Elisabeth Herrmann Stimme der Toten

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Inhaltsangabe zu „Stimme der Toten“ von Elisabeth Herrmann

Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunklen liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah …

Es hat lange gedauert, bis ich mit den Charakteren warm geworden bin, weshalb ich vom Buch nicht vollends begeistert bin.

— Kajime

Sehr vorhersehbar und teils langatmig...dennoch kein schlechtes Buch. ^^

— xxAnonymousxxx

Spannender Thriller mit einer gewohnt schnoddrigen Protagonistin - allerdings etwas vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam

— Elwe

Elisabeth Herrmann hat hier einen Kriminalroman geschrieben der sehr politisch und voller Verschwörungen ist.

— glitzerfee22

Ein vielschichter Krimi, der mehr wie ein Spionage- und Wirtschaftskrimi daherkommt. Aktuell und spannend...

— tinstamp

Ein toller Krimi, besser als Band 1 der Reihe

— faanie

Sehr gelungene Geschichte über das Ende der DDR, den Kapitalismus und was er mit den Menschen macht - und über Töchter und Väter.

— soetom

Ein eher ruhiger Krimi, dennoch spannend und sprachlich klasse

— LinusGeschke

Da muss ich mir wohl den 1. Band noch zulegen :)

— Virginy

Spannend bis zur letzten Seite.

— sandra97

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    Stimme der Toten

    xxAnonymousxxx

    08. April 2018 um 15:25

    Autor: Elisabeth Herrmann Verlag: Goldmann Genre: Kriminalroman Preis: 20€ Seitenanzahl: 537 Seiten Inhalt: Ein schmutziger Tatort.  Ein schmutziges Spiel.  Eine schmutzige Vergangenheit.  Die Cleanerin Judith Kepler ist zurück.  Ein ganz normaler Job für Judith Kepler: In einer großen Bank ist ein Mann in die Tiefe gestürzt, und sie soll den Tatort reinigen. Judith ist ein Cleaner. Doch mit dem vermeintlichen Selbstmord stimmt etwas nicht. Judith informiert die Kripo und gerät dadurch ins Visier eines mysteriösen Mannes: Bastide Larcan. Er weiß viel über Judiths Vergangenheit, Details, die sogar ihr verborgen geblieben sind. Aber was hat er mit dem Toten in der Bank zu tun? Und warum weiß er genau, wo Judiths schwache Stelle ist? Um mehr zu erfahren, lässt sie sich auf einen lebensgefährlichen Handel mit ihm ein. Und weckt damit die Geister ihrer Kindheit, die nur darauf gewartet haben, zu erwachen und jeden zu vernichten, der ihr Geheimnis enthüllt. – Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunkeln liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah… Meine Meinung:  Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich monatelang gelesen habe, weil ich es irgendwie nicht geschafft habe, richtig in die Geschichte reinzukommen. Das liegt nicht etwa daran, dass der Plot nicht gut ist oder die Personen nicht interessant, sondern schlicht und einfach daran, dass mir die Spannung gefehlt hat. Manchmal zieht sich die Handlung förmlich ins Unendliche und/oder plätschert nur so vor sich hin. Das ändert sich leider, wie ich finde, erst auf den letzten hundert Seiten, wo endlich die »Action« beginnt, auf die das Buch hinarbeitet. Schade fand ich auch, dass es keine tatsächlichen überraschenden Wendungen gab, die ich ans Krimis und Thrillern besonders wertschätze. Es kam einfach alles so, wie es hatte kommen müssen und das große Geheimnis, das sich um Bastide Larcan rankt, empfand ich als sehr vorhersehbar. Das Ende wiederum hat mir, genau wie der Showdown, gut gefallen. Auf den letzten Seiten gibt es eine Enthüllung, die mich dann doch überrascht hat und ich hoffe sehr darauf, dass sie aufgegriffen und in ein drittes Buch der Judith Kepler Reihe verarbeitet wird. Das würde ich auf alle Fälle lesen. Ich mag übrigens auch die Location. Was vorrangig an Elisabeth Herrmanns grandiosem Schreibstil liegt. Sie beschreibt die Spielorte mit so viel Hingabe, dass man sich jedes noch so winzige Detail vorstellen kann. Ob es nun ein Café in Paris oder eine dunkle Gasse in Berlin… Sie bringt die jeweilige Stimmung immer wunderbar rüber. Löblich fand ich übrigens auch, dass die Hauptperson, Judith Kepler, so gewöhnlich ist. Keine wunderschöne, heiß begehrte Frau mit Harvard-Abschluss und einer guten Beziehung. Nein, diese Frau leidet wirklich unter ihrer Vergangenheit und hat alles andere als Glück in ihrem Leben, gibt trotzdem nicht auf. Das ist es, was für mich Stärke bedeutet. Wenn man sich, obwohl man praktisch nichts hat, immer und immer wieder aufrappelt und weitermacht. Ein Ziel im Leben hat. Judith Kepler ist ein großartiger Buchcharakter. Dass sich das Buch zu alledem mit der ehemaligen DDR und diversen Geheimdiensten beschäftigt, hat mir ebenfalls zugesagt. Ich bin im Allgemeinen an geschichtlichen Themen interessiert, sodass Judiths Vorgeschichte sehr interessant für mich war. Alles in allem fand ich dieses Buch doch eher enttäuschend – im Vergleich zu anderen Büchern dieser großartigen Autorin – , sodass ich ihm drei von fünf Sternen gebe. Fazit:  Mit Sicherheit nicht der beste Krimi Herrmanns, hat aber auch viele gute Aspekte.

