Nach einer unglücklichen Beziehung in ihrer Jugend, wurde die 38-jährige Agnes soeben durch einen Unfall ihres Mannes aus einer belanglosen Ehe befreit. Glück mit Männern kann man ihr also nicht attestieren. Seit Jahren hat sie ihre Jugendfreundin Marianne nicht mehr gesehen, die nach dem Studium mit ihrem griechischen Mann in das fremde Land zog. Nun beschließt die traurige junge Witwe der Einladung der Freundin endlich zu folgen.
Die griechische Insel, Mariannes Familie und ein junger Engländer hauchen Agnes neues Leben ein . . . Und dann ist da auch noch Konrad, der sie seit Jugendtagen anhimmelt.
Trotz des thematisch schweren Einstiegs entwickelt das Buch eine angenehme Atmosphäre. Das Setting einer Taverne im Stil des Filmes "Mamma Mia", das Meer und die Beschreibung griechischer Gastfreundschaft lassen nach und nach mehr Leichtigkeit aufkommen.
Nicht nur Agnes´ Entwicklung wird portraitiert, sondern auch die Charaktere von Marianne, ihrem Mann, ihren beiden Kindern und der grantigen Schwiegermutter nehmen gleichwertige Rollen ein. Marianne und die Schwiegermutter haben mich dabei am meisten amüsiert. Während ich mit Agnes und dem etwas verweichlichten Konrad nur schwer warm geworden bin.
Wer eine romantische, leichte Sommerkömodie sucht, der ist hier nicht ganz richtig. Der Engländer versucht zwar sein bestes um Liebe in die Geschichte zu bringen, aber so richtig zur Entfaltung kamen die Gefühle auf Grund der äußeren Umstände leider nicht.
Eigentlich geht es im Kern der Geschichte eher um die Suche nach dem Glück. Die einen suchen Liebe, die anderen die Freiheit - alle Zweifeln ein Stück weit an dem Weg den sie in ihrem Leben eingeschlagen haben und alle finden am Ende des Buches eine zufriedenstellende Erkenntnis.
Es ist höchstwahrscheinlich kein Buch, das sich auf lange Zeit im Gedächtnis verankert. Aber es ist nett und kurzweilig und ein guter Begleiter für ein paar Sommerabende.












