Seifenblasen küsst man nicht

von Elisabeth Herrmann 
3,9 Sterne bei59 Bewertungen
Seifenblasen küsst man nicht
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Positiv (43):

Schönes Buch

Kritisch (4):
B

mir fehlte der Pfiff, der Funke kam bei mir nicht an :(

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Inhaltsangabe zu "Seifenblasen küsst man nicht"

Ein Märchenprinz macht noch keine Cinderella.

Coralie weiß genau, wohin sie will: auf die Bühne! Aber um sich diesen Traum zu verwirklichen, braucht sie Geld, und das ist bei ihr zu Hause Mangelware. Deshalb trägt Coralie stapelweise Zeitungen aus – und das ausgerechnet im reichsten Viertel der Stadt. Und ausgerechnet bei David, dem Sohn eines ehemaligen berühmten Formel 1-Fahrers. David ist selbst begeisterter Rennfahrer, dazu ziemlich gutaussehend - und hochnäsig. Findet Coralie. Aber dann passiert es: Aus einem Missverständnis wird mangels Widerspruch eine Lüge – und ruckzuck glaubt David, auch Coralie gehöre zur Welt der Reichen und Schönen. Wie war das noch mit Cinderella? Coralie wird zu einer glamourösen Party im Hause der Rennfahrer-Berühmtheiten eingeladen, muss aber feststellen, dass ein Missverständnis verflixt leicht das nächste nach sich zieht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570308677
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:08.07.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schönes Buch
    Entgegen aller anderen Meinungen finde ich ist es ein gelungenes Buch

    Normalerweise schreibt die Autorin Thriller/Krimis dennoch ist es ein sehr schönes Buch zwischen zwei Welten, nämlich zwischen dem Tanzen und dem Motorrad fahren. Coralie liebt Street Dance und trifft auf den Bad Boy David. An sich klingt es voll nach Klischee. Aber das ist dieses Buch nicht! Man wird hineingezogen in eine andere Welt und lernt andere Menschen wertschätzen und kann Handlungen besser nachvollziehen. Bei diesem Buch sollte man zum Schluss hin vielleicht sein Taschentuch herausholen, zumindest ich musste weinen, weil mich die Geschichte so mitgezogen hat und ich es schade fand. Aber ich will ja nicht spoilern. Ich finde das Buch ist sehr empfehlenswert. -> Also 5 Sterne

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    Katharina97s avatar
    Katharina97vor 3 Jahren
    Seifenblasen

    Das Buch hab ich geschenkt bekommen und war leider etwas enttäuscht.

    Das Buch hörte sich spannend an und fing auch gut an. Doch wieder einmal weiß der Klappentext mehr als das Buch. Das ist einfach schade und am Ende denkt man sich, dass man das auch schon vorher wusste oder vermutet hatte. Klar ist die Geschichte dahin am Besten, aber auch das lässt in diese Buch leider zu wünschen über. 

    Die Idee hinter der Geschichte ist ganz niedlich und auch die Charaktere sind eigentlich gut erstellt worden. Sie werden genau beschreiben und haben alle ihren persönlichen Style. 

    Das Buch zieht sich dann ziemlich in die länge und man wartet eigentlich nur noch ab, dass endlich mal wieder etwas spannendes passiert. Am Ende wird es dann ganz interessant. Sonnst kann man es so runter lesen

    Ich habe trotzdem 3 Sterne vergeben, da das Buch wiedermal gut für zwischendurch ist. Es ist zwar etwas dick, was aber an den dickeren Papier liegt.

    Man kann das Buch gerne lesen und es hat mir auch Spaß gemacht. Aber man muss es nicht unbedingt gelesen haben. 

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 4 Jahren
    10-12 Jahre jünger und ich hätte es klasse gefunden

    So’n bisschen fand ich ist dieses Buch eine Mischung aus: Step up, Girls United, Rush und Romeo und Julia in Berlin.

    Die Geschichte glänzt schon sehr mit Vorhersehbarkeit, selbst für dieses Genre.

    Ich fand den Humor eigentlich ganz nett, auch wenn ich sagen muss, dass ich mich vor 10-12 Jahren bestimmt weggeschmissen hätte vor Lachen – heute eher nicht mehr.

