Elisabeth Florin Commissario Pavarotti trifft keinen Ton

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Inhaltsangabe zu „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ von Elisabeth Florin

Einer der reichsten Unternehmer Merans wirde tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienischstämmige Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben.

in unterhaltsamer Kriminalroman mit kleinen Schwächen, aber mit Potential nach mehr.

— Katis-Buecherwelt
Katis-Buecherwelt

Kurzweilig, toll geschrieben

— Archimedes
Archimedes

Ein ungewöhnlicher Kommissar mit viele Facetten. Ich bin gespannt ob aus ihm und Lissie was wird. Schöner Krimi, der stetig an Fahrt gewinnt

— Biene1988
Biene1988

Ich wurde toll unterhalten durch Spannung, Humor und Figuren, die Lust auf weitere Fälle des Commissario und der deutschen Urlauberin machen

— lesemaus80
lesemaus80

Tolles Buch. Spannung und Humor in Verbindung mit der schön geschilderten Szenerie in Meran lassen einen nicht mehr los.

— ElaSchluenser
ElaSchluenser

Spannend und mit zeitgeschichtlichem Bezug aus Südtirol. Das ergibt eine gute Mischung, die den Leser packt. Absolut empfehlenswert.

— Kriminaler
Kriminaler

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  • Leserunde zu "Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod" von Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod
    ElisabethFlorin

    ElisabethFlorin

    Hallo Ihr Lieben, Commissario Pavarotti ermittelt wieder! Vor wenigen Tagen ist "Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod" erschienen. Und als Autorin ist man natürlich immer auf das unmittelbare Feedback der Leserinnen und Leser gespannt, deshalb möchte ich jetzt eine Leserunde zu dem Buch, das wieder im Emons-Verlag veröffentlicht wurde, starten. Der Krimi ist der dritte Band der Commissario Pavarotti Reihe, kann aber auch gelesen werden, ohne die beiden voran gegangenen Bücher zu kennen. Der Krimi ist noch temporeicher als die ersten Bände und atmosphärisch sehr dicht - zumindest empfinde ich das so, aber genau an Eurer Meinung dazu bin ich ja interessiert. Worum geht es? Schauplatz ist einmal mehr Südtirol. In einem abgeschiedenen Bergdorf in der Nähe von Meran wird - im November, als der erste Schnee schon in der Luft liegt und die Touristen längst wieder abgereist sind - die sterblichen Überreste eines seit Jahrzehnten vermissten Kindes entdeckt. Ein Schock für Commissario Pavarotti, konfrontiert ihn der Fund doch mit seinem Versagen bei seinem allerersten Fall. Damals unterliefen ihm und seinen Kollegen schwere Fehler, die eine Aufklärung verhinderten und für eine ganze Familie in einer Katastrophe endeten. Nun muss sich Commissario Pavarotti seiner alten Schuld stellen, denn rätselhafte aktuelle Todesfälle zeigen, dass der Mörder oder die Mörderin alles daran setzt, damit das Geheimnis von damals gewahrt bleibt. Gleichzeitig muss der italienische Commissario sich über seine Beziehung zu der Deutschen Lissie von Spiegel klar werden, die nach einem Kopfschuss ohne jede Erinnerung nicht ahnt, dass Pavarotti für ihren Zustand verantwortlich ist. In höchster Gefahr bleibt Ihnen nur ein Spiel mit dem Tod als Ausweg. Wer daran interessiert ist, das Buch gemeinsam zu lesen - ich würde mich gerne aktiv einbringen - sollte sich um eines der 15 Exemplare bewerben. Vielleicht verbindet Ihr das mit einem kurzen Hinweis, was Euch an dem Krimi reizt. Bewerbungsfrist ist bis 1. Juni 2016. Die Bücher (Print - da bin ich ganz altmodisch!) solltet Ihr dann in den kommenden 5 - 7 Tagen erhalten. Am 9. Juni fangen wir dann  an zu lesen - jeder in seinem Tempo. Klar, dass bei schönem Wetter wahrscheinlich der eine oder andere etwas langsamer liest und auch die Fußball EM spielt vielleicht fallweise eine Rolle.  Ach ja, noch ein paar Worte zu mir.  Als Finanzjournalistin habe ich in Frankfurt am Main (wo sonst) begonnen und dort später als Kommunikationsmanagerin für große Banken und Asset Manager gearbeitet. Zuletzt war ich Mitglied der Geschäftsleitung einer Ratingagentur. Als Ausgleich zum Job habe ich angefangen Krimis zu schreiben. Der Debütroman "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" (erschienen im Emons-Verlag) landete völlig überraschend in Südtirol an der Spitze der Bestsellerliste. Und das gelang dann auch Band 2 "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf". Wer mehr erfahren möchte, schaut hier. Und auch einen (nicht-professionellen) Mini-Trailer zum Buch gibt es - nämlich hier. So, jetzt freue ich mich aber auf Eure Resonanz und zahlreiche Bewerbungen. Herzliche Grüße Elisabeth Florin

