Elisabeth Florin Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

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Inhaltsangabe zu „Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ von Elisabeth Florin

Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ...

Mörderjagd von Meran aufs Kreuzfahrtschiff. Das klingt schrägt, passt aber bestens zusammen. Klug gemacht, und packend.

— casseler
casseler

Wunderbarer Krimi und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Psychologisch top gemacht mit zwei knuffigen Ermittlern. Ich warte auf Band 3.

— ElaSchluenser
ElaSchluenser

Leider so gar nicht meins

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Commissario Pavarottis zweiter Fall, spannend und fesselnd

— janaka
janaka

Spannender Krimi aus Südtirol mit viel Lokalkolorit.

— Smberge
Smberge

Sehr verworrener und komplexer - aber super spannender - Südtirol-Krimi, der absolut nicht vorhersehbar ist! Leseempfehlung!

— Wildpony
Wildpony

Komplex, spannend, ein wenig verschlungen.. spannender Krimi mit Tiefe.

— Buchraettin
Buchraettin

Ein weiterer packender Fall für Commissario Pavarotti

— esposa1969
esposa1969

Interessanter Ermittler, verzwickte Storie, vielschichtige Charakterre!

— mabuerele
mabuerele

Ein großartiger Krimi mit viel Hintergrundwissen über Südtirol ...

— Die-wein
Die-wein

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  • Leserunde zu "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" von Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    ElisabethFlorin

    ElisabethFlorin

    Hallo Ihr Lieben, Pavarotti ist zurück! Druckfrisch liegt "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" nun im Buchhandel. Ich möchte jetzt eine Leserunde zu dem Buch, das im Emons-Verlag erschienen ist, starten, um Eure Meinung zum Roman aus erster Hand zu erfahren. Das Buch ist ein klassischer Krimi mit einer guten Portion psychologischem Hintergrund. Er spielt in einem psychiatrischen Sanatorium in Südtirol, aber auch im Frankfurt der 1980er Jahre und auf einem Kreuzfahrtschiff. Wie das zusammen passt? Findet es raus! Trotz der beklemmenden Szenerie im Sanatorium sollen natürlich Humor und Sprachwitz, die Kritiker bereits dem Vorgängerbuch, "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" bescheinigen, nicht zu kurz kommen. Und die Frage ist natürlich, wen der Commissario im Schlaf küsst? Auf dem Klappentext des Buchs könnt Ihr lesen: "Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ..." Wer daran interessiert ist, das Buch gemeinsam zu lesen - ich würde mich gerne aktiv einbringen - sollte sich um eines der 15 Exemplare bewerben. Vielleicht verbindet Ihr das mit einem kurzen Hinweis, was Euch an Krimis mit psychologischem Hintergrund reizt. Bewerbungsfrist ist bis 20. Oktober Die Bücher (Print!) solltet Ihr bis Ende Oktober erhalten haben Am 4. November fangen wir dann  an zu lesen - jeder in seinem Tempo  Die Einteilung der Leserunde hier in einzelne Abschnitte nehme ich in den kommenden Tagen vor. Ach ja, noch ein paar Worte zu mir.  Als Finanzjournalistin habe ich in Frankfurt am Main (wo sonst) begonnen und dort später als Kommunikationsmanagerin für große Banken und Asset Manager gearbeitet. Zuletzt war ich Mitglied der Geschäftsleitung einer Ratingagentur. Als Ausgleich zum Job habe ich begonnen Krimis zu schreiben. Der Debütroman "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" (erschienen im Emons-Verlag) landete völlig überraschend in Südtirol an der Spitze der Bestsellerliste. Offenbar mögen die Leser den fülligen Commissario und die deutsche "Bankenzicke" Lissie von Spiegel. Wer mehr erfahren möchte, schaut hier. So, jetzt freue ich mich aber auf Eure Resonanz und zahlreiche Bewerbungen. Herzliche Grüße Elisabeth Florin  

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  • Ein Krimi, in dem eine überraschende Wendung die nächste jagt

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    casseler

    casseler

    20. October 2015 um 19:23

    Ich war etwas skeptisch, als ich die zahlreichen Handlungsorte in anderen Rezis gelesen habe: Südtirol, das mir durchaus bekannte Frankfurt und dann noch ein Schiff. Das klang doch sehr nach einer etwas eigenwilligen Geschichte. Ist es auch, aber im positiven Sinn. Und jeder Ort trägt seinen Teil zur Geschichte bei, die in diesem Dreiklang sehr gut funktioniert. Meran und die unbekannte Leiche dort in der psychiatrischen Klinik bilden den Ausgangspunkt der Handlung. Doch es zeigt sich, dass ein Teil der Geschichte in Frankfurt angesiedelt ist. Warum? Weil viele Südtiroler im 3. Reich offenbar nach Deutschland und Österreich ausgewandert sind und später Probleme hatten, in ihre Heimat zurück zu kehren und dort akzeptiert zu werden. So auch in diesem Fall. Die Entwurzelten trugen reichlich seelische Deformierungen davon, bis in die nächste Generation. Und wer nicht weiß, wohin er gehen soll, der flüchtet oft auf See - eine neue Heimat. So auch hier und da kommt das Schiff ins Spiel. Wie sich das Puzzle dann zu einem Bild zusammen setzt, das soll nicht verraten werden. Zweimal war ich mir sehr sicher, die Lösung zu kennen und am Ende war dann doch alles anders. Durch die Handlung führt Commissario Luciano Pavarotti als ermittelnder Beamter der Meraner Polizei. Kein Kommissar, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Unsicher, manchmal ruppig und verletzend zu seinen Untergebenen außerdem im ständigen Clinch mit seiner Schwester, der örtliche Gerichtsmedizinerin. Aber allmählich bin ich warm geworden mit Pavarotti, denn er war so erfreulich mit menschlichen Schwächen ausgestattet. Eine Schwäche hat er offenkundig auch für Lissie, eine deutsche Ex-Bankerin (hier wieder ein Bezug zu Frankfurt), aber eingestehen mag der Commissario das nicht. Deshalb giftet man sich an, zickt und spielt verbales Ping-Pong und unterhält mich als Leser dabei ausgesprochen gut. Weil ich gute Unterhaltung in Kombination mit einer Geschichte, die mich überrascht hat und an deren Gestaltung ich auch das handwerkliche Geschick (s.o. Verknüpfung der Schauplätze) bewundert habe, als die Aufgabe eines gelungenen Krimis ansehe, gibt es von mir die volle Punktzahl. Das Nachwort ist zusätzlich informativ. Einziger Kritikpunkt ist die manchmal etwas flapsige Sprache. Das muss für meinen Geschmack nicht ganz so verbal hemdsärmelig daher kommen.

