Elisabeth Herrmann Der Schneegänger

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Inhaltsangabe zu „Der Schneegänger“ von Elisabeth Herrmann

Ein kleiner Junge wird entführt – und alle Ermittlungen laufen ins Leere. Vier Jahre später wird sein Skelett im Wald gefunden. Polizeimeisterin Sanela Beara muss dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat – und wird hineingezogen in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung, der sie selbst an ihre äußerste Grenze treibt ...

Guter Krimi für zwischendurch

— Frau-Aragorn

gute Story, für mich etwas zu ruhig

— CorneliaP

Erschreckend zu sehen, wozu Menschen fähig sind!

— saku

Etwas mehr Spannung wäre gut gewesen:( Sonst ein ordentlicher Krimi.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein absoluter Pageturner!

— twentytwo

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Ein spannendes Buch und vielen Wendungen!

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  • Guter Krimi für zwischendurch

    Der Schneegänger

    Frau-Aragorn

    17. September 2017 um 11:34

    Sanela Beara ist eine junge, engagierte Polizistin,  die eines Tages hoch hinaus will. Als im Grunewald die vor vier Jahren verscharrte Leiche des kleinen Darijo gefunden wird, nutzt Sanela ihre Kontakte zur kroatischen Gemeinschaft in Berlin, um undercover bei der wohlhabenden Familie Reinartz zu ermitteln. Schon bald findet sie heraus, dass vor vier Jahren eine Intrige geschmiedet wurde, deren Wellen bis in die Gegenwart schlagen. Dies war mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann,  mein letztes wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein. Mir gefällt die Art der Protagonistendarstellung sehr gut. In den meisten Teilen ist Sanela eine gewitzte, junge Polizistin, die es in ihrem Beruf weit bringen könnte, da sie die nötige Motivation und Engagement mitbringt.  Allerdings scheint sie ein Problem mit Autorität und Regeln zu haben. Das fand ich an einigen Stellen schon störend unrealistisch. Gerade die überboardende Sympathie für den Hauptverdächtigen fand ich nicht nur unpassend sondern im höchsten Maße unrealistisch. Sympathie schön und gut, aber mit dieser angeblich so innigen Liebe hat Elisabeth Herrmann eindeutig viel zu dick aufgetragen. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist gut und stringent. Sehr gut gefallen hat mir der packende und neugierig machende Prolog. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren die vielen unauthentisch verwendeten Anglizismen überall im Text. Wäre ich Lektor gewesen, hätte ich das in jedem Fall gestrichen. Dem Lesefluss kommen diese nämlich nicht wirklich entgegen. Und warum nicht Gemeinschaft statt Community sagen? Mir erschien dieser Stil wir gewollt und nicht gekonnt. Fazit: alles in allem ein spannendes Buch. Ich werde mir bestimmt noch ein weiteres kaufen. 

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  • Interessante Paare

    Der Schneegänger

    saku

    19. January 2017 um 17:12

    Die Leiche eines Jungen wird im Wald entdeckt. Sehr schnell steht fest, dass es sich um Darijo handelt, einen Jungen, der vor vier Jahren entführt wurde, bis jetzt nicht gefunden und dessen Fall nie geklärt wurde. Kommissar Gehring, der sich damals als junger Kommissar um den Fall gekümmert hatte, übernimmt ihn wieder und holt sich die Hilfe von Sanela Bear, mit der er schon mal gearbeitet hat.Dies ist das zweite Band der Reihe mit diesen beiden Hauptfiguren, aber der Leser muss nicht das erste Band gelesen haben, um dieses zu verstehen. Sanela ist eine junge, kluge, iniativen-ergreifende, feinfühlige Dame, die sich oft von ihren Gefühlen überrumpeln lässt. Lutz Gehring ist fast ihr Gegenteil, manchmal sehr kalt, aber er kann trotzdem manchmal viel Wärme und Empathie ausstrahlen. Regelmäßig kommt es zu Explosionen zwischen den beiden, sie missverstehen sich oft; trotzdem arbeiten sie irgendwie sehr gut zusammen. Also sehr interessante Figuren.Die anderen Figuren sind auch sehr komplex. Lida und Darko, Darijos Eltern, haben auf ganz verschiedene Arten reagiert, kommen aber jetzt wieder zu einander. Dann gibt es den neuen Mann und seine Söhne; aber die ehemalige Frau ist immer noch präsent. Und die Nachbarn spielen auch eine Rolle. Die Beziehungen zwischen diesen Figuren sind unklar, mit Schatten und Lügen verbunden und zerren an den Nerven, sowohl der Figuren wie der Leser. Schwierig, nicht zu viel zu erzählen; aber die Gefühlswelt, die der Leser in diesem Buch entdeckt, ist kalt und berechnend.Ein winziger Kritikpunkt: Ein paar Klischees hätten vielleicht vermieden werden können (würde ein Verdächtiger sich verraten, nur weil die Kommissarin die selbe Muttersprache spricht? Und müssen bad boys immer unwiderstehlich sein?...). Der Gesamteindruck ist aber 100% positiv, das Buch ist sehr gut recherchiert und geschrieben, ein sehr guter page turner. Nun mache ich mich auf die Suche nach dem ersten Band.

