Elisabeth Etz

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Autorin von Nach vorn, Wenn man jemanden liebt und weiteren Büchern.
Elisabeth Etz

Lebenslauf von Elisabeth Etz

Ausgezeichnete Bilder-, Kinder- und Jugendbücher aus unserem deutschsprachigen Nachbarland: Die 1979 geborene österreichische Autorin hat in Wien und Berlin Germanistik und Deutsch als Fremdsprache studiert. Im Anschluss daran verbrachte sie einige Zeit in Istanbul. Ihr literarisches Debüt, das Jugendbuch „Vorurteile, oder was?“, das in die Kollektion des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2009 aufgenommen wurde, veröffentlichte die Schriftstellerin im Jahr 2008. Neben Jugendbüchern und Kurzgeschichten entstammen wundervolle Bilderbücher wie „Wenn man jemanden liebt“ (2009) und „Wir entdecken die Türkei“ (2011) oder Kinderbücher wie „Das Liebhabe-Monster“ (2015) der Feder der Österreicherin. Für das Manuskript „Morgen ist woanders“ erhielt sie 2016 den Kinder- und Jugendbuchpreis des Landes Steiermark. Elisabeth Etz lebt in ihrer Heimatstadt Wien.

Alle Bücher von Elisabeth Etz

Nach vorn

Nach vorn

 (2)
Erschienen am 01.08.2018
Wenn man jemanden liebt

Wenn man jemanden liebt

 (1)
Erschienen am 01.01.2009
Wir entdecken die Türkei

Wir entdecken die Türkei

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Erschienen am 31.01.2011
Alles nach Plan

Alles nach Plan

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Erschienen am 01.05.2015
Liebes Christkind, komm zu mir!

Liebes Christkind, komm zu mir!

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Erschienen am 01.09.2009
LESEZUG/1. Klasse: Das Liebhabe-Monster

LESEZUG/1. Klasse: Das Liebhabe-Monster

 (0)
Erschienen am 01.06.2015

Neue Rezensionen zu Elisabeth Etz

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Rezension zu "Nach vorn" von Elisabeth Etz

Es ist für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zu empfehlen
WinfriedStanzickvor 2 Monaten



„Nach vorn“, das neue Buch der schon mehrfach für ihre Jugendbücher ausgezeichneten Schriftstellerin Elisabeth Etz hat es in sich. In diesem Jugendroman erzählt die 17-jährige Helene ihre Geschichte.

Als sie vor 18 Monaten mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurde, da drohte ihre Welt, die gerade erst so richtig Gestalt annahm, schon wieder zusammenzubrechen.
Nun schicken sie ihre Ärzte, die sich lange um sie gekümmert haben, mit dem Hinweis in dieses Leben zurück, sie sei geheilt. Das Wort endgültig nehmen sie nicht in den Mund. Bei Krebs weiß man nie. Dennoch: der Port ist draußen, der die Chemo in ihren Körper leitete. Der Krebs gibt Ruhe. Keine Metastasen. Die lange Zeit im Krankenhaus, die Zeit des Bangens von einer Behandlung zur anderen, von einer Untersuchung zur nächsten, die Zeit des Kämpfen und des Ertragens des Unsäglichen, das alles scheint vorbei.

Und dennoch hat der Krebs bei Helene tiefe Spuren hinterlassen, nicht nur die Narbe seitlich am Oberkörper. Spuren, die kein MRT abbildet, Spuren in der Seele. Denn was sie nach der Rückkehr in ihr normales Leben feststellen muss: man kann nicht einfach weitermachen, wo man vor der schrecklichen Diagnose aufgehört hat.

Helene kann kein normaler Teenager mehr sein. Sie stößt mit ihrem Verhalten auf viel Unverständnis und Ablehnung, verliert alte und gute Freundinnen und Freunde. Sie hat sich verändert. Auch an ihrem Namen will sie das deutlich machen. Statt Lene will sie jetzt Hel genannt werden. Die Assoziationen zum englischen hell für Hölle sind von ihr bewusst gewählt.

Doch an Orten, wo sie nicht damit rechnet, findet sie neue Freunde und lernt auch die Liebe kennen. Überall muss sie neue Wege gehen, sich mit Neuem zurechtfinden. Nicht immer leicht für sie. Doch irgendwann erkennt sie, dass sie beim Blick in die Zukunft, in ihre Zukunft, nicht allein da steht, wie sie die ganze Zeit immer dachte.
Doch ein Gedanke wird sie weiter beschäftigen und auch den von diesem Buch bewegten Leser: was ist eigentlich mit all denen, denen sie in der Klinik- und Therapiezeit begegnet ist? All denen, die es nicht geschafft haben, die früher oder später gestorben sind, obwohl auch sie gekämpft haben? Waren die nicht tapfer genug, oder was?

„Nach vorn“ ist ein Buch, das mit seinem Thema und seiner direkten Sprache unter die Haut geht. Es ist für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zu empfehlen.






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Seelensplitters avatar

Rezension zu "Nach vorn" von Elisabeth Etz

Eine Lebensgeschichte
Seelensplittervor 3 Monaten

Meine Meinung zum Jugendbuch:

Nach vorn


Aufmerksamkeit:

Diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog.



Inhalt in meinen Worten:

Hell ist frisch aus dem Krankenhaus entlassen. Sie muss deswegen, weil sie 1,5 Jahre ihres Lebens verloren hatte, neu anfangen und dabei lernen, wie es ist, ohne Krebs zu leben. Gar nicht so einfach, wenn einerseits alle dich mit Samthandschuhen anfassen, andererseits die Klasse die einst so wie sie existierte, nicht mehr existiert und dann auch noch alles sich verändert und ändert.