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  • Ein Kriminalroman der mich beeindrucken konnte, obwohl mir nicht alles gefallen hat.

    Stimme der Toten

    glitzerfee22

    10. March 2018 um 11:47

    Inhalt: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Als sie zu einer Bank gerufen wird, fällt ihr etwas auf, was die Spurensicherung übersehen hat. Doch damit ruft sie sich selber auf den Plan. Denn Verschwörer versuchen die Bank zu hacken. Judith wird dazu genötigt zu helfen und  mit ihrer Vergangenheit, die unter Verschluss steht, unter Druck gesetzt. Meine Meinung: „Stimme der Toten“ von Elisabeth Herrmann ist der zweite Band einer Kriminalroman Reihe. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl irgendwas zu verpassen. Denn alles was wichtig ist, lässt die Autorin mit einfließen. Anfangs ist alles sehr spannend. Judith Kepler muss spuren in einer Bank beseitigen. Doch damit bringt sie eine Lawine ins Rollen. Eigentlich hatte ich gehofft, dass wir ein wenig mehr von Judith Keplers Arbeit erfahren, doch das ist leider nicht der Fall. Elisabeth Hermann lässt uns in einige Blickwinkel schauen, sodass wir die Verschwörer, die Hintergründe aus Judith Keplers Leben genauso wie die Machenschaften der Ex-DDR-Spitzel, verfolgen. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und passend zu ihrer Lebensweise und Persönlichkeit. Genauso gut ist der Schreibstil, er ist unglaublich direkt und eindringlich. Die Idee und auch wie Elisabeth Herrmann alles zueinander bringt, hat mich beeindruckt. Der Teil des Nazi-Dorfes hat mich sehr gefesselt. Das hätte für mich schon eine eigenständige Geschichte sein können. Leider gab es auch einige Längen und Szenen die nicht mein Fall waren. Allgemein war mir der politische und auch verschwörerische Teil ein wenig zu viel. Das ist natürlich  alles reine Geschmackssache. Mir persönlich hat es die Spannung genommen und war nicht ganz mein Ding. Das Ende war schlüssig und zufriedenstellend. Fazit: Elisabeth Herrmann hat hier einen Kriminalroman geschrieben der sehr politisch und voller Verschwörungen ist. Mein Fall war es leider nicht ganz aber dennoch konnte mich „Stimme der Toten“ beeindrucken.

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  • spannend

    Stimme der Toten

    liebelesen

    04. February 2018 um 13:47

    Die Bücher von Elisabeth Herrmann lese ich sehr gerne. In diesem begegnet einem wieder Judith Kepler, sehr spannend. Sie erfährt auch viel neues aus ihrer Vergangenheit und gerät in sehr gefährliche Situationen und ihr wiederfährt einiges schlimmes. Sie trifft Menschen wieder von früher und lernt neue kennen und gerät in Agententätigkeit weil sie einem kleinen Mädchen helfen möchte. Sehr spannend zu lesen und freue mich wenn es dazu mal wieder ein Buch gibt...

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  • Rezension zu Stimme der Toten