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  • Wer ist der Tote wirklich?

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    12. June 2015 um 23:58

    In Meran ist es heiß. Aber es hilft ja alles nichts, Commissario Luciano Pavarotti (nicht mit dem Tenor verwandt, aber ebenso beleibt) muss sich auf den Weg in eine Privatklinik für psychisch Kranke machen, wo eine Leiche gefunden wurde. Der Tote sitzt im Rollstuhl und wurde erstochen. Bei dem Ermordeten handelt es sich um Michael Cabruni, einem ehemaligen Schiffsingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff. Zumindest sieht es zunächst so aus. Aber dann kommt heraus, dass Cabruni gar nicht der wahre Name des Toten war. Und auch in der Klinik scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Ein komplizierter Fall also, und damit ein wunderbarer Vorwand für Pavarotti, Lissie von Spiegel um Hilfe zu bitten – und wiederzusehen. Die lässt auch prompt in Frankfurt alles stehen und liegen, schnappt sich ihren Hund Spock und fährt nach Meran. Die Beziehung zwischen ihr und Pavarotti ist jedoch nach wie vor ebenso kompliziert wie der Fall, den sie gemeinsam lösen. Mir hatte schon der erste Band, „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“, sehr gut gefallen, aber dieses Buch ist noch besser. Pavarotti ist ein sperriger Charakter, der sich nicht immer freundlich benimmt. Besonders beziehungsfähig ist er auch nicht, deshalb tritt er bei Lissie auch von einem Fettnäpfchen ins nächste. Lissie dagegen ist unkompliziert und kontaktfreudig. Man traut ihr zu, es irgendwann zu schaffen, dass die beiden richtig zusammenkommen. (Und wer in dieser Beziehung die Hosen anhaben würde, ist klar.) Wie schon im ersten Band geht es auch hier wieder um die – schwierige – gemeinsame Geschichte von Deutschland und Italien. Und das Meraner Lokalkolorit kommt auch nicht zu kurz. (Das klingt alles so verlockend, dass ich im Sommer auf dem Weg zum Gardasee dort Halt machen werde.) Außerdem erfährt man Wissenwertes über psychiatrische Kliniken und die Eigenheiten der italienischen Psychiatrie, die davon abgegangen ist, die Kranken gegen ihren Willen in Kliniken fest zu halten. Mich hat begeistert, wie viele überraschende Wendungen und falsche Spuren diese Geschichte hat, die mich mehr und mehr gefesselt hat. Die Auflösung des Falls war für mich völlig überraschend, das passiert mir selten. Das Buch hat noch ein zweites Ende, ein verstörendes, das die Wartezeit zum nächsten Band furchtbar lang werden lässt. 

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  • Überraschende Wendung!

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Jeanne_Darc

    Jeanne_Darc

    27. May 2015 um 19:08

    Nichts ist so wie es auf den ersten Blick scheint! Cover: Das Cover empfinde ich persönlich nicht als Hingucker - es strahlt zwar ein gewisses Flair aus aber dennoch bleibt es eher unscheinbar! Schreibstil: Das Buch an sich ist sehr gut umgesetzt - man hat keinerlei Probleme der Story zu folgen das liegt zum einen an dem sehr angenehmen Schreibstil von Frau Florin und andererseits durch die Lebhaftigkeit mit der die Ereignisse geschildert werden! Meinung: Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle aus wirklich jedem Krimiliebhaber. Spannung ja aber blutige Auseinandersetzungen à la Beckett oder Carter Fehlanzeige! Aber Krimi ist eben nicht gleich Thriller, dass sollte man auf jeden Fall im Gedächtnis behalten. Der Krimi hat einen wunderbaren regionalen "Tatsch" der auch immer wieder durch diverse Dialekte unterstützt wird - keine Sorge sie sind wirklich gut zu verstehen und unterstützen die Atmosphäre nur! Interessant ist auch, dass immer wieder Protokolle die einzelnen Kapitel unterbrechen und so langsam die Hintergründe der Handlung durchleuchten. Ein solider Roman zwar fehlt mir der richtige "Aha" Moment aber dennoch war es ein paar schöne Stunden Lesevergnügen! Fazit: Ein guter Krimi mit sehr schönen regionalen Einflüssen der jeweiligen Handlungsebenen. Ein sehr schön ausgearbeiteter Plot, durch den sich sehr gut der sozusagen "rote Faden" herauskristallisiert! 4 Sterne von 5

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  • Tipp!

