Elisabeth Günther

 4,3 Sterne bei 69 Bewertungen

Lebenslauf von Elisabeth Günther

Elisabeth Günther spielte bereits auf zahlreichen deutschen Bühnen von Berlin bis München und war in Filmen von Claude Chabrol und Michael Verhoeven zu sehen. Mit ihrer vollen warmen Stimme ist sie eine gefragte Hörbuchsprecherin und wird unter anderem regelmäßig als deutsche Synchronstimme von Cate Blanchett und Helena Bonham Carter besetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das verschlossene Zimmer (ISBN: 9783754003367)

Das verschlossene Zimmer

Erscheint am 27.02.2023 als Hörbuch bei Lübbe Audio.
Cover des Buches Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt (ISBN: 9783839820148)

Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt

 (1)
Neu erschienen am 30.11.2022 als Hörbuch bei Argon.
Cover des Buches Glückstöchter - Einfach leben (ISBN: 9783839820315)

Glückstöchter - Einfach leben

Erscheint am 29.03.2023 als Hörbuch bei Argon.
Cover des Buches Adas Fest (ISBN: 9783742426826)

Adas Fest

Erscheint am 20.04.2023 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Elisabeth Günther

Cover des Buches Die Wunderfrauen (ISBN: 9783839897225)

Die Wunderfrauen

 (17)
Erschienen am 30.03.2022
Cover des Buches Winter People - Wer die Toten weckt (ISBN: 9783844909814)

Winter People - Wer die Toten weckt

 (14)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Als die Welt zerbrach (ISBN: 9783869525723)

Als die Welt zerbrach

 (11)
Erschienen am 27.10.2022
Cover des Buches Die Wunderfrauen (ISBN: 9783839897270)

Die Wunderfrauen

 (10)
Erschienen am 27.07.2022
Cover des Buches Das Versprechen der Islandschwestern (ISBN: 9783963980749)

Das Versprechen der Islandschwestern

 (10)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Die Wunderfrauen (ISBN: 9783839897232)

Die Wunderfrauen

 (8)
Erschienen am 25.05.2022
Cover des Buches Trümmermädchen - Annas Traum vom Glück (ISBN: 9783844925296)

Trümmermädchen - Annas Traum vom Glück

 (5)
Erschienen am 02.11.2020
Cover des Buches Die Wunderfrauen (ISBN: 9783732420100)

Die Wunderfrauen

 (4)
Erschienen am 28.09.2022

Neue Rezensionen zu Elisabeth Günther

Cover des Buches Als die Welt zerbrach (ISBN: 9783869525723)
DoraLupins avatar

Rezension zu "Als die Welt zerbrach" von John Boyne

Die Schuld eines Mädchens
DoraLupinvor 2 Tagen

Dies ist der Fortsetzungsroman von "Der Junge im gestreiften Pyjama", indem es um den Jungen Bruno ging, der sich mit einem Jungen aus dem KZ angefreundet hatte. In diesem Buch geht es nun um Brunos Schwester Gretel, die 1946 mit ihrer Mutter von Polen nach Paris flieht. Aber auch hier ist es schwer der Sorge und den Schuldgefühlen der Vergangenheit zu entkommen...

Ausserdem begleitet man Gretel fast achtzig Jahre später in London, sie lebt ein ruhiges, zurückgezogenes Leben. Dann zieht eine junge Familie in die Wohnung unter ihr und der neunjährige Henry wächst ihr mehr und mehr ans Herz.
Plötzlich muss sich Gretel zwischen ihrer eigenen und Henrys Sicherheit entscheiden...

Der Vorgänger von diesem Buch war für mich damals ein echtes Highlight und konnte mich zu Tränen rühren. Wer von diesem Buch nicht betroffen war, der kann wohl kein Herz haben. Ich war also sehr gespannt was der Autor Jahre nach seinem Erfolgsroman in diesem Folgeband sagen möchte. Zunächst fiel mir der Einstieg schwer, ich hatte keinen rechten Zugang zu Gretel und sie blieb mir lange Zeit sehr fern und unsympathisch. Mir fehlte die Unschuld und die Kindlichkeit von Bruno, ausserdem war der Beginn dieses Romans nun doch recht langatmig in meinen Augen und ich wusste lange Zeit nicht wo die Geschichte hinführen sollte.

Nachdem ich dann aber ungefähr ein Drittel durchgehalten hatte, wurde die Geschichte viel besser und die Frage nach der Schuld war dann auch im ganzen restlichen Buch greifbar. Ich konnte mich zwar nie ganz in Gretel einfühlen, aber die Entscheidungen wurden nachvollziehbar beschrieben und die Handlung der Geschichte hat deutlich Spannung und Fahrt aufgenommen.

Das Ende hat diesmal nicht ganz so eingeschlagen wie im Vorgängerbuch, aber dennoch hatte der Autor auch hier die ein-oder andere Überraschung zum Schluss in Peto. Schlussendlich fand ich die Geschichte rund, auch wenn ich am Anfang durchhalten musste, bis sie mir wirklich gefallen hat.