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  • Tanz mit dem Wolf und im Kreis

    Der Schneegänger

    cosima73

    17. January 2017 um 19:41

    Ein Jäger findet im kalten Winter das Skelett eines vergrabenen Jungen. Bald ist klar, dass es sich dabei um den vor vier Jahren verschwundenen Darijo handelt, ein Fall, der niemals geklärt werden konnte und bei dem sich Lutz Gehring nicht mit Ruhm bekleckert hatte. Da Darios Eltern Kroaten sind, in den Ermittlungen damals keiner vor Ort war, der diese Sprache beherrschte, soll dieses Mal Sanela Beara mithelfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Ihres Zeichens ehemalige Streifenpolizistin, aktuell Studentin für den Kriminaldienst und schon mal in einem Fall mit Lutz Gehring verwickelt, welche die beiden nicht zu besten Freunden hatte werden lassen, ist sie schon bald tiefer in der Geschichte drin, als allen lieb ist. Sanela ermittelt mit Mitteln, die sich immer am Rande des gesetzlich machbaren bewegen – meist auf eigene Faust. Aber schliesslich und endlich ist es kompliziert und es geht darum, den Tod des kleinen Jungen zu klären. Verdächtige gibt es genug: Den eigenbrötlerischen, aufbrausenden und doch charmanten Vater, die zu höherem berufene Mutter, die schon während der Ehe eine Verhältnis mit ihrem Arbeitgeber hatte, diesen später geheiratet hat. Derselbe Arbeitgeber wäre auch noch auf der Liste der Verdächtigen, genauso wie seine Söhne und diese verehrende modelhafte Nachbarstöchter. Die Figurenaufstellung macht es schon offensichtlich: Es gibt Platz für viele Klischees und der Roman greift sie alle auf. Als Leser will man wissen, wer es nun war, keine Frage, allein der Weg dahin ist lang und steinig. Man weiss als geübter Krimileser schon von der ersten Seite an, wer es nicht gewesen ist, möchte aber wissen, wie sich seine Wege erklären lassen. Auch Ahnungen, wie alles zusammen hängen könnte, sind bald mal da, man möchte sie verifiziert haben. Und so liest man durch blumige Ausschweifungen, psychologische Charakterstudien, ausführliche Background Stories hindurch, die alle wunderbar sind, damit der Autor seine Figuren kennenlernt, die im Buch selber aber nicht mehr nötig oder sinnvoll sind. Positiv ausgedrückt steigern sie die Spannung durch das Herauszögern der Antworten, negativ ausgedrückt sind sie schlicht zu kürzender Ballast – gut geschrieben, bringen die Geschichte aber nicht weiter. Und irgendwann kommt dann das Ende. Es passiert nochmals viel, alles löst sich auf. Es ist irgendwie das einzig mögliche Ende, und doch befriedigt es nicht. Nicht mich. Wer gerne ausführliche Charakterstudien, blumige Figurenbeschreibungen, endlose Flashbacks, klischeebehaftete Beziehungsmuster und Gesellschaftsstudien hat, der kommt in dem Buch auf seine Kosten. Wer es gern knackig spannend mag, wird sich wohl eher ärgern. Was Elisabeth Hermann gelungen ist: Weglegen konnte ich das Buch nicht, ich wollte das Ende wissen. Auch die Sprache, die Schreibweise waren durchaus passend, sie versteht das Handwerk. Es war für mich persönlich das falsche Tempo und zu viel Ballast. Fazit: Die klassische Frage „whodunit“, auf die man eine Antwort haben will – trotz (zu?) vielen Klischees und Verzögerungen.