    Ähnlich hat es sich auch mit der Geschichte. Obwohl die Protagonisten etwas älter sind (17 & 20), kam mir Geschichte so vor, als wäre sie für ein jüngeres Publikum geschrieben worden. Eher irgendwas um die 14 vermutlich.

    Manche Verläufe und Schicksalswendungen waren schon recht unrealistisch und haben zum Teil auch einen Hang zum Kitsch – Disney lässt grüßen, insbesondere was das Ende angeht. Das war schon so’n bisschen: „Alles ist rosarot und muss glitzern“.

    Nichts desto trotz, kann ich sagen, dass mich das Buch unterhalten hat und es ließ sich auch wirklich schnell und flüssig lesen.

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    FlipFlopLady007s avatar
    FlipFlopLady007vor 5 Jahren
    schöne Lovestory

    Der Roman „Seifenblasen küsst man nicht“ von Elisabeth Herrmann beschreibt den Lebenstraum der 17-jährigen Coralie. Coralie tanzt seit sehr vielen Jahren Ballett und möchte auf die großen Bühnen der Welt. Um sich diesen Traum verwirklichen zu können, möchte sie an einem Tanzworkshop in London besuchen. Um den Workshop finanzieren zu können, trägt Coralie frühmorgens in einem Berliner Reichenviertel die Zeitung aus. Dabei lernt sie David kennen. David ist der Sohn eines ehemaligen Formel-1-Rennfa hrers, der aufgrund eines schweren Unfalls im Rollstuhl sitzt und seine Rennkarriere beenden musste. Davids Lebenstraum ist es, genau wie sein Vater, Formel-1-Rennfa hrer zu werden. Zwischen David und Coralie ergibt sich im Laufe der Geschichte eine romantische Liebesbeziehung , der jedoch einige Steine im Weg liegen.
    Neben David lernt Coralie auch eine alte Damen (Asta), die Nachbarin von David, kennen, die im Laufe der Geschichte für das Glück von David und Coralie eine entscheidende Rolle spielt.

    Es handelt sich um einen Jugendroman, der leicht lesbar ist. Die Handlung ist nicht sehr komplex, dafür sehr unterhaltsam. Der Roman ist jedoch nicht nur unterhaltsam, sondern enthält auch einige sehr traurige Stellen. Hier ist beispielsweise der Straßenmusikant Jasper zu nennen, den Coralie jeden morgen an der S-Bahn trifft und den am Ende des Romans ein schwerer Schicksalsschlag trifft.

    Die gesamte Handlung wird aus Sicht eines allwissenden Erzählers beschrieben, der nicht in die Geschichte verwickelt ist. Genau wie die Leseprobe ist auch der restliche Roman durch einen sehr detailreichen Erzählstil geprägt. Das erste Treffen mit Asta beispielsweise wird sehr detailreich geschildert. Ansonsten ist der Erzählstil durch einfache Satzkonstruktionen gekennzeichnet, sodass das Buch sehr flüssig zu lesen ist. Durch die Nennung von beispielsweise Stars oder Filmtiteln, gelingt es der Autorin dem Leser etwas zu geben, mit dem er sich identifizieren kann. Ich finde auch das Verhalten der Protagonisten ist dem Alter entsprechend sehr realistisch dargestellt.

    Die Aufmachung des Buches finde ich für die Zielgruppe des Romans sehr ansprechend gestaltet. Auch die Hervorhebung der Schrift auf dem Cover finde ich interessant. Ich denke, dass allein das Cover viele Leserinnen anlocken wird, da es sehr modern gehalten ist und bereits ein klein wenig über den Inhalt des Buches preisgibt (ein Mädchen, ein Junge, ein dahin gehauchter Kuss).

    Insgesamt finde ich, dass "Seifenblasen küsst man nicht" ein schöner Jugendroman mit einer romantischen Lovestory ist. Er ist der Altersgruppe entsprechend und ist unterhaltsam und einfach zu lesen.