Die Sprecherin hat das Hörbuch sehr gut gelesen, die Stimme war angenehm und es hat sich ein schönes Hörerlebnis ergeben. Dennoch ist das Hörbuch nichts für mal eben nebenher, man muss sich schon darauf einlassen und darauf konzentrieren.

Fazit: Nach einem langatmigen Beginn, bei dem man durchhalten muss, eine schöne Geschichte um das Thema Schuld. Es kommt aber in meinen Augen nicht an den Jungen im gestreiften Pijama heran.


Kommentare: 3
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Cover des Buches Als die Welt zerbrach (ISBN: 9783869525723)
paperloves avatar

Rezension zu "Als die Welt zerbrach" von John Boyne

Eine Fortsetzung, die es nicht gebraucht hätte...
paperlovevor einem Monat

Meine Rezensionen findet ihr auch auf https://mrspaperlove.blogspot.com

Es ist bereits viele Jahre her, seitdem ich "Der Junge im gestreiften Pyjama" zunächst als Film gesehen und später noch als Buch gelesen habe. Und das Ende hat mich damals so sprachlos und nachdenklich zurückgelassen, dass ich es bis heute nie vergessen konnte. Die Geschichte war aber in sich abgeschlossen, sodass ich eigentlich nicht auf eine Fortsetzung gewartet habe. Trotzdem hat es mich neugierig gemacht, was der Autor denn noch zu sagen hat und habe mich deshalb spontan dazu entschlossen, das Hörbuch anzuhören.

Die Fortsetzung dreht sich vordergründig um das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg und fokussiert sich dabei vor allem auf Gretel Fernsby, die Schwester von Bruno, der im Vorgänger ums Leben gekommen ist.
Doch Gretel hat nicht nur den Tod ihres Bruders zu verarbeiten, sondern vor allem der Umstand, dass sie selbst als 10-jähriges Kind einer Familie von Nazis angehört hat, die am Holocaust mitbeteiligt war. Gretel versucht nach dem Kriegsende durch eine Flucht ins Ausland und weitere Umzüge in andere Länder, ihrer Schuld zu entkommen, muss jedoch jedes Mal feststellen, dass diese Strategie nur mässig erfolgreich ist. Als 90-jährige, wird sie schliesslich erneut von ihrer Vergangenheit eingeholt und muss sich ihr ein für alle Mal stellen...

Ich muss leider gestehen, dass ich richtig Mühe hatte, einen Zugang zum Plot und den Charakteren zu finden. Das lag einerseits daran, dass in meinen Augen gefühlt nichts Relevantes passiert ist, das dieser Fortsetzung irgendeine Daseinsberechtigung geben würde, andererseits aber auch daran, dass ich Gretel als Protagonistin einfach furchtbar unsympathisch gefunden habe.
Der Autor versucht das Thema Schuld als Aufhänger und roten Faden für sein Buch nutzen, doch die Umsetzung ist in meinen Augen bedauerlicherweise misslungen. Ich hatte den Eindruck, dass es nicht Schuldgefühle waren, die Gretel zu den meisten ihrer Lebensentscheidungen getrieben hat, sondern vielmehr Scham. Scham dafür, für welche abscheulichen Gräueltaten ihre Familie verantwortlich ist. Und das hat sich darin gezeigt, dass sie (bis auf den Schluss, als sie 90 Jahre alt war), keinerlei Verantwortung dafür übernommen hat, was ihre Nazi-Familie angerichtet hat. Stattdessen verheimlicht sie ihre Identität, ändert ihren Nachnamen und versucht im Ausland eine andere Person zu sein, die frei von jeglicher Schuld ist, für die ihre wahre Identität stehen würde. Und dieses Verheimlichen ist für mich eher ein Indikator dafür, dass sie sich für ihr wahres Ich geschämt hat.
Ich will nicht sagen, dass sie selbst eine Täterin ist, denn sie war zum Zeitpunkt des Zweiten Weltkrieges erst um die zehn Jahre alt. Und ich glaube ihr auch, dass sie das Ausmass des Holocausts - an dem ihr Vater mitbeteiligt gewesen war – nicht einschätzen konnte, geschweige denn, etwas dagegen ausrichten konnte. Aber gerade deshalb hätte ich mir erhofft, dass sie als Erwachsene stellvertretend Wiedergutmachung leistet und sich kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, statt von allem davonzulaufen und zu vertuschen, dass sie von einer Familie von Nazis abstammt.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich erst beim Hören dieser Fortsetzung Recherche zum Buch betrieben habe und deshalb darauf aufmerksam geworden bin, dass es schon um den Vorgänger viele Kontroversen gegeben hat. Sogar das Auschwitz Museum hat sich damals öffentlich dagegen ausgesprochen, dass "Der Junge im gestreiften Pyjama" gelesen werden soll, weil der Autor im Buch viele Sachverhalte falsch darstellt. Und enttäuschenderweise hat auch der Autor (ähnlich wie seine Protagonistin in dieser Fortsetzung) keine Verantwortung für seine Fehler übernommen, sondern die Kritik mit der Argumentation, dass seine Bücher "ja bloss Fiktion wären" abgewinkt. Und das hat Boyne unglaublich unsensibel und unsympathisch erscheinen lassen und natürlich meine Meinung während des Hörens dieser Fortsetzung zusätzlich negativ beeinflusst.
Man merkt allerdings, dass der Autor versucht, einige seiner falsch dargestellten Sachverhalte in der Fortsetzung nachträglich richtigzustellen, aber das war leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Viel besser wäre es gewesen, wenn er diese Fortsetzung gar nicht erst geschrieben hätte.

