Der Schneegänger

von Elisabeth Herrmann 
4,0 Sterne bei99 Bewertungen
Der Schneegänger
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (74):
engineerwifes avatar

Sehr gut, diese Reihe lese ich gerne weiter !!!

Kritisch (4):
N

Mich konnte dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Handlung, Figuren, Spannung...alles für die Katz meiner Meinung nach

Alle 99 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Schneegänger"

Ein kleiner Junge wird entführt – und alle Ermittlungen laufen ins Leere. Vier Jahre später wird sein Skelett im Wald gefunden. Polizeimeisterin Sanela Beara muss dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat – und wird hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung, der sie selbst an ihre äußerste Grenze treibt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485260
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:21.11.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.01.2015 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ilonaLs avatar
    ilonaLvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Abgründe tun sich auf! Dieser Thriller hat ein unbekanntes Ausmaß an Dramatik und Spannung! Sehr hoher Spannungspegel!!!
    Für mich ein sehr spannender Thriller!

    Es tun sich Abgründe auf! Verdächtigungen, die Leben zerstören. 

    "Ein kleiner Junge verschwindet und eine atemlose Suche nach der Wahrheit beginnt!" So steht es im Klappentext und ich wurde nicht enttâuscht. Hass trifft auf Gier und Verachtung. Absolut spannend  und liebenswert. Und manchmal auch sehr, sehr traurig und dramatisch! 
    Für mich kann es hier nur 5 von 5 Sterne geben, die meiner Meinung nach auch verdient sind! Gern gebe ich mein Lesenswert!

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Guter Krimi für zwischendurch
    Guter Krimi für zwischendurch

    Sanela Beara ist eine junge, engagierte Polizistin,  die eines Tages hoch hinaus will. Als im Grunewald die vor vier Jahren verscharrte Leiche des kleinen Darijo gefunden wird, nutzt Sanela ihre Kontakte zur kroatischen Gemeinschaft in Berlin, um undercover bei der wohlhabenden Familie Reinartz zu ermitteln. Schon bald findet sie heraus, dass vor vier Jahren eine Intrige geschmiedet wurde, deren Wellen bis in die Gegenwart schlagen. 


    Dies war mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann,  mein letztes wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein. Mir gefällt die Art der Protagonistendarstellung sehr gut. In den meisten Teilen ist Sanela eine gewitzte, junge Polizistin, die es in ihrem Beruf weit bringen könnte, da sie die nötige Motivation und Engagement mitbringt.  Allerdings scheint sie ein Problem mit Autorität und Regeln zu haben. Das fand ich an einigen Stellen schon störend unrealistisch. Gerade die überboardende Sympathie für den Hauptverdächtigen fand ich nicht nur unpassend sondern im höchsten Maße unrealistisch. Sympathie schön und gut, aber mit dieser angeblich so innigen Liebe hat Elisabeth Herrmann eindeutig viel zu dick aufgetragen. 


    Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist gut und stringent. Sehr gut gefallen hat mir der packende und neugierig machende Prolog. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren die vielen unauthentisch verwendeten Anglizismen überall im Text. Wäre ich Lektor gewesen, hätte ich das in jedem Fall gestrichen. Dem Lesefluss kommen diese nämlich nicht wirklich entgegen. Und warum nicht Gemeinschaft statt Community sagen? Mir erschien dieser Stil wir gewollt und nicht gekonnt. 


    Fazit: alles in allem ein spannendes Buch. Ich werde mir bestimmt noch ein weiteres kaufen. 

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    S
    sakuvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Erschreckend zu sehen, wozu Menschen fähig sind!
    Interessante Paare

    Die Leiche eines Jungen wird im Wald entdeckt. Sehr schnell steht fest, dass es sich um Darijo handelt, einen Jungen, der vor vier Jahren entführt wurde, bis jetzt nicht gefunden und dessen Fall nie geklärt wurde. Kommissar Gehring, der sich damals als junger Kommissar um den Fall gekümmert hatte, übernimmt ihn wieder und holt sich die Hilfe von Sanela Bear, mit der er schon mal gearbeitet hat.

    Dies ist das zweite Band der Reihe mit diesen beiden Hauptfiguren, aber der Leser muss nicht das erste Band gelesen haben, um dieses zu verstehen. Sanela ist eine junge, kluge, iniativen-ergreifende, feinfühlige Dame, die sich oft von ihren Gefühlen überrumpeln lässt. Lutz Gehring ist fast ihr Gegenteil, manchmal sehr kalt, aber er kann trotzdem manchmal viel Wärme und Empathie ausstrahlen. Regelmäßig kommt es zu Explosionen zwischen den beiden, sie missverstehen sich oft; trotzdem arbeiten sie irgendwie sehr gut zusammen. Also sehr interessante Figuren.

