Zartbittertod

von Elisabeth Herrmann 
4,0 Sterne bei5 Bewertungen
Zartbittertod
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Sehr filigran gesponnenes Erzählnetz mit einem geschickt eingebautem Strang deutscher Geschichte und etlichen moralischen Gedankenanstößen.

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Wichtiges Thema, stellenweise langsame Pace.Und immer wieder falsche Fährten, was den Täter betrifft - also Rätseln bis zur letzten Seite!

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Inhaltsangabe zu "Zartbittertod"

Zart wie die Liebe, bitter wie die Schuld

Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem Familienfoto, auf dem ihr Urgroßvater Jakob und sein Lehrherr zu sehen sind. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia weiß, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie?
Als Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie in ein Wespennest. Liebe und Verrat ziehen sich durch die Generationen, und als Mia endlich weiß, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät …
Gelesen von Laura Maire.
(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 31)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844528848
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Der Hörverlag
Erscheinungsdatum:19.03.2018
Das aktuelle Buch ist am 19.03.2018 bei cbj erschienen.

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    Irves avatar
    Irvevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr filigran gesponnenes Erzählnetz mit einem geschickt eingebautem Strang deutscher Geschichte und etlichen moralischen Gedankenanstößen.
    *+* Elisabeth Herrmann: "Zartbittertod" (Hörbuch) *+*

    Mia liebt die Chocolaterie ihrer Eltern sehr. Sie ersinnt gerne neue Rezepturen und lässt dabei ihrer Phantasie kreativen Raum. Dennoch wird ihr älterer Bruder einmal das Traditionsunternehmen übernehmen. So bleibt dieses Handwerk ein feines Hobby für die junge Frau, beruflich orientiert sie sich aber anders. Sie möchte Journalistin werden. Für die Aufnahmeprüfung soll sie die Geschichte eines Fotos aus der Familienchronik recherchieren. Welches Foto sie wählt, ist ganz klar. Schon immer war sie fasziniert von einem Bild, das in der Chocolaterie ihrer Eltern hängt. Darauf zu sehen ist neben dessen Lehrherrn auch ihr Urgroßvater – über den, wenn sie ehrlich ist, kaum etwas weiß – sowie ein riesiges Nashorn aus Schokolade. Als Mia in der Familiengeschichte gräbt, ist sie erstaunt, auf wie viele Widerstände sie dabei stößt. Denn als sich die Chance bietet, mit den Nachfahren des Lehrherrn ihres farbigen Großvaters in Kontakt zu treten, zeigt dich diese Familie alles andere als kooperativ….

    Das stachelt Mia erst recht an, und nicht nur sie. Auch ich wurde immer neugieriger, was passiert sein muss, um der angehenden Journalistin so unfreundlich zu begegnen. Gab es Geheimnisse in der Vergangenheit? Wenn, dann müssen es dunkle Flecken auf weißen Westen sein, anders konnte ich mir das Verhalten der Familie nicht erklären. Gut, nicht alle von ihnen begegnen Mia misstrauisch, der Sohn des Hauses kann ihre Beweggründe verstehen und auch seine Neugierde, was die vergangenen Verstrickungen betrifft, wird immer größer – vor allem, als Mia zur Zielscheibe mehrerer Attentate wird. Da scheint ordentlich etwas verborgen zu werden, aber was, und warum???

    Sehr gespannt hing ich an Laura Maires Lippen, die einmal mehr die Vertonung eines Jugendbuches zu einem wahren Lauschvergnügen machte. Wie sie sich in die Personen, allen voran Mia, versetzt und die Stimmungen, Gefühle und Gefühle transportiert, ist für meine Ohren wirklich meisterlich gelungen!

    Bis die Geschichte um Mias Urgroßvater und seinen vermeintlichen Gönner in Fahrt kommt, braucht es ein wenig Geduld. Dann zieht die Spannungskurve deutlich an und wird lediglich unterbrochen, wenn die Autorin weitläufige Ausflüge in die geschichtlichen Hintergründe macht. Der farbige Urgroßvater kam aus Deutsch-Südwestafrika, einem Land, in dem ein sehr dunkler Teil unserer Geschichte stattfand, und von dem ich bis dato noch nichts gehört hatte, und der mich beim Hören ziemlich bewegt hat. Diese Einschübe sind recht ausführlich, der eine oder andere mag dies als Länge empfinden, aber man kann ein solches Stück Geschichte und Leid nicht mit ein paar kleinen Sätzen abhandeln.
    Ebenfalls spricht die Autorin – was bei dem Thema Schokolade durchaus sinnvoll ist – die verschiedenen Ansätze bei Produktion und Unternehmensmentalität an. Spätestens hier wird deutlich, dass „Zartbittertod“ zwar in der Vergangenheit wühlt, diese aber weitreichend über die Gegenwart bis hinein in die Zukunft ihre Tentakeln ausstreckt.