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  • Der Schneegänger

    Der Schneegänger

    twentytwo

    28. December 2016 um 12:27

    Bereits kurz nach dem grausigen Leichenfund in einem Brandenburger Waldstück, steht fest dass es sich hierbei um den vor vier Jahren verschwundenen Jungen DarijoTudor handelt. Als vermisst gemeldet und nie gefunden, zählt der Fall Darijo mittlerweile zu den sogenannten Cold Cases dessen Aufklärung, nicht zuletzt aus Personalgründen, als ziemlich unwahrscheinlich gilt. Zufälligerweise ist es Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring, der damals für die Ermittlungen zuständige Kripobeamte, der Bereitschaft hat und an den Tatort gerufen wird. Der Fall Darijo war einer seiner ersten Fälle, bei dem er als leitender Beamter und noch neu auf der Dienstelle, ziemlich versagt hat. Wie er sich mittlerweile eingestehen muss, sind ihm etliche Fehler unterlaufen, die möglicherweise dazu geführt haben, dass der Fall nie aufgeklärt werden konnte. In seinem Bemühen diesmal alles richtig zu machen, setzt er daher auf die junge begabte Sanela Beara, die er als brilliante Ermittlerin schätzen gelernt hat. Sanela, die nach anfänglichem Zögern, sich auf die Geschichte überhaupt einzulassen, voll in dem Fall aufgeht und alles daran setzt den Mörder des unschuldigen Kindes zu stellen, kann ihr Temperament nur schwer zügeln und gerät in ihrem Eifer unversehens in eine höchst prekäre Lage, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann.FazitEin mitreißender und packender Krimi, der das große Dunkelfeld von Kindesmisshandlung und dem egozentrischen Verhalten des dazu sozialen Umfelds, spannend in Szene setzt.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1195
  • Er war unterwegs, um die Unschuld zu töten...

