Elisabeth Eberle Jochen Klepper. Licht in dunkler Nacht

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Inhaltsangabe zu „Jochen Klepper. Licht in dunkler Nacht“ von Elisabeth Eberle

Jochen Klepper (1903-1942) gilt als einer der bedeutendsten geistlichen Liederdichter des 20. Jahrhunderts. In seinen Liedern finden viele Menschen Trost und Hoffnung. Sein eigenes Leben endete tragisch. Nachdem der jüngsten Tochter seiner jüdischen Frau die Ausreise aus Deutschland versagt worden war und den beiden Frauen die Deportation drohte, nahmen die drei sich am 10. Dezember 1942 in ihrer Berliner Wohnung gemeinsam das Leben. Kleppers letzter Tagebucheintrag lautet: "Über uns steht in den letzten Stunden das Bild des segnenden Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet unser Leben."

In Jochen Kleppers Tagebüchern und in vielen seiner Lieder spiegeln sich gleichermaßen die Bedrohung durch das Nationalsozialistische Regime und ein tiefer Glaube an einen liebenden Gott. Elisabeth Eberle folgt in ihrer Romanbiografie dieser faszinierenden Lebensspur.

Das Leben eines arisch-jüdischen Ehepaares in Deutschland als Dokument einer dunklen Zeitepoche.

— Buchperlentaucher

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  • Hoffnung und Licht in dunkler Nacht

    Jochen Klepper. Licht in dunkler Nacht

    Buchperlentaucher

    15. July 2016 um 19:36

    "Licht in dunkler Nacht" so lautet der Titel der Roman-Biografie von Elisabeth Eberle über den Buchautor und Lichtermacher Jochen Klepper. Für unzählige Frauen und Männer wurden die Lieder von Jochen Klepper genau das. Lichter in dunklen, schweren Zeiten. Die Texte versprachen Hoffnung auf eine Wende zum Besseren. Es ist eine tragische Ironie, dass ausgerechnet dieser Mann durch Selbstmord enden musste. Wobei er es in der Hand behabt hätte, diesem Schicksal zu entgehen. Er hätte sich "nur" von seiner jüdischen Frau Hanni trennen müssen und eine ruhmreiche Karriere wäre ihm sicher gewesen. Wenn man die Zeilen liest, wie groß die Liebe zwischen seiner Frau, den Stieftöchtern und ihm gewesen ist und viel sie ihm, dem landesweit bekannten Mann gegeben haben, wird klar, er hätte es nicht verkraftet, miterleben zu müssen, wie sie deportiert worden wären und er hätte weiterleben dürfen. Das Buch beschreibt eindrücklich, wie sich die Schlinge um das jüdisch versippte (einfach brutal dieser Ausdruck) Ehepaar und die jüdischen Töchter aus einer früheren Ehe von Hanni mehr und mehr zuzieht. Während er, der gefeierte Buch- und Liederautor noch mehr oder weniger "normal" leben kann,werden die drei Frauen nach und nach vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Sie dürfen nicht mehr in die Badeanstalten gehen, die Gaststätten nicht mehr besuchen, bekommen keineKleiderkarten mehr, Konzertbesuche sind ihnen verboten usw. Als Leser musste ich gegen Ende des Buches innerlich fast schreien. Ich wusste ja, was ihnen geschah und doch hoffte ich irgendwie, es möge der Familie die Flucht doch noch gelingen. Wobei der einen Tochter die Ausreise im letzten Moment gelingt. Elisabeth Eberle bringt es fertig, die damalige Zeit "lebendig"werden zu lassen. Die ständig wachsende Bedrohung von jüdischen Menschen kann man mit Händen greifen. Auf ganz andere Art "ans Herz" geht die Beschreibung der Liebe zwischen diesen Menschen - feinfühlig, warm, verträumt, selbstlos. Ich gebe diesem Buch die volle Punktzahl. Wer sich für das Alltagsleben zur Zeit des Weltkrieges interessiert, dem kann ich diese Buch sehr empfehlen.

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