    Stimme der Toten

    KruemelGizmo

    29. December 2017 um 17:00

    Tatortreinigerin Judith Kepler wird immer dann gerufen, wenn die Spuren des Todes beseitigt werden soll. Bei einer Tatorteinigung in einem großen Berliner Bankhaus, bei dem ein Mann in die Tiefe gestürzt ist findet sie ungewöhnliche Spuren, die der Theorie des Unfalls oder Selbstmordes widersprechen könnten. Judith informiert die Polizei darüber und tritt damit eine Lawine los aus der es anscheinend kein Entkommen für sie gibt. Sie gerät dadurch in das Visier von Bastide Larcan, den Anführer einer Gruppe, die planen sich in die Bank zu hacken, und der sie zwingt für ihn zu arbeiten. Bastide Larcan ist ein mächtiger und skrupelloser Mann, der Details aus Judiths Vergangenheit kennt, die für sie bis heute im Verborgenen liegen, bald hat sie das Gefühl das Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt ist und für sie ist schnell klar sie muss die Wahrheit herausfinden, was in ihrer Kindheit wirklich geschah…   Stimme der Toten ist der zweite Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler aus der Feder von Elisabeth Herrmann.   Für mich war dieser Kriminalroman das erste Buch mit der Tatortreinigerin Judith Kepler. Für mein Empfinden ist es nicht notwendig den ersten Teil zu kennen, denn ich kam mühelos in die Geschichte rein und hatte auch nie das Gefühl das mir irgendwelche Vorkenntnisse fehlen.   Eigentlich beginnt der Krimi recht spannend mit einem Toten in einer Bank, bei der Judith Spuren entdeckt und der Polizei meldet, die sie selbst in Gefahr bringen. Bei ihrem Widersacher Bastide Larcan schafft es die Autorin am Anfang eine gelungene Aura der Undurchsichtigkeit und Gefahr aufzubauen. Auch die doch recht bedrückende Stimmung, die am Anfang vorherrscht empfand ich gut rübergebracht. Aber leider verliert mich die Autorin dann ein wenig, denn der eigentliche Fall wird für meinen Geschmack nicht wirklich vorangetrieben. Judiths geheimnisvolle Vergangenheit und ihre Auswirkungen nehmen einen Großteil der Geschichte ein, was noch interessant und manchmal auch spannend zu lesen war, aber es wird noch ein weitere Nebenschauplatz aufgemacht, der für mich einfach zu viel war. Die Geschichte hätte diesen Nebenschauplatz nicht wirklich gebraucht, oder besser gesagt eine eigene Geschichte verdient, so wirkte es einfach zu gewollt auf mich, als müsste man immer noch eins oben drauf setzen.   Auch als Protagonistin, konnte mich Judith Kepler nicht so ganz überzeugen. Das mag vor allem daran liegen, das ich Protagonisten, die vor Problemen nur so strotzen und die sich dann auch oftmals massiv in den Vordergrund drängen, nicht mehr so gerne durch eine Geschichte folge.   Mein Fazit: Ein Kriminalroman, der mich trotz spannenden Anfang im weiteren Verlauf nicht ganz abholen konnte.

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    • 7
  • Mehr Wirtschaftskrimi

    Stimme der Toten

    tinstamp

    30. November 2017 um 16:20

    Von Elisabeth Herrmann kenne ich bereits den Jugendthriller "Schattengrund", der mich absolut begeistern konnte, obwohl mir sonst Thriller für Jugendliche zu harmlos sind. Dieser war großartig! Gelesen habe ich außerdem noch die beiden Krimis der "Sanela Beara" Reihe ("Das Dorf der Mörder" und "Der Schneegänger"), einen weiteren Jugendthriller ("Seefeuer"), de rmir nicht so gut gefiel und "Versunkene Gräber" aus der Joachim Vernau Reihe - also bereits jede Menge! Ich denke ich kenne kaum eine Autorin oder einen Autor, der so unterschiedliche Themen hat und bei dem man nicht sofort am Schreibstil erkennt, wer dieses Buch geschrieben hat. Jeder Krimi ist anders!Den ersten Band um Tatortreinigerin Judith Kepler ("Zeugin der Toten") habe ich leider nicht gelesen, aber nachdem ich bereits in die Leseprobe (Prolog) reingeschnuppert hatte, musste ich mir den Krimi in der Bücherei reservieren lassen.Dieser Prolog führt den Leser 6 Jahre zurück und offenbart einen kleinen Einblick in Judiths Vergangenheit. Danach geht es zurück in die Gegenwart. Judith, die als Cleanerin arbeitet, wird zu einem Toten in der CHL Bank gerufen. Dieser ist von der Galerie gestürzt und alles deutet auf Selbstmord hin. Beim Reinigen findet Judith jedoch einen blutigen Fingerabdruck im Waschraum und meldet dies der Polizei. Ab diesen Zeitpunkt gerät Judiths Leben aus dem Fugen.....Mit "Stimme der Toten" hat die Autorin einen vielschichtigen Krimi geschrieben, der auch als Wirtschafts- oder Agentenkrimi durchgehen könnte. Neben der Cyberkriminalität werden auch die Themen Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus angesprochen. Somit haben wir es mit mehreren Handlungssträngen zu tun, die einiges an Konzentration erfordern! Perfekt hat die Autorin diese verknüpft, was sicher keine leichte Aufgabe war. In allen davon verstrickt sich Judith Kepler, die eigentlich nichts anderes möchte, als so wenig wie möglich aufzufallen. Denn bald weiß sie nicht mehr, wer hier Freund und wer Feind ist...Die Charaktere sind facettenreich, eben Menschen mit Ecken und Kanten. Richtig sympathisch ist mir irgendwie keiner, nicht einmal Judith selbst. Dazu ist sie zu eigenwillig und ruppig. Denn Judith ist gezeichnet durch ihre Vergangenheit. Nach dem Fall der Mauer und dem Tod des Vaters, der ein erfolgreicher Agent der DDR war, wurde sie ins Heim gesteckt. Ihr Name wurde in Judith Kepler umgeändert. Noch heute versucht sie ihr Leben zu leben und kommt aus ihrer Negativspirale nicht wirklich heraus. Denn noch immer rätselt sie, was damals genau geschehen ist. Alte Seilschaften, Erpressungen, Verschwörungen und eine Portion Cyberkriminalität sorgen für Spannung. Trotz der vielen Perspektiven-, Zeit- und Handlungswechsel hat die Autorin einen komplexen und packenden Thriller im Agentenmilieu mit einiger Portion Sozialkritik abgeliefert.Schreibstil:Elisabeth Herrmann schreibt flüssig und ansprechend. Die Autorin hat viele Dialoge eingebaut, die die Handlung auflockern. Obwohl man sich bei ihrem aktuellen Buch doch etwas mehr konzentrieren muss, kann man dem Inhalt leicht folgen. Die Charaktere sind facettenreich. Die Atmosphäre ist düster und bedrückt.Fazit:Ein vielschichter Krimi, der mehr wie ein Spionage- und Wirtschaftskrimi daherkommt. Viele Themen wie Cyberkriminalität, der kalte Krieg, Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus werden in doch einigen Handlungssträngen verarbeitet und verlangen etwas Konzentration. Aktuell und spannend....