    Der Schneegänger

    MikkaG

    28. June 2016 um 21:11

    Die Geschichte klingt erstmal sehr gradlinig: ein kleiner Junge verschwindet spurlos, ein paar Jahre später wird sein Skelett gefunden, schon nach wenigen Tagen wird der Vater als Hauptverdächtiger verhaftet. Zwischen den Eltern gab es oft Stress, wird gemunkelt. Medea-Syndrom, vermutet eine Ermittlerin: wenn ein Elternteil das Kind tötet, um den Partner zu bestrafen. Aber natürlich stellt sich schnell heraus, dass an diesem Fall absolut gar nichts einfach oder gradlinig ist. Die Ermittler graben eine Schicht nach der anderen ab, finden alte Schuld, alten Verrat, alten Neid, alte Gier... Und dennoch ist kein Ende in Sicht.Die Wendungen (und Sackgassen!) haben mir gut gefallen, denn dadurch fand ich den Fall nicht vorhersehbar oder ausgelutscht! Ich bin nur so durch die 448 Seiten geflogen und habe mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Spannend ist es in meinen Augen auch, obwohl das Augenmerk der Geschichte oft eher auf dem Drumherum liegt: auf dem Zwischenmenschlichem, das nicht immer direkt mit dem Fall zu tun hat.Schon im ersten Band der Reihe ("Das Dorf der Mörder") verbiss sich Sanela Beara, die zu der Zeit nur eine kleine Streifenpolizistin war, in den damaligen Fall wie ein zu allem entschlossener Zwergpinscher und pfiff dabei munter auf Regeln und Befugnisse. Inzwischen ist sie keine Streifenpolizistin mehr, sondern Beamtin auf Probe im ersten Jahr des Masterstudiengangs Gehobener Polizeivollzugsdienst - aber immer noch wild entschlossen und nur zu bereit, aus der Reihe zu tanzen...Sie ist ohne Zweifel hochintelligent, vielleicht sogar brillant, und dabei einfühlsam und sehr intuitiv: sie hat ein untrügliches Gespür dafür, was Menschen bewegt, aber nur wenig Geduld mit Bürokratie und den hierarchischen Strukturen bei der Polizei. Das macht sie zu einem kantigen, gelegentlich sperrigen Charakter, aber auch zu einem sehr interessanten! Sie war mir sympathisch, ich habe gerne über sie gelesen, nur manchmal hat mich nicht überzeugt, mit was sie alles durchkommt, ohne dass sie hochkant rausfliegt und sich von einer Karriere bei der Polizei endgültig verabschieden kann. Ab und an wirkte es auch mich fast schon überheblich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich über die Regeln hinwegsetzt, weil sie sicher ist, dass sie alleine den Weg zur Wahrheit verfolgt. Außerdem ist sie verstörend anfällig für die Attraktivität von Tatverdächtigen...Mit Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring verbindet sie eine Art Hassliebe (meist mit Tendenz zum Hass), und obwohl sie sich im letzten Fall gegenseitig den letzten Nerv gekostet haben, fordert er sie auch dieses Mal wieder an. Schade fand ich, dass es relativ wenige Szenen gibt, in denen die beiden direkt miteinander zu tun haben, denn die Chemie zwischen ihnen ist sehr interessant! Keine Liebesgeschichte, aber da sprühen dennoch die Funken.In "Der Schneegänger" folgt der Leser ihren Erlebnissen meist getrennt voneinander, und Sanela steht eindeutig mehr im Rampenlicht. Sie ermittelt auf eigene Faust, benutzt ihre Kontakte in der kroatischen Community, fordert alte Gefallen ein, sprich: bringt den Fall voran und findet Sachen heraus, und dabei bewegt sie sich auf verdammt dünnem Eis. Gehring dagegen verrennt sich in Sackgassen und räumt hinter ihr her, indem er ihr zum Beispiel nachträglich die Befugnis besorgt, versteckt zu ermitteln. Sehr bedauerlich, denn er verkauft sich meiner Meinung nach deutlich unter Wert!Zitat:"Die Last des Gewehrs schien zentnerschwer. Darko blieb stehen und musste sich an einem Baum abstützen. Der Wind trieb die Wolken vor sich her, und für einen kurzen Moment schimmerte silbernes Mondlicht durch die kahlen Äste. Wie viel Schuld trug er selbst? Alle. Er war unterwegs, um die Unschuld zu töten."Den Schreibstil fand ich wieder großartig, sehr aussagekräftig und dabei voller Atmosphäre und ungewöhnlicher Metaphern. Fazit:Ein kleiner Junge wird ermordet, seine Leiche erst vier Jahre später gefunden. Da die Eltern des Jungen aus Kroatien stammen, wird Sanela Beara zu dem Fall dazu gerufen, obwohl sie nur Beamtin auf Probe und Studentin im Fach Gehobener Polizeivollzugsdienst ist. Eigentlich soll sie nur übersetzen und beobachten, fängt aber schnell damit an, auf eigene Faust versteckt zu ermitteln...Mir hat gut gefallen, wie vielschichtig und unvorhersehbar (zumindest in meinen Augen) sich die Geschichte entwickelt! Ich fand sie spannend und gut geschrieben, und besonders vom abwechslungsreichen Schreibstil war ich sehr angetan. Auch die Charaktere fand ich im Großen und Ganzen glaubhaft - mit einer Ausnahme: ich fand nicht mehr gänzlich glaubhaft, wie unverfroren sich Sanela über alle Regeln hinwegsetzt, ohne dass dieses Verhalten ihre Karriere bei der Polizei auf der Stelle beendet! Davon abgesehen ist sie für mich aber eine sympathische Heldin, über die ich gerne gelesen habe.

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  • Klassischer Kriminalroman

    Der Schneegänger

    Carol-Grayson

    12. June 2016 um 10:06

    Als die skelettierte Leiche eines kleinen Jungen gefunden wird, laufen die Ermittlungen erst in Richtung eines ungelösten Entführungsfalles. Vor Jahren wurde der Sohn einer kroatischen Haushaltshilfe entführt, der mit den beiden Söhnen eines reichen Unternehmers gemeinsam aufwuchs. Handelte es sich damals um eine Verwechslung? Der Unternehmer war sogar bereit, das geforderte hohe Lösegeld zu zahlen, doch der Junge kehrte nicht zurück. Jetzt landet der Fall auf dem Tisch des gleichen Kommissars, der damals die Entführung bearbeitet hat.Nach dem Fund des Toten werden die Karten neu gemischt, alte Spuren nochmals verfolgt und plötzlich tun sich ganz neue Perspektiven auf. Die ehemalige Haushaltshilfe ist heute mit dem geschiedenen Unternehmer verheiratet! Und der leibliche Vater, ein bekannter Wolfsforscher, wird nun des Mordes verdächtigt. Aber hinter dem Tod des Kindes stecken noch viele Dramen aus Eifersucht, Mißbrauch, Gewalt und Geldgier.Das Buch ist ein klassischer Kriminalroman, der weniger sich auf Action als auf die zum Teil verdeckt durchgeführte Ermittlungsarbeit konzentriert. Die Schreibweise ist jedoch so mitreißend, dass der Leser auf jeder Seite mitfiebern kann. Für mich einer der besten deutschen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man kann ihn problemlos auch ohne den Vorgängerband lesen! 