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    unclethom

    unclethom

    10. May 2015 um 14:23

    Der Klappentext: Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . . Quelle: http://www.emons-verlag.de/programm/commissario-pavarotti-kuesst-im-schlaf Die Autorin: Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI). Meran hat sie seither nicht mehr losgelassen. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus. Quelle: http://www.emons-verlag.de/autoren/elisabeth-florin Die Rezension: Das Buch wurde mir vom Gemahl der Autorin angeboten und weil ich von dem Buch gehört hatte und ich neugierig war nahm ich das Angebot gerne an. Dafür nochmals ganz lieben Dank. Und ich muss sagen, dass ich froh bin das angenommen zu haben. Das Buch hat mich von Anfang an geflasht und ich habe es in nur einem Tag gelesen, was mir eigentlich eher selten passiert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gefällt mir sehr gut. So dass es wirklich nicht schwer fällt durch die Seiten zu fliegen. Es war für mich aber auch eine Reise in meine eigne Vergangenheit zum einen weil ich früher einige Urlaube in Südtirol, natürlich jeweils verbunden mit dem obligatorischen Besuch in Meran verbunden verbracht habe. So war es dann ob der tollen und plastischen Schreibweise der Autorin wie in nach Hause kommen nach Meran. Viele der Schauplätze waren mir von meinen Urlauben wohlbekannt und andere waren so interessant beschrieben, dass es in den Fingern juckt diese zu bereisen. Aber auch die Rückschau auf die Entführung des Schiffes erinnerte mich an die Nachrichten aus den Achtziger Jahren. Die Figuren wirken durchweg authentisch und man nahm den Figuren in den Dialogen jedes Wort ab. Die Spannung zu Beginn noch recht niedrig, stieg nahezu mit jeder einzelnen Seite an, um dann sich in einem furiosen Finale zu entladen. Ab etwa Seite Dreißig war es dann um mich geschehen und ich konnte das Buch nicht wieder aus den Händen legen, bei jeder meiner Verrichtungen im Haushalt hielt ich das Buch in den Händen und las dabei. Letztendlich kann ich froh sein, dass mir mein Mittagessen nicht versalzen oder angebrannt war. Das Buch ist beste Krimiunterhaltung und so empfehle ich es natürlich auch gerne weiter. Für mich ist Elisabeth Florin eine meiner Entdeckungen für dieses Jahr und ich denke, dass ich ganz sicher auch noch den ersten Band dieser Reihe um Commissario Pavarotti lesen werde. Hochverdiente 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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  • Ein sehr komplexer Kriminalfall, der vor allem durch immer wieder neue Spuren besticht.