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    Die_Buecherfressers avatar
    Die_Buecherfresservor 5 Jahren
    "Seichter Jugendroman über Träume, Liebe und Unterschiede"

    "Seichter Jugendroman über Träume, Liebe und Unterschiede"


    Inhalt:
    Als Coralie einen Job als Zeitungsträgerin annimmt, um ihren Traum von einem Tanzworkshop in London zu verwirklichen, trifft sie immer wieder auf David. Er ist der Sohn eines ehemaligen Formel-1-Rennfahrers, reich, hübsch und vor allem hochnäsig. Dagegen muss Coralie jeden Morgen aufstehen und Zeitungen verteilen, um ihren Traum zu erfüllen. Doch dann wird plötzlich aus einem Missverständnis Coralies Eintritt in die Welt der Schönen und Reichen, aber gerade das zieht nur Probleme mit sich …


    Story 4/5
    Spannung 3/5
    Charaktere 3/5
    Liebesgeschichte 3/5
    Jugendroman 5/5
    Tiefgang 3/5


    Meinung:
    „Seifenblasen küsst man nicht“ ist der neue Jugendroman von Elisabeth Herrmann. In ihrem neuen Buch geht es um Träume, Liebe und vor allem Unterschiede.

    Die Hauptrolle übernimmt die junge Coralie. Ihre Eltern haben nicht genug Geld, um ihr den Tanzworkshop in London einfach so zu bezahlen. Und so muss sie jeden Morgen aufstehen, Zeitungen austragen und Tag um Tag für ihr Geld hart arbeiten. Dabei trifft sie immer wieder auf den wohlhabenden David, jung, hübsch und motiviert. Er will wie sein Vater Formel-1-Fahrer werden. Gerade dafür hat Coralie nur einen müden Blick übrig, aber nach einem Missverständnis gelangt Coralie plötzlich in die Welt der Reichen und da sind Probleme nicht weit entfernt.

    ——————————————————————

    Coralie stand, ein Glas Mineralwasser in der Hand, im Garten. Es war dunkel geworden. Irgendwo zirpten ein paar verlorene Grillen, doch sie kamen nicht an gegen den Sound der Band, die ihr Repertoire an Tanzklassikern routiniert abspulte.
    (Seite 83)

    ——————————————————————

    Coralie ist jung und dynamisch. Sie hat ein Ziel vor Augen und möchte dies erreichen. Sie ist eine sympathische Protagonistin, die David eher skeptisch gegenüber sieht. Das Klischeedenken wird hier stark aufgegriffen, aber in einen netten Rahmen gelenkt. Die Story basiert vor allem aus Coralies Plänen und ihren Schicksalsweg Richtung David, denn in sein Leben wird sie immer mehr verstrickt und natürlich bahnt sich zwischen beiden etwas an.

    Die Geschichte ist an sich eine sehr leichte Liebesgeschichte. Es geht ansonsten um Familie, Freundschaft und Träume. Die Handlung ist sehr sachte und im Grunde nichts Neues. Die Autorin bedient sich von Klischees, dass fand ich etwas langweilig. „Seifenblasen küsst man nicht“ ist somit eher leichte Kost für Zwischendurch. Der Plot ist eine nette Liebesgeschichte, bleibt im Grunde aber flach. Aus diesem Grund vergebe ich auch nur 3-4 Sterne. Ich mag den Stil von Elisabeth Herrmann, die Autorin konnte mich schon mit verschiedenen Romanen überzeugen, aber dieser Jugendroman ist mir persönlich etwas zu einfach.

    ——————————————————————

    Laura strecke ihre Zunge heraus. Sie hatte die Schmach vom Mädchenklo einigermaßen verkraftet, auch wenn Coralie den ganzen Vormittag gebraucht hatte, um sie dazu zu bewegen, das Schulgebäude zu verlassen.
    (Seite 155)

    ——————————————————————

    Der Schreibstil ist gut. Elisabeth Herrmann schreibt richtig gut. Allerdings ist die Geschichte etwas flach und somit auch der Schreibstil an manchen Stellen etwas einfach.

    Das Cover finde ich unheimlich süß, sowie den Aufbau des Romans. Der Titel ist jedoch sehr ausgekaut und der Bindestrich im Titel ist auch alles andere als schön.