    Das sehr filigran gesponnene Erzählnetz enthält einen geschickt eingebautem Strang deutscher Geschichte und ist mit etlichen moralischen Gedankenanstößen gewürzt, die lange nachhallen und aus der Geschichte etwas Besonderes machen. Der Themenmix entfaltet sich vielschichtig, es ist in seiner Komplexität und Ausführlichkeit jedoch ausgewogen gestaltet.
    Durch die interessanten jungen Hauptfiguren dürfte die jugendliche Zielgruppe erfolgreich angesprochen werden und erhält neben dem spannenden, wendungsreichen, stellenweise atemlosen Thriller noch ein gutes Stück Bildung mit auf den Weg. Was will man mehr?

    Inhalt
    Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem Familienfoto, auf dem ihr Urgroßvater Jakob und sein Lehrherr zu sehen sind. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia weiß, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie?Al
    s Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie in ein Wespennest. Liebe und Verrat ziehen sich durch die Generationen, und als Mia endlich weiß, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät …

    Autorin
    Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman „Das Kindermädchen“ ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

    Sprecherin
    Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Verdammt verliebt“. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in „Raum“ (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der „Twilight“-Reihe.
    Quelle: RandomHouse


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    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor 5 Monaten
    Die Geschichte wird ihrem Namen gerecht

    Gestaltung
    Laura Maire hat eine etwas tiefere Stimme, die es ihr ermöglicht, sowohl weibliche als auch männliche Charaktere gekonnt zu interpretieren, ohne, dass es unfreiwillig bemüht klingt. Sie war hier vor Herausforderungen gestellt: Es gab nämlich nicht nur eine verträumte Protagonistin, sondern auch knallharte Geschäftsleute. Und sowohl das Harte als auch das Weiche in Laura Maires Stimme kam sehr gut zur Geltung. Und nebenbei bemerkt, mag ich ihre Stimmfarbe, die mir das Zuhören wirklich leicht gemacht hat.

    Inhalt
    Eigentlich wollte Mia nur eine erzählenswerte Geschichte, um sich bei einer Journalistenschule zu bewerben. Und dann wurde sie kurzerhand in einen kleinen Kriminalfall verwickelt.

    Mias Urgroßvater kam als Kind aus Afrika nach Deutschland. Er lebte bei der Familie Herder, die ihn zum Chocolatier ausbildeten. Er machte sich schließlich selbstständig und gründete seinen eigenen Laden, der mittlerweile Mias Eltern gehört. Hier hängt immer noch ein Bild, das Jakob und seinen Lehrmeister neben einem Nashorn aus Schokolade zeigt. Und da liegt es nahe, dass Mia erfahren möchte, wie es zu dem Foto kam. Doch bei Familie Herder wird sie nicht mit offenen Armen empfangen.

    Ich musste zu Beginn feststellen, dass mir Protagonistin Mia etwas zu verträumt war. Sie ist neunzehn, hat ihr Abitur bereits hinter sich. Dennoch weiß sie noch nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Den Betrieb der Eltern zu übernehmen kommt nicht infrage. Da bleibt nur noch Plan B: Die Journalistenschule. Mich störte an ihr, dass sie Dinge machte, die ganz klar als Falle ausgelegt waren. Ich saß da und fragte mich, warum sie so naiv an die Sache heran ging.

    Als sich Mia nach Lüneburg aufmacht, um bei den Herders Auskunft über ihre eigene Familiengeschichte zu erfragen, lernen wir auch die anderen Charaktere kennen: Das Ehepaar Herder mit ihrem Sohn Will, der ungefähr in Mias Alter ist. Hier hat Elisabeth Hermann die Ablehnung, die Mia zu Beginn entgegengebracht wird, ziemlich gut herausgearbeitet. Mich interessierte, ob Mia es wirklich schaffte, noch an Informationen zu kommen, oder ob sie unverrichteter Dinge wieder abreisen musste.