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  • Schöne Geschichte über Väter und Töchter

    Stimme der Toten

    soetom

    18. November 2017 um 22:33

    Es gibt Krimis, die mich mitnehmen, weil sie ein knisterndes Feuerwerk abbrennen. Dieser ist das komplette Gegenteil. Alles in der Handlung geschieht wie ein ruhiger Strom, der die Charaktere mit sich zieht, in Strudel und über Klippen treibt. Der „Thrill“ kommt nicht durch die Abfolge der Ereignisse, sondern weil emotionale Spannung so hoch ist. Insbesondere die Sequenz mit dem kleinen Mädchen und den Nazis – nein ich spoile hier nichts! – war für mich nur schwer erträglich, weil sie mir als Vater extrem nahe ging. Die Geschichte ist dadurch bemerkenswert, dass sie von den kleinen Details lebt. Der kleine Exkurs über die Protagonistin und ihre Kollegin, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen ist und sich jetzt eine neue Existenz wortwörtlich erarbeiten will erzählt mit wenigen Sätzen unendlich viel über die beiden Figuren, ohne dass ein einziges Wort direkt über die beiden gesagt wird. Das Buch ist die Fortsetzung eines vorangegangenen Buches, das ich nicht gelesen habe. Und die Vorgeschichte liegt wie ein großes Geheimnis über der ganzen Geschichte, aber es hat mich im Lesefluss nie gestört, dass ich erst im zweiten Buch eingestiegen bin. Zuletzt ist die ganze Geschichte eine sehr gelungene Parabel über Väter und ihre Töchter. Und das schöne ist, dass man das nicht von Anfang an auf die Nase gebunden bekommt. Und weil alle Vater-Tochter-Konstellationen grundverschieden sind, kann das Buch unheimlich viel erzählen, weil der Leser sich seine eigenen Gedanken machen muss. Ein schönes, ruhiges, nachdenkliches Buch - lesenswert.

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  • Auch Putzen kann aufregend sein...

    Stimme der Toten

    Virginy

    11. November 2017 um 23:53

    Zuerst einmal sorry, dass diese Rezension so lange auf sich warten lies, normalerweise geht das bei mir ja recht schnell, aber einige private Veränderungen ließen mir dann doch etwas weniger Zeit zum Lesen als bisher.Lange Rede, kurzer Sinn, also zurück zum Buch, dass mir von Elisabeth Herrmann als Leseexemplar überlassen wurde.Den ersten Band rumd um Judith Kepler habe ich nicht gelesen, aber auch mit "Stimme der Toten" fällt der Einstieg ins Geschehen nicht schwer.Judith, die einige turbulente Erlebnisse hinter sich hat, arbeitet als Cleanerin in einer "Putzfirma" und wird so auch ab und an mal an den Tatort eines Verbrechens gerufen, so auch diesmal.In einer nicht unbedeutenden Bank ist ein Mitarbeiter in die Tiefe gestürzt und vor Beginn der Geschäftszeit sollen die Spuren beseitigt werden, Judith entdeckt allerdings Blutflecken, wo keine sein sollten.War es Selbstmord oder befand sich noch jemand anders am Tatort?Der Chef der Bank ist von Judith jedenfalls begeistert und stellt sie und ihr Team zum regelmäßigem Einsatz ein, womit er Judith jedoch keinen Gefallen tut, denn damit wird sie zu einer Figur auf einem großen Spielbrett und auch die Vergangenheit scheint sie wieder einzuholen..."Stimme der Toten" ist das erste Buch, das ich von Elisabeth Herrmann gelesen habe, aber sicherlich nicht das letzte, schon allein, weil mir Judith sehr sympatisch war, trotz all ihrer Ecken und Kanten, sie ist nicht die Model-Traumfrau, muss sich über Wasser halten und trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen, aber gerade dass macht sie so menschlich, wer das Buch gelesen hat, weiß sicherlich auch, was ich meine...Und auch wenn ich im Großen und Ganzen schon weiß, worum es im Vorgängerband geht, werde ich mir den auch noch zulegen.Für Judith und ihr Team jedenfalls gibts von mir 4 von 5 Sternen...

