Elisabeth Bronfen

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Autor von Tiefer als der Tag gedacht, Hollywoods Kriege und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Elisabeth Bronfen

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Tiefer als der Tag gedacht

Tiefer als der Tag gedacht

 (3)
Erschienen am 09.02.2008
Hollywoods Kriege

Hollywoods Kriege

 (1)
Erschienen am 21.11.2013
Nur über ihre Leiche

Nur über ihre Leiche

 (1)
Erschienen am 01.10.2004
Stilepochen des Films: Classical Hollywood

Stilepochen des Films: Classical Hollywood

 (1)
Erschienen am 24.07.2013
Der literarische Raum

Der literarische Raum

 (0)
Erschienen am 01.01.1986
Mad Men

Mad Men

 (0)
Erschienen am 18.11.2015
Sylvia Plath

Sylvia Plath

 (0)
Erschienen am 01.08.1998
Besessen.

Besessen.

 (0)
Erschienen am 22.11.2016

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Rezension zu "Hollywoods Kriege" von Elisabeth Bronfen

Die Erfahrbarmachung und Verarbeitung von Krieg im Film
michael_lehmann-papevor 5 Jahren


 

„Diese Geschichte ist weder Anklage noch ein Schuldbekenntnis und am wenigsten ist sie ein Abenteuer, denn der Tod ist kein Abenteuer für diejenigen, die ihm ins Auge blicken“.

 

So lautet die letzte Texttafel zu Beginn des Filmes „Im Westen nichts Neues“.

 

Ein Satz, der Programm sein kann nicht für alle, aber für viele von Hollywoods Kriegsfilmen.

 

Filme, in denen immer auch versucht wird, das, was Krieg bedeutet, erfahrbar zu machen. In denen amerikanische Kriege reflektiert und die Erlebnisse verarbeitet werden. Kriege von „patriotischem Glanz“ (man denke an „Alamo“ oder „Red Dawn“) bis hin zum tiefsten Elend und zu wuchtigen Darstellungen der Gräuel des Krieges (James Ryan). Sei es, wie „Im Westen nichts Neues“ unter Auslassung des tatsächlichen Horrors des Krieges, sei es unter Konzentration auf den „Menschen verändernden Horror“ (u.a. subtil in „Apokalypse Now“).

 

Aufarbeitungen, die nicht selten hintergründig angelegt sind, mit vielen Feinheiten in einzelnen Szenen.

 

Diesem Thema wendet sich Elisabeth Bronfen sehr differenziert in ihrer Darstellung zu.

 

Grundlegend geht sie dabei von der Prämisse aus, dass „das Kino als ein privilegierter Ort der Erinnerung fungiert“, an dem die amerikanische Kultur kontinuierlich die traumatischen Spuren ihrer historischen Vergangenheit wiederverhandelt“.

Und nicht nur das, im Licht dieser Reflektionen der Vergangenheit wird in den einzelnen Filmen ein Licht auf je die zeitgenössischen sozialen und politischen Fragen geworfen, wie Bronfen anhand ihrer einprägsamen und vielfachen praktischen Beispiele überzeugend nachweist.

 

Was natürlich auch bedeutet, dass auch reale historische Erfahrungen in jedem dieser Kriegsfilme Hollywoods eine subjektive und aktuelle Interpretation erfahren (zusätzlich zur an sich bereits stattfindenden „Rekodierung“ des tatsächlichen militärischen Konfliktes, der historisch zugrunde liegt). Nur ein Hinweis von einigen, die Bronfen findet für ihre Sicht der „Selbstreflexion“, um die es in diesen Formen des Films als „Repräsentative“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit in besonderem Maße geht.

 

So weist Bronfen nach, dass der amerikanische Bürgerkrieg immer noch als offene Frage im Raum steht, wie sehr das „Unbehagen der Heimat“ in Filmen thematisiert wird (und warum), zeigt „Kriegsentertainment“ und seine Bedeutung als filmische Verarbeitung auf, führt den Leser ein in die „Choreographien der Schlacht“ als filmische Inszenierung, legt „Kriegsgerichtsdramen“ als eigenständigen Teil des Genres vor und bietet ebenfalls einen Blick auf die „Kriegsberichterstattung“ in und durch Hollywood.

 

Dass eine „fortwährende Heimsuchung durch den Krieg“ (nicht nur) filmisch in Amerika vorliegt, das ergibt sich aus der Bearbeitung dieser Themen im Buch und bildet den inhaltlich-thematischen Schluss des Buches. Hier zeigt Bronfen auf, wie schwer es sich an einem Krieg trägt, wie schwer es ist, „aus dem Krieg zurückzukehren“ und dass eine solche Heimkehr letztendlich nie vollständig gelingt.

 

Wobei bei weitem nicht nur „reine“ Kriegsfilme im Mittelpunkt ihres Interesses stehen, sondern von „Von Winde verweht“ oder „Gangs of New York“ das mitschwingende Kriegsthema und die Verarbeitung von „Schlachten“ jeglicher Coleur von solchen Reimaginationen künden. „The Glenn Mille Story“ gehört dann ebenso zum Sujet, wie „Apokalypse Now“, „Band of Brothers“ oder „Verdammt in alle Ewigkeit“.

 

Ein, auch sprachlich, nicht einfach zu lesendes Buch, das in manchen Teilen auch sehr kleinteilig und gründlich daherkommt, Hollywoods Kriegsfilme aber sehr sorgfältig in ihrer Bedeutung für die Verarbeitung der Kriegsgeschehen in je zeitabhängiger subjektiver Interpretation darzustellen versteht.

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Rezension zu "Tiefer als der Tag gedacht" von Elisabeth Bronfen

Rezension zu "Tiefer als der Tag gedacht" von Elisabeth Bronfen
Thailavor 9 Jahren

Schlaglichtartig beleuchtet Elisabeth Bronfen die verschiedenen Vorstellungen und Ideen von der Nacht in der abendländischen Kultur von der Antike bis heute. Dabei streift sie verschiedene Disziplinen wie die Philosophie von Platon bis Nietzsche, Literatur und Film (vor allem den film noir). Dabei hatte ich das Gefühl, dass sie nicht unbedingt bahnbrechend neue Erkenntnisse mitzuteilen hat, aber in dieser gebündelten Form ist die Sammlung auf jeden Fall interessant. Gelegentlich wird Bronfen ein übertrieben komplexer Stil vorgeworfen, was ich hier jedoch nicht feststellen konnte. Das Buch ist keine Bettlektüre, die Themen zum Teil komplex und nicht immer leicht zu verstehen. Aber das liegt daran, dass es um komplizierte Dinge geht, nicht daran, dass die Autorin sich absichtlich eines nebulösen Stils bedient.

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