Elisabeth Borchers Alles redet, schweigt und ruft

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Inhaltsangabe zu „Alles redet, schweigt und ruft“ von Elisabeth Borchers

Elisabeth Borchers ist eine Lyrikerin ersten Ranges, die sich mit ihre höchst eigenwilligen, unverwechselbar schönen und immer wieder irritierenden Gedichten »in das Gedächtnis ihrer Leser und wohl auch in die Geschichte der deutschen Lyrik eingeschrieben hat« (Frankfurter Allgt meine Zeitung). Arnold Stadler hat für dieses Buch, das zum 75. Geburtstag der Autorin erscheint, aus einem reichen Œuvre die schönsten Stück ausgewählt – Gedichte, die er auf eine Insel mitnähme, wie er in seiner Nachwort schreibt.

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  • Rezension zu "Alles redet, schweigt und ruft" von Elisabeth Borchers

    Alles redet, schweigt und ruft

    Odonata

    02. March 2009 um 21:03

    Diese Dame hat es in sich! Und zwar gewaltig! Elisabeth Borchers, Lyrikerin und Kinderbuchautorin sowie lange Zeit Lektorin bei diversen Verlagen wie Suhrkamp, gelingt es mit ihren Gedichten ganz tief in den Leser vorzudringen, denn sie gibt jedem Rezipienten durch die gut gesetzten Leerstellen in ihrer Lyrik den nötigen Freiraum, diese selbst zu füllen. Der vorliegende Gedichtband erschien ihr zu Ehren 2001 und enthält eine große Auswahl ihrer bis dahin erschienenen Gedichte sowie ein Nachwort von Arnold Stadler. Borchers schafft es immer wieder wunderbar, einfache Augenblicke einzufangen und diese zu schönen oder auch traurigen – immer aber besonderen Momenten heranwachsen zu lassen: „Die Lautlosigkeit der Ameisen über den heißen Stein / Das Zucken der Eidechse über die Hecke / Die diagonale Spur des Schiffs über den See / Die Verschwiegenheit der Berge / Die Stille der Bäume und lärmenden Vögel“ (S.7). Oder aber es sind einschneidende, wichtige Begebenheiten, über die sie schreibt, dann jedoch mit einer Einfachheit an Sprache und mit einer Ruhe, dass die Bedeutung des Gesagten manchmal erst nach längerer Wirkzeit und/oder mehrmaligem Lesen zu Tage tritt: „DIE ZEIT / Das Gesicht einer Frau / noch gar nicht alt / morgen / wird sie weinen“ (S.238). Die Thematiken der Gedichte sind vielfältig: Es geht um Abschied und Tod wie im ersten Gedicht, wo es heißt: „Die Müdigkeit der Augen im Abendwind / Die Glockenschläge von jenseits des Sees / Die langsame Uhr, die zu schnell tickt / Das langsame Herz, das zu schnell schlägt“ (S.8), um Liebe und alle anderen Gefühle, das Miteinander, die Trennung und um das Leben an sich. Immer mit einem Hauch Melancholie versehen, dabei aber niemals trostlos, gelingt es Borchers Zeilen lange im Gedächtnis und im Herzen des Lesers zu verweilen. Sehr schade, dass diese großartige Dichterin in der heutigen Zeit viel zu selten gelesen wird. Was nehme ich persönlich mit? Borchers lehrt mich bzw. erinnert mich daran, dass jeder Augenblick es wert ist geehrt zu werden, dass die Schönheit der Welt im Detail steckt und dass viele Dinge im Leben keinen Namen haben und trotzdem irgendwann zu Tage treten, vielleicht nicht immer sofort, aber man sollte stets genau hinsehen und hinhören. Dies gilt im echten Leben wie auch für ihre Gedichte: Je öfter ich den Band zur Hand nehme, desto lauter tönt das Ungesagte aus den Zeilen hervor. -------------------------------------------------------------------- Schade. Sehr schade / wie der Regen fällt und versinkt / wie auch das Licht / fällt und versinkt. / Sehr schade. / Und die Straße macht einen Knick / dass du entschwindest / fällst und versinkst / wie ein gestern gehörtes / unbegriffenes Wort. (Elisabeth Borchers, S.75)

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