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  • "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" ~ Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    14. December 2014 um 14:45

    Klappentext: Einer der reichsten Unternehmer Merans wirde tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienischstämmige Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben. Zum Buch: Das Buchcover fällt durch die schwungvoll, geschmiedete Straßenlaterne auf. Auf dem ersten Blick erkennt man jedoch nicht sofort, dass es sich hier um einen Kriminalroman handelt, wäre dies nicht unter dem Buchtitel aufgeführt. Der Titel des Buches ist geprägt und hebt sich vom Gesamtbild leicht ab. Insgesamt finde ich die Buchgestaltung sehr gut und gibt im Ganzen schon mal einen kleinen Einblick auf die Umgebung des Schauplatzes. Erster Satz: "Wie fühlt es sich an, wenn du glaubst, gleich sterben zu müssen?" Meine Meinung: Dies ist der erste Band über den italienischen Ermittler Pavarotti und der deutschen Amateurdetektivin Lissie und zeitgleich das Kriminaldebüt der Autorin Elisabeth Florin. Bereits auf den ersten 50 Seiten war ich der Umgebung von Meran (Südtirol) verfallen. Ohne vorab zu recherchieren hatte ich gedanklich ein festen Bild, welches sich später bestätigte. Als Leser spürt man hier sehr genau, dass die Autorin eine tiefere Bindung zu den Ortschaften pflegt und dies mit Herzblut an die Leser weitergibt. Doch dies wurde genau in der Mitte des Buches zu einem leichten Storykiller. Die Umgebungsbeschreibungen, sowie das Geschichtliche um die Stadt herum und der Bewohner von Meran, rückten in den Vordergrund und zog sich in die Länge. Der wesentliche Fall um den Mord und die Ermittlungen gerieten hier zeitweise aus den Augen und der Spannungseffekt blieb dabei aus. Direkt zum Anfang des Buches wurde mir der Commissar Pavarotti durch mehrere Bemerkungen gegenüber voluminösen Frauen unsympathisch. Zumal er selbst nicht gerade der Schlankste ist. Mit der Zeit wurde meine Antipathie besser. Doch er selber wurde mit der Zeit geschichtlich in den Schatten gestellt. Die Amateurdetektivin Lissie rückte ins Licht des Geschehens. Lissie mochte ich sehr und freute mich jedes Mal über ihre einzelnen Ermittlungserfolge, da es in diesen Handlungssträngen zu einem Fortschritt der Story kam. Auf den letzten 150 Seiten kam der Fall wieder mehr ins Geschehen und als Leser begann man selbst detektivisch zu forschen. Durch unvorhersehbare Wendungen hatte ich zu keinem Zeitpunkt einen klaren Verdacht und war überrascht über den Ausgang der Story, der plausible und authentisch von der Autorin dargelegt wurde. Trotz der Langatmigkeit im Mittelteil des Buches fand ich diesen Kriminalroman gut. Die Spannung hat mir hier allerdings gefehlt und ich hoffe, dass im zweiten Teil "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" mehr auf Spannung geachtet wird und die Ortsumschreibungen sowie die geschichtlichen Daten etwas in den Hintergrund rücken. Fazit: "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" ist das Kriminaldebüt der Autorin Elisabeth Florin, wo mit viel Herzblut die Ortschaft Meran/Südtirol mit eingebracht wurde. Mit einigen geschichtlichen Wendungen bleibt der Täter bis zur letzten Buchseite unermittelt. Ein unterhaltsamer Kriminalroman mit kleinen Schwächen, aber mit Potential nach mehr. Auf den Folgeband bin ich sehr gespannt und werde diese Kriminalreihe weiter verfolgen.