    Die anderen Figuren sind auch sehr komplex. Lida und Darko, Darijos Eltern, haben auf ganz verschiedene Arten reagiert, kommen aber jetzt wieder zu einander. Dann gibt es den neuen Mann und seine Söhne; aber die ehemalige Frau ist immer noch präsent. Und die Nachbarn spielen auch eine Rolle. Die Beziehungen zwischen diesen Figuren sind unklar, mit Schatten und Lügen verbunden und zerren an den Nerven, sowohl der Figuren wie der Leser. Schwierig, nicht zu viel zu erzählen; aber die Gefühlswelt, die der Leser in diesem Buch entdeckt, ist kalt und berechnend.

    Ein winziger Kritikpunkt: Ein paar Klischees hätten vielleicht vermieden werden können (würde ein Verdächtiger sich verraten, nur weil die Kommissarin die selbe Muttersprache spricht? Und müssen bad boys immer unwiderstehlich sein?...). Der Gesamteindruck ist aber 100% positiv, das Buch ist sehr gut recherchiert und geschrieben, ein sehr guter page turner. Nun mache ich mich auf die Suche nach dem ersten Band.

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    cosima73s avatar
    cosima73vor 2 Jahren
    Tanz mit dem Wolf und im Kreis

    Ein Jäger findet im kalten Winter das Skelett eines vergrabenen Jungen. Bald ist klar, dass es sich dabei um den vor vier Jahren verschwundenen Darijo handelt, ein Fall, der niemals geklärt werden konnte und bei dem sich Lutz Gehring nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Da Darios Eltern Kroaten sind, in den Ermittlungen damals keiner vor Ort war, der diese Sprache beherrschte, soll dieses Mal Sanela Beara mithelfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Ihres Zeichens ehemalige Streifenpolizistin, aktuell Studentin für den Kriminaldienst und schon mal in einem Fall mit Lutz Gehring verwickelt, welche die beiden nicht zu besten Freunden hatte werden lassen, ist sie schon bald tiefer in der Geschichte drin, als allen lieb ist.

    Sanela ermittelt mit Mitteln, die sich immer am Rande des gesetzlich machbaren bewegen – meist auf eigene Faust. Aber schliesslich und endlich ist es kompliziert und es geht darum, den Tod des kleinen Jungen zu klären. Verdächtige gibt es genug: Den eigenbrötlerischen, aufbrausenden und doch charmanten Vater, die zu höherem berufene Mutter, die schon während der Ehe eine Verhältnis mit ihrem Arbeitgeber hatte, diesen später geheiratet hat. Derselbe Arbeitgeber wäre auch noch auf der Liste der Verdächtigen, genauso wie seine Söhne und diese verehrende modelhafte Nachbarstöchter.

    Die Figurenaufstellung macht es schon offensichtlich: Es gibt Platz für viele Klischees und der Roman greift sie alle auf. Als Leser will man wissen, wer es nun war, keine Frage, allein der Weg dahin ist lang und steinig. Man weiss als geübter Krimileser schon von der ersten Seite an, wer es nicht gewesen ist, möchte aber wissen, wie sich seine Wege erklären lassen. Auch Ahnungen, wie alles zusammen hängen könnte, sind bald mal da, man möchte sie verifiziert haben. Und so liest man durch blumige Ausschweifungen, psychologische Charakterstudien, ausführliche Background Stories hindurch, die alle wunderbar sind, damit der Autor seine Figuren kennenlernt, die im Buch selber aber nicht mehr nötig oder sinnvoll sind. Positiv ausgedrückt steigern sie die Spannung durch das Herauszögern der Antworten, negativ ausgedrückt sind sie schlicht zu kürzender Ballast – gut geschrieben, bringen die Geschichte aber nicht weiter.

    Und irgendwann kommt dann das Ende. Es passiert nochmals viel, alles löst sich auf. Es ist irgendwie das einzig mögliche Ende, und doch befriedigt es nicht. Nicht mich. Wer gerne ausführliche Charakterstudien, blumige Figurenbeschreibungen, endlose Flashbacks, klischeebehaftete Beziehungsmuster und Gesellschaftsstudien hat, der kommt in dem Buch auf seine Kosten. Wer es gern knackig spannend mag, wird sich wohl eher ärgern. Was Elisabeth Hermann gelungen ist: Weglegen konnte ich das Buch nicht, ich wollte das Ende wissen. Auch die Sprache, die Schreibweise waren durchaus passend, sie versteht das Handwerk. Es war für mich persönlich das falsche Tempo und zu viel Ballast.