Davon berichtete Hell.

Vor allem wie sie selbst wieder in das Leben gefunden hat, und sich ein bisschen selbst wieder gefunden hat.


Wie ich das Gelesene empfand:

Ich muss gestehen, bis zum Ende des Buches wusste ich nicht, wohin es gehen wird, doch das änderte sich leider auch am Ende des Buches nicht. Denn es ist einfach ein Lebensbericht, der klar macht, es ist nicht einfach, nach einer Krebsdiagnose wieder in das Leben zu finden. Es gibt aber zum Glück Hilfe, die vielleicht nicht diese übliche Hilfe ist, aber immerhin steht Hell eigentlich nicht alleine da.

Sie findet neue Freunde, und will einfach all das erleben, was sie als Jugendliche nicht erleben konnte, weil letztlich wird sie 18 Jahre alt, und es fehlen ihr knapp zwei Jahre aufgrund der Geschichte, die sie erleben durfte und musste.

Am Ende des Buches bleibt alles irgendwie noch offen, oder auch nicht, je nachdem von welcher Seite aus man das Ganze betrachten mag.

Ich hoffe irgendwie die Autorin schreibt noch einmal ein Buch über Hell und ihren weiteren Lebensweg.



Sprache:

Dieses Buch ist in der deutschen Sprache gestaltet, jedoch merkt man schnell, das es nicht dieses Deutsch ist, das wir in Deutschland sprechen, sondern was nach Österreich gehört.

Macht nichts, denn das meiste erklärt sich recht einfach von selbst und wenn man etwas nicht weiß, kann man das ja gut nachschlagen.

Hell erzählt ihre Geschichte aus ihrer Sicht. Somit ist das Buch aus der ICH-Form heraus gebildet worden und macht es teilweise leichter sich mit Hell zu verbinden, hin und wieder tat ich mir selbst aber schwer mit ihr mitzugehen und mitzufühlen.



Spannung:

Für mich war es spannend zu erleben wie Hell sich entwickelt, sich selbst findet und dabei auch ehrlich ihre Schwächen wahrnimmt aber auch wie sie selbst mit der Angst umgeht und gleichzeitig eben zurück in ihr Leben und zu sich selbst findet. Das ist also gut dargestellt. Die Spannung leidet für mich nicht wirklich, auch wenn es sich manchmal etwas zog, oder ich manchmal nicht sofort schnallte wohin mich das Buch führen möchte, denn irgendwie starte ich mit Hell, wie sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, und lande mit ihr in den Sommerferien, wo sie anfängt für sich Pläne schmieden zu können, jedoch endet hier das Buch auch und ich erfahre nicht wie es mit Hell weiter geht, dadurch fühle ich mich etwas in der Luft gelassen.



Hell:

Für mich ist diese Figur ein bisschen anstrengend, weil sie einerseits einfach nicht so viel mit sich anzufangen weiß, ich merke einfach ihr fehlen zwei sehr wertvolle Lebensjahre, die sie im Krankenhaus verbringen musste, andererseits tut sie Dinge und lügt ab und zu, was mir nicht gefällt, vor allem als es ums Gläserrücken geht, muss ich gestehen, das ich das absolut ungut empfand.

Andererseits hat sie eine mega Kraft in sich, die sie lernt auszunutzen und zu leben, und dabei auch anderen wieder den Arsch nach oben zu ziehen.

Deswegen würde ich sagen, Hell findet sich selbst und lernt zu den Menschen zu stehen, die sie kennenlernt.

Es gibt noch eine andere Person in diesem Buch, die unnahbar scheint, und letztlich auch ist, und gerade über diese Person muss ich sagen, dass sie mit am besten ausstaffiert wurde und ich mich zu ihr hingezogen fühlte, bis sie den Fehler beging, den sie tat und ich mich jetzt frage, was ist wohl passiert, also auch hier ist mir das Ende zu abrupt und auch irgendwie nicht völlig greifbar wiedergegeben, weswegen ich sehr hoffe das es noch einen zweiten Teil zu dieser Geschichte geben wird.

Am meisten imponiert hat mir aber auch Thomas, der so eine krasse Geschichte erleben musste und dann auch noch irgendwie seinem Vater helfen möchte, aber wie er sich am Ende entscheidet und wie er selbst in sein eigenes Leben findet, das muss er euch schon selbst erzählen.



Empfehlung:

Diese Geschichte handelt vom Suchen und Finden, vom Loslassen und neu Anpacken, vom Leben und irgendwie auch vom Tod, jedoch in einer Form, die lebendig und nah gestaltet ist. Hin und wieder kann ich zwar die Charaktere an die Wand schubsen und ihnen meckernd entgegen treten, andererseits habe ich Mitgefühl und kann mich gut in Hell hineinversetzen, dann wiederum nicht, weil sie so ganz anders handelt, als man vielleicht auf dem ersten Blick erwarten möchte.

Ihr solltet Hell eine Chance geben, vor allem wenn ihr „das Schicksal ist ein mieser Verräter“ mochtet, aber den Tod doof gefunden habt, es könnte sein, das euch eben genau Nach Vorn besesr gefallen wird.



Bewertung:

Ich finde das Buch gut, auch und gerade das es Schwächen hat, ich nicht immer mit den Protagonisten zurecht komme und mich frage, was das jetzt sollte, so ist es authentisch und gerade deswegen sehr glaubwürdig. Was einfach nach fünf Sternen schreit.

Dieses Buch macht auf jeden Fall Lebenshungrig und zeigt auf, wohin es gehen kann, wenn man sich für sich entscheidet, durch und durch!

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Elisabeth Etz wurde am 09. April 1979 in Wien (Österreich) geboren.

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