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  • Südtirol - aus einer eher unbekannten Perspektive

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    LeseJette

    LeseJette

    16. October 2014 um 21:23

    Das passiert: Zwei ungewöhnliche Charaktere treffen in diesem Kriminalroman aufeinander. Da ist einmal die taffe Lissie. Gerade frisch von ihrem Job getrennt und unter Umständen bald auch von ihrem Lebensgefährten. Und dann ist da noch der italienische Commissario Pavarotti, der nicht nur den gleichen Vornamen wie der berühmte Tenor trägt sondern diesem auch körperlich sehr ähnlich ist. Beide treffen im Südtiroler Ort Meran aufeinander, indem Lissie eigentlich ihren Urlaub dazu nutzen möchte, Klarheit zu gewinnen, und in den Pavarotti beordert wird, um einen Mord aufzuklären. Da Lissie mit dem Mordopfer kurz vor dessen gewaltsamen Ableben Kontakt hatte, kommt der Commissario recht schnell mit Lissie in Kontakt, die ihre Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens anbietet. Dieses Angebot nimmt der Commissario an und schnell befindet sich das ungewöhnliche Duo in einem Fall, der seine Wurzeln in längst vergangenen Zeiten hat. Mein Eindruck: Südtirol, für etliche Menschen Inbegriff von Beschaulichkeit und Traditionalismus wird als Schauplatz dieses Kriminalomans gewählt. Elisabeth Florin nimmt den Leser mit zu einem Blick hinter die Kulissen. Spannend erzählt sie von menschlichen Abgründen, die sich nicht nur in der Gegenwart spielen. Der Leser erfährt in diesem Kriminalroman auch Details aus der jüngeren Geschichte Südtirols. Zum Glück ist dies keine platte Geschichtsstunde. Dafür sorgt die Verquickung der geschichtlichen Darstellungen mit dem zu lösenden Fall, der wiederum in der Gegenwart spielt. Aber auch die Darstellung der Figuren trägt dazu bei, dass die Ausflüge in die Historie spannend bleibt. Denn nicht nur die Hauptfiguren sind facettenreich gestaltet, auch die (zahlenmäßig überschaubaren) Nebendarsteller bleiben nicht blass im Hintergrund. Dennoch haben es mir die beiden Hauptfiguren besonders angetan. Ein Commissario, der um seine Schwächen weiß und meist souverän mit ihnen umgeht. Doch auch er tritt mal so richtig ins Fettnäpfchen und ist sich seiner Blamage bewusst – das macht Pavarotti sympathisch. Eine Frau, die nach außen wie eine taffe Karrierefrau wirkt, die aber auch so manch Päckchen zu tragen hat. Ach ja, da waren ja noch die Morde, in denen der Commissario und Lissie ermitteln. In Elisabeth Florins Roman finden sich keine platten Schilderungen der Verbrechen, vielmehr werden die Hintergründe der Taten nach und nach aufgedeckt. Dabei wird die Spannung über den gesamten Roman gehalten. Das Ende des Romans ist für mich nicht vorhersehbar, erklärt aber überraschenderweise einige Episoden aus den ersten Kapiteln des Romans. Fazit: Ein Kriminaloman, der durch Tiefe überzeugt. Facettenreiche Figuren mit Ecken und Kanten werden im beschaulichen Südtirol nicht nur mit der Vergangenheit der Region sondern auch mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert. Mit einer Prise Humor, der ohne Plattheiten auskommt, bringt das Duo seine Ermittlungen zu einem erfolgreichen Abschluss. Ich freue mich auf ein „Wiedersehen“ mit den Beiden.

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  • Leserunde zu "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" von Elisabeth Florin

    Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
    ElisabethFlorin

    ElisabethFlorin

    Hallo Ihr Lieben, Pavarotti ist zurück! Druckfrisch liegt "Commissario Pavarotti küsst im Schlaf" nun im Buchhandel. Ich möchte jetzt eine Leserunde zu dem Buch, das im Emons-Verlag erschienen ist, starten, um Eure Meinung zum Roman aus erster Hand zu erfahren. Das Buch ist ein klassischer Krimi mit einer guten Portion psychologischem Hintergrund. Er spielt in einem psychiatrischen Sanatorium in Südtirol, aber auch im Frankfurt der 1980er Jahre und auf einem Kreuzfahrtschiff. Wie das zusammen passt? Findet es raus! Trotz der beklemmenden Szenerie im Sanatorium sollen natürlich Humor und Sprachwitz, die Kritiker bereits dem Vorgängerbuch, "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" bescheinigen, nicht zu kurz kommen. Und die Frage ist natürlich, wen der Commissario im Schlaf küsst? Auf dem Klappentext des Buchs könnt Ihr lesen: "Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ..." Wer daran interessiert ist, das Buch gemeinsam zu lesen - ich würde mich gerne aktiv einbringen - sollte sich um eines der 15 Exemplare bewerben. Vielleicht verbindet Ihr das mit einem kurzen Hinweis, was Euch an Krimis mit psychologischem Hintergrund reizt. Bewerbungsfrist ist bis 20. Oktober Die Bücher (Print!) solltet Ihr bis Ende Oktober erhalten haben Am 4. November fangen wir dann  an zu lesen - jeder in seinem Tempo  Die Einteilung der Leserunde hier in einzelne Abschnitte nehme ich in den kommenden Tagen vor. Ach ja, noch ein paar Worte zu mir.  Als Finanzjournalistin habe ich in Frankfurt am Main (wo sonst) begonnen und dort später als Kommunikationsmanagerin für große Banken und Asset Manager gearbeitet. Zuletzt war ich Mitglied der Geschäftsleitung einer Ratingagentur. Als Ausgleich zum Job habe ich begonnen Krimis zu schreiben. Der Debütroman "Commissario Pavarotti trifft keinen Ton" (erschienen im Emons-Verlag) landete völlig überraschend in Südtirol an der Spitze der Bestsellerliste. Offenbar mögen die Leser den fülligen Commissario und die deutsche "Bankenzicke" Lissie von Spiegel. Wer mehr erfahren möchte, schaut hier. So, jetzt freue ich mich aber auf Eure Resonanz und zahlreiche Bewerbungen. Herzliche Grüße Elisabeth Florin  

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    • 628
  • Sehr gelungen und Abseits des Üblichen

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    Almleserin

    Almleserin

    31. August 2014 um 15:45

    Tja, so kann's gehen. Der Job weg, der Typ fast weg und beim Abschalturlaub in Südtirol dann gleich ein Mordfall. Lissie hat es also nicht leicht. Und damit ist sie mir gleich sympathisch geworden. Dabei ist die ehemalige Bankmanagerin mittleren Alters eher eine schlagfertige Kratzbürste, die ihren Mitmenschen einiges abverlangt. Das muss dann auch der Commissario Pavarotti erfahren, der Lissie, die allein reisende Deutsche auf Urlaub, auf einmal als ungebetene Hobbyermittlerin an der Seite hat. Zunächst fand ich die Namensgebung für den Kommissar etwas albern, er heißt auch noch Luciano mit Vornamen, und so rechnete ich mit dem Schlimmsten. Das hat sich aber sehr schnell verflüchtigt, Der beleibte Commissario ist knuddelig wenn auch nicht frei von Problemen und platte Witzchen mit seinem Namen tauchen nicht auf. Nur einmal wird er von seinen Kollegen gefragt, ob er schon gesungen habe (hahaha, wie lustig). Ansonsten hält sich der Humor auf gutem Niveau und ist eher Florett als Holzhammer. Und die Kombination aus Commissario und kratzbürstiger Urlauberin ist ungewöhnlich und unterhält gut. Zumal sich die beiden Akteure nur langsam und unter Schwierigkeiten aneinander gewöhnen. Dabei erfolgt die Annäherung abseits des gewohnten "Wir können uns erst nicht ausstehen und haben uns dann ganz doll lieb" Schemas, so das man die persönliche Ebene gern und gespannt verfolgt.  Die eigentliche Krimihandlung dreht sich um einen ermordeten Hotelier und Geschäftsmann aus Meran, der vor dem Klo eines Weinlokals erschlagen gefunden wird. Auch dieses Szenario könnte Anlass zu schlimmen Befürchtungen geben, was Handlungen angeht, aber auch hier wird der naheliegende Fettnapf sehr gut vermieden. Keine platte Geschichte mit Lokalkolorit im wahrsten Sinne musste ich lesen, sondern vielmehr verschiedene Handlungsstränge aus Südtiroler Geschichte, wirtschaftlicher Gier und den menschlichen Abgründen. Das Ganze ist spannend und klug gemacht und wird dann am Ende geschickt und für mich nicht erwartet aufgelöst. Allerdings muss man sich bezüglich der Spannung doch etwas gedulden, bevor die auf Betriebstemperatur kommt. Der schöne Erzählstil dürfte im ersten Drittel des Buchs ruhig etwas zu Gunsten von mehr Knackigkeit in den Hintergrund treten. Letztlich bin ich vom Commissario und Lissie sehr angetan. Aus dem Namen der männlichen Hauptfigur, der personellen Konstellation und dem Ausgangspunkt der Handlung konnte man entweder eine schreckliche Provinzposse oder ein richtig gutes Buch machen. Ich war erleichtert, dass eindeutig letzteres der Fall ist. Deshalb die Bewertung "sehr gelungen" und eine klare Empfehlung von mir.