    Fazit:
    Die klassische Frage „whodunit“, auf die man eine Antwort haben will – trotz (zu?) vielen Klischees und Verzögerungen.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein absoluter Pageturner!
    Der Schneegänger

    Bereits kurz nach dem grausigen Leichenfund in einem Brandenburger Waldstück, steht fest dass es sich hierbei um den vor vier Jahren verschwundenen Jungen DarijoTudor handelt. Als vermisst gemeldet und nie gefunden, zählt der Fall Darijo mittlerweile zu den sogenannten Cold Cases dessen Aufklärung, nicht zuletzt aus Personalgründen, als ziemlich unwahrscheinlich gilt. Zufälligerweise ist es Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring, der damals für die Ermittlungen zuständige Kripobeamte, der Bereitschaft hat und an den Tatort gerufen wird. Der Fall Darijo war einer seiner ersten Fälle, bei dem er als leitender Beamter und noch neu auf der Dienstelle, ziemlich versagt hat. Wie er sich mittlerweile eingestehen muss, sind ihm etliche Fehler unterlaufen, die möglicherweise dazu geführt haben, dass der Fall nie aufgeklärt werden konnte. In seinem Bemühen diesmal alles richtig zu machen, setzt er daher auf die junge begabte Sanela Beara, die er als brilliante Ermittlerin schätzen gelernt hat. Sanela, die nach anfänglichem Zögern, sich auf die Geschichte überhaupt einzulassen, voll in dem Fall aufgeht und alles daran setzt den Mörder des unschuldigen Kindes zu stellen, kann ihr Temperament nur schwer zügeln und gerät in ihrem Eifer unversehens in eine höchst prekäre Lage, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann.

    Fazit
    Ein mitreißender und packender Krimi, der das große Dunkelfeld von Kindesmisshandlung und dem egozentrischen Verhalten des dazu sozialen Umfelds, spannend in Szene setzt.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 2 Jahren
    Er war unterwegs, um die Unschuld zu töten...


    Die Geschichte klingt erstmal sehr gradlinig: ein kleiner Junge verschwindet spurlos, ein paar Jahre später wird sein Skelett gefunden, schon nach wenigen Tagen wird der Vater als Hauptverdächtiger verhaftet. Zwischen den Eltern gab es oft Stress, wird gemunkelt. Medea-Syndrom, vermutet eine Ermittlerin: wenn ein Elternteil das Kind tötet, um den Partner zu bestrafen. Aber natürlich stellt sich schnell heraus, dass an diesem Fall absolut gar nichts einfach oder gradlinig ist. Die Ermittler graben eine Schicht nach der anderen ab, finden alte Schuld, alten Verrat, alten Neid, alte Gier... Und dennoch ist kein Ende in Sicht.

    Die Wendungen (und Sackgassen!) haben mir gut gefallen, denn dadurch fand ich den Fall nicht vorhersehbar oder ausgelutscht! Ich bin nur so durch die 448 Seiten geflogen und habe mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Spannend ist es in meinen Augen auch, obwohl das Augenmerk der Geschichte oft eher auf dem Drumherum liegt: auf dem Zwischenmenschlichem, das nicht immer direkt mit dem Fall zu tun hat.

    Schon im ersten Band der Reihe ("Das Dorf der Mörder") verbiss sich Sanela Beara, die zu der Zeit nur eine kleine Streifenpolizistin war, in den damaligen Fall wie ein zu allem entschlossener Zwergpinscher und pfiff dabei munter auf Regeln und Befugnisse. Inzwischen ist sie keine Streifenpolizistin mehr, sondern Beamtin auf Probe im ersten Jahr des Masterstudiengangs Gehobener Polizeivollzugsdienst - aber immer noch wild entschlossen und nur zu bereit, aus der Reihe zu tanzen...