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  • Eine Story die mich gepackt hat!

    Stimme der Toten

    leaslesezauber

    30. October 2017 um 12:44

    Das Cover ist wirklich ein echter Hingucker, die Regentropfen die herunterlaufen wirken total genial, ich habe dem Buch auch einen Ehrenplatz gewidmet, damit ich das Cover immer angucken kann. Es ist dezent gestaltet und trotzdem zieht es mich magisch an, die düstere Atmosphäre ist auch sehr gut gelungen, auch der Schwarm Vögel im Hintergrund ist super gewählt worden also vom Cover her, schonmal alles was ein guter Krimi braucht! Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und bin dabei immer ganz gut unterhalten worden, schnell habe ich gemerkt, dass es hier genauso ist.Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig, spannend und vor allem detailreich. Dieser Detailreichtum hat leider auch zu einigen Längen und somit zu Spannungstiefs geführt, was ich leider etwas bemängeln muss. Ansonsten konnte die Autorin in punkto Spannung deutlich Pluspunkte bei mir sammeln denn vor allem die Protagonistin hat die Story sehr spannend gemacht und mich vollkommen begeistert. Schon als ich im Klappentext gelesen habe, dass sie eine Tatortreinigerin ist, war ich gefesselt und vor allem gespannt auf ihre Arbeit. Ich habe leider den ersten Teil dieser Reihe nicht gelesen aber das fällt kaum auf, jedoch werde ich das Buch gerne noch nachholen. Also für alle die, so wie ich den ersten Band nicht gelesen haben, keine Angst ich bin trotzdem super durch die Story gekommen und kann mich nicht beschweren!Ein deutlicher Pluspunkt sind die Perspektivwechsel der einzelnen Charaktere, es führt zu einer Auflockerung der Story und macht die Spannung auf jeden Fall noch größer. Besonders die Perspektiven von Judith und Bastide haben die Geschichte geprägt. Sie sind sehr realistisch beschrieben, so wie auch alle anderen Charaktere, es wirkt niemand flach oder gar langweilig, alle haben ihre Eigenarten und wirken dadurch sehr menschlich. Die Story verläuft nicht unbedingt so wie ich es erwartet hatte, ich kann das Buch schlecht als Krimi sehen, ich finde es ist eher ein Roman mit Thriller Anteilen. Aber es ist schwierig sich auf ein Genre festzulegen, was mich allerdings nicht im geringsten stört.Fazit:Eine spannende Story, interessante Charaktere und dazu auch noch gute Perspektivwechsel, eigentlich alles was man sich bei einem guten Krimi wünscht. Leider führen die vielen Details, die die Autorin gerne einfließen lässt, zu einigen Längen im Buch wodurch die Spannung ein paar auf und Ab's hatte, was mich leider etwas gestört hat. Ansonsten kann ich aber nur sagen, dass ich gut unterhalten wurde und ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • Spannender Agententhriller mit Suchtgefahr

    Stimme der Toten

    sandra97

    28. October 2017 um 21:00

    Der zweite Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler ist, wie von Elisabeth Herrmann gewohnt, ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann.Ich bin jedoch der Meinung, dass es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt, sondern um einen Thriller mit Mordhintergrund. Wer den ersten Teil dieser Reihe nicht gelesen hat, wird am Anfang kurz eingeführt und auch im weiteren Verlauf wird immer mal wieder auf die Vorgänge im ersten Band eingegangen. Sehr schön finde ich die Beschreibung von Missständen in unserem Land. Die Verwicklungen von Kepler mit den Geheimdiensten und Agenten finde ich an manchen Stellen etwas übertrieben. Dennoch ist das Buch sehr lesenswert, da der Spannungsfaktor sehr hoch gehalten ist.