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  • Ein ungewöhnliches Ermittlerduo

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    Kerry

    Kerry

    Lissie von Spiegel hat gerade keine wirkliche Perspektive, wie es weitergehen soll. Kürzlich erst gefeuert, rät ihr Freund Alexander, mit dem es auch nicht so gut läuft, ihr, Urlaub zu machen. Kurz entschlossen beschließt sie, nach Meran zu fahren, denn dort hat sie mit ihrem Vater immer Urlaub gemacht und das waren mit die glücklichsten Zeiten ihrer Kindheit. Sie beschließt sogar in der Pension Nikolausstift von Elsbeth Hochleitner zu wohnen, wie vor so vielen Jahren mit ihrem Vater. Obwohl Lissie Meran noch aus ihrer Jungend kennt, beschließt sie, Touristin zu spielen. In einem Cafe macht sie die Bekanntschaft von Karl Felderer, einem reichen Unternehmer Merans und Schürzenjäger. Das der eine hochschwangere Frau Zuhause hat, stört ihn bei seinen amourösen Abenteuern wenig, doch Lissie merkt schnell, mit was für einer Sorte Mann sie es zu tun hat und verweist ihn in seine Schranken. Am nächsten Morgen wird die Leiche Karl Felderers gefunden und Commissario Luciano Pavarotti mit den Ermittlungen beauftragt. Dieser hat mit dem berühmten Opernsäger jedoch lediglich seinen Namen und die Gewichtsklasse gemein, ansonsten gibt es zwischen diesen beiden Herren wenige Gemeinsamkeiten. Pavarotti, Ermittlungsleiter der Polizia di Stato in der Quästur Bozen, weiß, dass es nicht einfach wird, für ihn als Italiener in Meran zu ermitteln. Diese Tatsache musste er bereits in den letzten Jahren bitter lernen, denn die Meraner sind den Italienern alles andere als freundlich gesonnen. Bei seinen Ermittlungen muss Pavarotti feststellen, dass es anscheinend genügend Leute gab, die Felderer gern tot gesehen hätte, denn neben seinen Frauengeschichten war er auch ein skrupelloser Geschäftsmann, was ihn bei den traditionsbewussten Meraner Einzelhändlern nicht unbedingt beliebt gemacht hat. Natürlich muss sich Pavarotti auch mit Lissie von Spiegel auseinander setzen, immerhin war sie eine der letzten, die Karl Felderer lebend gesehen hat. Er weiß nicht so recht, was er von der Deutschen halten soll, doch ehe er es sich versieht, ist sie ihm bei den Ermittlungen behilflich und nach und nach muss er feststellen, dass bei Lissie nicht alles so ist, wie es auf dem ersten Blick zu sein scheint. Doch noch ist ein Mord aufzuklären und dank Lissies Hilfe ist sich Pavarotti gar nicht mehr so sicher, ob das Mordmotiv auf aktuellen Ereignissen beruht oder ob er tiefer in die Vergangenheit Felderers eindringen muss ... Ein ungewöhnliches Ermittlerduo! Der Plot wurde sehr detailliert und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie realistisch Meran und seine Bewohner dargestellt wurden. Ich persönlich war zwar noch nie in Meran, weiß aber, sollte es mich jemals dorthin verschlagen, ich unbedingt mit diesem Buch in der Hand die örtlichen Schauplätze besichtigen muss. Die Figuren wurden sehr facettenreich und realistisch erarbeitet, wobei mir hier die Figur der Lissie mit unter etwas zu dominant war und mir den Commissario Pavarotti teilweise ganz schön ins Abseits gedrängt hat. Positiv aufgefallen ist mir hier, dass sowohl Luciano, wie auch Lissie, jeweils eine riesige Last aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppen müssen und in Meran nicht nur die Suche nach einem Mörder auf sie wartet, sondern auch die jeweilige Verarbeitung der längst vergangenen Geschehnisse in ihren eigenen Leben. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen und gerade die bildhafte und detaillierte Darstellung der Örtlichkeiten hat mich geradezu bezaubert zurück gelassen.