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    aly53

    aly53

    23. April 2015 um 08:36

    Die Kurzbeschreibung dieses Buches klang schon sehr vielversprechend  und ich war sehr gespannt was mich da wohl erwarten würde. Als erstes erhalten wir ein Rückblick von einer Person, die in der Vergangenheit spielt und die klang wirklich sehr abgründig . Es machte definitiv so richtig Lust auf das Buch. Dann kehren wir ins hier und jetzt zurück. Ein Toter wird in einem Sanatorium gefunden. Comissario Pavarotti kommt dazu und beginnt zu ermitteln. Unterstützung holt er sich von Frau von Spiegel, kurz genannt Lissie. Die beiden kennen sich bereits seit dem letzten Fall. Immer mehr Spuren entdecken die beiden und die führen sie an immer andere Orte. Zunächst jedoch entdecken sie, das der Tote nicht der ist, der er vorzugeben schien? Doch wer ist er und was hatte er zu verbergen? Aber sie führen sie auch an eine längst vergangene Zeit. An eine Zeit , die für Pavarotti längst vergessen schien. An eine gemeinsame Zeit. Aber auch das Sanatorium hat scheinbar einiges zu verbergen. Weshalb ist die Selbstmordrate dort so groß? Läuft da was im Verborgenen? Aber auch im privaten Umfeld von Pavarotti und Lissie ereignet sich einiges. Auch dieser Aspekt ist sehr spannend und tiefgründig gestaltet. Sehr gut hat mir gefallen, dass wir Rückblicke auf die gemeinsame Zeit von Pavarotti und Lissie erhalten. Die Autorin schafft es geschickt uns vollends im Dunkeln zu lassen und uns immer mehr zu verwirren. Wir bekommen immer mehr Häppchen zugeworfen, ohne überhaupt etwas zu ahnen. Glauben wir uns auf der richtigen Spur, werden wir gleich wieder abgelenkt und woanders hingeschickt. Je mehr wir dem Schlussakt entgegensteuern umso spannender wird es. Man kommt quasi überhaupt nicht zum Luft holen. Die Auflösung hat mir sehr gut gefallen, damit hätte ich nicht gerechnet. Auch der Showdown gestaltete sich als sehr explosiv und komplex. Pavarotti hat mir vom ersten Moment an gefallen, er war mir sofort sehr sympathisch und der ein oder ander Kommentar von ihm, hat mich ziemlich zum schmunzeln gebracht. Das hat das ganze Buch nochmal etwas aufgelockert und ihm ein wenig die Schärfe genommen. Er ist ein Mensch mit Ecken und Kanten und das macht ihn authentisch.  Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und das merkt man auch. Aber auch Lissie ist eine sehr interessante und vielschichtige Persönlichkeit. Es gibt Seiten von ihr , die ich gern noch ergründen würde. Sie hat allerdings auch eine Schwäche, die sie desöfteren mal in Gefahr bringt. Ich denke , bei ihr gibt es noch einige Geheimnisse zu erforschen. Gut gefallen hat mir die Beschreibung von Spock, da musste ich auch hin und wieder schmunzeln. Die Umgebung wurde auch sehr gut beschrieben, man konnte sich alles recht bildlich vorstellen. Denn die Geschichte spielt sowohl in Italien, als auch in Deutschland. Der geschichtliche Teil dieses Buches wurde sehr gut rübergebracht , sehr gut hat mir das Nachwort darüber gefallen. Darin wurde vieles nochmal näher erklärt. Der zentrale Teil dieses Buches wurde sehr authentisch dargestellt und es zeigt uns auf, was wir sonst nicht sehen und wovor wir meist die Augen verschließen. Überwiegend erfahren wir hier alles aus Pavarottis und Lissies Sicht, das verleiht ihnen eine merkliche Tiefe. Wir lernen ihre Gedanken und Gefühle kennen. Aber dennoch wird nicht alles offenbart, so das noch Platz für weitere Fälle ist. Die Charaktere wurden sehr authentisch dargestellt. Dieses Buch ist auch auf der emotionalen Ebene sehr gut ausgereift. Ich konnte förmlich den Schmerz und auch die Empfindungen der Personen spüren. Aber es hat mich auch berührt. Bei jeder Zeile habe ich mitgelitten und mitgefiebert. Je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens ist, erfahren wir auch noch andere Perspektiven. So können wir auch einen Blick in ihre Seelen werfen. Was den Charakteren ein Gesicht verschafft und es nicht nur zu Randfiguren macht. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Die Gestaltung hat mir gut gefallen. Zwischendruch lesen wir auch ein Gesprächsprotokoll , die der Kriminalpsychologe Dr. Sigmund Frahm mit einer Person führt. Das hat die Spannung noch mehr aufgeheizt, denn es war bis zum Schluss nicht klar, um welche Person es sich dabei handelt. Es ließ sich sehr locker und fließend lesen. Die Autorin hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der den Leser von Anfang an, in einen Sog führt, aus dem es kein entkomen geht. Den Titel find ich sehr gelungen. Er ist ungewöhnlich, aber trifft des Nagel auf den Kopf. Fazit: Ein sehr komplexer Kriminalfall, der vor allem durch immer wieder neue Spuren besticht. Das zentrale Thema , dass hier aufgegriffen wurde, ist sehr wichtig und wurde sehr gut dargestellt. Die beiden Hauptpersonen Pavarotti und Lissie ziehen den Leser sofort in ihren Bann. Mein Herz konnten sie im Sturm erobern. Ein Kriminalfall der so seinen ganz eigenen Charme hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen, weil es mich vollkommen überzeugen konnte.

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  • Von allem zuviel

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Starbucks

    Starbucks

    Vielleicht hat sich Elisabeth Florin einfach zuviel vorgenommen, als sie „Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ schrieb. Der Kriminalroman ist der zweite in einer Reihe um den Kommissar Pavarotti und seine sehr ungleiche Freundin und „freie“ Mitarbeiterin Lissie. Dabei muss man den ersten Teil der Reihe durchaus nicht kennen, um die Handlung zu verstehen. Zum Inhalt: In einer psychiatrischen Anstalt wird ein Mann mit einem gewöhnlichen Küchenmesser erstochen. Zuerst ist unklar, ob dies nur die Tat eines der kranken – irren oder nur weg gesperrten – Mitpatienten in der Klinik war oder doch eine komplexere Tat. Commissario Pavarotti, der mit dem Fall betraut ist, lockt seine Freundin Lissie mit unlauteren Methoden nach Meran, und die gemeinsame Aufklärung des Falles kann beginnen….Die Ermittlungen, in deren Rahmen der Ermordete nicht der einzige Tote bleibt, führen auf ein Kreuzfahrtschiff, in die Sprechstunde des mysteriösen Sigmund Frahm, natürlich immer wieder in die psyhiatrische Klinik und ganz weit in die Vergangenheit… Meine Meinung: Die Handlung entwickelt sich rund um das ungleiche Ermittlerpaar einer attraktiven jüngeren Frau, Lissie, die schon etwas Zuneigung zum Commissario verspürt, und den meines Erachtens überhaupt nicht liebenswerten Commissario Pavarotti, der eigentlich nur schlechte Charakterzüge trägt. Falls diese nur wie kleine Marotten scheinen sollen, die ihn liebenswerter oder auch nur menschlicher machen, so ist dies bei mir nicht angekommen, denn ich denke, für einen erwachsenen Mann seines Alters müsste er sich oft anders, im Beruf auch professioneller, verhalten. Man muss z.B. auch mal mit einem Mitarbeiter auskommen, den man nicht mag. Außerdem lockt er Lissie nach Meran, besorgt ihr zwar eine Unterkunft, sagt ihr aber auch, sie könne froh sein, dort kostenlos wohnen zu können. Nun ja, wenn ich mir Hilfe hole, sollte ich diese vielleicht eher wie einen Gast behandeln, zumal der Commissario ja auch etwas für die Freundin empfindet. Der Commissario kümmert sich eigentlich auch noch um Justus, einen 14jährigen, der wohl in einer richtigen Familie besser aufgehoben wäre, ein Vorbild ist Pavarotti hier aber auch nicht. Der Junge macht so ziemlich genau das, was er möchte, obwohl deutlich wird, dass er mehr Halt gebrauchen könnte. Oft weiß der Commissario auch gar nicht genau, wo der Junge sich so herumtreibt. In Lissie findet Justus dann eher, was er sucht, noch mehr aber in Spock, dem Hund, den Lissie mitgebracht hat. Die Kriminalhandlung wird vor allem verschleiert dadurch, dass eine Schlüsselfigur, über deren Vergangenheit berichtet wird, nicht beim richtigen Namen genannt wird. Hier darf der Leser miträtseln, wer dieser „Dorian“ wirklich ist. Auch die Protokolle der Sitzungen bei Dr. Frahm, die eine erst unbekannte Person dort hat, sind erst nichtssagend und verwirrend. Da sie hinten noch einmal aufgelistet sind, ist dem Leser gleich klar, dass es sich um Schlüsselszenen handeln muss. Die Anzahl der Personen ist meines Erachtens sehr groß und teils verwirrend. Warum dann die letzte Leiche, ein mir bis relativ am Schluss Unbekannter (vielleicht habe ich auch etwas überlesen), noch gefunden werden musste, ist mir unklar. Außerdem gibt es Szenen, die ich erst als wichtig eingestuft hatte, wo ich es dann aber fraglich fand, warum diese sein mussten. (Beispiel: Lissie weint wegen ihrer früheren Freundin Angie. Diese hat aber nichts mit dem Fall zu tun. Ich meinte aber erst, es gäbe Verbindungen). Weiterhin versucht das Buch, einige historische Ereignisse einzuflechten, von den Optanten über den Terrorismus der PLF, die Demokratisierung der Psychatrie und die Katakombenschulen, wo man heimlich die deutsche Sprache erlernen konnte, als dies eigentlich verboten war. Wenn ich auch hier einiges erfahren und gelernt hatte, was ich auch durchaus interessant fand, so hat mir doch ein Zusammenhang oft gefehlt. Zuviele verschiedene Themen wurden hier eingeflochten. Als Fazit kann ich sagen, dass sich „Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ sehr gut lesen lässt, wenn auch vieles für mich verwirrend, anderes unwichtig war. Ich denke, die Autorin verliert sich in verschiedenen Fakten und Handlungssträngen, weil sie einfach zuviel in einen Roman packen wollte. Es gibt noch viele weitere Nebenhandlungen, die ich gar nicht angesprochen habe. So kann ich die Sternvergabe der anderen Rezensenten hier leider nicht teilen und vergebe 3 Sterne mit Tendenz zu 3,5. Ein Tipp noch für alle Leser dieses Kriminalromans: Unbedingt dranbleiben und dieses Buch nicht länger aus der Hand legen, um den Faden nicht zu verlieren!

