Elisabeth Edl

 3,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Der große Weg, Buecherwahn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elisabeth Edl

Elisabeth Edl, 1956 geboren, lehrte als Germanistin und Romanistin an der Universität Poitiers und arbeitet heute als Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin in München. Sie wurde u. a. mit dem Celan-Preis, Petrarca-Preis, Voß-Preis, dem Österreichischen Staatspreis, dem Romain Rolland-Preis und dem Prix lémanique de la traduction ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Betty (ISBN: 9783311133971)

Betty

 (1)
Neu erschienen am 15.04.2021 als Hardcover bei Kampa Verlag.

Alle Bücher von Elisabeth Edl

Cover des Buches Im Café der verlorenen Jugend (ISBN: 9783423142748)

Im Café der verlorenen Jugend

 (135)
Erschienen am 01.12.2013
Cover des Buches Rot und Schwarz (ISBN: 9783446204850)

Rot und Schwarz

 (82)
Erschienen am 15.03.2004
Cover des Buches Gräser der Nacht (ISBN: 9783423144940)

Gräser der Nacht

 (30)
Erschienen am 22.04.2016
Cover des Buches Damit du dich im Viertel nicht verirrst (ISBN: 9783423145404)

Damit du dich im Viertel nicht verirrst

 (18)
Erschienen am 09.12.2016
Cover des Buches Nichts, um sein Haupt zu betten (ISBN: 9783442716081)

Nichts, um sein Haupt zu betten

 (16)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Place de l'Étoile (ISBN: 9783446248786)

Place de l'Étoile

 (17)
Erschienen am 03.11.2014
Cover des Buches Unsichtbare Tinte (ISBN: 9783446269187)

Unsichtbare Tinte

 (13)
Erschienen am 15.02.2021
Cover des Buches Adrienne Mesurat (ISBN: 9783423191111)

Adrienne Mesurat

 (12)
Erschienen am 01.06.2007

Neue Rezensionen zu Elisabeth Edl

Cover des Buches Unsichtbare Tinte (ISBN: 9783446269187)mapefues avatar

Rezension zu "Unsichtbare Tinte" von Patrick Modiano

Schöner kann man die Prozesse des Erinnerns und des Schreibens kaum schildern
mapefuevor 23 Tagen

Der junge Jean Eyben mit knapp zwanzig Jahren, von der Detektei Hutte zur Probe eingestellt, bekommt für ein paar Monate den Auftrag, die verschwundene Noëlle Lefebvre zu finden, die Mitte der 60er Jahre in Paris gelebt hat. Alle Hinweise führen zu keinem Erfolg, nur einen postlagernden Brief und ein ihrer Wohnung versteckter, lückenhaft geführter Kalender sind die einzigen Anhaltspunkte. Als Jean einen Jugendfreund trifft entdeckt er plötzlich ein geheimnisvolles Detail, das ihn mit Noëlle verbindet: Sie stammt aus einem Dorf in der Umgebung von Annecy, so wie er selbst.

So wie das von Hutte bewusst schmale Dossier zum Fall Noëlle Lefebvre, ‚gibt es im einem Leben Leerstellen und Aussetzer des Gedächtnisses.‘

Bei manchen Gedächtnislücken stehen alle Einzelheiten des Lebens irgendwo geschrieben, mit magischer Tinte.“

Und manchmal dauert es fünfzig Jahre bis die unsichtbare Tinte sichtbar wird.

Jean stößt auf einen Brief, ‚der so viele Eigenschaften wie Pfade in einem Wald, die der Suchende nacheinander zufällig einschlägt, an den Gabelungen und die ihn noch ein bisschen weiter in die Irre führen, während die Nacht hereinbricht.‘

Ein literarisches Meisterstück für Genießer.

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Cover des Buches Pariser Tagebuch (ISBN: 9783423346351)happyoldendayss avatar

Rezension zu "Pariser Tagebuch" von Hélène Berr

Eine junge Frau zwischen Sehnsucht nach Normalität und dem Terror der NS-Regimes.
happyoldendaysvor 24 Tagen

Am 7. April 1942 beginnt das Tagebuch der 21-jährigen französischen Studentin Hélène Berr. Sie schreibt über ihr Studium an der Sorbonne, ihre Freunde und Familie, ihre aufblühende Liebe zu Jean und über ihre Situation als Jüdin im von den Deutschen besetzten Paris.

