Elisabeth Badinter Der Konflikt

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Inhaltsangabe zu „Der Konflikt“ von Elisabeth Badinter

»Ich bin eine mittelmäßige Mutter, wie vermutlich die meisten Frauen«, sagt Elisabeth Badinter. Doch so freimütig äußern sich heute nur wenige. Dominiert wird das neue Mutterbild vom Diktat der Natur, »Natur« im Sinne von ständiger körperlicher Anwesenheit und Stillen mindestens ein Jahr, die für die Entwicklung unverzichtbar seien. Eine kluge Polemik über die Wahrheiten und Mythen des angeblich Natürlichen. Gegen dieses wissenschaftlich nicht begründbare Diktat setzt Badinter die Freiheit der Frauen, ihr eigenes Leben und die Beziehung zu ihren Kindern selbst zu gestalten. Denn die Angst, keine vollkommene Mutter sein zu können, führt bei vielen Frauen zum Verzicht auf Kinder.

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  • Mutter-werden und Mutter-sein im 21. Jahrhundert

    Der Konflikt

    Sokrates

    16. December 2013 um 18:03

    Elisabeth Badinter, französische Philosophin und Autorin des Klassikers "Mutterliebe", hat in diesem schmalen Buch versucht zusammenzufassen, welche sich widersprechenden Einstellungen zur Mutterschaft heute unsere Gesellschaft prägen. Hierbei kristallisierte sich für mich eine grundsätzliche Kritik am Unvermögen unserer Gesellschaft heraus, mit der Vielgestaltigkeit individueller Lebensläufe umgehen zu wollen. Unsere Gegenwart tut sich schwer mit unklaren Lebensentwürfen. Wer Kinder kriegt, verfällt schnell und gerne in eine "Baby-Kultur", zentriert sein Leben allein auf das Kind, verfällt als Frau in klassische patriarchale Rollenmodelle, obwohl noch vor der Entbindung die gerechte Rollenteilung mit dem Partner angestrebt war. Andere entwickeln ökologisch fundierte Weltanschauungen, wie und wie lange Kinder zu stillen seien, was sie zu essen bekommen sollten, wie und wo sie zu schlafen hätten oder ob man klassische Weg-werf-Windeln verwenden müsse. Die Opposition hierzu sind all diejenigen Frauen, die bereits frühzeitig zu ihrem Beruf zurückkehren und alle von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Betreuungsmöglichkeiten nutzen. Dazwischen gibt es eine sehr große Gruppe an Frauen, die entweder gar keinen Kinderwunsch mehr haben oder die zwar einen mehr oder weniger starken besitzen, sich aber immer wieder vertrösten, weil es das eigene Lebenskonzept, die Partnerschaft oder der Berufsalltag nicht zulassen. Dass die von den europäischen Nationen bereits versuchten Familienpolitiken nicht die bestehenden Probleme seit den 1960er Jahren beseitigt haben, sondern weiterhin meist zulasten der Frauen streng patriarchalisch das Familienleben organisieren, obwohl sie mehr Gleichberechtigung angestebt hatten, stellt Elisabeth Badinter mit Bedauern und etwas Resignation fest. Das Buch war für mich ein wenig enttäuschend. Mehr hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin klarer selbst Stellung bezieht. Das erfolgt nur indirekt. Ansonsten ist das Buch eine Gesamtschau der gängigen vertretenen Ideen, die - mit Schwerpunkt auf Frankreich - in Europa und den USA zum Kinderkriegen und zur Mutterrolle kursieren. Insgesamt allerdings nur ein mittelmäßiger Lesegenuss.

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  • Rezension zu "Der Konflikt" von Elisabeth Badinter

    Der Konflikt

    WinfriedStanzick

    13. January 2012 um 13:19

    Dieses Buch ist der verzweifelte Versuch einer in Frankreich berühmten Wissenschaftlerin und Feministin gegen eine Entwicklung anzuschreiben, die sie mit Sorge erfüllt. War Frankreich, auch durch den Einfluss von Frauen wie Elisabeth Badinter und einen anderen kulturellen Hintergrund über lange Zeit geradezu das Paradebeispiel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen mit einer entsprechend hohen Geburtenrate, scheint sich eine Entwicklung anzubahnen, die das Rad zurückdreht. Es ist das Bild der "guten Mutter", das Badinter beschreibt und kritisiert und das sie in einem Interview so definiert: "Die 'gute Mutter' kehrt zu den Ursprünge zurück, sie lehnt Wegwerfwindeln und Babynahrung in Gläschen ab, sie stillt lange, sie arbeitet nicht, sie kümmert sich ausschließlich um ihr Kind." Der Druck, den dieser Trend auf viele Frauen in Frankreich ausübt, ist enorm, die meisten können sich dem kaum entziehen. Zwei Faktoren benennt Badinter als Auslöser und Motor dieser für sie beklagenswerten Entwicklung, die die Frauen wieder auf die reine Mutterrolle zurückwirft, so als ob man nicht schon viel weiter gewesen wäre: Die Wirtschaftskrise und die Ökobewegung. Durch die Krise sind viele Arbeitsverhältnisse prekär und schlecht bezahlt geworden, und die Ökobewegung mit ihrem Trend zurück zur Natur erfordert viel häusliche Arbeit statt fertig produzierter Produkte vor allem für die Ernährung der kleinen Kinder. Doch auch unabhängig davon beklagt sie die Tatsache, dass die materielle Unabhängigkeit von Frauen, die ihrer Generation so wichtig war und für die sie gekämpft haben, immer mehr jungen Frauen nicht mehr wichtig ist. Ohne Not reklamieren sie ihre Rolle als Mutter, und drängen damit diejenigen, die nach wie vor von Anfang an Beruf und Familie miteinander verbinden wollen, zunehmend in die Rolle von Rabenmüttern. Badinter setzt sich ausführlich mit den verschiedenen Modellen und Mustern von "Mutterschaft" auseinander und fordert, vollkommen zu Recht, eine stärkere Einbeziehung der Väter. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Deutschland sagt sie in dem schon erwähnten Interview: "Langfristig kann kein Land eine rückläufige Demographie hinnehmen. Deutschland kann nicht akzeptieren, dass es auf lange Sicht verschwindet, auch wenn uns das jetzt sehr weit entfernt scheint. Ich bin mir sicher, dass sich der Blick auf das Mutterbild wandeln wird, dass die politisch Verantwortlichen daran arbeiten werden. Kurioserweise scheint Frankreich den entgegengesetzten Pfad zu beschreiten." Entwicklungen, auch soziale, laufen nie linear, sondern in Wellenbewegungen. Deshalb bin ich mir nicht sicher, welche Entwicklung die Debatte und vor allen Dingen die tatsächlichen Entscheidungen der Menschen in der nächsten Zeit bei uns nehmen werden. Ein Buch, das vehement dafür plädiert, Frauen nicht auf ihre Mutterrolle festzulegen und ihnen die freie Wahl für ihr Leben zu überlassen.

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