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    • 5
  • Ein Commissario, der gewöhnungsbedürftig ist und eine großartiger Kriminalfall!

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Wildpony

    Wildpony

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf - Elisabeth Florin Kurzbeschreibung Amazon: Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt - bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ... Mein Leseeindruck: Mit dem zweiten Commissario Pavarotti - Krimi hat die Autorin Frau Florin wieder einen verworrenes und komplexen Kriminalfall geschaffen. Also Leser ist man sofort gefesselt, die eigene Kombinationsgabe scheitert aber an der Vielzahl der Möglichkeiten und teils am fehlenden frühen Rückblick. Man erfährt als interessierter Leser erst nach und nach die Geschichten aus der Vergangenheit und tippt daher erst mal auf die Klinik, in welcher der erste Mord geschieht. Die Ermittlungen beschränken sich nicht nur auf das schöne Südtirol, sondern mit Hilfe der, auf sehr unkonventionell herbeigerufene Art und Weise, deutschen Kollegin Lissie sogar auf ein Kreuzfahrtschiff. Man ist bis zum Ende gefesselt von der Story und der Auflösung und ich habe als Leser Commissario Pavarotti auf seine Art und Weise doch ins Herz geschlossen. Auch wenn seine Art schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Genauso seine Gefühle gegenüber der Kollegin Lissie. Fazit: Ein super spannender Krimi aus dem Emons-Verlag, welcher dem Leser viel Unterhaltung und Spannung bietet. Und der bis zum Ende nicht wirklich die Zusammenhänge vom Mord (an verschiedenen Personen) erkennen lässt. Aber genau das erhält die Spannung. Ein befriedigendes Ende gibt Raum und Möglichkeiten auf einen neuen Pavarotti Krimi. Und wer nicht so lange warten möchte dem empfehle ich den ersten Fall: Commissario Pavarotti trifft keinen Ton. Hinweis: Beide Krimis kann man absolut unabhängig von einander lesen. 5 Sterne für Commissario Pavarotti 2 ♥

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    • 2
  • 2. Band der Commissario-Pavarotti-Reihe