    Elisabeth Hermann hat die Handlungsstränge gut miteinander verknüpft. Es gibt einen kleinen Handlungsstrang der uns mit in Mias Familiengeschichte nimmt. Auf der anderen Seite erlebten wir unsere Charaktere auch in der Gegenwart und konnten so Stück für Stück das Puzzle zusammensetzen. Aber das Tolle daran war: Wir als Leser waren Mia nicht sehr weit voraus. Immer, wenn wir eine Information bekamen, erfuhr sie auch bald davon.

    Spannung
    Was den Spannungsbogen betrifft, bin ich mir noch etwas unschlüssig. Bei Zartbittertod handelt es sich um ein Jugendbuch ab 12 Jahren. Das heißt, Elisabeth Hermann kann uns hier keinen blutrünstigen Kriminalroman bescheren, was aber auch nicht schlimm ist. Obwohl ich bis zum Schluss keine Ahnung hatte, wer die wirklich bösen Geister der Geschichte waren, war mir der Spannungsbogen hier und da doch etwas zu flach und ich hatte den Eindruck, dass sich unsere Charaktere etwas im Kreis drehten. Dennoch vermute ich, dass es für die gedachte Zielgruppe wahrscheinlich genau das richtige Tempo ist, da so genug Zeit bleibt, den Inhalt zu verdauen.

    Schreibstil
    Elisabeth Hermann hat einen lebendigen Schreibstil. Sie erzählt die Geschichte größtenteils aus der Ich-Perspektive und aus Sicht von Protagonistin Mia. Hier und da gibt es auch einen anderen Handlungsstrang, der sich vom Schreibstil her, sehr von der Ich-Perspektive unterscheidet. Und dieser Spagat ist der Autorin hier wirklich gut gelungen. Elisabeth Hermanns Schreibstil war verständlich und doch so geschrieben, dass er mir nicht zu kindlich vorkam und ich spannende Stunden mit der Geschichte verbringen konnte.

    Gesamteindruck
    Ich hatte eigentlich keine Erwartungen an Zartbittertod und wollte mich einfach von der Geschichte überraschen lassen. Ich bekam hier ein sehr schönes unterhaltsames Jugendbuch mit einem guten Spannungselement. Schön fand ich auch, dass der Roman seinem Titel gerecht wurde und es hier und da Ausflüge in die Welt der Schokolade gab. Gerade deswegen vermute ich, dass sich Zartbittertod als perfekte Lektüre für die Weihnachtszeit eignet.

    ----------------------------------------------------------------

    * Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 6 Monaten
    Interessant, leider mit einigen Längen

    Was als Projekt für die Aufnahmeprüfung für ihr Journalismusstudium beginnt, lässt Mia bald tief in die deutsche Kolonialgeschichte und deren Verknüpfung mit ihrer eigenen Familie eintauchen. Sie soll die Geschichte eines Familienfotos erzählen und was liegt da näher, als sich mit dem Bild zu beschäftigen, das schon immer in der Wohnung hängt?

    Neben einem riesigen Nashorn aus Schokolade zeigt es Jakob, ihren Urgroßvater, der damals als kleiner Junge aus Namibia nach Deutschland kam und seinen Lehrherrn Gottlob Herder. Dessen Nachfahren betreiben auch heute noch ein großes Schokoladenimperium. Da Mias eigene Eltern eine kleine Chocolaterie in Meißen haben und Mia sich ebenfalls bestens auskennt, wenn es um Schokolade geht, sollte es doch nicht so schwer sein, mit den Herders Kontakt aufzunehmen und herauszufinden warum Jakob damals nach Deutschland kam. Wie ist es ihm als Schwarzem wohl ergangen und aus welchem Grund wurde ausgerechnet ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade nachgebildet?

    Als Mia mit Wilhelm Herder Kontakt aufnimmt, scheint der über Mias Anruf erfreut zu sein, doch als sie auf seine Einladung hin persönlich auf dem Familiensitz in Lüneburg erscheint, muss sie feststellen, dass jemand ganz und gar nicht will, dass sie die Geschichte erforscht. Welches Geheimnis wollen die Nachfahren von Gottlob Herder so nachdrücklich für sich behalten?

