nach Berlin, um nach seiner Schwester zu suchen. Denn zurecht vermutet er, daß sie von den Preußen an seiner statt entführt wurde. Die junge Frau hingegen wird Theresa genannt, denn ihren richtigen Namen kennt sie nicht, bleibt auf dem Gutshof. Immer wieder drängen sich einzelne Erinnerungsfetzen in ihr Gedächtnis, ohne daß sich ein sinnvolles Muster daraus ergäbe. In der Zwischenzeit verschärfen sich die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, was insbesondere Thomas in Berlin zu spüren bekommt. Er hat sich nämlich in die Tochter eines preußischen Generals verliebt, was unter den gegebenen Umständen mehr als ungeschickt ist. Gerade in den Szenen, die in Berlin spielen, merkt man sehr „schön“ die Veränderugen im Verhältnis der Staaten zueinander und wie sich das auf die Menschen auswirkt. Der Krieg ist unvermeidlich - und aus Freunden werden Feinde. Sie wissen es, wollen, aber können nichts dagegen tun. Theresa hingegen kämpft mit Schwierigkeiten ganz anderer Art. Darf sie für Dr. Lukas Gefühle empfinden, wo sie doch nicht weiß, ob sie möglicherweise schon verlobt oder gar verheiratet ist? Gut konnte ich ihre Probleme, die sich aus der Amnesie ergeben, nachvollziehen. Daß diese durch Neid und Mißgunst in der Umgebung nicht gerade vermindert wurden, sei nur am Rande vermerkt. Schließlich will ich nicht den Inhalt hier nacherzählen. Immer wieder habe ich gestutzt, aber die Autorin hat gut recherchiert: das Verhalten der Figuren erschien mir für das 19. Jahrhundert glaubhaft wie es auch die ganzen im Buch vorkommenden Dinge zu der Zeit, da die Handlung spielt, gab. Lediglich beim Fahrrad bin ich mir nicht so sicher. Das gab es in Vorläufern zwar schon, hieß aber noch anders, und setzte sich erst weitaus später durch. Aber das ist eine Kleinigkeit und für diese Geschichte unwesentlich und die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Mit einerseits Thomas und Christine und andererseits Lukas und Theresa hat die Autorin zwei gegensätzliche Paare geschaffen. Während sich erstere durchaus der Zeit und dem Umständen angemessen annähern, fliegen bei Theresa und Lukas schon mal die Fetzen, denn sie ist nicht auf den Mund gefallen und ist, wie auch Lukas, nie um eine stichelnde Bemerkung verlegen. Beim Lesen habe ich so manches mal gegrinst oder auch laut aufgelacht. Für solche Paarungen hat die Autorin ein glückliches Händchen (bzw. Schreibe), denn auch in ihren anderen Büchern (z. B. „Goldsommer“ oder auch „Wohin der Wind uns trägt“) gibt es solche. Und dennoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, etwas schon mal gelesenes vorzufinden. Es war hier ganz anders und wieder neu und eigen. Stilistisch empfand ich das Buch auf dem (hohen) Niveau der anderen bisher von dieser Autorin gelesenen Bücher. Das Kopfkino hat auf der ersten Seite begonnen zu laufen, die Figuren konnte ich mir sehr gut und lebendig vorstellen; lediglich die Eltern von Marika blieben bis zum Schluß etwas blaß. Für meinen Begriff kann Elisabeth Büchle sehr gut mit den im Genre zahlenmäßig überlegenen amerikanischen Autorinnen mithalten und ich finde es schade, daß der Verlag da nicht mehr tut (und beispielsweise die Bücher länger lieferbar hält). Immerhin sind inzwischen zwei Ihrer Bücher bei Weltbild erfolgreich in Lizenz erschienen: dieses sowie der 2012 mit dem 2. DeLia-Preis ausgezeichnete Roman „Goldsommer“. Am Ende sind dann alle offenen Fäden verknüpft, mindestens eine große Überraschung (mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe) aufgetaucht, der eine oder andere Grauton übrig geblieben, wie das im Leben eben so ist, und das Buch innerlich ruhig und zufrieden geschlossen. Schön wars - und ich freue mich schon auf das nächste Elisabeth Büchle Buch, egal worum es geht. Denn das ist eine der wenigen Autorinnen, die auch über Dinge, die mich eigentlich nicht interessieren, so schreiben kann, daß ich das einfach lesen muß. Und das ist nicht bei vielen so. Kurzfassung Während eine entführte junge Frau mit Amnesie im württembergischen Schwarzwald auftaucht, sucht ihr Bruder im Berlin der Wochen for dem deutschen Bruderkrieg nach ihr. Eine gut und flüssig lesbare Geschichte, die die Auswirkungen der großen Politik auf die kleinen Leute deutlich macht.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    29. January 2013 um 09:21
  • Rezension zu "Die Magd des Gutsherrn" von Elisabeth Büchle