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Kerry

    Kerry

    22. February 2015 um 22:00

    Etwa drei Monate sind vergangen, seit Commissario Luciano Pavarotti und die Deutsche Lissie von Spiegel einander kennenlernten und eine Mordserie aufklären konnten. Seitdem hat sich viel getan. Lissie ging zurück nach Frankfurt, um zu versuchen, aus dem Scherbenhaufen, der in Deutschland nun ihr Leben darstellte, wieder etwas Sinnvolles zu machen und vor allem, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Luciano ist weiterhin Commissario in Meran und hat mittlerweile den jungen Justus aufgenommen, doch das Leben mit einem Teenager hat auch so seine Tücken, wie der Commissario ein ums andere Mal feststellen muss. Sorge macht ihm jedoch auch, dass er seit Lissies Rückkehr nach Deutschland nicht mehr von ihr gehört hat. Ist sie überhaupt in Frankfurt angekommen oder ist ihr etwas zugestoßen? Obwohl Meran eigentlich ein recht beschaulicher Ort ist, der hauptsächlich von den Touristen lebt, kehrt für Pavarotti dort einfach keine Ruhe in seinem Leben ein, denn schon wieder hat es einen Mord gegeben. In einer Privatklinik für psychische Störungen wurde der Patient Michael Cabruni in der Nacht im Garten erstochen. Der Leiter der Klinik, Anselm Matern, kann sich diesen Mord überhaupt nicht erklären, denn keiner seiner Patienten ist wegen Gewalttätigkeiten in Behandlung und überhaupt ist Michael Cabruni erst kürzlich in die Klinik gekommen. Bei ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass Michael Cabruni keinerlei Familie und Freunde/Bekannte vor Ort hatte - wer hatte also ein Motiv, ihn umzubringen? Da sich kurz darauf jedoch herausstellt, dass Michael Cabruni nicht Michael Cabruni war, ist wieder alles offen. Wer war der Tote? Pavarotti kann sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, doch sein Bauchgefühl sagt ihm, dass irgendwas Merkwürdiges in der Klinik vorgeht, nur was? Oder ist es eher seine Befangenheit gegen über psychisch Kranken, die ihm dieses Bauchgefühl verschafft? Pavarotti findet heraus, dass der Tote als Michael Cabruni als Chefingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat, bevor es auf diesem zu einer Katastrophe kam. Er weiß, wenn er herausbekommen will, wer Michael Cabruni wirklich war, muss er dort ansetzen, doch das ihm das selbst nicht möglich ist, ist ihm schnell klar. Doch er kennt genau die Person, die dieser Aufgabe gewachsen ist: Lissie von Spiegel. Mit einem Trick lockt er sie nach Meran zurück und tatsächlich erklärt sie sich bereit, ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Doch Lissie ist nicht nur der Ermittlungen wegen nach Meran zurückgekehrt. Neben dem Mordmotiv will sie auch endlich klären, was sie und Luciano für einander sind. Sind sie Bekannte, Freunde, Liebende am Beginn einer  Beziehung? Fest steht nur, sie mögen und respektieren einander, doch ist das alles? Noch ehe Lissie bzw. Luciano eine Antwort auf diese Fragen bekommen, überschlagen sich die Ereignisse ... Der 2. Band der Commissario-Pavarotti-Reihe! Der Plot wurde wieder detailliert und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass lange Zeit nicht wirklich klar ist, wer das Mordopfer jetzt wirklich ist und ohne dessen wahre Identität ist es natürlich fast unmöglich, ein Mordmotiv zu ermitteln. Die Figuren wurden sehr authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei ich hier mein Herz definitiv an den Commissario verloren habe, der auf mich manches Mal, trotz seines scharfen Verstandes, wie ein unsicherer Mann wirkte, gerade was das Zwischenmenschliche betrifft. Ich finde es einfach erfrischend, dass Pavarotti, der ja nun schon äußerlich nicht unbedingt einem Idealbild entspricht, diese wunderbare Unvollkommenheit auch in seinem Inneren aufweist. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und bildhaft zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sogar besser gefallen hat als der erste Band und mir wundervolle Lesestunden bereitet hat. Dank dem bösen (und genialen) Cliffhanger am Ende, bin ich nun mehr als gespannt, wie es mit dem Commissario weiter geht und ich hoffe, der Nachfolgeband erscheint bald.

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  • Ich vergebe: 😢😢

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    12. February 2015 um 05:27

    Ich muss gestehen, dass mir diese Rezension nicht einfach gefallen ist, und ich auch viel Zeit benötigte, um meine Gedanken zu Papier zu bringen bzw. in Worten zu fassen. Als großer Krimifan hatte ich mich auf das vorliegende Buch sehr gefreut. Der Klappentext klang interessant und auch das Cover hatten mich neugierig gemacht. Dann kam der Inhalt. Und hier trennte sich spürbar die Spreu vom Weizen. Ich musste einen Kommissar erleben, der nicht nur einen ganz eigene Charme (das war ironisch gemeint) sondern in meinen Augen auch noch unprofessionell agiert. Ganz ehrlich, ich möchte solche Menschen nicht in meinem Umfeld, geschweige denn, ein Buch darüber lesen. Solche Charakteren finde ich einfach nur unsympathisch. Große Schwierigkeiten hatte ich auch zu Beginn der Handlung, da viel zu viele Personen auf der Bildfläche erschienen sind. Dazu kamen dann noch reihenweise unnötige Nebenhandlungen, die gänzlich vom Fall abgelenkt und einfach nur die Seitenzahl des Buches vergrößert haben. Begriffe wurden angerissen, aber nicht erklärt. (z.B. Katakombenschulen, PLF etc.) Hier hat man sich wohl au die Eigenrecherche des Lesers verlassen. Aber muss ich das als Leser eines Krimis wirklich tun? Muss ich selbst die Geschichte recherchieren? Gehört dieses nicht zu den Aufgaben des Autors? Ich war und bin von dem Buch unglaublich enttäuscht und kann nur sagen: Liebe Frau Florin, manchmal ist weniger ein bisschen mehr.