    Auch einige Tage nachdem ich die letzten Zeilen gehört habe, bin ich nach wie vor nicht sicher, wie mir das Hörbuch letztlich gefallen hat. Der Einstieg in Elisabeth Herrmanns Jugendthriller „Zartbittertod“ ist mir leichtgefallen, was nicht zuletzt an der angenehmen Art liegt, mit der Laura Maire die Geschichte liest. Auch Mias Interesse an diesem alten Familienbild kann ich gut nachvollziehen, deutet es doch schon eine spannende und bewegte Familiengeschichte an.

    Leider hatte das Hörbuch trotzdem einige Längen für mich, insbesondere dann, wenn es sich sehr tief mit der Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika auseinandersetzte. Sicher ist dies ein spannendes, vielschichtiges und alles andere als ruhmreiches Kapitel deutscher Geschichte, das auch heute noch meist lieber verschwiegen wird, doch zugegebenermaßen hätten mir teils weniger Informationen gereicht, dafür hätte ich gerne mehr zum aktuellen Geschehen gehört. So war das Hörbuch für mich zwar durchaus immer wieder spannend und es gab auch einige Thrillerelemente, dennoch würde ich es nicht unter Thriller einordnen, da das Augenmerk eben auf anderen Dingen ruhte.

    Mia hat mir als Protagonistin gut gefallen, vor allem aber Will, ein Sohn des Hauses Herder, hat mich positiv überrascht. Die (Familien-)Geschichte, die die beiden nach und nach zu Tage fördern, ist gut durchdacht und man merkt, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Die Auflösung der Geschichte war für mich dennoch recht konstruiert und damit nicht ganz so gut gelungen. Laura Maires Interpretation hat mir dafür umso mehr gefallen. Nicht umsonst hat sie bereits mehr als einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin gewonnen. Gekonnt haucht sie der Geschichte und den unterschiedlichen Charakteren Leben ein und führt mit angenehmer Betonung durch das Geschehen.

    Insgesamt ein Hörbuch, das definitiv anders war als ich erwartet habe. Wen die deutsche Geschichte interessiert und wer obendrein auch noch spannende Familiengeschichten liebt, der sollte „Zartbittertod“ ruhig eine Chance geben und sich mit Mia auf Spurensuche in der Vergangenheit begeben.

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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor 6 Monaten
    Auf den Spuren des Urgroßvaters

    Inhalt: Die 19-jährige Mia möchte Journalistin werden und muss für die Aufnahmeprüfung die Geschichte eines alten Familienfotos erzählen. Mia entscheidet sich für ein Foto, das in der kleinen Chocolaterie ihrer Eltern hängt. Zu sehen ist darauf ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade, daneben ihr Urgroßvater Jacob und sein Lehrherr. Jakob ist schwarz und Mia will nun recherchieren, wie und warum er aus Deutsch - Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Sie besucht die Nachkommen von Jakobs ehemaligen Lehrherrn und stößt bei ihren Nachforschungen unverhofft auf Widerstand.

    Meine Meinung: Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist lebendig, bildhaft und sehr unterhaltsam. Auch der Sprecherin Laura Maire kann man gut zuhören (das ist für mich ein ganz wichtiges Kriterium bei Hörbüchern).
    Das Thema, die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika und der Völkermord an den Herero, fand ich sehr interessant. Darüber liest man eher selten etwas. Allerdings fand ich den Bezug zum Heute, vor allem zu den Ereignissen in der Geschichte, etwas weit hergeholt und auch die Aufklärung eher unrealistisch. Obwohl ich „Zartbittertod“ nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Krimi, gibt es einige spannende Elemente und viel Rätselraten bis zum Schluss.
    Die Protagonistin Mia hat mir von Anfang an gut gefallen und auch Will, der sie bei ihren Nachforschungen unterstützt, fand ich ganz symphatisch. Auch die kleine Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist zwar vorhersehbar, aber ganz nett und unaufdringlich. 


    Fazit: Trotz kleiner Kritikpunkte hat mir das Buch / bzw. Hörbuch, das für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen wird, ganz gut gefallen.

    Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Rezensionsexemplar



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    extremehappys avatar
    extremehappyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wichtiges Thema, stellenweise langsame Pace.Und immer wieder falsche Fährten, was den Täter betrifft - also Rätseln bis zur letzten Seite!
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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