    Die Magd des Gutsherrn

    mabuerele

    Die politische Großwetterlage ist unruhig. Graf von Bismarck möchte Deutschland unter preußischer Führung einigen. Doch Österreich spielt nicht mit. Thomas Wieland, gebürtiger Ungar, lebt bei seinen Eltern in Wien. Er arbeitet als Spion für das österreichische Militär. Als er verfolgt wird, gelingt ihm die Flucht. Doch seine Schwester Marika ist seit diesem Tag verschwunden. Lukas Biber, Tierarzt im Schwarzwald, hat vor einem reichlichen Jahr seine junge Frau bei der Geburt der Tochter Anna verloren. Seitdem gilt er als Sonderling. Da findet er während eines Wintersturmes eine junge Frau, verletzt und fast erfroren. Sie weiß weder wie sie heißt, noch woher sie kommt. Auf diesen beiden Handlungssträngen baut die Autorin einen stammenden Roman auf, der die Zeitverhältnisse wiederspiegelt, doch gleichzeitig die Geschichte zweier Geschwister erzählt. Die Charaktere sind ausgezeichnet dargestellt. Marika ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich auch gut gegen männliche Wesen durchsetzen kann. Trotzdem ist aus ihren Worten immer wieder spürbar, wie sie die unbekannte Vergangenheit belastet. Sie setzt sich für Hannah ein, die aus der Not geboren der Prostitution nachgeht und ihr Leben ändern möchte. Lukas findet nach und nach wieder ins Leben zurück. Er kann sich aus seiner Trauer lösen und wendet sich nicht nur seiner Tochter zu. Besonders gefallen haben mir Klara und Karl. Unermüdlich haben sie um ein Wunder gebeten, dass Lukas wieder zu dem lebensfrohen und aufgeschlossenen Mann machen würde, der er vor dem Tod seiner Frau war. Klaras zupackende Art, die sich liebevoll Marikas annimmt und sie in die Aufgaben einer Hauswirtschafterin einführt, wirkt erfrischend. Das Gut, auf dem Lukas lebt, liegt etwas abseits vom Ort. Dort wetzen die Klatschbasen das Münder, zumal Bettina, die Tochter des Bürgermeisters auf ein Leben an der Seite des Tierarztes hofft. Thomas wird nach Berlin beordert. Auch dort gibt es interessante Entwicklungen. Gespräche und Diskussionen zwischen den Protagonisten gehören zu den besonders schön gestalteten Teilen des Romans. Der Schlagabtausch zwischen Marika, die Theresa genannt wird, und Lukas ist immer wieder köstlich. Sie schenken sich nichts. Gut gefallen hat mir auch, dass die politischen Verhältnisse exakt recherchiert waren. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es ließ sich flüssig lesen. Der Spannungsbogen konnte nicht nur über die gesamte Zeit gehalten werden, er nahm am Ende durch geschickte Gestaltung der Handlungsstränge und die abwechselnde Erzählweise noch zu. Mit ihrem Schreibstil legt die Autorin auch Wert auf Kleinigkeiten der Handlung. Der christliche Aspekt des Buches wird behutsam integriert und zum Teil am Handeln der Menschen deutlich. Dass Vorurteile, Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit nichts mit christlichen Tugenden zu tun haben, wird klar herausgearbeitet. Dazu muss man nur das Verhalten der Menschen zu Hannah und Theresa betrachten. Klara bringt das mit wenigen Worten auf den Punkt. Es war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte. Es hat mich sehr gut unterhalten. Auch die nachdenkenswerten Stellen möchte ich nicht missen. Es erhält von mir eine unbedingte Leseempfehlung.

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    • 2

    Elisabeth_Buechle

    23. January 2013 um 09:24
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