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  • Buchverlosung zu "Stimme der Toten" von Elisabeth Herrmann

    Stimme der Toten

    m_exclamationpoint

    Mord, Totschlag & Reinigungsmittel Was passiert eigentlich nach einem Mord? Wenn die Leiche abgeholt wird und die Ermittler sich auf die Suche nach der ersten heißen Spur machen? Dann kommen Tatortreiniger wie Judith zum Einsatz. Als diese jedoch zum reinigen ihres neuesten Tatorts erscheint, fallen ihr einige Unstimmigkeiten auf ... Es hieß es handele sich um einen Selbstmord, aber kann das wirklich stimmen? Mach mit bei unserer Buchverlosung zu "Stimme der Toten" von Elisabeth Herrmann und tauche gemeinsam mit Judith in die verschwörerischen Bankgeschäfte Berlins ein! Über das Buch: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunklen liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah >> Hier geht's zur Leseprobe!Über die Autorin:Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach einer abgebrochenen Lehre als Bauzeichnerin arbeitete sie als Betonbauerin und Maurerin bevor sie ihr Abitur am Frankfurter Abendgymnasium nachholte. Anschließend studierte sie in Frankfurt und Berlin und arbeitet heute neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Sprecherin als Fernsehjournalistin für den RBB.Ihr erster Roman wurde im Jahr 2005 unter dem Titel "Das Kindermädchen" veröffentlicht und mit großem Erfolg gefeiert. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Elisabeth Herrmann lebt heute in Berlin.Gemeinsam mit dem Goldmann Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Stimme der Toten". Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 13.08. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Wie sieht für dich der perfekte Tatort aus? Beschreibe alle Attribute die ein Tatort haben muss, damit eine schnelle Aufklärung garantiert ist. Top-Ermittler aufgepasst:Wer außerdem zusätzlich zu seiner Beschreibung auch ein fingiertes Bild von dem perfekten Tatort postet, hat die Möglichkeit ein tolles Spannungspaket von Goldmann zu gewinnen! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.Ich wünsche euch ganz viel Glück und freue mich schon riesig auf eure Antworten und Bilder! 

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    • 389
  • Hochspannender Agententhriller mit brisanten und brandaktuellen Themen!

    Stimme der Toten

    SigiLovesBooks

    09. October 2017 um 00:50

    "Stimme der Toten" von Elisabeth Herrmann ist der Nachfolger von "Zeugin der Toten" um die Tatortreinigerin Judith Kepler, die hier über eine kleine Blutspur stolpert und im Herzen einer weltweiten Verschwörung landet" (so das Buchmagazin 'Stories').Erschienen ist der Kriminalroman (HC) 2017 im Goldmann-Verlag und das Cover, das regnerische Zeiten in Berlin symbolisiert, ist haptisch durch den herunterrieselnden Dauerregen sehr gut gelungen.Ist der Mitarbeiter der CHL-Bank von der Galerie gestürzt - oder hat vielleicht jemand nachgeholfen? Mit ihrem Hinweis an die Polizei gerät Judith ins Fadenkreuz des BKA, das eine firewall um ihre Person installierte, um sie zu schützen - und dem Netz der Geheimdienste in der Person von Bastide Larcan, der ihr eine lukrative Zusammenarbeit anbietet: Ein Hackerangriff wird von Russland aus geplant, dessen Ziel es ist, Europa zu destabilisieren, indem Daten der mächtigen CHL-Bank manipuliert werden...Die Themen in "Stimme der Toten" sind: Agenten, Stasi, Heimerziehung in der DDR, die deutsche Geschichte und Vergangenheit, Identitätswechsel, Verfassungsschutz, KGB und 'freelancer', die in Waffengeschäften und Geheimdiensten tätig sind und das digitale Zeitalter.Der Krimi, der eher im Genre Agententhriller anzusiedeln ist, hat sozialkritische, politisch hochbrisante Inhalte, die gerade Ende September zur Bundestagswahl relevant sind: Zum einen Alkoholismus, Kindeswohl und Jugendämter (Sozialkritik); zum anderen schwärender Nationalsozialismus und Rechtspopulismus, der nach dem Ergebnis der Wahlen besonders in den neuen Bundesländern um sich greift (siehe AfD-Ergebnisse!) und im Roman einen Bezug zu Schenken haben, einem kleinen Dorf und "national befreiter Zone", das wirtschaftliche Autarkie erstrebt und Zulauf hat, ebenso wie die sog. "Reichsbürger".Der Stil Herrmanns ist packend, fesselnd und spannend sowie flüssig zu lesen; die Charaktere sind facettenreich, deren "Gedanken-Kalkül" erscheint nachvollziehbar, besonders bewegend hier die Hauptprotagonistin Judith Kepler und Bastide Larcan: Die Vergangenheit um die Ereignisse von Sassnitz spielen hierbei eine große Rolle und bestimmen weiterhin das Leben von Judith, die unauffällig als Cleanerin arbeitet und eine schwierige Vergangenheit durchlebte. Die Autorin weiß mit atmosphärischer Dichte und gekonnten Dialogen zu überzeugen. Spannung entsteht auch über den Perspektivwechsel der Akteure, besonders Judith und Bastide, aber auch Nebencharaktern, die sehr authentisch agieren. Die 64 Kapitel werden von einem Prolog wie einem Epilog stilvoll und meisterlich 'umrahmt'. Zuweilen muss man miträtseln bei der Frage "who's who' und nicht ohne Grund mutmaßt eine eingeschleuste Agentin zum geplanten Hackerangriff auf die CHL"dass der kalte Krieg nie aufgehört hat. Es hat allenfalls eine Atempause gegeben. Sie hacken keine Bank. Sie hacken Europa." (Zitat S. 480)(gemeint ist der russische Geheimdienst SWR, der Nachfolger des KGB). Der äußerst spannende showdown in der Bank lässt einen der Auflösung entgegenfiebern; der Plot ist (soweit) stimmig und auch im Epilog gibt es interessante Wendungen zu entdecken.Fazit:Ein spannender, flüssig zu lesender Krimi - oder vielmehr Agententhriller, dem es an gut recherchierten Inhalten zu den eigentlichen "Strippenziehern" an den Machtgebilden dieser Welt nicht eben fehlt und das flaue, aber untrügliche und nachdenklich stimmende Gefühl beim Leser hinterlässt, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt oder auch eine "Spitze des Eisbergs" all dessen sein könnte, was wir nicht wissen (sollten). Es geht um Machtinteressen, die hinter den bekannten politischen "Kulissen" längst im Verborgenen laufen und die politischen Konstellationen des Weltgeschehens im eigentlichen Sinne bestimmen. Einem Interview mit der Autorin war zu entnehmen: "Wir müssen wieder mehr analog werden. Die digitale Welt soll uns dienen - und sich nicht schamlos an uns bedienen." Dem ist nichts mehr von meiner Seite hinzuzufügen - ausser, dass ich "Stimme der Toten" als hochaktuellen, politisch brisanten und auch sozialkritischen Agententhriller einstufe, der mir sehr gut gefallen hat und daher eine Leseempfehlung sowie 5 */95° auf der "Krimi-Couch" erhält!