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    • 2
  • Der Duft von Meran

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    lesemaus80

    lesemaus80

    23. September 2013 um 17:52

    Ich war am Anfang etwas skeptisch, ob ein titelgebender Commissario mit diesem Namen nicht ein Indiz dafür ist, dass hier ein Klaumaukroman vor Bergkulisse inszeniert wird. Gekauft habe ich das Buch trotzdem, dazu war der Titel auf jeden Fall geeignet. Und schon nach dem Prolog hatte ich einen starken Verdacht, dass ich eine gute Entscheidung getroffen hatte. Dieser Eindruck hat sich im weiteren Verlauf bestätigt. Schön eingefangen ist die Atmosphäre des Örtchens Meran. Dabei wird der Lesein eher ein Gefühl von Meran vermittelt als viele Details. Ich jedenfalls glaubte den Duft des Örtchens zu riechen und den Wind von den Bergen zu spüren. Dazu kommt eine verwickelte Handlung, der ich als Leserin aber gut folgen konnte. Die Zahl der Figuren ist überschaubar, dafür sind sie mit zahlreichen Schattierungen und Brüchen gezeichnet. Der im Mordfall die Untersuchungen führende Commissario mit dem Tenornamen hat sein Päckchen zu tragen. Und seine Mitermittlerin, Lissie, eine Touristin, die in Meran Ablenkung von allerlei privaten Problemen sucht, ist auch keine unkomplizierte Persönlichkeit. Das gilt eigentlich auch für die anderen Protagonisten, so dass sich ein bunter Mix aus menschlichen Schwächen und Problemen ergibt, der daber sympathisch und mit Humor geschildert wird. Die Spannungen zwischen Südtirolern und Italienern sind allgegenwärtig und stehen im Kontrast zur vordergründigen Beschaulichkeit der Kurstadt. Erzählerisch ist das Ganze schön aufbereitet und hat díe Mischung aus Crime, Humor und historischem Hintergrund getroffen, die mir gefällt. Aber da sind die Geschmäcker natürlich immer verschieden. Ich fand's sehr gelungen.

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  • Hoffentlich ein Serienauftakt

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    15. July 2013 um 20:12

    Lissie braucht eine Auszeit. Sie hat ihren Job als Kommunikationschefin einer Bank verloren und die Beziehung zu ihrem Freund neigt sich dem Ende zu. Kurzerhand fährt Lissie nach Meran, wo sie früher mit ihrem Vater die Ferien verbracht hat. Wieder in der gleichen Pension abzusteigen, war allerdings keine so gute Idee, die Pension ist ziemlich heruntergekommen. Und es gibt noch mehr Anzeichen, dass Meran sich nicht zum Besseren entwickelt hat. Die netten kleinen Geschäfte in den Laubengängen sind fast alle verschwunden, stattdessen wechseln sich Billigketten mit italienischen Edelmarkenläden ab. Als Lissie den Tag wenigstens mit einem Glas Wein genießen möchte, wird sie auch noch blöd von einem reichen Typen namens Karl Felderer angemacht, der etwas zu sehr von sich überzeugt ist. Am nächsten Tag liegt der Unternehmer tot im Hinterhof einer Weinstube. Auftritt Commissario Luciano Pavarotti aus Bozen, der die Ermittlungen leitet. Ja, er heißt wirklich so, und auch sein Leibesumfang ist genauso üppig wie der des verstorbenen Tenors, allerdings kann er nicht so gut singen wie mein Lieblings-Tenor Pavarotti. Lissie wittert die Chance, sich von ihren Sorgen abzulenken. Schließlich kann sie gut mit Menschen umgehen und Kommunikation ist ihre Stärke, was liegt also näher, als dem Commissario bei seinen Ermittlungen unter die Arme zu greifen? Nach anfänglichem Zögern wird das sogar akzeptiert. Es bleibt nicht bei einem Toten, und schnell wird deutlich, dass die Verbrechen im vermeintlich beschaulichen Meran ihre Wurzeln in der Geschichte Südtirols haben, das heftigen Widerstand gegen die italienischen Besatzer geleistet hat. Die Folgen der damaligen Taten der Väter wirken bis heute auf ihre Söhne ein. Dieser Krimi hat mir nicht nur wegen seines Lokalkolorits ausgesprochen gut gefallen, er ist auch gut geschrieben und wartet mit einigen überraschen Wendungen auf. Die geschichtlichen Hintergründe sind spannend erzählt und fügen sich harmonisch in die Krimihandlung ein. Vor allem aber ist das Ermittlerpaar sehr sympathisch. Die Dialoge sprühen vor Wortwitz, und die Geschichte ist voller Humor, ohne in Slapstick abzugleiten. Die Szene mit Commissario Pavarotti auf dem Golfplatz ist einfach herrlich. Ich hoffe sehr, dass dies der Auftakt zu einer Serie ist, denn über Lissie und Pavarotti möchte ich gern mehr lesen.