    Fazit:
    Alles in allem vergebe ich 3-4 Sterne für „Seifenblasen küsst man nicht“. Die Story und die Protagonisten sind liebenswert und schön zu lesen. Die Lektüre ist allerdings recht flach und eher ein kurzes Lesevergnügen.

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    catbookss avatar
    catbooksvor 5 Jahren
    Ganz nett, aber mehr leider nicht. :(

    “Seifenblasen küsst man nicht” ist ein netter Jugendroman, der mich allerdings nicht so vom Hocker hauen konnte, wie ich es eigentlich mir erhofft habe. Viel schöne Geschichte, aber wenig romantische Gefühle, wie sie einem auf dem Klappentext versprochen werden. Doch lernen die Figuren sich selbst kennen zu lernen und dementsprechend auch ihren Träumen nachzugehen und sich vor nicht anderen und vorallem nicht vor sich selbst zu verstellen. Ein schöner Jugendroman!

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    LeseJulias avatar
    LeseJuliavor 5 Jahren
    Schönes Jugendbuch mit Tiefgang, aber dennoch mit gewisser Leichtigkeit.

    "Wir sind wie Luftballons, die in den Himmel treiben. Wie Seifenblasen, ins Blaue gepustet. Wir stehen am Anfang, und es ist unglaublich aufregend, wohin die Reise für jeden von uns geht. Das Leben ist ein jahrmarkt, der seine Wagen jeden Tag aufs Neue arrangiert. Wichtig ist nur, dass man immer wieder seinen Platz findet." (S.313)

    Tanzen und der Workshop beim berühmten Choreographen Khaled in London ist Coralies großer Traum. Da ihre Eltern dies nicht komplett finanzieren können, trägt sie in den Wochen vor den Sommerferien vor der Schule im Reichenviertel der Stadt Zeitungen aus. Dabei begegnet ihr nicht nur Asta, eine ältere Dame, die sie täglich auf einen Kaffee oder Tee einlädt, sondern auch deren Nachbarn - die Rumers. Der Vater war früher berühmter Rennfahrer und ist seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt und sein Sohn David, der ebenfalls Rennfahrer werden will und ziemlich arrogant daher kommt - findet Coralie.

    Doch durch ein Missverständnis gerät Coralie auf eine Party im hause Rumer und auch sonst kreuzen sich die Wege der Beiden ständig und sie verlieben sich. Doch als endlich alle Missverständnisse und Hindernisse aus dem Weg geräumt sind, überschattet ein altes Familienzerwürfnis die junge Liebe...

    Meinung/Fazit:

    Ich muss gestehen, dass ich zwar mit einer süßen Liebesgeschichte im Stile von Cinderella gerechnet habe, aber dann doch überascht und begeistert war von der Tiefe, die sich außerdem bietet.

    Gleich zu Beginn stolpern die beiden Hauptprotagonisten übereinander und man lernt zügig alle weiteren wichtigen Personen kennen. Es gefiel mir besonders, dass auch die nebencharaktere mit Leben gefüllt sind und jeder ihre eigene kleine Geschichte haben, die das Buch zu einem kleinen Schatz machen. Vor allem der anfangs unwichtig erscheinende Straßenmusiker Jasper bekommt zum Ende hin immer mehr Bedeutung und liefert einige Anreize zu überraschenden Wendungen.

    Durch die liebenswerten Charaktere bekommt der Leser vor Augen geführt, dass es wichtig ist an seine Träume zu glauben, dafür zu kämpfen und sie dennoch auch immer wieder zu hinterfragen. Eine schöne kernaussage für ein Jugendbuch, denn die Zielgruppe befindet sich vermutlich genau in der Phase im Leben, wo es darum geht in sich zu horchen und herauszufinden, wohin der eigene Weg gehen soll, welche Träume man hat und wie sich diese verwirklichen lassen.

    Aber auch Freundschaft, Vertrauen und Verzeihen spielen eine große Rolle im Buch. Ohne große moralische Zeigefinger sind Werte wie Toleranz, Hilfsbereitschaft und Verzicht vor allem in Coralies Art des Denkens und Handelns im Buch verarbeitet. Zuweilen mag sie etwas zickig wirken, aber ich finde, dass man am Ende doch sehr gut nachvollziehen kann, was in ihr vorgeht und sie dann in ihrer (selbst)kritischen und ironischen Art besser verstehen.