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  • Gelungener Nachfolgekrimi, den man nicht einfach so weg liest

    Stimme der Toten

    Xanaka

    07. October 2017 um 23:00

    Judith Keppler lebt ihr Leben als versierte Tatortreinigerin. Zufrieden ist sie damit nicht, aber auch nicht in der Lage das zu ändern. Dann wird sie von ihrem Chef in ein großes Bankhaus geschickt, dort soll sie tätig werden. Ein Mann ist in die Tiefe gestürzt, alles deutet auf Selbstmord hin. Als Judith unter dem Waschbecken einen blutigen Fingerabdruck entdeckt und die Kripo darüber informiert, werden andere auf sie aufmerksam. Plötzlich steckt sie mitten in einer Verschwörung.Schon der Prolog, der mit seiner Handlung in das Jahr 2010 zurückkehrt, lässt Erinnerungen an den ersten Band „Zeugin der Toten“ aufkommen. Schnell wird beim Lesen klar, dass die Ereignisse aus dieser Zeit, die sich damals um die Lebensgeschichte der Judith Keppler drehten, wieder mit den damaligen Geschehnissen zu tun haben. Aber nicht nur das. Die verschiedenen Handlungsstränge, das Geschehen in der Bank, das plötzliche Interesse der Geheimdienste Judith und ihrer Geschichte, sowie die Begegnungen mit Menschen aus ihrer Vergangenheit laufen zunächst parallel. Geschickt gelingt es der Autorin diese miteinander zu verknüpfen, ohne den Faden zu verlieren. Sie treibt die Handlung voran, lässt ihre Protagonisten agieren und die Spannung steigt. Auch der geschickt eingebaute Nebenschauplatz um Tabea, einem fast verwahrlosten Mädchen aus dem Nachbarhaus, gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Kick.Ohne dass man während des Lesens die Spur verliert nimmt die Geschichte an Spannung zu. Dabei ist es besonders schön mitzuerleben, wie die Protagonisten sich weiterentwickeln bzw. verändern. Gerade bei Judith wird diese Veränderung deutlich. Sie wacht aus ihrer Lethargie auf und beginnt zu agieren.Die Handlung ist fesselnd, dramatisch und packend und das vom Anfang bis zum Ende des Buches. Der Schreibstil ist flüssig, die Dialoge sind ansprechend – beides erleichtert das Lesen ungemein. Die Autorin schreibt in einem guten Tempo, so dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich Elisabeth Herrmann wieder an ein Thema herangewagt hat, über das man im Nachhinein nicht mehr so viel weiß. Auf jeden Fall trägt sie mit diesem Buch mit zur Vergangenheitsbewältigung bei und regt mit diesem Buch erneut zum Nachdenken an. Mir gefällt es wie Vergangenheit und Gegenwart abwechselnd sehr authentisch beschrieben werden. Dieses Buch ist nicht einfach "nur ein Krimi", sondern auch eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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  • Stimme der Toten - Spannend; Langweile Fehlanzeige