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  • Einfach nur spannend

    Der Schneegänger

    Carol-Grayson

    15. March 2016 um 19:55

    Als die skelettierte Leiche eines kleinen Jungen gefunden wird, laufen die Ermittlungen erst in Richtung eines ungelösten Entführungsfalles. Vor Jahren wurde der Sohn einer kroatischen Haushaltshilfe entführt, der mit den beiden Söhnen eines reichen Unternehmers gemeinsam aufwuchs. Handelte es sich damals um eine Verwechslung? Der Unternehmer war sogar bereit, das geforderte hohe Lösegeld zu zahlen, doch der Junge kehrte nicht zurück. Jetzt landet der Fall auf dem Tisch des gleichen Kommissars, der damals die Entführung bearbeitet hat.Nach dem Fund des Toten werden die Karten neu gemischt, alte Spuren nochmals verfolgt und plötzlich tun sich ganz neue Perspektiven auf. Die ehemalige Haushaltshilfe ist heute mit dem geschiedenen Unternehmer verheiratet! Und der leibliche Vater, ein bekannter Wolfsforscher, wird nun des Mordes verdächtigt. Aber hinter dem Tod des Kindes stecken noch viele Dramen aus Eifersucht, Mißbrauch, Gewalt und Geldgier.Das Buch ist ein klassischer Kriminalroman, der weniger sich auf Action als auf die zum Teil verdeckt durchgeführte Ermittlungsarbeit konzentriert. Die Schreibweise ist jedoch so mitreißend, dass der Leser auf jeder Seite mitfiebern kann. Für mich einer der besten deutschen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man kann ihn problemlos auch ohne den Vorgängerband lesen! 

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Wem kannst du noch trauen?

    Der Schneegänger

    angi_stumpf

    06. December 2015 um 13:37

    Die Geschichte: Sanela Beara drückt nach ihrem letzten spektakulären Fall wieder die Schulbank. Sie leidet immer noch unter den Folgen des Mordversuchs und ist froh, dass sie erst einmal Abstand zu Hauptkommissar Lutz Gehring hat. Doch dann steht dieser plötzlich vor dem Hörsaal und will sie direkt zu einer Befragung mitnehmen. Sanela erfährt, dass es dabei um den vor vier Jahren entführten Darijo geht, dessen Leiche nun von einem Jäger im Wald gefunden wurde. Zum Hauptverdächtigen wird schnell der Vater des Jungen, doch Sanela will daran nicht glauben. Sie meldet sich in der Uni krank und schleust sich als angebliche Putzfrau auf eigene Gefahr bei der neuen Familie der inzwischen geschiedenen Mutter von Darijo ein. Wieder einmal setzt Sanela ihr eigenes Wohlergehen aufs Spiel, um mit ihren ungewöhnlichen Methoden die stockenden Ermittlungen voranzubringen. Ein Netz aus Lügen und undurchsichtigen Allianzen machen ihr diese Aufgabe nicht gerade leicht … Meine Meinung: Als großer Fan von Elisabeth Herrmann habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung von “Das Dorf der Mörder” gefreut. Sanela Beara ist eine ungewöhnliche, kluge Frau, die mit ihren erst 24 Jahren bereits viel mitgemacht hat. Ihre Mutter hat sie früh verloren und musste dann mit ihrem Vater aus einem Kriegsgebiet flüchten. Diese Erfahrungen machen sie einerseits stärker, aber andererseits bieten sie auch Angriffspunkte. Das muss sie auch in diesem Buch wieder schmerzhaft erfahren. Ihr Kollege Lutz Gehring ist ein eher zwiespältiger Charakter: er kann wirklich sympathisch sein, aber meistens wirkt er eher griesgrämig und überheblich. Durch die Verfilmung von “Das Dorf der Mörder” habe ich jetzt beim Lesen leider oft den Schauspieler Jürgen Tarrach (geb. 1960) vor Augen, der aber in dieser Rolle etwas fehlbesetzt war, denn im Buch ist Lutz erst Mitte 30. An Elisabeth Herrmanns Krimis mag ich auch, dass sie immer Themen aufgreift, die ihr wohl selbst sehr am Herzen liegen. Das merkt man nicht nur an der guten Recherchearbeit. In diesem Buch geht es um Kindesmissbrauch und nebenbei auch noch um die Wiederansiedelung von Wölfen in unseren Wäldern. Auch die gute Balance zwischen ermittlungsrelevanten Fakten und Infos aus dem Privatleben der Protagonisten finde ich immer absolut gut gelungen. Insgesamt muss ich aber leider schon zugeben, dass “Der Schneegänger” für mich das bisher schwächste Buch der Autorin ist. Fast wie in einem Thriller wirkten manche Dinge etwas unrealistisch und es wird mit vielen Klischees gearbeitet. Eigentlich bewegt sich die ganze Handlung auch größtenteils innerhalb einer Familie. Spannend war es trotzdem und ich habe das Buch in nur zwei Tagen komplett gelesen. Die vielen Verstrickungen, undurchsichtigen Beweggründe und widersprüchlichen Aussagen der Verdächtigen erinnerten mich oft an einen Psychothriller. Man weiß nie, wem Sanela trauen sollte und wem besser nicht. Das Ende hätte für meinen Geschmack noch etwas positiver ausfallen können, aber man kann ja nicht alles haben. Auf den nächsten Fall mit Sanela freue ich mich auf jeden Fall schon jetzt. Fazit: Dieser Krimi wirkt größtenteils eher wie ein Psychothriller … trotz kleinerer Schwächen fesselnd und spannend bis zum Ende.

