Elisabeth Kabatek Gebrauchsanweisung für Stuttgart

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung für Stuttgart“ von Elisabeth Kabatek

Die Hoppelhasen im Schlossgarten, die Pünktlichkeit der U-Bahnen und die Bärenseen, Sternegastronomie und Waldheime, das Sommerfestival der Kulturen und das Understatement der Bewohner: Das alles ist Stuttgarter Lebensqualität. Die Autorin porträtiert ihre Heimat, die als Ballettstadt reüssiert hat und als Konjunkturzünder blüht. In der die Arbeitsmoral so wichtig ist wie das richtige Spätzlerezept und die Politik der Hinterzimmer, aber auch der neue Bürgerprotest Urständ feiert. Scharfsinnig und mit einem Augenzwinkern schreibt sie über echte und falsche schwäbische Idylle. Sie verrät den Reiz der 'Halbhöhe' und wie es um die Kehrwoche bestellt ist. Und warum sie auf die schwülen Sommer am Neckar ebenso verzichten kann wie auf Stuttgart 21.

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

An der Seite von Douglas Preston erlebt man die kompl. Vorbereitung und Ausführung mit allen Schwierigkeiten einer archäologischen Expeditio

Sigrid1

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

Wir hätten gewarnt sein können

Zusammenstellung bisheriger Aussagen Trumps.

kvel

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Neues aus der Reihe "Ich bin gegen Stuttgart 21 und werde noch lange nicht müde, darüber zu reden!"

    Gebrauchsanweisung für Stuttgart
    Kerstin2505

    Kerstin2505

    31. July 2014 um 15:20

    So, dann hole ich mal von drei Seiten aus, bis ich zum eigentlichen Punkt komme: 1) Die Reihe „Gebrauchsanweisung für…“ vom Piper Verlag ist meiner Meinung nach mit das Beste, was es in Sachen Reiseliteratur gibt. Ich habe schon einige Titel aus dieser Reihe gelesen und wurde bisher nie enttäuscht. 2) Die Romane von Elisabeth Kabatek habe ich (mit Ausnahme des aktuellsten, „Ein Häusle in Cornwall“) mit viel Freude gelesen. Protagonisten, Handlung, Lokalkolorit – da passt eigentlich alles, um ein paar unterhaltsame Lesestunden zu verbringen. 3) Ich mag Stuttgart sehr, sehr gerne. Auch wenn ich (noch) außerhalb wohne, bin ich seit 10 Jahren dank Universität, Arbeitgeber und Freund beinahe täglich in der Stadt. Nun zum Wesentlichen, denn ich sollte/wollte ja eigentlich rezensieren. Angefangen hat zwischen mir und diesem Buch alles ganz harmonisch und vielversprechend: der Inhalt gefiel, viele der Cafés, Restaurants und Orte, die die Autorin erwähnt, kenne ich und teile weitgehend ihre Meinung – so weit, so gut also. Bis Frau Kabatek dann jedoch anfing, die Stuttgart-21-Keule auszupacken und unaufhörlich durch die Seiten zu schwingen. Darüber hinaus schien sie dann auch zunehmend ihren eigentlichen Auftrag – eine einigermaßen heitere und Lust machende Gebrauchsanweisung für Reisewillige, Neuzugezogene oder Alteingesessene – aus dem Blickfeld zu verlieren. Man kann im restlichen Deutschland von diesem Projekt und den Protesten drumherum halten, was man will: hier in Stuttgart polarisiert das Thema extremst und hat, was Gesprächsthemen angeht, inzwischen den gleichen Stellenwert wie Politik und Religion: beim Zusammentreffen mit unbekannten Menschen lieber nicht als Gesprächsöffner nehmen, der Schuss könnte sehr nach hinten losgehen. Man sieht ja bereits an diesen Zeilen, wie empfindlich auf dieses Thema reagiert werden kann. Frau Kabatek lehnt Stuttgart 21 ab, was sie nicht müde wird, im Buch zu erwähnen. Der Leser hat es zwar bereits nach der ersten entsprechenden Textstelle verstanden, aber Frau Kabatek gibt sicherheitshalber an gefühlten 48 nachfolgenden Textstellen Nachschlag. Das hat mir persönlich dieses Buch dann doch etwas vergrätzt, und was schön anfing, wurde zunehmend zum Ärgernis. Denn auch wenn es viele Stellen hat, die mir wirklich gut gefallen habe, bestand immer die Chance, dass ich beim Umblättern der nächsten Seite wieder eines mit der Keule übergezogen bekomme. Das Thema ist der Autorin wichtig, was ja in Ordnung ist – aber dann soll sie alles, was ihrer Meinung nach dazu gesagt gehört, in einem Kapitel bündeln, das man bei Bedarf überspringen kann, und die Sache ist durch. Wenn ich etwas über Stuttgart 21 lesen will (was nach über vier Jahren medialer Dauerbeschallung definitiv NICHT der Fall ist), greife ich zu einem Sachbuch oder meinetwegen auch einem Krimi, das/der das Thema aufrollt, tummle mich auf einschlägigen Websites oder nehme zur Abwechslung tatsächlich mal ein paar der zig Flugblätter mit, die hier immer so gerne verteilt werden. In einer Gebrauchsanweisung aus dem Piper Verlag jedoch will ich mich nicht seitenweise mit der politischen Grundhaltung der Autorin auseinandersetzen, sondern etwas über die jeweilige Stadt oder das Land erfahren: wo finde ich schöne Fleckchen, wo kann ich gut essen oder Kaffeetrinken gehen, wie ist die generelle Mentalität der Einwohner, was macht das Flair der Stadt aus etc. pp. Gerade für eine Stadt wie Stuttgart, die ja gerne mal pauschal abgewatscht wird, bevor man sich überhaupt mit ihr auseinander gesetzt hat, hätte man damit eine Lanze brechen können. Da ich selbst bereits Feuer gefangen habe, kann ich nicht beurteilen, inwiefern dies Frau Kabatek gelungen ist bei Leuten, die Stuttgart bisher nur vom Namen her kennen oder neu zugezogen und noch skeptisch sind. Ich vergebe für dieses Buch 3 Sterne für tolle Ansätze und unterhaltsame Passagen, die dann jedoch von der Autorin selbst wieder kaputt gemacht werden.

    Mehr