    Sie ist ohne Zweifel hochintelligent, vielleicht sogar brillant, und dabei einfühlsam und sehr intuitiv: sie hat ein untrügliches Gespür dafür, was Menschen bewegt, aber nur wenig Geduld mit Bürokratie und den hierarchischen Strukturen bei der Polizei. Das macht sie zu einem kantigen, gelegentlich sperrigen Charakter, aber auch zu einem sehr interessanten! Sie war mir sympathisch, ich habe gerne über sie gelesen, nur manchmal hat mich nicht überzeugt, mit was sie alles durchkommt, ohne dass sie hochkant rausfliegt und sich von einer Karriere bei der Polizei endgültig verabschieden kann. Ab und an wirkte es auch mich fast schon überheblich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich über die Regeln hinwegsetzt, weil sie sicher ist, dass sie alleine den Weg zur Wahrheit verfolgt. Außerdem ist sie verstörend anfällig für die Attraktivität von Tatverdächtigen...

    Mit Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring verbindet sie eine Art Hassliebe (meist mit Tendenz zum Hass), und obwohl sie sich im letzten Fall gegenseitig den letzten Nerv gekostet haben, fordert er sie auch dieses Mal wieder an. Schade fand ich, dass es relativ wenige Szenen gibt, in denen die beiden direkt miteinander zu tun haben, denn die Chemie zwischen ihnen ist sehr interessant! Keine Liebesgeschichte, aber da sprühen dennoch die Funken.

    In "Der Schneegänger" folgt der Leser ihren Erlebnissen meist getrennt voneinander, und Sanela steht eindeutig mehr im Rampenlicht. Sie ermittelt auf eigene Faust, benutzt ihre Kontakte in der kroatischen Community, fordert alte Gefallen ein, sprich: bringt den Fall voran und findet Sachen heraus, und dabei bewegt sie sich auf verdammt dünnem Eis. Gehring dagegen verrennt sich in Sackgassen und räumt hinter ihr her, indem er ihr zum Beispiel nachträglich die Befugnis besorgt, versteckt zu ermitteln. Sehr bedauerlich, denn er verkauft sich meiner Meinung nach deutlich unter Wert!

    Zitat:
    "Die Last des Gewehrs schien zentnerschwer. Darko blieb stehen und musste sich an einem Baum abstützen. Der Wind trieb die Wolken vor sich her, und für einen kurzen Moment schimmerte silbernes Mondlicht durch die kahlen Äste. Wie viel Schuld trug er selbst? Alle. Er war unterwegs, um die Unschuld zu töten."

    Den Schreibstil fand ich wieder großartig, sehr aussagekräftig und dabei voller Atmosphäre und ungewöhnlicher Metaphern. 

    Fazit:
    Ein kleiner Junge wird ermordet, seine Leiche erst vier Jahre später gefunden. Da die Eltern des Jungen aus Kroatien stammen, wird Sanela Beara zu dem Fall dazu gerufen, obwohl sie nur Beamtin auf Probe und Studentin im Fach Gehobener Polizeivollzugsdienst ist. Eigentlich soll sie nur übersetzen und beobachten, fängt aber schnell damit an, auf eigene Faust versteckt zu ermitteln...

    Mir hat gut gefallen, wie vielschichtig und unvorhersehbar (zumindest in meinen Augen) sich die Geschichte entwickelt! Ich fand sie spannend und gut geschrieben, und besonders vom abwechslungsreichen Schreibstil war ich sehr angetan. Auch die Charaktere fand ich im Großen und Ganzen glaubhaft - mit einer Ausnahme: ich fand nicht mehr gänzlich glaubhaft, wie unverfroren sich Sanela über alle Regeln hinwegsetzt, ohne dass dieses Verhalten ihre Karriere bei der Polizei auf der Stelle beendet! Davon abgesehen ist sie für mich aber eine sympathische Heldin, über die ich gerne gelesen habe.

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    Carol-Graysons avatar
    Carol-Graysonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Großartig geschrieben und viel mehr als ein klassischer Kriminalroman!
    Klassischer Kriminalroman


    Als die skelettierte Leiche eines kleinen Jungen gefunden wird, laufen die Ermittlungen erst in Richtung eines ungelösten Entführungsfalles. Vor Jahren wurde der Sohn einer kroatischen Haushaltshilfe entführt, der mit den beiden Söhnen eines reichen Unternehmers gemeinsam aufwuchs. Handelte es sich damals um eine Verwechslung? 

    Der Unternehmer war sogar bereit, das geforderte hohe Lösegeld zu zahlen, doch der Junge kehrte nicht zurück. Jetzt landet der Fall auf dem Tisch des gleichen Kommissars, der damals die Entführung bearbeitet hat.