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  • Commissario Pavarottis zweiter Fall

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    janaka

    janaka

    04. December 2014 um 17:44

    Commissario Pavarotti wird zu einem Mordfall gerufen. Ein Patient einer privaten psychiatrischen Einrichtung wird in einem Rollstuhl erstochen aufgefunden. Warum sitzt der Tote im Rollstuhl, obwohl er keinen braucht? In seinem Schoß liegt ein Feldstecher, was oder wen hat er damit beobachtet? Der Tote ist der ehemalige Chefingenieur eines Kreuzfahrtsschiff Michael Cabruni, der durch einen Fehler den beinahen Untergang des Schiffes verursacht hätte. Da er seelisch am Ende war, hat er sich freiwillig in die Klinik einweisen lassen. Commissario Pavarotti ermittelt mit Hilfe der Deutschen Lissie von Spiegel, die ihm auch schon bei seinem ersten Fall geholfen hat. In einen zweiten Erzählstrang erfahren wir als Leser etwas über die Psychologie des Täters in Form von Gesprächsprotokollen. Dies steigert die Spannung der Geschichte nochmals. Der Prolog ist ziemlich geheimnisvoll, spannend und spielt in der Vergangenheit... Sofort bin ich von der Geschichte gefangen. "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" von Elisabeth Florin ist bereits der zweite Fall des charismatischen Ermittler Commissario Luciano Pavarotti. Obwohl ich den ersten Fall nicht kenne, hatte ich keine Probleme in diesen Krimi einzutauchen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, die Mischung aus kurzen knappen Sätzen und langen erklärenden ist einfach wunderbar. Ihre anschaulichen Beschreibungen lassen mein Kopfkino starten und es entstehen wunderbare Bilder. Commissario Pavarotti ist mir von Anfang an sympathisch, ich mag Kommissare, die Ecken und Kanten haben. Seine schnodderigen Art kommt bestimmt nicht bei jedem gut an und auch dass er seine Mitarbeiter bevormundet, aber das macht er nur, weil er mit Nähe und Gefühlen nicht umgehen kann. Lissie dagegen ist ganz anders, ihre unkompliziert Art lässt auch einen Pavarotti weich werden. Auch die anderen Figuren sind mit viel Liebe entwickelt worden, wie z.B. der pubertierende Justus, Pavarottis griesgrämige und trinkende Schwester Editha, der Dobermann Spock... Zum Ende verbindet die Autorin gekonnt, plausibel und überraschend die einzelnen Handlungsstränge. Die Autorin hat ein tolles Ermittler-Duo erschaffen und ich hoffe, noch weitere Fälle von ihnen lesen zu können. Dies ist ein rundum gelungener Krimi und bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • Spannender Krimi aus Südtirol

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Smberge

    Smberge

    27. November 2014 um 11:45

    Meran: In einer psychiatrischen Klinik wir ein Mann ermordet aufgefunden, der ehemalige Chefingenieur eines Kreuzfahrtschiffes. Kommissario Pavarotti nimmt die Ermittlungen auf und steigt zusammen mit seiner deutschen  Bekannten Lissie tief in ein Verwirrspiel um Identitäten ein. Bald wird deutlich, dass die die Lösung des Falls in der spannungsreichen deutsch-italienischen Geschichte in Südtirol liegt.  Dieser spannende Krimi nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Südtirol. Commissario Pavarotti, ein sympathischer, etwas eigenartiger Kommissar der italienischen Polizei, wir in seiner Vielschichtigkeit sehr gut beschrieben. Schnell rätseln wir mit Pavarotti über die Hintergründe des Mordes.  Parallel werden in die Handlung Gesprächsprotokolle eines Psychologen mit einem Patienten eingeflochten, die einen 2. Handlungsstrang eröffnen. Schnell wird deutlich, dass es sich hier um Gespräche mit dem Täter handelt. Der Leser erfährt so zusätzliche Informationen, die dem ermittelnden Kommissar nicht bekannt sind. So entsteht eine sehr interessante Stimmung aus den Ermittlungen und den Hintergrundinformationen aus den Gesprächen.  Besonders interessant sind auch die geschichtlichen Hintergründe der doch von Spannungen gezeichneten Vergangenheit der deutsch-italienischen Geschichte in Südtirol. Der interessiert Leser wird hier einige neue Hintergründe zu diesem Thema erfahren.  Die Handlung ist sehr komplex, bleibt aber bis zum Ende logisch und nachvollziehbar. Die Spannung hält sich auf einem hohen Level und zeigt keine Längen. Dieses Buch ist ideal für Freunde guter Krimis mit viel Lokalkolorit und einer guten Priese geschichtlichem Hintergrund. 

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  • Ein schwieriger Fall für Pavarotti und Lissie ...