Positiv hervorzuheben bleibt aber die Sprecherin, die das Zuhören sehr angenehm gemacht hat.

Fazit:
Alles in allem kann ich leider nicht nachvollziehen, warum der Autor sich dazu entschlossen hat, eine Fortsetzung zu seinem eigentlich abgeschlossenen Vorgänger zu schreiben. Das Buch bringt nichts Neues zutage, das es irgendwie lesenswert macht. Es verstärkt viel eher die Kritik, dass das Buch eine Bühne für eine Tochter von Nazis bietet, für die durch das Schuld-Thema Mitgefühl erzeugt werden soll. Dieses Mitgefühl und diese "Bühne", die durch Literatur zum Holocaust geschaffen wird, sollte jedoch vielmehr den Opfern zustehen und nicht den Tätern (und ihren Nachkommen), sodass ich abschliessend enttäuschenderweise auch sagen muss, dass diese Fortsetzung etwas ist, dass die Welt nicht gebraucht hätte.

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Cover des Buches Als die Welt zerbrach (ISBN: 9783869525723)
gsts avatar

Rezension zu "Als die Welt zerbrach" von John Boyne

Das Trauma der Kriegskinder
gstvor einem Monat

Bisher hatte ich von John Boyne nur „Das Vermächtnis der Montignacs“ gelesen, was mich mäßig begeisterte. Doch inzwischen habe ich so viele begeisterte Stimmen zu dem Autor vor Augen bekommen, dass ich mich noch einmal an ihn heranwagte. Diesmal jedoch als Hörbuch, da meine Lesezeit etwas knapp war und das Zuhören auch mal nebenbei geht. Nun kann ich die begeisterten Simmen verstehn!


In diesem Buch erzählt Gretel aus ihrem Leben. Geboren kurz vorm zweiten Weltkrieg verbrachte sie zusammen mit ihren Eltern einige Zeit in Auschwitz. Allerdings nicht als Jüdin, sondern als Tochter eines Lagerkommandanten. Nach dem Krieg floh sie zusammen mit ihrer Mutter nach Frankreich, wo sie aber entlarvt wurden. Immer wieder versuchte sie, festen Boden unter den Füßen zu bekommen, reiste von einem Ort zum nächsten und rechnete damit, aufs Neue entlarvt zu werden.

Inzwischen lebt die über neunzigjährige Witwe in einer feudalen Wohngegend in London und erinnert sich an ihr von Angst geprägtes Leben. Ihr Sohn würde gerne die Wohnung verkaufen, um mit dem Erlös seine Schulden zu begleichen. Doch sie weigert sich, in eine Seniorenresidenz zu gehen. Stattdessen freundet sie sich mit dem Sohn ihres neuen Nachbarn an. Mit Entsetzen bemerkt sie, dass der Neunjährige misshandelt wird und setzt sich für das Kind ein – was sie letztlich in große Bedrängnis bringt …


Der Aufbau dieses Buches in mehreren Zeitebenen ist äußerst gelungen. Wie ein Puzzle setzt sich die Geschichte zusammen. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, so dass ich Gretels Schuldgefühle angesichts ihrer Vergangenheit gut nachvollziehen konnte - obwohl sie damals ein Kind von zwölf Jahren war. Dass das Grauen aber nicht nur damals stattfand, sondern bis in die heutige Zeit reicht, wurde auch deutlich.


Elisabeth Günter als Sprecherin war eine gute Wahl. Sie intoniert mit angenehmer Stimme Gretels Gedanken und Erinnerungen ebenso wie die  anderer Redner, mit denen Gretel zu tun hatte.


Dieses Buch hat mich neugierig gemacht auf „Der Junge im gesteiften Pyjama“, in dem das gleiche Thema behandelt wird und für mich wie ein Vorgänger zu diesem Buch wirkt.

Gerade zu einer Zeit, in der Hochbetagte wegen ihrer lang zurückliegenden Vergangenheit vor Gerichte gezerrt werden, finde ich es gut, die Welt aus deren Sicht erzählt zu bekommen.

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