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  • Komplexer und spannender Krimi

    Der Schneegänger

    yari

    Als in Berlin das Skelett eines kleinen Jungen gefunden wird, geht man davon aus, dass es sich um den kleinen Darijo handelt, der vor vier Jahren entführt wurde. Ermitteln soll in diesem Fall Lutz Gehring. Er bittet Sanela Beara darum, die Eltern zu informieren. Dabei erfährt sie, dass die Eltern zwischenzeitlich getrennt leben. Darko, der Vater des Jungen, arbeitet als Wolfsforscher, und löst in Sanela gegensätzliche Gefühle aus. Während ihrer Ermittlungen stößt die junge Polizistin auf Schweigen und muss sich fragen, ob der Junge entführt wurde oder ob ihm etwas anderes zugestoßen sind. Beara beginnt, gegen den Willen Gehrings, verdeckt im Haus der Unternehmerfamilie Reinartz, bei der Darijos Mutter Lida früher gearbeitet hat, zu ermitteln. Sie stößt dabei auf Menschen voller Gier, Hass und Verachtung und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Elisabeth Herrmann ist mit dem zweiten Band um die junge Polizistin Sanela Beara wieder ein spannender und fesselnder Krimi gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung baut sich immer mehr auf und die Handlung ist gut durchdacht. Die Charaktere sind schön gezeichnet. Sanela hält sich nicht unbedingt an Vorschriften, ist sehr selbstbewusst und entscheidet oft aus dem Bauch heraus. Sie ergänzt sich toll mit Lutz Gehring, der lieber mit Kalkül handelt, aber in verzwickten Situationen immer für Sanela da ist. Darko ist mit seiner Trauer um das Verschwinden seines Sohnes wunderbar beschrieben. Lida hingegen ist mir unsympathisch, da ihr Verhalten für mich unverständlich ist. Auch in diesem atmosphärisch dichten Krimi versteht es die Autorin, den Leser gekonnt auf falsche Spuren zu führen, und damit den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Außerdem ist sehr gut beschrieben, welche Tragödie sich in einer Familie ereignen kann, und welche Abgründe sich auftun können. "Der Schneegänger" bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf Sterne, da ich auf hohem Niveau unterhalten wurde.

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    • 4
  • Krimi mit Lokalbezug – Der Schneegänger – Elisabeth Herrmann