    Nach dem Fund des Toten werden die Karten neu gemischt, alte Spuren nochmals verfolgt und plötzlich tun sich ganz neue Perspektiven auf. Die ehemalige Haushaltshilfe ist heute mit dem geschiedenen Unternehmer verheiratet! 
    Und der leibliche Vater, ein bekannter Wolfsforscher, wird nun des Mordes verdächtigt. Aber hinter dem Tod des Kindes stecken noch viele Dramen aus Eifersucht, Mißbrauch, Gewalt und Geldgier.

    Das Buch ist ein klassischer Kriminalroman, der weniger sich auf Action als auf die zum Teil verdeckt durchgeführte Ermittlungsarbeit konzentriert. Die Schreibweise ist jedoch so mitreißend, dass der Leser auf jeder Seite mitfiebern kann. 

    Für mich einer der besten deutschen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man kann ihn problemlos auch ohne den Vorgängerband lesen! 

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    Carol-Graysons avatar
    Carol-Graysonvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Großartig geschrieben und viel mehr als ein klassischer Kriminalroman!
    Einfach nur spannend


    Als die skelettierte Leiche eines kleinen Jungen gefunden wird, laufen die Ermittlungen erst in Richtung eines ungelösten Entführungsfalles. Vor Jahren wurde der Sohn einer kroatischen Haushaltshilfe entführt, der mit den beiden Söhnen eines reichen Unternehmers gemeinsam aufwuchs. Handelte es sich damals um eine Verwechslung? 

    Der Unternehmer war sogar bereit, das geforderte hohe Lösegeld zu zahlen, doch der Junge kehrte nicht zurück. Jetzt landet der Fall auf dem Tisch des gleichen Kommissars, der damals die Entführung bearbeitet hat.

    Nach dem Fund des Toten werden die Karten neu gemischt, alte Spuren nochmals verfolgt und plötzlich tun sich ganz neue Perspektiven auf. Die ehemalige Haushaltshilfe ist heute mit dem geschiedenen Unternehmer verheiratet! 
    Und der leibliche Vater, ein bekannter Wolfsforscher, wird nun des Mordes verdächtigt. Aber hinter dem Tod des Kindes stecken noch viele Dramen aus Eifersucht, Mißbrauch, Gewalt und Geldgier.

    Das Buch ist ein klassischer Kriminalroman, der weniger sich auf Action als auf die zum Teil verdeckt durchgeführte Ermittlungsarbeit konzentriert. Die Schreibweise ist jedoch so mitreißend, dass der Leser auf jeder Seite mitfiebern kann. 

    Für mich einer der besten deutschen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man kann ihn problemlos auch ohne den Vorgängerband lesen! 

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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Größtenteils mehr Psychothriller als Krimi, aber spannend und gut zu lesen!
    Wem kannst du noch trauen?

    Die Geschichte:
    Sanela Beara drückt nach ihrem letzten spektakulären Fall wieder die Schulbank. Sie leidet immer noch unter den Folgen des Mordversuchs und ist froh, dass sie erst einmal Abstand zu Hauptkommissar Lutz Gehring hat.
    Doch dann steht dieser plötzlich vor dem Hörsaal und will sie direkt zu einer Befragung mitnehmen. Sanela erfährt, dass es dabei um den vor vier Jahren entführten Darijo geht, dessen Leiche nun von einem Jäger im Wald gefunden wurde.
    Zum Hauptverdächtigen wird schnell der Vater des Jungen, doch Sanela will daran nicht glauben. Sie meldet sich in der Uni krank und schleust sich als angebliche Putzfrau auf eigene Gefahr bei der neuen Familie der inzwischen geschiedenen Mutter von Darijo ein.
    Wieder einmal setzt Sanela ihr eigenes Wohlergehen aufs Spiel, um mit ihren ungewöhnlichen Methoden die stockenden Ermittlungen voranzubringen. Ein Netz aus Lügen und undurchsichtigen Allianzen machen ihr diese Aufgabe nicht gerade leicht …

    Meine Meinung:
    Als großer Fan von Elisabeth Herrmann habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung von “Das Dorf der Mörder” gefreut. Sanela Beara ist eine ungewöhnliche, kluge Frau, die mit ihren erst 24 Jahren bereits viel mitgemacht hat. Ihre Mutter hat sie früh verloren und musste dann mit ihrem Vater aus einem Kriegsgebiet flüchten. Diese Erfahrungen machen sie einerseits stärker, aber andererseits bieten sie auch Angriffspunkte. Das muss sie auch in diesem Buch wieder schmerzhaft erfahren.