Zunächst nimmt vor allem Alltägliches den meisten Platz in den Aufzeichnungen Hélènes ein: Sie schwärmt von englischer Literatur, klassischer Musik und der Schönheit der Natur in und um Paris. Doch im Verlauf der Jahre werden die Themen ernster, die Repressalien der Deutschen Besatzer werden härter, Verhaftungen finden statt und Nachrichten von den schrecklichen Zuständen in den Lagern zirkulieren unter der jüdischen Gemeinde. Hautnah kann der Leser mitfühlen, wie sich die Lebensbedingungen der Familie Berr und ihrer Freunde verschlechtern. Inmitten des größtmöglichen Grauens versucht Hélène nicht den Mut zu verlieren und vertraut ihrem Tagebuch ihre Gefühle und den täglichen Überlebenskampf an. Sie will dokumentieren was mit der jüdischen Bevölkerung geschieht. Daneben steht aber immer auch ihr Wunsch weiter zu studieren, fröhlich zu sein und vor allem zu überleben.

Hélènes letzter Eintrag datiert vom 15. Februar 1944 und endet mit den simplen Worten „Horror! Horror! Horror!“. Drei Wochen später werden sie und ihre Familie festgenommen und deportiert.

Das Tagebuch von Hélène Berr ist nicht nur ein wichtiges Zeitzeugnis, sondern ein bewegender Einblick in das Innenleben einer lebenslustigen jungen Frau, die Musik und Literatur liebt und in unvergleichlicher Weise über das schreiben kann, was sie am meisten bewegt. Welches Glück, dass sich ihr Tagebuch erhalten hat und wir es lesen dürfen!

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Cover des Buches Betty (ISBN: 9783311133971)detlef_knuts avatar

Rezension zu "Betty" von Georges Simenon

Georges Simenon und Elisabeth, genannt Betty
detlef_knutvor 2 Monaten

Dieser Roman von Georges Simenon entführt in das Paris, welches abseits der großen Boulevards in den kleinen Gassen und Straßen stattfindet.

Wir lernen in diesem Roman von George Simenon Elisabeth kennen. Elisabeth hat in eine snobistische Familie eingeheiratet. Damals lebte das Oberhaupt, der General, noch. Wir treffen Elisabeth, die gerne als Betty von sich spricht, in einem kleinen Restaurant. John, der englische Doktor, spricht sie an und lädt sie zu einem Getränk ein. Betty lässt sich verführen. Sie schlägt keinen Drink aus. Im Gegenteil: Sie scheint mehr als der Engländer zu trinken. Sie blamiert sich im Lokal, weil sie sternhagelvoll ist. Eine Frau, ebenfalls Gast hier, nimmt sie mit in ihr Hotel und unter ihre Fittische.

Aus dieser Begegnung entwickelt sich die Geschichte von Betty, die vor zwei Tagen ihre Familie verlassen hat und auf der Suche nach einem eigenen Leben ist.

Der Roman wurde 1960 veröffentlicht. Dennoch hat er nichts von seiner Aktualität verloren. Wenn von Telefon gesprochen wird, kann der Leser blitzartig auch das Bild eines Smartphones vor Augen haben. Es war wohl vielleicht mein Wissen um diesen Roman, wenn mir die Geschichte ein Gefühl der 1950er Jahre verlieh. Wie sollte es anders sein, als würde der Pariser Charme einer Zeit von Simon Signoret oder Serge Gainsbourg aus ihm sprechen.

Auch wenn es kein Kriminalroman mit Maigret ist, sollte sich kein Leser täuschen lassen und am Anfang schon glauben er wisse, worauf das alles hin ausliefe.

Georges Simenon ist immer für eine Überraschung gut. Deswegen und vor allem wegen des ruhigen Stils ist der Roman sehr gut zu empfehlen, nicht nur für Paris-Liebhaber.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2021

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