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    Die-wein

    Die-wein

    Commissario Luciano Pavarotti wird zum Fundort einer Leiche im Garten einer psychiatrischen Klinik gerufen. Der Tote war Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs und bei seiner letzten Fahrt musste etwas Schwerwiegendes passiert sein. Er hatte sich selber in die Klinik begeben und offenbar hatte sich sein Gesundheitszustand innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert. Pavarotti und Sergente Emmenegger stehen jedoch vor einem Rätsel, denn der Tote hatte weder Freunde noch Familienangehörige und die Befragung der anderen Patienten in der Klinik ist nahezu unmöglich. Da Pavarotti auch private Probleme mit seinem Pflegekind Justus hat, lässt er schließlich seine Bekannte, Lissie von Spiegel, aus Deutschland beordern, die ihm bereits im letzten Fall eine große Hilfe war. "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" ist bereits der zweite Roman mit dem Ermittler Pavarotti und obwohl ich den ersten Roman nicht kannte, war ich sofort mittendrin in der Geschichte. Die familiären Zustände waren mir am Anfang etwas schleierhaft, aber durch kurze Rückblenden während der Geschichte wurde Vieles nach und nach verständlich. Luciano Pavarotti ist ein zurückhaltender und teilweise recht unsicherer Mensch. Seine Unsicherheit versucht er oftmals zu überspielen, indem er seinem Gegenüber teilweise sehr ruppig gegenüber tritt. Dennoch war er mir auf Anhieb sympathisch und ich hätte gerne noch mehr über seine Vergangenheit erfahren, aber vielleicht steht das ja bereits im ersten Buch. Er kann aber auch ganz anders sein und kümmert sich rührend um sein Pflegekind Justus, ein Teenager den er bei sich aufnahm, nachdem dessen Oma sich das Leben nahm. Der Junge macht es ihm jedoch sehr schwer und nachdem Pavarotti in dessen Hosentasche ein weißes Pulver-Tütchen findet, weiß er nicht wie er reagieren soll. Außerdem vermisst er Lissie, mit ihrer erfrischenden Art, auch wenn zwischen ihnen bisher nichts war. Lissie, die inzwischen versucht in Deutschland Fuß zu fassen, lässt sofort alles stehen und liegen. Da sie in Deutschland ohnehin noch keinen Job gefunden hat und nicht weiß, wohin sie mit dem großen Hund "Spock" soll, kehrt zurück, da auch sie sich sehr um Justus sorgt und weiß, wie wenig Zeit Pavarotti hat während seiner Ermittlungen. Lissie mochte ich fast noch ein bisschen mehr, als Luciano. Sie wirkt sehr zerbrechlich und hatte wie Pavarotti auch, eine schwierige Vergangenheit, aber dennoch strahlt sie sehr viel Lebensfreude aus, ist frech, klug und mutig. Meiner Meinung nach, waren ihre Ermittlungen in diesem Mordfall beinahe hilfreicher, als die des Kommissars. Sie ist es auch, die für Justus eine familiäre Atmosphäre schafft und ihn zum Reden bringt. Die Beziehung zwischen Lissie und Pavarotti ist kompliziert und auch wenn die Beiden sich sehr mögen, können sie damit weder umgehen noch es dem Anderen zeigen. "Sie waren viel zu verschieden. Lissie hatte mehr Drama in ihrem Leben, als sie vertragen konnte. Pavarotti hatte den Fernseher." (S. 280) Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Lissie und Luciano erzählt und im Laufe der Geschichte, finden sich immer wieder Gesprächsprotokolle mit dem Psychologen Dr. Sigmund Frahm. Mit diesen konnte ich anfangs nur wenig anfangen, da man weder erfährt, mit wem er die Gespräche führt noch mit den Namen etwas anfangen kann. Es ist beinahe, als ob sie eine separate Geschichte erzählen und dennoch sind sie unmittelbar mit dem Fall verbunden und ergeben am Ende einen Sinn. Der Schreibstil ist unglaublich spannend und flüssig und oftmals hat man das Gefühl, ein Rätsel wird gelöst und 2 weitere tun sich auf. Besonders gefallen haben mir am Anfang die mundartlichen Szenen und davon hätte es gerne mehr geben können. Der Leser erfährt während des Lesens auch sehr viel über die Südtiroler Gegend und deren Geschichte. Bisher hatte ich mich leider mit diesem Gebiet viel zu wenig beschäftigt und fand das sehr lehrreich beschrieben. Das Ende lässt auf jeden Fall Raum für eine Fortsetzung und vielleicht habe ich es ja bis dahin auch geschafft, den ersten Roman zu lesen. Mein Fazit: Ein großartiger Krimi, mit viel Hintergrundwissen über Südtirol, der spannend und rätselhaft bis zum Ende ist. Die liebenswerten Charaktere runden das Ganze perfekt ab und machen Lust auf mehr Geschichten mit diesem Ermittler-Team.

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    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    25. November 2014 um 18:47
  • Mord in der Psychiatrie

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    irismaria

    irismaria

    22. November 2014 um 12:56

    "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" ist der zweite Südtirol-Krimi von Elisabeth Florin. Es ermitteln der Meraner Commissario Luciano Pavarotti und die Deutsche Lissie von Spiegel. Ich kannte den ersten Band vorher nicht, kam aber gut in die Geschichte hinein. Im Mittelpunkt steht der Mord an einem Patienten einer psychiatrischen Klinik. Der Schiffsingenieur Michael Cabruni wird in seinem Rollstuhl erstochen aufgefunden. Pavarotti ermittelt, was in der Klinik nicht einfach ist. Könnte ein Mitpatient der Täter sein oder liegt das Motiv in Cabrunis Vergangenheit, über die immer mehr merkwürdige Dinge zutage treten? Er ruft Lissie zur Hilfe, die unter einem Vorwand auf dem Kreuzfahrtschiff Ermittlungen anstellt. Die Geschichte wird immer komplexer und verschiedene Themen aus der Vergangenheit Südtirols, aber auch der persönlichen Geschichte von Pavarotti und Lissie werden mit eingebunden. Daneben passiert auch im Privatleben der Kommissare einiges, hier wäre die Kenntnis des ersten Bandes gut gewesen. Gut gefällt mir der Wechsel der Handlungsorte, neben Südtirol und Frankfurt kommen auch Amalfi, Venedig und das Kreuzfahrtschiff vor. Ich kann "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" allen Krimilesern empfehlen, die Freude an einer komplexen Handlung und Ausflügen in Psychologie und Geschichte haben.

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