    Ihr Kollege Lutz Gehring ist ein eher zwiespältiger Charakter: er kann wirklich sympathisch sein, aber meistens wirkt er eher griesgrämig und überheblich. Durch die Verfilmung von “Das Dorf der Mörder” habe ich jetzt beim Lesen leider oft den Schauspieler Jürgen Tarrach (geb. 1960) vor Augen, der aber in dieser Rolle etwas fehlbesetzt war, denn im Buch ist Lutz erst Mitte 30.

    An Elisabeth Herrmanns Krimis mag ich auch, dass sie immer Themen aufgreift, die ihr wohl selbst sehr am Herzen liegen. Das merkt man nicht nur an der guten Recherchearbeit. In diesem Buch geht es um Kindesmissbrauch und nebenbei auch noch um die Wiederansiedelung von Wölfen in unseren Wäldern.
    Auch die gute Balance zwischen ermittlungsrelevanten Fakten und Infos aus dem Privatleben der Protagonisten finde ich immer absolut gut gelungen.

    Insgesamt muss ich aber leider schon zugeben, dass “Der Schneegänger” für mich das bisher schwächste Buch der Autorin ist. Fast wie in einem Thriller wirkten manche Dinge etwas unrealistisch und es wird mit vielen Klischees gearbeitet.
    Eigentlich bewegt sich die ganze Handlung auch größtenteils innerhalb einer Familie. Spannend war es trotzdem und ich habe das Buch in nur zwei Tagen komplett gelesen. Die vielen Verstrickungen, undurchsichtigen Beweggründe und widersprüchlichen Aussagen der Verdächtigen erinnerten mich oft an einen Psychothriller. Man weiß nie, wem Sanela trauen sollte und wem besser nicht.

    Das Ende hätte für meinen Geschmack noch etwas positiver ausfallen können, aber man kann ja nicht alles haben. Auf den nächsten Fall mit Sanela freue ich mich auf jeden Fall schon jetzt.

    Fazit:
    Dieser Krimi wirkt größtenteils eher wie ein Psychothriller … trotz kleinerer Schwächen fesselnd und spannend bis zum Ende.

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    yaris avatar
    yarivor 3 Jahren
    Komplexer und spannender Krimi

    Als in Berlin das Skelett eines kleinen Jungen gefunden wird, geht man davon aus, dass es sich um den kleinen Darijo handelt, der vor vier Jahren entführt wurde. Ermitteln soll in diesem Fall Lutz Gehring. Er bittet Sanela Beara darum, die Eltern zu informieren. Dabei erfährt sie, dass die Eltern zwischenzeitlich getrennt leben.

    Darko, der Vater des Jungen, arbeitet als Wolfsforscher, und löst in Sanela gegensätzliche Gefühle aus. Während ihrer Ermittlungen stößt die junge Polizistin auf Schweigen und muss sich fragen, ob der Junge entführt wurde oder ob ihm etwas anderes zugestoßen sind.

    Beara beginnt, gegen den Willen Gehrings, verdeckt im Haus der Unternehmerfamilie Reinartz, bei der Darijos Mutter Lida früher gearbeitet hat, zu ermitteln. Sie stößt dabei auf Menschen voller Gier, Hass und Verachtung und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

    Elisabeth Herrmann ist mit dem zweiten Band um die junge Polizistin Sanela Beara wieder ein spannender und fesselnder Krimi gelungen.

    Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung baut sich immer mehr auf und die Handlung ist gut durchdacht.

    Die Charaktere sind schön gezeichnet. Sanela hält sich nicht unbedingt an Vorschriften, ist sehr selbstbewusst und entscheidet oft aus dem Bauch heraus. Sie ergänzt sich toll mit Lutz Gehring, der lieber mit Kalkül handelt, aber in verzwickten Situationen immer für Sanela da ist.
    Darko ist mit seiner Trauer um das Verschwinden seines Sohnes wunderbar beschrieben. Lida hingegen ist mir unsympathisch, da ihr Verhalten für mich unverständlich ist.

    Auch in diesem atmosphärisch dichten Krimi versteht es die Autorin, den Leser gekonnt auf falsche Spuren zu führen, und damit den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.
    Außerdem ist sehr gut beschrieben, welche Tragödie sich in einer Familie ereignen kann, und welche Abgründe sich auftun können.

    "Der Schneegänger" bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf Sterne, da ich auf hohem Niveau unterhalten wurde.


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