    Der Schreibstil ist flüssig und super zu lesen, außerdem absolut passend für die Zielgruppe, da eingestreute Jugendbegriffe, Titel moderner Songs und typisches Teenager-Gehabe das Buch abrunden.

    Insgesamt ein wirklich schönes Jugendbuch, was einen gewissen Tiefgang hat und so Ansätze liefert, dass man das eigene Denken bezüglich Träumen durchaus nochmal reflektieren kann. Dabei ist es aber kein moralisch schwerer Schinken, sondern bringt auch die gewisse Leichtigkeit mit, die das Buch wie eine schillernde bunte Seifenblase zum Leser und in dessen Herz pustet.

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    Elwes avatar
    Elwevor 5 Jahren
    Cinderella meets Romeo&Julia

    Elisabeth Herrmann hat einen exzellenten Namen als Thriller- und Krimiautorin, ist aber weit vielfältiger - sie schreibt daneben auch historische Romane, und seit einiger Zeit verstärkt Jugendbücher.
    'Seifenblasen küsst man nicht' ist nun das erste 'ChickLit für junge Mädchen aus ihrer Feder - eine heiter-fluffige, teils bittersüße Geschichte einer Siebzehnjährigen, die einen Traum hat und sich in einen Jungen verliebt und nebenbei noch eine seit Jahrzehnten schwelende Familienfehde zu lösen hat. Es ist ein bisschen Cinderella meets Romeo&Julia mit einer manchmal zu zickigen Hauptheldin, in einer Konstruktion, die sich manchmal zu vieler Zufälle bedient, um glaubwürdig zu sein. Zum Ausgleich gibt es aber sogar eine tiefere psychologisch-moralische Ebene, nämlich die Frage nach den richtigen Gründen für Träume und Handlungen. Und ein absolut tolles, überraschendes, wunderbares Finale, bei dem man gar nicht anders kann, als sich gut zu fühlen. Weil es so sehr das ist, wonach man sich sehnt - ohne es genau so erwartet zu haben.
    Ich kann mir vorstellen, dass das Buch bei seiner Zielgruppe - jungen Mädchen mit großen Träumen - sehr gut ankommt, weil es genau die richtigen Zutaten mischt. Weil die Sprache passt, weil die Probleme von Coralie und ihrer Mangas zeichnenden, leicht durchgeknallten Freundin Laura für eine erwachsene Leserin zum Schmunzeln sind, für eine Vierzehn- bis Siebzehnjährige aber wohl sehr nachvollziehbar. Bei allen Zufällen und allem dick Auftragen liest sich das Buch dennoch um ein Vielfaches spannender und unterhaltsamer als viele andere Neuerscheinungen im Genre. Es ist einfach gut geschrieben, mit einem feinen Gespür für Dramaturgie und trifft diese Ebene, die auch Pixar-Filme hinbekommen: Jugendliche und erwachsene Leser werden gleichermaßen angesprochen, aber auf verschiedenen Ebenen. Wo eine junge Leserin mit Coralie und Laura mitfiebern kann, die jetzt glauben, die Schule, nein! die Stadt verlassen zu müssen, weil der angehimmelte süße Junge aus der Parallelklasse von ihrer Leidenschaft erfahren haben könnte (uuuhhh, wie peinlich!!!), wird jeder über Dreißig an dieser Stelle in sich hineingrinsen müssen.