    Der Schneegänger

    LifeStyleCheck

    27. October 2015 um 21:19

    Es gibt Krimis, die sind so spannend, da mag man garnicht aufhören zu lesen. „Der Schneegänger“ von Elisabeth Herrmann gehört zweifelsohne dazu. Ein Krimi aus Berlin, mit Charakteren, mit Spannung und mit Wölfen.  Ein Kind verschwindet. Eine Ehe zerbricht. Einen Mann zieht es zu den Wölfen. Eine Frau zu einem Traum. Eine Familie ins Zerbrechen. Vier Jahre später wird das Kind gefunden. Tot. Vergraben in einem Wald in Berlin. Damit beginnt ein spannender Kriminalroman. Gehring, der Polizist der bereits vor vier Jahren an dem Fall gearbeitet hat, wird schmerzhaft an diese nicht geschlossene Akte erinnert. Beara, eine junge Polizistin mit Ambitionen zu mehr, wird Teil der Ermittlung. In Berlins Straßen ist es kalt, der Winter hat die Stadt im Griff. Diese trostlose und dennoch schöne Atmosphäre fängt die Autorin Elisabeth Herrmann gekonnt mit Worten ein. Wie gebannt sieht man es vor sich: Das verschneite Berlin, der schon schmutzige Schnee. Man fühlt die Kälte und die Beklemmung die von den Ermittlern Besitz ergreift. Der Fall führt zu einem Abgrund. Langsam, schleichend und häufig unvermittelt wird aufgedeckt, was dem Kind passiert ist. Der Vater, ein einsamer, kerniger Mensch, ist Wolfsforscher. Bei den Ausflügen zu den mondänen Tieren kann man sie förmlich vor sich sehen. Kann die Einsamkeit spüren, die Trostlosigkeit und dennoch die Hoffnung die genau diese Wölfe verkörpern. War er es? Hat er sein Kind getötet? Die Mutter, jung aber ausgelaugt, heiratet ausgerechnet den Mann, für den sie einst geputzt hat. Ihr Kind, damals ein Spielball zwischen den privilegierten, reichen Kindern. Sie sitzt im goldenen Käfig. Hat alles und doch nichts. Hat sie ihr Kind geopfert für den Luxus? Der Kommissar, Gehring. Mitte 30 und doch schon so alt. Einsam, verlassen und unzufrieden. Doch er hat Biss, er will wissen, was dem Jungen passiert ist. Dem Jungen der seit vier Jahren in einem Wald lag, allein. Die Kommissaranwärterin, Beara, Ambitionen für mehr, Wissensdurstig und häufig bauchgesteuert. Ihre Intuition leitet sie an und plötzlich ist sie undercover im Goldenen Käfig. Musste der Junge sterben weil er im Weg war? Selten habe ich einen Krimi gelesen in dem so viele Charakterköpfe um die Gunst des Lesers buhlen. Aber das stört keineswegs, niemand drängt sich in den Vordergrund. Die Frage nach dem „Wer ist der Mörder?“, nach dem „Warum musste der Junge sterben?“ ist das Kernthema. Man will es wissen, es herausfinden und hat unterwegs viele Vermutungen. Doch jede wird ein paar Seiten später widerlegt. Der Gärtner war es nicht,soviel sei verraten. Elisabeth Herrmann ist hier ein wirklich spannendes Buch gelungen. Die Mischung aus persönlichen Motiven, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Gesellschaft und dazu noch die Portion Lokalkolorit Berlins – sie ist wirklich gelungen! Von der ersten bis zur letzten Seite ist man „voll drin“. Die Autorin versteht es den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, immer wieder falsche Fährten zu legen und nie den Faden zu verlieren. Ein eindeutiger Lesetipp von uns! Übrigens auch gut zur Abkühlung geeignet 

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  • eher ein vielschichtiger Roman

    Der Schneegänger

    KarinFranke

    18. October 2015 um 19:06

    Die Leiche eines Jungen taucht im Wald auf. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den kleinen Dario handelt, der vor vier Jahren entführt wurde und nie zurückkam. Kommissar Lutz Gering leitet die Ermittlungen und zieht kurzfristig die Polizistin Sanela Beara hinzu. Doch sie kann nicht von dem Fall lassen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ein ganz normaler Fall, denkt man am Anfang, doch nichts ist so, wie es scheint. Nach und nach werden die Geheimnisse der beteiligten Personen aufgedeckt - wobei es dann letztendlich doch wieder anders ist als gedacht. Der Schneegänger ist eher eine komplexe Geschichte über das, was sich hinter den Fassaden der Menschen verbirgt, die Charaktere sind sehr eindrucksvoll beschrieben, die Geschichte geht einem unter die Haut. Natürlich haben auch die beiden Protagonisten ihre Schwächen, wobei die Polizistin Sanela schon zeitweise etwas arg chaotisch handelt und reagiert. Insgesamt jedoch sehr empfehlenswert. Auch wer den ersten Teil um Gering und Beara nicht kennt, hat keine Schwierigkeiten, sich einzufinden.