    Stimme der Toten

    wildflower369

    25. September 2017 um 15:51

    Als ich auf lovelybooks die Inhaltsangabe las, war ich begeistert und wußte: Dieses Buch musst du lesen.Also gesagt, getan. Judith Kepler ist Cleanerin, eine der Besten. Sie wird an einen Tatort gerufen, um die Spuren eines Todesfalls zu entfernen. Doch diesmal entdeckt sie eine Blutspur, die dort nicht hingehört. Sie gerät in ein schmutziges Spiel um Manipulationen im Wertpapiergeschäft und in eine Spionagegeschichte, bei der sie eine weitere Spur zu ihrer eigenen Vergangenheit findet. Ich war von der ersten Seite an begeistert, denn Elisabeth Herrmann schafft es, die Spannung bis zur letzten Seite zu steigern. Sman merkt erst am Schluss, das man vor Spannung die Luft angehalten hat. Ich wünsche mir noch einen weiteren Fall für Judith Kepler, vielleicht auch mal ein bißchen mit Liebe für sie.

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  • Spannender und komplexer Krimi - oder auch ein Agenten-Thriller

    Stimme der Toten

    FlotterAnton

    22. September 2017 um 17:48

    Stimme der Toten ist nach Zeugin der Toten der zweite Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Man muss den Vorgänger aber nicht unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können. Im Prolog gibt es einen kurzen Abriss mit den wichtigsten Informationen, die zum Verständnis erforderlich sind. In einer international tätigen Bank hat es einen Todesfall gegeben und Judith wird als Cleaner an den Ort des Geschehens geschickt. Sie entdeckt etwas, das die Polizei an den vermeintlichen Selbstmord zweifeln lässt. Auf einmal befindet sich Judith in einem groß angelegten Sabotage-Plan mitten zwischen Agenten und ehemaligen Agenten und die Spuren gehen weit zurück bis zu Zeiten der DDR und tangieren auch Judiths Kindheit. Unmöglich zu sagen, wem sie noch trauen kann oder wer sie nur für die eigenen Zwecke missbraucht. Es ist ein komplex angelegtes Verwirrspiel mit einigen unvorhergesehenen Wendungen. Sehr aufregend und anschaulich geschildert fand ich auch den Neben-Schauplatz als Judith privat mit der Nazi-Szene in Berührung kommt. Persönlich mag ich ja den etwas verschrobenen und kratzbürstigen Charakter der Protagonistin obwohl sie es dem Leser nicht einfach macht, sie zu mögen. Die Umsetzung ist der Autorin perfekt gelungen. Trotz des nicht simplen Schreibstils lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Obwohl das Buch mit über 500 Seiten sehr umfangreich ist, weist die Geschichte keine Längen auf und Spannung ist jederzeit gewährleistet. Mir hat auch dieses Buch von Elisabeth Herrmann sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne.

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  • Thriller mit politischer Note

    Stimme der Toten

    gagamaus

    21. September 2017 um 14:43

    Es wurde bereits von Vorrezensenten erwähnt, dass die Einordnung als Kriminalroman wohl eher auf den Vorgänger-Romanen der Autorin begründet ist, denn hier handelt es sich doch eher um einen Thriller, denn obwohl der Auslöser ein Mord bzw. die verwischten Spuren am Tatort sind, so ist es doch über weite Strecken eben kein klassischer Kriminalroman mit einem Ermittler und der Suche nach dem Täter.Aber mir war das schon im ersten Band dieser Reihe um die Tatortreinigerin Judith ein Dorn im Auge. Der einzige, denn ich wurde ansonsten wieder sehr gut unterhalten.Es gefällt mir ausnehmend gut, dass die Romane von Elisabeth Herrmann allesamt - und so auch dieser - sehr politisch sind, wobei sie sich nicht nur auf die Vergangenheit fokussiert, sondern durchaus auch akutelle heiße Themen anfasst. Oder sollte man vielleicht sagen, diese Themen sind zeitlos und gab und gibt es schon, solange es die Geschichtsschreibung und Romane gibt.Auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Buch mit einer ungewöhnlichen und sperrigen Heldin. Das erinnert ein klitzekleines bisschen an Lisbeth Salander. Aber trotzdem gut.

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