    Für mich, die ich aus diesem Alter schon seit ein paar Jährchen raus bin, ist es in den ersten zwei Dritteln ein bisschen viel Barbie-Rosa und Vorhersehbarkeit. Ich habe mir das Buch gekauft, weil mich die Autorin bisher mit jedem Roman zu begeistern wusste. Das Ende allerdings ist dann so wunderbar konstruiert, dass es für jedes kleine Ärgernis entschädigt. Dieses Finale ist nämlich unglaublich und wahrhaftig das Allerbeste am ganzen Buch, weil es im Nachhinein der ganzen Geschichte noch einmal eine neue Bedeutung gibt und alle Fäden so schön zusammenführt, dass einem zuvor gelegentlich auftauchender Kitsch und Barbie-Rosa grad mal egal sind.
    Es ist toll, es ist eine phantastische Moral von der Geschichte, es fühlt sich gut an und macht glücklich und überrascht im positiven Sinne. Obwohl man dachte, man sieht es kommen, kommt es am Ende dann doch anders. So wie man hoffte, aber irgendwie besser.
    'Seifenblasen küsst man nicht' ist also beileibe kein schlechtes Buch, es ist lustig und unterhaltsam und klug-moralisch ohne erhobenen Zeigefinger. In Sachen Spannung und Tiefgang reicht es zwar nicht an Elisabeth Herrmanns andere Titel heran. Ihre Jugendkrimis - 'Schattengrund' und 'Lilienblut' sind sehr viel dichter, spannender und tiefgründiger geschrieben. Aber dieses hier ist eben ein gänzlich anderes Genre mit anderen Anforderungen. Das muss man sich vor dem Lesen nur bewusst machen - dann hat man auch einen riesigen Spaß damit und am Ende nach dem Zuschlagen des Buchdeckels ein richtig gutes Gefühl.

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    uli123s avatar
    uli123vor 5 Jahren
    Standesdünkel - gibt es sie noch?

    Die 17jährige Coralie – finanziell von Haus aus nicht gerade auf Rosen gebettet – verdient sich durch frühmorgendliches Zeitungsaustragen das Geld für die Teilnahme an einem Tanz-Workshop, mit dem sie ihre lang erträumte Karriere als Balletttänzerin starten will. In dem von ihr belieferten reichen Villenviertel begegnet ihr der gut aussehende David, Sohn eines ehemaligen berühmten Formel-1-Rennnfahrers, der nach einem Rennunfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Auch David steht vor dem Durchbruch als Rennfahrer. Beide verlieben sich ineinander. Allerdings tun sich zwischen ihnen immer wieder Missverständnisse auf und unterdrückt Coralie ihre Gefühle lange – zum einen hält sie David als Sohn aus reichem Hause für hochnäsig, zum anderen sind ihrer beider Väter durch ein unheilvolles Ereignis in der Vergangenheit ärgste Feinde. Wird ihre Liebe eine Chance haben?

     

    Welcher Jugendliche träumt nicht manchmal davon, dazuzugehören zur Welt der Erfolgreichen und Schönen? Die schon als Jugendbuchautorin bekannte Elisabeth Herrmann („Lilienblut“, „Schattengrund“) lässt jugendliche Leser für zumindest einige fesselnde Lesestunden an Glitter und Glamour teilhaben. Kinofilmstars, Tänzer, Musiker, Rennfahrer – ihnen allen werden wir im Laufe der Geschichte begegnen. Dabei wird deutlich herausgearbeitet, dass in dieser nach außen so schön erscheinenden Welt des Showbusiness Konkurrenzdenken, Intrigantentum, Rücksichtslosigkeit, Oberflächlichkeit an der Tagesordnung sind. Ebenso wird aber auch gelehrt, dass Erfolg haben kann, wer ehrgeizig ist und etwas unbedingt will.

     

    Vom Genre her ist der Roman als Liebesgeschichte einzuordnen. Sie ist stellenweise sehr berührend geschrieben. Das Schicksal so mancher Romanfigur rührt die Tränendrüsen, neben Davids gelähmtem Vater insbesondere das des Straßenmusikanten Jasper, der den buchtitelgebenden Song geschrieben und gesungen hat und nach einer Gehirntumoroperation erblindet.

     

    Immer wieder eingestreute Begriffe aus der Jugendsprache, die Nennung von Musik- und Filmtiteln sowie das häufig behandelte Thema Freundschaft  sind passend auf jugendliche Leser abgestimmt. Am Ende geht sicherlich für alle Beteiligten zu schnell alles zu gut aus – aber anders kann und darf ein solcher Roman wohl auch nicht ausgehen.

     

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    danceprincesss avatar
    danceprincessvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ganz ok. Mehr aber auch nicht...
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