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  • Überraschend, schockierend und spannend

    Der Schneegänger

    Leelou-Papillon

    03. October 2015 um 14:52

    »Der Schneegänger« von Elisabeth Herrmann ist der zweite Fall für die hartnäckige Polizeimeisterin Sanela Beara. Dieses Mal ermittelt sie Undercover in einer Millionärsvilla und deckt dadurch dunkle Familiengeheimnisse auf. Das Skelett eines kleinen Jungen, der vier Jahre zuvor entführt wurde, wird im Wald gefunden. Die Ermittlungen liefen damals ins Leere. Doch nun nehmen Kommissar Gehring und sein Team den Fall wieder auf. Unterstützung bekommt er von der angehenden Polizeibeamtin Sanela Beara, die dem Vater des toten Jungen die schlimme Nachricht überbringen muss. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko Tudor, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat. Dort wird sie in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung hineingezogen, der sie selbst zu vernichten droht. Ich habe schon oft gelesen, dass Elisabeth Herrmann die Meisterin der falschen Fährten ist. Und diese Aussage kann ich nur bestätigen. Denn in diesem Kriminalroman hat sie mich ziemlich an der Nase herumgeführt. Lange Zeit war ich mir sicher, wer der Täter ist. Doch nach und nach kamen überraschende Wendungen sowie neue Fakten ans Tageslicht und brachten mich von meiner Theorie wieder ab. Elisabeth Herrmann ist aber nicht nur die Kriminalgeschichte überaus gut gelungen. Auch die Romanfiguren überzeugen durch interessante Charakterzüge. Besonders hervorstechend ist die hartnäckige, ehrgeizige Sanela Beara, die von einem missionarischem Eifer erfüllt ist. Um ans Ziel zu geraten, nutzt sie gerne unkonventionelle Methoden, die allerdings bei Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring nicht gerade auf Gegenliebe stoßen. Denn Gehring geht lieber den gewohnten Weg – Dienst nach Vorschrift – und macht seine Arbeit aber keineswegs schlechter. Beide könnten nicht gegensätzlicher sein, doch zusammen ergeben sie ein perfektes Team. Die Handlung spielt hauptsächlich in der Savoyer Straße. Eine Gegend mit gutbürgerlichen Villen, Hausangestellten und wohlhabenden Bewohnern. Ein weiterer Schauplatz ist der düstere, brandenburgische Wald, in dem so einige kuriose Dinge passieren. Diese beiden Kulissen könnten auch nicht gegensätzlicher sein und trotzdem werden beide von einer düsteren, melancholischen Atmosphäre überschattet, die Elisabeth Herrmann mit ihren Beschreibungen fast greifbar macht. Fazit: Überraschend, schockierend und spannend. Elisabeth Herrmann hat geschickt falsche Fährten gelegt und mir einen Lesegenuss beschert, der mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

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  • Noch besser als der erste Band!

    Der Schneegänger

    MissRichardParker

    02. October 2015 um 15:27

    Der kleine Darijo wird entführt und es wird Lösegeld verlangt. Doch was erwarten die Entführer von einer armen Migrantenfamilie? Kann es sein, dass es sich um eine Verwechslung handelte? Jahre später erst wird Darijos Leiche in einem Wald gefunden. Sanela Beara ist dabei, als den Eltern die Nachricht überbracht wird. Doch schnell wird klar, dass etwas nicht stimmt. Stecken die Eltern etwa hinter dem Tod ihres eigenen Kindes? Sanela schleust sich als verdeckte Person in die Villa der steinreichen Familie Reinartz in der Darijos Mutter nun lebt ein. Immer wie mehr wird Sie in eine Strudel voller Manipulation, Hass und Gier gezogen... Auch der zweite Fall von Sanela Beara hat mir sehr gut gefallen. Ich finde ihn sogar gelungener als den ersten. Dieses Buch habe ich von Anfang an regelrecht verschlungen. Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und man kann die Schauplätze richtig vor sich sehen. Ich befand mich beim Lesen  mitten in der Geschichte. Je mehr Sanela in die Tiefen der Familie Reinartz dringt, desto mehr interessante und schockierende Erkenntnisse gelangen ans Licht.  Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zum Lesen.  Ich kann dieses Buch absolut weiter empfehlen. Es ist nicht zwingend, den ersten Teil dieser Serie gelesen zu haben, hilft aber doch manchmal, einiges besser zu verstehen. 

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