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  • der etwas andere Kommissar

    Commissario Pavarotti trifft keinen Ton
    loewe

    loewe

    17. June 2013 um 21:03

    Klappentext, Verlagsinfo “Einer der reichsten Unternehmer Merans wird tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienische Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben.” ISBN 978-3-95451-122-8 emons Mein Eindruck vom Buch Dieser Krimi ist mal ungewöhnlich. Die Handlung spielt in Südtirol und ich denke Meran wird wirklich richtig gut beschreiben. Leider war ich selber noch nie dort, aber ich denke es ist bestimmt ein schönes Örtchen um dort Urlaub zu machen. Vorausgesetzt es findet nicht gerade ein Mord an einem reichen Unternehmer statt. Der Autorin gelingt es hier auf eine ganz interessante Weise die jüngere Geschichte von Südtirol und die politischen Wirren als gute Rahmenhandlung in ihrem Krimi unterzubringen. Auch den dortigen Menschenschlag, der anscheinend Fremden gegenüber eher verstockt ist, hat sie in einer angenehmen Weise beschrieben. Besonders gut hat mir das Ermittlerteam gefallen. Mit dem Commissario Pavarotti schickt sie einen doch sehr außergewöhnlichen Beamten ins Rennen. Zum einen ist er optisch nicht wirklich das, was man sich im ersten Moment unter einem Commissario vorstellt. Zum andern ist seine Art und Weise wirklich mal was neues auf dem Krimisektor. Da Pavarotti mit seinen Kollegen nicht wirklich gute Ermittler an der Hand hat und dazu auch gleich zu Beginn des Falles schon im Vorfeld vieles schief geht, kann einem der arme Kerl mitunter schon ein wenig leid tun. Auch mit der Rechtsmedizin steht es nicht zum besten. Hier gibt es nicht nur sehr private Verwicklungen, nein auch ein massives Alkoholproblem gestaltet die Zusammenarbeit nicht wirklich einfach. Eigentlich bleibt unserem Commissario gar nichts anderes übrig, als sich Hilfe von Ausserhalb zu holen. Und nun tritt die deutsche Touristin, die ihrerseits auch nicht frei von Problemen, nach Meran gekommen ist auf den Plan. Beide schließen sich zusammen. Allerdings machen es sich beide nicht wirklich leicht   Beide haben ihre Sorgen und doch wachsen sie im Laufe des Falls immer dichter zusammen. Auch wenn das Rahmenthema ein recht ernsten Hintergrund bietet, ist für mein Geschmack auch jede Menge Humor im Krimi zu finden. Für mich ist dies genau die richtige Mischung, die ich gerne lese. Von ernsten und bedrückenden Passagen leitet die Autorin gekonnt immer wieder in Szenen, bei denen einem ein Schmunzeln auf die Lippen kommt. Der Fall ist klassisch gut aufgebaut und alles findet zum Ende hin eine schlüssige Auflösung. So soll ein guter Krimi sein! Ich würde mir wünschen, dass die Autorin Pavarrotti und Lissi bald wieder zusammenführt  Ich wäre dabei  Ich vergebe gute 4 Sterne

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